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  • 26.09.2018, 11:52:52

Autor Thema: Legacies of Preternia 4: Eternia Armageddon  (Gelesen 1478 mal)

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Offline ClampChamp

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Legacies of Preternia 4: Eternia Armageddon
« am: 02.09.2013, 22:10:46 »
Und der 4. Teil der Legacies, aber noch nicht das Ende ;)

Langsam öffnete He-Man die Augen, doch das helle Licht um ihn herum sorgte dafür, dass er sie nicht lange offen halten konnte. Der Geschmack von Blut lag in seinem Mund und bei jeder Bewegung seines Kopfes verzog er schmerzverzerrt das Gesicht. Es dauerte einige Sekunden, bis er aus seiner Ohnmacht  wieder weit genug erwacht war, um sich zu orientieren. Er war in einem Laboratorium, soviel erkannte er mit verschwommenen Blick, und, was noch schlimmer war, er war mit Energiefesseln an die Wand gekettet. He-Man spannte die Muskeln an und versuchte, die Ketten zu brechen, doch plötzlich ertönte ein hoher Pfeifton und zwei Blitze schlugen aus den Ketten in seine Schläfe. He-Man schrie auf und stoppte sofort seinen Befreiungsversuch, woraufhin der Pfeifton verstummte und auch die Blitzendladungen stoppten. Schwer atmete He-Man aus; er war doch schwerer angeschlagen, als er sich selbst gegenüber zugeben wollte.

„Ah Du bist wach! Sehr gut!“ hörte er plötzlich eine Stimme. Sein Blick wanderte nach rechts. Und da stand er, in voller Größe, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. „Rags Raptor“, entfuhr es He-Man fast lautlos. Der Schlangendämon trat an den Metalltisch, an den He-Man gefesselt war. Er sah genauso aus, wie He-Man ihn in Erinnerung hatte.

„Jetzt treffen wir schon zum dritten Mal aufeinander, und erst jetzt wird mir bewusst, wer Du wirklich bist. He-Man!“ Grinsend zog Rags Raptor He-Man´s Zauberschwert aus einer Scheide, die er verborgen hinter seinem schwarz-grünen Mantel trug. He-Man´s Augen vergrößerten sich. „Das magische Schwert der Alten“, sprach Rags Raptor ehrfurchtsvoll aus, und streckte die Klinge gegen die Decke des Laboratoriums. „Geschmiedet aus reiner Energie der Kräfte des Lichtes, weitergegeben an einen Auserwählten um die Freiheit Eternias in Zeiten größter Gefahr zu wahren.“ Rags Raptor grinste und sah He-Man aus kalten, schwarzen Augen an. „Und jetzt wird es mein Schwert der Rache sein. Ironie, nicht wahr? Das Schwert, auf das das Volk von Eternia jahrtausendelang hoffnungsvoll vertraut hat, wird nun den Weg in seinen Untergang besiegeln.“ Rags Raptor hielt die Klinge des Zauberschwertes gegen das Licht. Der in der Klinge reflektierte Schein fiel genau in He-Man´s Augen, so dass er reflexartig die Augen schloss und den Kopf zur Seite drehte.

„Niemals! Niemals wird Dir das Schwert der Macht dabei helfen, Eternia zu zerstören!“ rief He-Man zurück. Die Erinnerung an die Schmerzen verhinderte, dass er dabei heftig an den Ketten zerrte. „Aber, aber, die Schlangenmenschen zerstören doch nicht. Sie EROBERN und BEHERRSCHEN! Und nach 1000 Jahren wird es Zeit, dass diese Welt erobert wird!“ blaffte Rags Raptor und stürmte auf He-Man zu. Er kam so dicht heran, dass He-Man seinen heißen Atem im Gesicht spürte. „Ich wüsste eigentlich keinen Grund, Dich noch am Leben zu lassen, He-Man!“ knurrte Rags Raptor. Der Schlangenmensch hielt He-Man das Zauberschwert an die Kehle. He-Man biss die Zähne aufeinander. Den Tod so nah vor Augen behielt er trotzdem seinen Stolz und blickte Rags Raptor verächtlich aus den Augenwinkeln an.

„Ah, Deine Augen verraten mir, dass Du den Tod nicht fürchtest. Vielleicht sollte ich Dich nicht töten. Noch nicht. Aber eine kleine Lektion in Sachen Gehorsam solltest Du noch lernen.“ Rags Raptor schob das Schwert zurück in die Scheide und holte danach urplötzlich mit seiner Faust aus und schlug sie He-Man direkt ins Gesicht. Sein Kopf knallte krachend nach hinten an den Metalltisch an den er gefesselt war. Blut trat aus seinen Mundwinkeln.

„Überrascht? Zar hat meine Körperkraft um das dreifache erhöht, ich könnte es glatt mit Dir aufnehmen, Meister des Universums“, spottete Rags Raptor. „Bind mich los, dann können wir es versuchen!“ erwiderte He-Man und spuckte einen Schwall Blut aus. „Das werden wir vielleicht eher tun, als Dir lieb ist, He-Man! Aber jetzt muss ich gehen, ich werde später wieder nach Dir sehen“, sprach Raptor und ging hinaus.

„Verdammt!“ entfuhr es He-Man. Seine Hoffnungen auf Flucht hatten sich zerschlagen. Der Schlangenmensch war an Kälte und Gefühllosigkeit nicht zu übertreffen. Dieser Rags Raptor war mit dem Original nicht mehr zu vergleichen.

Rags Raptor eilte zu Zar, Raptyle und den anderen Snake Men. „Nun, wie weit seid ihr?“ fragte der geklonte Schlangenmensch. „Wir verladen gerade das letzte Teil der Klonmaschine, um sie im Snake Mountain wieder aufbauen zu können“, antwortete Raptyle schnell, bevor Zar es tun konnte. Raptyle sah sich offenbar schon als Vertreter für Rags Raptor und meinte, der erste Ansprechpartner für den König der Schlangenmenschen zu sein. Umso ärgerlicher war es für ihn, als Rags Raptor den Klonwissenschaftler zu sich winkte und etwas privat mit ihm besprach. Zar nickte kurz und machte sich dann wieder an die Verladung der Maschinenteile.

Es dauerte nicht lange, und 4 wendige Gleiter stiegen auf und setzten Kurs auf den Snake Mountain, der einige Meilen westlich der Landestelle des Raumschiffes lag. Rags Raptor flog bei Raptyle im Gleiter mit. Kaum war das wendige Beiboot gestartet, als Raptyle per Fernbedienung ein Kraftfeld um das Schiff legte. „Nur für den Fall, dass ungebetener Besuch vorbeikommt“, grinste Raptyle. „Wollen wir hoffen, dass es hält, was es verspricht“, dämpfte Rags Raptor die Euphorie Raptyles. Raptyle biss die Zähne aufeinander. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass Rags Raptor ihn nicht mochte.


Unterdessen, am Snake Mountain

Skeletor, der Herr des Bösen und ehemaliger Herrscher des Snake Mountain, und King Hiss wanderten ziellos um den Snake Mountain. Seit ihrer Flucht vor den Schlangenmenschen hatten sie sich in den angrenzenden Wäldern versteckt und abgewartet, was passiert. Nachdem die Snake Men den Schlangenberg zu Skeletors Erstaunen schnell wieder verlassen hatten, haben er und der Schlangenmensch vergeblich versucht, wieder in den Snake Mountain zu gelangen. Doch die Eroberer hatten ihn mit einem weitreichenden Kraftfeld isoliert.

King Hiss hob seinen Schlangenstab und feuerte einen grünen Energiestrahl ab, der jedoch vom Kraftfeld absorbiert wurde. „Bei allen Dämonen der Hölle, es muss doch einen Weg hineingeben!“ knurrte Skeletor und feuert ebenfalls einen Strahl aus seinem Skull Staff ab. Doch nichts geschah. Das Kraftfeld gab keinen Millimeter nach.

King Hiss zischte aufgeregt. „Aber wo nur? Seit Stunden suchen wir nun schon nach einer Schwachstelle. Es gibt keine! Und alle Geheimeingänge in den Schlangenberg liegen dummerweise hinter dem Kraftfeld!“ „Soll das wirklich das Ende sein? Skeletor, Herrscher des Bösen, vertrieben aus seiner eigenen Festung, verdammt sein Leben in der Wildnis zu fristen?" sprach Skeletor aus und setzte sich auf einen Stein. Seine Augen glühten auf. „Ich glaube nicht, dass wir schon am Ende sind. Diese Schlangenmenschen, diese Nachfahren, sie verfolgen irgendeinen Zweck. Was sollten sie mit dem Schlangenberg und einer Handvoll Krieger anfangen? He-Man würde sie überrennen und sie wieder vertreiben. Nein, da steckt mehr dahinter. Viel mehr. Wir sollten....“, King Hiss stoppte. Er blickte nach oben.

