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  • 24.06.2018, 04:16:36

Autor Thema: Gemeinsames Werk  (Gelesen 52899 mal)

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Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #285 am: 12.01.2012, 12:37:12 »
Er und Beast-Man hatten zwei weibliche Rekruten der königlichen Armee überrascht. Die rothaarige junge Frau war nicht zu fassen gewesen. Flink hatte sie sich befreit und war davon gestürmt. Der Affenmann hatte noch versucht, die Verfolgung aufzunehmen, doch sie war verschwunden. Das dunkelhaarige Mädchen verteidigte sich tapfer bis zum Schluss. Als sie aufgeben musste, sah sie Tri-Klops mit einer
Mischung aus Trotz und Verzweiflung an. Der Blick aus den großen, fast schwarzen Augen hatten in dem Spion eine seltsame Regung ausgelöst. Für einen Moment entstand eine seltsame Spannung. Die Soldatin schien ihr Ende zu erwarten. Dann geschah etwas, was das Dreiauge bis heute nicht verstand. Er löste dem Mädchen die Fesseln und flüsterte leise:"Lauf! Lauf und sag, du hättest dich befreien können." Die junge Frau verstand erst nicht. "Was willst du dafür? Sowas macht jemand wie du doch nicht aus Nächstenliebe!" "Deinen Namen! Ich will deinen Namen wissen!", forderte Tri-Klops. Sein Herz schlug ihm gegen die Rippen wie nach einer langen, körperlichen Anstrengung. "Enya!", presste das Mädchen mühsam hervor. "Enya", wiederholte der Spion. "LAUF!", brüllte der Mann plötzlich,"Geh, bevor ich es mir anders überlege!" Enya ließ sich das nicht zweimal sagen.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #286 am: 12.01.2012, 12:43:47 »
Es gelang dem wortgewandten Ingenieur später, Skeletor davon zu überzeugen, dass Beast Man die Schuld an dem Entkommen beider Frauen hatte. Der Affenmensch hatte sich gerächt und eine Horde Ratten in Tri-Klops Werkstatt geleitet, die sämtliche Isolierungen und Kabel annagten. Aber das war es wert gewesen! Enya hatte auf der Flucht das Taschentuch verloren. Der Spion Skeletors hatte es eingesteckt und besser bewacht, als so manche Waffe.

Ein Rascheln schreckte Tri-Klops aus seinen Gedanken hoch. Er erkannte die Shilouette einer Frau. "Hsss, schlag dir das aus dem Kopf! Ich lasse mir nichts von einem gewöhnlichen Mann befehlen, schon gar nicht von einem Menschen!"
"Schweig, Vipra! Er ist ein Meister seines Faches! Und wie lange er noch ein Mensch sein wird, nun, dass steht noch nicht fest! Du arbeitest mit ihm und tust, was er dir sagt! Deine Zunge und deine Finger behälst du bei dir, verstanden?"

