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  • 19.06.2018, 11:15:05

Autor Thema: Warlords of Preternia 1: The Legend of King Grayskull  (Gelesen 1170 mal)

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Offline ClampChamp

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Und weiter gehts mit der nächsten Trilogie:

In der Stadt Eternis sammelten sich die Streitkräfte, die von der Schlacht um Snake Mountain heimkehrten. Ein großes Durcheinander herrschte: Soldaten und Masters trugen verletzte Krieger aus den Maschinen, Ärzte und Krankenschwestern eilten durch die Mengen, um erste Hilfe zu leisten, und Feuerwehrleute waren dabei, einen Blaster Hawk zu löschen, der während des Angriffes beschädigt wurde und während der Landung Feuer gefangen und dabei drei Häuser abgedeckte hatte. Männer, Frauen und Kinder standen am Rande und beobachteten das Spektakel mit großen Augen.

Teela, von der Gefangenschaft im Snake Mountain noch immer gezeichnet, eilte ebenfalls durch die Menge und hielt Ausschau nach He-Man und ihrem Vater. Doch sie konnte sie nirgends entdecken.

„Teela! Teelaaaaaa!“ rief plötzlich jemand hinter ihr. Es war Stratos, der Vogelmensch, der den Angriff auf die Burg Drachenstein befehligt hatte. „Stratos, was ist mit meinem Vater? Und mit He-Man?“ rief sie, konnte aber kaum den umgebenen Lärm übertönen. „Wir haben noch keine Nachricht von Ihnen. Aber komm mit in den Palast!“ „Aber, .. aber, wir müssen doch...“, stammelte Teela. „Komm jetzt!“ sprach Stratos lauter und zog Teela mit sich. Der Vogelmensch blickte noch einmal über das Geschehen, nahm Teela auf die Arme und flog los zum Königspalast.


Vor Castle Grayskull

Inzwischen raste Man-At-Arms mit dem immer noch bewusstlosen Adam über die Ebene in Richtung Castle Grayskull. Immer wieder beobachtete der Waffenmeister den Prinzen aus den Augenwinkeln, konnte aber zu seiner Bestürzung keine Regung von ihm erkennen. Neben Adam lag das Zauberschwert, oder das, was es jetzt war. Die Klinge war vollkommen schwarz, und ab und zu wurde sie von einem hellen Streifen durchzogen. Arms war unwohl zumute, wenn er das Schwert betrachtete. Irgendwie hatte es, als He-Man die magische Formel beschwor, genau den gegensätzlichen Effekt erzielt, anstelle ihn zu stärken, raubte es ihm alle Kraft und verwandelte ihn sogar zurück in Adam.

Duncan beschleunigte die Fahrt. Irgendwie spürte er, dass es jetzt auf jede Sekunde ankam. Als sich die Silhouette der Burg der Zeitlosen am Horizont abzeichnete, dachte der Waffenmeister daran, sich doch einmal im Palast zu melden. Sicherlich würden sich alle schon große Sorgen um ihn und He-Man machen. Er schaltete das Funkgerät an Bord des Wind Raiders ein.


Eternis

Hoch oben auf der Brüstung des Königspalastes standen Königin Marlena, König Randor und Lord Grayskull, und überblickten das Geschehen in der Stadt. Der König, beschmutzt mit Dreck und am Arm und an der Stirn verwundet, drückte seine Frau an sich und gab ihr einen Kuss. Marlena lächelte und schluchzte gleichzeitig, Tränen der Freude liefen ihr übers das Gesicht. „Mein Lieber.....“, flüsterte sie leise.

Das Rauschen von Stratos` Raketenpack ließ die Drei zum Himmel blicken. Sicher landete der Vogelmensch mit Teela auf der Brüstung. „Teela! Den Göttern sei gedankt!“ sprach die Königin und umarmte sie. Die Oberbefehlshaberin der königlichen Wachen errötete etwas. „Stratos, wie ist die Lage?“ fragte der König ernst, während ihm ein hinzu geeilter Arzt den Arm verband.

„Unsere Verluste halten sich in Grenzen. Wir haben einige Soldaten verloren. Mekaneck, Sy-Klone und Snout Spout wurden verwundet, werden aber bald wieder auf den Beinen sein. Drei Blaster Hawks haben schwere Schäden davongetragen, ich hoffe, man kann sie noch reparieren“, berichtete Stratos den letzten Stand der Dinge.

„Und Duncan und He-Man? Gibt es schon eine Meldung von ihnen?“ fragte der König und zuckte kurz zusammen, weil der Arzt seine Wunde am Kopf mit einer brennenden, desinfizierenden Flüssigkeit behandelte.

„Nein, bisher keine Nachricht. Aber wir haben ihnen einen Wind Raider zurückgelassen, um vom Schlangenberg zu entkommen. Wir könnten......“, begann Stratos, als sich plötzlich sein Kommunikator am Handgelenk aktivierte.

„Man-At-Arms an Stratos, kommen!“ ertönte es. „Vater!“ rief Teela wie im Reflex. „Man-At-Arms, hier Stratos, wo bist Du? Und was ist mit He-Man?“ fragte er den Waffenmeister.

„Ich bin im Wind Raider und auf dem Weg nach Castle Grayskull. He-Man wurde während des Kampfes.... verwundet. Ich bringe ihn zur Zauberin. Ich melde mich wieder, wenn es etwas neues gibt.“ Arms versuchte, seine Sorge über He-Man nicht in seiner Stimme widerspiegeln zu lassen.

„He-Man verwundet? Wie ernst ist es?“ fragte der König. „Das .... kann ich noch nicht sagen. Ich gebe euch Bescheid, wenn ich was näheres weiß.“

„Ich komme auch zum Schloss Grayskull, Vater!“ rief Teela und war schon auf den Sprung, als ihr Duncan widersprach. „Nein, Teela, bleib im Palast. Dort wirst Du mehr gebraucht“, entgegnete Arms.

„Aber Vater....“, protestierte Teela. „Teela! Das war keine Bitte! Bleib im Palast! Ich melde mich. Im übrigen ist es mir gelungen, die Klonlabore zu zerstören, damit keine neuen Schlangenmenschen nachgezüchtet werden können. Ende!“ Das Signal verstummte. Teela schluckte. So hatte sie ihren Vater noch nie erlebt. Auch die anderen sahen sich überrascht an. He-Man schien es doch schwerer getroffen zu haben, als sie alle wahrhaben wollten.

