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  • 23.01.2022, 10:30:04

Autor Thema: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie  (Gelesen 16835 mal)

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Offline Le Noir Faineant

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #255 am: 26.07.2021, 18:11:26 »
Ist schon bitter, alles. Ist aber auch einfach: Ein schlechtes Drehbuch ist einfach ein schlechtes Drehbuch.
Wenn da mal jemand anderes als Smith mit Liebe zum Detail rangeht, und ein gutes Drehbuch schreibt... Dann haben wir ein gutes Drehbuch.  :icon_biggrin:

Offline Haka

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #256 am: 27.07.2021, 09:14:25 »
Naja. Was hat man erwartet?
Hat er denn irgendwas gemacht, dass über Flachwitze ala Silent Bob hinausgeht?
Mich wundert es nicht, dass er von Wil Wheaton in der einen Urknallfolge so fertig gemacht wird.
Das scheint in den USA ja durchaus bekannt zu sein, dass er nicht unbedingt ein Meister des Fachs ist.

Offline P4Blade

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #257 am: 27.07.2021, 11:21:10 »
Er ist halt ein Paradebeispiel dafür, dass starkes Kiffen im Alter eben doch Nebenwirkungen haben kann. Der Typ macht keinen Hehl draus, und hat erst letztens noch stolz in einer US-Talkshow damit geprahlt, wie er dem Date seiner Tochter einen Joint angeboten hat. Muss ja jeder selber wissen, aber als Familienvater, der in der Öffentlichkeit steht, in meinen Augen mehr als fragwürdig.

Offline Le Noir Faineant

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #258 am: 27.07.2021, 12:40:42 »
Mir ist egal, was der sich reinzieht; es gibt halt einfach bessere Leute für den Job, als ihn. Jeder von Euch kennt wahrscheinlich die Comics von Robert Kirkman, Geoff Johns, oder Tim Seeley:
Warum hat man nicht jemanden wie die verpflichtet, der sich mit dem Setting zumindest ein Bisserl auskannte?

Die Fans der Serie hatten doch in den Jahren zuvor klar kommuniziert, welche Art von Stories sie sich wünschten, welche Figuren welcher Charaktere sich gut verkauften. Damit hätte man doch arbeiten können. Dass man sich trotz dieser Kenntnisse für eine strunzlangweilige "Girl Squad"-Geschichte entschieden hat, die ästhetisch bisweilen mehr an "Sailor Moon" erinnert, als an MoTU - in einem Wort, entmutigend.

Es soll ja noch eine ZWEITE MotU-Serie von Netflix kommen, die dann ein komplettes Remake der klassischen Story werden soll. Ich befürchte Schlimmes und Schlimmstes:

https://ew.com/tv/2019/12/18/he-man-masters-of-the-universe-netflix-reboot/

Wenn das "She-Ra"-Remake hierfür Pate stand, dann erwartet uns das übliche postmoderne Gebabbel: Ob Orko vielleicht m, w, oder DRITTE ist. Ob man Teelas Bevormundung durch He-Man vielleicht schon als Missbrauch definieren kann. Ob Prinz Adam nicht vielleicht doch schwul ist. - Aber auf die Story, auf die achtet dann halt wieder mal keiner. Und das wird wieder einmal schmerzen, denn die guten Stories waren der Grund, warum das Franchise so lange überlebt hat. ...Welche guten Stories sehen wir denn im Moment? "Teela hat 'nen schönen Haarschnitt"? "King Grayskull ist jetzt Kevin Levrone"? "Scareglow ist der Hüter der Hölle, weil sein Outfit schön designt ist"?

Offline piam25

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #259 am: 27.07.2021, 16:07:25 »
Mir ist egal, was der sich reinzieht; es gibt halt einfach bessere Leute für den Job, als ihn. Jeder von Euch kennt wahrscheinlich die Comics von Robert Kirkman, Geoff Johns, oder Tim Seeley:
Warum hat man nicht jemanden wie die verpflichtet, der sich mit dem Setting zumindest ein Bisserl auskannte?

Man weiß es nicht, aber Ich denke es wird mal wieder am Geld liegen?
Oder die genannten haben sich geweigert so eine Gender Kacke zu machen?

