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  • 24.06.2018, 04:14:58

Autor Thema: Gemeinsames Werk  (Gelesen 52896 mal)

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Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #360 am: 04.06.2012, 18:55:49 »
Evil-Lyn fluchte leise und wand sich wieder ihrer Arbeit zu. Ein schmerzhaftes Ziehen im Bauch zwang sie wieder zu einer Unterbrechung. Sie wusste nicht warum sie plötzliche aufstand, ins Nebenzimmer ging um ihre bleiches Gesicht in einem goldverzierten Spiegel zu betrachten. Merkwürdig! Wie kam eine solch armselig wirkende Frau wie ihre Zimmerwirtin zu so einem Prachtstück? Anstatt ihres Gesichtes erkannte die Hexe dichten Nebel auf dem Spiegelglas.  Dieser lichtete sich nach und nach, und gab den Blick auf eine Landschaft frei, die sie nur allzugut kannte. "Eternia!", stieß die Schwarzmagierin überrascht aus! Sie schlug sich die Hand auf den Mund und sah sich um... Falls die Gar-Frau sie gehört haben sollte... Doch nichts geschah! Der Spiegel zeigte, wie sich ein rotglühendes Portal öffnete. Skeletor schritt hindurch, und winkte auffordernd. Ein Röcheln und Stöhnen erklang, und nur Sekunden später fielen Massen von Skelettkriegern auf ihren Heimatplaneten ein. Evil-Lyn schauderte es. Das war also die Truppe, die ihr ehemaliger Geliebter seinen treuen Kämpfern vorgezogen hatte. Der Knochenkopf lachte hysterisch. Der Schwarzmagierin fragte sich das erste Mal, was sie an Skeletor so gefesselt hatte. War es die Hoffnung, eines Tages doch noch ihren Keldor aufzuspüren? Irgendein Rest seiner Seele in diesem gefühlskalten magischen Wesen? Evil-Lyn dachte an den Moment, wo sie mit dem schwer verletzten Keldor vor dessen ehemaligen Lehrmeister stand. Hordak hatte nur den Kopf geschüttelt und wollte die Tür schließen. In diesem Moment hatte die Hexe jeglichen Stolz abgelegt. Sie fiel vor dem Fledermaus-Dämon auf die Knie:"Hilf ihm! Hilf ihm und ich werde ein Leben lang tuen, was du verlangst!" Hordak hatte nur höhnisch gelacht: "Wirklich alles?" Es waren ihr Demütigungen wiederfahren, an die sie nicht mehr denken wollte. Doch Hordak hatte Wort gehalten. Er hatte Keldor geheilt, wenn auch zu einem hohen Preis. 

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #361 am: 04.06.2012, 19:12:10 »
Die Szene im Spiegel wechselte abrupt. Evil-Lyn sah kurz nacheinander King Hss mit seinen Schlangenkriegern, einen riesigen schwarzen Drachen, der von Whiplash Richtung Skeletor gelenkt wurde und Krieger der Wilden Horde. Sie setzte zum Warnschrei an, der Gehorsam, den ihr das Skelettgesicht eingebläut hatte, saß noch tief. Dann hielt sie inne. Konnte sie über den Spiegel überhaupt mit Skeletor kommunizieren, oder diente er nur der Beobachtung? Und warum sendete er überhaupt Bilder von Eternia? "Ein echtes Schmuckstück, nicht wahr? Und so nützlich! Das einzige, was mir von Miro geblieben ist! Mit Geschenken war er großzügig, da konnte man als Frau nicht meckern!", bemerkte die Gar-Frau, die plötzlich hinter ihr stand, mit gehässigem Spott. Die Blauhäutige lachte bitter. "Mach eine Pause, hole uns einen Tee und etwas Gebäck und dann können wir genüsslich den Untergang von diesem verdammten Planeten verfolgen!" Evil-Lyn verstand nicht. "Warum interessiert dich das Schicksal Eternias? Oder ist dein Leben hier so öde, dass du dich an dem Unglück anderer ergötzen musst?", fuhr sie ihre Wirtin an. Die lächelte herablassend: "Ich will den Untergang meines missratenen Sohnes sehen! Nichts, nichts war ihm gut genug! König wollte er werden, alles andere war ihm egal, ich, aber auch du! Jetzt wird er den Preis für seine Gier zahlen! Er wird untergehen und sein verfluchter Vater mit ihm. Diese ganzen stinkenden Eternier werden sich gegenseitig umbringen und wir können es hautnah mitverfolgen!" Evi-Lyn erstarrte. Sie wollte nicht, dass Eternia unterging. Ja, sie hatte ein Leben lang darauf hin geabeitet, diesen Planeten zu unterwerfen, das Volk zu knechten, aber keinesfalls wollte sie alles zerstören! Sie liebte ihre Heimat. Es musste ein Weg gefunden werden, Kontakt zu ihren ehemaligen Mitstreitern aufzunehmen und sie notfalls aus der Ferne zu unterstützen.