„Also gut. Fahren wir fort. Es hilft uns nicht, uns mit falschen Spekulationen den Kopf zu zerbrechen. Die Aufräumarbeiten gehen weiter. Danach Krisensitzung. Alle Masters und höheren Offiziere der Armee und der Wachen nehmen daran teil. Ein neuer Feind ist aufgetaucht und wir müssen beraten, was nun zu tun ist. Wir sollten......“, begann der König, als Extendar hereinstürmte.

„König Randor, Teela, Stratos!  Es ist unglaublich!“ rief der Metall-Ritter. „Extendar, was ist los?“ fragte der König hastig. „Das solltet Ihr selber sehen. Kommt her, hier an der Südseite könnt ihr es sehen.“ Die kleine Gruppe scharrte sich um die Fenster an der Südseite des Thronsaales. „Aber..., aber das ist ja .....“, stammelte Stratos.


Castle Grayskull

Dumpf setzte der Wind Raider vor Schloss Grayskull auf. Die Zugbrücke war heruntergelassen und im oberen Fenster erkannte der Waffenmeister die Zauberin. Offenbar hatte sie ihn schon erwartet. Arms packte Adam, legte ihn sich auf die Schulter, nahm auch das schwarze Zauberschwert und betrat das Schloß.

„Zauberin! Es ist He-Man. Er ist schwer verwundet!“ rief Man-At-Arms in das gespenstische Dunkel der Festung. „Ich weiß, ich habe es gefühlt!“ sprach die Zauberin, die wie aus dem Nichts hinter Man-At-Arms erschien. Der Waffenmeister zuckte kurz zusammen. Er legte Adam ab.

„He-Man hat im Snake Mountain die Kräfte im Zauberschwert beschworen, und dann ist das hier passiert. Kannst Du ihm helfen?“ fragte er die Zauberin, die mit ernstem Gesichtsausdruck als er auf den regungslosen Prinzen blickte. „Ich weiß es nicht“, sprach die Zauberin ernst und legte ihm eine Hand auf die Stirn. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich. Plötzlich schrie sie auf und zog blitzschnell die Hand weg. Sie rang nach Luft. Arms eilte zu ihr hin und stütze sie. „Was.., was ist passiert?“ fragte er hysterisch.

„Ich... spürte nur Boshaftigkeit in Adam. Hass, Zorn, Wut. Etwas unsagbar Böses ist in ihn eingedrungen und versucht nun Besitz von ihm zu ergreifen. Adam kämpft dagegen an, aber er kann sich nicht mehr lange dagegen wehren.“ Die Sorceress blickte zum Zauberschwert. Sie streckte die Hand aus und formierte eine Kugel aus Energie. Die Kugel flog aus der Hand, legte sich um das Zauberschwert und schwebte mit dem Schwert wieder etwas nach oben. Blitzentladungen aus dem Schwert knallten immer wieder gegen die Kugel, konnten den magischen Bann aber nicht brechen.

„Der gute Kern des Zauberschwertes wurde zerstört. So wie es auch bald mit Adam passieren wird, wenn wir nichts unternehmen. Hoffentlich können wir wenigstens ihn retten.“

„Und was ist mit He-Man. Wo ist er?“ fragte Arms die Zauberin. Sie blickte ihn kurz an. Eine Träne rann ihr an der Wange hinunter. „Zauberin! Was ist mit He-Man?“ fragte Arms energischer.

„Der He-Man, wie wir ihn kannten, existiert nicht mehr. He-Man ist tot!“

Man-At-Arms riss Augen und Mund auf. Er war unfähig etwas zu sagen. Hatte die Zauberin gerade wirklich gesagt, dass He-Man tot ist? Aber, das konnte nicht sein! He-Man konnte nicht tot sein! Er durfte es nicht!

„Das kann doch nicht...., Zauberin!“ stammelte Arms. „Ich weiß nicht wie es passiert ist, aber es sieht so aus, als wenn das Schwert versucht hätte, Adam und He-Man gewaltsam zu trennen, was ihm allerdings nicht gelungen ist. He-Man ist immer noch in Adam, aber er ist vergiftet vom Zauberschwert.“

„Und was heißt das? Du sprichst in Rätseln, Zauberin!“ Man-At-Arms wurde unruhig.

„Adam liegt im Koma, weil He-Man und Adam sich bekämpfen. Ich weiß nicht, wie lange Adam noch gegen ihn bestehen kann, wir sollten uns daher beeilen. Nur der Geist von Grayskull kann Adam noch helfen. Man-At-Arms, verlass bitte die Burg. Bei der folgenden Zeremonie werden Kräfte freigesetzt, die Deinen geistigen Horizont bei weitem übertreffen werden, und Dir im schlimmsten Fall sogar schaden könnten.“

„Aber...Na gut, ich vertraue Dir, Zauberin!“ sprach Duncan ruhig und verließ Grayskull. Kaum hatte sich das Burgtor hinter ihm geschlossen, als aus allen Fenstern helles Licht strahlte, so hell, dass Man-At-Arms die Hände vor die Augen schlug und den Kopf wegdrehte.


Vision

Steiniges Gelände, ab und zu ein vertrockneter Baum, der den Kampf gegen die brennenden Strahlen der Sonne verloren und seine nackten Äste wie ein Sterbender zu Boden gestreckt hatte. Selten ein Vogel, der die Umgebung mit seinem stechenden Blick nach etwas essbarem absuchte und vor Enttäuschung und Hunger sein Leben in dieser Trostlosigkeit mit lautem Gekrächze verfluchte.
Adam rannte, wie er noch nie in seinem Leben gerannt ist. Der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Seine Beine schmerzten und sein Herz schien ihm bis zum Hals zu schlagen. Doch er dachte nicht daran aufzugeben oder anzuhalten. Immer wieder riskierte er einen scheuen Blick nach hinten. Wovor lief er eigentlich davon?

