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  • 05.07.2022, 15:12:10

Autor Thema: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«  (Gelesen 5445 mal)

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Offline archon

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #15 am: 07.12.2010, 12:19:29 »
Grins. Wenn du jetzt noch deinen Customizing-Thread wiederbelebst, der jede Menge Anhänger hat, dann geht's Aufwärts...

Offline Hellfish

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #16 am: 07.12.2010, 12:34:00 »
nee, der muß nach meiner Anfangseuphorie für das Thema doch erst mal ruhen. Ick gehör zu den Menschen die immer mehrere "Projekte" in peddo haben. Da bin ich sehr sprunghaft. Ich will mich dann dem ganzen ja auch mit Ruhe und Konzentration widmen. Jetzt muss ich erstemal Geld verdienen :eyesroll: Aber irgendwann, so laßt es Euch gesagt sein, gibts diesbezüglich ein Lebenszeichen von mir :;):

Offline Natira

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #17 am: 07.12.2010, 13:12:02 »
Wobei mir die ganzen Beispiele für "Tiefgang" eher in die Richtung gehen, dass die zu vermittelnde Moral abwechslungsreich vermittelt wurde.

Nicht nur das! Allein, daß eine Rahmenhandlung vorhanden ist, die nichts mit dem »Skeletor greift an, Skeletor wird besiegt«-Aspekt zu tun hat, zeigt, wieviel Mühe und Gedanken man in die Geschichte gelegt hat. Das ist es auch, was die Serie für mich so interessant, lebensnah und realistisch macht. Um ein Beispiel zu nennen: Die Folge »Grayskull wird verschleppt«. Orkos Geburtstag war für die Kernhandlung der Geschichte nicht wirklich notwendig. Aber die Folge wäre um einiges langweiliger, wenn dieser Aspekt fehlen würde! Gerade die Szene zu Anfang, als Orko vor dem Spiegel schwebt, finde ich einfach nur klasse, die darf nicht fehlen! Und das ist es, was für mich die Serie (u.a.) ausmacht!

Auch kleinere Aspekte zählen für mich dazu, die einfach »schmückendes Beiwerk« sind, das nicht zwingend notwendig gewesen wären, um die Geschichten zu erzählen, für mich aber unheimlich wichtig, um die Serie zu dem zu machen, was sie ist. Ich denke da nur an Cringers immer wieder überragende Begeisterung, sich in BattleCat verwandeln zu müssen (Zitat: "Dann muß ich schon wieder der blöde BattleCat sein" → Das fand ich schon sehr bezeichnend! ;)) Könnt ihr euch noch an die Folge erinnern, als Cringer mit He-Man den Pakt schloß, ihn als Cringer zu begleiten, und später selbst für sich bemerkte, daß es als BattleCat leichter ist und sich nachträglich verwandel ließ? In welcher »Schema-F-Serie« hätte so etwas Platz gehabt?

Wer die Masters of the Universe auf den reinen Aspekt reduziert, dass da Düstere Fantasy und Science Fiction aufeinander treffen, der kann vom Cartoon eigentlich nur enttäuscht werden. Denn dafür ist dieser zu wenig Dark. Da ist man wohl bei so manch anderem Cartoon besser aufgehoben, die bereits genannten Saber-Rider vorneweg, gefolgt von einer [rant]Legion japanischer Dutzendware[/rant].

Genauso ist das! Es kommt natürlich darauf an, wie man seine Prioritäten setzt. Mein Anspruch an eine Serie ist da vermutlich ein ganz anderer als der von jemandem, der in o.g. Aspekt besser aufgehoben ist. Für mich ist das wichtig, was ich oben bereits angesprochen habe: Keine Schema-F-Folgen, Hauptsache es gibt genug Weltraumgefechte und möglichst viel düstere Atmosphäre. Das brauche ich nicht, sondern interessante, nachvollziehbare Geschichten, die zwar sozusagen aus dem Leben gegriffen, aber trotzdem nicht Null8fufzehn sind. - Mit »aus dem Leben gegriffen« meine ich (nur um Mißverständnissen vorzubeugen) folgendes: Wenn man sich die Folgen mal anschaut, dann hat man eigentlich erst mal eine ganze Menge Alltag auf Eternia, und die Abenteuer, die passen sich in dieses Alltagsgeschehen ein.

