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  • 26.09.2018, 11:53:59

Autor Thema: Warlords of Preternia 3: The Tears of Two Worlds  (Gelesen 1958 mal)

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Offline ClampChamp

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Warlords of Preternia 3: The Tears of Two Worlds
« am: 12.09.2013, 19:58:36 »
Und Teil 3:

Unruhig drehte Adam den Kopf im Schlafe hin und her. Er träumte. Von König Grayskull und der Sorceress. Von einem brennenden Eternia. Und von He-Man, der jetzt zum Dämon geworden war. Er hielt das Zauberschwert in der Hand, und er jagte Adam. Unaufhaltsam näherte er sich dem Prinzen. Adam wollte wegrenne, aber seine Beine gehorchten ihm nicht. So sehr er sich auch anstrengte, er konnte nicht entkommen. Und dann stand der Dämon He-Man neben ihm. Mit einem Grinsen auf den Lippen holte He-Man aus und stach Adam das Schwert in den Leib. Blut spritzte. He-Man lachte laut und schrill auf. Plötzlich schreckte Adam auf. Der Schweiß stand ihm im Gesicht. Er atmete heftig aus. Mit der Hand wischte er sich über das Gesicht. Ein Traum. Mehr nicht.

Das leise Herunterdrücken der Klinke seiner Zimmertür holte Adam aus seinen Gedanken. Seine Hand wanderte zu seinem Schwert, das nach wie vor von einer goldenen Aura, dem Schutzschild der Zauberin, umgeben war. Adam erwartete einen Angriff zu nächtlicher Stunde auf ihn, bekleidete er doch als Erster Kol des Königs einen nicht unwichtigen Posten. Um so mehr erstaunt war er, dass eine ihm unbekannte Schönheit mit pechschwarzen Haar, gekleidet in einem Nichts aus fast durchsichtigen Stoff, das nicht mal den Versuch unternehmen wollte, die weiblichen Rundungen der Unbekannten zu bedecken, den Raum betrat. Adam verzog die Augenbrauen und stand auf.

„Ah, ich sehe, du bist wach! Sehr gut“ lächelte die Unbekannte und flatterte verführerisch mit ihren langen Wimpern. Ihre samtige Stimme schien Adam mitten ins Herz zu treffen. Er schluckte. „Was bist du so überrascht, Fremder? Hat man dir nicht gesagt, dass heute noch eine Gespielin zu deiner Unterhaltung kommen wird?“ fragte sie, und näherte sich Adam.

„Ähm, nein, das... hat man mir... wohl vergessen zu sagen. Wer .. bist du?“ stammelte Adam. Er musste zugeben, eine Frau mit derartiger Schönheit hatte er selten zu Gesicht bekommen. „Ich bin Estana, erste Gespielin am Hofe von Grayskull, und in dieser Position...“

Estana näherte sich nun schrittweise Adam und musterte ihn. Der Prinz fühlte er sich etwas unbehaglich, hatte er doch eine  Großteil seiner Kleidung bereits abgelegt und trug nur noch das nötigste, um seine Blöße zu bedecken. Gewiss, er war schönen Frauen sicherlich nicht abgeneigt, allerdings hatte er im Moment wichtigere Dinge zu bedenken. „... gehöre ich....“ fuhr die Schönheit fort, „... dem ersten Kol.“ Estana war nun ganz nah an Adam. Er spürte ihren Atem auf seiner Brust.

„Oh, du bist ja wirklich ein Prachtexemplar der Gattung Mann. Das dürfte interessant werden. Viel besser, als der letzte Kol“ lächelte sie und fuhr Adam mit dem Zeigefinger über die Brust. Adam atmete schwerer. „Leek !“ raunte er. „Er war nicht halb soviel Mann wie du...“ hauchte sie, „zumindest vom Aussehen. Und der Rest,... wir werden sehen !“ Ihre Hand fuhr weiter nach unten. Adam schloss die Augen.

Derselbe Raum, Zukunft

Die Zauberin von Castle Grayskull stand am Fenster. Die Nacht begann sich über den Planeten zu legen. In weiter Ferne waren Rauchwolken und Feuersäulen am Himmel zu sehen. Die Schlacht um Eternis war in vollem Gang, und die Zauberin spürte, dass es nicht besonders gut um die heroischen Verteidiger stand. Betrübt blicke sie nach unten. „Es ist an der Zeit“ dachte sie, „den Zauber über das Zauberschwert zu erneuern.“ Sobald der Schutzschild um das Schwert weg war, war Adam dem Schwert hilflos ausgeliefert, und es würde erneut versuchen, ihn zu einem Dämon zu machen, wie es das schon einmal gemacht hatte. Doch das durfte sich nicht wiederholen. Sie drehte sich um, um in den Thronsaal zu gehen. Doch da erstarrte sie. Sie blickte in die blutroten Augen von He-Man, der es geschafft hatte, sich aus dem Kerker von Grayskull zu befreien. Sie wich zurück.

„Sorceress“ sprach He-Man in einem Tonfall, den selbst die Zauberin zusammenzucken ließ, „dies war das letzte Mal, dass du mich gedemütigt hast. Und nach dir wird Adam sterben !“ He-Man spannte die Muskeln an. In dieser Pose sah er noch viel monströser aus als vorher.

„Das werde ich verhindern, Dämon !“ sprach die Zauberin resolut. Die Zauberin konzentrierte sich, formte einen Feuerball und schleuderte ihn auf He-Man zu. Dieser wich aus, sprang in Richtung Sorceress und holte sie mit einem wuchtigen Tritt gegen ihre Beine auf den Boden. Die Zauberin schrie auf und stürzte zu Boden. „Jetzt mach dich auf dein Ende gefasst“ sprach He-Man und stellte sich mit einem breiten Grinsen über sie. Er hob einen Fuß und trat zu.......


Vergangenheit

Estanas Hand wanderte immer tiefer, schon hatte sie seinen Bauchnabel passiert. Gerade als sie mit ihren Fingern in die intimere Region vorstoßen wollte, wich Adam einen Schritt zurück. „Nein!“ sprach er und blickte die Frau mit weit aufgerissenen Augen auf. „Oh“ grinste sie, „du bist schüchtern. Ich mag das !“ Estana öffnete ihr Kleid, das leicht wie eine Feder zu Boden glitt, doch bezweifelte Adam, dass nun mehr von ihrem weiblichen Körper zu sehen war, als er vorher schon mit Kleid sah. Dann nahm sie die goldene Spange aus ihrem Haar. Die langen, schwarzen Strähnen fielen in alle Richtungen und gaben ihr Aussehen etwas wildes, animalisches. Adam schluckte, und ging einen weiteren Schritt zurück, dabei näherte er sich seinem Bett.

Estana trat einen Schritt nach vorne aus ihrem, am Boden liegenden Kleid. Dann machte sie einen großen Schritt nach vorne auf Adam zu. Beide fielen nach hinten auf das Bett. Estana küsste Adam, der zuerst vollkommen überrascht war, und es geschehen ließ, sich dann aber gegen sie stemmte. „Nein, ich will das nicht !“ Adam stieß sie weg und richtete sich auf.

Nun verlor die Gespielin langsam die Geduld. Sie wusste, was sie zu bieten hatte, und dass jeder Mann verrückt nach sie war. Aber so jemand wie der Fremde hier, so einer war ihr noch nie untergekommen. „Was ist mit dir los, Fremder ? Gefalle ich dir nicht ? Oder willst du lieber einen Knaben an meiner Stelle haben ?“ Ihre Stimme veränderte sich von verführerisch zu bissig.

„Nein, nein, das ist es nicht ! Du bist eine wunderschöne Frau, vielleicht die schönste die ich je gesehen habe, aber...“ begann er. Er wusste sich nicht zu rechtfertigen. Estana war eine wunderschöne Frau, und er kannte sicher ein dutzend Männer, die für eine Nacht mit so einer Frau ihr Leben geben würden, aber er konnte jetzt, in dieser Zeit, doch nicht an Sex denken. Es wäre zu kompliziert gewesen, ihr das wie und warum was ihn betrifft zu erklären, sie würde es wahrscheinlich auch gar nicht verstehen.

„Also was ist ? Ich bin eine Gespielin, dazu da, den Männern, die in den Krieg ziehen, und wahrscheinlich nicht wieder kommen, die letzte Nacht noch einmal zu verschönern. Und genau das werde ich auch tun !“ sprach Estana und fuhr sich mit den Fingern um ihre Rundungen. Sie zog Adam wieder zu sich herunter, setzte sich auf ihn und hielt seine Arme fest. „Also willst du denn nicht noch einmal den Himmel auf Erden erleben ?“ hauchte sie nun wieder friedlich und näherte sich mit den Lippen seinem Mund.


Zukunft

He-Man`s Fuß raste nach unten, doch im letzten Augenblick konnte die Zauberin den Kopf wegziehen. Ein Krachen, und der Stiefel von He-Man knallte auf den Boden und drückte den Fußboden ein. He-Man knurrte auf. Er blickte der Zauberin nach, die nach draußen flüchtete. „Du kannst mir nicht entkommen, Sorceress. Dein Schicksal ist besiegelt. Du weißt es ! Die Siegel haben es Dir gesagt !“ Wild aufstampfend folgte er der Zauberin.

He-Man trat aus der Tür, aus der die Sorceress geflohen war. Plötzlich warf ihn etwas zurück. Die Zauberin hatte ein Kraftfeld aufgebaut, dass He-Man umgab und verhinderte, dass er ihr zu nahe kommen kann. Zumindest solange, wie sie brauchte, um den Zauber um das vergiftete Schwert wieder aufzubauen. Das hoffte die die Zauberin zumindest. Wütend hämmerte He-Man gegen das Kraftfeld. „Sorceress ! Sorceress !!!!“ brüllte He-Man. Energieentladungen zuckten aus dem Kraftfeld, als He-Man dagegen schlug. „Jetzt schnell“ dachte die Zauberin. Sie konzentrierte sich.


Vergangenheit

„Nein, lass das !“ schrie Adam und drückte Estana von sich weg. Er stand auf und rieb sich die Hände übers Gesicht. „Jetzt habe ich aber genug. Niemand hat es bisher gewagt, mich abzuweisen. Und auch du wirst mir nicht widerstehen. Ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren !“ Estana blickte sich um. Neben dem Bett sah sie den Gurt mit dem Zauberschwert liegen. Sie nahm das Schwert und richtete es auf Adam.

„Nimm das Schwert runter, bitte !“ beschwichtigte Adam die aufgebrachte Frau. Die nackte Schönheit hatte die Spitze des Schwertes genau auf seine Kehle gerichtet. „Leek war zwar ein Schwein, aber er hat mir wenigstens den Respekt entgegengebracht, den ich verdiene. Ich frage dich noch einmal, wirst du mich nun lieben ?“ Dann in einem abwertenden Tonfall: “Oder willst du sterben ?“ Der Blick in Estanas Augen verriet Adam, dass sie es wirklich ernst meinte.

Zukunft

He-Man knurrte auf. Er war wieder gefangen. Die Sorceress stand nur wenige Meter von ihm weg, doch sie war unerreichbar für ihn. Doch da erinnerte er sich an etwas. Etwas, aus seinem früheren Leben, als er noch widerlich gut und edel gewesen ist. Er grinste plötzlich und blickte auf seine Hände, die er zu Fäusten formte. Dann schlug er seine Armbänder aufeinander:

„Bei..... der..... Macht..... von..... Grayskull,“ He-Man riss die Fäuste hoch, „ ... ich rufe den Donnerschlag der Giganten !“

Plötzlich bebten seine Hände. Er spürte neue Kräfte. Er holte mit der Faust aus und schlug mit aller Kraft gegen das Kraftfeld. Mit einem riesigen Knall zerbarst das Energiefeld. Die Zauberin fuhr herum. „Nein !“ schrie sie. Doch es war zu spät. He-Man holte erneut aus und schlug den Donnerschlag gegen die Zauberin. Ein greller Schrei und die Sorceress wurde zurückgeworfen. Hart knallte sie gegen die Steinwand des alten Schlosses. Sie verzog schmerzverzerrt das Gesicht. „Der magischen Bann !“ stöhnte sie.