Einem inneren Gefühl folgend rannte er schon eine ganze Weile durch diese unwirkliche Gegend, genauer gesagt, seit er als He-Man im Snake Mountain die Macht des Zauberschwertes beschwor. He-Man! Genau, er war He-Man gewesen, und jetzt war er Adam. Seltsamerweise machte sich Adam keine großen Gedanken um diesen Umstand. Rennen! Rennen, so schnell er konnte, das war das einzige, woran er dachte. Und dann sah er es. Ein Tor! Mitten in der Landschaft. Einem inneren Drang folgend lief er genau darauf zu. Als wenn er genau wüsste, dass dieses Tor eine Tür in die Freiheit wäre.

Noch wenige Meter. Dann hatte er das seltsame Gebilde aus Holz und Metall erreicht. Doch da stellte sich ihm jemand in den Weg. Adam stoppte. Er riß die Augen auf und schluckte. „He-Man! Aber... wie...“, stammelte er.

„Ha ha ha“, lachte die Stimme und grinste hämisch. „Du willst doch nicht etwa fliehen, Prinzilein?“ Sein Tonfall hatte sich merklich verändert. „Mir wirst Du eh nicht entkommen!“

„Was willst Du von mir?“ fragte Adam, blickte sich hastig um und trat vorsorglich einen Schritt zurück. „Jahrelang war ich nur Dein alter Ego, ohne Leben, ohne eigene Existenz. Gerufen, wenn Ärger bevorstand, um die Drecksarbeit zu machen, die keiner machen wollte. Aber das ist jetzt vorbei. Ich bin nicht länger die Marionette von Grayskull. Ich will mein eigenes Leben führen und endlich so sein, wie ich immer sein wollte. Böse! Niederträchtig!“

„Du, .. Du weißt ja gar nicht was Du redest! Du bist der Auserwählte von Grayskull, der Beschützer der Schwachen, Kämpfer gegen das Böse! Du kannst gar nicht böse sein, das liegt überhaupt nicht in Deiner Natur!“ sprach Adam.

„Hast Du eine Ahnung, was ich alles sein kann. Die Macht von Sssarro hat mir endlich die Augen geöffnet. Ich lasse mich nicht mehr an die Kette legen. Ich will mein eigenes Leben führen! Und Du..... Du wirst mir dabei helfen, dass ich es kann! Siehst Du dieses Tor hier? Es ist das Tor, das aus dieser Scheinwelt zurück in die reale Welt führt. Wir sind beide durch dieses Tor hierher gekommen, dummerweise kann nur einer von uns wieder zurückkehren, und rate mal, wer das sein wird!“

He-Mans Stimme wurde noch dunkler, seine Augen leuchteten rot auf. „Dein Tod wird mir das Tor öffnen, und wenn ich erst einmal wieder zurück bin, bricht ein neues Zeitalter des Bösen auf Eternia an!“

„Nein.... nein...... NEIN!“ schrie Adam und wich zurück. „Versuche nicht, Deinem Schicksal zu trotzen, es wären nur größere Schmerzen für Dich. Deine Existenz ist vorüber. Nur der Stärkere wird überleben!“ Knurrte He-Man und näherte sich Adam. Der Prinz von Eternia versuchte wegzulaufen, aber irgendetwas hielt ihn fest. Seine Beine versagten.

„NEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNN!!!!!!“ schrie Adam erneut und hob die Hände zur Abwehr hoch. Er wusste, dass er gegen He-Man keine Chance haben würde. Doch da geschah das Unglaubliche. Das Tor öffnete sich plötzlich und helles, blendendes Licht trat heraus. Adam und He-Man hielten sich die Hände vor die Augen. Ein Sog aus reiner Energie erfasste beide und zog sie durch das Tor.

He-Man knurrte auf. Er versuchte sich aus dem Griff des Soges zu befreien, aber er schaffte es nicht. Die beiden Gegner wurden durch das Tor gezogen, welches sich danach unter lauten Krachen sofort wieder schloss.


Eternis

„Skeletor und seine Monster! Die ganze Meute!“ stammelte Stratos und blickte gebannt auf die Krieger, die sich der Stadt näherten, allen voran Skeletor auf Panthor. „Zu den Waffen!“ rief Teela. „Nein!“ ertönte eine Stimme von hinten. Teela fuhr herum. Clamp Champ und sein Vater Conovan, der nun das Oberkommando über die königlichen Wachen hatte, betraten den Thronsaal. „Conovan?“ fragte der König ungläubig, hatte er seinen alten Freund und Kampfgefährten doch lange nicht mehr so gesehen. „Ja, Randor, ich bin es. Ich...“, er blickte zu seinem Sohn und lächelte, „ich habe mich wieder gefangen!“ Randor lächelte und reichte dem General die Hand.

„Warum wird kein Alarm ausgerufen? Skeletor marschiert gegen die Stadt!“ protestierte Teela und blickte König Randor und Conovan ungläubig an. „Skeletors Krieger haben keinerlei Waffen und Fahrzeuge dabei. Seht selbst.“ „Und nach den letzten Nachrichten wohl auch keinen Stützpunkt mehr“, ergänzte der König. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Stadt angreifen will. Aber das klären wir.“

„Gut. Ich werde einige Soldaten der Wachen rufen lassen und...“, begann Teela. „Teela, im Moment führe ich das Oberkommando über die königlichen Truppen und ich bin der Meinung, dass wir dies im Moment auch beibehalten sollten“, warf Conovan ein. Teela fuhr entsetzt herum. „Wie bitte?“ fragte sie ungläubig. „In Deiner und Randors Abwesenheit musste ich einige Entscheidungen fällen und habe General Champ das Oberkommando über die königlichen Wachen übertragen“, erklärte die Königin.

„Aber jetzt bin ich wieder da!“ sprach Teela energisch und blickte eher abfällig auf Conovan. „Richtig, aber Du musst Dich noch von Deiner Gefangennahme erholen und außerdem sollten wir in der jetzigen Lage keine Umbesetzungen mehr machen. Die Wache ist auf mich und meine Verteidigungsstrategien eingeschworen. Außerdem...... habe ich die königlichen Wachen vor 25 Jahren bereits kommandiert und habe entsprechende Erfahrung“, erklärte Conovan.

„Majestät, ich....“, Teela konnte kaum glauben, was sie da hörte. „Der General hat recht, Teela, ich brauche die Leute im Moment genau da, wo sie jetzt sind. Ende der Diskussion!“

„Gut, dann bin ich hier ja wohl überflüssig“, sprach Teela patzig und ging. „Teela, warte doch!“ rief ihr Clamp Champ hinterher. „Lass sie, sie wird sich schon wieder fangen“, sprach General Champ und ließ sich entschuldigen. Er wollte untersuchen, was es mit Skeletors überraschendem Besuch auf sich hatte.

