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  • 26.09.2018, 05:58:23

Autor Thema: Gemeinsames Werk  (Gelesen 54320 mal)

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Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #345 am: 16.04.2012, 17:27:16 »
Nachdem Stratos losgegangen war, um Vorräte für die bevorstehende Reise zusammenzutragen, sah Adam den mysteriösen Fremden weiter skeptisch an.
„Also jetzt noch mal, bevor hier die anderen wieder kommen. Wieso willst du mit und was weißt du über diese Frau, die ich gesehen habe? Und wie soll ich dich jetzt ansprechen? Blauer Fremder? Schlumpf? Du musst mir schone in bisschen entgegen kommen, wenn wir dich mitnehmen sollen.“
Keldor seufzte.
„Nenn mich fürs erste Dor-Lek und zu der anderen Angelegenheit. Die Frau, die Ihr gesehen habt, ist für das Schicksal Eternia’s, wenn nicht sogar des ganzen Universums von äußerster Wichtigkeit. Mehr bin ich nicht befugt, zu offenbaren zu diesem Zeitpunkt. Wenn Ihr mir nicht vertraut, dann dem Urteil Eurer Mentorin, die Euch meine Ankunft vorausgesagt hat.“
„Hmm. Ziemlich dünn, das Ganze, aber anscheinend hab ich wirklich keine andere Wahl. Dor-Lek, ja?“
„Zu Euren Diensten.“
„Na dann, sollten wir uns nützlich machen, damit wir schnellst möglich aufbrechen können.“
Adam wandte sich gerade in die Richtung, in die Stratos gegangen war, um seinen Freund zu helfen, als er plötzlich:
“Adam!?“
„Teela?“
„Adam?“
„Enya?“
„Enya?“
„Oh, Teela.“
"Miaauuu?!"
« Letzte Änderung: 07.05.2012, 14:42:33 von Motuwahn »

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #346 am: 16.04.2012, 22:05:14 »
"Jay! He, Jay! Warte auf mich!"
Jay war ein wenig vorausgegangen. Wie, als wenn er vor eine Wand gelaufen wäre, blieb er jetzt stehen.
Er war mit seinem Freund, dem Sir, wi er genannt werden wollte, in der Ebene der Ewigkeit unterwegs, wo sie langsam in die Mystic Mountains überging. Er war dem Sir bis auf die Spitze eines steilen Hügels vorausgegangen. Nun sah er aber mit großer Verwunderung eine Höhle, die er hinter einem Busch am Hang des nächsten Hügels auftat. Sie versteckte sich sogar. Und wenn Jay nicht genau an dieser Stelle gestanden hätte, hätte er den Eingang zur Höhle völlig übersehen.
"Jay!", kam es jetzt von direkt hinter ihm.
Jay drehte sich um und sah, wie sich der Sir zu ihm hochquälte. Jay lächelte. Mit so einer Rüstung hatte man es garantiert nicht leicht.
"Da drüben ist eine Höhle. Siehst du?"
Jay deutete auf den Eingang.
"Was?", keuchte der Sir. "Was denn für eine Höhle?"
"Bist du denn blind? Nimm lieber mal deinen Helm ab. Dann kannst du bestimmt besser sehen."
"Na, ich habe keinen Zoom, wie du, Jay", antwortete der Sir und tippte gegen den Auswuchs an Jays Kopf, der stark an eine Kameralinse erinnerte.
"Dann folg mir einfach. Ich zeige dir schon die Höhle.
Und falls es dich beruhigt: Es geht nicht bergauf bis zur Höhle."