Vergangenheit

Adam hielt sich schützend die Arme vor den Körper, doch wusste er, dass das Zauberschwert mühelos durch seine Arme schneiden konnte. „Leg das Schwert weg, bitte. Es liegt nicht an Dir, es ist... ich kann es Dir nicht sagen. Du würdest es nicht verstehen“ versuchte Adam zu erklären.

„Oh doch, ich verstehe. Ich verstehe alles. Aber das werde ich nicht auf mir sitzen lassen, ich....“ begann sie. Plötzlich begann das Zauberschwert in ihrer Hand zu vibrieren. Die goldene Aura, in der es erstrahlte, begann plötzlich zu flimmern, und kurzzeitig auszusetzen. „Was, ....was ist da für eine Magie ?“ Estana wollte das Schwert loslassen, doch sie konnte es nicht. Sie konnte ihre Finger nicht vom Griff lösen. Und dann erlosch die goldene Aura um das Schwert. Die Klinge des Schwertes begann magisch zu leuchten.

Adam riss die Augen auf. „Oh nein, der Bann ist gebrochen, der Dämon im Schwert ist erwacht ! Estana, lass das Schwert los ! Sofort !“ rief er. „Ich“ kreischte sie, „kann ...nicht ! AAAAAAAAAAAHHHHHHH !“ Und dann sah er mit Entsetzen, was mit Estana geschah.

Das Schwarze, das die Klinge des Schwertes benetzte, es schien zu Leben. Es kroch, nein, es fraß sich über das Schwert in Estanas Hand, überzog langsam die Arme, Kopf und Brust. Nach wenigen Sekunden war ihr gesamter Torso von einer schwarzen Masse umgeben, nur schemenhaft war Estanas Körper noch zu erkennen. Sie schrie auf und mit jedem Augenblick hallte ihr Schrei verzerrter durch den Raum. Sie musste unsagbare Schmerzen haben. Plötzlich stiegen Flammen aus ihrem Körper und ein grauenhaftes Lachen ertönte. Der Dämon des Schwertes !


Zukunft

Die Zauberin rappelte sich auf. Sie spürte etwas. Der Bann des Zaubers, er war gebrochen, jetzt musste sie schnell handeln. Das einzige was in diesem Moment wichtig war, war Adam und dass er seine Mission erfüllen konnte. Alles andere war bedeutungslos. Und anstelle sich gegen He-Man zu wehren, konzentrierte sie sich nur auf den Zauber, der den Bann um das Schwert erneuern sollte.

„Harr ! Was ist, Zauberin, willst du nicht kämpfen ?“ spottete He-Man als er die Zauberin mit geschlossenen Augen und den Zeigefingern an der Stirn sah. „So macht es ja gar keinen Spaß !“ Doch plötzlich wich das hämische Grinsen von seinen Lippen. „Nein !“ brüllte er wütend auf. Er erkannte, was die Zauberin tat. Sie wollte Adam helfen. Das konnte er nicht zulassen. Wutentbrannt schlug He-Man erneut die Armbänder aufeinander. „Bei allen Dämonen der Hölle !“ rief er. Und dann geschah es. Anstelle des magischen Kraftfeldes des Donnerschlages, das seine Körperkraft erhöhen sollte, schossen zwei Energieströme aus seinen Fäusten, quasi als Verlängerung seiner Arme, an deren Ende sich jeweils ein grinsender Totenkopf befand. He-Man schleuderte sie gegen die Zauberin.

Vergangenheit

Das Kreischen von Estana wurde immer unmenschlicher. Adam legte die Hand schützend vor das Gesicht. Doch dann war es plötzlich still. Adam riskierte einen Blick. Die Aura um das Zauberschwert hatte wieder Bestand, der Dämon des Schwertes war wieder gefangen. Ob das nun ein Glück oder ein Pech für Adam war, konnte er nicht beurteilen. Doch was viel schlimmer war, war der Anblick von Estana. Ihre Haut war vollkommen schwarz geworden, das Haar fast vollkommen weggebrannt. Sie kniete regungslos, mit weit aufgerissenem Mund auf dem Bett. Kein Zweifel, sie war tot. Als Adam einen Schritt auf sie zuging, kippte sie zur Seite vom Bett weg. Als sie auf dem Boden aufschlug, ertönte ein klirrendes Geräusch, als wenn Porzellan zerbrach. Die schwarze, verkohlte Haut zerbrach und verwandelte sich zu Staub. Unter der abgefallenen Haut kam ihr Skelett zum Vorschein. Adam erstarrte. Seine Beine wurden schwach. Er brach zusammen und fiel in Ohnmacht.

Zukunft

Kaum hatte die Zauberin den Bann um das Schwert erneuert, als sie auch schon von den beiden Strömen gepackt wurde und in die Luft gezerrt wurde. Verzweifelt versuchte sie sich zu befreien, aber es gab kein Entrinnen. Immer fester drückte He-Man zu, so dass die Zauberin kaum noch atmen konnte. „Zu... spät ! Du ... kannst Adam ... nicht mehr schaden !“ keuchte sie. „Noch nicht. Aber ich habe ja erst mal dich !“ lachte He-Man. Seine Augen leuchteten dunkelrot auf. Grinsend starrten die Totenköpfe am Ende von He-Mans verlängerten Armen die Zauberin an, die sich verzweifelt gegen den Klammergriff wehrte. Doch es gab kein Entrinnen. Die Zauberin rang nach Luft. Mit einem mächtigen Schlag schleuderte He-Man seine Gefangene gegen die Wand. Dann gegen eine andere. Mauerstein brach von der Wand ab. Dann auf dem Boden. Blut spritzte. Und mit jedem Schlag wurde He-Mans Grinsen breiter und die Wucht, mit der er die Zauberin herum schleuderte größer. Er war wie in einem Wahn gefallen. Die Zauberin versuchte sogar noch sich in den Adler Zoar zu verwandeln, doch dazu war sie schon zu schwach. Das letzte was sie sah, war das grinsende Gesicht He-Mans. Dann wurde es dunkel um sie herum.


Eternis
 
Die Hauptstadt des Königreiches Eternia war mittlerweile zu einem Katastrophengebiet geworden. Das Versagen der Computer sowie der Absturz des Raumschiffes hatten der Stadt den größtmöglichen Schaden beschert. Feuerwehrleute, Soldaten, Masters aber auch Skeletors Gefolgsleute waren damit beschäftigt, Verletzte zu bergen, Brände zu löschen und Rettungswege zu sichern. Teela rannte zum Palast. Längst hatte das Feuer der Explosion die Palastmauern erreicht und fraß sich gierig und unaufhaltsam durch das Gebäude. Feuerwehrleute unter der Leitung von Snout Spout waren dabei, die vielen kleinen Feuer zu löschen. Teela beachtete den Freund jedoch nicht besonders, sondern rannte ins Gebäude.

Hier war das Chaos fast noch größer als draußen. Im Inneren war der Palast doch stärker beschädigt, als es von außen den Anschein hatte. Einige Soldaten waren dabei einen schreienden Kameraden zu bergen, der unter einer eingestürzten Wand begraben war. Neben ihm ragte die leblose Hand eines zweiten Verschütteten heraus. Zwei Wachen warfen sich mit nassen Tüchern auf einen brennenden Kameraden, und versuchten die Flammen zu löschen. Einige Dienerinnen rannten durcheinander und kreischten. Fünf Feuerwehrleute rannten eilig um Teela herum und stürzten sich in einem Raum, aus dem ihnen schon die Flammen entgegenschlugen.

Endlich traf Teela Man-At-Arms in einem Gang. Er stützte den König, der am Bein verletzt war und humpelte. Mit schmerzerfülltem Gesicht hielt der Monarch sich die Hand auf die blutende Wunde. „Vater ! Vater !“ rief Teela. „Teela, da bist du ja, zum Glück ist dir nichts passiert. Wir müssen hier raus. Hier bricht gleich alles zusammen.“ „Vater, General Conovan ist tot !“ sprach Teela betrübt. Der König stöhnte. „Dann... musst du das Kommando wieder übernehmen, Teela. Koordiniere die Truppen, wir....“ begann der Waffenmeister, als Fisto und Buzz Off heranstürmten. Die beiden sahen aus, als hätte sie der Schlund Hölle gerade erst ausgespien.

„Die Schlangenmenschen !“ keuchte Fisto und wischte sich Blut und Schweiß aus dem Gesicht, „sie marschieren auf die Stadt zu. Dutzende ! .....Mit schwerem Kriegsgerät.“ „Sie haben praktisch Skeletors gesamtes Waffenarsenal dabei !“ ergänzte Buzz Off. Einer seiner Flügel war angesengt und an seinem rechten Fuß war ein Stück der Hinterkralle abgebrochen.

Der König atmete heftig aus. „Wir geben die Stadt auf ! Mit dem Feuer im Rücken und den Schlangenmenschen von vorne kämpfen wir eine verlorene Schlacht. An zwei Fronten können wir nicht siegen“ sprach der König und blickte sorgenvoll zum Waffenmeister. „Wir müssen uns neu sammeln ! GEBT EVAKUIERUNGSALARM !“ rief Man-At-Arms einem vorbeilaufenden Soldaten zu. „Jawohl!“ antwortete dieser knapp und rannte los

„Arms....“ Der König nahm den Waffenmeister zur Seite. „Die Masters und Skeletors Leute müssen sich den Schlangenmenschen vor der Stadt stellen. Wir brauchen Zeit um die Bevölkerung zu evakuieren.“ Man-At-Arms nickte. Im Hintergrund ertönte der  Evakuierungsalarm für die Stadt.

„Teela, und du...“ Man-At-Arms stutzte, als er seine Tochter ansah. Teela lehnte mit geschlossenen Augen an einer Wand und zuckte ab und zu. „Teela, was hast du ?“ fragte er besorgt. „Etwas ... ist passiert. Etwas... schreckliches. Ich fühle es. Es ...“ stammelte Teela. „Was ? Was ist passiert ?“ horchte der König auf. „Grayskull ! Etwas ist mit Grayskull geschehen ! Und....“ Teela riss die Augen auf und sah ihren Vater an. „Die Zauberin ! Ich muss zu ihr“ rief sie und rannte plötzlich los. „Teela ! Warte !“ rief Arms ihr hinterher. Doch sie war schon in einem Treppenaufgang verschwunden.

„Lass sie, Arms. Ich übernehme selber das Kommando über die Truppen. Und du organisierst die Verteidigung vor der Stadt. Die Schlangenmenschen dürfen die Stadtmauern erst passieren, wenn niemand mehr hier ist ! Sie dürfen hier nichts lebendiges mehr vorfinden, dass ihrer Willkür schutzlos ausgesetzt ist“ befahl der König.

„Mögen die Götter uns beistehen, Randor !“ sprach Arms. „Viel Glück, Duncan !“ erwidert der König und beide legten sich gegenseitig die Hände auf die Schulter. Es war das erste Mal, dass der Waffenmeister den König duzte. „Wenn die Götter uns wohl gesonnen sind, sehen wir uns bald gesund wieder !“ sprach Arms. Der König lächelte kurz. Der Waffenmeister rannte in den Hof hinaus, während der König sich zum anderen Ende des Palastes durchkämpfte.

