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  • 23.09.2018, 05:46:53

Autor Thema: Secrets of Preternia 2: A Light in the Dark  (Gelesen 805 mal)

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Offline ClampChamp

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Secrets of Preternia 2: A Light in the Dark
« am: 26.08.2013, 14:40:44 »
Und Teil 2:

Knackend loderte das kleine Lagerfeuer, das sich He-Man entzündet hatte, um sich aus dem Kältegriff der hereingebrochenen Nacht ein wenig zu befreien. Nachdem er aus der Vergangenheit zurückgekehrt war, wo er He-Ro geholfen hatte, die dunkle Macht von Grayskull zu bekämpfen, fand er sich in einer veränderten Gegenwart wieder. Doch es war nicht sein Eingreifen in die Geschehnisse der Vergangenheit gewesen, das diese neue, dunkle Zeit geschaffen hat. Hordak, der Anführer der Wilden Horde, hatte es irgendwie geschafft, He-Man nach Preternia zu folgen, um die Vergangenheit zu manipulieren, und so den Ablauf der Geschichte zu verändern. He-Man wusste nicht, was er genau angestellt hatte, doch Hordak hatte irgendetwas getan, damit Eternia zu einer trostlosen Wüste mit gigantischen Fabrikanlagen wurde, die pausenlos giftige Dämpfe in die Atmosphäre des einstmals schönsten Planeten des Universums pusteten. Sie waren so dicht, dass sie fast die Monde des Planeten verdunkelten, so dass kaum etwas in der Ebene zu erkennen war.

He-Man legte ein Stück morsches Holz, das sich noch zum Verbrennen eignete, in die Flamme, die leicht aufhellte. Das Holz knackte im Feuer kurz auf. Das Licht war aus der Ferne nur schwer auszumachen, da sich He-Man zusammen mit seinem treuen Weggefährten Battle Cat, der ebenfalls mit nach Preternia gegangen war, in eine Höhle in der Nähe von Castle Grayskull zurückgezogen hatte. He-Man lehnte sich zurück gegen die Kampfkatze, die hinter ihm lag und ruhig atmete. Er blickte rüber zum Schloss Grayskull. Ein Schaudern überkam ihm. War dies überhaupt noch sein Castle Grayskull? He-Man weigerte sich fast es zu glauben. Denn anstelle des riesigen Totenschädels, der den Eingang in die Burg darstellte, bildete nun die überdimensionale Fratze Hordaks das Portal der alten Festung. He-Man schüttelte fassungslos den Kopf. Hordak musste großen Schaden in der Vergangenheit angerichtet haben, um den Lauf der Geschichte so zu seinen Gunsten geändert haben zu können. Wie mag das Leben wohl auf Eternia nun sein? Was machten seine Freude? Ging es Ihnen gut? Fragen, auf die es heute keine Antwort mehr gibt, sagte sich He-Man. Bald hatte ihn die Erschöpfung übermannt und er schlief ein. Nach einiger Zeit erlosch auch das Feuer und der letzte Funken Glut verglimmte unter den mechanischen Geräuschen der umstehenden Fabriken, die ununterbrochen ihren giftigen Atem ausspuckten.

„AAAAHHHHHHHHHHHHHHH“, ertönte plötzlich ein Schrei. He-Man wurde aus dem Schlaf gerissen. Er rieb sich kurz die Augen und trat zum Höhleneingang. Es war bereits früher morgen. „Da ist einer der Rebellen. Fangt ihn!“ erhallte eine dunkle Stimme, die von Waffenklirren und lauten Fußtritten begleitet war. Und wieder kam ein Schrei.“ NEIN, IHR MONSTER!“

He-Man zögerte nicht. Er zog sein Schwert und rannte aus der Höhle in Richtung der Schreie. Battle Cat, ebenfalls durch den Lärm aus dem Schlaf gerissen, folgte ihm. He-Man hastete in den Wald nahe Grayskull. Und schon konnte er die Angreifer sehen. 10 Horde Trooper sondierten das Gelände. Bei ihnen war ein Monster, das He-Man noch nie zuvor gesehen hatte. Es hatte einen rot-schwarzen Drachenkopf, Krebsscheren als Hände und sein Oberkörper war übersät mit spitzen Stacheln. Er schien der Anführer der Horde-Truppen zu sein.

„Sucht sie, sie muss hier irgendwo sein. Der Marschall will sie haben“, fauchte das Drachenmonster, und begann selber, mit seinen Scheren einen Busch zu bearbeiten. Sofort begannen die Trooper, alles zu durchforsten.

„Hey, wer ist das?“ fragte plötzlich ein Trooper und zeigte auf He-Man, der mit erhobenen Schwert angestürmt kam. „Ich weiß nicht, aber er scheint zu den Rebellen zu gehören. Schießt auf ihn!“ brüllte der Drache.

Sofort richteten einige der Trooper ihre Waffen auf He-Man, um zu feuern. Doch bevor alle schießen konnten, peitschte Battle Cat aus dem Unterholz und fegte einige der Soldaten um. Die wenigen Laserschüsse, die abgefeuert wurden, wehrte He-Man gekonnt mit seinem Schwert ab. Das Drachenkopfmonster knurrte auf und rannte selbst nun auf He-Man zu, bereit ihn mit seinen Kneifern zu packen. Währenddessen jagte Battle Cat hinter einigen Troopern her, die schreiend vor ihm wegrannten.

„Jetzt werde ich Dir zeigen, was es heißt, sich mit Soldaten der Imperialen Horde anzulegen“, fauchte der Drachenkopf. He-Man stutzte kurz. Imperiale Horde? Sollte die Lage doch schlimmer sein, als er bisher gedacht hatte? Doch da hatte ihn das Monster bereits erreicht und schnappte zu. He-Man wehrte ab. Doch es ließ sich nicht beirren und kämpfte wie besessen. Selbst He-Man war verwundert über die Stärke dieses Wesens.

Unterdessen räumte Battle Cat unter den Hordesoldaten auf. Die grauen Ritter rannten kopflos durcheinander. Und dann witterte die Katze plötzlich jemanden. Er blickte sich hastig um, und sah in einem Gebüsch jemanden sitzen. Gerade als er auf das Gebüsch zulaufen wollte, passierte es. Einer der Trooper zielte auf den Tiger und schoss. Eine Salve traf den Kampftiger, der leblos zu Boden ging. Bevor Battle Cat seine Augen schloss, sah er noch, wie sich eine Frauengestalt aus dem Gebüsch erhob und davonrannte.

„Du bist sehr stark für einen Rebellen“, erkannte der Drachenkopf an, „doch gegen mich, den mächtigen Raptyle, bist Du machtlos.“ Raptyle hieß also dieses Wesen, das versuchte, He-Man mit seinen Klauen außer Gefecht zu setzen. Doch dazu sollte es nicht kommen. He-Man schnappte sich diesen Raptyle in einem guten Moment und schleuderte ihn in einen Busch, wo er krachend einschlug. He-Man sah sich flugs nach Battle Cat um. Er sah ihn einige Meter entfernt auf dem Boden liegen, einige Trooper waren gerade dabei, ihn zu fesseln.

„Battle Cat!“ rief He-Man. Dann schrie er kurz auf. Zwei spitze Dolche hatten sich seitlich in seine Hüfte gerammt und pumpten ein Gift in seinen Körper. He-Man stöhnte auf. Er blickte sich noch um, erkannte die schemenhaften Umrisse einer Person und sank dann wie sein Weggefährte zuvor ohnmächtig zu Boden.

Raptyle hatte sich inzwischen aufgerappelt und kam wütend, noch mit etwas Laub und Moos bedeckt, zu He-Man zurück. „Na, wieder Ärger mit den Rebellen gehabt, Raptyle?“ lachte der andere. „Ach red nicht davon, in letzter Zeit werden sie immer dreister. Und dieser hier scheint ein ganz schlauer zu sein. Solch eine Kraft hab ich bei einem Rebellen noch nicht erlebt. Ich frage mich, wo der auf einmal herkommt“, knurrte Raptyle.

„Und was ist mit ihr?“ fragte der Fremde. Raptyle blickte sich nach seinen Soldaten um, von denen die meisten gerade dabei waren, Battle Cat auf einen Karren zu hieven. „Sie ist entkommen“, musste sich Raptyle eingestehen. „Das wird dem Marschall nicht gefallen. Das könnte Dich Deinen Rang als Colonel kosten.“ „Vielleicht nicht, wenn ich ihm diese beiden da bringe. Der Marschall könnte sich beim Imperator wieder ein wenig Lieb Kind machen, wenn er ihm diesen Kämpfer für seine Arena bringt“, antwortete Raptyle. „Wir werden sehen, aber vergiss nicht zu erwähnen, dass ich es war, der den blonden Hünen zur Strecke gebracht habe“, verkündete der andere stolz. „Das werde ich schon nicht vergessen, Razoraxe!“ sprach Raptyle mit zugekniffenen Augen. Ihm gefiel es nicht, dass er seinen Ruhm mit Razoraxe teilen musste, aber geschehen war nun mal geschehen. Raptyle gab seinen Leuten den Befehl, He-Man mit Energieketten zu fesseln. He-Man wurde neben Battle Cat auf einen Karren verstaut und Richtung Stadt gebracht, während Raptyle und Razoraxe in einen Hordegleiter stiegen und davonflogen.


Unterdessen, in einem geheimen Lager im Ewiggrünen Wald

„Wo bleibt sie nur? Sie ist schon überfällig“, sprach eine sanfte Frauenstimme, doch hörte man die Sorge aus dem Klang heraus. „Beruhige Dich, Teelana, sie wird schon kommen“, bekam sie als Antwort. Der Mann, der im Hintergrund des Zeltes auf einem Stuhl saß, versuchte die Frau, die seit Stunden aus dem Zelt blickte und auf die Rückkehr ihrer Tochter wartete, zu beruhigen. „Du hast leicht reden, Randor, Du wartest ja nicht auf Deine Tochter“, sprach Teelana, und bedauerte ihren Ausspruch in derselben Sekunde. Sie trat zu Randor, der betrübt nach unten blickte. „Es tut mir leid, das waren die falschen Worte. Ich wollte nicht,...“, begann sie. „Es reicht. Es ist schon so lange her, die Sache mit Adam und Adora, wollen wir es vergessen“, sprach Randor und blickte Teelana mit einem kleinen Lächeln an.

Teelana fühlte den Schmerz ihres Freundes Randor, der aus einem alten Herrschergeschlecht entstammte, das jedoch vor fast 1000 Jahren von Hordak entmachtet worden ist. Seine beiden Kinder Adam und Adora wurden als Kinder barbarisch von Truppen der Imperialen Horde entführt, dabei verstarb seine geliebte Frau Marlena, die als Rebellin von dem von der Horde eroberten Planeten Erde gekommen war, um auf Eternia gegen Hordak und seine Monster zu kämpfen. Einige Gerüchte besagten, dass Adam und Adora nun hohe Offiziere der Horde sein, andere Berichte lauteten, dass beide bei den im Imperium vielgeliebten Kämpfen auf Leben und Tod in den Arenen der Fright Zone ums Leben gekommen sind. Doch tief im Herzen Randors waren beide am Leben und seine Kinder.

Plötzlich wurde der Vorhang des Zeltes aufgerissen, und ein Mann mit drei Augen blickte hinein. „Sie ist auf den Weg hierher!“ rief er. Teelana sprang auf. Auch Randor erhob sich. „Wirklich?“ sprach sie, „ist das sicher, Tri-Klops?“ „Ja, ich habe sie gesehen“, sprach der Kundschafter. „Einige sollten ihr entgegengehen“, sprach Randor, „sie hat wichtige Berichte für uns!“ „Ich übernehme das“, sprach Tri-Klops, „ich nehme Mer-Man und Buzz-Off mit.“ „Gut, beeilt euch!“ freute sich Teelana und umarmte Randor. Ihrer Tochter ging es also gut, und es würde nicht mehr lange dauern, bis sie sie endlich wieder in die Arme schließen kann.