Ich vermute, der »Alltag« wird auch das sein, was den meisten hier zu schaffen macht:

Genau so kommt er mir dann aber auch vor: Als Kind toll und als Erwachsener nur mit vielen Zugeständnissen halbwegs sehbar.
Ich habe in ein paar der alten Folgen reingeschaut und mir wurde leider furchtbar schnell furchtbar öde.  :(

@SchakoKhan: Berichtige mich, wenn ich jetzt falsch interpretiert haben sollte.

Für mich ist gerade das aber auch der Aspekt, der den Zuschauer mitnimmt, und sich wunderbar in die Geschichten einfühlen läßt. Also, ich fühle mich auf Eternia schon wie zu Hause; das kann ich von Saber Rider nun nicht wirklich behaupten. (Nur zur Klarstellung, die Folgen habe ich auch immer gern geschaut! ;))

Bei "Tiefgang" denke ich eher an eine Handlung bei der man mitdenken muss und die dann dafür auch lohnende neue Aspekte eröffnet und dies gerade bei einer langen durchgehenden Handlung.

Letzteres gab es doch garnicht beim alten Cartoon, oder?

Die Folgen sind schon recht einfach bzw. nachvollziehbar gehalten, das stimmt schon. Das macht sie für mich aber nicht schlechter oder mit weniger Tiefgang. Tiefgang heißt für mich auch, daß die Handlungen und die Charaktere nicht »farblos« (im übertragenen Sinne!  :icon_cool:) sind. Dazu muß nicht mal unbedingt eine Moral-Message rüberkommen (das war mir in den Folgen manchmal sogar zu viel).

Zum Thema Tiefgang (der vielleicht auch ein bißchen in deine Richtung geht) fallen mir interessante Folgen ein wie zum Beispiel »Der Möchtegern-Held«, als ein Junge sich für He-Man ausgibt, »Doppelgänger«, in der Skeletor nicht nur das böse Alter Ego von Koldar, sondern auch das Gute Gegenstück von sich selbst heraufbeschwört, »Jagd auf He-Man«, in der man bemerkt, daß auch He-Man an seine Grenzen stößt und nicht unverwundbar ist oder allen voran »Gewissensbisse«, in der He-Man glaubt, jemanden getötet zu haben (im übrigen eine Folge mit einer dramatischen Rückverwandlungsszene! ;))

Und das ganze dann synchronisiert von vier Sprechern, die sich herzlich Mühe geben, 25.000 Figuren ein Leben einzuhauchen.

Und davor ziehe ich absolut meinen Hut! Das ist auf jeden Fall eine Meisterleistung, die es zu honorieren gilt, keine Frage! Das sind die zwei Seiten der Medaillen: Es war eine großartige Leistung, und dennoch hätte es die Serie natürlich aufgewertet, wenn man in BattleCat nicht Beast-Man wiedererkannt hätte.  :keks:

Offline Hellfish

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #18 am: 07.12.2010, 13:48:49 »
 
Bei dem ganzem Für und Wider (gerade beim Wider) zur Serie darf man wiegesagt schlussendlich nicht vergessen für welche Zielgruppe das ganze gedacht war. Vor dem Hintergrund ist die von mir erwähnte Kritik auch eher milder Natur. Mit meinen heute "erwachsenen" Augen fallen einem Dinge einfach anders auf. Ganz klar. Und dennoch bleibt für mich und viele andere wie zum Beispiel Natira, die Begeisterungsfähigkeit der Serie absolut erhalten. Insgesamt finde ich auch haben sich die Beteiligten doch sehr Mühe mit dem Projekt gegeben. Und so einigen von uns damit eine über die Kindheit hinausgehende Leidenschaft beschert :applaus: By the Way, wo wir beim Thema Kinder Waren, habe vor geraumer Zeit mal versucht die Kinder meiner Freundin, in genau der Altersgruppe, versucht für das Thema MASTERS zu begeistern. Das Spielzeug erfuhr schon etwas Interesse, die Serie naja kaum erwähninswert. so ändern sich die Zeiten. Wäre ja mal interessant was andere Mitglieder da für Erfahrungen gemacht haben!