Teela hastete zum Fuhrpark des Palastes und es gelang ihr, einen Jet Sled zu starten. Krachend nahm der leichte, aber schnelle Gleiter Kurs auf Castle Grayskull.


Vergangenheit, Schloss Grayskull

Adam erwachte durch lautes Fanfarengeheule aus seiner Ohnmacht. Ihm taten sämtliche Knochen weh, hatte er doch den Rest der Nacht auf dem harten Fußboden geschlafen. Adam rieb sich die Augen und blickte noch einmal vorsichtig auf die sterblichen Überreste von Estana. Sie, oder besser das, was von ihr übrig war, lag immer noch an derselben Stelle neben dem Bett. Adam seufzte, als er sah, was das Schwert mit ihr gemacht hatte. dasselbe hätte es auch mit ihm gemacht, wenn sie nicht gewesen wäre. Da klopfte es an der Tür. Adam fuhr herum. Er zog das Bettlaken hastig herunter und legte es über die Leiche. Es klopfte ein zweites Mal. „Herein“ rief Adam leise, nachdem er sich vergewissert hatte, dass keine Spuren von letzter Nacht sichtbar waren. Die Tür ging auf und General Bedor blickte in den Raum. Er lächelte.

„Nun, das muss ja eine wilde Nacht mit Estana gewesen sein“ spottete er, als er das durchwühlte Bett mit dem auf dem Boden liegenden Laken sah. „Was ? Woher...?“ stammelte Adam. „Ach, das konnte sich jeder denken. Immerhin war Estana die Gespielin von Leek gewesen. Sie hat sich immer ihre Männer in den Positionen ausgesucht, die ihr am meisten zusagten. Aber nun beeile dich, wir brechen in 30 Minuten mit dem Heer des Königs auf !“ „Äh, verstanden“ stammelte Adam. „Ach übrigens, hier ist deine neue Uniform. Das mit den rosa Strumpfhosen lassen wir für die Schlacht lieber weg“ zwinkerte der General, legte die Uniform in Adams Zimmer ab und ging wieder hinaus.

Hastig legte Adam die schwere Uniform an. Sie saß erstaunlich gut und ließ ihm genug Bewegungsfreiheit im Kampfe, trotz ihrer Panzerung. Adam steckte das Zauberschwert ein und stieg die schwere Steintreppe hinunter in den Burghof.

„Hoho, da kommt er, unser großer Anführer !“ spottete jemand aus der Gruppe Soldaten, die mitten auf dem Hof ihre Dongos sattelten. „Ich würde das Maul nicht soweit aufreißen, immerhin hat er Leek besiegt. Und der war der stärkste von uns“ murmelte ein anderer Reiter. „Ach sei bloß still, du weißt selbst ganz gut, woher Leek seine Macht bezog !“ knurrte der erste Reiter zurück.

„Ach woher denn ?“  sprach Adam plötzlich, der direkt neben dem Reiter stehenblieb, so dass dieser kreidebleich im Gesicht wurde. „Das würde mich allerdings auch interessieren“ tönte es von anderer Seite. Der Soldat fuhr herum. Es war General Bedor, der gerade seinen Dongo bestiegen hatte. „Öhm, uh“ stammelte der Soldat, „nichts, ich hab.. nur Unsinn vor mich hin gesagt. Gerede eben, nichts von Belang.“ „Du solltest dich lieber auf die Schlacht vorbereiten und deine Zeit nicht mit dummen Geschichten vertun. Außerdem.... solltest du dir vielleicht langsam mal einen Dongo satteln !“ sprach Bedor und hob eine Augenbraue. „Was ? Aber ich habe mir bereits diesen...“ begann der Soldat.

„Ich bin sicher“ unterbrach der General den Krieger, „dass du diesen Dongo für den ersten Kol gesattelt hast, oder ? Oder ?“ wiederholte sich der General etwas lauter. Der Soldat biss die Zähne aufeinander. „Natürlich“ knurrte er, ohne die Zähne voneinander zu lassen. Er reichte widerwillig Adam die Zügel, die dieser mit einem Lächeln und einem verschmitzten Blick zum General ergriff. Kaum hatte sich Adam auf den Dongo gesetzt, als wieder die Fanfaren ertönten.

King Grayskull erschien im Innenhof der Burg, das neue Schwert unter frenetischen Jubel der Soldaten in die Höhe haltend. Hinter ihm her lief der Grayskull Tiger, der sich Adam in der vergangenen Nacht als der verfluchte Sohn des Königs, Kendor, offenbart hatte. Adam und Bedor senkten demutsvoll die Köpfe, als der König an ihnen vorbei schritt und den größten und prächtigsten Dongo bestieg.

„Heute“ rief der König, und sein Ruf erklang wie Donnerhall durch den Innenhof, „kämpfen wir nicht nur für uns ! Wir kämpfen nicht nur für unsere Freiheit ! Wir kämpfen für die Freiheit und den Frieden dieses Planeten. Ich weiß nicht, wie lange wir kämpfen werden ! Ich weiß nicht, wie viele von dort draußen nicht wieder zurückkommen werden ! Doch eines weiß ich ganz sicher ! WIR WERDEN SIEGEN !“ Unglaublicher Jubel brach los. Die Ritter zückten ihre Schwerter, die Burgfräulein winkten mit bunten Tüchern und die Soldaten zu Fuße klirrten mit ihren Lanzen. Die Mitglieder des Councils of Elders, die sich alle an der Brüstung versammelt hatten, nickten zufrieden.

Das Burgtor öffnete sich und allen voran jagte König Grayskull aus der Burg, gefolgt von seinem treuen Tiger. Adam staunte nicht schlecht, als er die Ebene vor Schloss Grayskull sah. Hätte er heute morgen aus seinem Fenster gesehen, wäre ihm nicht verborgen geblieben, dass vor der Burg etwa 10000 Soldaten und Ritter auf den Marschbefehl in die letzte und alles entscheidende Schlacht des Krieges warteten.


Eternia, Zukunft

Krachend und rasselnd bewegte sich die Armee Rags Raptors, der ja jetzt eigentlich vom Geiste des alten Schlangendämons Sssarro beherrscht wurde, auf die Stadt Eternis zu. Bewaffnet mit Rotons, Land Sharks und Fright Fighters, die allesamt aus Skeletors Fuhrpark übernommen worden sind, bewegten sich die Schlangenmenschen schnell vorwärts. Hoch über seinen Fußsoldaten flog Rags Raptor in einem Fright Fighter und beobachtete den Vorstoß auf Eternis. Bei ihm war Chief Bronco, sein von ihm ernannter Oberbefehlshaber, der ganz eindeutig ein Klonprodukt aus den Schlangenmenschen Snake Face und Rattlor war: Rote Haut, stechender Blick und ein wuchtiger Schwanz, an dessen Ende sich eine gehörnte Rassel anschloss.

„Da, die Stadt brennt, mein König ! Es wird ein leichtes sein, sie zu erobern“ knurrte Bronco und wetze seine Zähne. Zufrieden sah Rags Raptor das Ausmaß seines Angriffes. Er hatte nicht ein einziges Leben seiner Krieger riskieren müssen, und doch war ihm der größtmögliche Schaden an der Stadt Eternis gelungen. Die Verteidigungslinien waren gefallen, Schirme und Schilde unbrauchbar gemacht, es war kaum mit Widerstand zu rechnen. Und darüber hinaus hatte er dem Ego der selbstzufriedenen Masters of the Universe erheblichen Schaden zugefügt. Rags Raptor konnte wirklich zufrieden mit sich sein.

Auf dem Radar des Fright Fighters leuchtete plötzlich ein kleiner Punkt auf, der sich schnell fortbewegte. „Mein König, ein kleines, wendiges Fluggerät hat die Stadt verlassen und bewegt sich auf den Immergrünen Wald zu“ blaffte Chief Bronco. „Ausgezeichnet, welche Chance meines neues „Spielzeug“ auszuprobieren“ lachte Rags Raptor und züngelte mit seiner gespaltenen Zunge. „Kurs setzen und Waffen laden, ich will...“ Plötzlich ertönte das Funkgerät. „Hier Chief Bronco, was gibt es ?“ knurrte Bronco ins Funkgerät. „Chief, unsere Späher melden, die Masters und Skeletors Leute bauen eine neue Verteidigungslinie um den Palast auf. Verschiedene schwere Kampfmaschinen sind schon aufgezogen !“ kam die Meldung. Chief Bronco blickte Rags Raptor fordernd an. „Angriff !“ befahl Raptor, „die Fright Fighter und Rotons sollen angreifen. Die Land Sharks und die Fußsoldaten sollen nachfolgen.“ Raptor blickte auf das Radar mit dem kleinen Punkt. „Schade !“sprach er kurz und grinste.

Die Fright Fighters und Rotons erhöhten ihre Geschwindigkeit. Auch die Land Sharks und die Soldaten, die zu Fuß unterwegs waren, erhöhten ihr Tempo, konnten den schnellen Fluggeräten aber nicht folgen.


Eternia, Vergangenheit

An der Spitze von über 10000 Mann ritt König Grayskull in die Schlacht. Neben ihm lief sein Tiger, und dahinter folgten sofort Adam und General Bedor. „Die letzten Reserven“ sprach Bedor leise, „die meisten anderen sind schon gefallen.“ „Wie sieht es denn mit Verbündeten aus ? Das Volk von Avion könnte...“ sprach Adam. „Die Avionier ?“ erschallte plötzlich eine Stimme. Adam erschrak. König Grayskull hatte sich etwas zurückfallen lassen, und das Gespräch mit angehört. „Gleich als die Wilde Horde auf Eternia eingefallen war, hat das Volk von Avion unter ihrem alten König Hemis ihre Neutralität bekundet. Sie haben sich in keinen einzigen Konflikt gegen die Horde eingemischt. Von Avion brauchen wir also keine Hilfe erwarten.“ „Aber auch sie sind doch in Gefahr, falls die Horde wirklich gewinnen sollte, werden auch sie angegriffen“ entgegnete Adam entsetzt. „König Hemis ist alt und ein Narr ! Er will den Frieden für sein Volk bewahren, unbedingt. Aber er irrt sich. Wenn Eternia fällt, werden die Hordes nicht vor Avion halt machen. Zum Glück ist Hemis aber schon alt, er führt das Volk der Vogelmenschen seit 700 Jahren. Vielleicht können wir von seinem Sohn Atmos mehr erwarten. Aber das nützt uns nichts. Nicht heute !“ König Grayskull blickte versteinert nach vorne. Er stoppte seinen Dongo. Die Truppen kamen ebenfalls zum Stehen. Adam pfiff heißen Atem durch seine Zähne, der in der kühlen Morgenluft wie Dampf in die Luft entstieg. Er blickte über die Ebene vor sich, die von Hordessoldaten überschwemmt war. Gewaltige Kampfmaschinen, wohl Truppentransporter, stampften durch die Reihen. Und es dauerte auch nicht lange, bis sich die ersten Truppen von Ihnen in Bewegung setzte, um Grayskull und seine Krieger anzugreifen. König Grayskull riss das Schwert hoch: „Für Eternia !“ rief er mit donnernder Stimme.

