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  • 24.06.2018, 04:08:04

Autor Thema: Gemeinsames Werk  (Gelesen 52889 mal)

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Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #330 am: 11.03.2012, 20:51:17 »
Weaver bleib Auskunft nach Adoras Herkunft vorerst schuldig. Ein Schrei zeriss die Stille, ein Schrei, der nicht von einem Menschen kommen konnte. "Was ist das?", stammelte Glimmer panisch. "Klingt für mich wie ein Pferd in Not", vermutete Bow. "Nichts, wovor man sich fürchten muss." Ein schrilles Wiehern, gefolgt von einem dumpfen Stöhnen bestätigte seine Vermutung. "Hier in der Gegend gibt es viele Bergponies. Sie sind normalerweise sehr trittsicher, aber manchmal stolpert doch eines und verletzt sich an den scharfen Felsenkanten", bestätigte die Hexe. "Das ist die Natur, da kann man nichts machen." Die blonde Kriegerin schien ihre Sorgen für einen Moment vergessen zu haben. In ihrem Kopf hörte sie eine Stimme. "Hilf mir, hilf mir bitte!" Marlenas Tochter begab sich wie hypnotisiert auf den Weg. Weaver versuchte vergeblich, sie zurückzuhalten. Adora warf ihre Zeihmutter grob zur Seite und ging zielstrebig in Richtung Steilfelsen, die wie bizarre Gebäude aus dem Sand ragten. Bow und Glimmer folgten ihr in einigem Abstand. Wieder erklang das Wiehern, aber schwächer. He-Mans Schwester drehte suchend den Kopf und erblickte ein junges Bergpony, das voller Todesangst in einer Felsspalte strampelte. Das Tier war mit den Hinterteil abgesackt, die Vorderbeine ruderten hilflos an der Oberfläche. Jede Bewegung ließ die Wunden an den Vorderbeinen tiefer aufreißen. Der Bogenschütze griff das blonde Mädchen am Arm. "Lass es sein. Dein Leben ist mehr wert, als das eines Pferdes!" Adora riss sich los. "Ich weiß schon, was ich tue. Entweder du hilfst mir, oder eben nicht." "Dies Pferd sitzt fest, es hat keine Lebenschance mehr. Lass es mich erlösen, Adora. Alles andere wäre dem Tier gegenüber nicht fair. Ich verspreche dir, dass es nicht leiden muss."  "Ich kann ihm helfen. Wenn ich die Felsspalte so verbreitere, dass das Pony auf alle Viere kommt und Schwung holen kann, kann es vielleicht sogar mit einiger Unterstützung selbst herausklettern," piepste Glimmer plötzlich. Bow und Adora starrte das zierliche Mädchen verständnislos an. Doch die Lichterfee wusste, was sie tat. Sie holte einen Reif aus den Tasche und erzeugte einen dünnen, scharfen Laserstrahlt. Das gebündelten Licht schnitt wie ein Buttermesser durch den kantigen Stein He-Mans Schwester fühlte das erste Mal Respekt vor der jungen Rebellin. In Glimmer steckte mehr als man ahnte.
« Letzte Änderung: 12.03.2012, 12:26:04 von bluecat9 »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #331 am: 12.03.2012, 23:04:38 »
Frustriert saßen Jitzu, Blade und Ninjor in ihren Einzelzellen tief unten in den Gewölben von Snake Mountain. Sie waren von den anderen Monsterkämpfern getrennt und in drei Einzelzellen in einem eigenen Gefängnistrakt gesteckt worden.
„Was sollen wir denn jetzt unternehmen?“ Blade sah durch seine Gitterstäbe die anderen beiden resignierend an.
„Glaubt ihr, Skeletor wird zurückkehren und uns befreien?“
„Selbst wenn der alte Knochenkopf zurück kommt, wird er uns wohl kaum hier raus holen, nachdem wir sein Heim an die Schlangen verloren haben.“ antwortete Ninjor grimmig.
„Für diese Niederlage wird er uns hier verrotten lassen.“
„Psst.“ unterbrach Jitzu die beiden, „ich höre Schritte. Da kommt wer.“

Die Drei warteten angespannt und als sich die Tür zu ihrem Trakt geöffnet hatte, traten mehrere Schlangenkrieger hindurch.