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #347 am: 17.04.2012, 13:43:02 »
„Was sollen wir mit diesem stinkenden, widernatürlichem Abfall anstellen, Herr?“
Darknight sah die Untoten, welche auf dem Schlossplatz dastanden angewidert an.
Sein Berater hatte ihn gefragt, während seine anderen Drachen die Mauern besetzt hatten und auf seine Befehle warteten. Die Amuletthälfte, welche er Marzo abgenommen hatte, baumelte an einer Kette um seinen Hals.
„Vernichten!“ befahl er trocken und sogleich spie er eine gigantische Flamme, welche den Schlossplatz in ein einziges Inferno verwandelte, in dem Marzo’s Armee klaglos verging.
Die übrigen Drachen taten ihr Übriges und verbrannten alle Zombies, die sich außerhalt der Mauern aufhielten.
Nachdem die Drachen ihr Werk verrichtet hatten blickten sie ungläubig auf den Schlossplatz.
„Wie ist das möglich?“ Darknight war verwirrt und verunsichert.
Im hinteren Teil stand eine kleine Gruppe unversehrt.
Der Vorderste trug eine alte, verbeulte Rüstung in goldener Farbe und in seiner rechten Hand hielt er einen Stab mit einem leuchtenden Kristall auf der Spitze. Er schien eine Art Kraftfeld um sich und die anderen generiert zu haben. Die anderen waren nicht minder seltsam in Darknight’s Augen, ein menschenähnliches Wespenwesen, ein Mensch in Ritterrüstung und ein Mensch mit einem Echsengesicht, sowie ein paar der gewöhnlichen Untoten standen um einen Haufen mechanischer Gliedmaßen.
Langsam hob der mit dem Stab seine linke Hand, zeigte auf Darknight und ehe dieser sich versah, flog das Amulett von seinem Hals in die Hand des Magiers.
Der Drache wollte noch einen Fluch ausspucken als mit einem mal der Schmerz in seinem Kopf explodierte und er laut aufheulte. Auch die anderen Drachen schrien vor Schmerz.
Eine Stimme, so tief und böse, dass selbst dem Anführer der Schwarzdrachen das Herz stockte, flüsterte in seinem Kopf:
„Du gehörst jetzt mir. Ihr alle. Meine Rache wird fürchterlich sein. Eternia wird dafür bezahlen, dass meine Ruhe gestört worden ist.“
Voller Entsetzen bemerkte Darknight, wie auf den untoten Magier zuging. Er streubte sich mit ganzer Willenskraft dagegen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Als er vor ihm stand, zwang ihn He-Ro in die Knie und sein verfaultes Gesicht sah dem Drachen direkt in die Augen.
Entsetzlich erklang das Lachen des Magiers in des Drachen Kopf, während dessen verwesendes Fleisch ganz ruhig um Dark Smoke herum ging und sich schließlich auf dessen Rücken schwang.
He-Ro hob seinen Stab und auf wundersame Weise setzten sich die am bodenliegenden Gliedmaßen wieder zu einem voll funktionsfähigen Roboter zusammen.
Auch die übrigen Drachen kamen angekrochen und wimmerten vor Angst. Vier davon knieten sich ebenfalls nieder und die vier übrigen Masters erklommen ebenfalls die stolzen Tiere und zusammen schwangen sie sich in die Lüfte über Eternos.
« Letzte Änderung: 18.04.2012, 08:39:35 von Motuwahn »

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #348 am: 17.04.2012, 19:42:37 »
Jay ging voran zur Höhle. Der Sir blieb erstmal stehen und wollte erstmal wieder zu Luft kommen. Dann ging er hinter Jay her, wobei er am Abhang wieder leichte Schwierigkeiten hatte, nicht zu schnell zu werden.
Daher hatte er Jay schnell ein, als dieser vor dem Busch stehen blieb und auf ihn wartete.
"Na los. Gehen wir rein", drängte Jay.
"Ist ja schon gut, du Sklaventreiber. Ich komme ja schon."
Sie durchdrangen mit mühevoll den Busch und standen nun in dem Eingang.
"Tatsächlich!", staunte der Sir. "Hier ist tatsächlich eine Höhle."
"Hast du mir etwa nicht geglaubt?", lachte Jay.
Der Sir antwortete nicht, sondern sah sich die Wände der Höhle an, soweit die Sonne reinfiel.
"Diese Höhle ist künstlich angelegt worden", sagte er fachmännisch.
"Wer hätte denn hier eine Höhle anlegen wollen?", fragt sich Jay skeptisch.
Der Sir ging nicht darauf ein und forderte Jay auf: "Geh du mal vor, du kannst im dunkeln besser sehen, als ich."
Metall schabte über Metall, als er sein Schwert zog. Jay, der keine Waffe hatte, ging ängstlich vor.