Die Soldaten brüllten laut los, Waffen klirrten, und einige Dongos brüllte ihren schrillen Schreie heraus. Die Soldaten setzten sich in Bewegung. Manche stürmten wild schreiend an Grayskull, Adam und Bedor vorbei und warfen sich den Soldaten von Hordes Prime entgegen. Erst jetzt bemerkte Adam, dass die meisten von ihnen Kriegsbemalung im Gesicht trugen. Der Prinz zog sein Schwert und jagte seinen Dongo vorwärts, hinter König Grayskull und General Bedor hinterher, die jetzt ebenfalls in den Kampf eingriffen. „Ihr seid der Leibwächter des Königs, bleibt mit den anderen Kols immer in seiner Nähe, Adam. Viel Glück !“ rief Bedor zu Adam rüber und setzte sich dann mit einem großen Teil berittener Krieger nach Osten ab, um dort eines der größeren Regimenter der Hordes anzugreifen. Adam jagte hinter Grayskull her. Schon stürmten die ersten Hordesoldaten auf König Grayskull zu, die dieser aber mit wuchtigen Schlägen zu Boden brachte. Adam konnte kaum glauben, mit welcher Kraft und Energie der König in den Kampf eingriff. Nichts und niemand schien ihn aufzuhalten und auch seine Männer waren von neuer Kraft beseelt, seit Grayskull das Schwert der Macht aus dem Stein gezogen hatte.

Drei Monsterkämpfer von Hordes Prime warfen sich nun gleichzeitig auf Adam. Die ersten beiden konnte er sich noch erwehren, doch der dritte krallte sich in seinem Rücken fest. Adam schrie auf. Er stieß sein Schwert nach hinten und trieb es dem Monster direkt in den Hals. Gurgelnd fiel es von seinem Dongo. Doch Adam hatte keine Zeit auszuruhen denn schon die griffen die nächsten an.

Offline ClampChamp

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Re: Warlords of Preternia 3: The Tears of Two Worlds
« Antwort #1 am: 12.09.2013, 19:59:11 »
Eternia, Zukunft

„Langsam, langsam, gut so !“ rief Man-At-Arms zu Man-E-Faces rüber, der den Bashasaurus in den Verteidigungswall steuerte. Die letzte Lücke war geschlossen. Der Waffenmeister sah sich um. Das letzte große Aufgebot von Blasters Hawks und Wind Raiders, unterstützt von den Einzelfahrzeugen Battle Ram, Road Ripper, Dragon Walker und Laser Bolt, das den Angriff mehr oder weniger unbeschadet überstanden hatte, war in Abwehrstellung gegangen.

„Und du bist sicher, Waffenmeister, dass wir die Schlangenmenschen damit aufhalten können ?“ fragte Skeletor zynisch, der zusammen mit Evil-Lyn und Tri-Klops im Dragon Walker saß. „Zumindest sehr viel länger, als du deinen Snake Mountain vor der Eroberung durch diese Bestien bewahren konntest !“ konterte Arms zurück. Skeletors Augen glühten etwas auf. „Was wir brauchen, ist Zeit. Sobald die Stadt geräumt ist, ziehen wir uns zurück, sofern es uns nicht gelingt, diese Monster zurückzudrängen.“ „Sie werden vor mir im Staube liegen ! Sie haben es gewagt, mich aus Snake Mountain zu vertreiben. Niemand wagt das, und kommt damit durch !“ knurrte Skeletor auf.

Ein lautes Krachen unterbrach Skeletor in seiner Wut. Arms fuhr herum. Ram-Man hatte beim Navigieren den Blaster Hawk gestriffen, in dem Two Bad, Mer-Man und Ninjor saßen. Zwischen Two Bad und Ram-Man gab es daraufhin eine unschöne Auseinandersetzung unter sechs Augen, in deren Verlauf doch mehrere Beleidigungen hin- und hergeworfen wurden. „Verdammt noch mal, streitet nicht !“ brüllte Man-At-Arms. „Wir kämpfen dieses Mal alle auf einer Seite ! Vergeßt das nicht ! Es geht um Eternia. Und egal, ob ihr es verteidigen oder erobern wollt, da ist der gemeinsame Feind, der es zerstören will ! Spart euch euren Kampfwillen für ihn auf !“ blaffte Man-At-Arms und zeigte in Richtung der Schlangenmenschen. Two Bad und Ram-Man sahen beschämt zu Boden. Skeletor grinste in seinem Dragon Walker.

„Achtung, Fright Fighter !“ rief Tri-Klops plötzlich und zeigt zu ein paar Punkten am Himmel. „Wieviele ?“ fragte Arms. Tri-Klops schaltete auf Fernblick um. „28 ! Und 42 Rotons !“ „Skeletor, du hast wohl heimlich aufgerüstet, was ?“ rief Man-At-Arms und bestieg seinen Laser Bolt. „Tja, deine Spione sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, Duncan !“ konterte Skeletor knapp.

„Die Blaster Hawks ! Starten ! Wind Raiders ! In die Luft !“ brüllte Man-At-Arms. Die Motoren heulten auf. „Warum habe ich eigentlich kein Fluggerät zugeteilt bekommen ?“ beschwerte sich Skeletor. „Weil die Fluggeräte die erste Kampflinie bilden und als erste beschossen werden. Wenn du abgeschossen wirst, wer sichert uns dann die Loyalität deiner Krieger ? Mit dir haben wir ja immerhin den Pakt !“ antwortete Arms und richtete die schweren Energiekanonen des Laser Bolt aus. „Feuern auf mein Kommando !“ gab er an alle Einheiten durch. „Oh, Ihr Götter, steht uns bei“ flüsterte Arms und visierte den ersten Fright Fighter an. Die Punkte am Himmel wurden schnell größer. Die letzten Sekunden bis zur Waffenreichweite schienen endlos zu sein. Man-At-Arms reagierte gar nicht mehr auf sein Umfeld, sondern konzentrierte sich nur noch auf den Angriff. Endlich leuchtete am Waffendisplay des Lader Bolts die grüne Lampe auf, die die  Waffenreichweite des anvisierten Ziels signalisierte. „FEEEEEEEUUUUUERRRRR!!!!!!“

Teela war es mittlerweile gelungen, von den Schlangenmenschen unentdeckt nach Castle Grayskull zu kommen. Sie landete den Jet Sled vor der unheimlichen Burg. Teela merkte gleich, dass etwas nicht in Ordnung war. Es war still. Zu still. Normalerweise spürte Teela irgendwelche magischen Schwingungen, die von der alten Festung ausgingen, aber jetzt war da nichts. „Zauberin von Grayskull, laß mich eintreten“ rief Teela. Sie wartete, nichts geschah. „Zauberin ! Hörst du mich ? Antworte mir !“ rief Teela lauter. Sie blickte sich um. Sie musste irgendwie in die Burg kommen. Aber wie ? Das war leichter gesagt, als getan, zumal Skeletor dies  schon seit Jahren versuchte. Ein Krachen in weiter Entfernung ließ sie herumfahren.


Eternia, Vergangenheit

Die Schlacht um Eternia war in vollem Gange. Hordes Prime hatte eine gewaltige Armee auf die Beine gestellt, die der des Königs mindestens 3 zu 1 im Vorteil war. Doch der Kampfeswille der Kämpfer des Königs war ungebrochen. Ohne auf ihr eigenes Leben Rücksicht zu nehmen, warfen sie sich nach vorne, dem Feind entgegen. Sollte Eternia jemals vom Bösen befreit sein, sie würden alles dafür tun, damit das geschehe.

Adam jagte seinen Dongo weiter nach vorne hinter dem König her. Er zählte schon gar nicht, wieviele der Hordesoldaten in den grauen Uniformen er schon erledigt hatte. Oh, wenn ihn nur sein Vater jetzt so sehen könnte. Und Teela. Er, der verweichlichte Königssohn, der lieber eine Ode an den Mond schreibt, als dass er das Schwert in die Hand nimmt. Er, in der größten Schlacht, die jemals auf Eternia stattgefunden hat. Das würde ihm niemand glauben. Allerdings, wem sollte er es auch erzählen ? Aber das waren jetzt Gedanken, die total fehl am Platze waren. Adam näherte sich einem der Haushohen Truppentransporten, die mit ihren sechs mechanischen Beinen über die Ebene stampften und versuchten, die Soldaten des Königs plattzutreten. Adam stellte sich im laufen auf den Sattel seine Dongos. Mit viel Mühe gelang es ihm, zwischen die vorderen Beine hindurch zu kommen und unter den Rumpf zu gelangen. Am Bauch der Maschine entdeckte er eine Verstrebungen, die das Zusammenspiel der Beine Steuerten. Adam stieß sich im laufen von dem Dongo ab, machte eine Rolle in der Luft und zerschlug zwei Verbindungskästen, die mit lauten krachen explodierten. Die mittleren Beine, sowie das hintere Bein knarrten auf, und bewegten sich nicht mehr. Als die Maschine weiter laufen wollte, brach das linke vordere Bein aufgrund des Widerstandes von hinten weg und die Maschine krachte nach vorne auf den Boden. Mit einem riesigen Knall zerbarst die Maschine in einem Feuerball.

Adam nahm hastig Ausschau nach König Grayskull. Schließlich erkannte er ihn inmitten der Massen. Er hatte sich sehr weit vom Rest seiner Leute entfernt. Adam jagte zu ihm, und mähte auf dem Weg noch einige der Krieger der Horde um.


Eternia, Zukunft

Man-At-Arms hatte den Feuerbefehl kaum ausgesprochen, als auch schon die ersten Energiesalven und Laserschüsse abgefeuert wurden. Gleich mit seinem ersten Schuß traf der Waffenmeister das Energierelais des anvisierten Fright Fighters. Eine Rauchfahne hinter sich herziehend krachte der schwere Gleiter auf den Boden. Die Luke öffnete sich und zwei Schlangenmenschen stürzten schwerbewaffnet heraus. Mekaneck, Spikor und Sy-Klone warfen sich ihnen entgegen. Wildes Kreuzfeuer schoss über die Lichtung und immer wieder wurden die Fahrzeuge der Masters getroffen. Man-E-Faces hatte sich gerade noch aus dem Cockpit des Bashasaurus retten können, bevor eine Fluggranate darin einschlug und die Elektronik zerstörte.
Doch auch die Schlangenmenschen mussten Verluste hinnehmen. Da sie die Flugmaschinen Skeletors nicht so gut kannten, fiel ihnen der Umgang nicht so leicht, und stellten damit leicht zu treffende Ziele dar.

Man-At-Arms blickte wieder durch den Zielsucher, wieder visierte er einen Fright Fighter an. Gerade als er abdrücken wollte, erschien plötzlich ein Roton sehr nahe im Sucher. Der Waffenmeister riss die Augen auf. „Nein !“ schrie Arms. Der Roton feuerte. Mit einem lauten Krachen schlug eine Lasersalve in den Laser Bolt ein. Das vordere Rad knickte weg und Glas splitterte als der Monitor des Suchers explodierte. Duncan schrie auf. Sein Gesicht blutete. Der Laser Bolt kippte zur Seite weg und begrub den Waffenmeister unter sich. Das nächste was, der Waffenmeister merkte war, dass ihn jemand packte und in eine Maschine zog. Er hörte Skeletor und Evil-Lyn. Offenbar saß er nun im Dragon Walker.

„Da kommen die Fußsoldaten !“ rief Tri-Klops. „Die gehören mir !“ brüllte Skeletor und steuerte das Drachenfahrzeug in die Menge. Im Zirkelschritt drehte sich das Fahrzeug und wuchtete eine Horde Schlangenmenschen um. Dann wendete Skeletor und ließ das Fahrzeug mit 360-Grad-Drehungen zirkulieren, während das Cockpit auf dem hinteren Teil der Laufschiene verharrte. Wie ein Propeller mähte der Dragon Walker die angreifenden Schlangenmenschen um, und Skeletor erwischte dabei sogar einen Land Shark, der auf die Seite fiel. „Tri-Klops, Evil-Lyn, in den Shark“ befahl Skeletor. Die beiden stürmten aus dem Walker, wobei Evil-Lyn mittels ihrer Magie noch ein halbes Dutzend Schlangenmenschen von den Füßen haute. Tri-Klops erledigte den wild fauchenden Schlangenmenschen, der den Shark gelenkt hatte, mit einem wuchtigen tritt ins Gesicht. Er warf den Land Shark herum und startete die Maschine wieder. „Endlich wieder Bewaffnung !“ sprach Tri-Klops erfreut. Er wendete und feuerte mit den mächtigen Kanonen auf die Gegner.