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #287 am: 12.01.2012, 14:09:29 »
Langsam kehrte Spector’s Geist wieder an die Oberfläche des Bewusstseins zurück. Er hörte eine Art Echo in seinem Kopf, eine Stimme, die seinen Namen zu rufen schien. Er öffnete die Augen und konnte erst mal nichts erkennen, da noch alles verschwommen war. Sein ganzer Körper schmerzte und er schien sich in einer sitzenden Position zu befinden.
Er wollte sich die Augen reiben und meinte, die Bewegung auszuführen, doch seine Hände erreichten seine Augäpfel nicht.
Allmählich konnte er die Stimme immer deutlicher wahrnehmen und sie rief ganz eindeutig seinen Namen. Der Schleier vor seinen Augen löste sich immer mehr auf und er konnte, erst nur als Umriss, doch dann immer schärfer werdend einen Mann erkennen, der sich zu ihm heruntergebeugt hatte. Er schien zu älter zu sein, hatte er doch ein von Falten durchzogenes Gesicht, welches von einem grauen Vollbart und grauem Haupthaar umrandet wurde. Er trug, soweit Spector es erkennen konnte, eine braune Jacke und hatte seinen Kopf in eine Kapuze gehüllt.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #288 am: 12.01.2012, 15:30:14 »
„Hey, Spector, aufwachen. Wir haben nicht viel Zeit.”
„Was...?“ stammelte Spector und stöhnte vor Anstrengung.
„Man, dich haben sie aber ganz schön durch die Mangel gedreht.“ bemerkte der Alte in einem eher beiläufigen Tonfall. „Schau besser weiter nur mich an. Glaub mir, es ist besser für dich.“
Wie es nun mal oft der Fall ist, wenn einem gesagt wird, man soll nicht in eine Richtung schauen, sieht man erst recht hin. Da bildete auch Spector keine Ausnahme und als er es schaffte, an sich herunter zu sehen, weiteten sich seine Augen vor Entsetzen.
Seine Beine fehlten und auch seine Arme waren nicht mehr vorhanden. Jetzt verstand er, warum er sich nicht die Augen reiben konnte. Sein ganzer Körper schien in Zerfetzt worden zu sein.
„Warum die Leute nie auf einen hören, wenn man ihnen gute Ratschläge gibt, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.“
„Aber...“ brachte Spector hervor.
„Phantomschmerzen. Ich konnte dich mit ein bisschen Zauberei soweit stabilisieren und die Wunden schließen, bevor du verblutet wärst. Du hattest Glück im Unglück, würde ich sagen. Scheinst nicht besonders gut geschmeckt zu haben.“
„Was ist...?“
„Was passiert ist? Nun, ihr habt in einer Mausefalle gesessen und die Katze hat euch gefressen. Ihr habt zwar alle sehr heldenhaft gekämpft, aber am Ende hat es euch nicht viel genützt. Wenn du dich mal umsiehst, wirst du erkennen, was ich meine.“
„Spector sah sich um. Die ganze Höhle war zerstört worden und überall lagen die Leichen seiner Kameraden und ihrer Schutzbefohlenen. Langsam kehrten auch die Erinnerungen wieder zurück.
Er hatte den Haarreif von Teela gefunden, wodurch er sich an die Ereignisse aus seiner Vergangenheit erinnert hatte. Sy Klone schien dies bemerkt zu haben und sprach ihn an, warum er so nervös zu sein schien. Doch bevor er antworten konnte brach die Hölle los. Die Tore hatten sich geöffnet und es strömte eine Armee von Kämpfern herein, die gnadenlos alles tötete, was sie in die Finger bekamen. Sie schienen nicht von dieser Welt zu sein. Sie sahen zwar aus wie Menschen, doch waren sie entsetzlich entstellt. Wenn man sie niederschoss, standen sie nach wenigen Sekunden wieder auf. Von überall kamen sie her.
Spector versuchte verzweifelt zu überleben, doch am Ende hatte auch er keine Chance. Das letzte, woran er sich erinnern konnte war, dass mehrere dieser Monster an seinen Gliedmaßen zerrten und dann hatte er, zu seinem Glück, das Bewusstsein verloren.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #289 am: 12.01.2012, 16:11:46 »
„Tja und so hab ich dich gefunden.“ holten in der Fremde wieder in die Realität zurück.
„Und jetzt sollten wir uns schleunigst überlegen, wie es weiter geht mit dir.“
„Wer bist du?“ brachte Spector mühsam hervor. „Was willst du von mir?“
„Oh, verzeihung. Ich bin Eldor und ich habe die Aufgabe, jemanden für eine gewisse, sagen wir, Mission zu gewinnen. Das du derjenige bist, habe ich allerdings nicht erwartet, geschweige denn, deinen Zustand.“
Spector sah Eldor fragend an. „Wie soll ich dir denn noch helfen? Sobald deine Magie nachlässt, bin ich des Todes.“
„Nicht so hastig. Hör doch erst mal zu, was ich dir zu sagen habe. Danach darfst du entscheiden, ob du weiterleben oder sterben willst.“
Spector nickte und Eldor fuhr fort.
„Ich werde dich wiederherstellen und mit gewissen Kräften ausstatten. Danach werde ich dich auf eine Reise schicken. Die Alternative hast du ja schon selber erwähnt. Wenn die Wirkung meiner Magie nachlässt, wirst du unter riesigen Schmerzen sterben. Also was meinst du? Tod oder die Erfüllung deines Traumes, ein Held zu sein?“
Spector sah ihn erschrocken an. Woher wusste er, was er sich insgeheim immer gewünscht hatte? Aber hatte er eine Wahl?
„Also gut,“ willigte er ein, „ich werde dein Angebot annehmen.“
„Sehr gut. Ich freue mich, dass du so vernünftig bist. Dann wollen wir mal anfangen.“