Unterdessen, in einem Verlies der Horde

„Hey, Du, wach auf!“ ertönte eine Stimme. Gleichzeitig verspürte He-Man einen wuchtigen Tritt in die Seite. Er zuckte zusammen und stöhnte auf. „Genug geschlafen, der General kommt gleich und holt Dich ab!“ ertönte erneut die Stimme. Irgendwie kam He-Man die Stimme vertraut vor. Er richtete sich auf und rieb sich die Augen. Als er sah, wer mit ihm da gesprochen hat, stockte ihm der Atem. Die Person, die gerade wieder das Energiegitter sicherte, aus dem er gerade getreten war, um He-Man unsanft zu wecken, war Man-E-Faces! He-Man stand schwerfällig auf und blickte seinen Freund an, der gerade ein paar Daten in ein Computerterminal eingab. Er konnte es nicht glauben, sein Freund Man-E-Faces gehörte zur Horde. Diese Welt schaffte es immer wieder ihn aufs Negative zu überraschen. Gerade als He-Man ihn ansprechen wollte, vernahm er eine Stimme hinter sich.

„Vergiß es, der spricht nur mit Dir, wenn er will“, sprach die Stimme. He-Man drehte sich um. Erst jetzt bemerkte er, dass hinter ihm noch jemand in der Zelle saß. He-Man trat zurück. Jetzt erkannte er, mit wem er die Zelle teilte. Ihm stockte der Atem. Er hatte diese Person schon einmal gesehen. Ganz kurz. In einem geheimen Kellergewölbe unter der Fright Zone auf Etheria. Auf der Pritsche an der Wand saß Keldor, der Bruder von Randor.

„Das Vielgesicht redet nicht sehr viel, also versuch´s erst gar nicht“, sprach Keldor ruhig, „außerdem hast Du es ja bald hinter Dir. Wenn Du ein Rebell bist, töten sie Dich gleich, und wenn nicht, schicken sie Dich in die Arena, um dem Imperator im Kampf zu dienen. So dient jeder auf seine Weise dem Imperium.“

„Warum bist Du hier?“ fragte He-Man und setze sich neben Keldor, stetig darauf bedacht, die Fesseln an seinen Handgelenken zu sprengen. „ Das schaffst Du auch nicht, die Fesseln hat der Imperator mit seiner Magie erschaffen. Niemand kann sie sprengen. Sie sind behaftet mit der alten Macht von Grayskull“, sprach Keldor und lehnte sich zurück.

„Die alte Macht von Grayskull?“ fragte He-Man, „erzähl mir mehr. Wie konnte Hordak so mächtig werden?“ He-Man hatte den Versuch die Fesseln zu sprengen aufgegeben und lauschte nun den Worten Keldors, um so mehr zu erfahren, was geschehen ist.

Keldor führte lange aus, und erzählte Dinge, die He-Man längst wusste. Und dann kam er endlich zum interessanten Teil für He-Man. „Angeblich hat Hordak vor 1000 Jahren die Saat des Bösen empfangen, eine Kraft, die die dunkle Macht von Grayskull genannt wurde. Woher sie kommt, weiß niemand mehr.“ He-Man nickt nur. Er wusste es ja. „Hordak hat mit der dunklen Macht von Grayskull auch die helle Macht von Grayskull erobert, und damit war er unbesiegbar. Danach hat er sogar Hordes Prime, den Anführer der gesamten Horde, besiegt und seine Magie aufgenommen. Hordak stieg zum Imperator auf, aber er ist mehr. Er ist ein Gott. Er ist unbesiegbar und seine Macht macht ihn unsterblich. Im Laufe der Jahrhunderte hat er fast die gesamte Galaxie unterjocht, er ist Herrscher über Milliarden.“

„Unglaublich, das alles muss kurz nach meiner Abreise aus Preternia geschehen sein“, murmelte He-Man. „Was murmelst Du?“ fragte Keldor. „Ähm, nichts, es ist nur so unglaublich wie groß das Imperium ist“, versuchte He-Man sich rauszureden. „Das ist es. Allein die Fright Zone auf Eternia, sie ist ein Fünftel so groß wie der gesamte Planet. Sie ist in 72 Distrikte aufgeteilt. Hordak hat jeden seiner treusten Kämpfer zu einem Distriktkommandanten gemacht, die im Rang eines Marschalls stehen. Diese sind...“, begann Keldor, als er unterbrochen wurde.

Die Tür ging auf und drei Personen kamen die Treppe hinunter. He-Man erkannte sie. Es waren Dragstor, Mantenna und Fisto. „Fisto also auch“, dachte He-Man und sah traurig zu den Dreien rüber. Man-E-Faces kam hinter dem Pult hervor und verneigte sich.

„Ist das der Rebell, der unsere Leute angegriffen hat?“ fragte Dragstor. „Ja, General. Er ist erst vor kurzem erwacht“, sprach Man-E-Faces unterwürfig. „Na, das wird wohl sein letztes Schläfchen gewesen sein“, lachte Dragstor. Er gab Mantenna und Fisto ein Zeichen, He-Man aus der Zelle zu holen. Bevor sie ihn wegzogen, fragte He-Man Keldor: „Warum bist Du hier?“ „Ich gehörte auch mal zur Horde. Aber ich habe Geheimnisse an die Rebellen verraten. Ich werde morgen nach den Arenakämpfen hingerichtet“, sprach Keldor, ohne eine Miene zu verziehen.

„Das ist auch die Strafe, die Du verdienst, Verräter“, brüllte Dragstor und schlug Keldor ins Gesicht, so dass er von der Bank fiel. „Lasst ihn, er ist ein alter Mann“, schrie He-Man und strampelte gegen die Fesseln. Dragstor trat auf He-Man zu. „Ein ganz Wilder also“, lachte Dragstor und rammte He-Man seine Faust in den Magen, so dass ihm die Luft wegblieb. He-Man krümmte sich zusammen.  „Bringt ihn weg, er soll bei den Spielen morgen sein Können unter Beweis stellen. Und wo ist sein Tiger?“ wandte sich Dragstor an Man-E-Faces. „Er wird zur Zeit zum Raubtiergehege gebracht“, antwortete Man-E-Faces. „Gut, der Imperator wird ihn sich bald ansehen. Ist das sein Schwert?“ fragte Dragstor und deutete auf das Zauberschwert. Erst jetzt bemerkte He-Man, das es in einer Ecke stand. Man-E-Faces nickte. „Ich bringe es dem Imperator. Er mag Waffen, und dies ist ein edles Schwert. Bringt ihn endlich weg“, herrschte er Fisto und Mantenna an. He-Man wurde unsanft hinausgebracht. Keldor sah ihm aus der Nase blutend hinterher. „Viel Glück, mein Freund“, hauchte er. Dragstor griff sich das Schwert, blickte noch einmal verächtlich auf Keldor und ging seinen Leuten hinterher.


Im Ewiggrünen Wald

Vorsichtig suchte sich Teela ihren Weg durch den Ewiggrünen Wald. Immer wieder musste sie Umwege gehen, weil sich ihr Hordepatrouillen näherten. Teela blickte auf ihre Tasche. In ihr befanden sich Informationen von unschätzbaren Wert für die Rebellion. Geheime Daten, Transfercodes, Waffenstärken, alles was wichtig sein könnte, hat ihr ihr Informant in der Fright Zone gegeben. Nun musste sie es schaffen, zurück in das Lager zu gelangen. Entgegen den Willen ihrer Mutter Teelana, der Anführerin der Rebellen, war sie allein gegangen. Alleine hatte sie eine viel besserer Chance, den Truppen Hordaks auszuweichen. Außerdem könnte sie es sich nicht verzeihen, einen Freund im Kampf gegen die Hordes zu verlieren oder zurückzulassen, um sich selbst zu retten.

Endlich rückten die nahe bei ihrem Versteck suchenden Trooper ab. Jetzt konnte sie es wagen, und versuchen, ihrem Ziel ein wenig näher zu kommen. Doch weit gefehlt, kaum hatte sie ihren geheimen Unterschlupf verlassen, als sich neue Trooper näherten. An der Spitze gingen Raptyle und Razoraxe mit. Teela duckte sich und versteckte sich in einem Busch. Sie konnte hören, was die Hordekämpfer besprachen.

„Und Du hast nicht mal ein Danke bekommen?“ fragte Razoraxe. „Nein, er wurde in ein Hordegefängnis gebracht, wo General Dragstor ihn abgeholt hat. Der Fremde soll morgen in der Arena kämpfen. Und dabei habe ich ihn gefangen!“ maulte Raptyle. „Wir haben ihn gefangen“, verbesserte Razoraxe das Drachenmonster. „Is` doch egal, keiner von uns zieht daraus seinen Vorteil. Dragstor wird eh sagen, dass er ihn...“, führte Raptyle fort, stoppte dann jedoch. „Hast Du das gehört?“ ermahnte er Razoraxe zum Stillsein. „Nein, was denn?“ fragte Razoraxe, konnte jedoch keine Antwort mehr bekommen, denn aus dem Gebüsch traf Raptyle ein Laserstrahl mitten in den Kopf und sprengte ihm den halben Schädel weg. „Oaaarggggghhhhhhhhhhhh“, schrie das Monster noch auf, sank dann aber tödlich getroffen zu Boden und blieb blutend liegen. „In Deckung“, schrie Razoraxe, der sich etwas von Raptyle`s Blut aus dem Gesicht wegwischte, und seine Waffe zog.

Teela blickte mit großen Augen auf das Geschehen. Doch sie war in Gefahr. Querschläger konnten allzuleicht in ihr Versteck einschlagen und sie verletzen. Doch wenn sie jetzt aus ihrem Versteck kommen würde, würde sie in die Hände der Horde fallen, und direkt von den Troopern ins Feuer genommen werden. „Fliegen müßte man können“, dachte Teela. In ihren Überlegungen merkte sie nicht, wie sich langsam zwei Klauen von hinten näherten und sich langsam vor ihren Mund legten. Erschrocken blickte sich Teela um, während vor ihr die Schüsse peitschten.

Erleichterung machte sich in ihr breit, als sie sah, wer da hinter ihr war. Es war Buzz-Off, der Wespenmensch, der nun, nachdem Teela ganz sicher nicht mehr schreien würde, seine Klaue von ihrem Mund nahm. Er winkte Teela mitzukommen. Teela machte hingegen eine Kopfbewegung in Richtung der Schüsse auf die Horde und setzte einen fragenden Gesichtsausdruck auf. „Mer-Man und Tri-Klops“, flüsterte Buzz-Off, „sie lenken sie ab.“ Buzz-Off nahm Teela an die Hand und führte sie etwas zur Seite. „Der Weg ist frei“, flüsterte er und nahm Teela nach einigen Metern auf die Arme. Dann wurde der Kampflärm plötzlich lauter.

„Da sind sie. Verdammte Rebellen. Feuert!“ ertönte plötzlich die Stimme von Razoraxe. Gleich darauf hörte Teela Lasersalven und Schreie. Teela schluckte. Sie riss die Augen auf. Dann war es still. „Harr, euch haben wir bekommen. Ihr schadet der Horde nicht mehr!“ sprach Razoraxe. Teela blickte Buzz-Off an, doch er brauchte gar nichts zu sagen. Sein Gesichtsausdruck verriet Teela bereits alles. Teela begann leise zu schluchzen, während sich Buzz-Off in die Lüfte erhob und in Richtung des Lagers flog.



Fright Zone

He-Man kniff die Augen zusammen und legte die Hände schützend vors Gesicht, als sich die Ladeluke des Transporters öffnete und helles Licht hereinfiel. Die Fahrt hatte nicht besonders lang gedauert, trotzdem kam es ihm in dem völlig dunklen Container wie eine Ewigkeit vor. Er hatte in der Zeit viel an seine Freunde gedacht, an Teela, Man-At-Arms, und die anderen, aber auch an seinen Kampfgefährten Battle Cat. Wo mochte die Kampfkatze nun sein? Man-E-Faces sagte etwas von einem Raubtiergehege, aber wo war dieses Gehege? Und noch viel wichtiger war die Frage, wie He-Man wieder in die Vergangenheit, nach Preternia, gelangen sollte, um Hordak von seiner Manipulation der Geschichte abzuhalten. He-Man schluckte. Es schien einfach nicht mehr Tag zu werden für Eternia. Der kalte Griff der Wilden Horde hatte sich um den Planeten gelegt und drückte erbarmungslos zu.