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #349 am: 18.04.2012, 18:44:04 »
'Muss ich denn vorangehen? Ich habe keine Waffe', zitterte Jay leicht, ging aber immer voran.
Sein Kameraauge sagte ihm, dass vor ihm freie Bahn ist. Sie durchschritten sogar eine geräumige Halle. Weit voraus kamen sie zu einem Durchgang, der ein wenig heller war.
"Du", merkte der Sir an. "Ich glaube, ich kann da hinten etwas sehen. Zwar nicht viel, aber immerhin."
"Ja", flüsterte Jay. "Da ist ein Durchgang oder eine offene Tür."
"Da gehen wir hin", schlug der Sir vor.
Jay nickte, wobei er vergaß, das der Sir dies nicht sehen konnte, und ging in Richtung des Durchganges weiter.

Als sie, langsam voran gehend, dort ankamen, sah sich Jay von dem Durchgang aus um. Es war eine weitere Halle, die noch um einiges größer war, als die vorige. In dieser Halle standen sicherlich hunderte Statuen. Jede gab ein Licht von sich. Manche ein stärkeres, manche ein schwächeres. Allerdings war das gesamte Licht gerade mal hell genug, dass man mit sich unbewaffnetem Auge orientieren konnte.

Der Sir ging staunend voran.
"Damit habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet."
"Kannst du erkennen, von wem die Statuen sind?", fragte Jay.
Der Sir schüttelte seinen Kopf und ging weiter. Neben einer Statue eines Kriegers, der wohl aus dem hohen Norden stammte und einen Helm mit Hörnern trug, blieb er stehen und hob sein Schwert. Er sah sich um. Allerdings, obwohl die Statue sehr mehr Licht abgab, als die umgebenden Statuen, konnte er nicht viel erkennen.
Jay blieb bei einer anderen Statue stehen, die einen Kämpfer in eher technischer Rüstung zeigte. Während die meisten ein Schwert führten, hielt er einen Blaster in der Hand.
"Was ist denn?", fragte er den Sir.
"Ich habe etwas gehört", flüsterte der Gefragte zurück.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #350 am: 19.04.2012, 12:09:44 »
Frustriert starrte Whiplash in die Ferne. Er hatte keine Möglichkeit, unbeschadet vom Plateu hinunter zu steigen, ohne sich dabei den Hals zu brechen.
Mit einem mal machte er einen kleinen Punkt in der Ferne aus, der durch die Luft und in seine Richtung zu fliegen schien.
Langsam wurde der Punkt immer größer und Whiplash konnte Flügel ausmachen, die auf und nieder schlugen.
„Ein Drache.“ entfuhr es dem Caligarer und sah sich noch mal um, obwohl er genau wusste, dass es kein Versteck gab, in welches er sich hätte verkriechen können.
Nervös erwartete er die Ankunft und als der Drache vor ihm landete, erkannte er, dass es sich um sein ehemaliges Reittier handelte, welches in Snake Mountain aus dem Ei geschlüpft und von Beast Man unnatürlich schnell zum Wachstum gebracht worden war.
„Du?“ entfuhr es Whiplash.
„Was willst du denn hier und wo sind die anderen?“
Der Drache sah ihn an und kam langsam auf ihn zu.
Whiplash wich zurück, bereit, einen Angriff abzuwehren, obwohl er wusste, dass er kaum eine Chance gehabt hätte.
Doch statt eines Angriffs stieß der Drache nur einen wimmerndes Heulen aus und Whiplash sah, wie das mächtige Geschöpf am ganzen Leib zitterte.
„Was ist denn mit dir los?“ entfuhr es ihm, völlig überrascht.
Der Drache wimmerte und sah Whiplash verzweifelt an.
Der Caligarer war völlig überfordert und bewegte sich langsam auf den Drachen zu. Die mächtigsten Kreaturen Eternia’s. Angst war das letzte, was man von ihnen erwartete und doch schien es etwas zu geben, dass dieses Gefühl bei ihnen auszulösen schien oder war er vielleicht von den anderen angegriffen worden? Aber dann wäre er wohl nie lebend hier angekommen. Whiplash überlegte fieberhaft, was wohl passiert sein könnte.
Vorsichtig hob er eine Hand und berührte das Gesicht.
Der Drache sah ihn an und schien sich ein wenig zu beruhigen.
„Wenn du mich verstehst, kannst du mich von hier weg bringen? Ich komm hier sonst nicht runter und vielleicht finden wir ja ein nettes Plätzchen zum ausruhen.“
Der Drache horchte auf und schien zu überlegen, was Whiplash gesagt hatte, als er sich ruckartig erhob, Whiplash mit seinem Forderbein schnappte und sich in die Luft erhob.
„Aaaarrrgggghhhhh....“ entfuhr es dem entsetzten Caligarier, als er wieder auf unbequeme Art und Weise durch die Luft reisen musste.