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #290 am: 12.01.2012, 16:38:56 »
Eldor erhob sich, holte ein Buch unter seinem Mantel hervor, öffnete es und begann daraus in einer fremden, Spector nicht geläufigen Sprache, vorzulesen.
Und plötzlich schoss ein heller Lichtstrahl vom Buch ausgehend auf Spector und hüllte ihn ein. Wie durch Geisterhand erhob sich sein Körper und begann in der Luft zu schweben. Eldor las weiter vor und vollführte mit der rechten Hand seltsame Gesten. Spector’s Körper fing an sich zu regenerieren. Seine Wunden schlossen sich und die Gliedmaßen begannen nachzuwachsen.
Nachdem sein Körper wieder vollkommen hergestellt war veränderte sich seine Kleidung und am Ende trug einen lilafarbenen Anzug mit Maske. Auf seiner Brust prangte ein seltsames Symbol und an seiner Hüfte hingen Waffen, von denen er eine als Peitsche identifizierte. Er fühlte sich großartig. Die Energie, die ihn durchfloß, schien grenzenlos zu sein.
„Was hast du mit mir gemacht?“ fragte er aufgeregt den Alten.
„Nun, mein Lieber, habe ich dir zu viel versprochen?“
„Ich fühle mich großartig. Als könnte mich nichts und niemand mehr besiegen.“
„Nun, deine Kräfte sind sehr mächtig, doch warne ich dich davor, zu überheblich damit umzugehen. Sie sind nicht unendlich.“
„Es fühlt sich fantastisch an. Von nun soll man mich Mighty Spector nennen. Das wird allein wird meinen Gegnern schon das Fürchten lehren.“
„Mighty Spector? Die Jugend. Doch jetzt genug. Du hast eine wichtige Aufgabe vor dir und wir haben keine Zeit zu verlieren.“
„Was soll ich tun?“
„Das werde ich dir unterwegs erklären.“ bekam Spector als Antwort und Eldor öffnete mitten im Raum ein Portal, durch dass sie gemeinsam schritten.

In Castle Grayskull erwachte Zodac aus seiner Meditation. „Eldor,“ flüsterte, „du Narr.“