Fisto und Mantenna stiegen in den Container und zogen He-Man mit Gewalt heraus. Dies war zwar nicht nötig, doch den Hordes war dies egal. Sie genossen es geradezu, gewalttätig zu sein. He-Man fühlte sich von Stunde zu Stunde kraftloser. Er vermutete, dass dies mit der Macht von Grayskull zusammen hing, die in dieser Zeit ja nicht mehr existent war, und auf Hordak übertragen war. Die Hordekämpfer schleiften He-Man wie ein trotziges Vieh hinter sich her durch den Seiteneingang eines riesigen Gebäudes, das an allen Seiten mit prachtvollen Skulpturen verziert war. Es handelte sich um eine der Arenen, in denen Todgeweihte um ihr Leben kämpfen mussten. Und hier sollte nun auch He-Man kämpfen!

Es ging durch mehrere Korridore und viele Treppen hinunter, bis sie endlich vor einer Art Verlies stillhielten. Fisto schloss eine Tür auf, und Mantenna stieß He-Man hinein, wo er hart auf den Boden aufschlug. Der Späher der Horde rief ihm noch hinterher: „Ruh Dich etwas aus, Rebell, bevor Du morgen in der Arena sterben wirst!“ Danach lachte er auf. Noch während Fisto die Tür wieder abschloss, stürmte jemand die Treppe hinunter. He-Man lauschte an der Tür.

„Habt ihr schon gehört? Es hat Raptyle erwischt!“ keuchte eine Stimme. „Waaaas?“ ertönte Fisto. „Wie ist das möglich?“ fragte Mantenna. „Es war ein Hinterhalt im Ewiggrünen Wald. Zwei der Rebellen wurden ebenfalls getötet. Ich muss weiter!“ sprach die Stimme und verschwand wieder.

„Diese Rebellen“, fluchte Fisto und rammte seine Faust wütend gegen die Tür, in der sie gerade He-Man gesperrt hatten. He-Man wich erschrocken zurück. Der Hall des Schlages dröhnte in seinem Ohr. „Aber bald haben wir euch, dann ist es vorbei mit der Rebellion. Komm, Mantenna.“ He-Man hörte eine Tür quietschend ins Schloss fallen, dann war es still. He-Man setze sich auf seine Pritsche. „Ihr Götter Eternias, was kann ich nur tun?“ sprach er leise zu sich und schlug die Arme vors Gesicht. Da hörte er ein Kratzen an der Wand.


Im Evergreen Forest

Buzz-Off, der Herr der Wespen, trug Teela sicher auf seinen Armen durch die Luft zurück ins Rebellenlager. Die Kriegerin schluchzte noch immer über den Tod von Tri-Klops und Mer-Man. „Die Horde macht keine Rebellengefangenen. Sie wußten was sie taten. Das wichtigste ist jetzt, dass die Informationen ins Lager kommen“, versuchte Buzz-Off sie zu beruhigen. „Ist es das? Sind ein paar Zettel und Daten wirklich wichtiger als zwei Leben?“ fragte Teela mit verweinten Augen. „Wenn sie helfen, um einen Schwachpunkt der Horde zu finden, um sie endlich zu besiegen, um Millionen zu retten, dann ja. Sie haben sich für die Sache geopfert. Und Du weißt, wie schlecht es um die Rebellion steht. Dies wird vielleicht unsere letzte Möglichkeit sein, einen Schlag gegen Hordak und sein Imperium des Grauens auszuführen“, erklärte der Wespenmensch mit fester Stimme. Doch Teela trösteten diese Worte wenig. Sie drückte den Leinensack mit den Informationen fester an sich und hielt sich an Buzz-Off fest. Nach kurzer Zeit landete Buzz-Off vor einer Felswand und ließ Teela herunter. Er blickt sich um. „Keine Hordes in der Nähe, gut“, sprach er. Er zog ein kleines Gerät aus der Tasche, nahm Teela an die Hand und aktivierte es. Ein flimmernder Schild legte sich um beide. Dann traten beide auf den Fels zu und hindurch. Der Felsen war in Wirklichkeit ein Tarnschild, der das Rebellencamp unsichtbar machte. Auf der anderen Seite deaktivierte Buzz-Off wieder das Gerät. Der Schild verblasste und verschwand schließlich.

„Teela, endlich!“ rief Teelana, und rannte auf ihre Tochter zu, um sie in die Arme zu schließen. Randor folgte ihr. Das Wiedersehen von Mutter und Tochter wärmte ihm das Herz. Überschwänglich nahm Teelana ihre Tochter in die Arme. Buzz-Off übergab die Tasche mit den Informationen über die Horde an Randor. „Tri-Klops und Mer-Man?“ fragte Randor den Wespenmenschen, obwohl er die Antwort schon vermutete, da die beiden nicht ins Lager zurückgekehrt waren. Buzz-Off schüttelte kurz den Kopf. Randor schloss die Augen und atmete schwer aus. „Nun, dann wollen wir die Daten einsehen“, sprach Randor und ging mit Buzz-Off in ein Zelt.

„Mutter, es war so furchtbar. Die Schüsse und die Schreie. Ich werde sie mein Lebtag nicht mehr vergessen“, schluchzte Teela. „Ich kann Dich verstehen, aber es zeigt uns, dass wir die Horde mit allen Mitteln bekämpfen müssen. Tri-Klops und Mer-Man sind nicht umsonst gestorben. Sie werden für immer in unserer Erinnerung bleiben. Komm, Teela, ruhe Dich aus“, antwortete ihre Mutter und hielt sie fest im Arm.

„Mutter, wer ist eigentlich dieser blonde Krieger, den die Hordes gefangengenommen haben? Ich habe ihn vorher nie gesehen“, fragte Teela, und erinnerte sich an das Geschehen im Wald. „Blonder Krieger? Welcher blonde Krieger?“ fragte Teelana zurück.

„Heute morgen war ich im Wald von den Hordes umzingelt, da tauchte dieser Krieger mit der grünen Kampfkatze auf und lenkte die Soldaten ab, damit ich fliehen konnte. Doch Sie haben ihn erwischt und mitgenommen“, erklärte Teela. Teelana wurde plötzlich blaß. „Mutter, was ist denn?“ fragte Teela ihre Mutter. „Ein blonder Krieger? Mit einer grünen Kampfkatze?“ Teelana blickte Teela tief in die Augen. „Bist Du ganz sicher?“ „Ja, aber...“, begann Teela, konnte aber nicht weiter fragen, da Teelana aufgeregt nach Randor rief. Dieser kam aus dem Zelt gerannt. „Was ist denn?“ fragte er hastig. Teelana erklärte ihm, was sie von Teela erfahren hatte. Auch Randor wurde blaß im Gesicht.

„Was ist denn los?“ fragte Teela erneut. „Komm mit“, winkte Teelana und folgte Randor in ihr Zelt. Dort angekommen, holte Randor ein altes Buch hervor, das schon einige Jahrhunderte alt sein musste. „Dieses Buch beschreibt die Machtübernahme Hordaks vor 1000 Jahren“, erklärte Randor leise und schlug das Buch auf. Es wurde von einem Krieger geschrieben, der Hordak daran hindern wollte, aber es nicht schaffte. Sein Name war He-Ro.“ Randor suchte eine bestimmte Passage im Buch.

„Hier!“ rief er plötzlich und deutete auf einen fast verblassten Eintrag. „Ich kann die Schrift der Alten nicht lesen. Was bedeutet das?“ fragte Teela. Randor begann zu übersetzen:

„Der blonde Krieger, der mit seinem sprechenden, grünen Katzenfreund aus der Zukunft gekommen war, und dabei half, die dunkle Macht zu bändigen, kann Rettung bringen. Er kam 10 Jahrhunderte aus der Zukunft und ging nach getaner Arbeit dahin wieder zurück. Der Keim des Bösen reiste mit ihm durch die Zeit und verseuchte unsere Welt.[...] Doch seine Welt wird nicht so sein, wie es war, als er seine Reise begann. Der Zeitpunkt, wann der Fremde wieder in seiner Zeit erscheint, ist ungewiß, doch um diese Welt von der Horde zu befreien, muss er zurückkehren nach Preternia, um den Schaden zu richten...“, las Randor.

„Und ihr glaubt, er ist dieser blonde Krieger?“ fragte Teela. „Ich bin ganz sicher. Das heißt wir müssen ihn finden und ihn irgendwie in die Vergangenheit bringen, dort wo sich die Zukunft in unsere Gegenwart verwandelt“, antwortete Teelana. „Das dürfte unmöglich sein, teure Freundin“, sprach Randor, „wir besitzen nichts, was eine Zeitreise ermöglichen könnte. Selbst die Hordes verfügen nicht über diese Technologie.“

„Aber der blonde Krieger ist durch die Zeit gereist. Vielleicht kann er uns sagen, wie wir ihn wieder in die Vergangenheit bringen. Das ist unsere einzige Chance. Wir müssen ihn finden. Randor, ruft alle Freunde zusammen, alle Informanten und jeden, der uns helfen kann. Wir müssen ihn finden. Und sucht auch seine Katze!“ befahl Teelana.


Im Verlies der Arena

He-Man horchte an der Wand. Er vernahm ein Kratzen und Klopfen, das aus der Nebenzelle kam. „Hallo?“ fragte er vorsichtig, „ist dort jemand?“ „Ja“ bekam er nur als Antwort. „Mein Name ist He-Man, und wie heißt Du?“ fragte He-Man weiter. „Man nennt mich Tyrant“, kam wieder die Antwort. „Sehr gesprächig bist Du ja nicht“, sprach He-Man enttäuscht. „Ich bereite mich vor. Reden lenkt da nur ab.“ „Vorbereiten worauf?“ fragte He-Man. „Na, auf die Arena. Bist Du auch hier, um morgen zu kämpfen, oder wirst Du einfach nur hingerichtet?“ fragte Tyrant. He-Man schluckte. Der Fremde, dessen Tonfall He-Man bekannt vorkam, sprach vom Hinrichten und vom Kampf mit einer erschreckenden Gefühlskälte. „Ich muss morgen auch kämpfen“, antwortete er. „Nun, das macht auch eigentlich keinen Unterschied, wer in der Arena kämpfen muss, ist eigentlich schon ein toter Mann. Ich habe mit meinem Leben bereits abgeschlossen. Aber ich werde es den Burschen nicht leicht machen. „Burschen?“ fragte He-Man. „Kampfroboter der Hordes, manchmal kommen sogar einige Kämpfer Hordaks dazu, um die Verurteilten selber umzubringen. Diese Monster!“ antwortete Tyrant, der hörbar gesprächiger wurde. „Hör mir zu. Ich habe Dir etwas wichtiges zu erzählen...“, begann He-Man.


Unterdessen im Zentrum der Fright Zone - Hochsicherheitstrakt –

Nach langem Weg hatte Dragstor es endlich geschafft. Er stand vor einer der großen Marmortüren, die zum Audienzraum des Imperators Hordaks führten. Er wollte seinem Herrn persönlich dieses stolze Schwert geben, dass er dem blonden Hünen abgenommen hatte. So ganz nebenbei wollte er natürlich auch von seinen großen Taten berichten, um endlich in den Rang eines Marschalls aufzusteigen. Stolz hielt er das Schwert in die Höhe. Doch vor der Tür standen rotgekleidete Wachen, deren Gesichter vermummt waren und schwere Waffen auf den sich nähernden General richteten.