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #351 am: 19.04.2012, 19:15:09 »
Jay horchte jetzt auch auf. Er hatte auch etwas gehört.
'Dumm, dass ich keine Waffe habe', dachte er.
Er sah sich hektisch um, konnte aber niemanden sehen.
"Verdammt", kam es vom Sir leise rüber. "Ich kann niemanden sehen."
Als wäre dies ein Stichwort gewesen, schienen die Statuen viel heller. Jay und der Sir wurden total geblendet von dem plötzlichen Licht.
Kurz darauf hörte Jay ein dumpfes Schlagen gefolgt von einem kurzes Schreien vom Sir und einem Klirren. Kein Zweifel: Er wurde angegriffen.
Jay vergaß, dass er keine Waffe hatte und nichts sehen konnte, womit er viel schwächer war, als der Angreifer. Er wusste aber, wo der Sir gestanden hat, und lief jetzt brüllend mit gesenktem Kopf darauf zu.
Damit hatte er den Angreifer überrascht. Etwa auf halbem Wege stieß er auf einen Körper und bekam einen Stab zu fassen.
Er rang mit dem Angreifer verbissen um den Stab, konnte aber noch immer nichts, nicht mal den Stab, sehen.
Nach kurzer Zeit bekam er einen über den Schädel und die Lichter gingen für ihn aus.

Als er wieder zu sich kam, war er immer noch in dieser Halle. Er wusste nicht, ob er jetzt Stunden oder Sekunden weggetreten war. Jedenfalls lag er am Boden und war mit einer Kette an die Statue hinter ihm gebunden. Er öffnete sein Auge und bemerkte sofort, dass jetzt fast normales Licht in der Halle herrschte. Er konnte nämlich den Sir neben sich ebenfalls en eine Statue gebunden sehen. Er bewegte sich, war also ebenfalls wach.
Jay atmete auf. Er war also nicht tot. Noch nicht, fügte er zu. Denn er glaubte nicht, dass derjenige, der sie gefangen hatte, sie lange am Leben lassen würde.

Er wurde jäh durch eine Stimme in seinen Gedanken unterbrochen, die sagte: "Willkommen in der Halle der Hüter!"