« Letzte Änderung: 04.06.2012, 21:00:54 von bluecat9 »

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #362 am: 04.06.2012, 21:19:06 »
Vipra war inzwischen mit Beast-Man in der Werkstatt der Snakes angelangt. "He, Mensch, dein Freund hier wird dir zukünftig bei unserem Projekt helfen!",
sagte sie im gebieterischem Ton. Der Affenmann war erfreut, seinen Kameraden lebend vorzufinden. Tri-Klops war es weniger. Zu oft hatte der tumbe Halb-Primat durch seine Dummheit eine Erfindunge ruiniert. Für die geplante Flucht sah es mit Beast-Man als Klotz am Bein auch nicht gerade gut aus.
"Oh, wir können gut zusammenarbeiten!", freute sich das orange Monster. "Tri-Klops ist klug und ich bin stark!" "Lass Beast-Man nicht hier arbeiten, Vpira!
Er kann euch in anderen Bereichen sicher viel nützlicher sein!", versuchter der Ingenieur den Kameraden wegzuloben. Die Reptilienfrau blitzte in drohend an. "Er bleibt, weil ich es will! Fahre mit deiner Arbeit fort, Diener Skeletors, oder du bereust es!" Beast-Man hatte den Temperatur-Regler aufmerksam inspiziert. "Ist das eine Kühlung für Fleisch?", erkundigte er sich unschuldig. Dem Spion brach der Schweiß aus. Er durfte sich nicht verraten. "Nein, ist es nicht! Geh weg, davon verstehst du nichts!" "Es ist eine Art Heizung, damit wir nicht frieren.", erklärte die Waffenmeisterin in falsch freundlichem Ton. Der Affenmann freute sich, dass dem weit klügeren Tri-Klops offensichtlich ein Missgeschick unterlaufen war. "Dann hat  Tri-Klops aber einen Fehler gemacht. So strahlt die Maschine Kälte aus. Und zu mir  sagte er immer, ich würde alles verderben!", triumphierte der Herr der Bestien. Vipras Augen wurden schmal.
"Tri-Klops hat also einen Fehler gemacht, ja? Ich glaube, dann muss ich ihn  ein bisschen bestrafen, weil er geträumt hat. Vermutlich von kleinen, dunkelhaarigen Soldatinnen des Königs!" Der Ingenieur des Bösen war mit einem Mal ganz ruhig. Wenn dies das Ende war, dann sollte es halt so sein.
Er sah nochmal seinen Lebensweg vor sich, wie er durch Skeletor die Chance seines Lebens bekam und dafür einen hohen Preis zahlen musste. Er sah Enya vor sich. Komisch, die Vorstellung, sie niemals wieder zu sehen, schmerzte kurz, aber im Grunde war es egal. Mit gebleckten Zähnen trat die Waffenmeisterin auf ihr Opfer zu. Tri-Klops blickte ihre tapfer in die Augen und wartete auf das Unvermeidliche.
