9 - Invasion der Drachen
Originaltitel: The Dragon Invasion
Userwertung
- Currently2.9830421377184/5 Stars
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Stimmen: 1946
Bewertung des Rezensenten
Rezensent: Ascalon
Story: 4 von 5 Punkten.
Umsetzung: 4,5 von 5 Punkten.
Spaßfaktor: von 5 Punkten.
Technik: 4 von 5 Punkten.
Gesamt: 4,5 von 5 Punkten
Galerie
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Kurzinhalt
Skeletor hat die Drachenperle und viele Dracheneier in seinem Besitz und startet einen Großangriff auf ganz Eternia. Als die Helden hören, welches Ausmaß Skeletors Angriff haben wird, sind die bösen Krieger bereits auf dem Vormarsch in Richtung Castle Grayskull. Skeletor nutzt die Macht der Drachenperle, um die Sorceress gefangen zu nehmen und betritt Castle Grayskull. Da sie nicht in das Schloss gelangen können, müssen He-Man und die heldenhaften Krieger sich mit den Drachen verbünden, um skeletor zu stürzen. Doch die Kräfte der Sorceress lassen nach…
Moral
Orko: „In der heutigen Geschichte versuchte Skeletor Eternia zu erobern indem er Tiere missbrauchte. Tiere, wie alle Lebewesen, sollten nett behandelt werden. Hoffentlich denken alle daran, die einen Hund, eine Katze oder einen Hamster haben. Ein Haustier bedeutet auch Verantwortung denn es ist von uns abhängig. Aber seid euch eines sicher: Sie werden unsere Liebe auch immer erwidern. So, ich muss verschwinden, bis bald!“
Charaktere
Adam/He-Man, Cringer/Battle Cat, Orko, Man-At-Arms, Teela, Sorceress/Zoar, Ram-Man, Stratos, Randor, Marlena, Skeletor, Beast Man, Evil-Lyn, Jitsu, Trap Jaw, Panthor
Fahrzeuge
Battle-Ram, Flip-Trak, Wind Raider
Inhalt
Die Geschichte beginnt in einer Einöde. Wir beobachten, wie Beast-Man gerade ein paar Dracheneier aus einem Nest entwendet und in einen Transporter schafft. Skeletor triumphiert (mal wieder), denn die Eier ergeben in Kombination mit der Drachenperle eine äußerst mächtige Waffe. Die Drachenmutter, die sich anschickt, ihre Eier zu verteidigen, stellt zwar für Beast-Man ein Hindernis dar, denn seine Kontrollversuche scheitern am Mutterinstinkt, nicht aber für Skeletor. Dieser bringt den Felsen, auf dem der Drache steht, zum Einsturz und das Flügelviech hat fürs erste ein paar ganz andere Probleme als den Herrn der Unterwelt. Den Befehl, die Dracheneier fortzuschaffen, führt Beast-Man zwar nur widerwillig aus, aber die Androhung, eine Bekanntschaft mit Skeletors Widderstab zu schließen, macht ihm dann doch letztendlich Beine.
