Rezensent: Ascalon
Story: 3,0 von 5 Punkten.
Umsetzung: 4,0 von 5 Punkten.
Spaßfaktor: 4,5 von 5 Punkten.
Technik: 4,0 von 5 Punkten.
Gesamt: 3,9 von 5 Punkten.
Cast
Erzähler: Horst Naumann Adam/He-Man: Norbert Langer Cringer/Battle Cat: Jochen Sehrndt Beast Man: Christian Rohde Hordak: Eric Vaessen Kobra Khan: Jörg Gillner Man-At-Arms: Karl Walter Diess Orko: Matthias Grimm Skeletor: Peter Pasetti Teela: Monika Gabriel
Das Zitat der Episode
Hordak: „Du wirst He-Man zum Teufel jagen!“
Skeletor: „Zum Teufel, Hordak? Dann müsste ich ihn ja ganz fest in meine Arme schließen!“
Klappentext
Skeletor
holt erneut zu einem gefährlichen Schlag gegen He-Man aus. Mit dem Dämonenpferd
gelingt es ihm, eine neue Waffe in den Königspalast zu schmuggeln - und
plötzlich ist er der Herr über Eternia! He-Man steht auf verlorenem Posten,
denn der Geist von Castle Grayskull ist verschwunden. Und niemand sonst kann
ihm gegen die Übermacht des Bösen helfen.
Inhalt
Was macht
man mit Roboterpferden, die schwarz-golden und mit Laserwaffen bestückt auf
einer Weide herumstehen? Richtig, man nimmt sie einfach mit. So jedenfalls denkt
Orko sich die ganze Sache, denn „es scheint niemandem zu gehören.“ Außerdem
sieht es toll aus und das alleine reicht aus, um Besitzansprüche zu erheben.
Teela hat auch nichts dagegen und so darf Orko sich mit seinem Pferdchen weitervergnügen.
Teela würde
ihr mulmiges Gefühl gerne mit He-Man teilen, doch dieser ist gerade nicht
auffindbar. Stattdessen versucht sie zusammen mit Prinz Adam eine Lösung für
das Problem zu finden: Gehört das Pferd Skeletor? Oder kann man es als Waffe
gegen Skeletor einsetzen? Oder vielleicht beides? Nun, Adam scheint nicht der
richtige Gesprächspartner dafür zu sein, also macht sich Teela auf die Suche
nach dem Waffenmeister, während Adam lieber Gedichte über Blumen schreibt.
Währenddessen
warten Skeletor und Hordak auf Snake Mountain auf Beast Mans Rückkehr und
nutzen die Zeit, die Rangfolge bei den Dämonen des Bösen neu auszudiskutieren.
Hordak wagt es allerdings nur kurz Skeletors uneingeschränkte Herrschaft in
Frage zu stellen, danach gibt der ehemalige Lehrmeister klein bei und nutzt
lieber Beast Mans erscheinen, um seine unterdrückten Aggressionen auszuagieren.
Beast Man weiß zu berichten dass er das Pferd wie befohlen abgeliefert und Orko
selbiges nun in die Stadt gebracht hat, was Skeletor maßlos erfreut – immerhin
befindet sich im Pferd eine Strahlenbombe, die alle Bewohner des Palastes in
einen tiefen Schlaf fallen lässt und auch mit dem Geist von Grayskull Dinge
anzustellen weiß... doch welche das sind, darüber schweigt Skeletor sich noch
aus.
Während Orko
nun dabei ist, unwissentlich Skeletor in die Hände zu spielen, wird Adam von Zoar
nach Grayskull gerufen. Flugs verwandelt man sich in He-Man und Battle-Cat und
macht sich auf den Weg. Auf halber Strecke schließt Teela sich den beiden an,
die auf Stridor reitet. Kurz bevor sie die Burg der Zeitlosen betreten sehen
sie ein Gewitter, das sich über der Stadt Eternis breitmacht, nach ein paar
Sekunden allerdings schon wieder abklingt. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch
betreten die beiden den Thronsaal und stellen zu ihrem Entsetzen fest, dass der
Geist von Grayskull heute anscheinend keine Sprechstunde hat. Ziemlich
beunruhigt machen die beiden sich auf den Heimweg, um nach dem Rechten zu
sehen.