Blade, der die Spannung nicht ertragen konnte, rief: „Lasst uns frei, ihr verdammtes Schlangenpack. Skeletor’s Zorn wird fürchterlich sein und euch vernichten.“
„Sei still und verärgere sie nicht.“ Zischte Jitzu von der Seite.
„Er soll seinen Wunsch bekommen.“ erklang die Stimme von Tung Lashor, welcher als Letzter den Raum betreten hatte.
„Bringen wir ihn zum König, mal schauen, ob er dann immer noch so frech daherredet.“

Die Schlangenkrieger öffneten die Zellentür und packten Blade, dass er keine Chance auf Flucht hatte. Verwirrt sah er zu seinen gefangenen Mitstreitern, doch diese verhielten sich ruhig und beobachteten nur mit versteinerter Miene die Szenerie.
Nachdem der Trupp mit Blade verschwunden war fragte Ninjor: „Glaubst du, dass wir ihn wiedersehen werden?“

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #332 am: 12.03.2012, 23:25:39 »
King Hsss stand im Schlangenmaul von Snake Mountain und beobachtete die Sonne, die langsam den Horizont berührte, als Tung Lashor und seine Schlangenkrieger mit Blade den Thronsaal betraten.
„Ahh, wen bringt ihr mir denn da? Einen tapferen Krieger meines Feindes. Wie aufmerksam von Euch.“
„Stehts zu diensten, Majestät.“ erwiderte Tung Lashor mit einer leichten Verbeugung.
„Dieser hier war recht impulsiv, deshalb wählte ich ihn. Ich hoffe, er ist nach Eurem Geschmack, Majestät.“
„So, Impulsiv, wie erfreulich. Sagt, wie heißt du, Wurm?“
Blade, dem immer unwohler in seiner Haut wurde, sah den König der Schlangenmenschen mit wachsender Sorge an.
„Sprich, hab keine Angst oder hast du Angst? Ein Krieger Skeletor’s, der Angst verspürt? Sag mir, wie du heißt.“ King Hsss’s Stimme hatte einen schmeichelnden Tonfall angenommen und Blade antwortete, ohne seine Sorge jedoch ganz aus seiner Stimme vertreiben zu können:
„Man nennt mich Blade, den Herrn der Klingen.“
„So, der Herr der Klingen, beeindruckend. Mir scheint, du hast eine gute Wahl getroffen, Tung Lashor.“
„Danke, Majestät.“
„Nun, Herr der Klingen, sag mir, wärst du bereit, deinem alten Herrn zu entsagen und statt dessen mir zu dienen?“
Blade, von dem Angebot völlig überrascht, sah den Schlangenkönig verwirrt an.
„Wie lautet Eure Antwort, Herr der Klingen? Wärt Ihr bereit, mir zu dienen?“
„Ja,... äh, ja, Herr, ich werde Euch dienen.“
Blade, der den sicheren Tod schon vor Augen hatte, schöpfte wieder Hoffnung, doch noch den nächsten Tag erleben zu dürfen.
„Was immer ihr wollt, He...äh, Majestät, ich will an Eurer Seite für Eure Sache kämpfen.“
Und um seinen guten Willen und seine Untertänigkeit noch zu unterstreichen, ging Blade auf sein rechtes Knie und beugte den Kopf nach unten.
„Wunderbar, Herr der Klingen, ihr werdet mir sicher gut dienen. Ihr scheint ein kräftiger und wohlgenährter Bursche zu sein. Ihr werdet Eure Sache hervorragend meistern.“
„Danke, Herr, welche Aufgabe habt Ihr mir zugedacht?“
„Nun, Herr der Klingen, Ihr werdet mir dienen, meinen Hunger zu stillen.“
Als Blade entsetzt aufsah, nahm er nur noch ein riesiges Schlangenmaul war, welches sein Blickfeld für immer verdunkelte.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #333 am: 17.03.2012, 17:23:45 »