„Stopp!“ rief der erste der Vermummten und trat vor. „Laßt mich durch, ich bringe dem Imperator dieses kostbare Schwert.“ „Laß es hier!“ sagte die Stimme schroff. „Nein, ich will es ihm persönlich geben!“ forderte Dragstor und trat einen Schritt vor. Die anderen Wachen entsicherten ihre Waffen. Das knackende Geräusch wurde von den Wänden reflektiert. Rote Punkte der Lasererfassung zeichneten sich auf Dragstors Körper ab.  „Ihr wagt es auf mich zu zielen? Ich bin General der Hordes!“ schimpfte Dragstor. „Zutritt nur für Marschälle und höher. Gib das Schwert her, ich sorge dafür, dass der Imperator das Schwert erhält, und erfährt, wer es gebracht hat“, sprach der Rotgekleidete weiter und entriß Dragstor das Schwert. „Aber,...“, stammelte Dragstor. „Ihr könnt gehen, General!“ sprach der Rote kurz, drehte sich um und reihte sich wieder in die Gruppe ein. Dragstor kochte vor Wut. „Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, knurrte Dragstor und machte sich auf den Weg zurück. Als er nicht mehr zu sehen war, flüsterte die Nebenstehende Wache zum Rotgekleideten mit dem Zauberschwert „Du solltest ihn nicht so reizen. Bald ist er Marschall, und dann steht er im Rang über Dir.“ „Bis dahin sind wir längst weg“, flüsterte die Stimme zurück.
Im Verlies

Draußen graute bereits der Morgen, da erzählte He-Man seinem Mitgefangenen Tyrant immer noch von seinem Eternia, seinen Freunden und seiner Reise in die Vergangenheit. Tyrant hatte längst aufgehört, sich für den Kampf vorzubereiten, und lauschte staunend He-Mans Ausführungen. „Tja, und jetzt bin ich hier“, beendete He-Man seine Erzählungen, „ich weiß nicht wo mein Schwert ist, oder wie es meinem Freund Battle Cat geht.“ „Unglaublich, das ist ja kaum zu glauben. Hordak, also Dein Hordak, ist in der Zeit zurückgegangen, um sich selbst zum mächtigsten Mann des Universums zu machen.“ Tyrant schnaufte. „Und was hast Du jetzt vor?“ fragte er He-Man. „Ich muss hier raus, mein Zauberschwert und Battle Cat finden und dann einen Weg in die Vergangenheit suchen. Ich muss es schaffen. Irgendwie.“, erklärte He-Man.

„Hm, es ist bestimmt schon Morgen. Bald strömen die Monster in die Arena um zu sehen wie wir abgeschlachtet werden. He-Man, wenn ich Dir irgendwie helfen kann, in die Vergangenheit zu reisen, werde ich es tun. Jede Zeitlinie ist besser als diese.“ „Darauf komme ich gerne zurück“, antwortete He-Man.


Im Ewiggrünen Wald

„Unglaublich“, rief Randor hastig und aufgeregt. Er kam mit einem Bündel Notizen in das Zelt von Teelana und Teela. Einige Rebellen waren ebenfalls da, und berieten Taktiken im Kampf gegen die Hordes. „Was ist, Randor? Was hast Du?“ fragte Teelana. Randor hielt ihr die Notizen unter die Nase. „Hier, diese Listen enthalten fast alle Transportercodes für die Transfereinheiten in der Fright Zone. Damit können wir uns ungehindert fast in der ganzen Schreckenszone aufhalten.“ „Phantastisch, wir könnten in der ganzen Zone Sprengkörper detonieren lassen“, schlug einer der Rebellen vor. „Wir sollten jetzt nicht Hals über Kopf reagieren“, schlug Teelana vor, „diese Daten sind die besten Informationen, die wir seit langen in die Hände bekommen haben. Damit können wir endlich etwas effektives gegen die Horde unternehmen. Außerdem...“, führte Teelana an, als sie unterbrochen wurde. Stratos, der Vogelmensch trat herein. Teelana begrüßte den Kundschafter. „Ich grüße Dich, Teelana. Ich wollte Dir mitteilen, dass ich weiß, wo die grüne Katze ist, von der Du gesprochen hast“, sprach Stratos.

„Wo?“ fragte sie den Freund. „Er wird zur Zeit in eines der Raubtiergehege der Horde südlich der Mystic Mountains gebracht. Er wird nur leicht bewacht. Razoraxe, Grizzlor und 3 Trooper sind bei ihm.“

„Wir müssen ihn befreien! Er kann uns vielleicht wichtige Antworten geben. Stratos, Mekaneck, Webstor, ihr kommt mit mir, Teela, Du auch. Randor, Ihr habt das Kommando hier. Sucht nach weiteren Informationen aus den Daten. Jede noch so kleine Hilfe ist uns willkommen“, befahl Teelana. Randor wollte zwar widersprechen, aber wenn sich Teelana etwas in den Kopf gesetzt hatte, wurde es ausgeführt. Es dauerte nicht lange, und die kleine Gruppe war bereit zum Aufbruch. Sie nahmen kleine wendige Gleiter, die vom Radar der Hordes als Vögel identifiziert werden. Damit kamen sie schnell voran.


Im Verlies

He-Man hatte noch versucht etwas zu schlafen, doch es wollte ihm nicht so recht gelingen. Die Geschehnisse des vergangenen Tages spukten in seinem Kopf herum. Dann wurde es plötzlich laut im Verlies. Tritte auf der Treppe ertönten, und die schwere Tür öffnete sich quietschend. „Aufwachen, ihr Rebellen, Zeit zum Sterben“, lachte eine Stimme. Die Zellentüren öffneten sich und He-Man und Tyrant wurden herausgeholt. „Stellt euch in die Mitte des Kreises“, befahl die Stimme. He-Man blinzelte mit den Augen, weil die plötzliche Helligkeit ihn blendete. Nach und nach gewöhnten sich seine Augen jedoch daran. Als er genug sehen konnte, blickte er Tyrant an. Er wollte wissen, wie der Mann aussieht, dem er vergangene Nacht alles erzählte. Als er sah, wer da in schwarzem Gewand mit schweren silbernen Fäustlingen stand, schluckte er. Sein Gefühl, dass er den Tonfall der Stimme kannte, hatte ihn nicht getrügt. Die Dicke der Steinwände hat jedoch die Stimme Tyrants anders klingen lassen, als sie wirklich war. Neben He-Man, auf einer runden Glasplatte, stand niemand anderes als Man-At-Arms, der Waffenmeister!

Tyrant, oder besser gesagt, Man-At-Arms lächelte He-Man kurz an. „So, macht euch bereit, ihr werdet schon erwartet, hehehehe“, lachte der Hordesoldat mit verfaulten Zähnen, der das Wort baden wohl noch nie gehört haben musste. Er ging zu einem Kontrollpult und betätigte einen Schalter. Plötzlich begann die Luft vor He-Man zu flimmern. Bunte Punkte erschienen vor seinem Auge, und dann gab es ein Zischen. He-Man erschrak ein wenig. Wenige Augenblicke später fanden er und Tyrant sich in einer riesigen Arena wieder, die gefüllt war mit einigen der schlimmsten Monster, die He-Man je gesehen hatte. Als die beiden materialisierten, hallten Buhrufe durch die Arena und Gegenstände flogen auf den Platz. He-Man sah an sich herunter. Seine Armschellen waren verschwunden. Er rieb sich über die wundgescheuerten Gelenke.

Neben den beiden materialisierten weitere kleine Gruppen von Männern und Frauen auf dem Platz inmitten der Arena. Sie alle waren dazu verdammt, zur Belustigung der Hordekämpfer, die dichtgedrängt auf den Tribünen saßen, und gespannt auf das folgende Spektakel waren, um ihr Leben zu kämpfen. Erst als auf einer erhöhten Empore eine Person sichtbar wurde, verstummten die Buhrufe und es wurde still. He-Man blickte zur Empore hoch. Er strengte sich an um zu erkennen, wer da gekommen war. Er nahm die Gestalt, die eine prunkvolle Uniform trug, nur schemenhaft wahr.

„Wer ist das“, fragte er Tyrant neben sich, der ebenso wie He-Man von der Anzahl der Monster in der Arena überwältigt war. „Das ist der Vorsteher dieses Distriktes, Marschall Tung Lashor, der letzte Schlangenmensch“, antwortete Tyrant. He-Man erinnerte sich. Als er in Preternia war, und kurz vor der Verwandlung zum Schlangenmenschen durch Snaksor war, waren Rattlor und Tung Lashor für seine Bewachung verantwortlich und nahmen an dem Angriff auf Eternis nicht teil, wurden daher auch nicht von den alten verbannt.

Plötzlich wurde er jäh aus seinen Gedanken gerissen. Mächtige Trompeten ertönten, und die Hordekämpfer auf den Tribünen senkten demutsvoll ihren Kopf. He-Man blickte sich um. Plötzlich erhellte sich eine Platte auf der Empore neben Tung Lashor. Auf der Platte erschien das Gesicht Hordaks! Zum ersten Mal sah er den Anführer der Horde seit er in dieser Welt war. Hordak sah genauso aus, wie er ihn kannte, außer, dass er eine goldene Krone trug, und einige Falten mehr unter den Augen hatte.

Tung Lashor erhob sich aus seinem Stuhl und sprach zu Hordak. „Erhabener Imperator, wir alle können unsere Freude über Euer Beisein hier und heute kaum Ausdruck verleihen. Wir hoffen, ihr findet Gefallen an den Spielen.“ Tung Lashor verbeugte sich tief, woraufhin Hordak kurz nickte.

„Mögen die Spiele beginnen“, rief Tung Lashor und winkte mit dem Arm. Die Menge auf den Tribünen tobte. „Und was passiert jetzt?“ fragte He-Man. „Jetzt heißt es überleben, mein Freund“, sprach Tyrant, „DAAAA!“ Tyrant zeigte in eine Ecke der Arena. He-Man folgte seinem Fingerzeig. In der Ecke hatte sich ein Tor gebildet. Daraus strömten nun fliegende und rennende Kampfroboter, drei mal so groß wie He-Man. Einige hatten Schwerter, andere Flammenwerfer dabei. Sie waren He-Man und seinen Mitkämpfern mindesten 5 : 1 im Vorteil.

He-Man fühlte allmählich, wie seine Kraft wiederkehrte. „Dann soll es wohl so sein!“ sprach He-Man und warf sich zum Entsetzen der Umstehenden gegen die Monsterroboter.

Südlich der Mystic Mountains

Schwerfällig fuhr der Transporter über die Straße. Auf der Laderampe knurrte Battle Cat, fast vollständig verschnürt. Das einzige was er bewegen konnte waren seine Augen. Vorne auf dem Transport saßen zwei Trooper, ein weiterer sowie Razoraxe und Grizzlor fuhren nebenher auf Motorgleitern.

„Einfach so in den Kopf?“ knurrte Grizzlor. „Ja, er stand genau neben mir. Diese verdammten Rebellen. Aber sie haben doppelt dafür bezahlt. Den Herrn der Meere und ihren wichtigsten Kundschafter haben wir erledigt“, lachte Razoraxe. „Diese Rebellen werden immer dreister, wird Zeit, sie endgültig zu vernichten“, brummte der Gorilla. „Beruhige Ddich, Grizzlor. Sie werden ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. Verdammt. Ich wäre heute gerne in der Arena gewesen, um den blonden Krieger zu sehen, wie er stirbt. Stattdessen muss ich seine Katze zum Gehege bringen“, knurrte Razoraxe. „Ja, Hordak sollte sich lieber einen schönen Pelzmantel aus seinem Fell machen“, lachte Grizzlor. Doch sein Lachen sollte ihm bald im Halse stecken bleiben.

Plötzlich pfiff ein Schuß nahe an seinem Kopf vorbei und traf einen der beiden Trooper, die oben auf dem Transporter saßen. Krachend fiel er vom Wagen. „Ein Hinterhalt!“ rief Razoraxe, „schon wieder!“ fügte er knurrend hinzu. Er zog seinen Laser, stoppte seinen Gleiter und feuerte. Auch Grizzlor und die beiden Trooper hielten und zogen ihre Waffen. Wieder schlug ein Schuß in einen Trooper ein. Razoraxe bemerkte, dass niemand auf die Katze zielte, deshalb suchte er Schutz hinter dem Wagen. Grizzlor und er sahen sich um. Plötzlich sprangen Webstor, Mekaneck, Teelana und Teela aus dem Gebüsch hinter ihnen. Stratos griff von oben an. Mekaneck und Stratos kämpften mit Grizzlor, Webstor mit Razoraxe. Teela wehrte Angriffe des Troopers ab, während Teelana auf den Wagen sprang um Battle Cat loszubinden. Immer wieder blickte sie sich um, um den Kampf zu überblicken. Ihre Leute hielten die Hordes in Schach.