Skeletor
marschiert mit seinen Kämpfern indes im Palast ein und freut sich das eine oder
andere Loch in den Bauch, dass sein Plan bestens funktioniert hat. Was genau
das Pferd mit dem Geist gemacht hat, das behält Skeletor weiterhin für sich,
aber es ist wichtig genug, dass er Beast Man damit beauftragt, das Pferd nach
Snake Mountain in Sicherheit zu bringen. Dumm nur, dass dieser auf halbem Wege
von He-Man und Teela abgefangen wird. Nach einem kurzen Gerangel gibt der
Knecht des Bösen klein bei und zieht unverrichteter Dinge wieder ab – Zwar ohne
das Pferd, jedoch nicht ohne He-Man noch gesteckt zu haben dass Skeletor jetzt
das Sagen im Palast hat. Orko, der offenbar immun gegen die Schlafstrahlen ist,
erscheint in dieser Sekunde und berichtet kleinlaut davon, dass es wohl seine
Schuld war, dass nun alle schlafen. He-Man ist sich nun sicher, dass das
Robotpferd ein Geheimnis birgt und wer kennt sich besser mit solchen Maschinen
aus als der Waffenmeister? Niemand. Also wird das Pferd in einer nahegelegenen
Schlucht versteckt und zum Angriff geblasen.
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Im Palast läuft
man direkt Kobra Khan in die Arme, der kurzerhand abgefertigt wird – eine
Handlung die noch weitreichende Folgen haben wird. Man-At-Arms ist auch schnell
gefunden und steht nach Orkos Weckzauber mit den anderen relativ ratlos vor dem
Pferd. Orkos nächster Zauber lässt das Pferd wie einen Adler schreien, woraus
He-Man messerscharf kombiniert, dass sich der Adler der Giganten im
Dämonenpferd befinden muss (vollkommen logisch).
Während die
Helden sich mit dem Pferd befassen meldet Beast Man, dass He-Man ihm selbiges abgenommen
hat. Skeletor, ganz im Siegestaumel, lässt daraufhin mobil machen und rückt mit
der gesamten dämonischen Streitmacht aus um He-Man Mores zu lehren. Dieser
stößt mit seinen Freunden auf ein Zeichen, das auf dem Pferd aufgemalt ist –
ein Zeichen, wie es auch in Grayskull zu finden ist, nur dort mit der Inschrift
„Behüte den Geist von Grayskull, denn er wird zum Dämon wenn der Adler sich im
Kreis der kleinsten Teile fängt.“ Wenn der Waffenmeister also bei der Befreiung
des Adlers, der in einem elektrischen Feld (die kleinsten Teile) einen Fehler
macht, schlägt sich dieser auf die Seite Skeletors. Oder so ähnlich.
Und als ob
das nicht Druck genug auf den Waffenmeister wäre taucht Skeletor mit seinen
Kämpfern auf, um den Helden den Tag zu versauen. Die darauf folgende Schlacht
He-Man vs. alle anderen wird durch einige Zaubersprüche Orkos etwas
aufgelockert, bis Man-At-Arms schließlich den Adler der Giganten befreit. Das
Schlachtenglück wendet sich von einem Moment auf den anderen, Skeletor ergreift
die Flucht und Orko lässt sich als großen Helden feiern... oder doch He-Man?
Egal. Hauptsache feiern.
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Rezension
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Nun, hier
haben wir letztendlich die Folge, die ich ohne weiteres als meine
Lieblingsfolge bezeichnen würde – zumindest war sie es damals. Hält sie dem
Zahn der Zeit stand?