Vipra, die kurz die Werkstatt verlassen hatte um Ersatzteile aus einem Lager zu holen, vernahm laute Würge- und Schmatzgeräusche. Einer Menschenfrau wäre vermutlich bei diesen Eßmanieren fürchterlich übel geworden, doch in der Schlangendame weckten sie Zorn. Wer wagte es da, sich aus den Vorräten zu bedienen? Das Frischfleisch sollte doch aufgehoben werden! Nicht umsonst hatte man die ekelerregenden Lebensmittel (Käse, Brot, Obst und andere Scheußlichkeiten, die Menschen zu sich nahmen) gestohlen und eingelagert. Damit der lebende Proviant noch eine Weile durchhielt! Die Reptilienfrau stieß empört die Tür auf und erkannte, wie sich ihr König mühsam den Meister der Klingen einverleibte. Essen war für Schlangenmenschen eine mühselige, fast qualvolle Prozedur. Rasch wich die Waffenmeisterin zurück. Niemand ihres Volkes ließ sich gerne beim Essen beobachten. King Hsss durfte natürlich die Regeln brechen. Das war etwas anderes. Trotzdem. Das er die Köstlichkeit nicht mit ihr teilte, zeigte, dass sie ihm nicht mehr wert war, als irgendeine andere Schlangenfrau. Die Hoffnung, dass er sein Blut an ihren Nachwuchs weiter geben würde, wurde geringer. Der Anführer selbst sollte Vater ihrer Jungen werden, kein anderer. General Rattlor, dieser Obertrottel, hatte mehrfach versucht, ihr mit selbst erlegter Beute schöne Augen zu machen. Dieser Narr, der nicht mal die Blindschleiche Kobra Khan im Zaume halten konnte. Verächtlich kickte Vipra einen Stein gegen die Mauern von Snake Mountain. Genug der Sentimentatlitäten. Schnell zum Ersatzteillager und zurück zu ihrem menschlichen Mitarbeiter. Obwohl die Waffenmeisterin Tri-Klops technisch nicht allzu viel zutraute, sagte ihr Gefühl, dass es nicht gut war, ihn zu langen allein zu lassen. Ein Stöhnen riss Vipra aus ihren Gedanken. Es klang, wie von einem großen Primaten, es konnte kein gewöhnlicher Mensch sein. Die Reptilienfrau ging dem Geräusch nach, lugte in eine Zelle und erkannte den bedeutensten Wissenschaftler eines fast ausgerottenten Waldvolkes. Miro hatte seinerzeit versucht, diese Halbaffen zu ziviliesieren. Mit einem straffen Bildungsprogramm und indem er ihnen sämtliche Stammesrituale verbot, wollte er das Naturvolk zur Anpassung zwingen. Vergebens. Ein paar Leute hatten es zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Die meisten jedoch verzweifelten und begannen, zu trinken. Mit dem Verbot, ihren Tierzauber auszuüben, hatte Miro ihnen den Lebenssinn, ihre Seele geraubt. Es war sicherlich nicht die Absicht des Königs gewesen, ihnen zu schaden und doch war es passiert. Die Frau warf einen weiteren Blick auf den Gefangenen. Nein, sie musste sich geirrt haben. Der Blick des Wesens war stumpf und leer. Er wirkte einfältig. Auch sie selbst war, als Angehörige eines seltenen Volkes, einst von Miro gefördert worden. Es musste ein Zufall sein, dass dieser Diener Skeletors dem brillanten Gelehrten, den sie gekannte hatte, ähnelte.
« Letzte Änderung: 18.03.2012, 12:28:45 von bluecat9 »

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #334 am: 17.03.2012, 18:16:37 »
"Meine Kleinen, meine Kleinen! Wer bringt euch nur Futter, wenn sie mich hier festhalten?", jammerte der Affenmann kläglich. Das er selbst in einer höchst misslichen Lage war, schien er nicht begriffen zu haben. Seine Sorge galt offenbar anderen Wesen. Vielleicht Hühnern, Schafen oder Ziegen? Die Reptilienfrau schleckte sich gierig über das Maul. Wenn Hss einen leckeren Happen bekam, warum sollte sie dann leer ausgehen. "Wenn du mir sagst, wo deine Kleinen sind, versorge ich sie für dich", wand sie sich schmeichelnd an den Gefangenen. "Du lügst doch. Skeletor sagt, alle Schlangen sind noch dümmer als ich und lügen immer", muffelte Beast Man. Vipra schluckte die Beleidigung locker herunter. Was Skeletor von ihr hielt, war ihr reichlich schnuppe. Wenn dieser Blödkopf ihr zu einer Mahlzeit verhelfen konnte, dann nur zu!