Doch gerade als sie Battle Cat fast losgebunden hatte, geschah es. Razoraxe hatte Webstor niedergeschlagen, und machte eine Drehung. Teela blicke sich um, immer noch den Trooper bekämpfend. Sie riss die Augen auf. Ihre Mutter hatte nicht gesehen, was hinter ihr geschehen war. Razoraxe holte während der Drehung aus und rammte Teelana seine beiden spitzen Klauen in den Rücken, soweit, dass sie vorne wieder austraten. Teelana zuckte zusammen und erzitterte. Sie schmeckte Blut im Mund, blickte an sich hinunter und sah die beiden Spitzen aus ihr herausragen. Blut floss an den Klingen herunter. Razoraxe zog triumphierend seine Klauen wieder aus Teelana raus und sah befriedigt zu, wie sie zu Boden fiel.
 
„NNNNNNNEEEEEEEEEEINNNNNNNNNNNNNN“, rief Teela geschockt. Sie befreite sich aus dem Griff des Troopers, indem sie eine Sicherung herausriß, woraufhin der Robotkrieger funkensprühend in sich zusammenfiel. Teela hastete auf ihre Mutter zu. Razoraxe war bereit, sich nun auch noch die Tochter zu holen. Während Teela wütend und zu allem entschlossen war auf Razoraxe zurannte, holte dieser erneut aus. Doch Teela war schneller, sie duckte sich blitzschnell und stieß Razoraxe eine spitze Klinge in die Seite. Dieser quiekte kurz auf, und rollte sich zur Seite weg, wo er liegen blieb. Teela hastete zu ihrer Mutter. In der Zwischenzeit musste sich Grizzlor Mekaneck und Webstor geschlagen geben. Blitzschnell hatte der Spinnenmensch den Gorilla in ein Netz eingesponnen, in dem er nun strampelnd und fluchend gefangen war.

„Mutter, oh nein“, sprach Teela schluchzend, und hielt den Kopf ihrer Mutter hoch. Teelana spuckte Blut und hatte Schwierigkeiten zu sprechen, „Ganz ruhig Mutter, Du wirst wieder gesund“, versuchte sie die Verletzte zu beruhigen. „Nein, Teela“, sprach Teelana leise, „ es ist vorbei. Mein Weg ist jetzt ein anderer als Deiner. Du musst die Rebellion zum Sieg führen. Laß meinen Tod nicht umsonst sein. Du hast es jetzt in der Hand, diesen Planeten von der Horde zu befreien. Finde den blonden Krieger und hilf,...“ stöhnte Teelana. Sie bäumte sich noch einmal kurz auf und mit einem leisen „ihm“ auf den Lippen brach sie regungslos zusammen. Teela ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie klammerte sich an ihre Mutter und wollte sie am liebsten nie mehr loslassen. Auch Stratos, Webstor und Mekaneck konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Die Anführerin der Rebellion auf Eternia war tot. Wie sollte es nun weitergehen?

Nach einigen Minuten jedoch war Teela wieder sehr gefasst. Sie befahl Stratos, den Leichnam nach Avion zu bringen. Die alte Ruinenstadt der Vogelmenschen sollte die letzte Ruhestätte von Teelana sein. Webstor und Mekaneck befreiten unterdessen Battle Cat. Die Katze schnalzte mit den Zähnen, hatte er doch einen dicken Knebel im Maul gehabt. „Danke Teela“d bedankte sich die Katze. „Du kennst meinen Namen?“ fragte Teela erstaunt. „Ja, natürlich“, erinnerte sich Battle Cat, „aber wir kennen uns aus einer anderen Zeitlinie.“ „Dann ist es also wahr. Du und der blonde Krieger seit aus einer anderen Zeit.“ „He-Man!“ fuhr Battle Cat hoch, „wo ist er?“ „Wir sind auf der Suche nach ihm, folge uns in unser Lager, dort besprechen wir alles weitere“, sprach Teela zur Katze.

„Was machen wir mit ihm?“ fragte Stratos und zeigte auf Razoraxe, der immer noch sich die Seite haltend und schwer atmend auf dem Boden lag. Teela blickte auf ihn hasserfüllt herab. „Wir sind nicht so wie seinesgleichen. Laßt ihn hier. Sofern es einen gerechten Gott auf Eternia gibt, wird er seine Strafe bekommen. Macht seine Fluggeräte untauglich und dann verschwinden wir hier.“

Kurze Zeit später machte sich die kleine Gruppe auf den Weg zurück ins Lager. Teela bat Battle Cat ihr alles aus seiner Zeitlinie zu erzählen.


Arena

He-Man warf sich gegen die Meute angreifender Roboter. Er fühlte nach und nach seine Kräfte wiederkehren. Anscheinend besaßen die Handschellen die Fähigkeit, den Gefangenen die Kraft zu nehmen, um eventuelle Aufstände zu vermeiden. Auf den Tribünen verstummten nach und nach die Buhrufe. Noch nie hat ein Kämpfer in der Arena die Robotkrieger angegriffen, die Todgeweihten waren sonst immer in der Defensive, um ihr Leben so lange wie möglich zu bewahren.

Bevor er auf die Roboter traf, die sich rasselnd und knatternd mit ihren Waffen näherten, beschwor He-Man die Macht von Grayskull, in der Hoffnung, dass etwas geschehen würde, auch wenn er das Zauberschwert nicht in den Händen halten würde.

„Bei der Macht von Grayskull, Ich habe die Zauberkraft!“

Und gleich hinterher beschwor er den Donnerschlag der Giganten, den er vor seinem Kampf gegen Serpention erhalten hatte:

„Bei der Macht von Grayskull, ich rufe den Donnerschlag der Giganten!“

He-Man schlug die Armbänder aufeinander. Und tatsächlich, es funktionierte. Er spürte die Macht des Donnerschlags in sich. Anscheinend war die Kraft von Grayskull noch immer stark genug in ihm.

Was er selber und die meisten mit ihm in der Arena nicht sahen, war, das Hordak auf dem großen Bildschirm kurz zusammenzuckte und die Augen vor Schmerzen zukniff, als He-Man die Macht beschwor. Denn die meisten der Anwesenden blickten gebannt auf die Arena, wo He-Man ausholte und seine Faust gegen einen etwa 30 m entfernten Roboter sausen ließ. Die Wucht des Donnerschlages verfehlte sein Ziel nicht. Der Roboter wurde zurückgeschleudert und fiel krachend auseinander. Irritiert blieben die anderen Maschinenkrieger kurz stehen. Da holte He-Man erneut aus und zertrümmerte den nächsten Roboter, dann noch einen.
 
Die in der Arena kämpfenden Krieger fassten bei diesen Anblick neuen Mut und wollten sich nicht mehr ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Immer mehr von ihnen stürmten nach vorne. Auch wenn sie selber nichts gegen die riesigen Maschinen ausrichten konnten, so wollten sie wenigstens dafür sorgen, dass keine dieser Maschinen He-Man was antun konnte. Denn er war ihre einzige Möglichkeit, dies mit heiler Haut zu überstehen.

Auf der Tribüne hingegen wurde das Spektakel in der Arena unterschiedlich aufgefaßt. Einige Monster blickten fassungslos nach unten, sie konnten nicht glauben, dass ein Mann die besten Kampfroboter der Horde ausschaltete. Andere hingegen lachten und rieben sich die Hände, war dies doch der beste Kampf, der jemals in einer Arena der Horde ausgetragen wurde.

Auf der Empore blickte Marschall Tung Lashor mit aufgerissenen Augen nach unten, und sah, wie ein Roboter nach dem anderen zerstört wurde. Er blickte immer wieder aus den Augenwinkeln auf den Imperator, der mit steifer Miene den Kampf verfolgte. Tung Lashor züngelte aufgeregt mit der Zunge. War Hordak nun wütend auf ihm, dass er seine schönen Kampfroboter in der Arena verlor? Bis jetzt hatte noch kein Todgeweihter die Arena lebend verlassen. Wie sollte er also ahnen können, dass dieser Krieger so stark ist, um dies zu schaffen. Andererseits konnte Hordak genauso gut erfreut sein, dass er, Tung Lashor, ihm diesen prächtigen Sklaven gebracht hat. Tung Lashor wußte nicht, ob er den Imperator ansprechen sollte oder nicht. Er entschied, es nicht zu tun, und blickte wieder konzentrierter auf den Kampf.

„He-Man, wir schaffen es“, rief Tyrant, der neben He-Man gegen die Roboter kämpfte, „ich habe es fast nicht geglaubt, aber jetzt bin ich sicher. Du bist ein Auserwählter.“ He-Man holte erneut aus. Mittlerweile hatten sie die Roboter jedoch auf diesen Gegner eingestellt, und wichen oft He-Mans unsichtbaren Schlägen aus, die dann ins Leere gingen, oder in die Tribünenkonstruktion einschlugen.

Nun griffen zwei Roboter gleichzeitig an. He-Man schlug gegen einen. Der andere hingegen überrannte die Kämpfer, die sich gegen ihn stellten, um He-Man zu schützen. He-Mans Seite war nun verwundbar. Tyrant reagierte. Er hastete zu der Seite. Bevor He-Man ausholen konnte, um den Roboter zu zerstören, hatte dieser He-Man schon im Sucher seines Lasers. Er schoss. He-Man sah den Laserstrahl auf sich zu kommen. Ausweichen konnte er nicht mehr. Da kam plötzlich Tyrant von der Seite her geflogen, und warf sich vor He-Man. Der Laserstrahl schlug in Tyrant ein, der kurz aufschrie. Dann verstummte sein Schrei. Noch im Flug verglühte Tyrant. Nicht mal ein Häufchen Staub kam mehr auf dem Boden auf.

Bevor der Roboter nochmals schießen konnte, holte He-Man aus und zertrümmerte den Roboter. Zeit zum Trauern über den Tod Tyrants hatte er nicht. Mit noch mehr Entschlossenheit warf er sich in den Kampf. Mittlerweile wurde dem Helden in der Arena sogar etwas Bewunderung im Publikum zuteil. Manche feuerten ihn an, andere wehten mit Fahnen.

Als auch der letzte Roboter in seine Bestandteile zerlegt worden war, blickte He-Man sich keuchend um. Sieben weitere Mitstreiter von ihm hatten den Kampf mehr oder weniger lebendig überstanden. Einige fielen sich in die Arme und lachten. Der Platz der Arena war gefüllt mit Maschinenteilen. He-Man blickte auf die Empore zu Hordak und Tung Lashor. Der Schlangenmensch erhob sich, sichtlich nach Worte suchend, um dies zu beschreiben, was er gerade gesehen hatte.

„Krieger, ihr habt gut gekämpft. Doch der Kampf ist noch nicht vorüber. Ihr mögt die imperialen Kampfroboter besiegt haben, jedoch werdet ihr gegen die besten Krieger des mächtigen Imperators nicht bestehen. Ihr ...“, begann Tung Lashor.

„NEIN!“ ertönte plötzlich die Stimme Hordaks. Tung Lashor fuhr herum. „Nicht der blonde Krieger. Bringt ihn zu mir. SOFORT!“ befahl der Imperator. „Jawohl Herr!“ sprach Tung Lashor und verneigte sich. Hordaks Bildnis auf dem Bildschirm verschwand.

Der Marschall befahl seinen Kriegern He-Man aus der Arena zu führen. Die anderen Todgeweihten in der Arena schluckten. Wenn He-Man jetzt fortging, war ihr Schicksal besiegelt. Gegen Hordaks Kämpfer hatten sie keine Chance. Wie versteinert sahen sie, wie He-Man die Energieschellen angelegt wurden, und er aus der Arena geführt wurde. Als sich das schwere Tor schloss, blickten die in der Arena verbliebenen sich um. Mantenna, Modulok, Fisto, Whiplash und einige Horde Trooper hatten sich bereits mit Waffen aufgestellt, und warteten nur darauf, die vor Angst Zitternden zu erledigen. Als He-Man aus der Arena geführt wurde, hörte er Laserschüsse und Hilfeschreie. He-Man schloss die Augen. Eine Träne rann seine Wange hinunter. Seine Entschlossenheit, Hordak daran zu hindern, seine Horde so mächtig werden zu lassen, kannte nun keine Grenzen mehr.