Die Fans der Serie hatten doch in den Jahren zuvor klar kommuniziert, welche Art von Stories sie sich wünschten, welche Figuren welcher Charaktere sich gut verkauften. Damit hätte man doch arbeiten können. Dass man sich trotz dieser Kenntnisse für eine strunzlangweilige "Girl Squad"-Geschichte entschieden hat, die ästhetisch bisweilen mehr an "Sailor Moon" erinnert, als an MoTU - in einem Wort, entmutigend.
Man will halt „in“ sein. Was ist momentan denn Gesellschaftlich die Hauptthemen?
Frauenquote, Gleichberechtigung der Frau, Rassismus und Black Lives Matter.
Natürlich muss man das in eine 80er Serie reinpacken.
Ein halbnackten Mann darf heute kein Held oder Vorbild für Kinder sein. Wie Sexistisch und altbackene so was zu fordern. Heute sind starke Frauen das Vorbild, Frauen die eh alles besser können als Männer, Frauen die besseren Helden und die besseren Menschen.
Es kotzt mich so an.


Es soll ja noch eine ZWEITE MotU-Serie von Netflix kommen, die dann ein komplettes Remake der klassischen Story werden soll. Ich befürchte Schlimmes und Schlimmstes
Wenn das "She-Ra"-Remake hierfür Pate stand, dann erwartet uns das übliche postmoderne Gebabbel: Ob Orko vielleicht m, w, oder DRITTE ist. Ob man Teelas Bevormundung durch He-Man vielleicht schon als Missbrauch definieren kann. Ob Prinz Adam nicht vielleicht doch schwul ist. - Aber auf die Story, auf die achtet dann halt wieder mal keiner.

Ja, Ich denke das wird garantiert so kommen.
Die zweite Serie wird eine komplett freie Neuinterpretation der Masters sein, genau so wie She Ra.
Natürlich wieder mit Schwarzen Thema, Schwulen und Lesben Thematik.
Natürlich, weil das ist ja gewollt vom Publikum.
Dann ist Adam schwarz,  Teelas Ehefrau ist Andra, orko ist diverse, Beast Man hat ein Verhältnis mit Evil Lyn und Skeletor ist schwul und steht heimlich auf He Man :ouch:
« Letzte Änderung: 27.07.2021, 16:12:08 von piam25 »

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #260 am: 27.07.2021, 17:14:07 »
So, ich habe hier nichts gelesen, bevor ich alle Folgen gesehen habe und werde das auch erst nach diesem Posting machen (und bin schon sehr gespannt, wie Ihr es findet! ^^). So sollte meine Kritik erstmal unbeeinflusst sein.
Denn ich kenn mich doch; wenn einer von Euch einen besonders blöden Fehler entdeckt hat, der mir entgangen ist, müsste ich gleich mitschimpfen. ^^"

./.

Also mir geht es ziemlich exakt wie mit Discovery. Mir kommt das Rezept so vor:

1. Irgendwer hat sich ein paar "voll coole" Szenen überlegt ("wärs nicht voll geil, wenn ...").

2. Wir nehmen ganz viel rein, von dem, was die Leute in den Vorgängerserien schon gesehen und hoffentlich gemocht haben.

2. Dann muss Drama hinzu, also es geht mindestens um den Planeten (hier machen sie es mal wieder nicht unter dem ganzen Universum) und es müssen Leute sterben (nicht, weil das zu einer wundervoll ausgedachten Handlungskette gehört, sondern aus Prinzip - jeay, voll erwachsen und tiefgründig!).

3. Wir müssen woke sein. Das ginge subtil, indem man sogar alte Versäumnisse liebevoll ausbessert (eine Kriegerin wie Teela, darf ruhig Muskeln haben) - und die darf auch gerne(!) eine wichtigere Rolle spielen. Aber das reicht uns nicht, deswegen muss da mehr her. Harsches Wesen und eine Frisur, die "tough" schreit! Wir müssen es ihnen so richtig klischeehaft ins Gesicht pfeffern, denn außer uns sind alle unsensibel und ansonsten unfähig eine starke Frau zu erkennen, wenn wir sie nicht mit Klischees vollpumpen.

Das Gleiche in Grün, äh Schwarz. Neuer Charakter, der Schwarz ist und liebevoll aufgebaut wird, bis der Zuschauer ihn mag? So mit Stärken und Schwächen - wäre cool!
Aber: Lieber ein Schwarzer ... äh, eine(!) schwarze (noch besser) Mary Sue. Denn, wenn die nicht so mindestens fast alles kann (hübsch, jung, Ingenieur, guter Kämpfer, charmant usw.), dann kapieren die Unsensiblen ja nicht, dass schwarze Menschen es voll drauf haben können.
Und damit es auch wirklich genug ist, blackwashen wir noch einen bestehenden Charakter mit möglichst hohem Rang (also sozial - ob der Typ viel vorkommt ist Wurst, man muss nur drauf verweisen können). Das schadet ja nie. ^^

./.