Teela rannte über die Korridore und Flure des Palastes. Sie wurde immer schneller. Sie merkte, wie sich in ihren Augen das Wasser staute. In ihrem Zimmer angekommen, schloss sie die Tür doppelt ab. Sie warf sich auf ihr Bett und weinte bitterliche Tränen. Wie konnte der König sie nur als Oberbefehlshaberin absetzen? Hatte sie nicht jahrelang ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit erledigt? Hatte sie nicht ihr Leben ihrer Arbeit verschrieben? All das war innerhalb weniger Sekunden zunichte gemacht worden. Teela fühlte sich so nutzlos, so leer, so erniedrigt. Mit rot unterlaufenen Augen weinte sie sich schließlich in einen unruhigen Schlaf.


Castle Grayskull

„Da! Er wacht auf! Endlich!“ vernahm Adam eine Stimme. Langsam, öffnete Adam die Augen. Die schemenhaften Umrisse, die sich vor seinem Auge abspielten wurden immer klarer. „Zauberin?....Arms?...“ stammelte er.

„Ganz ruhig Adam, Du bist noch stark geschwächt“, beruhigte ihn die Zauberin. „Aber, aber was ist denn passiert? Ich habe He-Man gesehen. Aber das konnte doch nicht.....“

„Du musst jetzt stark sein, Adam. Das, was Du gesehen hast, war real. Das Zauberschwert hat es irgendwie geschafft, He-Mans Geist zu vergiften. Die einzige Möglichkeit, um Dich zu retten, war eine Trennung von Adam und He-Man.“

Adam richtete sich auf. Er war an Kopf und Brust verbunden. Er sah sich etwas verwirrt um. „Ich habe geträumt, ich würde He-Man treffen, und.. er... war böse. Er wollte mich töten, damit er zurück in die reale Welt kommen konnte. Und dann war da dieses Licht... Es hat uns gepackt und....“

„Das Licht war die Macht von Grayskull, die Dich von He-Man getrennt hat und zurück ins Leben geholt hat. Denn den inneren Kampf gegen He-Man hättest Du nicht überlebt“, erklärte die Zauberin.

„Und was ist mit ....He-Man?“ fragte Adam vorsichtig. „Wir haben ihn in Gewahrsam genommen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist er viel zu gefährlich, als dass er frei herumlaufen kann“, sprach Duncan. „Ich will ihn sehen! Sofort!“ forderte Adam. „Gut, folge uns ins Verließ. Aber ich warne Dich, Du wirst etwas sehen, was Dir nicht gefällt.“


Eternis

Skeletor und seine Schergen waren vor den Mauern der Stadt Eternis zum Stillstand gekommen. Die Krieger setzten sich unter einige Bäume oder rotteten sich in kleine Gruppen zusammen und diskutierten. Conovan, sowie Stratos und einige andere Masters begaben sich zu ihnen, um mit ihnen zu sprechen.

„Skeletor, es ist gewöhnungsbedürftig Dich so oft vor der Stadt zu sehen“, spottete Stratos, woraufhin ihm Conovan ungläubig musterte. „Lache nur Vogelmensch, das Lachen wird Dir bald vergehen. Trotz unserer Vereinbarung ist es uns nicht gelungen, den Schlangenberg zurückzuerobern. Du hast gelogen!“ knurrte Skeletor.

„Von welcher Vereinbarung sprichst Du? Ich habe nichts mit Dir vereinbart. Der Angriff auf Snake Mountain diente einzig und allein dazu, He-Man, den König und die anderen zu befreien. dass wir dabei auch Deine entführten Monsterkämpfer befreit haben, war nur nebensächlich“, argumentierte Stratos.

„Nun gut, das ist wahr. Aber Tatsache ist, dass die Schlangenmenschen sich nach wie vor in meiner Festung breitmachen, und das gefällt mir nicht. Und ihre Übermacht ist zu groß, als dass ich mit meinen Männern alleine gegen sie vorgehen könnte.“

„Na und? Was hat das mit uns zu tun? Wenn Du Dir Deine alte Festung nicht zurückerobern kannst, dann baue Dir eine neue!“ stichelte Stratos.

„Narren, ihr versteht wohl den Ernst der Lage nicht. Eine neue, böse Macht hat sich auf Eternia eingenistet. Eine neue Konkurrenz für mich, das dürfte euch gefallen. Aber könnt ihr es euch leisten, gleich gegen drei Armeen von Dämonen zu kämpfen, um eure Ideale zu bewahren? Diese Schlangenmenschen sind gefährlich und unberechenbar!“

„Skeletor hat recht, Stratos“, flüsterte Champ zu dem Vogelmensch. „Eine neue böse Vereinigung die gegen uns um die Macht kämpft, können wir wirklich nicht gebrauchen. Außerdem, auch wenn Duncan die Klonmaschinen zerstört hat, sie haben immer noch Zar als Trumpf in ihrer Hand. Wir müssen also schnell handeln.“ Stratos nickte betreten.

„Also gut, Skeletor. Was schlägst Du vor?“ fragte Champ. „So ungern ich diesen Gedanke auch fasse, die einzige Chance ist, wenn wir uns gegen die Schlangenmenschen verbünden. Zumindest solange, bis wir sie besiegt haben, und vom Schlangenberg wieder vertrieben haben. Damit erhalten wir unsere Festung zurück, und ihr habt einen Gegner weniger, gegen den ihr kämpfen müsst.“ Skeletor grinste.

„Und wer garantiert uns, dass Du uns nicht mit Deiner Meute in den Rücken fällst und Dich mit den Schlangenmenschen arrangierst?“ fragte Stratos weiter. „Stratos, ich bitte Dich. Nach dem letzten Kampf ist wohl kaum mit einem „Arrangement“ zwischen den Schlangenmenschen und uns zu rechnen. Vielleicht weißt Du es ja nicht, aber Rags Raptor und King Hiss sind nicht gerade die besten Freunde. Außerdem haben die Schlangenmenschen ja wohl mir gegenüber aggressives Verhalten demonstriert, indem sie meine Leute entführt und mich vom Snake Mountain verjagt haben.“

„Wir werden die Angelegenheit mit dem König besprechen. Du hörst wieder von uns“, sprach Champ und machte sich mit Stratos und den anderen wieder auf den Weg zum Palast.  “Ich gebe es nicht gerne zu, aber was er sagt hat Hand und Fuß. Und wenn er es wirklich ernst meinen würde, dann bräuchten wir auch keinen Angriff von ihm zu erwarten, solange He-Man nicht wieder da ist“, ergänzte er zu Stratos. „Was mit He-Man wohl ist“, fragte sich Stratos.