« Letzte Änderung: 04.06.2012, 21:22:25 von bluecat9 »

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #363 am: 18.06.2012, 20:39:23 »
Duncan zog sein Messer und befreite Hungar aus dem Netz. Die Harpye blickte ihn überrascht an, bevor sie sich erhob und ihre Flügel ausbreitete. Auch Micah sah den Waffenmeister verwundert an. "Was tust du ?", fragte er misstrauisch. "Was ich schon lange hätte tun sollen.", kam die barrsche Antwort und Man-at-Arms packte den König von Bright Moon am Kragen und schleuderte ihn in eine Ecke. Micah stöhnte auf, als er auf dem harten Fels aufschlug. Hungar beobachtete die Szene mit Wohlwollen und rieb sich die Hände. Zwar wußte sie nicht genau, was plötzlich in den Waffenmeister gefahren war, aber es gefiel ihr.
"Hungar.", drehte sich Duncan zu ihr um. "Du hast recht. Wieso meine Zeit mit diesem zerlumpten Alten verschwenden. Eternos ist gefallen. Meine Freunde haben mich in der Wildniss zurück gelassen. Ich bin ein Ausgestoßener, genau wie du und ich bin es Leid, mich für andere aufzuopfern." Die gräßliche Harpye kam langsam näher, wärend Duncan sprach und ein verächtliches Grinsen umspielte ihre Lippen. "Sprich weiter, Fremder. Ich habe das Gefühl, du hast noch mehr auf dem Herzen."

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #364 am: 18.06.2012, 20:48:04 »
"Und ob. Zuerst lass uns Micah wieder in dein Versteck bringen, er wird noch eine wichtige Geisel für uns werden. Und dann will ich, dass du mir hilfst, in Castle Grayskull einzudringen." "Castle Grayskull? Das Schloß ist nichts weiter als eine verlassene Ruine ! Ich warne dich, Mann in grün. Versuche nicht, die Königin der Harpyen zu täuschen! " Duncan senkte den Kopf. "Das würde ich nie versuchen, Hungar. Doch wenn wir zusammen arbeiten, können wir die größte Macht beschwören, die es jemals auf Eternia gegeben hat. Doch dazu müßen wir Schloß Grayskull betreten."
Hungar überlegte, ob sie Man-at-Arms trauen sollte, doch trotzdem beschlich sie die Gier nach der Macht. Duncan hatte hoch gepokert, denn wie hätte er wissen sollen, ob Hungar vom verschwinden des Schloßes wußte oder nicht.
Schließlich sprach sie wieder. "Also schön. Zuerst bringen wir unseren Gast zurück in seine Gemächer.", Hungar kicherte dabei diabolisch über ihren Witz. "Und dann erläuterst du mir deinen Plan.
Sie ging voran, wärend Duncan Micah wieder auf die Beine zog und ihm unbemerkt einen Peilsender in die Hosentasche schob. Sein Plan hatte Fuß gefasst und er hoffte, er könnte die Harpye nach draußen locken und ihr ein für allemal den Gar ausmachen.

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #365 am: 24.06.2012, 20:58:37 »
Rattlor folgte übelgelaunt dem stachelhäutigen Spikor. "Nun rede schon, Schmied !", hallte seine raue Stimme durch die Flure. "Wo befindet sich diese Blindschleiche?" Spikor lächelte und blieb stehen. "Gleich hinter dieser Tür.", sagte er freundlich. Skeletors Gefolgsmann und der General der Schlangenmenschen standen nun vor einer schwer beschlagenen Pforte. "Du brauchst sie nur zu öffnen und die Rache an Khan ist dein."
Rattlor trat einige Schritte von der Tür zurück. "Nein. Du wirst sie öffnen, ich will keine böse Überraschung erleben."
"Nun gut.", sprach der Dämon, zog den Riegel des Schloßes auf und öfnette die Tür.
Rattlor sah in den dunklen Raum und bevor er reagieren konnte, sprang ihm eine riesige purpurne Katze entgegen und warf ihn zu Boden.