Im königlichen Palast serviert Orko inzwischen den letzten Gang des Abendessens: Keulen von… irgendeinem Tier, die ihm selbst außerordentlich zu schmecken scheinen. Die wohl eher humorisch gedachte Anmerkung des Königs, wenn er zwei Orkos wäre, könnte er doppelt so viel essen, nimmt der Hofzauberer dann auch direkt wörtlich und zaubert erst einen, dann noch zwei weitere Kopien seiner selbst herbei – was in einem Handfesten Streit, wer denn nun von den vieren als Zauberer „viermal so stark“ sei, mündet. Zum Glück rettet Adam die Situation, indem er den vier Orkos Teamwork vorschlägt, was in einem Zauber mündet, der erst einen großen, funkelnden Stern erscheinen und dann die drei überzähligen Orkos verschwinden lässt. Keine Sekunde zu früh, denn ein lauter Krach im Palastgarten schreckt die Verteidiger Eternias auf. In einem Aufschlagkrater liegt ein Ei, aus dem ein niedliches Drachenbaby schlüpft – okay, niedlich ist es ziemlich genau drei Sekunden, dann wächst es zu einem ausgewachsenen Drachen mit mächtig Wut im Bauch heran, der sich daran macht, den Palast nach seinen Vorstellungen umzudekorieren. Teela bringt König und Königin in Sicherheit und Adam tut das, was in dieser Situation am intelligentesten ist: Er verwandelt sich in He-Man, um dem Drachen Mores zu lehren. Gemeinsam mit Teela, Ram-Man und Man-at-Arms gelingt es schließlich, den Drachen unschädlich zu machen – Gut, dass Duncan gerade eine neue Waffe, einen „Stacious Strahl“ (oder so, ich hoffe, euch stört’s nicht, wenn ich das Ding ab jetzt „Lähmstrahler“ nenne. Ist ja das gleiche. Nein? Gut.) erfunden hat. Teelas Frage, woher der Drache wohl kam, ist schnell beantwortet: Beast-Man hat Macht über Tiere und wer hat Macht über Beast-Man? Na?
Auf Snake Mountain ergeht sich Skeletor in Welteroberungsfantasien und freut sich, dass das Wachstumsserum die Babys in einer Minute zu voll ausgewachsenen Drachen werden lässt… aber das ist ja noch nicht alles, er hat ja noch die Drachenperle und die ist erst recht mächtig magisch…
Und so kommt es, wie es kommen muss: Während He-Man und Ma-At-Arms ebenfalls fleißig dabei sind, Drachen zu fangen und sich dabei mehr auf die Körperkräfte des Stärksten der Starken verlassen, machen sich Skeletor und seine Schergen auf nach Grayskull. Die Sorceress leistet zwar Widerstand, aber gegen Evil-Lyns Zauber, der durch die Drachenperle „100-fach verstärkt“ wird, ist sie machtlos. Das letzte, was sie machen kann, ist, He-Man einen telepatischen Hilferuf zu senden, dann wird sie in die Perle gesaugt. Dann steht das Tor zur Burg offen und Skeleotr, Evil-Lyn, Trap-Jaw und Jitsu können eintreten. He-Man staunt nicht schlecht, als er und seine Freunde vor das Kraftfeld laufen, das Skeletor mit Hilfe der Kraft der Zauberin erschaffen hat. Denn durch die Dachenperle kann der Bösewicht die Kraft der Sorceress anzapfen und wenn das nicht der Schüssel zu Grayskulls Macht ist, was sonst?
Nun ist guter Rat teuer, denn das Kraftfeld hält allen Öffnungsversuchen der Masters stand. Zum Glück erinnert Orko sich an Prince Adams Worte: „Wenn etwas nicht klappt, geht’s nur mit Teamwork!“ Das findet auch He-Man und beschließt, sofort alle Drachen nach Grayskull zu bringen. Öhm. Das war vielleicht nicht ganz das, was Orko sich vorgestellt hat, aber, wie bereits festgestellt: Beast-Man kontrolliert die Drachen und wenn man Beast-Man kontrolliert… na, ihr wisst schon. In Snake Mountain trifft man jedoch nicht nur auf Beast-Man, sondern auch auf einen Drachen und die Drachenperle, die Skeletor vorsorglich da untergebracht hat. Denn außerhalb von Grayskull ist die Zauberin auf ihre eigenen Kräfte angewiesen und diese werden ihr langsam, aber sicher, von der Perle entzogen. Nachdem He-Man in gewohnter Art mit Beast-Man den Boden aufgewischt und Teela mit den Stacious-Strahler selbigen ruhig gestellt hat, zeigt sich der Drache plötzlich ganz zutraulich. He-Man macht sich auf, die Drachenmutter zu finden und Teela kehrt zurück nach Grayskull…