"Dein Sekletor hat nicht immer recht. Außerdem hat er dich doch im Stich gelassen, oder? Ich dagegen will dir nur helfen," schleimte die Waffenmeisterin hinterhältig. Sie konnte nicht ahnen, was Beast Man unter einem "kleinen, hilflosen Wesen" verstand. "Sie sind beim Burggraben. Das Futter steht bereits fertig abgefüllt am nördlichen Ausgang von Snake Mountain. Wenn du es ihnen bringen könntest," bat der Affenmann verschüchtert. Ohne Skeletor und seine Kameraden fühlte Beast Man sich hilflos. "Natürlich helfe ich dir". Vipra verschwand mit geschmeidigen Bewegungen in Richtung Burggraben. Ein Blick in die Futtereimer hätte ihr klargemacht, mit welchen Wesen sie es zu tun haben würde. Schafe und Ziegen hätten keine Interesse an Fleisch- und Fischabfällen gehabt. Die Reptiliendame sah sich am Graben suchend um. Wo zum Teufel waren die süßen Kleinen? Plötzlich teilte sich das Wasser und zwei riesige Tentakel umschlossen ihrem Körper. Völlig überrascht biss die Schlangenfrau um sich, doch vergebens. Ihr Angriffe zielten ins Leere. Die Tentakel griffen fester zu, in Tat, die Kleinen waren hungrig. Mühsam nach Luft ringend erkannte Vipra eine menschliche Gestalt. Für Stolz blieb jedoch keine Zeit. "Tri-Klops", röchelte sie in Todesangst. "Hilf mir!"
« Letzte Änderung: 17.03.2012, 20:14:42 von bluecat9 »

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #335 am: 20.03.2012, 18:55:21 »
Mer-Man und Clawfull, die zusammen in eine Zelle gesperrt wurden, hatten indess aufgehört zu beratschlagen, wie sie entkommen konnten. Der Herr der Meere hatte einige gute Ideen, um die Türen zu knacken, jedoch fehlte ihm dafür die körperliche Kraft, wie sie Clawfull besaß. Doch zu seinem Verdruß besaß dieser nicht die Intelligenz, die Pläne in die Tat umzusetzen. So saß Mer-Man frustriert mit dem Krabbenmonster in der dunklen Zelle und beide warteten, wie es nun weitergehen würde.
Mit einem mal erklang das Geräusch eines aufspringenden Schloßes. Die beiden blickten angespannt in richtung Tür, doch nichts geschah. Die Tür stand ein paar Zentimeter offen und ein kleiner Lichtstrahl fiel hinein.
"Wer ist da?", rief Clawfull ungeduldig.
"Schhhttt, schhhttt.", machte Mer-Man."Sei ruhig. Es sieht so aus, als ob uns jemand anderes die Tür geöffnet hat, außer den Schlangenmenschen."
"Die Krabbe verstand nicht recht."Ach ja? Wer denn?"
"Woher soll ich das wissen? Aber wenn diese Vipern aufgeschloßen hätten, warum sollten sie nicht hinein kommen? Warte, ich sehe nach, ob sich draußen jemand aufhält."
Das Wesen aus den Tiefen der Meere schlich vorsichtig an die Tür und riskierte einen Blick nach draußen.

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #336 am: 20.03.2012, 19:12:45 »
Niemand war zu sehen. Mer-Man forderte Clawfull mit einer Handbewegung auf, ihm zu folgen und beide verließen vorsichtig ihre Zelle.
"Wo sind die Wachen?", flüsterte Clawfull.
"Ich weiß nicht.", antwortete Mer-Man. "Aber es kommt mir vor, als wäre noch einer unserer Leute auf freiem Fuß."