"Hahaha, viel Spaß mit Skeletors Haustier. Ich denke er wird hungrig sein!", jubelte Spikor und verdrückte sich klamm heimlich durch die nächste Tür, wärend sich der General gegen Panthor zur Wehr zu setzten versuchte.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #366 am: 08.07.2012, 15:05:32 »
General Rattlor keuchte unter dem Gewicht des schwarzen Leoparden. Oh ja, die Raubkatze plagten Hungergefühle, da gab es keinen Zweifel! Der rote Snake-Man roch den fauligen Atem des Fleischfressers. Ein menschlicher Soldat wäre verloren gewesen, doch ein Schlangenmensch war um ein Vielfaches stärker. Die Wut darüber, von einem Kämpfer Skeletors überlistet worden zu sein, verstärkte Rattlors Kräfte zusätzlich. Wie alle Schlangenmenschen sah er auf Menschen herab und einem Wesen wie dem Stacheldämon hätte er eine so wohldurchdachte Strategie nie zugetraut. Der Snake ließ seinen Kopf vorschnellen und versuchte, seine Giftzähne in Phantors Fell zu versenken. Vergeblich. Geschmeidig wich die Raubkatze aus! Rattlor startete den nächsten Angriff. Wenn dieser misslang, wäre dies sein Ende. Der Kopf des Snakes fuhr abermals wie aus dem Nichts hervor und rammte den Schädel Phantors.
Ein gelungener Biss wäre besser gewesen, doch der Leopard ließ nun, benommen von der Wucht des Schlages, von seinem Opfer ab. Rattlor zischte triumphierend! Zu früh! Phantor brauchte nur Sekunden, um sich zu erholen. Mit einem Sprung warf er sich erneut auf seine  Beute. Der General fühlte, wie sich die blanken Krallen in sein Fleisch vergruben. Ihm wurde schlecht vor Schmerz und Schreck. Der rote Snake nahm alle Kräfte zusammen und bog sich so nahe es ging, an der Feind heran.  Die Raubkatze zu töten, war aus dieser Position unmöglich. Der Diener von King Hsss starrte dem Haustier Skeletors tief in der Augen. Es schien zu klappen. Panthor erstarrte. Sachte, als würde er in Injektion setzen, biss der Schlangensoldat zu. Das Gift zeigt Wirkung. Die schwarze Raubkatze ließ von ihrem Opfer ab. Als wäre er betrunken, taumelte der Leopard in Richtung Rattlor und schmiegte sich sanft schnurrend an ihn. "So ist´s Recht, mein Kleiner. Jetzt kriegst du etwas Schönes zu essen, und dann führt dich dein neuer Herr zum Kampf gegen die Feinde. Die alte Blindschleiche und dieses wandelnde Nadelkissen können sich auf etwas gefasst machen."
Selbstzufrieden leitete der Schlangenmann Panthor nach draußen. Er durfte nur nicht vergessen, die geringe Dosis Gift, die das Tier gefügig machte, von Zeit zu Zeit zu erneuern!
« Letzte Änderung: 08.07.2012, 20:05:40 von bluecat9 »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #367 am: 09.07.2012, 17:28:40 »
Der Rückweg schien endlos und je länger sie gingen, desto weniger glaubte Man-at-Arms daran, dass Hungar sie wirklich zurück zu ihrem Versteck führen wollte. Doch was hatte diese falsche Schlange vor.
Schließlich riss Duncan der Geduldsfaden und er fragte ihre Führerin in barschem Ton, wie lange sie noch zu gehen hätten.
„Nur Geduld, wir nehmen eine kleine Abkürzung, es dauert nicht mehr lange.“ gab die Harpyienkönigin mit beschwichtigendem Tonfall von sich.
Das machte Duncan erst recht stutzig und er erwiderte: „Eine Abkürzung? Mir scheint es, wir laufen inzwischen länger, als auf unserem Hinweg.“
„Das kommt Euch nur so vor. Euer menschliches Zeitgefühl trügt Euch hier unten, wo für Euer Auge alles gleich aussehen muß. Wir sind gleich da, habt Vertrauen.“
Doch genau dass hatte der Waffenmeister am allerwenigsten für seine Führerin übrig und so folgte er ihr widerwillig mit doppelter Aufmerksamkeit, als zuvor. Inzwischen bereute er es, sie frei gelassen zu haben, sahen doch die Gänge alle gleich aus. Dunkle Tunnel reihten sich aneinander, überall der gleiche monotone braune Farbton der Erde und nur seine Taschenlampe in seiner Rüstung sorgte für etwas Licht. Sonst wären er und Micah der Dunkelheit hilflos ausgeliefert gewesen. Doch selbst wenn sie etwas hätten erkennen können, sie konnten nicht sagen, wie viele Gefolgsleute Hungar hier unten hatte, geschweige denn, um was für Gefolgsleute es sich handelte. Einem Hinterhalt hätten sie sehr wahrscheinlich nichts entgegenzusetzen und trotzdem musste er das Risiko eingehen, war die alte Vettel doch die Einzige, die sich hier zu orientieren vermochte.