„Hörst Du? Es kommt wer! Schnell, wir verstecken uns wieder.“ Skeletor und King Hiss rannten ins Gebüsch.

„Nähern uns Snake Mountain, schalte Energiefeld ab“, ertönte RazorAxe über Bordfunk aus dem ersten Gleiter. Das Rauschen des Kraftfeldes verstummte und das erste Schiff flog in den Landehangar des Schlangenbergs.

„Das ist unsere Chance, schnell!“ rief King Hiss und rannte los. Skeletor hinterher. Kurz bevor das vierte Shuttle hinter der Barrierengrenze des Kraftfeldes war, durchtrat Hiss das Kraftfeld. Doch Skeletor war zu langsam. Bevor er hindurchkonnte, war es schon wieder aktiviert.

„Kraftfeld wieder intakt“, rief Raptyle zu Rags Raptor und bemerkte dabei das Aufleuchten einer roten Lampe an seinem Kontrollpult. „Jemand ist mit uns durch das Kraftfeld gelaufen. Seine Bio-Daten geben an, dass es sich um einen Schlangenmenschen handelt. Mole-Man und Typer sollen sich darum kümmern!“ „Nein! Alle Schlangenmenschen auf Eternia sind entweder hier bei uns oder gefangen im Raumschiff. Alle bis auf einer. Und der gehört mir!“ Raptors Augen blitzten auf.

Kaum hatte sich das Verdeck des Gleiters geöffnet, da sprang Rags Raptor auch schon hinaus und stürmte los. „Wo will er denn hin?“ fragte RazorAxe Raptyle. „Eine alte Rechnung bezahlen“, antwortete Raptyle kühl.

Skeletors blickte missmutig durch das Kraftfeld zu King Hiss. „Skeletor!“ rief der Schlangenmensch. „Los, geh in den Snake Mountain. Irgendwo muss es einen Abschaltemechanismus geben! Such ihn! Schnell !“ rief Skeletor zu King Hiss. „Ja, ich beeile mich!“ rief Hiss und drehte sich um. Doch da war es schon zu spät. Ein bedrohlicher Schatten baute sich vor ihm auf.

„Hissssssssssssssss, so treffen wir uns also wieder!“ King Hiss erstarrte. „Aber, aber das ist doch.....“, der Schlangenmensch zischte aufgeregt. Auch Skeletor konnte nicht glauben, was er hinter dem Kraftfeld sah. „Rags ......Raptor? Aber das ist doch.... !“ entfuhr es ihm.
„Zum zweiten Male werden sich unsere Klingen kreuzen, aber dieses Mal wird nur einer sterben, General!“ knurrte Raptor und zog sein Schwert.

„Das Zauberschwert!“ rief Skeletor. „He-Mans Schwert!“ zischte auch King Hiss. Rags Raptor stürmte nach vorne. In Panik riss Hiss seinen Stab hoch und wehrte den ersten wuchtigen Schlag Raptors ab. „Wie kann das sein?“ keuchte Hiss. „Du bist doch gestorben!“ „Dasselbe könnte ich von Dir behaupten“, konterte Raptor, „aber Du wirst nicht lange genug leben, um die Antwort zu verstehen!“ Wieder sauste das Zauberschwert herunter und krachte auf den Stab. Splitter brachen von ihm ab. Hiss feuerte einen Energiestrahl ab, dem Raptor aber lässig auswich. Ein weiterer Schlag knallte gegen den Stab und dann geschah es. Der Stab brach in der Mitte durch und eine Explosion schleuderte beide Krieger auseinander. Gebannt hatte Skeletor den Kampf hinter dem Kraftfeld verfolgt. Ungeduldig wartete er ab, bis sich der Rauch verzogen hatte. Dann sah er King Hiss.

Der Schlangenmensch lag bewusstlos auf einem Haufen Steine. Die rechte Hälfte seiner Maske war weggebrannt, dahinter erkannte Skeletor die große Viper, also den eigentlichen King Hiss. Er konnte nicht feststellen, ob der Schlangenmensch tot war oder nur bewusstlos. Aber diese Frage würde sich eh erübrigen, denn aus dem abziehenden Rauch tauchte Rags Raptor mit erhobenem Zauberschwert auf. Auch er schien etwas mitgenommen von der Explosion. Er hob das Zauberschwert und war bereit, die Klinge in den Leib des Verräters zu rammen. Mit offenem Mund verfolgte Skeletor das Geschehen, unfähig sich auch nur zu bewegen.

Doch dann senkte Raptor das Zauberschwert. „Nein, ich töte Dich noch nicht. Du sollst um den Tod winseln, Verräter. Außerdem..... soll He-Man der erste sein, der durch das Schwert der Alten in meinen Händen sterben wird.“

Rags Raptor steckte das Schwert ein und nahm den bewusstlosen Hiss auf seine Schultern. Dann grinste er nochmals hämisch zu Skeletor hinüber und marschierte mit seiner Last in den Snake Mountain.

Skeletor blickte sich um. „Ich muss da rein. Egal wie!“

Im Inneren von Snake Mountain

Drakon Zar, Mole-Man, Typer und RazorAxe waren dabei, die schweren Teile der Klonmaschine aus den Beibooten zu entladen und im Labor wieder zusammenzusetzen. Raptyle beaufsichtigte die Arbeiten. Gleichzeitig schaute er immer nach Rags Raptor. Es gefiel ihm nicht, dass der Klon einfach losgelaufen war. Sollte er jetzt getötet werden, würden wieder kostbare Tage vergehen, um einen neuen zu erschaffen. Obwohl das nicht die schlechteste Alternative wäre. Er könnte sich dann Rags Raptor ein wenig „dankbarer“ erschaffen. Raptyle grinste. Deshalb war er auch nur wenig erleichtert, als Rags Raptor den Schlangenberg betrat. Allerdings das, was er mitbrachte, war schon sehr viel interessanter anzusehen. Als die Schlangenmenschen sahen, wen Raptor da mitbrachte, ließen sie alles stehen und liegen und rannten auf ihn zu.

„Der König hat den Verräter!“ rief Mole-Man. „Überlasst ihn mir, er soll meine Klingen spüren“, knurrte RazorAxe und fuhr seine Spitzen aus. „Zurück!“ blaffte Raptor. „Hiss wird sterben, aber jetzt noch nicht! Wer ihn anrührt, stirbt!“ Diese Warnung saß. Unterwürfig machten sich Mole-Man, RazorAxe und Typer wieder an die Arbeit. Raptyle grinste und kniff die Augen zusammen.

„Und was stehst Du noch hier herum?“ blaffte Raptor ihn an. „Was?“ fragte Raptyle überrascht. „Los, geh an die Arbeit und hilf ihnen!“ knurrte Raptor und fauchte. Raptyles Blick verfinsterte sich. „Sofort!“ ergänzte Raptor in einem noch schärferen Ton. Verwirrt machte sich Raptyle daran, seinen ehemaligen Untergebenen zur Hand zu gehen. Doch innerlich war er am kochen. Wie konnte Raptor es wagen, ihn so von oben herab wie einen einfachen Diener zu behandeln?

Gerade wollte Rags Raptor Hiss zum Kerker bringen, als Zar auf ihn zukam. Der Wissenschaftler war in erstaunlich schlechter Verfassung. Er zitterte am ganzen Körper und seine Haut hatte sich dunkel gefärbt.

„Mein König, ich habe gute Neuigkeiten“, sprach er mit einer merkbar dunklen Stimme. „Was ist mit Dir, Zar? Bist Du krank?“ „Nur ... ein wenig.. erkältet“, stammelte der Wissenschaftler. „Nun denn, was für Neuigkeiten?“ „Ich habe mir die technische Ausstattung des Schlangenberges angesehen und mit den vorhandenen Mitteln sollte es möglich sein, die Klonmaschine erheblich zu erweitern und die Regenerationsphase der Klone zu verkürzen. Allerdings....“

„Was allerdings?“ knurrte Raptor. Mit Argwohn beobachtete Raptyle, wie Zar Raptor etwas ins Ohr flüsterte. „Dann soll es halt so sein. Er ist entbehrlich! Ich muss endlich meine Ziele erreichen!“ befahl Raptor.

 „Jawohl, mein König“, sprach Zar, grinste hämisch und ging zurück zu den Schlangenmenschen. In seinen Augen spiegelte sich kurz Feuer wieder, das allerdings von Raptor und den anderen unbemerkt blieb. „Und auch ich werde sehr viel schneller zu meinem Ziel kommen !“ vernahm Zar von der inneren Stimme.

Es dauerte einige Stunden, bis die Klonmaschine wieder zusammengesetzt war und Zar die Verbesserungen und Ergänzungen vorgenommen hatte. Als Rags Raptor abends das Labor wieder betrat, wuchsen bereits 22 neue Klone von Schlangenmenschen heran.