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… wo die Masters bereits die übrigen Drachen, die sich nun ebenfalls äußerst kooperativ zeigen, zusammengetrieben haben. Mit ihrem Flammeatem gelingt es nun endlich, das Kraftfeld um das Schloss zu neutralisieren und durch das Tor die Burg zu betreten. Während seine Kämpfer sich mit den Masters herumärgern, flieht Skeletor durch eines seiner patentierten Tore… nur, um auf Snake Mountain He-Man in die Arme zu laufen. Vor der malerischen Kulisse der Blutfälle kommt es zum Showdown. Skeletor nutzt die Macht der Drachenperle, um seine Körperkräfte und seine Größe um ein vielfaches anwachsen zu lassen, was auch für kurze Zeit den gewünschten Effekt bringt – dumm nur, dass He-Man um die Grundzüge des Judo Bescheid zu wissen scheint und Skeletors Größe gegen ihn einzusetzen weiß. Das Ende vom Lied: Skeletor hängt an einem Arm über dem Abgrund und muss von He-Man, dem ein Leben immer noch wichtiger ist als alles andere, gerettet werden. Skeletor lacht sich ins Fäustchen, zumindest so lange, bis die Drachenmutter ihm von hinten einen kleinen Schubser verpasst. Dieser dämpft die Siegesfreude des Herrschers der Unterwelt doch um einiges und lässt ihn die Drachenperle in die tosenden Fluten fallen. Nachdem Skeletor (mal wieder) das Hasenpanier ergriffen hat, rettet der Drache noch schnell die Perle aus der Tiefe und befreit die Zauberin mittels Flammenstrahl.
Nun schicken die Masters noch schnell die restlichen Drachen zurück nach Hause (Evil-Lyn und die anderen konnten in der Zwischenzeit fliehen) und alles ist gut. Nun, fast alles, denn Orko macht zu guter letzte noch die Erfahrung, dass ein Drachenbaby zum Kuscheln doch nicht ganz so angenehm ist wie erwartet…
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Rezension
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Jaaa jaaaaa, damals…
Einige erinnern sich vielleicht: Damals, in der guten alten Zeit, standen in vielen Kaufhäusern in der Spielzeugabteilung Videorekorder herum, vor die Mütter, die in ruhe einkaufen wollten, ihre Kinder setzen konnten. Auf diesen gab es dann meistens Zeichentrickserien, passend zum drum herum angebotenen Spielzeug zu sehen: Transformers, Regina Regenbogen, She-Ra und eben auch He-Man. Ist das eigentlich heute noch immer so, oder haben die Spielkonsolen alles abgelöst? Ich war wohl zu lange nicht mehr in der Spielzeugecke… *seufz* Na, egal. Wieso ich das erzähle? Nun, weil ich meine allererste He-Man-Zeichentrickfolge genau auf so einem Rekorder sehen konnte, und diese Folge war dann auch noch „Die Invasion der Drachen“. Und bis heute zählt die Folge eindeutig zu meinen Lieblingen.
Es passiert was auf Eternia
Im Gegensatz zu manchen Folgen, die größtenteils aus Reden und Reisen bestehen, besticht die „Invasion der Drachen“ durch genug Handlung, dass man locker auch eine Doppelfolge daraus hätte machen können. Hier wird kräftig aufs Gaspedal gedrückt und jede Szene bietet etwas Neues. Dabei bleibt die Folge stets in sich schlüssig und nachvollziehbar. Einzig der Zusammenhang Drachen – Drachenperle erschließt sich nicht direkt. Wir erfahren leider nicht, ob die Drachenperle etwas damit zu tun hat, dass Beast-Man die Drachen kontrollieren kann oder ob der Name „Drachenperle“ irgendwo ein bloßer Zufall ist (wahrscheinlich letzteres).