Offline Hellfish

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #19 am: 07.12.2010, 13:50:41 »
Man ist das anstrengend zu schreiben und dabei auf Groß- und Kleinschreibung zu achten... ;)

Offline Natira

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #20 am: 07.12.2010, 18:07:46 »
Mit meinen heute "erwachsenen" Augen fallen einem Dinge einfach anders auf. Ganz klar. Und dennoch bleibt für mich und viele andere wie zum Beispiel Natira, die Begeisterungsfähigkeit der Serie absolut erhalten. Insgesamt finde ich auch haben sich die Beteiligten doch sehr Mühe mit dem Projekt gegeben. Und so einigen von uns damit eine über die Kindheit hinausgehende Leidenschaft beschert :applaus: By the Way, wo wir beim Thema Kinder Waren, habe vor geraumer Zeit mal versucht die Kinder meiner Freundin, in genau der Altersgruppe, versucht für das Thema MASTERS zu begeistern. Das Spielzeug erfuhr schon etwas Interesse, die Serie naja kaum erwähninswert. so ändern sich die Zeiten. Wäre ja mal interessant was andere Mitglieder da für Erfahrungen gemacht haben![/left]

Das finde ich gerade eine sehr interessante Erfahrung. Zeigt es mir doch ganz deutlich, daß sich die Zielgruppe nicht geändert hat - allerdings nicht auf die Altersgruppe abgestellt, sondern auf die Personen der früheren Zielgruppe! ;)

Ich denke, das liegt daran, daß sich die Zeiten tatsächlich ändern, und die Kinder von heute nicht mehr mit dem zu begeistern sind, was uns früher fasziniert hat. In mancher Hinsicht finde ich diese Entwicklung im übrigen erschreckend.

Was das »mit anderen Augen sehen« angeht, sprich, die Serie aus der damaligen kindlichen Sicht im Gegensatz zu der heutigen Sicht als Erwachsener, gebe ich dir auch völlig recht! Als Kind hat die Serie einen ganz anderen Reiz. Sie ist einfach nur bunt mit tollen Abenteuern. Als Erwachsener sieht man die Serie natürlich ganz anders. Bei mir ist es da aber ganz anders, als beispielsweise bei SchakoKhan: Mir gibt die Serie heute noch viel mehr, weil ich sie aus der Erwachsenensicht betrachte, und sich mir so viel mehr Dinge offenbaren, die ich als Kind gar nicht aufnehmen, begreifen oder beachten kann, die mir heute aber unheimlich viel an der Serie geben! Und ich finde sie alles andere als langweilig!  :icon_biggrin:


Man ist das anstrengend zu schreiben und dabei auf Groß- und Kleinschreibung zu achten... ;)

@Hellfish:
Wenn man es sich abgewöhnt hat, vielleicht! Sei froh, daß ich mir das als Autorin nie angewöhnt habe! ;)
Im übrigen kann man Beiträge auch editieren, um sie übersichtlicher zu gestalten. Mache ich sogar für Kommasetzung. :keks:
« Letzte Änderung: 07.12.2010, 18:13:13 von Natira »

Offline Hellfish

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #21 am: 07.12.2010, 18:36:49 »
  Ich habe sie halt einfach, zugegeben aus meiner Begeisterung für MASTERS, versucht auch dafür zu gewinnen. Wiegesagt das Spielzeug kam ganz gut an, naja so schön gestaltete "Monster" als Spielzeug kannten sie so auch nicht. Aber die Serie selbst :flop: vielleicht liegt es wirklich auch daran womit sie so groß werden, an Serien und Filmen da ist der Einfluß natürlich dann auch ein anderer. Meine Begeisterung für sowas war schon "immer" irgendwie da. Wohl auch durch meinen alten Herren der mich zu den Filmen von R. Harryhausen u.ä. gebracht hat. Naja und da war der Sprung von so Filmen wie Sindbad für mich nicht sonderlich weit bis zum MASTERS-Universum. Mir gefiel sowas schon immer mehr als so Sachen wie z.B. Transformers. So hat halt jeder seine Passion... :applaus:
« Letzte Änderung: 07.12.2010, 18:40:54 von Hellfish »

Offline SchakoKhan

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #22 am: 08.12.2010, 09:25:34 »
Der Tiefgang des MOTU-Cartoons offenbart sich dann, wenn man die strikten Vorgaben kennt, unter denen die Serie produziert wurde. So wenig neues Material wie möglich, keine "On-Screen-Gewalt" und zu guter Letzt nicht mal mehr Waffen, die wie irdische Waffen aussehen. Und das ganze dann synchronisiert von vier Sprechern, die sich herzlich Mühe geben, 25.000 Figuren ein Leben einzuhauchen. Sozusagen ist der Cartoon vielleicht eine Gesamtmessage: Gegen alle Widrigkeiten immer dein Bestes geben. Aber das führt vielleicht doch etwas zu weit...