Castle Grayskull

Adam, die Zauberin und Man-At-Arms stiegen die schweren Steinstufen hinunter zum Verließ von Grayskull. Schon von weitem hörte sie das Schreien und Hämmern von He-Man, der in einer der hintersten Zellen hockte. Adam schluckte. Es war also Wirklichkeit. Adam und He-Man waren jetzt zwei verschiedene Personen, der eine war nicht mehr vom anderen abhängig. „Ich kann es nicht glauben“, sprach Adam betrübt. „Glaub es ruhig, Prinzilein. Wenn ich erst einmal hier herauskomme, wirst Du nicht mehr viel Zeit zum glauben haben“, sprach He-Man mit dunkler Stimme und glutroten Augen.

„Das werden wir verhindern. Wir werden schon dafür sorgen, dass Du wieder der Alte wirst! Hoffentlich“, fügte Man-At-Arms leise hinzu. „Ha ha ha, versucht es nur. Die Macht Sssarros werdet ihr niemals brechen. Auch nicht mit der Kraft dieses Schlosses!“ brüllte He-Man und warf sich gegen das Gitter, wurde aber durch ein magisches Kraftfeld der Zauberin zurückgeworfen. Als He-Man den Namen Sssarro aussprach, leuchteten die Augen der Zauberin auf.
„Gehen wir, wir haben wichtige Sachen zu besprechen“, sagte sie und ging zur Treppe. „Ja geht nur! Noch könnt ihr euch mir entziehen, aber bald, aber bald! Ha ha ha!“ Das Lachen des verwandelten He-Man füllte den Kerker und ließ ihn scheinbar erschüttern.

„Wer ist denn dieser Sssarro? He-Man nannte seinen Namen bereits mir gegenüber“, fragte Adam. „Sein Name taucht in keiner der Schriften auf, die in dieser Burg ruhen. Aber ich kenne jemanden, der uns vielleicht weiterhelfen könnte....“, begann die Zauberin.

„Sucht nicht länger nach Antworten, die nur ich euch geben kann!“ erschallte donnernd eine Stimme durch Grayskull. Adam und Arms fuhren herum. „Zodac!“ rief Man-At-Arms. Der kosmische Magier war plötzliche mitten im Thronsaal erschienen, offenbar hatte er das Geschehen in Grayskull schon seit längerem beobachtet. „Ihr fragt nach Sssarro, dem Schlangenmenschen. Ein Dämon aus der Zeit der Uralten.“

„Kannst Du uns etwas über ihn berichten?“ fragte die Zauberin. „Nein“, antwortete Zodac gelassen, „aber ich kann es euch zeigen!“ Zodac machte eine Bewegung mit den Fingern seiner rechten Hand. Ein magisches Viereck bildete sich im Boden. Darin materialisierte ein großer Spiegel.

„Der Spiegel der Vergangenheit wird euch zeigen, wer Sssarro ist und welche Macht er besitzt. Seht hinein....“ Kaum hatte der kosmische Magier seine Worte beendet als das Bild im Spiegel aufhellte. Es zeigt eine dunkle, zerklüftete Welt, mit tiefen Höhlen und brodelnden Gefahren.

„Preternia?“ fragte Man-At-Arms. „Nein, die Heimatwelt der Schlangenmenschen, von wo aus sie Unterdrückung und Not in die Galaxie brachten“, erklärte Zodac kurz. Das Bild des Spiegels wanderte noch etwas über die Landschaft, bis sich eine weite Ebene öffnete, in deren Mitte sich so etwas wie eine Siedlung abzeichnete. Einige kleinere Bauten reihten sich um ein großes, rundes Gebäude, das von allen Seiten von riesigen Schlangenmenschenstatuen umsäumt war.

Und dann brach die Hölle über die Ebene ein. Von allen Seiten strömten Schlangenkrieger in die Stadt und griffen sich gegenseitig an. Sie metzelten und mordeten untereinander in einem nie gekannten Blutrausch. Adam schluckte, als er die Kampfszenen beobachtete. „Du meine Güte, was für ein Spektakel!“ sprach Arms aus.

„Seht weiter hin. Da, das Bild wanderte auf das Zentrum der Siedlung. Seht genau hin!“ sprach Zodac. Das Bild im Spiegel vergrößerte so stark, dass man einzelne Schlangenmenschen genau erkennen konnte. Adam riss die Augen auf. Auch Arms schluckte. „Aber das ist ja.......“

„Serpention! Der König der Schlangenmenschen! Was hat er denn da zu suchen?“ fragte Adam. „Wir sehen gerade den Zeitpunkt, als Serpention sich erhebt und mit blutiger Hand die Herrschaft über alle Clans der Schlangenmenschen übernimmt. Damit legte er den Grundstein für das Imperium Serpentis, das Jahrhunderte lang Angst und Schrecken in die Galaxie brachte.“

„Er kämpft mit jemanden! Wer ist das?“ fragte Duncan. „Das ist eben jener Sssarro, der gegen Serpention um die Herrschaft kämpft. Doch still jetzt, wir werden jetzt hören, was sie sagen!“

Das Bild des Spiegels zeigte nur noch die beiden Krieger in ihrem Kampf um Macht und Tod.

„Serpention, niemals werde ich Dir die Herrschaft über die Clans überlassen. Nicht solange ich noch eine Hand habe, die ein Schwert halten kann!“ knurrte Sssarro. „Arrrrrrrr, mit dem Maul hat noch niemand einen Kampf gewonnen, falsche Schlange. Sieh Deinem Schicksal in die Augen. Ich werde der Herrscher über das Reich der Schlangenmenschen und ich werde unserem Volk den Platz im Universum geben, den es verdient!“ knurrte Serpention. Immer wieder schlugen die Schwerter und Äxte der beiden Kontrahenten gegeneinander. Obwohl um die beiden herum ebenfalls schwere Kämpfe abliefen, kümmerte sich niemand um den persönlichen Kampf der beiden Clanführer.