„Fantastisch, meine Armee wächst und wächst!“ lachte Rags Raptor und begutachtete die einzelnen Klone, wovon jeder nächste noch schrecklicher aussah als der vorangegangene. Zar hatte aus der DNS der Original Snake Men Rattlor, Tung Lashor, Sssqueeze und Snake Face  neue, schreckliche Schlangenkrieger geklont. Mit diesem Ergebnis war der König der Schlangenmenschen sehr zufrieden. In diesem Augenblick öffnete sich die Tür und Raptyle, Mole-Man und RazorAxe traten ein.

„Wir haben alle Gefangenen aus dem Raumschiff hergebracht und in die Kerker gesperrt. Und He-Man haben wir im Labor wieder mit den Impulssonden versehen“, berichtete Raptyle.

„Sehr gut!“ sprach Rags Raptor, ohne Raptyle auch nur eines Blickes zu würdigen. „Wir werden in drei Tagen mit dem Angriff auf den Königspalast beginnen, dann sollten die ersten 500 geklonten Schlangenkrieger meiner neuen Armee fertig sein. Ohne He-Man und das Zauberschwert werden sie gegen diese Übermacht nicht lange bestehen können“, lachte Raptor.

„Ich habe da vielleicht noch etwas, dass uns nützlich sein konnte“, warf Mole-Man ein. Mit leuchtenden Augen verfolgte Rags Raptor die Ausführungen Mole-Mans. Er riss siegesgewiss die Arme hoch. „Eternia, vor 1000 Jahren konntest Du Dich gegen mich erwehren, doch heute bist Du mir hilflos ausgeliefert! HA HA HAAAA“, brüllte der König der Schlangenmenschen so laut, dass es durch den ganzen Schlangenberg hallte.


Eternis, Königspalast

Im Königspalast von Eternis herrschte inzwischen helle Aufregung. He-Man, Man-At-Arms und der König waren verschwunden, und auch von Teela und Clamp Champ, die von Drakon Zar entführt worden waren, gab es keine neue Spur. Unbehagen und Demoral machte sich unter den Soldaten des Königs, aber auch unter den Masters of the Universe breit. Was wäre, wenn eine Gefahr für die Stadt bevorstünde? Wenn sich Skeletor oder Hordak just diesen Moment für einen Angriff aussuchen würden? Fragen, aber keine Antworten. Königin Marlena stand mit den beiden Lords des ehemaligen Councils of Elders, Grayskull und Talon, an der Brüstung des Palastes und blickte über die Stadt, die von der untergehenden Sonne in ein hellrotes Glänzen getaucht wurde. Stratos, der Herrscher von Avion, und in Abwesenheit von He-Man, Teela und Man-At-Arms als dienstältester Verteidiger von Castle Grayskull Anführer der Masters of the Universe trat mit ernstem Gesichtsausdruck hinzu.

„Stratos, gibt es Neuigkeiten?“ fragte die Königin besorgt. Ihr Gesicht war von großer Sorge gezeichnet. Jede weitere Minute ohne Gewissheit bedeutete eine größere Gefahr für die Stadt und den Planeten. „Es kommen viele unterschiedliche Meldungen unserer Kundschafter rein, aber in fast allen Berichten kommt Snake Mountain drin vor.“

„Also hat Skeletor etwas damit zu tun!“ warf die Königin ein. „Wir müssen davon ausgehen. Ich habe vorhin mit Roboto in der Weltraumstation gesprochen. Er berichtet von zwei riesigen Kraftfeldern in den Mystic Mountains, eins riegelt den Snake Mountain ab, das andere befindet sich unweit vom Schlangenberg in einer Talsenke. Ich habe Stonedar und Rokkon zur Sondierung in die Mystic Mountains geschickt. Sie werden sich als Meteore getarnt vom Weltraum aus in die Mystic Mountains fallen lassen, Stonedar beim Snake Mountain und Rokkon beim 2. Kraftfeld. Ich hoffe, wir bekommen dann ein paar Antworten.“

„Wir sollten auf jeden Fall Vorkehrungen für die Verteidigung der Stadt treffen. Gerade jetzt, wo He-Man und Randor nicht da sind. Stratos, Du triffst die Vorkehrungen für die Masters of the Universe und einen Angriff auf Snake Mountain, und.....“, begann die Königin.

„... ich kümmere mich um die Befestigung der Stadt!“ kam es plötzlich von hinten. Die Königin fuhr herum. „Conovan! Du?“ entkam es Königin Marlena. Tatsächlich, Conovan trat zur Königin und er konnte zur Verblüffung aller Anwesenden wieder normal laufen. Auch sein Haar war glatt nach hinten gekämmt und sein Bart war ordentlich gestutzt, was ihn leicht 10 Jahre jünger aussehen ließ. „Aber Zar hatte doch....“, begann Stratos. „Der Doc hat mich wieder hinbekommen. Auch die alte Verletzung von Zar hat er wieder begradigt. Das hätte ich schon vor einigen Jahren machen lassen müssen, ich habe mich wohl ziemlich gehen lassen. Aber jetzt bin ich wieder voll da.“
„Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, General. Ihr habt ja schon vor 20 Jahren die Truppen des Königs kommandiert. Euch werden die Männer folgen, wenn sie sehen, dass ihr wieder der alte seid. General Champ, ich übergebe Euch hiermit den Oberbefehl über die Truppen und königlichen Leibgarden. Das Schicksal der Stadt liegt in Euren Händen“, sprach die Königin besonnen.

„Danke, Majestät, ich werde mich Eures Vertrauens würdig erweisen.“ General Champ verlor keine Zeit. Er stimmte sich kurz mit Stratos ab und ging sofort an die Arbeit. Und tatsächlich. Durch die Übernahme des Kommandos durch Conovan ging ein Schub von Hoffnung durch die Truppen. Am nächsten Morgen waren die Truppen wieder moralisiert und bereit, die Stadt gegen jeden Angriff zu behaupten.

Beruhigt blickte die Königin über die Stadt. Zum ersten Mal seit Tagen fühlte sie sich wieder sicher in Eternis, auch wenn ihr über alles geliebter Mann nicht da war. Erwartungsvoll blickte sie deshalb zu Stratos, der zu ihr auf den Balkon trat.

„Gibt es Neuigkeiten, Stratos?“ „Leider keine guten, Königin Marlena. Stonedar und Rokkon haben sich den beiden Kraftfelder genähert, doch sie konnten nichts erkennen. Und einen Durchlass konnten sie ebenfalls nicht finden. Demnach haben wir die Wahl: Entweder weiter abwarten, was passiert, und dabei das Leben von König Randor, He-Man und den anderen riskieren. Oder....“

„Oder einen Angriff auf den Snake Mountain, wobei wir nicht wissen, was er einbringen kann. Geschweige denn vom Risiko. Das sind nicht sehr gute Auswahlmöglichkeiten, Stratos.“ „Die einzigen, die wir haben“, erwiderte der Vogelmensch knapp. Die Königin schluckte. „Wenn ich nur.....“, begann sie, wurde aber durch das hastige Aufstoßen der Tür unterbrochen.

„Königin Marlena, Königin Marlena!“ rief ein Soldat hastig und rannte zur Königin. „Was ist los, Wache? Was stürmst Du so hier herein?“ fragte die Königin aufgeregt. „Verzeiht mir, Herrin, aber es ist unglaublich“, keuchte der Soldat.

„So rede schon! Was ist los?“ fragte Stratos etwas ungehalten über den Auftritt des Soldaten. „Skeletor steht vor dem Stadttor. Er will mit He-Man reden. Oder dem König.“ „Was? Skeletor? Mit seinen Monstern?“ fragte Stratos nervös.

„Es ist nicht zu glauben. Er ist alleine. Und...... zu Fuß!“ stammelte der Wachmann. „Da stimmt doch was nicht. Skeletor, alleine und ohne Fahrzeug? Ich werde nachsehen.“ Stratos aktivierte sein Jet-Pack und flog zur Stadtgrenze, wo Skeletor vor dem verschlossenen großen Stadttor stand und wartete.

„Skeletor! Was willst Du hier? Du glaubst doch nicht, dass wir Dir das Tor öffnen, oder?“ spottete Stratos. „Stratos, Vogelmensch, verschwinde. Ich rede nicht mit Untergebenen. Ich habe nach He-Man rufen lassen!“ blaffte Skeletor. „Du wirst schon mit mir Vorlieb nehmen müssen, Knochenkopf. Also, was willst Du?“

„Nun gut. Es hat sich eine gefährliche Stimmung auf Eternia ergeben. Es gibt wichtige Sachen zu besprechen. Ich muss mit He-Man sprechen! Sofort!“ Stratos bemerkte die Ernsthaftigkeit in Skeletors Stimme. Er überlegte kurz.

„He-Man ist nicht in Eternis. Was Du ihm sagen willst, kannst Du auch mir sagen. Also? Hat es was mit dem Kraftfeld um Deinen Schlangenberg zu tun?“ Stratos warf Skeletor einen Köder hin und wartete ab, ob der Herr des Bösen ihn schluckte.