„Ihr verlangt viel von mir, ich hoffe, dass ist Euch klar.“ war seine gegrummelte Antwort.
Micah folgte ihnen mit gesenktem Kopf und an einem Seil gefesselt, welches sie aus dem Netz, in welchem Hungar gefangen war, genommen hatten.
‚Armer Teufel,’ dachte Duncan ‚ich hoffe, er hat meine kleinen Zeichen verstanden und spielt mit. Er hat wirklich eine Menge durch gemacht. Der Sender scheint soweit zu funktionieren. Halt durch, sobald ich an der Oberfläche bin, hol ich Hilfe und befreie dich.’
Eine Weile gingen sie wortlos weiter als plötzlich das Licht an Duncan’s Arm anfing zu flackern.
„Verdammt!“ entfuhr es ihm, als er merkte, dass die Energie zu Ende war und im nächsten Moment standen sie in der totalen Finsternis.
So sehr er sich auch anstrengte, Duncan konnte absolut nichts mehr erkennen. Die Schwärze hüllte ihn komplett ein.
„Hungar.“ rief er noch, „wo seid Ihr. Könnt ihr ein wenig Licht schaffen?“
Doch er bekam keine Antwort, nur beklemmendes Schweigen.
„Micah?“ Duncan zog an dem Seil, doch es lag schlaff auf dem Boden.
„Hungar!!!“ rief er erneut. „Was ist hier los?“
Stille.
„Was habt Ihr vor?“
Schweigen.
„Hungar!?!“

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #368 am: 17.07.2012, 17:42:55 »
Langsam stolperte er durch die dunklen Gänge, tastete sich Meter für Meter vorwärts. Blind stieß er öfters gegen die Wände, wenn sich mal wieder der Gang verzweigte oder die Decke an einer Stelle niedriger war. Inzwischen musste es Stunden her sein, seit Hungar und Micah verschwunden waren. Er hatte das Zeitgefühl vollständig verloren.
Erschöpft blieb er eine Weile stehen, um eine Pause einzulegen.
Angespannt lauschte in die Dunkelheit hinein, doch nichts, als ob er im Nichts gefangen war.
‚Diese verdammte Schlange! Wenn ich die noch einmal erwische....’ waren seine Gedanken als plötzlich aufhorchte.
„Duncan.“
„Ist da wer?“ rief er in die Dunkelheit, doch keine Antwort.
„Hungar?! Zeig dich und ich lasse Gnade vor Recht ergehen. Wenn ich dich so in die Finger kriege, werde ich nicht mehr so nett sein. Komm raus!“
Wieder nichts.
‚Leere Drohungen und sie weiß das nur zu gut.’ war seine Selbsterkenntnis.
„Duncan.“
Schon wieder, da war doch ein Flüstern, er war sich ganz sicher.
„Wer ist da?“ fragte er erneut in die Dunkelheit.
Keine Antwort.
‚Langsam scheine ich verrückt zu werden hier unten. Ich darf mich nicht einschüchtern lassen. Jetzt reiß dich zusammen.’ versuchte er sich selbst Mut zu machen, doch sein Körper war bis aufs äußerste angespannt.
„Duncan, komm.“
„Jetzt reicht es aber. Hungar, zeig dich. Ich fall auf deine kleinen Psychspielchen nicht länger herein.“
Angestrengt horchte er, um herauszufinden, woher das Flüstern kam, doch außer seinem eigenen Blut, welches ohrenbetäubend in seinem Kopf zu rauschen schien.