Doch die Freude über die Beute sollte nur kurz andauern. Denn plötzlich schoss ein Fright Fighter von hinten auf den Shark zu und feuerte. Es war Rags Raptor selbst, der in diesem Fighter saß. Ein Schuss in den Motor, und schon stand der Shark wieder. Tri-Klops und Evil-Lyn stürmten heraus, bevor dieser mit einem gewaltigen Knall explodierte.

„Randor an Man-At-Arms, Randor an Man-At-Arms, kommen !“ ertönte es plötzlich über Funk. „Hier Skeletor, der Waffenmeister ist verletzt, beeilt euch mal ein bisschen. Lange können wir nicht mehr aushalten, diese Teufel kämpfen wie Berserker !“ „Der letzte Transport startet, zieht euch zurück. Mehr können wir nicht mehr tun. Die Transporter fliegen nach Avion, wir anderen sammeln uns am Randes des Immergrünen Waldes ! Ende !“

„Rückzug !“ knurrte Skeletor über Funk an alle. Er wendete den Dragon Walker. Plötzlich sprang ein Schnlangenmensch auf den Kopf des Dragon Walker und züngelte bedrohlich mit seiner langen Zunge. Skeletor ergriff sein Havoc Staff, zielte und feuerte. „Du nicht ! Nicht hier und nicht heute !“ sprach er kühl. Während der Dragon Walker sich in Bewegung setzte, sprangen Tri-Klops und Evil-Lyn wieder auf. Trap Jaw und Spikor hielten sich von außen am Kopf der Maschine fest.

„Wie geht es ihm ?“ fragte Skeletor und blickte auf Man-At-Arms, der regungslos im hinteren Teil der Maschine saß. „Er ist schwer verletzt, seine Augen, ich glaube, er ist blind !“ diagnostizierte Tri-Klops.


Rags Raptor lachte auf. Seine Armee, obwohl durch diesen Abwehrkampf der Masters stark in Mitleidenschaft gezogen, hatte gewonnen, der Weg nach Eternis war frei. Allen voran steuerte der Dämon seinen Fright Fighter auf die brennende Stadt zu, gefolgt von seinen Kriegern. „Endlich mein !“ sprach er und seine Augen blitzen auf.


Eternis, Vergangenheit

Durch einen gemeinen Angriff der Hordes hatte Adam mittlerweile seinen Dongo verloren. Einer der Kämpfer hatte direkt auf sein Reittier gezielt und es mit einem einzigen Schuss erlegt. Adam war hart auf dem Boden aufgekommen und hatte sich dabei eine Schnittwunde am Oberarm zugezogen. Doch er hatte keine Zeit, Schmerzen zu fühlen. Immer wieder warfen sich Monster auf ihn, und es wurde immer schwieriger für ihn, sich dieser Angriffskraft zu erwehren. Als er merkte, wie seine Kräfte langsam schwanden, kam jedoch die Rettung für ihn. König Grayskull stürmte auf ihn zu, mähte dabei eine Rotte von Hordes nieder und zog Adam mit auf seinen Dongo. Erleichtert atmete er aus. „Danke, Majestät“ keuchte Adam. „Dankt mir nicht, ich habe euer Ende vielleicht nur verzögert“ entgegnete der König ruhig und blickte auf die Monster vor ihn, die sich den beiden Kriegern gierig näherten.

Plötzlich veränderte sich etwas. Die Angriffe auf den König und Adam stoppten. Anstelle dass die Monster weiter angriffen wichsen sie zurück. Zuerst begriffen der König und Adam nicht was geschah, doch dann sahen sie es. Vor ihren hatte sich eine Gasse gebildet. Zwar wurde ringsum noch gekämpft, aber schien es so, als wenn der König und Adam in einem Ring gefangen wären, der frei von Kämpfen ist. Grayskull stoppte den Dongo. Die umstehenden Monster sahen die beiden Menschen verächtlich an. „das sieht nicht gut aus!“ sprach Grayskull leise. Und zum ersten Mal spürte Adam sowas wie Angst, seit er in die Schlacht ritt. Und dann sahen sie ihn. Auf einem riesigen, skelettierten Drachodon ritt er auf sie zu: Hordes Prime !

Der Drachodon fauchte und knurrte, als er sich Grayskull und Adam näherte. Auf seinem Weg durch die Gasse walzte er ein paar Hordekämpfer nieder und begrub sie unter seinen Skelettpranken. Hordes Prime stoppte den Drachodon.

„Harr, Harr !“ erschallte es von ihm. Seine Stimme klang verzerrt und unheimlich unter dem metallischen Helm, der seinen ganzen Kopf bedeckte. Drei gewaltige Hörner stießen oben aus seinem Helm. „Hordes Prime, heute wird sich dein Schicksal erfüllen. Du wirst es bitter bereuen, deine Monsterkrieger gegen Eternia geführt zu haben !“ sprach Grayskull und hob das Zauberschwert.

„Du Narr“ knurrte Hordes Prime zurück, und seine Stimme donnerte über die Ebene. „Sieh dich doch um ! Deine Armeen sind geschlagen, die lächerlichen Reste, die noch für dich kämpfen, werden auch bald besiegt sein. Es wäre mir ein leichtes meine Horden gegen die kämpfen zu lassen, jetzt wo du in der Falle bist. Doch ich will mir das Vergnügen nicht nehmen lassen, dich selbst zu töten. Ab heute beginnt für Eternia ein neues Zeitalter des Bösen ! Nichts wird mehr so sein, wie es war. Eternia wird für immer ins Dunkel gestoßen werden. Und du wirst in der Ewigkeit vergehen wie ein Sandkorn im Meer.“

„Mit dem Maul hat noch niemand einen Kampf gewonnen. Ich werde mit meiner ganzen Kraft dafür sorgen, dass es dir nicht gelingen wird, Eternia zu erobern !“ „Du warst schon immer ein großer Redner, Grayskull. Und genau dass wird dein Untergang sein, Pahara !“ Grayskull erschrak. Pahara ! Dieses Wort hatte er lange Zeit nicht mehr gehört. Er hatte es verdrängt. Denn es war die Bezeichnung des Councils of Elders für ihn, als seine Liebe zu einem Ratsmitglied aufgedeckt wurde, aus der schließlich Kendor entstanden war. Dieses Wort konnte nur ein Ratsmitglied kennen. Was jedoch bedeuten würde, dass Hordes Prime einmal Mitglied des Councils of Elders gewesen ist !


„Und jetzt.... stirb !“ Die Augen von Hordes Prime leuchteten auf. Ein roter Blitz schoss heraus und krachte über die Ebene, und fegte alles von den Beinen, was sich ihm in den Weg stellte. „Pass auf !“ rief König Grayskull, doch da war es schon zu spät. Die Energiewelle erfasste die beiden und den Dongo und riss sie in die Luft. Adam schrie auf. Solche Schmerzen hatte er noch erfahren müssen. Als die Welle nachließ, knallte er auf den Boden. Röchelnd und nach Luft schnappend wand er sich auf dem Boden, unter dem Jubelschrei der umstehenden Monster. Unweit von ihm schlug der Dongo auf, das Tier hatte die Attacke nicht überlebt. Adam war nicht fähig sich zu regen. Benommen sah er, wie Hordes Prime eine erneute Welle gegen König Grayskull schoss. Der König wurde hoch gerissen, und verharrte in der Luft, und wurde dann wieder zu Boden geworfen. Offenbar hatte Hordes Prime große Freude daran, den König noch zu quälen, bevor er ihn töten wollte. Gespannt blickten seine Monsterkämpfer dem treiben zu. Niemand schien mehr auf Adam zu achten.

König Grayskull schwanden die Kräfte. Er sackte zu Boden und tastete reflexartig nach seinem Schwert. „Das brauchst du nicht mehr, Grayskull, ehemaliger König von Eternia!“ knurrte Hordes Prime und fegte das Schwert mit einem Energiestrahl von dannen. Dies war Adams große Chance. Er fuhr herum, und warf dem König sein Schwert zu, das vom Bösen vergiftet war. „KÖNIG GRAYSKULL!“ rief er.
Hordes Prime fuhr herum, mit Adam hatte er nicht mehr gerechnet, denn er hatte seine Energiewelle so hoch konzentriert, dass nur Grayskull überleben konnte. König Grayskull blickte nach oben, und sah das Schwert anfliegen. Sein Lebensmut war mit einem Schlag wieder da. Er ergriff das Schwert, fuhr herum und war sofort wieder auf den Beinen. Er richtete das Schwert auf Hordes Prime, bereit zum Kampf. Doch da geschah etwas unglaubliches. Das Schwert, schwarz vom Bösen, begann plötzlich zu zittern und zu vibrieren. Der König hatte Mühe es in den Händen zu halten. „Oh nein“ dachte Adam, „was habe ich getan. Das Schwert ist zu mächtig, es wird mit Grayskull dasselbe tun, wie mit Estana.“ Adam riss die Augen auf.

Es schien tatsächlich so, als sollte Adam recht behalten. Gierig fraß sich der Dämon aus dem Schwert auf den König zu, hatte schon seine Hände erreicht. Doch Grayskull war ungleich mächtiger als Estana. Seine Augen glühten auf und er riss das Schwert nach oben.

„BEI....DER....MACHT....VON....GRAYSKULL !“

Blitze zuckten. Eine magische Aura umgab Grayskull und das Zauberschwert. Der König kämpfte mit seiner gesamten Macht gegen den Dämon in dem Schwert an. Um ihn herum schien die Zeit stillzustehen. Weder Hordes Prime, noch einer seiner Krieger, noch Adam war in der Lage, irgendwas zu tun. Und dann geschah es. Grayskull hatte Erfolg ! Das Schwarze, das sich bereits seines Körpers bemächtigt hatte, wurde zurück in das Schwert gedrängt. Der Dämon kreischte auf. Unmenschlich erklang sein schriller Schrei. Er spürte, dass er diesen Kampf verlieren würde. Es dauerte nicht lange, da war Grayskull wieder vollends befreit vom Einfluss des Bösen. Doch damit nicht genug. Die gute Kraft in König Grayskull wollte den Dämon aus dem Schwert vertreiben, ihn ausmerzen aus dem Schwert.

Die Waffe begann zu glühen. Sie war immer noch auf Hordes Prime gerichtet, der sich in etwas weiterer Entfernung zum Schwert befand. Plötzlich schoss ein schwarzer Strahl aus dem Schwert. Der Dämon verließ das Zauberschwert ! Je mehr Schwärze abgesondert wurde, desto mehr wurde wieder vom eigentlichen Zauberschwert sichtbar. Der schwarze Strahl indes schoss genau auf Hordes Prime zu.

Er schrie auf, versuchte sogar sich noch mit Blitzen und Energieschilden gegen den Strahl zu wehren. Doch alles half nichts. Der Dämon fuhr in seinen Körper nahm ihn in Besitz. Hordes Prime wand sich unter unsagbaren Schmerzen. „Snake Men !“ schrie er immer wieder. Offenbar spürte er, dass die dunkle Macht seinen Ursprung bei den Schlangenmenschen hatte, denn Rags Raptor hatte das Schwert ja mit seinem bösen Einfluss im Snake Mountain infiziert.