„Ah, ihr wisst es also schon“, antwortete Skeletor kurz. „Uns entgeht eigentlich recht wenig, Skeletor.“ „Ihr wisst weniger, als ihr denkt! Zum Beispiel dass Rags Raptor wieder da ist. Der Name sagt Dir doch was, oder, Vogelmensch?“ Stratos riss die Augen auf. „Rags Raptor? Unsinn!“ „Nein, kein Unsinn. Ich habe ihn gesehen. Er ist für das Kraftfeld um meine Festung verantwortlich, und er steckt auch dahinter, dass man mich aus dem Schlangenberg vertrieben hat, und dass meine Krieger gefangengenommen worden sind. Und vielleicht interessiert es Dich auch, dass er He-Mans Zauberschwert hat. Nun, sind das nun wichtige Informationen, oder nicht?“

Stratos musste erst einmal schlucken. Damit hatte er wirklich nicht gerechnet. Nun war wirklich Eile geboten. Sofort befahl er das Tor zu öffnen und betrat mit Skeletor die Stadt. Einige Bürger kreischten auf, als sie Stratos zusammen mit Skeletor sahen. Andere waren nur verwundert und tuschelten hinter vorgehaltener Hand. Nach wenigen Minuten waren die beiden im Palast angekommen, wo sich sofort einige Soldaten um Skeletor scharrten und ihn nicht mehr aus den Augen ließen.

„Königin Marlena, es ist immer wieder eine Freude für mich, Euch zu sehen“, sprach Skeletor ruhig, als die Königin zu Stratos und dem Herrn des Bösen trat. „Du kannst dir Deine Höflichkeitsfloskeln sparen, Skeletor“, erwidert sie nur kurz, „Stratos berichtete mir von einer ernsten Gefahr. Was ist daran wahr?“

„Alles! So wie ich es sagte“, rechtfertigte sich Skeletor. „Aber Rags Raptor starb im Snake Mountain. He-Man und Duncan haben es doch gesehen, und Du auch!“ „Was weiß ich, wie das sein kann, ich weiß nur, dass es so ist. Und wahrscheinlich befindet sich He-Man in seiner Gewalt, ansonsten könnte er ja kaum im Besitz des Zauberschwertes sein. Normalerweise würde es mich ja freuen, He-Man in Gefangenschaft zu sehen, aber unter diesen Umständen....“

„Ihr sucht nach Antworten im Himmel, und seht sie vor Euren Füßen nicht!“ kam plötzlich eine Stimme von hinten. Conovan trat zu der kleinen Gruppe. „Wie meinst Du das, Conovan?“ „Wie kann jemand, der sicher gestorben ist, wieder auferstehen und weiterleben, als wenn nichts gewesen ist? In dem man ihn neuerschafft. Und wir jagen den Mann, der dies ermöglichen kann. Da braucht man doch nur 1 und 1 zusammenzuzählen.“ Conovans Stimme klang kühl und gelassen.

„Drakon Zar?“ fragte die Königin. „Natürlich!“ entfuhr es Stratos. „Drakon Zar wurde aus dem Gefängnis befreit damit er Rags Raptor klonen sollte. Was ihm ja auch gelungen ist.“ „Aber warum? Aus welchem Grund sollte man den ehemaligen König der Schlangenmenschen neuerschaffen?“ fragte die Königin.

Plötzlich ertönten schnelle Schritte auf dem Flur. Die Tür ging auf und die Lords Talon und Grayskull stürmten aufgeregt herein. „Königin Marlena, ist es wahr? Rags Raptor ist wieder da?“ Lord Grayskull überschlug sich fast beim sprechen. Seine Miene war leichenblass. „So wie es aussieht, ja“, sprach die Königin und blickt über die Stadtsilhouette von Eternis. „Das, .. das ist eine Katastrophe! Wir müssen die anderen Ratsmitglieder informieren.“

„Was viel wichtiger ist“, fiel Stratos den Ratsherren ins Wort, „ist die Befreiung der Gefangenen. Wir sollten umgehend mit dem Angriff auf Snake Mountain beginnen.“ „Ja, das ist wahr!“ ergänzte Skeletor. „Meine Festung in den Händen dieses nachgemachten Schlangenmenschen. Und meine Krieger ebenfalls. Ein Unding!“

„Gut, trefft alle Vorbereitungen. Auch einige Soldaten der Garde werden euch begleiten. Schließlich müssen wir Randor ebenfalls in den Händen dieses Monsters vermuten.“

Es dauerte keine 15 Minuten, da hatte Stratos den Großteil der Masters of the Universe mobilisiert. Donnernd heulten die Motoren der Blaster Hawks, Wind Raiders und des Talon Fighters auf. Sogar Skeletor durfte an Bord eines Blaster Hawks mitfliegen. Knatternd hoben die schweren Flugmaschinen ab und setzten Kurs auf den Snake Mountain.

Snake Mountain

In der Festung der Schlangenmenschen heulten Sirenen auf. Hastig eilte Rags Raptor mit Raptyle in den Kommandoraum. „Was ist los?“ knurrte Raptor zu RazorAxe, der die Kontrollen bediente. „Eine Flotte nähert sich von Eternis aus unserer Position“, antwortete RazorAxe kurz. „Ah, sie haben also endlich registriert was um sie herum passiert. Und keinen Augenblick zu früh. Sie werden ihr blaues Wunder erleben“, lachte Raptor. „Kommt nur“, spottete er zu den kleinen Punkten auf dem Kontrollschirm, die schnell größer wurden.

„Ok, es ist alles bereit, um auf Automatikverteidigung zu gehen“, sprach RazorAxe und tippte die letzten Befehle in die Konsole. „Gut, dann werde ich mal meine Lieblinge aufwecken gehen!“ lachte Rags Raptor und verließ hastig den Raum.

„Wo ist eigentlich Zar?“ fragte Raptyle nebenbei, „ich habe ihn seit gestern nicht mehr gesehen!“ Die beiden Schlangenmenschen zuckten mit den Schultern. „Sucht ihn. Er verhält sich so merkwürdig in letzter Zeit. Nicht dass er noch etwas dummes tut und unsere Pläne zunichte macht!“


Mystic Mountains

„Alle bereitmachen für den Angriff auf den Snake Mountain. Sobald das Kraftfeld zusammengebrochen ist, Feuer einstellen, landen und bereitmachen zum Bodenkampf!“ Stratos, der mit Man-E-Faces, Ram-Man und Skeletor in einem Blaster Hawk flog, klang sehr ernst, doch merkte man die Nervosität in seiner Stimme. Am Angriff nahmen insgesamt 6 Blaster Hawks, 5 Wind Raider, einige Jet Sleds und der Talon Fighter teil. Im schnellen Formationsflug peitschten die schweren Maschinen über die Ebene und schon bald baute sich vor ihnen das riesige Kraftfeld auf, das den gesamten Snake Mountain umgab.

„Feuern, wenn bereit!“ befahl Stratos und lud eine Detonationsscheibe in die Abschussvorrichtung des Blaster Hawk. Das Geschoss hatte kaum das Fahrzeug verlassen, als schon die ersten Geschosse der anderen Hawks auf das Kraftfeld einschlugen und es erschütterten. Lasersalven trafen auf die Energiewellen des Feldes und zerstreuten sich ringförmig im Feld.

Im Inneren der Festung blieben die Erschütterungen des Kraftfeldes nicht ohne Wirkung. Während sich Raptyle auf den Weg zu Rags Raptor machte, waren Mole Man und RazorAxe auf der Suche nach Zar. Nach kurzem Suchen fanden sie ihn auch im Thronsaal des Snake Mountain. Er stand gebückt, mit dem Gesicht zur Wand.

„Hey, Zar! Raptyle hat schon Sehnsucht nach Dir. Los, komm mit!“ blaffte RazorAxe. Ein tiefes Brummen und Stöhnen war die einzige Antwort des Klonwissenschaftlers. „Hey, hast Du nicht gehört? Du sollst mitkommen!“ RazorAxe trat einen Schritt nach vorne und wurde lauter.

„Da stimmt was nicht!“ murmelte Mole-Man und aktivierte seinen Bohrer kurz. Das machte er immer, wenn er aufgeregt war. „Ach was, wenn er nicht freiwillig mitkommt, dann werde ich ihn schon überreden!“ lachte RazorAxe und legte Zar die Hand auf die Schulter um ihn mitzuziehen. Doch da drehte sich Zar um.

Mit weit aufgerissenen Augen sahen Mole-Man und RazorAxe in das Gesicht des Wissenschaftlers. Es war an mehreren Stellen aufgeplatzt und Blut floss hinaus. Seine Augäpfel hingen weit aus den Augenhöhlen heraus, und spitze Zähne ragten aus seinem Mund.