He-Man wurde zu einer Transporterkabine geführt und befohlen, hineinzutreten. Endlich würde er Hordak gegenüberstehen. Die Wache drückte einige Schalter an einem Kontrollpult. Plötzlich begann die Luft um ihn herum zu flimmern. Es war genauso wie bei seinem Transport in die Arena. Doch diesmal war die Reise unruhiger. He-Man hatte das Gefühl, als wenn er zerrissen würde. Als er wieder materialisierte, erlebte er eine Überraschung.


Im Ewiggrünen Wald, einige Minuten früher

Mit fassungslosen Gesichtern wurde die Nachricht vom Tode Teelanas unter den Rebellen aufgenommen. Viele ließen die Köpfe hängen, war Teelana doch die beste Anführerin, die sie je hatten, und ohne sie war die Rebellion verloren. Doch Teela war bereit, das Erbe ihrer Mutter anzutreten. Gerade jetzt, nachdem sie Battle Cats Ausführungen gehört hatte. Die Kampfkatze hatte ihr auf dem Weg zum Lager alles erzählt.

„Verzagt nicht, Freunde“, sprach sie mit fester Stimme, „ ihr Tod trifft niemanden härter als mich. Aber ich habe hier eine Aufgabe, wir haben eine Aufgabe. Nämlich die Horde zu besiegen. Ich weiß jetzt wie wir das schaffen. All unsere bisherigen Bemühungen waren nichts gegen das, was wir jetzt tun werden. Wir werden die Horde vernichtend schlagen. Doch dazu müssen wir den blonden Krieger finden, der vor kurzem hier aufgetaucht ist, und ihn wieder in die Vergangenheit schicken, wo er herkam. Hordak hat dort die Zeit verändert, und deshalb ist die Horde so mächtig. Geht er zurück und verhindert die Zeitmanipulation, wird dies alles nicht geschehen.“

Unruhe machte sich unter den Kriegern breit. „Wenn der blonde es schafft, was passiert dann mit uns? Hören wir auf zu existieren?“ fragte ein Rebell besorgt. Teela blickte Battle Cat an. „Wenn He-Man und Battle Cat es schaffen, wird die Gegenwart wie He-Man sie kennt, wiederhergestellt und die Horde wird niemals das Universum beherrschen. Das ist die Zeit, wie sie sein sollte. Was mit uns geschieht, oder wer und ob wir in dieser Zeit sind, ist zweitrangig.“ Wieder Gemurmel. „Ich kann euch nicht zwingen mitzuhelfen, eine Zeit wiederherzustellen, in der ihr vielleicht nicht existiert. Aber wenn wir Erfolg haben, wird die Horde nicht so mächtig werden, wie sie jetzt ist. Ihr kennt alle die Brutalität der Hordes. Es gibt keinen von euch, der nicht mindestens ein Mitglied der Familie durch die Horde verloren hat. Und wir können diesen Bastarden jetzt ein für alle mal den Garaus machen.“ Teela sprach mit einer Festigkeit in ihrer Stimme, die selbst Randor überraschte. Und sie schaffte es, die Rebellen zu überzeugen.
„JAAAAAAAAAAAAAAA, NIEDER MIT HORDAK!“ brüllten die Rebellen, rissen ihre Waffen demonstrativ nach oben und applaudierten Teela zu. Da kam Stratos geflogen. „Teela, ich habe den blonden Krieger gesehen. Er ist in der Arena!“ sprach er hastig. „Wenn wir nur an ihn rankommen könnten“, sprach Teela.

„Wir können“, warf Randor ein und setze sich an ein Computerterminal. Er tippte ein paar Befehle. Auf dem Bildschirm erschien das Horde-Symbol. „Randor, was tust Du ?“ fragte Teela. „Ich hacke mich in den Zentralcomputer der Horde. Ich suche die Kameraüberwachung für die Arena, dann können wir zusehen.“ Randor tippte sich durch die einzelnen Programme. „Hier!“ sprach er schließlich. Auf dem Bildschirm flackerte die Arena auf. Und mitten auf dem Platz kämpfte He-Man gegen die Roboter der Wilden Horde. Gespannt blickten alle, auch Battle Cat, auf das Display.

Nach einigen Minuten sahen sie, wie einer der Roboter auf He-Man schoss, sich ein anderer Kämpfer dazwischen warf, und He-Man rettete. Teela schluckte. Nach weiteren Minuten plötzlich war es still. Dann wurde He-Man plötzlich in Handschellen aus der Arena geführt. „Geh auf Innenansicht! Wir müssen wissen wo sie ihn hinbringen.“ Randor tippte weiter, bis er ein Innenbild hatte. Sie sahen, wie die Hordekrieger He-Man in eine Transporterkabine steckten und sie aktivierten. Randor zoomte näher heran, um die Registrierung der Kabine lesen zu können. „Das ist unsere Chance. Ich hacke mich in das Transportersystem ein und leite den Transfer hierhin um. Eine bessere Chance gibt es nicht.“ Randor tippte wie wild Befehle ein, musste Sicherheitssysteme umgehen und immer darauf achten, dass er nicht entdeckt wird. Auf dem Bildschirm war He-Man inzwischen verschwunden, die Wachen rückten ab.

„Hast Du ihn?“ fragte Teela mehrfach und blickte auf die Transporterkabine im Lager. Dann endlich geschah es. Unregelmäßig flackerte die Kabine auf, dann endlich stand He-Man darin. Er blickte sich verwundert um. Teela kam ihm entgegen.

„He-Man?“ fragte sie zaghaft. „Ja, aber...“, fragte er. „HE-MAN!“ brüllte Battle Cat und kam angelaufen. „Battle! Was bin ich froh, dass es Dir gut geht.“ He-Man strich dem Kater mit den Händen, die immer noch zusammengekettet waren, durchs Fell. Die Katze raunte zufrieden. „Aber wo....“, begann He-Man. „Komm mit, ich werde Dir alles erklären“, sprach Teela. He-Man folgte ihr. „Randor?“ sprach sie, als sie am Computerterminal vorbeikam. Randor lehnte über dem Terminal und schluchzte. „Was ist?“ fragte Teela. „Ich,..., ich habe nochmals in die Arena geschaltet. Es,..., es wurde noch jemand hingerichtet. Mein,..., Bruder!“ Teela fühlte mit ihrem Freund. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter. „Schon gut“, sprach er, und wischte sich übers Gesicht, „wir haben wichtiges zu tun.“ He-Man ging mit Battle Cat, Teela und Randor in ein Zelt. Sie hatten ihm viel zu berichten. Im Zelt holte Randor ein kleines Gerät hervor, hielt es gegen He-Mans Armschellen, und betätigte einen Schalter. Ein Summen ertönte und die Schellen fielen ab. „Danke“, sprach He-Man.

Nach einigen Stunden wusste He-Man über alles Bescheid. „Nun, mein Zauberschwert ist in der Fright Zone. Dragstor wollte es Hordak bringen. Aber wie ich wieder in die Vergangenheit komme, darauf weiß ich leider auch keine Antwort.“ „Wie bist Du denn in Deiner Zeitlinie durch die Zeit gereist?“ fragte Teela. „Der Geist von Grayskull hat mich durch die Zeit geschickt. Aber der existiert hier nicht“, sprach He-Man einsilbig. „Sonst konnte das niemand?“ „Hm, die Sorceress konnte das auch. Und noch ein Wesen, namens Zodac!“ Randor fuhr hoch. „Wer?“ fragte er hastig. „Zodac, der kosmische Magier. Er hatte ebenfalls die Kraft dazu. Aber was.. ?“ fragte He-Man. Randor hastete hinaus, und kam wenige Augenblicke atemlos wieder rein. Er wedelte mit einem Papier vor He-Mans Nase herum. „Hier“, erklärte er atemlos und rang nach Luft, „die einzige Information unseres Spions, mit der ich nichts anfangen konnte, aber jetzt ist alles klar!“

He-Man las den Zettel: „Zodac weiterhin in sicherer Verwahrung in Sektor 001 der Fright Zone. Fluchtmöglichkeit gering. Wachpensum wird eingehalten.“ He-Man riss die Augen auf. Zodac existierte in dieser Zeitlinie. „Natürlich!“ sagte He-Man, „Zodac gab es schon, als Hordak die Zeit manipulierte. Er hat also seine magischen Kräfte. Er ist unser Rückreiseticket, alter Kater! Wir gehen in die Fright Zone“, sprach He-Man. „In die Fright Zone?“ fragte Teela ungläubig. „Mein Schwert ist in der Schreckenszone und Zodac ist auch dort. Also gehen wir dorthin.“

„Aber He-Man. Sektor 001, das ist direkt beim Imperator. Da kommst Du nie rein.“ „Das werden wir sehen. Und wenn das Schwert und Zodac im selben Sektor sind, umso besser. Bereite alles vor, Vat..., Randor. Transportiere uns so nah wie möglich an den Sektor 001.“

„Ich komme mit“, sprach Teela. He-Man wollte widersprechen, aber als er ihre Entschlossenheit in ihren Augen sah, nickte er. Er griff sich eine schwere Axt und ein Lasergewehr. Teela nahm sich zwei Handlaser. Dann stiegen beide auf Battle Cat. „Ihr könnt mit der Katze nicht alle in die Kabine, ich werde einen Transport einleiten und Battle Cat springt in den Transferstrahl.“ Randor tippte einige Befehle in das Pult. „Ich schicke euch so nah wie möglich an den Sektor 001. Es ist unwahrscheinlich, dass ihr dort auf Trooper trefft, aber dort wird es einige Rotgekleidete Krieger geben. Das ist Hordaks Leibwache. Hütet euch vor denen, das sind Hordaks beste Krieger. Viel Glück. Wir werden einen Angriff auf die Fright Zone starten. Wir werden zwar nur ein paar Minuten aushalten, aber vielleicht reichen euch die.“ „Danke, für alles“, bedankte sich He-Man.

Das Transportermodul aktivierte sich und als es aufgebaut war, sprang Battle Cat mit He-Man und Teela hindurch.


Fright Zone

Als He-Man, Teela und Battle Cat auf der anderen Seite wieder aufkamen, blickten sie sich hastig um. Die Fright Zone war riesig. Überall hohe Stahlbauten, die mit Landungsstegen miteinander verbunden waren. Ständig flogen Flugmaschinen umher. Überwältigt von diesem Anblick wurden sie unvorsichtig. Plötzlich knackten Waffen hinter den Dreien. „Keine Bewegung!“ ertönte eine dunkle Stimme, „langsam umdrehen und Waffen ablegen!“ He-Man und Teela legten ihre Waffen ab. „Mitkommen!“ He-Man und Teela blickten sich an. Plötzlich vibrierte die Luft erneut in der Transporterkammer. Randor trat hinaus, und feuerte sofort auf die beiden Soldaten. Einen erwischte er sofort, der andere hatte noch Zeit zurückzufeuern, um Randor niederzuschießen. Teela kniete neben dem schwerverletzten Freund. Heftig atmend lächelte er Teela an. „Nun geht schon, dies war mein letzter Dienst für euch. Jetzt liegt es an euch. Besiegt Hordak! Nun geht schon.“

„Komm, Teela“, sprach He-Man. Ungern ließ sie ihren Freund jetzt hier zurück, aber sie hatten eine Mission zu erfüllen. „Danke, mein Freund“, verabschiedete sie sich von Randor, der ihr in all den Jahren wie ein Vater gewesen ist. Randor winkte ihnen nach und versuchte zur Transporterkammer zu kriechen.