Ein Werk unter all diesen Aspekten zu betrachten und zu analysieren ist natürlich immer irgendwie "tiefgründig". Die Serie jetzt deswegen so zu bezeichnen, damit tue ich mir ehrlich gesagt etwas schwer.

Nur weil das Ergebnis komplexer ist, als es bei den Vorgaben zu erwarten war ist doch das Werk nicht gleich tiefgründig.

Zum Thema Tiefgang (der vielleicht auch ein bißchen in deine Richtung geht) fallen mir interessante Folgen ein wie zum Beispiel »Der Möchtegern-Held«, als ein Junge sich für He-Man ausgibt, »Doppelgänger«, in der Skeletor nicht nur das böse Alter Ego von Koldar, sondern auch das Gute Gegenstück von sich selbst heraufbeschwört, »Jagd auf He-Man«, in der man bemerkt, daß auch He-Man an seine Grenzen stößt und nicht unverwundbar ist oder allen voran »Gewissensbisse«, in der He-Man glaubt, jemanden getötet zu haben (im übrigen eine Folge mit einer dramatischen Rückverwandlungsszene! ;))

Das verstehe ich schon eher. Allerdings hatte ich ja schon eingeräumt, dass solche Umstände für Kinder "tiefgründig" sein mögen, aber für den Erwachsenen bleibt doch mehr der abstrakte Spaß eben noch nichteinmal so viel von der Serie erwartet zu haben, also das was Ascalon oben beschreibt.

@SchakoKhan: Berichtige mich, wenn ich jetzt falsch interpretiert haben sollte.

Für mich ist gerade das aber auch der Aspekt, der den Zuschauer mitnimmt, und sich wunderbar in die Geschichten einfühlen läßt. Also, ich fühle mich auf Eternia schon wie zu Hause; das kann ich von Saber Rider nun nicht wirklich behaupten. (Nur zur Klarstellung, die Folgen habe ich auch immer gern geschaut! ;))

Ehrlich gesagt bin ich mir bei dem Abschnitt nur bedingt sicher, was Du meinst. Also bei Saber Rider gab es doch auch viele nette Details im Bezug auf die Charaktere.
Gut, evtl. nicht so viele, aber die Serie ist ja auch viel kürzer. Außerdem ging es mir mit der nicht viel anders, als Kind habe ich sie geliebt und jetzt als Erwachsener empfinde ich sie schon als zu monoton.

Bei dem ganzem Für und Wider (gerade beim Wider) zur Serie darf man wiegesagt schlussendlich nicht vergessen für welche Zielgruppe das ganze gedacht war. Vor dem Hintergrund ist die von mir erwähnte Kritik auch eher milder Natur. Mit meinen heute "erwachsenen" Augen fallen einem Dinge einfach anders auf. Ganz klar. Und dennoch bleibt für mich und viele andere wie zum Beispiel Natira, die Begeisterungsfähigkeit der Serie absolut erhalten.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ihr habt mit all den positiven Beschreibungen durchaus Recht. Ich wollte nur darauf hinaus, dass die Serie an sich nicht wirklich "tiefgründig" ist.

Man kann sie als Erwachsener schauen und sie dann als tiefgründiger als gedacht wahrnehmen, aber das ist es dann auch schon.

Ich mag die Serie nach wie vor und würde sie auch meinen Kindern zeigen, aber mir selbst macht es einfach keinen Spaß mehr sie anzuschauen.
Das ist keine Bosheit, sondern ich kann wohl leider über die monotonen Anteile der Serie weniger gut hinwegsehen (im wahrsten Sinne des Wortes!) als Andere.

Es täte mir nur leid, wenn jemand liest die Serie sei "tiefgründig" und sie dann anschaut und total enttäuscht ist.