„Duncan, komm.“
Wo schien das Flüstern nur her zu kommen. Man-at-Arms konnte einfach nicht feststellen, aus welcher Richtung es kam.
Plötzlich griff seine Hand ins Leere. Wieder eine Abzweigung, vorsichtig tastete er sich zur Mitte vor. Links oder Rechts? Die eine schien genauso gut zu sein, wie die andere, als er plötzlich einen leichten Luftstoß im Gesicht spürte. Ganz kurz nur, aber er war da gewesen, da war sich der Waffenmeister sicher.
„Also links.“
Und vorsichtig machte er sich auf, bereit, jeden Moment einen Angriff abwehren zu müssen.

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #369 am: 18.07.2012, 21:47:07 »
In den Hallen, die Granamyr, der mächtigste der Drachen sein Zuhause nannte, öffnette sich ein Portal. Wäre diese Höhle von innen Bewacht gewesen, hätten die beiden Personen, die daraus hervortraten, keine Chance gehabt, sich zu wehren und wären ungnädig im Drachenfeuer vergangen.
Doch niemals hätten die Drachen gedacht, dass auch nur ein niederes Wesen die Halle des Amulett des Schutzes betreten könnte. So standen Eldor und Spector nun ungestört vor dem Heiligtum.
"Wo sind wir Eldor?", unterbrach der Leutennant. "Die korrekte Frage wäre ´Wann sind wir? , mein lieber Freund.", sagte der Weise. "Wir sind an den Zeitpunkt zurückgekehrt, an dem das Unheil seinen Lauf genommen hat."
"Ich versteh nicht recht.", grübelte Spector und schüttelte den Kopf.
"Das ist das Amulett des Schutzes. Das Heiligtum der Drachen. Nicht mehr lange und es wird von Kobra Khan gestohlen und in zwei Hälften geteilt. Durch dieses  Vergehen, wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die dazu führt, dass auf Eternia das dunkle Zeitalter ausbricht."
"Und ich habe nun die Möglichkeit, dieses zu verhindern und Eternia zu retten?"
Eldor nickte. "Ja Spector. Ich habe lange nach diesem einen Zauber gesucht, der uns durch die Zeit reisen läßt und nun, zur rechten Zeit, habe ich ihn gefunden. Es ist das Schicksal, Spector, dass uns dazu aufgerufen hat."

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #370 am: 18.07.2012, 22:03:08 »
"Aber nicht, um die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zu Verändern, Eldor !"
Diese Stimme, die durch die Halle klang und Eldor und Spector zusammenfahren ließ, gehörte niemand geringerem, als dem kosmischen Magier Zodak.
"Du bist ein Narr, dass du glaubst die Geschehnisse zu beeinflussen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund, Eldor. Auch wenn du versuchst, die Geschichte zu ändern, das Universum setzt sich am Ende immer durch."
Grade, als der alte Zauberer das Wort ergreifen und Zodak zur Rede stellen wollte, erhellte ein grelles Licht den Raum. Eldor und sein Gefährte waren nicht mehr im Stande, sich zu bewegen. Hinzu kam nun außerdem, dass sich die Zeit wie im Zeitraffer bewegen zu schien.
Sie verfolgten beide, wie eine dunkelblaue Gestallt sich von der Decke hinabließ. Auf dem Fuße folgte eine grüne, die sich das Amulett schnappte und es mit einer ätzenden Flüssigkeit in zwei Hälften zu teilen schien. So schnell sie erschienen waren, so schnell verließen sie den Raum wieder.
Es ging alles atemberaubend schnell für die beiden und als sie wieder von dem hellen Licht geblendet wurden konnten sie sich wieder bewegen.
"Was war das Eldor?"
 "Zodak. Es war Zodak.