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #352 am: 23.04.2012, 20:21:02 »
"Was? Wo sind wir?", fragte der Sir und von Jay kamen die Fragen: "Wer bist du? Warum sind wir gefesselt?"
Die Stimme lachte.
"So viele Fragen. Da muss ich doch etwas Antworten. Nicht das ihr vor Neugier platzt."
Dann trat ein Mann hervor, blieb aber mit dem Rücken zu ihnen stehen.
Er trug einen langen, roten Umhang und trug einen schwarzen Helm. In seiner Hand hielt er einen langen Stab. Seine dunkle Haut, soweit sie sichtbar war, war von Narben übersät.
"Ihr seid hier in der 'Halle der Hüter'. Hier ist eine Statue fast jeden Hüter des Schwertes von He. Anderweitig bekannt unter dem Namen Zauberschwert."
Er drehte sich um, und blickte den Sir und Jay kurz an.
Sein Helm ging bis über die Augen. Die Gesichtspartie des Helmes war weiß. Daraus stachen die schwarzen Linsen, die seine Augen verdeckten, hervor. Er trug eine schwarze Rüstung, die drei waagerechte Linien hette, und eine rote Hose.
"Ich bin Guardor. Der 'Hüter der Halle'. Ihr seid in diese Halle gekommen, obwohl es nicht gerne gesehen wird. Aber da Eternia in großer Gefahr ist, lösche ich nicht euer Gedächtnis. Bis auf eine Kleinigkeit natürlich."
Er schwieg und provozierte damit eine Frage. Der Sir stellte sie: "Was für eine Kleinigkeit? Von was für einer Gefahr sprichst du?"
Jay warf ein: "Hallo. Hast du vergessen, das wir immer noch gefesselt sind?"
Guardor lächelte: "Ihr werdet schon früh genug erfahren, wovon ich sprach. Eigentlich aber auch nicht.
Und ihr seid deshalb gefesselt, damit ihr mir auch zuhört. Erklären ist nämlich schwierig, wenn man kämpfen muss."

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #353 am: 24.04.2012, 19:44:31 »
Jay schwieg still. Aber der Sir fragte: "Was willst du erklärem?"
Guardor musterte sie ruhig von oben bis unten. Dann brach er das Schweigen: "Wie heißt ihr?"
"Lot", antwortete der Sir. "Mein Name ist Lot. Aber für gewöhnlich werde ich Sir genannt."
"Ich bin Jay. Aber wolltest du nicht etwas erklären?"
Er ging nicht auf die Frage ein und fragte Jay stattdessen: "Wieso hast du statt einem Kopf eine Kamera?"
Jay hob die Schultern. "Das ist bei einem Experiment vor einigen Jahren passiert. Ich habe mit einem anderen an dem Projekt Photog gearbeitet. Versehentlich wurde ich mit der Kamera verschmolzen."
Guardor trat zurück und sprach zu beiden: "Eternia ist in großer Gefahr. Untote überschwemmen Eternia und es konnte bisher nichts Wirksames unternommen werden. Ich kann hier nicht weg. Aber ich kann mit eurer Hilfe eingreifen, um zu Rettung Eternias beizutragen. Seid ihr bereit dazu?"
Der Sir nickte gleich, aber Jay fragte vorsichtig: "Wie stellst du dir das vor? Wie sollen wir dir helfen? Vor allem, da wir jetzt beide keine Waffen haben."
"Ich werte das mal als ein 'Ja'."
Guardor hob seine freie Hand und die Fesseln fielen ab.
"Ich werde euch in die Nähe des Geschehens bringen. Und ich werde euch neu bewaffnen."