Der Körper von Hordes Prime veränderte sich plötzlich. Seine Haut, seine Gesichtszüge blähten sich auf, seine Haut platze und zerfiel zu Staub. Sein Innerstes wurde zu einer Rauchsäule, die immer wieder von Energieentladungen durchzogen wurde. „Nein, Nein , NEINNNNNNNNNNNNNN !“ schrie er, wobei seine Stimme immer dunkler wurde. Der Strahl aus dem Schwert brach ab. Das Zauberschwert war vom Geist des Bösen befreit ! Doch damit hörte das Martyrium für Hordes Prime nicht auf. Er begann plötzlich zu glühen, sein Rauch wurde zu einem Wirbel, der sich blitzschnell ausweitete und alle Hordekrieger erfaßte. Adam hielt sich die Hand vor die Augen. Der Wirbel ähnelte dem, mit dem auch die Schlangenmenschen damals, oder besser gesagt, in Zukunft, von Eternia verbannt werden sollten. Alle Hordekrieger wurden von dem Wirbel gnadenlos erfasst, egal ob sie nur starrten, kämpften, oder bereits tot oder verletzt am Boden lagen. Nachdem der Wirbel alle aufgesogen hatte, hob er ab, und erlosch in einem hellen Blitzhoch über der Ebene. Die Stimme von Hordes Prime hallte noch nach „ICH kommmmmmmmeeee wieeeeeeederrrrrrrrrrrrrrr!“

Dann war es still. Adam riskierte einen Blick. Im gesamten Kampfgebiet war kein einziger Hordesoldat, kein einziges Fahrzeug mehr zu sehen. Sie waren alle verschwunden. Hordes Prime hatte sie mitgenommen, als seine Macht schwand, und der Geist des Bösen in ihn fuhr. Adam atmete heftig aus. Sein Schwert war  befreit, aber gleichzeitig hatte er damit zur Erschaffung eines der größten Übel im Universum beigetragen. Aber offensichtlich war dies wohl so vorbestimmt gewesen. Adam blickte zu König Grayskull. Der König lag bewusstlos auf dem Boden. „König Grayskull !“ entfuhr es ihm. Adam rannte zu ihm hin. „Mein König !“ Adam hielt den Kopf von König Grayskull hoch. Er war völlig erschöpft. Er musste mit seiner gesamten Lebenskraft gegen den Dämonen im Schwert angekämpft haben. Adam ahnte, dass er diesen Sieg mit seinem Leben bezahlen musste.

„Haben wir ... gesiegt ?“ stammelte König Grayskull. „Ja, Majestät, sie haben Hordes Prime mit seinen Monstern ganz alleine besiegt.“ „Ich ... habe es für Eternia getan.“ Schon stürmten die ersten Krieger von König Grayskull, die sich nach dem urplötzlichen Verschwindens der gesamten Horde wieder gefangen hatten, heran, um zu sehen was mit ihrem König ist. Hastig nahm Adam sein Zauberschwert und steckte es weg, denn auch der Grayskull Tiger kam angelaufen, mit dem Originalschwert im Maul.

„König Grayskull, was ist mit euch ?“ fragte General Bedor, der aussah, als wäre er mehr tot als lebendig. „Er hat sein Leben für Eternia gegeben“ sprach Adam. „Für beide Eternias“ fügte er leise, so dass es niemand hören konnte, hinzu. Grayskull röchelte. „Wir werden euer Andenken in Ehren halten, Majestät“ sprach Bedor. Doch wer sollte nach Grayskull nun König werden ?

Der Grayskull Tiger bahnte sich mit dem Zauberschwert den Weg durch die umstehenden Massen. Er ließ das Zauberschwert neben seinem Herrn fallen, und berührte mit seiner Schnauze das Gesicht des Königs. „Nicht !“ rief Bedor und wollte den Tiger wegziehen. „Nein, laßt ihn !“ ging Adam dazwischen. „Mein König“ wandte er sich dann an Grayskull, „ihr habt soviel für diesen Planeten getan, mehr, als ihr euch überhaupt vorstellen könnt, und mehr, als dass wir es euch danken können. Wir stehen tief in eurer Schuld. Doch nun bitte ich euch, zeigt noch einmal eure Großmütigkeit und Stärke.“ Adam blickte zum Grayskull Tiger. Der sterbende König folgte schwer atmend seinem Blick.

„Viel zu lange habe ich zu verdrängen versucht, was ich nicht verdrängen kann“ stammelte Grayskull, „doch mein egoistisches Verhalten wird mir in der Stunde meines Todes nicht mehr im Wege sein!“ König Grayskull faßte seinen Tiger am Kopf an, der daraufhin wohlig schnurrte. „Ich....ich....liebe dich, ... mein Sohn !“

Der König hatte diese bewegenden Worte kaum ausgesprochen, als etwas seltsames mit dem Tiger geschah. Er erstrahlte in hellem Glanz. Unruhe machte sich breit. Die Männer sahen weg oder legten die Hände schützend vor die Augen. Als das Licht erlosch, hatte sich der Tiger verwandelt. Der Bann des Councils war gebrochen, der Grayskull Tiger war wieder zu dem geworden, was er wirklich war: Prinz Kendor, Sohn von König Grayskull.

„Sohn?“ fragte General Bedor ungläubig. Ein Murmeln ging durch die umstehenden Soldaten. „Ja, Prinz Kendor, Sohn von König Grayskull !“ antwortete Adam. Zum ersten Mal seit Jahren sah König Grayskull nun, was aus seinem Sohn geworden war. Kendor lehnte sich über seinen sterbenden Vater. „Ich liebe dich auch, Vater !“ Eine Träne lief ihm übers Gesicht. König Grayskull ergriff seine Hand. „Führe Eternia in ein neues Zeitalter, mein Sohn. Ein Zeitalter des Friedens, ... des Wohlstandes. Sorge dafür, dass mein Schwert sicher verwahrt wird. Es ist das magische Schwert von Grayskull ! Ein Leuchtfeuer im Kampf gegen das Dunkel ! Und wenn eine große Gefahr droht, soll das Schwert an einen mutigen Helden weitergegeben werden, der in meinem Namen Eternia vor dem Bösen bewahrt. Der letzte Wille eines sterbenden Königs.“ „So soll es geschehen, Vater, so soll es geschehen.“ „Lang....lebe....Eter.....“ Das letzte Wort konnte König Grayskull nicht mehr sagen. Sein Leben verließ nun seinen Körper. Seine Hand fiel zu Boden und seine Augen schlossen sich für immer. Adam biss die Zähne zusammen, er musste sich eine Träne verkneifen.

„Der König ist tot, lange lebe der König !“ rief General Bedor. „Lange lebe der König !“ riefen die Soldaten. Bedor nahm König Grayskull die Krone ab und setzte sie Kendor aufs Haupt. „Lang lebe König Kendor!“ Und wieder wiederholten alle Soldaten den Ruf des Generals. „Ruhen Sie in Frieden, Majestät !“ sprach Adam leise. Und da geschah es. Ein winziger Energiefunken verließ den Leichnam des Königs und wanderte unbemerkt in Adams Zauberschwert. Es leuchtete kurz auf. Der Geist von König Grayskull war wieder im Schwert, allerdings noch sehr schwach. Um die alte Kraft des Schwertes wieder herzustellen, musste Adam noch eines tun. Er musste zum Ursprung der Urkraft zurückkehren, um das Schwert erneut mit Energie aufzuladen, wie er es schon einmal als He-Man getan hatte !

Während die anderen Soldaten mit einer Mischung aus Freuden- und Trauertränen ihren neuen König feierten, und einige anderen sich daran machten, den Leichnam des alten Königs zu bergen, wandte sich Adam ab. Er sucht sich ein stilles Plätzchen und zog sein Zauberschwert. „Zauberin von Grayskull, meine Aufgabe in Preternia ist erfüllt. Öffne mir das Tor zurück nach Eternia“ sprach er. Nichts geschah. Er wiederholte seinen Ruf. Erst dann öffnete sich langsam das Reiseportal in die Zukunft, zuerst schemenhaft, wurde es immer deutlicher. Es kam Adam ewig vor, bis es soweit materialisiert war, dass er hindurch steigen konnte. Adam blickte sich noch einmal um und stieg hindurch. Er ahnte irgendwie, dass dies das letzte Mal sein würde, dass er Preternia sehen würde.


Eternia, Zukunft

Teela stand immer noch vor dem Schloss, und suchte vergebens nach einem Eingang. Sie hatte noch mehrmals gerufen, doch es kam keine Antwort. Mit jedem Mal, wo sie rief und keine Antwort bekam, wuchs ihre Sorge, dass es etwas mit der Zauberin geschehen war. Sie überlegte. Bisher war es immer unmöglich gewesen, mit einem Raumgleiter im Hof der Burg zu landen. Eine innere Stimme brachte sie jedoch dazu, es dieses Mal zu versuchen. Sie bestieg den Jet Sled, startete den wendigen Gleiter, und nahm Kurs auf den höheren Turm. Sie schloss die Augen, als die Barriere kommen sollte, die sie zurückwerfen sollte. Doch nichts geschah ! Die Barriere warf sie nicht zurück. Hastig landete Teela auf dem Turm. Endlich war sie in der Burg. Sie hastete die Treppen hinunter. „Zauberin ! Zauberin ! Wo bist du ?“

„Hier, Teela. Hier bin ich !“ hörte sie eine Stimme rufen. Es war nicht die Stimme der Zauberin, das war ihr klar. Denn sie klang zwar hoch, wie eine weibliche Stimme, jedoch unheimlich verzerrt. Teela hastete in den Thronsaal. Und endlich sah sie die Zauberin. Sie lag regungslos am Boden. Ihre Kleidung war beschmutzt von Dreck und Blut. „Bei allen Götter, Eternias ! Zauberin !“ rief Teela und stürmte los. Doch das packten sie zwei Energieströme und warfen sie hart gegen die Wand. Teela stöhnte auf. „Hihihi !“ lachte plötzlich jemand. Teela fuhr herum. Sie riss die Augen auf ! „He-Man ?“ stammelte sie „Hihihi, He-Man“ sprach He-Man verächtlich zurück. „He-Man war einmal, liebste Teela. Und du... wirst auch bald gewesen sein ! Genau wie die Zauberin“ lachte der Dämon He-Man und trat auf Teela zu. „Was hast du mit ihr gemacht ? Und was mit dir Geschehen ?“
„Oh, mir sind nur die Augen geöffnet worden. Die dunkle Seite, das Böse, ist doch interessanter für mich als immer nur gutes zu tun !“ lachte He-Man. „Du lügst, du bist nicht He-Man, du bist...“ sprach Teela.

Da öffnete sich mitten im Thronsaal ein leuchtendes Portal und Prinz Adam trat heraus, gekleidet in einer fremdartigen Uniform. Als er He-Man erblickte, zog er sofort sein Zauberschwert. „Sieh an, sieh an, wen haben wir denn da ? Unser Prinzchen ist wieder da. Oh, und er hat das Zauberschwert dabei. Es wird ja immer besser“ lachte He-Man auf. „Adam !“ rief Teela. „Teela, zu mir !“ schrie Adam. „Nein !“ knurrte He-Man und schleuderte Teela mit Hilfe seiner Totenkopfarme an die Wand, wo sie hängenblieb, und sich nicht lösen konnte.

„So, jetzt sind nur noch wir zwei übrig. Gib mir das Schwert !“ knurrte He-Man und seine Augen leuchtete rot auf. Adam wich zurück. He-Man trat auf Adam zu. „Gib ... mir... das ... Schwert !“ knurrte He-Man erneut. “Nein !“ sprach Adam resolut zurück. „Dann stirb !“ brüllte He-Man und rannte auf Adam los. Doch da geschah etwas unglaubliches. Die Zauberin, von He-Man schon totgewähnt, erwachte plötzlich zu neuem Leben, ihre Augen strahlten hell wie Eternias Sonne. He-Man fuhr herum. „Was, du !“ entfuhr es ihm. Die Zauberin schoss eine Energiewelle ab, die den Dämon von den Beinen warf.