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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #371 am: 18.07.2012, 22:21:41 »
Webstor war seinem Opfer nun so nahe gekommen, dass er ihn endlich packen konnte. Doch im letzten Moment hielt er inne und bemerkte, dass er Kobra Khan vor sich hatte. Astatt den Schlangenmenschen wie zuvor gewollt einzuspinnen, gab er ihm einen kräftigen Tritt in den Rücken und hangelte sich an seinem Faden wieder in die Höhe. Khan, kon dem Angriff überrascht, taumelte nach vorn. Geschmeidig, wie er war fing er sich geschickt ab und spieh einen Strahl seines Giftes in die Richtung des Angreifers. Er wunderte sich allerdings, als das Gift ins leere ging.
"Hahaha, Kobra Khan. Beinahe hätte ich dich gefressen. Ihr Schlangen seht doch alle gleich aus." Der Spinnenmensch ließ sich wieder von der Decke herab und lachte höhnisch.
Er hatte Kobra Khan das letzte mal gesehen, als er ihm half, das Amulett der Drachen zu stehlen um es Skeletor zu bringen.
"Webstor.", zischte Khan. "Ich muß sofort zu Skeletor." Der Snakeman nahm sofort wieder seine gebeugte Haltung ein und stellte sich unwissend. Er erwartete, dass ihm der Weber mitteilte, dass Hordak die Festung eingenommen hätte. Doch mit der Antwort, dass King Hsss nun wieder der Herrscher Snake Mountains sei, hatte der sonst so durchdachte Schlangenmensch nicht gerechnet.

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #372 am: 23.07.2012, 22:37:24 »
Nachdem die Schwarzdrachen mit ihren neuen "Herren" abgezogen waren, lag der Palast nun wieder verlassen an alter Städte. Marzos Herrschaft wurde von seinen selbst erschaffenen Untoten beendet und diese selbst von den Drachen vernichtet. Auch Sy-Clone hatte sich mit dem ehemaligen König Miro in Sicherheit gebracht.
Doch nun sollte dieser Ort wieder ein freudiges Ereigniss erleben dürfen, denn die zwei Gruppen, die aus jeweils gegenüberliegenden Richtungen kamen, betraten Eternos.
Die ersten waren Sea Hawk mit seinem Gefolge, die von Orko geleitet wurden.
"Sieht ziemlich verlassen aus, euer Palast.", bemerkte der Kapitän. "Bist du sicher, dass wir hier noch jemanden antreffen werden?"
Der Trollaner schaute sich bestürzt um. "Oh, je. Du hast recht, Sea Hawk. Hier sieht es noch schlimmer aus als beim letzten mal. Ich hoffe nicht, dass das Ultimatum der Drachen schon verstrichen ist."
"Drachen?!" Diese Aussage ließ wieder ein Raunen durch die Reihen gehn.
"Bleibt ruhig Leute.", forderte der Captain auf. "Wenn es hier Drachen geben würde, hätten sie uns schon längst bemerkt. Wir wären wohlmöglich nicht bis hierher gekommen."
Doch ein Knacken ließ die Gruppe wieder in Alarmbereitschaft verfallen.

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #373 am: 23.07.2012, 22:51:18 »
Die Seemänner ergriffen ihre Waffen und rückten nahe zusammen. Dabei nahmen sie die Frauen, die sich auch gut selbst hätten verteidigen können, in die Mitte.
"Seid wachsam, Männer.", murmelte Sey Hawk. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass plötzlich überall um sie herum Ranken aus dem Boden wuchsen und sich um die Waffen der Männer schloßen und diese somit derer entledigten.
"Teufelswerk!", schrie Bard sofort aus. "Ich sagte es von Anfang an!"
Er und einige andere versuchten sogleich den armen Zauberer, der genauso überrascht wie sie zu sein schien, in die Hände zu bekommen. Trotz den Befehlen des Captains, den Trollaner in Frieden zu lassen, stürzte sich der Steuermann auf ihn. Orko ergriff sogleich die Flucht, kam aber nicht sehr weit, da er blindlinks mit jemandem zusammen stieß.
Er prallte auf den Boden und als er hinauf sah, blickte er in zwei vertraute grüne Augen.
"Hallo Orko. Braust du Hilfe?"
Der schwebende Magier rieb sich den Kopf. "Mossman?"