Und dann schütten die das fröhlich zusammen und als Handlung nimmt man einfach, was all diese Punkte verbinden kann.
Die erstbeste Idee scheint dabei gerade recht zu sein. Immer nach dem Motto, wir wollen gerade zu Szene X (1,) und dabei wollen wir Drama Y (2.) und dabei sollte bitte möglichst viel 3. und 4. gezeigt werden.

Nichts mit liebevoller Story- oder Charakterentwicklung. Alles ist diesem System unterworfen; jegliche Logik innerhalb der Handlung muss(!) dahinter zurückstehen.

Und so hat man eine aufwändig produzierte Serie, die eine gute Handlung unnötigen Vorgaben opfert und damit erstaunlich langweilig wird.
Genau, wie die Langeweile bei Filmation auch von Vorgaben kam - z.B. "am Ende der Folge, muss wieder alles wie zu Beginn sein".

Schade um all die Mühen der echten Künstler, die bei soetwas beschäftigt sind. Verschenktes Potenzial. Wokes Popkornkino, anstatt einer liebevollen Geschichte mit Herzblut, die es wert ist erzählt zu werden.
Schnell und viel, das muss reichen.

Da war 200X schon weiter (nicht optisch, aber inhaltlich). Da schien mir der Wille dahinter, ein logisch geschlossenes Universum zu erschaffen, anstatt nur alles runterzurattern. Da war trotz aller Mängel mehr Liebe zu spüren.

^^

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass dies einfach der verunglückte Grundstein für eine echte (Nachfolge-)Serie ist, die den Namen verdient. Mit Ambitionen und dichter Atmosphäre. Die sich Zeit nimmt und der etwas an den Figuren liegt, anstatt sie nur als Werkzeug zu berachten. : )

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #261 am: 27.07.2021, 17:20:53 »
Vor allem ist Pre Eternia nun der Himmel?
Moss Man darf also in den Himmel, Orko nicht?
Ist da nicht Logikfehler nach Fehler.

Ich hoffe auch, dass sie das noch unter Kontrolle kriegen. Den Religionsansatz muss man echt raushalten, das ergibt ein Logikmassaker. Die kriegen das nicht so charmant hin wie Dragonball. ^^

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #262 am: 27.07.2021, 17:30:57 »
Das ist so, weil sie in den Augen der Autoren keine Person ist, sondern eine Funktion: Sie definiert sich dadurch, inwieweit sie den klassichen männlichen Figuren Aufgaben abnimmt. Deswegen hat auch Evil-Lyn mehr zu Orkos Tod zu sagen, als Teela, und Andra eine tiefere Bindung zu Roboto. Teela ist nicht dafür da, sich mit der Story auseinanderzusetzen - nur, sie zu beenden.

Ja, das ist leider wahr.

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #263 am: 27.07.2021, 17:32:23 »
Ich für meinen Teil wurde insofern überrascht , das ich NIE gedacht hätte wie gut es werden kann .
Das war Legendär , mutig und sehr Kreativ in der Umsetzung und ich war zu Tränen gerührt .  9/10 von mir

Das finde ich super. Tröstlich, dass es manchen Geschmack doch so gut trifft! : D

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #264 am: 27.07.2021, 17:33:31 »
Im Prinzip verhält es sich wie Star Trek Discovery zu Star Trek Next Generation!

Nur, dass es bei MotU imho noch nichts gab auf dem Qualitätslevel von TnG - leider. ^^"

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #265 am: 27.07.2021, 17:42:05 »
Ich finde es irgendwie noch schlimmer. Es wird gesagt das Castle Grayskull nur ein Trugbild gewesen ist um die Halle der Weisen zu verstecken.
Ergo es hat nie wirklich existiert.
What?.. Das Hauptgebäude der Serie hat nie existiert? Das Nummer eins Playset jeder Motu Line hat nie existiert? Was soll der Scheiß.

+1 o,0

Vor allem deren Wendung von der treuen Kommandantin der Palastwache zur lesbischen Söldnerin ist so mit das Unglaubwürdigste, was ich in Film und Fernsehen je sehen mußte. Verglichen damit ist ja Anakins Hinwendung zur dunklen Seite der Macht eine schauspielerische Meisterleistung.