„Was zum......“, begann RazorAxe, doch er konnte nicht aussprechen. Zar, oder das Wesen, was er jetzt darstellte, griff RazorAxe` Arm und noch bevor der Schlangenmensch seine Klingen ausfahren konnte, verdrehte Zar ihn nach hinten. Mehrmaliges Knacken war zu hören. RazorAxe schrie vor Schmerzen auf. Doch nicht genug. Zar kam mit dem Kopf nach vorne, biss RazorAxe in den Oberarm und riss ihm ein riesiges Stück Fleisch heraus. Blut spritzte in alle Richtungen. RazorAxe versuchte verzweifelt sich aus dem Griff Zars zu befreien, doch erfolglos.

Im ersten Moment wie erstarrt, griff nun auch Mole-Man in den Kampf ein, um seinem Kameraden zu helfen. Doch Zar öffnete seinen Schlund und spuckte dem Krieger eine gelbliche Flüssigkeit ins Gesicht. Mole-Man kreischte auf. Er fasste sich an sein Gesicht und versuchte, den Gischt zu entfernen. Doch schon fraß sich die säureähnliche Flüssigkeit durch die Haut des Schlangenmenschen. Mole-Man, wie von Sinnen, taumelte durch den Raum, knallte mehrmals gegen die Wand und fiel schließlich zu Boden, wo er sich unter Schmerzen wandte. Seinen Bohrer hatte er längst abgeworfen, um mit beiden Händen sein Gesicht zu schützen.

Nun kümmerte sich Zar wieder um RazorAxe, den er, während des Angriffes von Mole-Man, lässig im Arm gehalten hatte. „Wer zum Teufel bist Du?“ röchelte RazorAxe, und versuchte weiterhin, sich zu befreien. „Das ... wirst ... Du... nicht ... mehr ... erfahren!“ antwortete Zar, doch seine Stimme hatte sich sehr stark verändert, und klang überhaupt nicht mehr menschlich.

Plötzlich packte Zar RazorAxe und schleuderte ihn gegen die Wand, wobei er ihn am Arm festhielt, dass der Arm am Schultergelenk herausriss. RazorAxe schrie auf. Zar riss die beiden Spitzen von RazorAxe` Handgelenk ab und warf den abgetrennten Arm in die Ecke. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, packte er den mehr tot als lebendigen RazorAxe und rammte ihm die Spitzen in die Augenhöhlen. So stark, dass sie seine hintere Schädeldecke und den Helm durchbrachen und den sterbenden Leib des Schlangenmenschen an der Wand festnagelten.

Mit einem sadistischen Gesichtsausdruck sah sich Zar sein Werk an. Dann blickte er auf Mole-Man, der sich immer noch schreiend die Hände vors Gesicht hielt. Langsam wankte Zar auf ihn zu. Er hob den Bohrer auf, packte Mole-Man und ohne ein weiteres Wort zu sagen, schlug er ihn Mole-Man durch den Kopf in den Leib. Dumpf fiel der tote Schlangenmensch um.

Zar lachte laut auf. „Die Zeit ist gekommen, das zu vollenden, was mir zu Lebzeiten versagt geblieben ist.“ „Ich.... wünsche.. euch Glück, Meistäärrrr..“, gurgelte Zar und verstummte dann. Sein Körper blähte sich auf und platze an mehreren Stellen auf. Seine Haut wurde durch den Raum gewirbelt. Übrig blieb nur ein riesiger dunkler Schatten mit leuchtend roten Augen, der sich blitzschnell davonmachte, als näherkommende Schritte zu hören waren.


Bereits nach wenigen Schüssen zeigte der Energieschild um den Schlangenberg die ersten Risse, und nach weiteren Salven aus den Bordgeschützen brach das Feld endgültig zusammen. Hastig landeten die schweren Maschinen und die Masters und die Soldaten stürmten hinaus. „Zum Angriff! Für Eternia!“ rief Stratos und mit wildem Geschrei begann der Sturm auf den Snake Mountain. Doch der Angriff sollte schon sehr bald zum Stillstand kommen. Noch bevor auch nur einer der Angreifer einen Fuß in den Schlangenberg setzen konnte, strömten Dutzende von schleimigen, braunen und grünen Monstern aus der Festung und warfen sich gierig auf die Krieger. Die Eroberung vom Snake Mountain war erst mal gestoppt!

Hoch oben auf dem höchsten Punkt des Snake Mountain stand Rags Raptor und beobachtete das Geschehen am Fuße des Schlangenberges. Mit Freude sah er, dass die Masters of the Universe und die Soldaten des Königs eines verzweifelten Kampf gegen die Übermacht seiner Klonkrieger führten. Sein Sieg war in greifbare Nähe gerückt. Wie lange hatte er, bzw. sein Pendant, auf diesen Augenblick warten müssen. Nach 1000 Jahren würde dieser Planet endlich ihm gehören.

Schnelle Schritte von hinten ließen seinen Blick kurz vom Kampfgeschehen abwenden. Raptyle kam völlig außer Atem zu dem König der Schlangenmenschen. Seine Gesichtsfarbe hatte sich von tiefrot zu zartrosa verändert. „Raptyle, sieh Dir meinen Sieg an! Nichts kann mich jetzt noch von meinem Schicksal trennen!“ „Es.., es ist schrecklich.....“, stammelte Raptyle atemlos. „Was? Was ist los?“ fragte Rags Raptor, eher uninteressiert, wollte er doch keine Sekunde des großen Kampfes seiner Schlangenkrieger gegen die Feinde verpassen.

„RazorAxe und Mole-Man, sie......“, stammelte Raptyle. Rags Raptor fuhr wütend herum. „Was ist denn mit den beiden?“ knurrte Rags Raptor. „Sie sind tot! Regelrecht abgeschlachtet hat man sie!“ sprach Raptyle panisch aus. „Abgeschlachtet? Von wem?“ fragte Rags Raptor ein wenig überrascht, doch eigentlich war es ihm egal, was aus den beiden geworden ist. Sicher, sie hatten einen nicht unmaßgeblichen Anteil an seiner Erschaffung, allerdings sah er von Anfang an in ihnen keine richtigen Snake Men. Ihr Schlangenblut war über die 1000 Jahre stark verschmutzt und verdünnt worden. Eigentlich war er sogar dankbar über ihren Tod, das ersparte ihm die Arbeit, es eventuell selbst tun zu müssen.

„Ich weiß nicht, sie .... im Thronsaal, .....grausam zugerichtet. Wer das gewesen ist, muss sehr stark gewesen sein. RazorAxe, ... den kann man nicht so einfach erledigen!“ stammelte Raptyle. „Außer Dir, mir, Zar, Aractor und Typer war aber doch niemand im Schlangenberg. Die Gefangenen sind alle sicher verwahrt und meine Schlangenmenschen sind auf Gehorsam programmiert. Also, wer kann es gewesen sein?“ fragte Rags Raptor, nun doch etwas beunruhigt, denn RazorAxe und Mole-Man waren wirklich keine Schwächlinge, die man mal eben um die Ecke bringen konnte.

„Zar hat Typer bei der Installation der Klonmaschine demontieren müssen. Nur er besaß aufgrund seiner Bauart einige dringend benötigte Ersatzteile. Euch und mich schließe ich aus. Also bleibt nur Zar und sein „Schoßtierchen“ übrig! Ich hatte ihn ja von Anfang an in... ah!“ schrie Raptyle auf. Rags Raptor fuhr herum. Mit weit aufgerissenen Augen sah er, wie sich eine schwarze Schwertklinge aus Raptyles Brust bohrte. Der Schlangenmensch spuckte Blut aus seinem Maul und wand sich unter Schmerzen. Dann wurde er hochgehoben und über die Brüstung nach unten geworfen. Entsetzt sah Rags Raptor ihm nach. Krachend schlug er unten auf und begrub zwei Schlangenmenschen und einen Soldaten des Königs unter sich.

Rags Raptor fuhr herum. Hinter ihm stand ein schattenähnliches Wesen mit den Umrissen einer Schlange und knurrte laut. „Wer bist Du?“ fragte Rags Raptor und griff nach dem Zauberschwert. „Lass Dein Schwert stecken, König der Schlangenmenschen! Wie Du gesehen hast, wäre es ein leichtes für mich Dich zu töten. Aber, das wäre höchst unpraktisch für meine Pläne!“

„Deine ... Pläne? Wer beim Schlangengott Serpention bist Du überhaupt?“ fragte Rags Raptor, die Hand immer noch am Griff des Schwertes, dass er bei sich trug. „Nenne diesen Namen nicht!“ knurrte der Schatten plötzlich, „Serpention! Er  hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Doch jetzt, nach 3000 Jahren, werde ich triumphieren, ich, Ssssaro!“

„Ssssaro?“ Raptor überlegte kurz.  „Ich habe diesen Namen schon einmal gehört. In der Geschichte der Schlangenmenschen gibt es den Kampf zwischen Serpention und Ssssaro um die Macht über den Clan of Viper. Serpention tötete Ssssaro und schuf dann das Reich der Schlangenmenschen.“

„Serpention hat nur mit faulen Tricks gewonnen. Ich hatte ihn schon am Boden liegen, da griffen seine Magier in den Kampf ein und raubten mir meine Lebenskraft, bis ich nur noch ein Schatten war. Ein Schatten, wie Du ihn jetzt vor Dir siehst. Doch bevor Serpention mich endgültig vernichten konnte gelang mir die Flucht. Ich flüchtete in den Leib einer schwangeren Sklavin der Schlangenmenschen. In ihrem ungeborenen Kind nistete ich mich ein und gab meinen Geist an jeden Nachkommen dieses Kindes weiter. So überlebte ich die Jahrhunderte und Jahrtausende. Als die Schlangenmenschen schließlich nach Eternia kamen, kam ich mit meinem Wirtskörper ebenfalls hierher. Nachdem das Reich der Snake Men dann zerfallen war und alle Sklaven frei waren, verblieb ich bei den Wirten, die sich als freie Menschen fortan Zar nannten.