Eine andere Gestallt schlich ebenfalls durch die Katakomben Snake Mountains. Leise, geschmeidig und unheimlich. Die Neugier hatte sie zurück in die Festung gelockt, obwohl die Gefahr doch groß war. Es war Kobra Khan, der sich durch einen Geheimgang Zutritt verschafft hatte und nun prüfen wollte, ob die wilde Horde den Kampf um Snake Mountain gewonnen hatte. Wie sollte er auch wissen, dass sein ehemaliger König die Herrschaft über den Schlangenberg zurück erobert hatte und Rattlor schon auf der Suche nach dem Verräter war.
Trotzdem fühlte sich Khan wohl in seiner Haut, kannte er doch die geheimen Wege und Winkel von Snake Mountain.
Doch war er nicht allein mit diesem Wissen. Ein anderer Bewohner hatte ihn bereits ins Auge gefasst. Seinen Hunger hatte er vor wenigen Minuten bereits an den Schlangenkriegern vor den Zellen gestillt, jedoch konnte ein weiterer nicht schaden. Still und heimlich ließ sich der Spinnenmensch an einem seidenen Faden von der Decke herab, bereit, Kobra Khan in ewigen Schlaf zu versetzen.
« Letzte Änderung: 20.03.2012, 19:14:41 von Cirenaj »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #337 am: 03.04.2012, 15:12:12 »
„Trap Jaw, aufwachen!“ Teela und und Rio Blast, die den Spuren des Attac Track’s gefolgt waren, hatten den Schlummernden auf der Lichtung gefunden. Während Rio Teela Deckung gab, versuchte diese den Schlafenden zu wecken. Langsam kam er wieder zu sich und sah sich verwirrt um.
„Wa..., was ist passiert? Wo bin ich?“
„Das würden wir gerne von dir wissen. Wo ist die Königin? Und wieso liegst du hier seelenruhig mitten auf einer ungeschützten Lichtung und hälst ein Nickerchen?“
„Ich, ich weiß nicht.“ Trap Jaw sah die Beiden verwirrt an.
„Ich kann mich an nichts erinnern.“
„Er scheint jedenfalls nicht verletzt worden zu sein. Einen Kampf hat es also wohl nicht gegeben. Aber von der Königin keine Spur, Captain.“
„Das kann alles und nichts bedeuten, Rio. Lass uns nach Fußspuren suchen und du Kronis, siehst zu, dass du wieder klar siehst und dich vielleicht doch an was erinnerst.“
Trap Jaw nickte und während die anderen beiden die Lichtung absuchten versuchte er angestrengt, sich die vergangenen Stunden wieder ins Gedächtnis zu rufen, doch irgendwie schien es, als ob jemand in seinem Kopf eine Tür zugeschlossen hätte.
„Hier Captain.“ rief Rio.
“Ich hab hier Fußspuren entdeckt.”
Teela und auch Trap Jaw kamen zu der Stelle, wo sich der galaktische Meisterschütze befand.
„Es scheinen die Spuren von zwei Frauen zu sein, Captain.“
„Das lässt hoffen, dass die Königin noch lebt. Kommt, wir werden den Spuren folgen.“ befahl Teela und so machten sich die Drei auf, nichtsahnend, dass der Schlüssel der Tür in Trap Jaw’s Geist umgedreht wurde.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #338 am: 04.04.2012, 10:50:00 »
„Jetzt sag mir endlich, wie du heißt und was du im Schilde führst.“
Adam versuchte immer noch verzweifelt, mehr von Keldor zu erfahren, als dieser bereit war, preis zu geben.
„Wie soll ich dich überhaupt ansprechen und woher soll ich wissen, ob ich dir vertrauen kann?“
Keldor seufzte, der Prinz war hartnäckiger, als erwartet.
„Du kannst dir nicht sicher sein, mir zu vertrauen, aber unsere Ziele sind die gleichen und ich kann dir bis zum erreichen dieser meine Loyalität versichern.“
„Großartige Argumentation, die du da für dich gehalten hast.“ antwortete der Prinz sarkastisch.
„Ich halte ihn für nicht vertrauenserweckend.“ äußerte auch Stratos seine Zweifel.
„Da hast du vollkommen Recht, Stratos, nichtsdestotrotz hat mir die Heilerin sein Erscheinen vorausgesagt. Irgendwas hat es zu bedeuten und wer weiß, wozu ein zusätzlicher Streiter an unserer Seite nützlich sein kann.“
‚Na endlich.’ schoss es Keldor durch den Kopf und laut äußerte er:
„Und wo wird unsere Reise uns nun hinführen, edler Prinz?“
„Nun, mein blauhäutiger, namenloser Freund, das werdet ihr sehen, wenn wir angekommen sind.“
Keldor’s Mine versteinerte sich umgehend, hatte er doch nicht mit der Gerissenheit des Prinzen gerechnet.
„Also gut“, gab er resigniert von sich, „dann lasst uns so schnell es geht aufbrechen.“
„Endlich sind wir mal einer Meinung.“ und als Adam sich umdrehte entfuhr ihm voller Überraschung:
„Mutter!“