He-Man, Teela und Battle Cat schlichen weiter. Nach einigen Umwegen und kleineren Zwischenfällen standen sie vor dem Eingang zu Sektor 001. „Seltsam, dass so wenig Wachen Hordaks Räume bewachen“, wandte sich He-Man an Teela. „Das ist gar nicht so seltsam“, sprach plötzlich jemand hinter ihm. He-Man drehte sich um. Er blickte in den Lauf einer Laserwaffe. Vier rotgekleidete, vermummte Wachen hatten ihre Laser auf He-Man, Teela und Battle Cat gerichtet. He-Man seufzte. Diesmal würde wohl niemand aus einem Transporterfeld steigen und ihnen helfen. Also legten sie ihre  Waffen ab. Ihr werdet bereits erwartet, Rebellen.“ Die Tür zu Hordaks Raum öffnete sich und die Wachen traten mit ihren Gefangenen ein. Ein riesiger Saal lag vor ihnen, in dessen oberer Ecke ein prunkvoller Thron stand. He-Man, Teela und Battle Cat wurden bis kurz vor den Thron geführt. Die Wachen reihten sich hinter ihnen auf, und richteten die Waffen auf sie. Jede falsche Bewegung würde sie dazu bringen, abzudrücken.

Dann geschah es. Der Thron begann sich zu drehen. He-Man blickte nach oben. Auf dem Thron, der jetzt ins Licht rückte, saß Hordak, und grinste. Er trug eine goldene Krone und ein prachtvolles Gewand.

„Ich wußte, dass Du eines Tages kommen würdest. Eintausend Jahre habe ich jetzt darauf gewartet, und endlich bist Du da. Mein Pendant aus der Zukunft hat mir leider nicht genau gesagt, aus welcher Zeit er und Du gekommen wart“, sprach Hordak und lachte.

„So, Du hast Dir also die Macht von Grayskull genommen“, sprach He-Man. „Die Macht von Grayskull? Nein, die MACHT DES UNIVERSUMS!“ brüllte Hordak, dass man meinte, der ganze Saal würde erzittern. „Ich habe die Macht dazu verwendet, wofür sie erschaffen wurde. Um zu erobern. Zu herrschen. Nicht dafür, dass sie in einer alten Burg vergeht. Und jetzt bin ich das mächtigste Wesen, das jemals gelebt hat. Und selbst Du wirst mich jetzt nicht mehr daran hindern. Ja, ich kenne Deinen Plan. Ich weiß zwar nicht, wo Dein Zauberschwert ist, seine Spur verliert sich, aber wenn ich es erst habe, werde ich noch mächtiger sein als jemals zuvor.“ Während Hordak sprach, blickten sich zwei der Rotgekleideten kurz an und nickten kurz.

He-Man stutzte. Dragstor wollte es doch Hordak persönlich bringen. Wo war es dann? Sollte es doch nicht in der Fright Zone sein? Das würde seinen ganzen Plan durcheinander bringen.

„Und jetzt wirst Du sterben. Du und Deine Katze. Dann werde ich auf immer und ewig der einzige Meister des Universums sein. Ich, Hordak!“ Hordak lachte laut auf. Doch sein Lachen sollte ihm im Halse stecken bleiben. Denn plötzlich wurde die ganze Fright Zone von Detonationen heimgesucht. Hordaks Audienzraum erzitterte.

„WAS IST DA LOS?“ knurrte Hordak. Hoch über ihm erhellte sich ein Bildschirm. Ein Hordesoldat war darauf zu sehen. „Eure Hoheit, überall in der Schreckenszone zünden Bomben. Sie werden durch die Transporterkabinen in die Zone geschickt. Wir können sie nicht so schnell orten, wie sie explodieren“, erklärte der Soldat. „WAAAAAAAAAAASSSSSSSSSS??“, brüllte Hordak.

„Die Rebellen“, flüsterte He-Man Teela zu, die kurz nickte und grinste. „Soldat, ich befehle euch...“, begann Hordak. Dann plötzlich gab es einen großen Knall auf dem Bildschirm, Schreie ertönten, und das Bild verwandelte sich in ein Schneien. Hinter dem Hordesoldaten, mit dem Hordak gerade sprach, war ebenfalls ein Sprengkörper detoniert.

Hordak erhob sich wütend aus seinem Thron. „Das ist euer Werk. Ihr habt das veranlaßt. Aber es wird euch nicht gelingen. Letztendlich wird die Horde doch gewinnen. Wachen, erschießt die Rebellen – Sofort!“

Die Wachen hinter He-Man, Teela und Battle Cat verteilten sich etwas, ohne dabei ihre Waffen von den Dreien zu lassen. He-Man blickte sich um. Nun war es wirklich vorbei. Nichts und niemand konnte ihnen mehr helfen. Eternia würde nie mehr die Welt sein, wie er sie kannte. Er schloß die Augen, bereit zu sterben. Eine Träne rann ihm ü

Offline Capeträger

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Re: Secrets of Preternia 2: A Light in the Dark
« Antwort #1 am: 29.08.2013, 01:05:03 »
Bis hierhin ist die Geschichte schonmal echt gut. Aber warum fehlt der Schluss dieses Kapitels? Hast du nach dem Abschicken nicht nachgesehen, ob auch alles da ist?

Offline ClampChamp

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Re: Secrets of Preternia 2: A Light in the Dark
« Antwort #2 am: 29.08.2013, 01:52:36 »
Upps, Sorry, bisher hats immer gepasst, aber die Geschichte war länger als die bisherigen:

Eine Träne rann ihm übers Gesicht. Teela suchte seine Hand, sie wollte mit ihm zusammen sterben. Dann hörte He-Man zwei Lasersalven, er hatte mit seinem Leben bereits abgeschlossen.

Doch He-Man fühlte erstaunlicherweise keinen Schmerz. Er öffnete die Augen und blickte Teela an, die ebenso ungläubig guckte. He-Man sah zu Boden. Auf dem Boden lagen zwei der rotgekleideten Wachen, sie waren tot. Aus den Einschußlöchern in ihren Roben qualmte es immer noch ein wenig. „WAS SOLL DAS?“ donnerte die Stimme Hordaks durch den Raum. Er konnte nicht glauben, dass zwei seiner Wachen auf die eigenen Leute gefeuert haben. Die beiden Rotgekleideten, die auf ihre Kameraden gefeuert hatten, zogen sich die Kapuzen herunter. He-Man schluckte.
Der eine war ein muskulöser blondhaariger Mann, der fast genau wie He-Man aussah. Die andere Wache war eine blonde Frau, die Ähnlichkeit mit dem Bloden aufwies. Bevor Hordak oder sonstwer noch etwas sagen konnte, zog der Blonde ein Schwert aus dem Umhang und warf es He-Man zu. „Hier, fang!“ rief er ihm zu.

„Mein Zauberschwert!“ rief He-Man. He-Man fing es auf. „Endlich.“ Hordak tobte auf. Er rief nach seinen Wachen. Nach und nach umgab ihn eine dunkelblaue Aura, die in ihren Randzonen anfing zu blitzen. „GRRRRRRROOOAAAAAAAAAAA“, knurrte der Anführer der Horde auf, „Ich bin nur von Verrätern umgeben!“

He-Man zögerte nicht länger. Er hob sein Schwert in die Höhe:

„BEI DER MACHT VON GRAYSKULL, ICH HABE DIE ZAUBERKRAFT!“

Blitze zuckten in He-Mans Schwert, als er die Worte gesprochen hatte. Und die Blitze kamen aus Hordaks Körper.

„UAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH“, schrie Hordak auf. Die gute Macht von Grayskull war ja nicht mehr in der Burg, sondern in Hordak selbst. Das Zauberschwert holte sich nun diese Kräfte aus Hordak.

Hordak wurde durchgeschüttelt. He-Mans Schwert begann zu leuchten. Als die Blitze aufhörten und sich das Zauberschwert mit neuer guter Kraft aufgeladen hatte, wurde Hordak auf seinen Thron geworfen. Röchelnd blieb er liegen.

„Was, was ist passiert?“ fragte die Blonde im roten Gewand. „Das Schwert hat sich die gute Macht von Grayskull geholt, die in Hordak war“, erklärte He-Man und blickte auf sein Schwert, das in allen Farben leuchtete, „In Hordak ist jetzt nur noch die dunkle Kraft von Grayskull!“ He-Man blickte die beiden rotgekleideten Wachen an. „Wer seid ihr?“ fragte er.

„Ich bin Adam und das ist meine Schwester Adora“, erklärte Adam. „Die Kinder von Randor!“ sprach Teela verdutzt aus. „Ja!“ kam die knappe Antwort von Adora. „Wir haben jetzt keine Zeit zum reden. Wir müssen unbedingt zum Gefangenen Zodac!“ sprach He-Man. „Zodac, was ...?“ fragte Adam. „Nur er kann Battle Cat und mich wieder in der Zeit zurückschicken. Schnell, wo ist er?“ „Kommt mit, wir bringen euch zu ihm.“

„Nicht so schnell. Ihr werdet nun den Zorn Hordaks spüren!“ Hordak hatte seine Kräfte gesammelt. Eine Schwarze Aura umgab ihn nun. Die dunkle Kraft von Grayskull loderte in ihm. „Schnell beeilen wir uns. LOS!“ rief He-Man. Adam, Adora, Teela und Battle Cat rannten los. He-Man richtete sein Schwert auf Hordak. „Hier beenden wir es nun, Hordak!“

Hordak hastete auf He-Man los. He-Man konzentrierte sich. Bevor Hordak He-Man angreifen konnte, entlud sich die gesamte gute Macht von Grayskull aus dem Schwert und schoss auf Hordak zu. Mit ungezügelter Kraft schlug die Macht in Hordaks Körper ein. Blitze zuckten. Energieentladungen schlugen in Hordak ein. Die helle und die dunkle Macht von Grayskull bekämpften sich nun in ihrer reinsten Form. Als magische Energien. Und Hordak war mittendrin. Unter dem Druck der Energie begann sich Hordaks Körper zu verformen. He-Man wohnte einige Sekunden diesem Schauspiel bei, folgte dann aber seinen Freunden.

Als He-Man den großen Saal verließ, ertönten Alarmsirenen. Aus einigen Stahlbauten qualmte es. Einige Gebäude waren sogar eingestürzt. Die Bomben der Rebellen hatten doch größeren Schaden angerichtet, als er gedacht hatte. Raumgleiter flogen wild umher. Die Rebellen hatten Chaos in die Ordnung der Fright Zone gebracht. Draußen warteten bereits Adam, Adora, Teela und Battle Cat auf ihn. Sie hasteten durch einige Gänge und Korridore, bis sie endlich vor einer massiven Tür standen. Adam schloß die Tür mit einem Schlüssel auf. Sie traten ein.
In dem Raum hinter der Tür befand sich ein großer Glassarg. In diesem Glassarg lag Zodac! „Schnell, wir müssen ihn aufwecken!“ rief He-Man. Er trat an den Sarg, und schmetterte seine Faust drauf. Das Glas begann zu splittern. Mit bloßen Händen riss er die Scheibe samt Rahmen heraus. Ein Gas entwich. He-Man hielt sich die Nase zu. Als Zodac frei lag, begann er leise zu stöhnen. He-Man hob ihn aus dem Sarg und legt ihn auf den Boden.

Adam, Adora und Battle Cat hielten an der Tür Wache, und wollten so jeden daran hindern, hereinzukommen. He-Man und Teela weckten Zodac auf. Nach einigen Minuten schlug der kosmische Magier die Augen auf. „Was, was, ist denn geschehen?“ fragte er mit leiser Stimme. „Zodac, erkennst Du mich?“ fragte He-Man den gerade erwachten. Zodac blinzelte He-Man an. „Ja, Du bist He-Man. Aber was..?“ fragte Zodac.

„Kosmischer Magier, wir haben wenig Zeit. Hordak, der Anführer der Wilden Horde hat in der Vergangenheit großen Schaden angerichtet, und nun regiert die Horde über das Universum. Er hat sich selbst in der Vergangenheit zur dunklen Macht von Grayskull verholfen. Ich muss zurück und Hordak daran hindern, die Zeitlinie zu ändern. Versteht Ihr was ich meine?“fragte He-Man.