„Drakon Zar? Du warst in ihm? Die ganze Zeit?“ fragte Rags Raptor neugierig. „Ja, als die Snake Men mit Raptyle nach Eternia kamen, habe ich mit Zar Kontakt aufgenommen und ihn auf meine Rückkehr vorbereitet. Und heute nach 3000 Jahren, bin ich zurückgekehrt, um das zu vollenden, was Serpention versagt war: Ein ewiges Reich der Schlangenmenschen erschaffen. Doch dafür brauche ich einen neuen Körper. Den Körper eines .....Schlangenmenschen!“ Der Schatten näherte sich langsam Rags Raptor.

„Du willst meinen Körper? Warum gerade meinen? Da unten sind Dutzende anderer!“ Rags Raptor wich einen Schritt zurück und näherte sich dem Rand der Brüstung. „Nein, ich will Deinen! Du wirst der Anführer der größten Armee von Schlangenmenschen sein, die dieses Universum jemals gesehen hat. Du wirst unsterblich sein!“ raunte der Schatten und näherte sich weiter. An der Stelle seiner Augen blitzte es dunkelrot auf.

Rags Raptor zog das Zauberschwert und hielt es vor sich. „Du bleibst von mir, Dämon! Ich werde über das Reich der Schlangenmenschen herrschen. Und nur ich bestimme!“ knurrte Rags Raptor.

„Das wirst Du auch, körperlich gesehen. Aber ich werde geistig herrschen, so wie es mir vorherbestimmt war! Glaubst Du etwa, mich mit der Klinge Deines Schwertes aufhalten zu können? Wie willst Du einen Schatten aufhalten?“ Die Stimme des Schattens wurde bedrohlicher und lauter. Und dann geschah es. Der Schatten näherte sich blitzschnell und schien regelrecht in Rags Raptor hinein zu springen. Dieser riss den Kopf hoch, schrie kurz auf und ließ das Zauberschwert fallen, war dann aber still. Als Rags Raptor die Augen wieder öffnete, leuchteten seine Augen rot auf und er grinste. Er nahm das Zauberschwert auf und streckte es nach oben in die Höhe. Er lachte laut auf.

„Asssss nurac atasssssssssss!“ schrie er.


Castle Grayskull

Die Zauberin von Castle Grayskull stand am Fenster der Burg. Sie rieb sich an den Oberarmen. Sie fror. Das erste mal seit Jahrhunderten. Das war ein Zeichen für sie. Irgendetwas großes würde bald passieren. Etwas schlimmes dazu. Sie legte die Hände an die Schläfen und versuchte sich zu konzentrieren, aber irgendetwas blockierte ihre Gedanken. Ein knackendes Geräusch holte sie vollends aus ihrer Konzentration. Erschrocken fuhr sie herum. Inmitten des Thronsaales der Burg prangten auf einmal die 5 magischen Siegel, die Zodac ihr vor einigen Tagen gezeigt hatte, in magischen Glanz. Diese 5 Siegel waren bisher immer Vorboten eines großen Unheils, sie zeigten unter anderem das Schwert Snaksor und das Buch des Bösen. Als die Zauberin die Siegel das letzte Mal sah, war das 5. Siegel noch undeutlich und unleserlich, es war nicht zu erkennen, was es darstellte. Nun aber sah die Zauberin, was in dem Siegel eingeprägt war. Sie erschrak. Das 5. Siegel stellte das Zauberschwert dar!

Mit einem Male vereinten sich die 5 Siegel in einem Feuerball und rauschten donnernd aus der Burg in Richtung Snake Mountain. „Es ist soweit!“ sprach die Zauberin betrübt.

Snake Mountain

Rags Raptor hatte die Worte kaum ausgesprochen, als aus dem Himmel ein gewaltiger Feuerball auftauchte und mitten in das Schwert einschlug. Rags Raptors Körper wurde plötzlich von Blitzen und kleinen Entladungen durchzogen. Seine Muskeln schwellten an, aus seinem Rücken bohrten sich gewaltige Schildplatten und ein wuchtiger Schwanz wuchs ihm aus dem Rücken, an dessen Ende sich 4 lange Spitzen bildeten. Rags Raptor war nun nicht mehr Rags Raptor. Der Geist des Schattendämonen Ssssaro hatte ihn verändert, mutieren lassen. Grimmig blickte er aus roten Augen das Zauberschwert an. Ein Blitz schlug aus ihnen in das Schwert und verfärbte es schwarz. Es schien fast, als wenn das Schwert von einer dunklen Masse überzogen wurde. Der Griff verformte sich zu einer Schlange. Er grinste.

Dann sah er nach unten zum Kampfschauplatz. Inzwischen hatte sich das Blatt für die Masters of the Universe gewendet. Es war ihnen gelungen, eine Lücke in die Reihen der Angreifer zu schlagen, wodurch einige der Masters, gefolgt von einigen Schlangenmenschen, in den Schlangenberg eindringen konnten.

Rags Raptor, oder das Wesen, das er jetzt war, knurrte wütend auf. Er sprang über die Brüstung und ließ sich in die Tiefe fallen. Hart kam er unten auf den Boden auf, doch ihm war nichts passiert. Entgeistert blickten ihn die Soldaten und Masters an, die in der Nähe kämpften. Ohne ein Wort zu verlieren, griff er den nächstbesten Soldaten an und zerriss ihn mit einem wuchtigen Schlag des Schwertes. Extendar und 3 weitere Soldaten griffen an. Doch es dauerte nur wenige Sekunden, bis alle 4 auf dem Boden lagen und Staub schluckten.

Inzwischen rannten Sy-Klone, Man-E-Faces, Skeletor und Ram-Man durch den Snake Mountain, gefolgt von einigen Schlangenmenschen, die kreischend immer näher kamen. „Schnell, Skeletor, wo sind die Kerker, dort müssten wir He-Man und die anderen finden!“ „Da runter!“ rief Skeletor und rannte voran. „Schneller, sie holen auf!“ rief Ram-Man keuchend. Normalerweise hätte er sich wie eine Furie auf die Gegner gestürzt, doch ihr oberstes Ziel war die Befreiung der Gefangenen, und deshalb konnte er einen aufhaltenden Kampf in den engen Winkeln der Burg nicht riskieren.

„Da ist der Kerker. Sobald wir drin sind, schließen wir die Tür damit gewinnen wir einige Minuten! Los!“ Die vier Kämpfer stürmten in den Kerker. Sofort verriegelte Man-E-Faces die schwere Eisentür. Die ausgeschlossenen Schlangenmenschen hämmerten wütend gegen die Tür. Der Gigant stemmte sich mit seinem Körpergewicht dagegen.

„Skeletor! Da ist Skeletor!“ ertönte es plötzlich hinter den Gitterzellen. Skeletor fuhr herum. „Evil-Lyn, Trap Jaw, Tri-Klops! Ihr seid alle hier?“ Skeletor war froh, endlich seine Monsterkämpfer wiederzusehen. Da sind auch Teela, Arms und der König!“ rief Ram-Man und eilte zu den Zellen.

„Oh, was bin ich glücklich euch zu sehen. Schnell befreit uns!“ seufzte Teela und musste sich eine Träne verkneifen. Es dauerte nur Augenblicke, bis die gefangenen heroischen Verteidiger und die Monster Skeletors befreit waren. King Hiss, der immer noch ohnmächtig war, wurde von Rattlor getragen. Das Geschehene wurde notdürftig erklärt.

„Eine ganze Armee von Schlangenmenschen?“ fragte König Randor entsetzt. „Ja, vor der Burg geht ein wahres Gemetzel vor sich, wir....“, erklärte Sy-Klone, als plötzlich sein Kommunikator piepte.

„Hier Stratos, ihr solltet euch etwas beeilen, hier ist ein neuer Schlangenmensch aufgetaucht, der uns alle fertig macht. Wir könnten gut Unterstützung gebrauchen. Wir....“ Ein kurzes Britzeln zeigte das Ende der Übertragung an.
„Skeletor, da ihr von den Schlangenmenschen ebenso bedroht seid wie wir, schlage ich einen Waffenstillstand vor, bis dieses Problem gelöst ist“, sprach der König ernst mit Skeletor. Dieser überlegte kurz und blickte seine Leute an.