Genau das hat die Serie nämlich nicht verdient, da sollte man lieber all die nachvollziehbaren positiven Aspekte benutzen, die ihr aufgezählt habt.

Die Serie hat es nämlich eigentlich nicht nötig, dass man sie toller macht als sie ist, da sie ja eben wirklich gelungen ist für ihre Zeit und die zur Verfügung stehenden Mittel.



@ Hellfish Danke!  :bier:

Offline Ascalon

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #23 am: 08.12.2010, 09:47:15 »
Ja, wer sich als Erwachsener eine Serie anschaut, die für Kinder um die 6 Jahre produziert wurde und dann tiefschürfende Analysen ödipaler Komplexe erwartet, der ist dann wohl selbst schuld, wenn seine Erwartungen unterlaufen werden. Ich schaue auch nicht die Semdung mit der Maus, weil mir jemand sagt: "Da werden Zusammenhänge total gut erklärt!" und bin dann enttäuscht, wenn ich die Verquickung zwischen Bruttosozialprodukt und Inflation nicht erklärt bekomme.

Selbstverständlich kann eine Serie immer nur das leisten, wofür sie konzipiert wurde - das ist bei He-Man erstmal "Spielzeug verkaufen" und dann "Kindern ein paar nützliche Verhaltensregeln an die Hand geben". Darüber müssen wir nicht länger als 5 Sekunden reden. Aber ebenso, wie es das Recht der Kritiker ist, die Serie auf ihr Maß zu stutzen, ist es das Recht der Befürworter, die guten Seiten hervorzuheben. Etwas, was immer mal wieder getan werden muss. Und vielleicht findet man dadurch ja irgendwann die Mitte.

Offline SchakoKhan

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #24 am: 08.12.2010, 10:22:55 »
Ich finde ja, dass die Sendung mit der Maus viel näher an "Zusammenhänge gut erklärt" ist, als Filmation an "Tiefgründig".

Ich glaube ja nur, dass man dem alten Cartoon eher einen Gefallen tut, wenn man bei seinen klar erkennbaren Vorteilen bleibt, die ohne einen größeren konstruierten Rahmen auskommen.


Offline Natira

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #25 am: 08.12.2010, 10:56:49 »
Also, vorweg erst mal: Ich bin total fasziniert, was mein kleiner Beitrag für Diskussionspotential aufgeworfen hat. Finde ich toll!  :icon_biggrin:

Also bei Saber Rider gab es doch auch viele nette Details im Bezug auf die Charaktere.

Das ist richtig! Wenn ich mich richtig erinnere, dann aber eher bei den »guten«. (Müßte die Serie aber nochmal komplett schauen, um das zu verifizieren.) Prinzipiell empfinde ich es aber schon so, daß es kaum eine Serie gibt, in der »die Bösen« so liebevoll ausgearbeitet sind. Mir fällt dazu anlehnungsweise noch »Filmations Ghostbusters« ein. Prime Evil ist einfach toll!  :banana2:

Außerdem ging es mir mit der nicht viel anders, als Kind habe ich sie geliebt und jetzt als Erwachsener empfinde ich sie schon als zu monoton.

Und hier kann ich es auch verstehen. Wie schon mal irgendwo erwähnt, ich habe vor einiger Zeit die ersten fünf Folgen mal wieder gesehen, und mir ging es da schon so. Bin seither auch nicht wirklich mit schauen weitergekommen. Und das macht für mich genau den Unterschied zu He-Man aus: Die Serie (130 Folgen allein bei der Classic-Serie) habe ich in einem Zug durchgezogen, manchmal mehrere Folgen pro Tag, neben einer Vollzeitarbeit. Das meine ich mit: Auf Eternia fühle ich mich zu Hause! Die Serie hat mich nicht losgelassen, und eigentlich hat sie viel zu wenig Folgen.  :eyesroll: Aber dafür gibt es ja die FF ;).

Man kann sie als Erwachsener schauen und sie dann als tiefgründiger als gedacht wahrnehmen, aber das ist es dann auch schon.