Dann öffnete sie blitzschnell ein neues Energieportal. „Eile dich, Adam“ sprach die Zauberin, in einem Tonfall, von dem Adam nicht sagen konnte, ob er sich davor fürchten sollte oder nicht. Die Sorceress kam ihm so anders vor. „Durch das Tor !“ rief sie erneut. Adam zögerte nicht länger. Er rannte auf das Tor zu und verschwand darin. „Du verdammte Hexe, jetzt habe ich aber genug von dir !“ brüllte He-Man. Er schleuderte der Zauberin seine Energieströme entgegen. Die beiden Totenköpfe durchschlugen ihren Körper. Sie erzitterte kurz und war dann still. Ihr Kopf sank nach vorne. „Teela“ war das letzte, was sie sagte.

„NNEIIIIIIIINNNNN!“ schrie Teela, immer noch gefangen an der Wand. Doch so sehr sie sich auch wehrte, die Energieketten hielten sie fest. He-Man brüllte auf. Er hastete los, und bevor sich das Portal, durch das Adam getreten war, schloss, gelang es auch ihm noch, hindurch zu gehen.


Adam reiste wieder durch den Energiewirbel. Der Flug war mehr als unruhig, doch schließlich entließ er ihn wieder. Adam orientierte sich kurz. Er kannte diesen Ort. Er stand wieder vor dem Tempel, in dem der Ursprung der Urkraft lag. Er war ja erst vor Kurzem hier gewesen, als er die Urkraft erneut nach Eternia bringen musste. Dies lag jedoch von hier aus noch in der Zukunft. Wenn seine Berechnungen stimmten, müsste er gerade dann hier sein, als zum ersten Male die Urkraft des Universums nach Eternia kam. So hatte es ihm die Zauberin ja erklärt, bevor er nach Preternia und zu König Grayskull aufbrach. Adam wollte sich gerade aufmachen, den Tempel zu betreten, als ihn das Auflösen des Portals noch einmal zurückschauen ließ. Er erschrak. He-Man war es gelungen, ihm durch den Raum zu folgen. He-man brüllte auf. Er griff nach Adam. Doch Adam duckte sich und rannte weg.

„Lauf nur ! Du kannst mir nicht entkommen ! Ich bin He-Man, der Stärkste unter den Starken.“ He-Man rannte hinter Adam her in den Tempel und jagte ihn durch verschiedene Gänge. Endlich fand Adam wieder den Langen Gang zu der Pforte, hinter der die Urkraft verborgen war. Es war an der Zeit, dass sie sich öffnete, und die Urkraft nach Eternia entließ. Adam rannte schneller. Da vernahm er ein Heulen und Pfeifen, er blickte ins Halbdunkel. Etwas kam auf ihn zu. War das schon die Kraft ? Als Adam sehen konnte, was er kam, duckte er sich. Gerade noch rechtzeitig, denn ein riesiger Felsbrocken flog sehr dicht an ihm vorbei. Das musste der Stein der Macht sein, der kurz vor der Urkraft auf Eternia ankam ! Adam hoffte, dass He-Man nicht versuchen würde, ihn im Flug zu zerstören. Er horchte auf, konnte aber nichts hören. Adam rannte weiter. Endlich sah er im halbdunkel den kleinen Raum mit der Pforte. Er atmete heftig. Er war am Ziel.

Adam rannte hinein, und warf sich sofort an die Wand. Er horchte auf. Kein Ton war zu hören. Hatte der Felsblock He-Man etwa mitgerissen ? Wieder horchte Adam in das Dunkel. Keine Regung. Er wagte einen Blick. Vorsichtig sah er um die Ecke.... und wurde plötzlich hart gepackt. He-Man riss den Prinzen herum und knallte ihn gegen die Wand. Aus der Überraschung hinaus ließ Adam sein Schwert fallen.

„Ich bekomme immer, was ich will !“ lachte He-Man und nahm das Schwert auf. „Nein, nicht !“ röchelte Adam und streckte verzweifelt die Hand gegen das Schwert aus. He-Man trat auf Adam zu. „Dein Schicksal ist endlich besiegelt. Das Böse siegt jetzt. Es wird Zeit, dass du endlich auch körperlich von mir weichst, Adam !“ He-Man riss das Schwert hoch. Gerade als er zustoßen wollte, kam für Adam die langersehnte Rettung.

Die Pforte begann zu glühen und schließlich... öffnete sie sich ! Die Urkraft des Universums war entfesselt. He-man riss die Augen auf. Adam, aus Mund und Nase blutend, blickte in das Licht. „NEEIIIIIINNNN!“ brüllte He-Man auf. Der Strahl der Urkraft schoss in ungeahnter Reinheit heraus und füllte den Raum mit guter Energie. So stark, dass das Böse daneben nicht existieren konnte. Die Energie des Lichtes durchdrang den Dämon He-Man. Er schrie auf, wehrte sich mit allen Mitteln, doch es gab keine Rettung. Neben dem reinen guten kann nicht mal das reine böse existieren. He-Man schüttelte sich vor Schmerzen. Das gute fraß ihm regelrecht das Böse vom Leib. Nach wenigen Sekunden versiegte der Strahl mit lauten Zischen. Die Urkraft war auf dem Weg nach Eternia, doch hatte sie hier schon eine sehr wichtige Aufgabe für das Fortbestehen des Planeten getan.

Adam blickte zu He-Man. Doch was er dort für einen grausamen Anblick ansehen musste, ließ ihn erschaudern. He-Man trug zwar immer noch seinen Brustgurt mit dem stilisierten Kreuz darauf, doch war nichts menschliches an ihm mehr zu erkennen. Grau-grüne Haut, die von den Knochen tropfte. Ein Gesicht, in dem kaum noch Augen, Nase oder Mund auszumachen waren. Die Urkraft hatte von He-Man nur noch das übriggelassen, was er durch seine Vergiftung durch das Zauberschwert darstellte: einen Dämon ! He-Man röchelte, und ging einen Schritt auf Adam zu. Da bei stöhnte er laut auf. Doch seine Knochen konnte ihn nicht halten, und er knickte weg zu Boden. Er schrie noch einmal auf, doch dann erstarb sein Geist.

„Ruhe in Frieden, He-Man !“ sprach Adam leise. „Das ist nicht He-Man, Prinz Adam !“ hörte Adam plötzlich eine Stimme. Adam fuhr herum. Hinter ihm stand plötzlich eine Lichtgestalt. „Was, wer...“ stammelte Adam. „Wir kennen uns schon, Adam. Ich bin einer der Ma`An Set Kay, der Wächter der Macht.“ Adam erinnerte sich. Bei seinem ersten Besuch, der allerdings in der Zukunft liegt, hatte er bereits als He-Man Kontakt mit einem dieser Wesen.

„Das was du dort noch vor dir siehst, sind die Überreste des Dämons, die He-Man befallen haben. Nichts, was er tat, tat er als He-Man. Er mag so ausgesehen haben, doch er war es zu keiner Zeit. Geh nun, Prinz Adam. Deine Aufgabe hier ist erfüllt !“ Das Lichtwesen formte ein Energieportal, ähnlich denen, die die Zauberin immer aufbaute. „Und was wird mit ihm ?“ fragte Adam und deutete auf den Leichnam. „Er bleibt hier, bis er gefunden wird. Sorge dich nicht um ihn, er ist trotz allem noch wichtig ! Leb wohl, Prinz von Eternia !“ sprach das Wesen und verglimmte.

Adam blickte auf das Zauberschwert, das in altem Glanz erstarrte. „Habt dank !“ sprach er und trat durch das Portal zurück nach Eternia.

Adam landete wieder mitten in Castle Grayskull. „Adam ! Adam, hilf mir ! Die Zauberin ...“ rief Teela hektisch zu ihm rüber und zerrte erneut an den Energiefesseln. Adam zögerte keine Sekunde. Er rannte zu ihr und zerschlug die Fesseln mit dem Schwert. Teela. „Zauberin !“ entfuhr es Teela und rannte zu der am Boden liegenden Sorceress. Erst jetzt bemerkte Adam, dass sie bewusstlos am Boden lag. „Bei allen Göttern !“ stammelte er.

„Zauberin ! Zauberin ! So sag doch was !“ Teela stütze ihren Kopf hoch. Eine Träne rann über ihre Wange. Auch Adam kniete nun neben der Verletzten. „Zauberin, kannst du mich hören ?“ fragte Adam aufgeregt. Nichts ! Keine Regung war von ihr auszumachen. „Nein, das kann doch nicht wahr sein, das darf nicht wahr sei. Adam !“ schluchzte Teela. Sie rang mit ihrer Fassung. Noch niemals zuvor fühlte sie sich so hilflos wie in diesen Minuten. Doch Adam ging es nicht besser. Da begann der Körper der Sorceress plötzlich zu leuchten.

„Verzagt nicht, Kinder Eternias !“ ertönte plötzlich eine Stimme. Erschrocken fuhren Adam und Teela herum. Wer sprach da ? Es war niemand in der Nähe, und trotzdem schien die Stimme von allen Seiten zu kommen. Während die Stimme sprach, begann der Körper der Sorceress heller zu leuchten. „Meine Aufgabe auf Eternia ist beendet. Ich habe mein Leben gegeben, damit das eure euch erhalten bleibt. Doch ich habe es gerne getan. Mein ganzes Leben, mein ganzes Wirken als Zauberin von Castle Grayskull war auf diesen einen, besonderen Moment ausgerichtet.“ Adam und Teela blickten sie Zauberin. Ihre Lippen bewegten sich nicht, doch es war wohl eindeutig sie, die sprach. Sie strahlte immer heller, Adam und Teela hatten Last, sie überhaupt noch anzusehen.

„Trauert nicht um mich, Adam und Teela, für Trauer ist keine Zeit. Große Aufgaben stehen euch noch bevor, die eure ganze Kraft erfordern.“ Die Stimme pausierte kurz. „Der Kampf um Eternia ist noch nicht beendet. Doch in Zukunft werdet ihr beide getrennte Wege gehen müssen.“ „Was meinst du damit, Sorceress ?“ fragte Adam. „Du, Adam, wirst die Aufgaben wahrnehmen, wie bisher. Aber du Teela, für dich wird nichts mehr so sein, wie es mal war. Seit deiner Geburt ist deine zukünftige Aufgabe für dich vorbestimmt. Als Sorceress von Grayskull, meine Nachfolgerin !“ Teela schluckte. „Ich ? Sorceress ? Nein,....“ stammelte Teela. „Verschließe dich nicht, Teela, du weißt es, tief im inneren deines Herzens, ... meine Tochter !“

Teela war unfähig etwas zu sagen. Die Geschehnisse überrumpelten sie geradezu. „Sorceress, was passiert... mit dir ?“ rief Adam dazwischen. „Meine Aufgabe ist wie bereits gesagt erfüllt, ich mache Platz für eine neue Sorceress. Dieser Weg war mir vorbestimmt, Adam ! Und ein letztes Mal wird sich Zoar, der Adler, in die Lüfte schwingen, um mit klaren Augen über das Schicksal von Eternia zu wachen !“ erhallte die Stimme.