Kurze
Antwort: Ja, mit einigen Einschränkungen. Aber etwas ausführlicher:
Doofer Anfang, intelligente Weiterführung
Da steht ein
Roboterpferd einfach so herum und Orko hält es für eine gute Idee, das Ding
einfach mal mit in den Palast zu nehmen. Und anstelle ihn mitsamt des Tiers
gleich wieder vor die Tür zu setzen lässt Teela zu, dass er es mit in den
Palast nimmt, obwohl ihr erster Gedanke „das könnte eine Falle Skeletors sein“
ist? Nun, das ist schon etwas schwer verdaulich, aber wenn man bedenkt, was uns
noch so als Plot vorgesetzt wurde (Teelas Verrat anyone?) bin ich bereit, da
ein Auge leicht zuzukneifen und mal fünfe gerade sein zu lassen. Noch dazu,
dass die Story sich von da an sehr interessant entwickelt. Die Explosion wird
zum Beispiel nicht direkt, sondern nur indirekt durch die Augen He-Mans und
Teelas erzählt. Ein schöner Kniff, der die Handlung vorantreibt und
gleichzeitig das Geheimnisvolle der Waffe erhält. Auch halte ich die (öfters
schon mal gegeißelte) Idee, dass Skeletor ein zweites Mal den Palast
einschlafen lässt (vgl. Folge 9) für gar nicht mal so abwegig. Immerhin hat der
Plan ja schon damals fast geklappt, wieso also nicht einfach nochmal versuchen?
Auch die
weitere Handlung wird konsequent und zügig vorangetrieben und steuert
unweigerlich auf einen Höhepunkt zu. Was den Spannungsbogen angeht zählt „Das
Dämonenpferd“ eindeutig zu den stärksten Folgen der Serie und weist eine
ordentliche Klimax auf: He-Man, und seine Freunde stehen alleine gegen die
gesamte Horde von Skeletors Kämpfern, während Man-At-Arms unter Hochdruck am
Roboterpferd herumschraubt. Auch wenn das Rätsel mit den „kleinsten Teilen“
einen gewissen „Ja nee is klar“-Effekt hat, so kann man sich wenigstens denken,
worum es bei der Sache geht.
Konflikte, Charaktere, Sprecher
Wenn wir
über Orkos und Teelas Naivität mal hinwegsehen dann hat „Das Dämonenpferd“ ein
paar sehr interessante Dinge mit den bestehenden Charakteren angestellt. Hordak
und Skeletor rivalisieren das erste Mal offen miteinander und die Heftigkeit
der Auseinandersetzung weiß zu überraschen. Immerhin geht Hordak quasi ohne Vorwarnung
auf seinen Schüler los, und auch wenn Skeletor recht schnell die Oberhand
gewinnt und Hordak klein bei gibt, so ist in seinem „Es war ja nur ein Scherz“
deutlich die Schmach zu hören, die der Anführer der Horde empfindet und wohl
auch nicht so schnell vergessen wird. Hier zeigt sich wieder einmal, wozu
wirklich großartige Sprecher wie der unlängst verstorbene Eric Vaessen im
Stande sind.
Überhaupt
gehen die Sprecher in dieser Folge mit einer deutlich spürbaren Begeisterung zu
Werke. Vielleicht ist es nur meine Einbildung, aber Peter Passetti klang als
Skeletor selten so böse, Eric Vaessen selten so hämisch und Christian Rode, der
in dieser Folge leider seinen Ausstand als Beast Man gibt, so tumb und tückisch
gleichzeitig.
Einen
kurzen, dafür eindrucksvollen Auftritt als Kobra Khan legt Jörg Gillner hin,
der zwar nur einen Satz zu sagen hat, bevor er ins Reich der Träume geschickt
wird, dafür aber so richtig schön fies und schlangenhaft klingt. Und dass
dieser Faustschlag He-Mans den Masters of the Universe noch einiges an Ärger
bereiten wird, das wissen alle, die die nachfolgende, äh, Folge gehört haben.