„Du kennst die Prophezeiung, Serpention, wenn Du die Herrschaft der Schlangenmenschen an Dich reißt, ist ihr Untergang bereits besiegelt. Ich sehe Dich daher als Verräter, der meine Herrschaft nicht anerkennt. Damit ist Dein Leben verwirkt!“ lachte Sssarro und setze zu einem gewaltigen Schlag an. Die Axt, mit der Serpention den Schlag abwehrte, brach in der Mitte auseinander.

„So, jetzt hast Du nur noch Dein Schwert, dass Du Dir selber aus einer Deiner Rückenschuppen gefertigt hast. Welch glorreiche Waffe für einen Narren wie Dich. Und jetzt, stirb!“ „Erst Du!“ knurrte Serpention und brüllte auf. Wie auf Kommando stürzten sich vier Schlangenmenschen auf Sssarro und rissen ihn zu Boden. Seine Waffen klirrten, als sie auf dem harten Stein auftrafen. Sssarro brüllte auf.

„Wehe euch, ihr wagt es euch in diesen Kampf einzumischen? Verflucht sollt ihr sein“, knurrte Sssarro und wand sich unter den harten Griffen der Schlangenmenschen. Siegessicher trat Serpention über den am Boden liegenden. Er grinste.

„Dein Schicksal ist besiegelt. Hast Du noch irgendwelche letzten Worte, bevor Dich Dein Ende ereilt?“ spottete Serpention. „Du magst im Moment gewonnen haben, aber ich werde den Weg zurück ins Leben finden, wenn Du schon nicht mal mehr Asche bist. Und unter meiner Führung wird ein neues Reich der Schlangenmenschen.....“

„Genug jetzt!“ Serpention lachte. „Die Waffe eines armen Narren wird jetzt Dein Schicksal erfüllen. Stirb wohl, mein Bruder!“ Serpention holte aus. „FÜNF MAGISCHE SIEGEL WERDEN MEINE RÜCKKEHR ANKÜNDIGEN UND DANN IST DIE ZEIT DES BLUTES GEKOMMEN!“ brüllte Sssarro. Seine Stimme brach plötzlich ab und sein Kopf fiel nach hinten. Serpention rammte sein Schwert in den Körper seines Feindes. Zu seinem Bedauern tat Sssarro jedoch keinen Schmerzensschrei kund, so als wenn er schon tot sei. Er stieß die Klinge noch einmal tief in den Leib und zog es dann heraus. Dann zog er die blutverschmierte Klinge heraus, hielt sie steil nach oben und brüllte auf.

Das Bild im Spiegel verstummte. Zodac drehte seine rechte Hand etwas und der Spiegel verschwand wieder.

„Nun wisst ihr, was ihr wissen müsst“, sprach Zodac kurz. Adam schluckte. Auch Man-At-Arms suchte nach den passenden Worten. „Sssarro ist zurück. Es ist genauso gekommen, wie er es prophezeit hat“, sagte die Zauberin betrübt. „Was? Aber..., wieso?“ stammelte Adam.

„Die fünf magischen Siegel, von denen Sssarro sprach. Sie waren hier in Grayskull. Die ganze Zeit über. Doch wir wussten sie nicht zuzuordnen.“ Die Sorceress senkte den Blick. „Die Zeit des Blutes ist gekommen“, wiederholte Arms kaum hörbar.

„Die geklonten Schlangenmenschen im Snake Mountain, werden Sie die Zeit des Blutes bringen?“ fragte Adam ungläubig. „Es sieht ganz so aus. Rags Raptor wurde ebenfalls geklont, aber wie passt Sssarro in die Geschichte?“ Man-At-Arms runzelte die Stirn so, wie er es immer tat, wenn sich größere Probleme anbahnten.

„Sssarros Geist, welcher die Jahrhunderte überlebt hat und der geklonte Körper von Rags Raptor haben sich vereint zu einem Gegner ungekannter Kraft. Eternia steht vor seiner größten Herausforderung, denn dieses Mal wird kein He-Man an seiner Seite stehen“, sprach Zodac. Adam fuhr herum und sah den kosmischen Magier mit großen Augen an. Zodac kannte also das Geheimnis um Adam und He-Man. Obwohl der Prinz dies immer vermutet hatte, wollte er es jedoch niemals wahrhaben.

„Dann ist Eternia verloren! Die Macht von Grayskull ist nicht stark genug, das Zauberschwert von der Dunkelheit zu befreien, die es befallen hat! Und ohne He-Man an unserer Seite werden wir die dunklen Mächte nicht besiegen können.“ Die Zauberin trat ans Fenster und sah hinaus. Wieder rann eine Träne an ihrer Wange herunter.

„Zauberin, ich kann nicht glauben, dass Du so schnell aufgibst. Das hast Du bisher nie! Es gibt sicher einen Weg, sage ihn mir! Schlimmer als jetzt kann es doch gar nicht mehr kommen!“ Adam trat zur Zauberin. „Bitte!“ flüsterte Adam.

„Zeige ihm den Weg, Sorceress von Grayskull! Dann besteht vielleicht noch eine Chance....“, sprach Zodac. Während er sprach wurde seine Stimme immer dumpfer bis sie verstummte. Der kosmische Magier war verschwunden. Die Zauberin seufzte. „Die einzige Person, die die Reinheit und die Kraft des Zauberschwertes wiederherstellen könnte, ist sein Erschaffer. Doch es wird eine gefährliche Mission sein, die Du antreten wirst. Ich weiß nicht, ob Du als Adam es schaffen kannst.