Jup, das war total out-of-character. Auch Randor ist nur so grimmig, weils den Storyplänen taugt.

Schade eigentlich. Hätte man Teelas evtl. Liebe zu He-Man als Grund für einen psychologischen Zusammenbruch genommen und der Sache mehr Zeit gelassen als drei Sekunden, dann hätte die Grundidee schon was gekonnt.

Aber was passiert, wenn man bei Revelation einen Charakter ins Herz schließt: Bämm! Kurz danach wird er gekillt! Mit Roboto war`s genauso und im Grunde auch mit Scare Glow!  :autsch:

Ich finde sie lassen nichtmal genug Zeit jemanden ins Herz zu schließen. Und die dramatische Wirkung verfehlt bei mir, weils so lieblos nach Schema-F gemacht wird.
Das ist, wie wenn so ein bisher Unbekannter im Außenteam plötzlich von Kirk mit Namen angesprochen wird und man halt schon völlig weiß, was da kommt. ^^"



Offline DerGraf

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #266 am: 28.07.2021, 00:30:23 »
Ich muß sagen, es tut doch gut mal zu sehen, daß man doch nicht der Einzige mit einer gewissen Meinung ist.

Eigentlich wurde hier schon alles gesagt warum Masters of the Universe Revalation aka Teela's Journey ein Griff ins Klo ist.

Aber einen Aspekt möchte ich nochmal ansprechen: auch wenn die Verleumdungspropaganda der Anhänger des Wokeismus es gern suggeriert, ich habe null Probleme mit starken weiblichen Figuren. Warum sollte man(n) auch? Ich mochte die 80er Teela, ich verehre Ahsoka Tano, ich hoffe eines Tages von Valeria aus Conan der Barbar nach Valhalla geführt zu werden und versuche heute noch vergeblich, meine Freundin zu überzeugen, den Stahlbikini von Prinzessin Leia aus Rückkehr der Jedi-Ritter anzuziehen.

Was diese Figuren aber allesamt von Teela (und natürlich auch ihrer Freundin) aus Revelations unterscheidet: ihre Fähigkeiten waren allesamt glaubwürdig.

Es ist natürlich immer so eine Sache, bei einer Fantasyserie wie He-Man von realistisch zu sprechen, aber Teela ist so overpowered dargestellt, daß es einfach nur lächerlich wirkt. Sie kann sich da noch so mit Steroiden vollgeballert oder Unterricht im Kämpfen genommen haben. In einem Zweikampf mit Leuten von der Statur eines Stinkor würde sie IMMER den Kürzeren ziehen. Derjenige, der in einem MMA-Fight zwischen einer Frau und einem Mann auf die Frau sein Geld setzt, möge sich mal bitte bei mir melden!

Und ich finde grundsätzlich die Idee, was passiert, wenn He-Man mal nicht mehr da ist, auch nicht völlig ohne Reiz. Sowas kann man mal machen. "Im Kerker Skeletors" zum Beispiel ist eine meiner Lieblingsfolgen der Hörspielreihe. Um so eine Nummer aber nach fast 40 Jahren Pause gleich als Allererstes durchzuziehen, muß man, um es mit den Worten von Klaus Kinski zu sagen, entweder vollkommen ahnungslos oder einfach nur bösartig sein.
« Letzte Änderung: 28.07.2021, 00:33:28 von DerGraf »

Offline MamoChan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #267 am: 28.07.2021, 11:13:55 »
Ich mag die Serie.