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #374 am: 01.08.2012, 16:28:32 »
„Duncan! Beeil dich!“
Die flüsternde Stimme, die Duncan immer wieder hörte, wurde nun merkbar eindringlicher, warnender, was den Waffenmeister nichts Gutes ahnen ließ.
Und dann hörte noch etwas anderes. Ein Kichern, so böse und triumphierend, dass es ihm einen Schauder über den Rücken jagte.
„Hungar.“ murmelte er zu sich selbst.
Was sollte er jetzt tun? Er konnte immer noch nichts sehen.
Angespannt tastete er sich weiter vorwärts.
„Duncan! Schnell.“
„Verdammt, ich mach ja schon.“ war seine gereizte Antwort ins Leere.
„Wer immer du bist, du könntest vielleicht mal ein bisschen Licht machen.“
Schweigen.
„Dachte ich mir.“
Kichern.
Dann ein Luftzug, als ob etwas an ihm vorbei gerauscht wäre.
„Hungar! Zeig dich.“
Duncans Nervosität wuchs mit jeder Sekunde, die verstrich.
„Duncan,“ flüsterte es wieder, „beeil dich, sie ist gleich da.“
Duncans Stirn war inzwischen Schweißüberströmt und er fing jetzt einen schnellen Laufschritt an.
Wieder hörte er dies irre Kichern hinter sich. Diesmal konnte er es deutlicher hören und es schien näher zu kommen.
„Schnell Duncan, sie kommt!“
Panik. Er spürte, wie sie langsam in ihm hoch stieg. Er war ein trainierter Kämpfer, der wusste, wie man mit Extremsituationen umzugehen hatte, aber jetzt.
Darauf hatte man ihn nicht vorbereitet. Mühsam kämpfte er das Gefühl nieder, was ihm aufgrund des Laufens besonders schwer fiel.
„Schneller, Duncan, schneller!“
„Hihihihihihihi....“
Wieder ein Luftzug. Ein Körper, der an ihm vorbeizurauschen schien.
Der Waffenmeister blieb abrupt stehen.
„Zeig dich, Hungar. Sofort!“
Sein Herz raste, das Blut rauschte in seinen Ohren, doch außer Schweigen erhielt er keine Antwort.
„Geh weiter, Duncan, bleib nicht stehen.“ hörte er die Stimme erneut.
„Wer bist du? Was willst du?“ schrie er in die Dunkelheit.
„Geh weiter, bleib nicht stehen, sie kommt. Sie kommt, geh weiter!“ flehte in die Stimme an.
Wieder rauschte etwas an ihm vorbei und diesmal rissen Duncans Nerven und mit lautem Schreien lief er los.
Die Panik hatte ihn übermannt. Jeder klare Gedankengang war ausgelöscht. Er wollte nur noch raus, raus aus dieser engen Schwärze.
Hinter sich hörte er wieder das irre Lachen und diesmal konnte er eindeutig Hungars Stimme erkennen.
„Lauf nur Man-at-Arms. Lauf nur, es wird dir nichts nützen. Hahahaha....!“
Duncan lief und lief, doch das Lachen kam immer näher.
„Lauf schneller, Duncan. Sie ist gleich da.“
Duncan mobilisierte die letzten Kraftreserven, die er noch hatte und beschleunigte noch einmal seinen Tritt. Das Adrenalin hatte seinen gesamten Blutkreislauf geflutet und sein Herz schien regelrecht zu explodieren.
Plötzlich berührte ihn etwas an der Schulter und er geriet ins Straucheln. Er stolperte und verlor das Gleichgewicht.
„Bleib nicht stehen, Duncan. Sie ist da.“
Doch Man-at-Arms konnte den Sturz nicht aufhalten und überschlug sich.
Während er versuchte, das Schlimmste zu verhindern, hörte er Hungars triumphierendes Gelächter, welches sich zu einem irren Schrei des Entsetzens und des Zornes wandelte.
„Neeeeiiiiinnnnn!!!!!!“ hörte er sie fluchen.
Und ihr Geschrei und fluchen wurde mit einem mal immer leiser.
Da bemerkte Man-at-Arms erstmals, dass er fiel.