Adam und Teela wichen zurück. Der Körper der Zauberin strahlte jetzt so hell, dass sie nicht mehr hinsehen konnten. Und dann verwandelte er sich. Die menschlichen Umrisse verschwanden und die strahlende Silhouette eines Adlers erschien. Dazu ertönte der typische Schrei. Der leuchtende Adler erhob sich in die Lüfte, und drehte zwei Runden hoch über den Köpfen von Adam und Teela. Dann flog er aus einem der Fenster und wiederholte dies über den Türmen von Grayskull. Mit Tränen in den Augen beobachteten Adam und Teela, wie der Vogel durch ein anderes Fenster wieder in die Burg flog, geradewegs auf eine Wand. Adam hatte sich diese Wand bei genaueren Überlegungen nie so richtig angesehen. Erst jetzt viel ihm auf, dass die Wand ein riesengroßes Wandgemälde darstellte. Er sah Adler und Falken auf diesem Bild, schöne Frauen, vermummte Kämpferinnen. Eigentlich sehr verschiedene Charaktere, aber sie taten alle ein und dasselbe: Sie verteidigten ein stilisiertes Castle Grayskull gegen etwas großes schwarzes. Gegen das Böse!

Als der Adler gegen die Wand flog, hellte sie plötzlich auf. Adam riss die Hände vor die Augen, doch der Blitz dauerte nur kurz, und erstarb dann. Als Adam erneut das Bild betrachtete, hatte es sich verändert. Die Gestalten waren alle ein wenig näher zusammengerückt, und Adam erkannte warum. Ein neuer Adler war dem Gemälde hinzugefügt worden. Er strahlte heller als alle anderen um ihn herum. Adam lächelte. Seine Sorceress war nun ein Teil von Grayskull geworden, mehr noch, als sie es vorher gewesen war. Und obwohl unendliche Trauer in ihm war, war er sich sicher, dass die Zauberin nun glücklich sei.

Aber da war immer noch Teela. Seit sie gehört hatte, dass sie die Rolle der zukünftigen Sorceress übernehmen sollte, war sie sehr einsilbig geworden. „Teela, alles...“ wandte er sich an sie. „Adam“ unterbrach sie ihn, „schon gut.“ Sie blickte Adam an und umarmte ihn. „Viel Glück Adam!“ sprach sie leise und küsste ihn auf die Wange. „Viel Glück Teela !“ antwortete Adam kurz. Teela ging ein paar Schritte. „Ich weiß, was ich zu tun habe.“ Sie blieb mitten im Raum auf einer Steinplatte stehen, hob die Hände in die Höhe und schloss die Augen.

„Geist von Castle Gayskull! Wenn du mich als Nachfolgerin meiner Mutter als Sorceress akzeptierst, so biete ich mich denn an, diese vertrauensvolle Position zu übernehmen. Bei der Macht von Grayskull!“

Die Steinplatte, auf der Teela stand, begann plötzlich zu zu leuchten. Die Platte senkte sich und Teela verschwand langsam im Boden. Teela blickte noch einmal zu Adam und lächelte ihn an. Adam schluckte. Er wusste, Teela würde nicht mehr dieselbe sein, wenn sie wiederkehren würde. „Danke für alles, Teela !“ rief er ihr noch nach. Dann war sie im Boden verschwunden.

Plötzlich begann der Boden zu beben. Das Schloss erzitterte. Adam hatte Mühe, das Gleichgewicht zu halten. Doch so schnell das Beben auch kam, so schnell war es wieder verschwunden und es wurde still um Adam herum. Bis ein Adlerschrei die Stille unterbrach. Adam blickte gebannt auf das Loch im Boden. Und tatsächlich, aus dem Boden kam ein Adler geflogen, mit prächtigen Schwingen und leuchtendem Gefieder. Abermals ertönte der Schrei durch Grayskull.

Adam lächelte. Er zog sein Zauberschwert. Auch für ihn kam nun die Stunde der Wahrheit ! Etwas zögerlich hielt er sein Schwert in die Höhe:

„Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Zauberkraft !“

Doch entgegen Adams Befürchtungen leuchtete das Zauberschwert in altem Glanz auf, und Strahlen schossen aus der Klinge. Adam spürte, wie die magischen Kräfte von Grayskull seinen Körper durchfluteten und ihn verändern ließen. Er wurde endlich wieder zu He-Man, dem Kämpfer für das Gute, der viel zu lange daran gehindert war, Eternia vor dem Bösen zu schützen.


Unterdessen, vor dem Immergrünen Wald

Die Monster Skeletors sowie die Masters of the Universe sammelten sich mit dem letzten Aufgebot an Kriegsmaschinerie am Rande des Immergrünen Waldes. Die Moral auf beiden Seiten war auf dem Nullpunkt. Snake Mountain war in den Händen des Feindes. Eternis mit dem Palast war zerstört worden. Welche Rückzugsmöglichkeiten gab es jetzt noch? Avion, die Stadt der Vogelmenschen, diente wieder einmal als Rückzugslager für die evakuierten Bewohner von Eternis und platzte fast aus allen Nähten. Dafür galt die Stadt allerdings als relativ sicher, schon seit Jahrhunderten.

Skeletor stand mit Evil-Lyn und King Hiss, dem es nach dem Kampf gegen Rags Raptor endlich etwas besser ging, bei einem Blaster Hawk und besprach die Lage. König Randor und Stratos stießen dazu. Sie hatten gerade Man-At-Arms besucht, der in einem notdürftig errichteten Lazarett lag und ärztlich versorgt wurde. Die blassen Minen auf den Gesichtern der beiden verriet Skeletor und denen anderen, wie ernst es um den Waffenmeister stand.

„Wie konnte das nur alles so schnell passieren ? Ich verstehe das nicht !“ stöhnte König Randor und hielt sich sein Bein, dass noch immer nicht richtig versorgt wurde. Doch aufgrund der angespannten Lage lehnte der König jede Behandlung erst einmal ab. „Planung. Alles war ins kleinste Detail geplant, nichts dem Zufall überlassen. Und jetzt stehen wir hier mit heruntergelassenen Hosen“ sprach Stratos ernst. „Wir haben fast 2/3 unserer Reserven verloren, sei es im Kampf gefallen, oder zur Bewachung von Avion abbestellt. Viele Kämpfer sind verletzt, darunter ein nicht kleiner Teil Verteidiger und Skeletors Leute. So wie es jetzt ist, können wir nicht gegen die Schlangenmenschen ankommen. Einer von ihnen ist so stark wie 10 von uns !“

„Wir brauchen Hilfe ! Und die nicht zu knapp !“ sprach Skeletor. „Das hört sich so an, als denkst du an wen bestimmtes“ sprach Evil-Lyn. Skeletor grinste. Seien Augen leuchteten rot auf. „Du willst doch wohl nicht“ zischte King Hiss. „Doch genau das. Es ist unsere einzige Chance, bevor von Eternia nicht mehr viel übrigbleibt, was die verteidigen“ er zeigte auf Randor und Stratos, „und wir erobern wollen.“

Wenig später fanden sich Randor, Skeletor, King Hiss und Evil-Lyn in einem Blaster Hawk ein. Skeletor öffnete eine Frequenz. Ein Blitz aus seinen Fingern schoss in die Konsole und erhöhte die Systemleistung.

„Skeletor an Fright Zone, Skeletor an Fright Zone ! Hordak, du alter Teufel, melde dich gefälligst !“ blaffte Skeletor in die Funkanlage. Der Bildschirm erhellte sich und das Gesicht Hordaks, des Anführers der Wilden Horde auf Etheria, erschien. „Ah, da bist du ja !“ knurrte Skeletor. Hordak grinste. „also, dass ich das noch einmal erleben darf. Skeletor und Randor nebeneinander. Harr Harr.“ Dann wurde er ernst. „Was willst du Skeletor ? Ich bin beschäftigt !“

„Wir haben hier auf Eternia ein kleines Schlangenproblem und die Sache steht nicht sehr gut für uns. Da du ja ebenfalls sehr daran interessiert bist, die Macht von Grayskull in deine Finger zu kriegen, dürfte es dich ja auch in einem gewissen Masse interessieren, das Grayskull nicht in die Hände der Schlangenmenschen fällt!“

„Und weiter?“ fragte Hordak eher gelangweilt. „Verdammt noch mal! Du weißt ganz genau was wir wollen. Wir brauchen jede erdenkliche Unterstützung damit wir nicht überrannt werden. Wir fordern daher...“ Randor räusperte sich und blickte Skeletor finster an. „Wir bitten dich daher, uns im Kampf gegen die Schlangenmenschen zu unterstützen!“ ergänzte sich Skeletor.

„Der große Skeletor, der sonst immer alles kann, bitte mich, seinen alten Lehrmeister um Hilfe. Das hätte ich mir ja in meinen kühnsten Träumen nicht zu erhoffen gewagt!“ Hordak lachte auf. Doch dann wurde er ernst.

„Dein Angebot hat mich tatsächlich für den Bruchteil einer Sekunde überlegen lassen, Skeletor. Doch ich muss leider ablehnen !“ Das Bild Hordaks auf dem Bildschirm zoomte nach hinten. „Ich habe nämlich unlängst ein Bündnis geschlossen, dass mich der Macht von Grayskull näher bringen wird, als das es einer meiner sonstigen Pläne je schaffen könnte.“ Randor und die anderen blickten geschockt auf den Bildschirm. Neben Hordak wurde eine zweite Gestalt sichtbar. Es war Rags Raptor, der wie Hordak mit einem breiten Grinsen auf Randor und Skeletor blickte!

„Die Kräfte der Schlangenmenschen und der Wilden Horde haben sich nach jahrtausendelanger Feindschaft endlich vereint. Und gemeinsam werden wir das Universum beherrschen ! AH HA HA HA HA !“ donnerte seine Stimme über den Lautsprecher........


... to be continued
« Letzte Änderung: 12.09.2013, 23:08:51 von ClampChamp »

Offline Capeträger

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Re: Warlords of Preternia 3: The Tears of Two Worlds
« Antwort #2 am: 13.09.2013, 12:17:47 »
Wieder ein schöner Teil, auch wenn das Ende des bösen He-Man abzusehen war.
Eine Sache fiel mir allerdings negativ auf: die Leerzeichen vor den Satzzeichen. Sehen albern aus und mindestens zweimal führen sie dazu, dass das Satzzeichen in einer anderen Zeile steht als das Wort davor. Das hast du doch vorher nicht so gemacht, warum jetzt?
Inhaltlich kann ich nur kritisieren, dass He-Man sich an einer Stelle gründlich verrechnet, als er 1100 Jahre in der Vergangenheit ist und meint, Sie Snake Men kämen erst in hundert Jahren, obwohl sie ja fünfzig Jahre später schon da sind und bereits Snake Mountain erbaut haben.
Sonst, alles prima.
Ach ja, ist Lord Grayskull irgendwie mit König Grayskull verwandt? Oder heißt er nur so, weil er Herr über Schloss Grayskull ist, nachdem der Königssitz nach Eternis verlegt wurde?

Offline ClampChamp

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Re: Warlords of Preternia 3: The Tears of Two Worlds
« Antwort #3 am: 13.09.2013, 15:45:44 »
Danke fürs Feedback.

Zum Schreibstil. Wie schonmal erwähnt, habe ich diese Geschichten vor ca. 10 Jahren geschrieben. Wie und Warum ich da diese Leerzeichen bei den Satzzeichen reingemacht habe, weiß ich jetzt nicht mehr. Aber sie sind mir jetzt auch "negativ aufgefallen", aber ich war jetzt einfach zu faul, sie jetzt noch abzuändern  :bga:

Bzgl. der Verwandschaft King Grayskull zu Lord Grayskull muss ich gestehen, dass ich mir da nie weitere Gedanken zu gemacht habe. Da das Kapitel mit dem wiedererweckten Rat ja ziemlich zeitig schon abgeschlossen war, habe ich darüber nicht mehr groß nachgedacht, als Kig Grayskull bei mir vorkam ;)