Technisches
Wenn ich bei
„Die Lachende Brücke“ kritisiert habe dass die Soundkulisse etwas spartanisch
ist, so kann ich das beim Dämonenpferd nur tun. Zwar spielt hier auch ein
Großteil der Handlung auf weiter Ebene und es gibt nichts Spannenderes zu hören
als Wind und ein paar Vögel, dafür sind die wichtigen Effekte passend und auf
den Punkt gesetzt worden. Die Explosion der Schlafbombe zum Beispiel klingt
weit entfernt, vermittelt aber dennoch den Eindruck eines mächtigen Wummsers.
Also gibt es dafür noch ein oder zwei Achtungspunkte.
Kritikpunkte?
Bei all dem
Lob muss ich auf den einen großen Kritikpunkt zu sprechen kommen, der etwas an
mir nagt: Die Prophezeiung, die He-Man und seine Freunde auf die Lösung des
Rätsels um das Dämonenpferd führt. Das ist einer von den Momenten, bei denen
man als Hörer stutzt und sich fragt: „Ey, wie denn jetzt?“ Plötzlich erinnern
sich He-Man und Teela an eine Prophezeiung, die in Grayskull irgendwo an einer
Wand steht, die einerseits so speziell ist, dass sie auf nur sehr wenige
Situationen zutreffen könnte und auf der anderen Seite so prominent platziert
wurde, dass die beiden sie oft genug gesehen haben, um sie aus dem Effeff zu
zitieren?
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Kommentar des Rezensenten
Folge 19
gehört in meine Top 5 und daran hat sich auch nach einer kritischen Betrachtung
nichts geändert (wen's interessiert: Die anderen sind 7, 10, 16 und 17). Eine
spannende Folge mit einem grandiosen Finale, motivierten Sprechern und jeder
Menge Zündstoff. Mastersfan-Herz, was willst du mehr?
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Chandler Posts: 1
Re: Reply #4 on : Thu January 01, 2009, 11:50:02
Coolstes Zitat kam von Gringer, als der Adler der Giganten Zoar zu ihnen in den Garten kommt. >>Ich will meine Ruhe, verscheuch ihn Adam. <<
Zodac-Fan Posts: 1
Re: Reply #3 on : Mon August 18, 2008, 00:45:26
Picard, ich finde auch, dass Hordak in dieser Folge ziemlich schlecht wegkommt, wird er doch von Skeletor die ganze Zeit nur fertiggemacht!
Die Idee mit dem Einschlafen lassen fand ich bei Folge 9 aber besser!
Ich frage mich, wie Skeletor es bitte fertiggebracht hat, den Geist von Grayskull zu fangen?? Wenn er dass kann, sollte er doch mit allen anderen überhaupt keine Probleme mehr haben, oder?
XKeldorX Posts: 1
RE: Reply #2 on : Mon July 07, 2008, 00:10:42
Die Schlafbombe halt für die anderen,
für He-Man und Man at arms aber ne richtig coole Denkaufgabe!
Picard Posts: 1
Hordak der Depp Reply #1 on : Sun July 15, 2007, 22:53:37
Die Story ist solide und deswegen ist das Hörspiel als gut zu bezeichnen!
Allerdings sticht Skeletors alter Lehrmeister negativ heraus. Sein Charakter wirkt doch sehr dümmlich. Dazu kommt noch die lächerliche Kampfszene zwischen den beiden.
Gut hat mir gefallen, dass He-Man und MAA endlich mal wieder ne Denk- statt ner Prügelaufgabe kriegen.
Nicht so toll fand ich, dass es wiedermal der schlechteste Zauberer im Universum war der alle rettet. Manchmal glaub ich er ist ein größerer Held als He-Man. ... aber er NERVT!!!
Posts: 1
Reply #4 on : Thu January 01, 2009, 11:50:02