Offline Natira

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #339 am: 13.04.2012, 13:19:49 »
Marlena stand die Überraschung ebenso in's Gesicht geschrieben. "Adam! Was machst du hier? Ist He-Man auch hier?"
Adam stockte. Es behagte ihm nicht, die Hoffnung in Marlenas Augen zerstören zu müssen. "Er… Ja! Ich habe ihn vorhin noch gesehen, er hat… sich mit den Kommandanten beraten!" Schnell hatte er noch die Kurve bekommen. Die Variante mit Kudok Ungol wäre nicht gut gewesen, nachdem man ihn aus der Hütte hatte kommen sehen. "Ich weiß aber nicht, was er vorhat, das hat er mir nicht gesagt. Er sagte nur, hier wäre ich erst mal in Sicherheit!" Adam haßte sich selbst dafür. Aber etwas besseres war ihm nicht eingefallen, um jegliche Verdachtsmomente zu zerstreuen.
Marlena atmete durch. "Guter alter He-Man. Ich werde nach ihm suchen gehen." Sie wollte Adam gerade mit einer Umarmung bedenken, als Adam die Hand hob, um das abzuwehren. "Bitte, Mutter!" Eine Mischung aus Bitte und Warnung lag in seiner Stimme.
Marlena seufzte und lächelte leicht. "Schon gut. Wir sehen uns später."
Adam und Keldor sahen Marlena nach, als sie sich auf den selben Weg machte, den er heute als He-Man auch bereits einmal eingeschlagen hatte.
Keldor schmunzelte.
Adam schmollte.
Cringer hingegen war plötzlich verschwunden…

Enya hatte sich frustriert an die Mauer eines Gebäudes gelehnt. Aha, so sah das also aus. Sie sollte den »Besuch« in die Stadt geleiten - und als er da war, hatte er sie mit einer unwirschen Geste beiseite geschoben, ihr erklärt, daß er einen wichtigen Auftrag hatte und dabei keine Störungen gebrauchen konnte. Er hatte sie und ihre Begleiter einfach stehen lassen und war weitergegangen. Was bildete sich dieser blauhäutige Typ überhaupt ein? Sie kämpfte Wut nieder. In Zeiten wie diesen konnte sie es sich nicht erlauben, kleinen persönlichen Plänekeleien zu viel Raum zu gestatten. Sie mußte ihre Kräfte für größeres sammeln.
Während sie dastand, huschte ein Schatten auf der gegenüberliegenden Seiten gemächlich, fast suchend, vorbei.
Sie schaute auf und hielt überrascht inne. Einen Augenblick war sie von der Verblüfffung so erstarrt, daß sie sich nicht bewegte, dann ging sie vor und rief leise, noch immer verwirrt: "Cringer…"
« Letzte Änderung: 13.04.2012, 13:21:39 von Natira »