Das ist sicher eine Sache der Herangehensweise, und wie man eine Sache betrachtet. Sicher kann man immer viel mehr in eine Sache hereininterpretieren, als wirklich gedacht war. (Nicht umsonst gibt es so viele Mißverständnisse auf der Welt.  :icon_cool:) Andererseits kann man es auch so sehen: Die Serie gibt einem wenigstens das Potential, sie zu interpretieren. Eben aufgrund der Vielfältigkeit, und den von mir oben bereits beschriebenen Aspekten. Ob man die Serie dann mag oder nicht, bzw. ob man im Erwachsenenalter noch etwas mit ihr anfangen kann, daß muß man dann für sich selbst entscheiden. Mein Mann zum Beispiel kann gar nichts damit anfangen. Vermutlich hält er mich für komplett verrückt, daß ich so viel Hingabe für eine Kinder-Zeichentrickserie entwickeln kann.  ;)

Es täte mir nur leid, wenn jemand liest die Serie sei "tiefgründig" und sie dann anschaut und total enttäuscht ist.

Genau das hat die Serie nämlich nicht verdient, da sollte man lieber all die nachvollziehbaren positiven Aspekte benutzen, die ihr aufgezählt habt.

Hmm… Ich müßte hier noch einmal mit den gleichen Worten beginnen: Das ist sicher eine Sache der Herangehensweise. Ähem, dazu muß ich mal vorsichtig einwerfen, daß ich nicht weiß, wie viele Leute in ähnlichen Bahnen denken, wie ich. Vermutlich nicht viele, das gestehe ich gerne zu. Mich hätte das nämlich nicht enttäuscht, weil es für mich genau den Kern trifft.

Die Serie hat es nämlich eigentlich nicht nötig, dass man sie toller macht als sie ist, da sie ja eben wirklich gelungen ist für ihre Zeit und die zur Verfügung stehenden Mittel.

Dies ist eine Ansicht, die ich als »universell anwendbar« bezeichnen würde! Diese Aussage sollte nämlich nicht nur für He-Man gelten.
Allerdings liegt es mir auch fern, hier etwas über Gebühr zu loben! Ich empfinde es wirklich so, wie ich es schreibe! Ob sich jemand dem anschließen kann… Nun, das loten wir ja gerade hier aus! :icon_cool:

Ja, wer sich als Erwachsener eine Serie anschaut, die für Kinder um die 6 Jahre produziert wurde und dann tiefschürfende Analysen ödipaler Komplexe erwartet, der ist dann wohl selbst schuld, wenn seine Erwartungen unterlaufen werden.

Auch dem stimme ich zu. Wenngleich ich die He-Man-Serie allerdings als um einiges vielschichtiger halte, auch wenn die Zielgruppe vielleicht im einstelligen Altersbereich gelegen haben mag. (War die Serie wirklich für 6jährige konzipiert?  :kratz:)
Oben hatte ich das auch bereits angeschnitten: Als Kind nimmt man wahrscheinlich nur die knalligen Farben und die einfachen Sachverhalte wahr, auf eine eher naive, momentaufnahmenartige Weise. He-Man ist der Held (na gut, für mich war es immer Orko! Heute sind es eher Adam und Skeletor. *hüstel*), die Sorceress verlieh dem ganzen etwas magisches und Orko diente dazu, das ganze ein bißchen aufzuheitern.
Heute sehe ich eher die vielen anderen Schichten und die tieferen Zusammenhänge in der Geschichte.