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #354 am: 07.05.2012, 16:24:37 »
Sy Klone öffnete die Augen und blickte sich um. Das Turmzimmer, in welchem er gefangen war, war vollkommen leer. Eine Tür gab es nicht. Beim nächsten Turm, den ich errichte, sollte ich an eigene Fluchtmöglichkeiten denken, dachte er. Er sah die Lücke, durch die Gwildor versucht hatte zu entkommen, aber für ihn war sie viel zu klein. Einzig durch das Fenster hätte er eine Chance und vorsichtig spähte er hinaus.
Sy Klone sah, wie die Drachen sich auf dem Schlossplatz versammelt hatten und beim Anblick blieb selbst dem stets ruhigen Krieger für einige Sekunden der Atem im Halse stecken. Er zwang sich, ruhig und konzentriert zu bleiben und beobachtete die Szenerie.
Auf dem Rücken des größten Drachen saß He-Ro oder dass, was er jetzt war. Sy Klone erkannte das Amulett um seinen Hals baumeln und auch seine ehemaligen Mitstreiter auf den anderen Drachen konnte er ausmachen.
Auf der Mauer neben dem Turm sah er das Kreuz, an welchem noch immer der gemarterte Miro hing.
Irgendwie musste er es schaffen, sich unbemerkt mit Miro davonstehlen zu können. Die Drachen und ihr Anführer schienen sich ja nicht für sie beide zu interessieren, was er ausnutzen musste.
Und endlich kam Sy Klone’s Gelegenheit. He-Ro hob seinen Stab und ließ einen kleinen Wirbel entstehen, der die Überreste von Roboto erfasste und anscheinend gelang es dem ehemals mächtigsten Zauberer des Universums, was Marzo’s ehemaliger Gefolgschaft nicht gelang. Roboto setzte sich langsam wieder zusammen.
Dies nutzte Sy Klone aus und fing an zu rotieren. Als der so entstehende Wirbel stark genug war, flog er durch das Turmfenster, hielt sich so nah wie möglich am Mauerwerk, um ja keine Aufmerksamkeit zu erregen. Er befreite Miro und flog mit ihm so schnell er konnte in die umliegenden Wälder, welche die beiden vor den Augen der Untoten und der Drachen verbargen.
« Letzte Änderung: 08.05.2012, 09:14:52 von Motuwahn »

Offline Half-Eye

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #355 am: 09.05.2012, 22:41:30 »
Guardor trat nah an sie heran, während sie aufstanden.
Kurz vor dem Sir blieb er stehen und legte ihm die Hand auf die Brust. Sogleich wuchs aus dem Schwertheft eine Klinge aus reiner Energie. Ebenso wuchs aus einem kurzen Stab ein Morgenstern aus Energie und aus einer Schlaufe an seiner Hand wuchs ein Schild. Damit nicht genug wuchs aus seinem Helm ein Federbusch aus Energie.
"Was ist das?", erschrak der Sir.
"Du sollst von nun an nicht mehr einfach nur Lot heißen. Und auch deinen angenommenen Titel will ich festigen. Laserlot sollst du jetzt heißen. Sir Laserlot.
Wenn du diesen Namen und diese Waffen annimmst, nimmst du auch die Aufgabe an, Eternia zu schützen", sagte Guardor feierlich.
Der Sir ließ sich auf ein Knie nieder und senkte den Kopf.
"Das werde ich", schwor er.
Nun trat Guardor zu Jay und legte ihm ebenfalls die Hand auf die Brust.
"Mir stehen aber keine solche Energiewaffen", meinte er. Dabei würde er grinsen, wenn er noch einen menschlichen Kopf hätte.
Guardor ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Statt einer Energiewaffe wuchs in Guardors Hand eine Kamera und Filmrollen. Auf Jays Brust erschien dabei ein Bild, was aber total unscharf sei. In seiner eigenen Hand entstand ein Schild.
"Hier hast du deine Energiewaffe. Und damit dein Projekt berühmt wird und da du auch im Angesicht des Gegners nie furchtlos zu sein scheinst, sei dein Name fortan Fearless Photog.
Dein Auftrag sei der gleiche. Nimmst du den Namen, die Waffen und den Auftrag an?"
Jay sah erst mal skeptisch zu der Kamera, die Guardor Energiewaffe genannt hatte.
"Ja, schon, aber ...", sagte er unsicher. Doch Guardor unterbrach ihn.
"Dann schicke ich euch jetzt in die Nähe des Geschehens."
Damit griff er beiden an den Arm und murmelte etwas. Zugleich wurde die Sicht von Jay ebenso verschwommen, wie das Bild auf seiner Brust.