„Diese Schlangenmenschen haben uns gekidnappt und wie Vieh behandelt. Das will ich ihnen zurückzahlen“, knurrte Spikor. Die anderen nickten.

„Nun, gut, Waffenstillstand!“ sprach Skeletor.

„Wo ist He-Man?“ fragte Sy-Klone. „Wir wissen es nicht. Seit er von Rags Raptor niedergeschlagen worden ist, haben wir ihn nicht mehr gesehen“, erklärte Arms kurz.

„Wir suchen ihn. Skeletor, Du gehst mit Deinen Kriegern vor die Burg und unterstützt unsere Krieger, wir versuchen, He-Man zu finden“, sprach Teela. „Ihr kennt euch im Snake Mountain nicht so gut aus, ich werde mit euch gehen! sprach Skeletor kurz.

„Einverstanden, wir haben keine Zeit für große Debatten!“ sprach der König. „Teela, Arms und  Skeletor, ihr sucht He-Man. Die anderen kommen mit mir. Wir gehen nach oben und kämpfen gegen diese Bestien.“

„Aber...“, warf Teela ein. „Keine weitere Diskussion! Ram-Man, ramme die Tür ein! Schleudere die Monster zur Seite und mach uns den Weg frei!“ befahl der König.

„Kein Problem. FOLGT MIR!“ brüllte Ram-Man, nahm Anlauf und krachte mit seinem Stahlschädel durch die schwere Kerkertür und warf jeden Schlangenmenschen um, der sich ihm in den Weg stellte. Der König und Skeletors Monster jagten laut schreiend hinterher, und erledigten die von Ram-Man übriggelassenen Schlangenmonster.

Teela, Arms und Skeletor jagten den Kämpfern hinterher, allerdings liefen sie nicht nach draußen, sondern nach oben zu den Laboratorien der Festung. Sie mussten He-Man unbedingt finden.

Vor der Festung wütete Rags Raptor wie ein Berserker. Mit seinem wuchtigen Schwanz holte er die Soldaten und die Masters von den Füßen, mit dem Schwert schlug er auf sie ein und mit seinem Pranken setzte er wuchtige Schläge. „Stratos, wir können die Linien nicht mehr halten“, rief Fisto rüber, und kämpfte mit 3 Schlangenmenschen gleichzeitig. „Wir müssen noch etwas Zeit rausholen! Ein wenig nur!“ „Wir können nicht mehr, die Übermacht ist zu stark!“

Plötzlich ertönte ein Grollen. Die Felslinge Stonedar und Rokkon ließen sich mit einer Steinlawine von einen nahegelegenen Berg rollen und rissen mehrere Schlangenmenschen mit sich. „Fisto, siehst Du, wir....“, wollte Stratos dem Freund zurufen. Doch da lag der Kämpfer mit der eisernen Faust bereits bewusstlos auf dem Boden. Aus einer Wunde am Kopf sickerte etwas Blut. Stratos schluckte.

„Ok, es ist vorbei“, dachte er sich. „Rück......“, begann er, doch da erwartete ihn eine Überraschung. Aus dem Schlangenberg stürmten plötzlich die Krieger Skeletors und warfen sich wie Berserker in den Kampf. Zur Verwunderung aller wurden die Monster angeführt von König Randor.

Das bloße Erscheinen ihres Königs weckte neue Kräfte bei den Soldaten der königlichen Wachen. Sie fassten neuen Mut und warfen wieder alles nach vorne. Rags Raptor fuhr herum. Skeletors Krieger waren befreit, dann würde es auch nicht mehr lange dauern, bis He-Man auf der Bildfläche auftauchen würde.

Wutentbrannt schlug Rags Raptor einen Soldaten zu Boden und hastete zum Eingang des Snake Mountain. Jeder Krieger, der sich ihm in den Weg stellte, ereignete dasselbe Schicksal. Schließlich erreichte der Schlangenmensch den Eingang und rannte in die Festung.

„Wie weit noch, Skeletor?“ Man-At-Arms atmete schwer aus. Sie rannten nun schon einige Minuten die Treppenstufen nach oben. „Wir sind gleich oben. Bist Du etwa schon müde, Duncan?“ spottete Skeletor. Doch der Waffenmeister antwortete gar nicht erst auf diese Frage.

„Da sind die Laboratorien!“ zeigte Skeletor den Weg. „Und da ist He-Man!“ rief Teela und zeigte auf ein Fenster des Labors. Tatsächlich, hinter der Scheibe befand sich He-Man, angekettet auf einem Metalltisch. Man-At-Arms schlug die Tür zum Labor ein und Teela und er traten zur großen Überraschung von He-Man ein.

„He-Man, endlich!“ sprach Teela und hastete zu dem Tisch, an den er gefesselt war. „Teela, Arms, seid vorsichtig, wir sind nicht....“, rief He-Man warnend, doch es war zu spät. Kaum hatten die beiden Kämpfer das Labor betreten, als sich 4 lange schwarze Beine von der Decke herabfallen ließen und die beiden packten. „Verflucht, was ist das?“ knurrte Arms und versuchte sich aus dem Griff der beiden schwarzen Beine zu befreien. Er sah nach oben. Und erschauderte. Eine riesige, schwarze Spinne seilte sich von der Decke herunter. Mit weit aufgerissenen Maul, aus dem zwei gewaltige Giftzähne ragten, kam das Monster auf ihn zu.

„Ein Spinnenmonster! Oh nein!“ kreischte Teela. Arms versuchte, sich mit Schlägen aus dem Griff zu befreien, doch es gelang ihm nicht. Stattdessen begann das Spinnenwesen, die beiden zu sich hochzuziehen. Teela schrie laut auf.

Da betrat Skeletor das Labor. Ein breites Grinsen zeichnete sich auf seinem knochigen Gesicht ab. „Oh, wie lange musste ich auf diesen Augenblick warten, meine größten Feinde in höchster Gefahr und mir hoffnungslos ausgeliefert. Warum kann mir das nicht unter besseren Umständen passieren?“ grinste er.

„Red nicht lang herum, hilf uns lieber!“ rief Man-At-Arms, nur noch wenige Meter zu dem fauchenden Ungeheuer entfernt. „Verdammt, wir haben Waffenstillstand!“ schrie Teela. „Jaja, beruhigt euch. Auch wenn es nicht meine Art ist, ich stehe zu meinem Wort. Denn diese neuen Schlangenmenschen sind ebenso meine Feinde, wie eure!“ Skeletor hob seinen Havoc    Staff. Gerade als das Spinnenmonster seine giftigen Hauer in Teelas Schulter versenken konnte, traf der Energiestrahl das Monster in der Schulter. Ein spitzer Schrei des Monsters, dann verlor es den Halt und stürzte mit seinen Gefangenen ab. Hart kamen alle drei auf dem Boden auf. Aractor, das Spinnenwesen, zuckte noch einige Male und blieb dann regungslos liegen.

„Autsch, mein Knöchel“, jammerte Teela. Sie war mit dem Fuß auf einer Unebenheit des Bodens aufgekommen und umgeknickt. „Teela!“ rief Arms. „Es geht schon, lasst uns lieber He-Man befreien. Teela, Arms und Skeletor versammelten sich um den Tisch, an dem der Held gefesselt war. Hastig nahm ihm Teela die Elektroden an seinen Schläfen und seiner Brust ab und Arms schaltete die Energiemaschinen der Fesseln ab. He-Man stöhnte auf. Er rieb sich über die Schläfen. Noch etwas schwerfällig stand er auf.

„Danke, Freunde..... und, Skeletor!“ fügte er an. Rasch ließ er sich berichten, was in der Zwischenzeit geschehen war. „In Ordnung, wir haben keine Zeit zu verlieren. Rags Raptor hat mein Zauberschwert, ich muss es mir wiederholen!“ He-Man sprang von seinem Tisch runter. Er hatte kaum wieder festen Boden unter den Füßen, als Rags Raptor sich krachend durch eine Wand schlug.

„He-Man! Die Zeit ist gekommen, unsere Kräfte zu messen!“ knurrte Rags Raptor und brüllte so laut auf, dass einige Steine aus den Wänden zu Boden fielen. „Was zu....“, Skeletor wich zurück. „Das ist nicht Rags Raptor!“ stammelte er. „Falsch, Knochengesicht, ich bin Rags Raptor, allerdings viel gefährlicher, als Du ihn Dir jemals vorstellen kannst!“ knurrte Raptor zurück.

„Du wirst mir gehorchen! Ich bin der Herr allen Bösen. Ich allein!“ sprach Skeletor und richtete seinen Skull Staff auf den Schlangenmenschen. „Du drohst mir?“ brüllte Raptor zurück. „Du wirst gehorchen!“ Jetzt!“ knurrte der Herr des Bösen und schoss einen Energiestrahl ab. Doch Rags Raptor hob nur die Hand und fing den Strahl auf, reflektierte ihn und gab ihn an Skeletor zurück. Der Herr der Unterwelt wurde an die Wand zurückgeworfen, wo er stöhnend liegen blieb.