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #340 am: 14.04.2012, 03:10:17 »
Gwildor, der vor wenigen Minuten noch als der mächtige Magier Marzo der Herr von Eternos war, konnte es nicht fassen. Eben war er dem Amulett wieder zum greifen nahe, als es der riesige schwarze Drache an sich riss. Der Gnom rief dem geflügelten Wesen noch jeden erdenklichen Fluch hinterher, bis er sich seiner Lage wieder bewußt wurde. Er war immernoch mit diesem vermaledeiten Gar in diesem Turm eingesperrt und koste es was es wolle, er würde einen Ausweg finden und sich seine Macht zurück holen.
Er grübelt und sah sich um, bis er einen Spalt in der Mauer des Turms erkannte. Der Drache mußte ihn hervorgebracht haben, als er mit seinen Flügeln an die Wände stieß. Diese Chance ließ sich Gwildor nicht entgehen. Sollte Sy-Clone doch hier zwischen den Drachen sein Ende finden, Marzo würde wieder auferstehen, wie es immer der Fall war.
So zwängte sich der Zwerg durch den Riss in der Mauer, der sich etwas überhalb des Bodens befand. Es war eng und es kostete viel Anstrengung, doch er würde es schaffen. Bis zur Brust war er schon hindurch und er schaute sich um, wie die Lage war. Er sah zwei bis drei Drachen, die auf den Ruinen des Palastes saßen, doch wenn er ruhig sein würde, würden sie ihn gar nicht bemerken, da war er sicher.
Noch einmal stütze er sich mit den Armen an den Steinen ab um letztendlich zu entkommen, da durchfuhr ihn ein höllischer Schmerz. Gwildor konnte nicht anders, als laut aufzuschreien. Er wandt sich vor Schmerzen und versuchte sich zu befreien, doch vergeblich, einer der Steine hatte sich gelöst und begrub die Beine des Zwerges unter sich. 


Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #341 am: 14.04.2012, 03:26:03 »
Die Panik ergriff den einst gefürchteten Zauberer, so konnte es nicht für ihn enden, es mußte noch einen Ausweg geben. Und da bemerkte er das langsame Schlurfen, das sich in seine Richtung zu bewegen schien. Er drehte seinen Kopf und ein Funken Hoffnung erhellte sein Gemüt. Marzos Diener waren noch in seiner Nähe und kamen nun, um ihren Herren zu befreien. Er streckte seine kurzen Arme zu ihren aus. "Ja, meine Diener." ,krächzte er. "Befreit euren Herrn und Meister." Die toten Hände umklammerten seine Arme und seine Lippen formten ein leicht triumphales Lächeln, bis sich sein Gesicht zu einer Grimasse des Schmerzes verzog, als die Zombies ihre Zähne in seinem Fleisch vergruben.
Wild schreiend und voller Angst zappelnd beendete Graf Marzo voller Qualen sein Leben, als seine Armee von untoten ihn in Stücke riss und schmatzend verschlang.

All das bekamen die beiden Gruppen, die sich dem Palast näherten, nicht mit.
Veena, Moss Man und die Zauberin von Grayskull auf der einen. Orko mit den "gestrandeten" Etherianern auf der anderen Seite.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #342 am: 14.04.2012, 19:06:13 »
"Ich bin nicht Tri-Klops. Ich bin Beast-Man. Ich wollte nur sichergehen, dass du Tapsilein nicht wehtust!" Hätte sich die Schlangenfrau in einer weniger misslichen Lage befunden, sie hätte wahrscheinlich über diesen Trottel laut gelacht. Doch sie hatte andere Probleme. "Tapsilein" war gerade dabei, ihr die Luft abzudrücken.
"Hilf mir... hilf mir, Hsss wird dich reicht belohnen", fiepste Vipra mit erstickter Stimme. Der orange Primat kam ihr tatsächlich zur Hilfe, wenn auch aus anderen Beweggründen. Sein Blick wurde starr, er begann das Wassermonster zu fixieren. Auch die Waffenmeisterin überkam ein angenehmes Gefühl, fast schien es, als schwebe sie. Sie war vollkommen hilflos, doch es war ihr nicht unangenehm. Ahnte Skeletors Diener von der Macht, die er besaß? Langsam kam Vipra wieder zu Atem. Das Untier hatte sie sanft auf dem Ufer abgelegt und machte sich über die Fleischabfälle her, die der Affenmann ihm zuwarf. Beast-Man blickte Vipra vorwurfsvoll an. "Warum hast du nicht besser aufgepasst? Er hätte sich an dir vergiften können!" Die Reptilienfrau schnappte nach Luft. "Wenn du stark genung bist, die Sicherheitstür zu öffnen, warum hast du nicht versucht zu fliehen?" Der
ehemalige Diener Skeletors sah sie ratlos an: "Wo hätte ich hingehen sollen? Ich muss tun, was Skeletor mir sagt, und er ist nicht mehr hier." Vipra war fassungslos. Wie konnte ein Wesen nur gleichzeitig so mächtig und so hilflos sein?