Es ist nicht die beste MotU-Serie, aber auch nicht die schlechteste. :) Dass He-Man recht schnell in den Hintergrund treten würde, damit die Geschichte aus Teelas Sicht erzählt wird, wurde doch schon recht früh kommunifziert, und ich habe damit auch keine Probleme. Im Gegenteil, ich finde diese Prämisse sogar recht inzeressant. Wenn He-Man zur Seite tritt, haben die übrigen Charaktere mehr Raum.
Zwar hatte ich nicht gedacht, dass sie ihn gleich umbringen, aber was war das bitte schön für ein großer epischer Heldentod! Er opferte sich, um die Welt zu retten. Was für eingroßartiger Moment, als Marlena weinend zusammenbricht und damit enthüllt, was in der Filmation-Serie nur angedeutet wurde, nämlich, dass sie über Adam und He-Man bescheid wusste. Ich mochte diese erste Folge. Und ich fand diese Konsequenz, Adam gleich in der ersten Folge zu töten, nicht nur sehr mutig, sondern auch für die richtige Entscheidung. Und wenn man mal ehrlich ist, vermutet doch eh jeder, dass er wiederkommt. ;) Aber so gab es eine interessante Ausgangslage.
Charaktere müssen sich nun mit der neuen Situation zurechtfinden, denn plötzlich ist alles anders. Es gab so viele Momente, die mich wirklich berührt haben. Manche haben mich gefreut, andere verärgert. Und bis auf einige in meinen Augen fragwürdige Entscheidungen, fand ich die Serie sehr gut.
In dieser neuen Ausgangslage sind die Karten neu gemischt, und viele alte Charaktere bekommen die Chance aus ihrem alten Schema auszubrechen. Evil-Lyn mochte ich schon immer, aber hier ist sie echt einer meiner Lieblinge. Bei ihr hat man meiner Meinung nach alles richtig gemacht, und ich bin auch gespannt, wie es mit ihr weitergeht.
Beast-Man fand ich hier in dieser Serie zum ersten Mal echt interessant, und endlich mal war er mehr als nur der dumme Handlanger fürs Grobe, da er tatsächlich mal sowas wie Charakter hatte.
Man-At-Arms und Orko gefallen mir sehr gut. Besonders die Beziehung der beiden hat mich wirklich gerührt. Allerdings kommt da auch schon ein Punkt, der mich gestört hat. Orko erzählt Evil-Lyn, dass er nie etwas besonderes war, dabei nannte man ihn in der Filmation-Serie noch "Orko, den Großen", weil er eben auf Trolla eine so große Nummer war. Aber gut, damit kann man schon leben. Dafür war "sein" großer Triumph wirklich toll. Er stellt sich Scareglow und zeigt, was wirklich in ihm steckt und rettet dabei seine Freunde.
(click to show/hide)
Übrigens fand ich diesen Techno-Kult um Tri-Klops und Trap-Jaw ziemlich gelungen. Völlig gestört, aber für mich persönlich funktioniert es ganz gut. Nur, dass die Umwandlung nur durch das Trinken von ein paar Nanobots vonstatten geht, fand ich nicht gut.

Mit Teela bin ich nicht ganz so glücklich.In meinen Augen hat man die falsche Richtung eingeschlagen. Ihre Gefühle über Adams Enthüllung sind verständlich, aber die Reaktion meiner Ansicht nach völlig überzogen. Noch während Marlena und Randor um ihren Sohn trauern und diese Nachricht noch gar nicht verarbeitet haben, stellt sie sich in den Mittelpunkt und knallt ihnen ihr Diadem vor die Füße, nur um zu verkünden, dass sie angepisst ist und nun mit niemanden mehr etwas zu tun haben will.
Was für ein furchtbarer selbstsüchtiger Egotrip ihrerseits. Nie war sie mir unsympathischer als in diesem Moment. Eigentlich mochte ich Teela immer. Sie war immer etwas zickig, arrogant-zickig, schnippisch-zickig, in den DC-Comics auch etwas nervig-zickig, aber hier in dieser Serie geht sie mir mit ihrer ganzen Art auf den Keks.
Teela soll ein beispiel für starke Frauen sein, aber sie wirkt schwach! Hinter dieser schrecklichen Attitüde, sie ist stark, sie ist hart, sie kann alles allein, wirkt sie schlicht schwach. Das ist nicht das Probem, man hätte es aber anders herausarbeiten können. Sie fühlt sich von allen verraten, sie wurde verletzt, also muss sie stark sein. Sie baut sich diesen Panzer um sich auf, damit nichts mehr an sie herankommt, niemand ihr mehr wehtun kann. Sie ändert ihr aussehen, damit auch jeder sieht, wie stark sie nun ist, wie hart sie ist. Das ist legitim, aber ihre Art geht mir trotzdem auf den Keks und sie scheint dabei auf der Stelle zu treten. In ihrem Inneren hat sie Angst. Zum einen sich ihren Gefühlen zu stellen, zum anderen sich ihrem Schicksal zu stellen. Bisher war es immer so, dass sie sich auf He-Man verlassen konnte. Er war der große Held. Er hat sie alle immer wieder gerettet. Und plötzlich ist er nicht mehr da. Und schlimmer noch, statt auf He-Man lastet die Last der Verantwortung nun auf ihren Schultern.
Nun wird sich das alles in der zweiten Hälfte sicherlich nochmal ändern. Es war ein richtig schöner klassischer Cliffhanger, der Lust auf mehr macht. Die Situation ist plötzlich eine andere. In der zweiten Hälfte der Staffel wird sich garantiert nochmal einiges ändern. Gut möglich, dass wir ein paar der alten Bekannten wiederttreffen, die bisher im Hintergrund blieben. Vermutlich wird jemand von den Toten zurückkehren und vermutlich wird jemand sterben. Teelas Heldenreise wird erstmal einen Abschluss finden. Ich bin drauf gespannt.