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #356 am: 14.05.2012, 12:31:36 »
Titus stapfte verdrossen den Weg entlang, den ihm der Dorfälteste beschrieben hatte.
Er verstand immer noch nicht, warum es so wichtig war, das Menschenmädchen von damals zu finden. Ihm wäre es ganz lieb gewesen, wenn man sie für immer vergessen hätte. Sie und diesen grässlichen rothaarigen Menschenmann, der, als er wieder genesen war, nur Unruhe ins Dorf gebracht hatte. Ja, Menschen brachten nur Unglück und Scherereien, doch angeblich war es für den Planeten von höchster Bedeutung, dass man sie fand. Das kleine Pelzwesen hielt kurz Rast am Fluss und schwelgte in Erinnerungen. Deutlich sah er in seinem Kopf Odiphus vor sich, der einen großen Lachs vor sich trug. Leider hatte der Fisch seine beste Zeit schon hinter sich und roch entsprechend. Offensichtlich hatte ein Bär ihn übriggelassen. Fassungslos betrachtete Titus den stinkenden Fund. "Was willst damit? Du willst ihn doch wohl nicht mehr essen, oder?" "Sei nicht dumm! Natürlich nicht! Ich werde ihn  so behandeln, dass er nicht mehr riecht und dann werde ich ihn  im Dorf  zeigen.  Gute Fischer und Jäger sind bei den Mädchen begehrt!" Der magere Palezzianer schüttelte den Kopf. "Odiphus, niemand wird dir glauben, dass du diesen Riesenvieh gefangen hast. Wenn du Teelana beeindrucken willst, dann lass dir was anderes einfallen. Außerdem hat der Fisch Spuren von Tatzen an den Schuppen, die garantiert nicht von dir sind." Aber der kleine, rundliche Artgenosse war nicht von seinem Plan abzubringen.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #357 am: 22.05.2012, 12:46:19 »
Titus hielt plötzlich inne und schnupperte. Dann sah er Odiphus genervt an. Der Fisch roch ja nicht nach Veilchen, aber dieser Geruch hatte eindeutig eine andere Ursache. "Odiphus! Puh! Wenn du keinen Kohl verträgst, dann iss ihn bitte nicht! Damit weckst du Tote!" Der kleine Palezzianer war sich keiner Schuld bewußt. "Düfte haben ein große Auswirkung auf ihre Umwelt. Sie werden bloß unterschätzt. Wie manche von uns eben auch." "Dein "Duft" hat höchstens die Auswirkung, dass alle vor dir weglaufen," stellte der Freund trocken fest. Seltsamerweise war der Kumpel nicht beleidigt. "Ich bin nicht schnell, ich bin nicht stark. Und kann trotzdem Leute, die mir überlegen sind, wegekeln. Ist doch gut, oder?" Titus hielt sich einen Fellrest vor den Mund.
Er verstand nicht, wie man auf Blähungen derart stolz sein konnte. "Halt dich bitte zurück, wenn´s irgendwie geht, ja? Oder willst du das Mädchen deiner Träume betäuben?" Der kleine Pelazzianer kicherte boshaft. "Ja, bald bin ich eine atemberaubende Persönlichkeit. Dann muss man mich achten, dann bin ich nicht mehr die Lachnummer des Dorfes..." Die gelben Augen des Pelzwesens glitzerte boshaft. Titus schwieg. In dieser Stimmung war ihm der Freund unheimlich. Dieser schwang selbstzufrieden den halbverdorbenen Lachs und verschwand damit in der Höhle. Wie er das Tier halbwegs ansehnlich und vor allem geruchlich wandeln wollte, blieb sein Geheimnis.