Die Serie (oder besser ausgedrückt, die ganze Thematik) hat so viele komplexe, faszinierende Aspekte.
Einmal natürlich die Verwandlung von Adam in den Superhelden, dann die Sorceress, die außerhalb von Castle Grayscull nur in Falkenform agieren kann, Orko, dessen Zauberkraft auf Trolla wunderbar funktioniert, auf Eternia aber nicht (hat das eigentlich mal jemand richtig geschnallt? Bei den Produzenten der neuen Serie bin ich mir da nicht so sicher! Zwischen »Hofzauberer« und »Hofnarr« ist bei mir nämlich ein gewaltiger Unterschied! Orko ist tatsächlich ein großer Zauberer! Das Manko ist nur, daß seine Magie auf Eternia anders wirkt als auf Trolla! → Wieder so ein liebevolles Detail, das die ganze Geschichte für mich einfach sehr realistisch macht! Leider wird er oftmals eher als schlichtweg ungeschickt dargestellt, etwas, was in dem Zusammenhang einfach so nicht stimmt.), dann die ganzen Komplikationen, die die Verwandlung mit sich bringt (ich denke da nur an die eine oder andere Folge, in der Adam/He-Man sich fast verraten hätte → vor seinem Vater, vor Teela…), oder Evil-Lyn, die sich nicht so einfach von Skeletor benutzen läßt, sondern ihre eigenen Ziele und Ideale verfolgt…
Das sind nur einige Beispiele, und damit meine ich nicht nur, was man als Kind wahrnimmt, wie das tolle Feuerwerk bei der Verwandlung oder die niedliche Erklärungsnot, in die Adam bisweilen kommt, sondern der tiefere Sinn hinter den einzelnen Aspekten, und wie sie ineinandergreifen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, was das alles eigentlich für eine tiefere (→ Tiefgang) Bedeutung hat, wird man feststellen, daß die Serie um einiges komplexer ist, als so manch andere Geschichte. Ich bin mir nicht sicher, ob man über all das als Kind schon so detailliert nachdenkt. Und von daher denke ich schon, daß man sich durchaus auch als Erwachsener von der Serie angesprochen fühlen kann, auch wenn man natürlich dabei beachten muß, daß das Prinzip eine Kinder-Zeichentrickserie ist, und auch genau diesen Anspruch hat. Meine Faszination beeinträchtigt das allerdings nicht!  ;)

Selbstverständlich kann eine Serie immer nur das leisten, wofür sie konzipiert wurde - das ist bei He-Man erstmal "Spielzeug verkaufen" und dann "Kindern ein paar nützliche Verhaltensregeln an die Hand geben".

Auch richtig! Versehentlich haben die Produzenten aber mehr aus der Serie gemacht, als wozu sie ausersehen war. @SchakoKhan:  :keks:

Aber ebenso, wie es das Recht der Kritiker ist, die Serie auf ihr Maß zu stutzen, ist es das Recht der Befürworter, die guten Seiten hervorzuheben. Etwas, was immer mal wieder getan werden muss. Und vielleicht findet man dadurch ja irgendwann die Mitte.

Habe ich schon erwähnt, daß ich ganz fasziniert davon bin, wie sich die Diskussion gerade entwickelt?
« Letzte Änderung: 08.12.2010, 11:12:04 von Natira »

Offline Hojo

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #26 am: 08.12.2010, 18:03:46 »
Wie ihr "alle" mal "The Problem With Power" sehen müsst ...

Offline Natira

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #27 am: 08.12.2010, 18:21:59 »
Meinst du die Folge? In welchem Zusammenhang?

Offline Hojo

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #28 am: 08.12.2010, 18:27:10 »
Ja liebe Wölfin ...  :grin: ... meine die "letzte" Folge der klassischen Serie.
Naja, ich und andere finden das die Folge all das hat was hier so als nicht vorhanden angesprochen wird.

Offline Natira

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Re: Die »Dynamik« der »Classic-Serie«
« Antwort #29 am: 08.12.2010, 18:43:09 »
Oh, dann habe ich es im zweiten Anlauf doch richtig interpretiert! Dann muß ich ja mal direkt mich selbst zitieren:

Zum Thema Tiefgang […] fallen mir interessante Folgen ein wie zum Beispiel […] allen voran »Gewissensbisse«, in der He-Man glaubt, jemanden getötet zu haben (im übrigen eine Folge mit einer dramatischen Rückverwandlungsszene! ;))

So heißt die Folge nämlich in deutsch. ;)

Ist das wirklich die letzte Folge der Serie? Dann muß ich dich gleich nochmal wegen etwas anderem konsultieren; ich habe nämlich einen Episodenguide, in dem das nicht die letzte Folge ist, mit dem tue ich mich aber sowieso etwas schwer, weil ich den Eindruck habe, die Reihenfolge ist nicht logisch. Ich vermute, der geht nach Produktionsdatum, und das paßt mit der Geschichte nicht immer überein. Noch schlimmer ist es bei dem She-Ra-Episodenguide, dort sind definitiv mindestens zwei Folgen unlogisch verdreht. Gibt es da zufällig einen Guide, den man für eine vernünftige logische Reihenfolge für die Geschichte zugrunde legen kann?