Ach ja, was mir gar nicht gefallen hat, man hat uns Castle Grayskull genommen!  :motz: Man kann es meinetwegen zerstören, aber zu behaupten, dass die coolste Burg meiner Kindheit nie wirklich existiert hat und nur ein Trugbild war, stößt mir echt sauer auf.

Die Musik aus der Serie mag ich übrigens nicht. Zu generisch, zu langweilig.

Und zuletzt: Ich mag ja Sailor Moon. Sher sogar, vielleicht mehr als MotU, aber muss denn jetzt nach seienr Schwester She-Ra sich auch He-Man im Sailor Moon Stil verwandeln? Bei She-Ra habe ich mich schon drüer lustig gemacht, und im Trailer dachte ich schon, dass man sich bei der Verwandlungsszene sehr dran orientiert hat, aber das war beinahe eine direkte Kopie von Sailor Moons Verwandlung!  :hoe:



Erschreckend finde ich, dass die Musik meiner Meinung nach besser passt als der Score aus Revelations.  :icon_mrgreen:

Offline SchakoKhan

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #268 am: 28.07.2021, 11:30:30 »
@Mamo
Cooles Review! : D

Ich freu mich auch auf mehr Folgen, auch wenn ich so viel negative Kritik habe. Das muss eben zuerst raus, bevor man auf "berieseln" umschalten kann (so überlebt man ja auch Tranformer-Filme und amüsiert sich zwischendurch doch ^^).

In dieser neuen Ausgangslage sind die Karten neu gemischt, und viele alte Charaktere bekommen die Chance aus ihrem alten Schema auszubrechen.

Ja, das ist ein positiver Aspekt der Serie.

Das Problem ist die imho lieblose Brecheinsenumsetzung des ganzen, weshalb die Charaktere sich oft unglaubwürdig verhalten. Siehe:
Noch während Marlena und Randor um ihren Sohn trauern und diese Nachricht noch gar nicht verarbeitet haben, stellt sie sich in den Mittelpunkt und knallt ihnen ihr Diadem vor die Füße, nur um zu verkünden, dass sie angepisst ist und nun mit niemanden mehr etwas zu tun haben will.
+1

Die Fraktionen mal ordentlich durcheinanderzuwirbeln, finde ich grundsätzlich sehr gut, denn da war MotU bisher zu statisch. : )


@Technokult

Mit dem Technokult könnte ich auch gut leben (ich finde es spannend, dass Tri-Klop Snakemountain übernommen hat), wenn er etwas durchdachter aufgezogen wäre und ich nicht das Gefühl hätte, sie haben die Kultisten nur eingebaut (wie die Zombies) um brutalere Szenen zeigen zu können, ohne dass es wirklich blutig wird. Also so weder heiß noch kalt. Geschummelt. Da bleiben sie fast auf dem Niveau von Filmation, auch wenn sie "erwachsender" tun. ^^


@Allgemein

Immerhin erhöht alles von MotU die Chance auf Nachfolgesachen und irgendwann sehen die dann hoffentlich so aus, wie die ersten Szenen von Revelation, aber eher mit der Story von 200X plus mehr Dynamik bei den Fraktionen.

Und dem echten Grayskull natürlich!

 :banana1:




Offline Alec77

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Re: Netflix produziert neue animierte He-Man Serie
« Antwort #269 am: 28.07.2021, 12:40:27 »
Ach ja, was mir gar nicht gefallen hat, man hat uns Castle Grayskull genommen!  :motz: Man kann es meinetwegen zerstören, aber zu behaupten, dass die coolste Burg meiner Kindheit nie wirklich existiert hat und nur ein Trugbild war, stößt mir echt sauer auf.

Das ist allerdings eine Anleihe aus der Read-Along Kassette "Castle Grayskull" von 1983.
https://www.he-man.org/publishing/item.php?id=126&image=857



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