„Ich bin auf jeden Fall bereit alles zu tun, was nötig ist. Ich habe ja eh nichts mehr zu verlieren. Wo finde ich den Erschaffer des Zauberschwertes?", fragte Adam selbstbewusst. „Die Frage ist nicht wo, sondern wann. Um ihn zu finden, wirst Du erneut eine gefährliche Reise in die Vergangenheit tun müssen. 11 Jahrhunderte wirst Du zurückgehen müssen, um den Mann zu finden, der mittels seiner Kraft und Magie das Zauberschwert geschaffen hat: König Grayskull.“

„König Grayskull? Der König Grayskull?“ fragte Man-At-Arms ungläubig. „Nie gehört den Namen. Woher kennst Du ihn, Duncan?“ fragte Adam. „Ich habe seinen Namen einmal im Zusammenhang mit der Wilden Horde von Etheria gehört.“

„Ja, das ist richtig, Man-At-Arms. König Grayskull war der Herrscher über Preternia zu der Zeit, als die Wilde Horde, neben den Schlangenmenschen die zweite große dämonische Macht im Universum, unter ihrem Anführer Hordes Prime versuchte, Preternia zu erobern. Es gelang ihm zwar, die Wilde Horde wieder zu vertreiben, allerdings fand er in der letzten Schlacht den Tod. Zuvor hatte er jedoch das Zauberschwert geschaffen, das in Zeiten höchster Not an einen Auserwählten abgegeben werden soll, der für die Freiheit und den Frieden eintreten soll.“

„He-Man!“ warf Adam ein. „He-Man ist nur einer der Auserwählten, die das Schwert im Laufe der Zeit geführt haben. In späterer Zeit wurden diese Auserwählten He-Ritter genannt“, erklärte die Zauberin. „Wie dem auch sei, Adam muss in die Vergangenheit reisen und was dann?“ fragte Duncan. „Er muss König Grayskull dazu bekommen, die innere Reinheit des Schwertes wiederherzustellen und das Böse, das es befallen hat, zu besiegen“, erklärte die Zauberin.

„Und dann kann ich mich mit dem Schwert wieder in He-Man verwandeln?“ fragte Adam aufgeregt. „Nein, das Böse beherrscht dann zwar nicht mehr das Schwert, allerdings sind die guten Kräfte noch nicht wieder hergestellt. Erinnerst Du Dich, als das Buch des Bösen die Kräfte von Grayskull übernommen hatte? Nur mittels einer Wiederherstellung der Macht vom Ursprung der Urkraft konnte Grayskull damals vom Einfluss des Bösen befreit werden. Und dasselbe muss mit dem Schwert passieren.“

„Das heißt, ich muss mit dem Schwert wieder zum Ursprung der Urkraft zurückkehren und es neu aufladen lassen?“ Adam hob eine Augenbraue. „Richtig, doch bedenke: Die Urkraft darf nicht erneut initiiert werden, d.h. nach Eternia gebracht werden. Du kannst das Schwert also nur mit neuer Energie aufladen zu einem Zeitpunkt, wo die Kraft in der Vergangenheit nach Eternia gebracht wurde. Dies ist zwei Mal passiert. Doch da wir, Man-At-Arms, Du und ich bereits beim zweiten Mal bei der Quelle der Macht waren, und das Risiko zu groß ist, dass Du Dir selbst begegnest, kann die Aufladung des Schwertes nur beim ersten Mal passieren, als die Macht das erste Mal nach Eternia kam.“

„Puuh! Ganz schön verwirrend. Aber ich verstehe. Öffne ein Portal in die Vergangenheit, Zauberin. Wenn dieser Weg der einzige ist, um Eternia und He-Man zu retten, werde ich ihn beschreiten!“ sprach Adam resolut. „Vergiss das Zauberschwert nicht, Adam. Ich habe es mit einem speziellem Zauber versehen, damit sein böser Einfluss Dich nicht treffen kann.“

„Lass mich mitkommen, Adam, zu zweit haben wir....“, begann der Waffenmeister. „Nein, diese Reise muss ich alleine machen, Duncan. Du wirst im Palast dringender gebraucht. Ich beeile mich!“ Adam umarmte den Waffenmeister. „Gute Reise“, sprach Man-At-Arms.

Die Zauberin konzentrierte sich und formte das Tor in die Vergangenheit. „Sobald das Schwert geheilt ist, wird sich das Tor  wieder öffnen und Dich hierher zurückbringen. Danach formiert sich ein neues, das Dich zum Ursprung der Macht bringt. Gute Reise, Prinz Adam, Eternias letzte Hoffnung.“

Adam packte das schwarze Zauberschwert und steckte es ein. Er biss die Zähne aufeinander und nickte der Zauberin zu. Dann schritt er durch das Tor. „Unsere Gedanken begleiten Dich, Adam!“ sprach Duncan leise. „Für mich wird es Zeit, Zauberin. Ich muss zum Palast. Ich kann hier eh nichts mehr tun.“ Die Zauberin nickte. Duncan rannte nach draußen und startete den Wind Raider. Mit Höchstgeschwindigkeit raste er Richtung Eternis.


Eternis

In der Hauptstadt unterdessen staunten die Bürger und Bewohner nicht schlecht, als Skeletor mit seinen Monstern, angeführt von einigen Soldaten und Masters, durch die Stadt Richtung Königspalast marschierte. Die meisten schauten nur mit stummen oder entsetzten Gesichtsausdrücken, einige verschlossen schnell Türen und Fenster, einige wenige hatten jedoch den Mut, öffentlich zu protestieren und die Monsterkämpfer zu beschimpfen. Ein kleiner Junge, der Tung Lashor einen Stein an den Kopf geworfen hatte, lief weinend zu seiner Mutter, als der Schlangenmensch zornig seine Zunge in Richtung des Kindes züngeln ließ und zischte.

Vor dem Königspalast warteten bereits König Randor, Königin Marlena und General Conovan. Der Zug kam wenige Meter vor ihnen zum Halten. Grinsend stieg Skeletor von Panthor ab. Die Katze knurrte einmal bedrohlich und schnaubte verächtlich in Richtung des Königs, blieb aber ruhig. „Wenn Du mir jetzt noch Deine Krone aushändigen würdest, Randor, wäre mein Tag vollkommen“, lachte er. „Träum weiter, Skeletor. Ich habe Dir und Deinen Monstern zwar den Zugang zur Stadt erlaubt, aber ich erwarte dafür auch, dass Deine Leute sich anständig benehmen. Im Moment sind wir Zweckverbündete, die irgendwie miteinander auskommen müssen“, sprach Randor ernst.