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #343 am: 14.04.2012, 19:22:43 »
Vipra setzte alles auf eine Karte. "Erinnerst du dich an das Programm von Miro?
Die Förderung von benachteiligten Völkern? Hat man dich da zur Schule gehen lassen?" Beast-Man sah sie verständnislos an. "Ich bin dumm. Es ist verboten, Tiere mit Zauber zu beeinflussen. Sie sagen, nur rückständige Leute tun sowas. Aber bei Skeletor darf ich." Der Affenmann lächelte selig, es sei es sein größtes Glück, seine urspüngliche Natur ausleben zu dürfen. Die Schlangenfrau sah ein, dass sie so nicht weiterkam. Wenn sie diesen Trottel dazu brachte, ihr zu dienen, hatte sie eine mächtige Waffe. Beast-Man konnte ihre Artgenossen beherrschen.
"Was hälst du davon, mit mir und Tri-Klops zusammenzuarbeiten? So lange, bis dein Meister Skeletor wieder da ist, natürlich!" Der Primat schien sich zu freuen. "Oh ja, Tri-Klops und ich haben schon oft zusammenarbeitet. Für eine Schlange bist du ganz nett." "Danke. Ich werde bei King Hss die Erlaubnis einholen." Die Waffenmeisterin grinste hinterhältig. King Hss hatte sich nie für die Halbprimaten Eternias interessiert, sie waren für ihn minderwertig. Die Chance, dass er von Beast-Mans Fähigkeiten wusste, waren gering. Und wenn der König nicht freiwillig sein Blut an ihre Jungen weitergeben wollte, nun gut, vielleicht war dann etwas magische Nachhilfe nützlich. Womit Vipra nicht rechnete war, dass sich Tri-Klops Begeisterung für eine Zusammenarbeit mit Beast-Man in Grenzen hielt...

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #344 am: 16.04.2012, 14:46:02 »
Vipra hatte sich geirrt. Es gab noch jemanden unter Skeletors Leuten, der  über die Schlangenmenschen Macht hatte. Diese Macht wurde ihm nun durch einen unglücklichen Zufall bewusst. "Wer da?", hörten Clawful und Mer-Man einen Stimme drohend zischen. Verdammt, da war noch ein Wächter! "Runter,"flüsterte der Herr der Ozeane. "Ganz still, wenn wir uns nicht bewegen, kann er uns nicht wahrnehmen!" Beide Meereswesen schwiegen, voller Angst, ihr Atem könnte sie bereits verraten. Der Schritte kamen näher. Der Schlangenwächter war nur als Silhouette zu erkennen. In diesem Moment trat die Krabbe einen Schritt zu Seite und stieg mit vollem Gewicht auf die Hand Mer-Mans, mit der der Fischdämon sich abgestützt hatte. Das Fischwesen brüllte vor Schmerz und Schreck laut auf und Clawful, prallte, seinerseits geschockt, gegen den Eisstrahler, den der Herrscher der Unterwasserwelt noch immer bei sich trug. Tragischerweise hatte die Schlangenkrieger die Waffe für eine Art bizarren Schmuck gehalten und dem Gefangenen nicht abgenommen.Mer-Man war bei dem Überraschungsangriff nicht dazu gekommen, die gelbliche Waffe einzusetzen. Er hatte nicht gedacht, dass Kälte etwas gegen dies mächtige Volk ausrichten konnte. Das Eis traf den Wächter, der gerade zum Angriff ansetzen wollte, mit voller Wucht. Der Diener King Hss erstarrte. Clawful, der nicht klug aber mutig war, berührte den Soldaten vorsichtig. Als keine Reaktion kam, grinste die Krabbe dümmlich und schlug ihrem Feind mit voller Wucht ins Gesicht.  Nichts geschah. Mer-Man schaute ungläubig, doch er verstand. Dieser Kampf war für Skeletors Leute noch nicht verloren! Sie hatten noch einige Trümpfe in der Hand!
« Letzte Änderung: 16.04.2012, 21:55:46 von bluecat9 »