„Arms, Teela, nehmt Skeletor und verschwindet. Ich regel´ das hier!“ rief He-Man und ballte die Fäuste. „Nein, He-Man, nicht. Er wird Dich töten!“ rief Teela. „Nun geht schon! Helft mir, indem ihr euch hier nicht als Ziel präsentiert. Diesen Kampf muss ich alleine führen!“

Hastig packte Arms den bewusstlosen Skeletor und verschwand mit Teela aus dem Laboratorium. „So, Dämon, jetzt sind nur noch wir zwei übrig!“ sprach He-Man ernst und ohne den Gesichtsausdruck zu verändern. Raptor grinste.

„Du sagst es, He-Man! Diesen Kampf führst Du alleine! Nicht einmal Dein Schwert wird Dich unterstützen!“ Rags Raptor lachte auf und streckte sein schwarzes Schwert des Bösen in die Höhe. Es funkelte dämonisch auf und gab He-Man kurz den Blick auf das Zauberschwert frei. He-Man riss die Augen auf.

„Mein Schwert! Was hast Du damit gemacht?“ brüllte He-Man. „Es wird nie mehr dasselbe sein. Es ist nun das schwarze Schwert der Schlangenmenschen und wie ich Dir schon sagte, es wird das Schwert sein, dass Dir den Tod und Eternia das Armageddon bringen wird!“ Rags Raptor holte aus und schlug mit dem Schwert nach He-Man. Dieser wich aus und  verpasste dem Schlangenmenschen einen wuchtigen Tritt in den Leib. Rags Raptor taumelte einige Schritte zurück, war aber ansonsten eher unbeeindruckt von dieser Attacke. Der Schlangenmensch stürmte wieder nach vorn und verfehlte He-Man nur um Haaresbreite. Der Held rutschte über den Boden unter der tödlichen Klinge her.

Inzwischen hatten Teela, Arms und Skeletor den Ausgang des Snake Mountain erreicht. Sofort wurden sie von einer Horde Snake Men angegriffen. Doch einige der Masters und Soldaten warfen sich den Angreifern entgegen. „Teela, geh zum König. Wir müssen hier verschwinden. Die Linien können nicht mehr lange gehalten werden. Die Bergung der Verletzten hat jetzt oberste Priorität. Ich werde noch mal nach oben gehen und versuchen He-Man zu helfen. Er schafft es vielleicht nicht alleine.“

Hastig gab Arms den Herrn des Bösen an einige seiner Monsterkrieger ab. Teela kämpfte sich zum König durch, und Arms eilte zurück in den Snake Mountain.

Unterdessen wurde der Kampf zwischen Rags Raptor und He-Man immer mörderischer. Längst hatten sie große Teile des Labors während des Kampfes zerstört, kleinere Feuer begannen aufzulodern.

Gerade als Raptor wieder zu einem gefährlich nahen Schlag ausholen konnte, schlug He-Man seine Armbänder aufeinander.

„Bei der Macht von Grayskull, ich rufe den Donnerschlag der Giganten!“

rief He-Man. Sofort umhüllte ihn eine magische Aura, wie schon einige Male vorher, als er den Donnerschlag heraufbeschwor.

He-Man wich dem Angriff Raptors aus, machte eine Drehung und holte aus. Er schlug in Richtung Rags Raptor, obwohl dieser außer Reichweite seiner Fäuste war. Doch der Donnerschlag leistete ganze Arbeit. Der Schlangenmensch wurde, wie von einer unsichtbaren Hand geschlagen, erfasst und nach hinten geworfen. Raptor stöhnte auf. Im Flug verlor er das schwarze Schwert, das klirrend auf dem Boden aufkam.

He-Man hastete los. Er musste das Schwert bekommen, bevor Raptor es wieder in die Finger bekam. Dieser Schlangenmensch war das stärkste und mächtigste Wesen, das ihm jemals begegnet ist, und ohne sein Zauberschwert würde es ihm nicht gelingen, ihn zu besiegen.

Rags Raptor erkannte He-Man`s Plan. Doch erstaunlicherweise tat er nichts, um sich das Schwert zurückzuholen. Er grinste nur und seine roten Augen weiteten sich. Und dann war es soweit. He-Man bekam das Schwert zu fassen. He-Man streckte es in die Höhe.

„Nein, He-Man, tu es nicht!“ ertönte plötzlich die leise Stimme der Sorceress. Doch He-Man hörte sie nicht. Er sprach die magischen Worte:

„Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Zauberkraft!“

Doch was dann geschah, damit hatten wohl He-Man und Rags Raptor nicht gerechnet.

Das Schwert begann auf einmal zu strahlen, heller als jede Sonne. He-Man zuckte zusammen. Das Schwert brannte sich in seine Finger. Er schrie auf. Das helle Licht umgab ihn vollständig. Blitze zuckten, und dunkler Donner hallte. Raptor sah weg, weil das helle Licht ihn blendete. He-Man schrie immer lauter. Er schien Schmerzen zu haben, Schmerzen, die noch niemand vor ihm gehabt haben muss. Und dann geschah das Unfassbare.

He-Man wurde durchsichtig, aber in He-Man erschien plötzlich Adam! Es sah aus, als wenn sich He-Man auflöste und Adam unter sich freigab. He-Man wurde immer transparenter und war plötzlich verschwunden! Anstelle von He-Man stand nun Prinz Adam im Raum.

Prinz Adam ließ das Schwert fallen und sackte zu Boden. Noch bevor Rags Raptor seine Augen wieder öffnete, kam Man-At-Arms in den Raum, packte Adam und das Schwert, nahm ihn auf die Schulter und rannte wieder hinaus. Doch schon bald bemerkte der Schlangenmensch, was geschehen war und jagte hinterher.

Als Man-At-Arms den Schlangenberg endlich verließ, wartete unten schon die nächste negative Überraschung auf ihn. Den Masters und den Soldaten war es inzwischen gelungen, die Verletzten zu bergen und zu starten. Doch sie hatten nicht daran gedacht,  Arms und He-Man ein Fahrzeug zurückzulassen. Und so blickte Arms in mehrere Dutzend Augen sabbernder und geifernder Schlangenmenschen, die gierig ihre schuppigen Krallenhände nach ihm streckten.

Doch da hörte Arms ein vertrautes Geräusch. Ein Wind Raider näherte sich dem Snake Mountain, den Frontanker weit herabgelassen. Arms zögerte keine Sekunde. Er rannte los, stieß einige Schlangenmenschen zu Boden und bekam tatsächlich den Anker zu fassen. Arms hangelte sich an den Anker, der wenige cm über den Boden schwebte, bis er endlich abhob.

Rags Raptor kam nun auch endlich aus dem Schlangenberg. Wutentbrannt sah er, dass der Waffenmeister mit He-Man entkommen war.  Er biss die Zähne aufeinander und ballte die Fäuste. „Entkommen!“ knurrte er leise.

Die Schlangenkrieger rotteten sich um ihren Meister und zischten aufgeregt. „Ihr habt eine große Schlacht geschlagen, und es hat viele Opfer gegeben. Aber die größte wird erst noch kommen. Eine Schlacht, wie sie dieses Universum noch nicht gesehen hat! Und wir werden diese Schlacht gewinnen!!!“ brüllte Raptor. Seine Monsterkrieger johlten kreischten auf. Rags Raptor, oder besser Ssssaro Raptor, ließ sich feiern.

Doch da wurde der Siegestaumel durch eine Explosion im Snake Mountain gedämpft. Raptor wich erschrocken um. „Das Labor mit den Klonmaschinen!“ kreischte er auf. „Zerstört!“ Auch seine Monster zuckten zusammen.


Am Anker des Wind Raider hing Duncan und ließ die kleine Fernbedienung fallen, mit der er die Klonmaschinen im Snake Mountain zerstört hatte. Er lächelte kurz, als er zum Schlangenberg zurückblickte, doch nur Sekundenbruchteile später war ihm wieder die gegenwärtige Lage bewusst. Er blickte zu Adam, der sich seit seiner gewaltsamen Rückverwandlung von He-Man noch nicht wieder gerührt hatte.

Kurze Zeit später landete der Wind Raider und setze Arms und Adam sicher ab. Doch als der Waffenmeister in die Kabine des Fahrzeuges blickte, war sie zu seiner großen Überraschung leer. Scheinbar hatte niemand den Wind Raider geflogen und Man-At-Arms und Adam gerettet. Doch Duncan war diesem Niemand sehr dankbar.

Der Waffenmeister legte Adam vorsichtig in den Raider und startete die Maschine wieder. Es gab nur einen Ort, wo dem Prinzen jetzt noch geholfen werden konnte. Schloss Grayskull.........



to be continued....


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