„Wie wahr, wie wahr, Randor. Aber glaube mir, ich verspreche, wir werden uns gut benehmen.“ „Deine Versprechen sind so wertvoll wie ein Feuerzeug auf dem Meeresgrund. Versprich nur nicht, was Du nicht halten kannst. Ich habe Dir und Deinen Männern Unterkünfte geschaffen, General Conovan wird euch zeigen, wo. Und jetzt entschuldigt mich, es gibt wichtige Dinge zu klären.“

„Gut, dann wollen wir mal“, sprach Skeletor und folgte King Randor die Treppenstufen hoch zum Palast. „Moment, wo willst Du hin?“ fragte der König überrascht. „Nun, da wir ja jetzt Verbündete auf Zeit sind, und wohl auch miteinander gegen den gemeinsamen Feind in die Schlacht ziehen werden, sollte ich ja wohl in unsere Strategien eingeweiht sein, oder?“ protestierte Skeletor. Der König überlegt kurz. „Gut, nimm mit einigen Deiner Männer an den Besprechungen teil. Aber ich wiederhole mich: Keine Tricks!“

„Natürlich nicht!“ sagte Skeletor. Seine Augen glühten auf. Das Geräusch eines näherkommenden Wind Raiders ertönte. „Das kann nur Man-At-Arms sein“, sprach General Conovan. Und tatsächlich. Der Wind Raider mit Man-At-Arms näherte sich dem Palast. Als der Waffenmeister sah, dass Skeletors Monster vor dem Palast waren, setzte er zum schnellen Sinkflug an, anstelle im Fuhrpark des Palastes zu landen. Der Wind Raider landete und Arms stürmte hinaus.

„Mein König, was ist hier los?“ fragte er überrascht. „Es hat alles seine Richtigkeit, Duncan. Skeletor und seine Monster sind unsere.... Gäste, zumindest solange die Krise mit den Schlangenmenschen noch nicht ausgestanden ist.“ „Gäste?“ fragte Arms ungläubig. „Ja, Gäste“, wiederholte Skeletor abwertend, „was dagegen?“

Man-At-Arms brummte nur. „Kann ich mit Euch sprechen, Majestät? Es ist wichtig! Unter vier Augen!“ ergänzte der Waffenmeister, als sich Skeletor für das Gespräch zu interessieren begann. Der König nahm den Waffenmeister zur Seite. „He-Man wird uns fürs erste nicht mehr zur Seite stehen können. Er ist.... nicht verfügbar“, erklärte Arms. „Was? Was heißt nicht verfügbar? Wir brauchen ihn! Dringend!“ Der König sah Arms entgeistert an. „Ich weiß, aber es geht nicht anders, wir müssen es fürs erste ohne ihn schaffen!“

Der König schluckte. „Lagebesprechung in einer Stunde im Palast!“ befahl er und stieg mit Duncan die Treppe hinauf. Skeletor gab seinen Leuten noch einige Befehle und folgte dem König dann. „Los, Leute, ab in die Quartiere!“ rief Conovan Skeletors Monstern zu. Einige murrten auf, befolgten aber den Befehl.


Unterdessen, im Snake Mountain

Rags Raptor überblickte das Chaos, dass der Angriff der Masters of the Universe auf den Schlangenberg hinterlassen hatte. Er tobte vor Wut. Nicht nur, dass es den Masters gelungen war, He-Man und die anderen Gefangenen zu befreien, nein, sie hatten darüber hinaus auch noch das Klonlabor in Schutt und Asche gelegt. Somit war es den Schlangenmenschen nicht mehr möglich, weitere Soldaten zu erschaffen. Raptors Ziel, das Imperium Serpentis so schnell wieder herzustellen, war fürs Erste in weite Ferne gerückt.

Jeder Schritt wie ein Donnerhall, eilte Raptor durch den Snake Mountain. Einige Schlangenkrieger waren dabei, die angerichteten Schäden zu beseitigen. Als er das Klonlabor betrat, verfinsterte sich sein Blick. „Ssslyzard!“ rief Raptor einen der Schlangenkrieger. Das Monster, das auffallende Ähnlichkeit mit Rattlor hatte, eilte herbei. „Ja, mein König?“ fragte es unterwürfig und zischte aufgeregt. „Wie ist der derzeitige Bestand?“ fragte Raptor.

„Durch den verächtlichen Angriff haben wir 27 Schlangenmenschen verloren, 14 sind noch nicht wieder einsetzbar. 119 Schlangenmenschen stehen zu euren Diensten.“ „119! Das wird genügen müssen. Lasst alles stehen und liegen! Wir werden morgen den Königspalast angreifen. Bereitet alles vor! Ich habe noch einige Trümpfe im Ärmel, die die Schlacht morgen zu unseren Gunsten entscheiden werden!“

Rags Raptors Gelächter erfüllte den Schlangenberg.


In der Vergangenheit

Adam trat in einer anderen Welt wieder aus dem Zeitportal der Zauberin. Wieder befand er sich, diesmal allerdings in der Gestalt von Prinz Adam, in der phantastischen Welt von Preternia. Obwohl diese Zeit doch so weit von seiner eigenen entfernt war, fühlte er sich fast wie zu Hause. Adam steig auf einen kleinen Hügel, um die Ebene besser überschauen zu können. Er legte sich hin, um nicht gleich von irgend jemanden entdeckt zu werden. Zu seiner Überraschung befand er sich sehr nahe an der Stadt Eternis, bzw. an der Stelle, wo in seiner Zeit die Stadt Eternis stehen würde. Denn anstelle der prächtigen Bauten der Stadt in seiner Zeit, fand er dort nur eine kleine Siedlung. In der Mitte erkannte er einige Menschen, die dabei waren, ein riesiges Gebäude zu bauen. Adam grinste verschmitzt, denn was dort gebaut wurde, war der Königspalast.

Adam rechnete zurück. Er war vom Eintreffen der Snake Men auf Eternia ca. 100 Jahre entfernt, d.h. die Stadt Eternis würde nur ca. ein Jahrhundert brauchen um von einer Bauernsiedlung zur Hauptstadt des Planeten zu expandieren.

Ein plötzliches Knacken hinter ihm ließ Adam herumfahren. Er riss die Augen auf und erschrak, denn er blickte in das Maul eines riesigen Tigers, dessen gewaltiges Gebiss stark genug war, um seinen Kopf mit einem Biss abzureißen. Der Tiger brüllte auf und schnellte mit seinem Maul, in dem gewaltige Zähne bereit waren, alles und jeden zu zerreißen, nach vorne. Adam riss den Arm nach oben und schrie auf....................................


to be continued....


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