Zodac stand auf. „Ja, ich habe Dich verstanden. Ich spüre nun, wie der Kosmos in Unruhe ist. Der Schaden ist größer als Du denkst. Auch ich sehe nur die Möglichkeit, Dich in die Vergangenheit zu schicken, um den Schaden zu richten. Warte einen Moment. Ich werde gleich ein Tor in die richtige Zeit öffnen, kurz vor dem Zeitpunkt, wo die Ordnung des Universums in Unruhe gewechselt ist.“ Zodac ging in eine Ecke und konzentrierte sich. „Battle Cat, es geht los“, rief He-Man die Katze. Battle Cat kam angelaufen. He-Man verabschiedete sich von Teela, Adora und Adam.

„Viel Glück, He-Man!“ wünschte Teela dem Helden. „Wir sehen uns in einer besseren Zeit, Teela“, sagte He-Man und umarmte Teela.

Zodac trat in die Mitte des Raumes und hob seine Hände. „Bei den unendlichen Mächten des Kosmos, ich, Zodac, rufe die Kraft des Universums“, sprach er. Sogleich umgab ihn eine leuchtende Aura. Er richtete seine Hände gegen eine Wand und ein Energiestrahl schoss heraus. Der Energiestrahl bildete in der Wand ein Portal. He-Man atmete aus. „Endlich! Komm alter Kater! Lebt wohl Freunde.“ „Viel Glück, He-Man“, winkten die vier Zurückgebliebenen ihm hinterher.

Gerade als He-Man und Battle Cat durch das Tor gehen wollten, flog die Tür krachend auf. Adam und Adora wurden zur Seite geschleudert. Ein Wesen, das aus purer Energie zu bestehen scheint, stürmte in den Raum. Das Wesen hatte Ähnlichkeit mit Hordak. „NEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNN“, brüllte das Wesen und stürmte auf He-Man zu. He-Man zog sein Schwert. „He-Man, durch das Tor“, rief Teela und warf sich auf das Wesen, das dadurch abgelenkt wurde. He-Man zögerte kurz, um Teela zu helfen. Dann aber entschied er sich, durch das Tor zu gehen, denn wenn er in der Vergangenheit Erfolg hat, würde dies alles nicht geschehen. He-Man und Battle Cat gingen durch das Tor. Zodac schloss es schnell, damit das Energiewesen ihm nicht folgen konnte. Wütend schrie es auf und schleuderte Teela gegen die Wand. Sein Versuch He-Man aufzuhalten, hat nicht gefruchtet.

He-Man und Battle Cat flogen wieder durch den Zeittunnel in Richtung Preternia. Bunte Farben spielten sich um sie ab. Viele Gedanken schossen He-Man durch den Kopf. Er musste Hordak aufhalten, um jeden Preis.


PRETERNIA

Vor Schloß Grayskull standen He-Ro, Teelexa, He-Man, Battle Cat und Tytus. Gerade hatten sie das namenlose Böse besiegt, und die dunkle Macht von Grayskull wieder in dem Totenschädel gefangen.

„He-Man, mit letzter Kraft werde ich Dir die Rückkehr in Deine Zeit ermöglichen. Eternia schuldet Dir ewigen Dank“, sprach der Geist von Grayskull. Vor Grayskull öffnete sich ein Zeitportal in die Zukunft für Battle Cat und He-Man. „Leb wohl, He-Ro. Vielleicht sehen wir uns bald wieder“, verabschiedete sich He-Man von He-Ro.

Unweit des Verabschiedens hockten Hordak, sein Pendant aus der Zeit von Preternia, Tung Lashor und Rattlor in einem Gebüsch. Hordaks Augen glänzten. Sobald He-Man den Zeitwirbel betreten würde, würde er mit seinen Leuten losschlagen. Er selbst würde mit He-Man zurück in die Zukunft gehen, während sich sein Ich aus der Vergangenheit die dunkle Macht schnappen würde, um die dunkle Macht zu erlangen. Er, Hordak, würde dann in der Zukunft das mächtigste Wesen sein, das je gelebt hat. Er rieb sich die Hände. „Gleich, gleich ist es soweit! He-Man geht schon auf den Wirbel zu.“ „SSSSSSHSHSHSHSHS, was war das? Habt ihr das gehört?“ züngelte Rattlor. „Nein, was?“ fragte der Preternia Hordak. „Ein Zischen. Seltsam“, sprach Rattlor weiter. „Ich hab nichts gehört“, sagte Tung Lashor. „Da, He-Man betritt den Wirbel. Jetzt geht’s los“, knurrte Hordak.

„Von wegen!“ rief plötzlich jemand hinter ihnen. Die Monster drehten sich erschrocken um. „He-Man!“ rief Hordak mit großen Augen. He-Man und Battle Cat standen hinter den vieren. „Aber Du bist doch...“, begann Hordak. Nein, Du bist, Hordak, und zwar hier fehl am Platz!“ sprach He-Man und schnappte sich Hordak vor den verdutzten Augen der anderen. „Nein, laß mich los, ich.... ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!“ schrie Hordak, He-Man hielt Hordak hoch und schleuderte ihn weit von sich, genau auf den Zeitwirbel, durch den He-Man gerade getreten war, und der nach Eternia zurückführte. Nachdem Hordak durchgeflogen war, schloss er sich.

„Packt ihn!“ schrie der andere Hordak. Vom Kampflärm und dem angeflogenen Hordak alarmiert, kamen He-Ro, Teelexa und Tytus heran. „Es sind zuviele, lauft“, schrie Rattlor. „Ja, schnell weg“, brüllte auch Tung Lashor. „Feiglinge“, rief Hordak. Er hob seinen Arm und verwandelte ihn in eine Armbrust. „Harr Harr, He-Man, stirb. Die Pfeile die ich verschieße, sind mit einem tödlichen Gift versehen.“ Hordak feuerte. He-Man duckte sich weg, doch hinter ihm stand Teelexa. Der Pfeil bohrte sich in ihren Arm. Sie schrie kurz auf und fiel bewußtlos zu Boden. „Teelexa!“ schrie He-Ro. Bevor Hordak nochmal schiessen konnte, hatte He-Man ihn erreicht und zerdrückte ihm mit bloßer Hand die Armbrust. Verdutzt blickte Hordak ihn an. „Wir sehen uns wieder“, sprach Hordak, verwandelte sich in eine Rakete und düste davon.

He-Man kniete sich neben He-Ro, der seine Frau in den Armen hielt. „Teelexa, nein. Stirb bitte nicht“, sprach He-Ro mit tränenreichen Augen. Teelexa atmete unruhig. He-Man fühlte mit dem Freund, hatte er doch in den letzten Tagen viele Freunde sterben gesehen.

„Vielleicht kann ich ihr noch helfen“, sprach plötzlich der Geist von Grayskull. „Wie, Geist von Grayskull, Hordak sagte das Gift ist tödlich.“ „Teelexa wird das Gift weiterhin in sich tragen, doch werde ich ihr einen Teil der Kraft von Grayskull übergeben. Die Kraft wird das Gift unter Kontrolle halten und verhindern, dass sie stirbt. Doch wird sie ab diesem Zeitpunkt ein Teil von Castle Grayskull sein, und wird den Rest ihres Lebens in der Burg verbringen. Es ist Deine Entscheidung, He-Ro“ sprach der Geist.

He-Ro überlegte. „Geist von Grayskull, wenn Du ihr helfen kannst, dann hilf ihr. Ich liebe sie, und wenn sie danach nur in den Mauern der Burg leben kann, so soll es ein. Das ist besser, als über ihren Tod zu trauern“, sprach er gefaßt.

„So sei es. Bringt Teelexa in die Burg!“ ordnete der Geist von Grayskull an. He-Ro trug seine geliebte Frau in die Burg, küßte ihr die Stirn und ging wieder hinaus. He-Man blickte seinen Freund an und legte ihm die Hand auf die Schulter. Das Burgtor schloß sich, und wie bei der Rückverwandlung von He-Man leuchteten alle Öffnungen der Burg auf. Nach einigen Augenblicken öffnete sich das Tor wieder. He-Man, He-Ro, Battle Cat und Tytus blickten hinein. Teelexas Körper war verschwunden.

„Was..., wo...?“ begann He-Ro. Da ertönte plötzlich der Schrei eines Falken. He-Man horchte auf. Aus der Burg flog ein Falke, drehte über der Burg einige Runden und flog danach wieder in die Burg. Das Tor schloss sich wieder.

„Geist von Grayskull, was ...?“ fragte He-Ro. Da erschien plötzlich Teelexa im Gewande eines Falken an einem Fenster der Burg. „Wundere Dich nicht, He-Ro. Ich bin jetzt die Zauberin von Castle Grayskull, und stehe dem Geist von Grayskull zur Seite, die Geheimnisse des Universums vor den Mächten des Bösen zu verteidigen. Innerhalb der Burg kann ich als Frau aus Fleisch und Blut existieren, sollte es notwendig sein, die Burg zu verlassen, so kann ich dies nur in der Gestalt eines Falken, da mein menschlicher Körper mit der Burg verschmolzen ist. Von nun an wachen der Geist und die Zauberin von Grayskull gemeinsam über Eternia.“

He-Ro lächelte, als er die Worte seiner Frau hörte, die nun die Zauberin von Grayskull war.

„Und nun wird es Zeit, dass He-Man und Battle Cat zurück in ihre Zeit gehen“, sprach die Sorceress und erhob ihre Hand. Vor Castle Grayskull erschien erneut das Zeitportal in die Zukunft.

„Sorceress, werde ich jetzt nicht zweimal in der Zukunft sein, und Battle Cat auch?“ fragte He-Man. „Nein, die kosmischen Kräfte und die Macht von Grayskull haben die Zeitlinie wieder so hergestellt, dass Du wieder in Deine Zeit gelangst, so wie Du sie verlassen hattest“, erklärte die Zauberin.

„Gut, komm Battle Cat, es geht endlich nach Hause“, sprach He-Man. „Endlich, mir knurrt schon der Magen“, raunte die Katze. „Lebt wohl, He-Ro und Tytus“ sprach He-Man und blickte nickend zur Zauberin. He-Man und Battle Cat traten in den Zeitwirbel.


He-Ro winkte beiden nach. Da plötzlich ertönte ein Geräusch. Er fuhr herum. Ein kleines Raumschiff sauste heran. Am Steuer saß Hordak. “He-Man, das wirst Du noch bereuen“, knurrte Hordak, immer noch sauer darüber, dass He-Man ihn daran gehindert hatte, sich die Macht des Bösen zu holen. Er steuerte sein Raumschiff nah genug an den Wirbel. Dann drückte er einen Schalter. Ein Feuerstrahl schoss aus der Bordwaffe mitten in den Wirbel. Dieser begann plötzlich in allen Farben zu leuchten und implodierte schließlich. Hordak lachte laut auf, und steuerte sein Raumschiff in den Weltraum.

He-Ro stand an der Stelle, wo gerade der Wirbel zerstört worden war. „Sorceress, was ist mit He-Man und Battle Cat? Sind sie gut angekommen?“ fragte He-Ro mit lauter Stimme.

„Ich weiß es nicht. Sie könnten überall herausgekommen sein“, sprach die Sorceress und aus ihrer Stimme erklang Ratlosigkeit.

Während He-Man und Battle Cat im Zeittunnel unterwegs waren, wurde ihr Flug in die Zukunft merkbar unruhiger. Das Farbenspiel wechselte immer schneller, die Töne immer unruhiger. Dann auf einmal wurden beide durchgeschüttelt. Endlich öffnete sich der Tunnel wieder und entließ die beiden Reisenden. Hart kamen sie auf.
„He-Man, was war denn das?“ fragte die Katze. „Ich habe keine Ahnung. Aber wir scheinen wieder in unserer Zeit zu sein.“ „Bist Du sicher?“ fragte die Katze. He-Man dreht sich um. „Oh nein, nicht schon wieder.“ He-Man und Battle Cat standen vor Castle Grayskull. Doch die Burg war verfallen und das Burgtor stand weit offen.

„Oh, Ihr Götter Eternias, wo sind wir nun wieder gelandet?“ fragte He-Man und sah seinen Freund mit großen Augen an.

to be continued....