Die Charaktere, die etwas zu sagen haben, stehen allesamt im rechten Licht. Skeletor ist weit davon entfernt, der eher lächerliche Typ der späteren Folgen zu sein, sondern ist genau so, wie wir uns unseren Bösewicht wünschen: zynisch, gemein und skrupellos, auch seinen eigenen Kameraden gegenüber. He-Man beweist mal wieder, dass er eigentlich zu gut für diese Welt ist, indem er Skeletors Leben rettet. Ein etwas verschenkter Punkt ist leider Beast-Mans versuchte Rebellion. Der alte Zottel muckt zwar ein paar Mal auf und wird von Skeletor darauf hin angepflaumt, aber im Großen und Ganzen passiert nichts, was die Beziehung zwischen den beiden nachhaltig beeinflusst hätte. Aber das hätte in dieser Folge wohl auch den Rahmen gesprengt. Schade, dass dieser Punkt in der Zukunft nicht aufgegriffen wurde. Auch hätte man den Charakteren, die nicht He-Man oder Skeletor sind, in der Schlacht in Castle Grayskull ein bisschen mehr Raum gewähren können. Trap-Jaw ballert ein bisschen, Straots fliegt rum, mehr sieht man nicht.
Da wir gerade von Charakteren sprechen: In dieser Folge hat Jitsu seinen ersten und einzigen Auftritt in der Serie. Viel machen darf er nicht, nur ein bisschen rumlatschen, genau einen Satz absondern und einen Tisch zerhauen, bevor er von Ram-Man durch eine Wand gedrückt wird, aber trotzdem ist es schön, mal ein neues Gesicht zu sehen. Dabei war sein Auftritt keinesfalls gesichert: Bei Filmation gab es lange und heiße Diskussionen, ob es politisch korrekt sei, den einzigen Asiaten der Serie auf die Seite der Bösen zu stecken. Wenn mir dazu ein persönliches Wort erlaubt ist: Man kann’s auch übertreiben, gell?
Gekonntes Recycling
Die „Invasion der Drachen“ ist vielleicht das Paradebeispiel dafür, was man alles aus vorgefertigtem Material machen kann. Scheimers berühmt/berüchtigte Vorgehensweise, eine Folge größtenteils aus schon bestehendem Material zusammen zu schustern, funktioniert nicht immer, keine Frage. Hier sieht man jedoch, was aus dem Archivmaterial gemacht werden kann, wenn man sich einmal Mühe gibt: Die Szenen sind dynamisch und gut zusammen geschnitten, und die neu gezeichneten Szenen runden die ganze Sache zu einem schönen Gesamtbild ab. Insbesondere muss man hervorheben, dass sogar versucht wurde, das Archivmaterial etwas zu variieren: Adam verwandelt sich nicht einfach, wie gewohnt, problemlos in He-Man sondern wird mitten in der berühmten Formel von herabfallenden Felsen verschüttet. Gut, einen großen Effekt auf die Story hat es nicht, aber immerhin etwas.
Ebenfalls ein großes Lob hat die Kampfszene in Snake Mountain zwischen He-Man, Teela und Beast-Man verdient. Da ist für Filmation Verhältnisse richtig viel Action und Dynamik.
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Fazit
Wenn ich eine Folge aussuchen würde, die Neulingen zeigen soll, was He-Man so reizvoll macht, dann wäre es entweder „Diamond Ray of Dissapearance“ oder eben „Die Invasion der Drachen“. Eine spannende, flott geschriebene Folge, die ohne grobe Dummheiten auskommt und trotz ihrer relativen Düsterheit auch den Spaß vermittelt, den He-Man bereiten kann. Und die pädagogische Seite stimmt auch: Nicht nur die Endmoral, dass man keine Tiere quälen solle, sondern auch die Message „Wenn etwas nicht klappt, dann mit Teamwork“ werden gekonnt rübergebracht.
Daten
Alternative Titel: TBA
Medien: TBA
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Reply #3 on : Thu December 11, 2008, 13:49:09