« Letzte Änderung: 08.07.2012, 15:06:23 von bluecat9 »

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #358 am: 25.05.2012, 17:41:18 »
Whiplash war es nach einiger Zeit gelungen, sich auf den Rücken des jungen Schwarzdrachens zu setzen. Überrascht registrierte der Caligare, dass sich das Reptil im Kreis bewegte. "Was soll das? Wo willst du hin?", erkundigte sich der ehemalige Knecht Skeletors. "Ich weiß nicht, wo ich hin soll. Sag du es mir, Herr! Alles ist so neu... Wo gehöre ich hin und wer bin ich überhaupt?", klagte das mächtige Wesen. Whiplash verstand. Das Tier war durch sein schnelles Wachstum in sein Erwachsenenleben hineingeschleudert worden. Es hatte keine Ahnung, wie stark es war und hielt den Caligaren für überlegen. Mit solch einem Diener wäre Whiplash der Stärkste in Skeletors Truppe. Er müsste seine ehemaligen Mitstreiter nur noch ausfindig machen und dafür sorgen, dass sich das verunsicherte Jungtier weiter selbst für schwach hielt. Bei seiner Fluggeschwindigkeit könnten sie Eternia ohne weiteres umrunden und vielleicht sogar den Herrn des Bösen selbst aufspüren - vorausgesetzt, er befände sich wieder auf Eternia! "Auf nach Norden!", kommandierte Whiplash
gebieterisch. "Halte dich an mich! Solange du auf mich hörst, kann dir gar nichts passieren!" "Ja, Herr!", antwortete das riesige Tier, erleichtert, einen Führer gefunden zu haben. Für einen Augenblick erinnerte er den Caligaren an Beast-Man. Doch im Gegensatz zu Skeletor hatte er seinen Diener nicht mit schwarzer Magie und schmerzhafter Folter gefügig gemacht. Nun brauchte er nur noch einen Namen für seinen Begleiter...

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #359 am: 25.05.2012, 17:59:06 »
Evil-Lyn hockte verdrossen auf dem Boden und schrubbte mit einer Wurzelbürste die Steine. Von dem "besserem Leben" das ihr ihr zukünftiger Sohn versprochen hatte, bemerkte sie derzeit nicht viel. Der Gar-Frau, die sie aufgenommen hatte, ließ sie ohne Rücksicht auf die Schwangerschaft schuften. Gut, noch sah man nicht viel, doch die morgendliche Übelkeit, so wie die ausbleibende monatliche Zeit, zeigten an, dass ihre Zusammenkunft mit Skeletor und ihre Begegnung mit ihrem künftigen Sohn kein Traum gewesen waren. Die Hexe strich sich über den Bauch. Einerseits wünschte sie sich nach Eternia,in ihr altes Leben zurück. In Snake Mountain hatte sie solch erniedrigende Arbeit nicht verrrichten müssen. Andererseits wollte sie das Leben, das in ihr heranwuchs, keinesfalls wieder missen.

Mit dieser Gar-Frau hatte es etwas besonderes auf sich. Evil-Lyns Magie war in ihrer Gegenwart absolut wirkungslos. Diese harmlos, verlebt wirkende Frau war mächtig. Verdammt mächtig! Die Schwarzmagierin musste einen Moment verschnaufen. "Arbeite schneller! In dem Tempo wirst du bis zu Winter nicht fertig!", giftete plötzlich jemand neben ihr. Skeletors rechte Hand blickte auf und erkannte ihre Gastgeberin. "Ich kann im Moment nicht schneller, das seht Ihr doch!", patzte die gelbe Hexe zurück. Was zu viel war, war zuviel! "Du bist eine ledige Schwangere. Gewöhne dich besser an diese Behandlung", murrte die Gar-Frau. "Wenn du wüsstest, von wem ich schwanger bin, würdest du dich nicht trauen, mich so zu behandeln!", keifte Evil-Lyn. Sie nahm den Eimer mit dem Schmutzwasser und wollte ihn über der ungeliebte Vorgesetzten ausleeren, doch das Wasser wechselte noch während des Ausschüttens die Richtung und klatschte der Hexe ins Gesicht. "Schätzchen, glaube mir, wenn ich nicht wüsste, vom wem du schwanger bist, wärst du längst ein Haufen Asche! Ich war übrigens von einem König schwanger - und? Hat es mir genützt? Nein! Also halte die Klappe und putz weiter!"
« Letzte Änderung: 25.05.2012, 20:25:06 von bluecat9 »