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #291 am: 13.01.2012, 10:47:01 »
Marzo war mit seiner Armee nach Eternos zurückgekehrt und hatte seine Gefolgsleute auf dem zerstörten Hauptplatz versammelt. Im Grunde war er ganz zufrieden mit dem Verlauf der Dinge gewesen. Er hatte seine Truppenstärke weiter ausbauen können und mit Extendar, und Man-E-Faces zwei der stärksten Krieger Eternia’s in seine Reihen eingliedern können. Roboto war während des Kampfes in seine Einzelteile zerlegt worden und er ließ zwei seiner Soldaten, welche er als ehemalige Techniker ausgemacht hatte, versuchen, ihn wieder zu reparieren, um ihn ebenfalls für seine Zwecke zu missbrauchen. Leider schienen ihre kognitiven Fähigkeiten doch sehr zu wünschen übrig, so dass Marzo keine große Hoffnung auf Erfolg hegte.
Was ihn sehr zu schaffen machte, waren zwei andere Misserfolge.
Der leblose Körper von Sy-Klone lag vor ihm im Staub und er schaffte es nicht, diesen wiederzubeleben. Er feuerte einen grünen Blitz nach dem anderen aus seinem Amulett, doch es geschah nichts.
„Du verdammte Gar! Steh auf und gehorche meinem Willen!“ fluchte Marzo wütend.
Sy-Klone hatte ihnen im Kampf mit am meisten zugesetzt, war er doch den langsamen Zombies durch seine Geschwindigkeit immer wieder entkommen. Er war auch für den zweiten Misserfolg verantwortlich, denn er hatte Stratos, durch eine geheime Deckenöffnung, welche Marzo vorher nicht ausgemacht hatte, entkommen lassen. Stratos schien noch immer schwer gezeichnet von seinen Verletzungen, doch Sy-Klone hatte dem Herrn von Avion den Raketenrucksack umgeschnallt, diesen gezündet und Stratos flog durch die Öffnung davon. Marzo hatte Buzz-Off hinterhergeschickt, in der Annahme, der Herr der Wespen würde Stratos mit Leichtigkeit wieder einfangen. Doch Stratos war irgendwie entkommen.
Am Ende konnte Sy-Klone besiegt werden, als er versuchte einem der Wachleute zu helfen.
Wie sinnlos sein Opfer war, dachte Marzo, wurde der Wachmann doch in Stücke gerissen.
„Wieso widersetzt du dich mir?“ schrie Marzo erneut und gab es schließlich auf.
« Letzte Änderung: 13.02.2012, 09:32:10 von Motuwahn »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #292 am: 18.01.2012, 17:28:01 »
He-Man hörte Battle Cat brüllen und kehrte aufs Deck des Schiffes zurück.
„Was ist los, alter Kater?“ rief er seinem treuen Freund zu.
Battle Cat brüllte erneut und deutete mit einer Kopfbewegung zum Boden.
He-Man erkannte Fußspuren und sprang mit einem gekonnten Satz herunter zur Stelle, auf die Battle Cat deutete.
„Hmm. Es sind menschliche Fußabdrücke. Wahrscheinlich ist es die Mannschaft des Schiffes gewesen. Sieh, sie haben sich in Richtung Wüste der Zeit aufgemacht. Ich weiß nicht, sollten wir ihnen folgen? Meinst du, sie könnten was mit unserer Suche zu tun haben? Es ist so viel Seltsames passiert, überraschen würde es mich nicht. Was meinst du?“
Battle Cat sah den Stärksten der Starken an, als sich plötzlich sein Kopf Richtung Himmel bewegte und er wieder ein anfing, sein Brüllen los zu lassen.
He-Man sah ebenfalls zum Himmel und nach wenigen Sekunden erkannte er Stratos.
Augenblicklich waren seine Gedanken an die Schiffsmannschaft vergessen.
„Stratos scheint immer noch verletzt zu sein, aber warum ist er dann in der Luft und nicht im Lazarett? Es muß etwas passiert sein, Battle Cat. Sieh, er scheint nicht mehr die Kraft zu haben, sich in der Luft zu halten. Er stürzt ab.“
He-Man konzentrierte sich jetzt vollständig auf den fallenden Freund und sprang los.
Sicher fing er Stratos in der Luft auf und landete mit einer gewaltigen Erschütterung auf dem Bootsdeck.
Vorsichtig legte er den Avioner zu Boden.
„Stratos, was ist geschehen. Warum bist du nicht bei den Flüchtlingen im Versteck?“
„Tote... lebende Tote. Überall. Tod, alle sind tot...“ stammelte er vor sich hin, bevor er das Bewusstsein verlor.
„Schon wieder redet er von lebenden Toten. Was meint er nur damit?“
He-Man erinnerte sich daran, dass Stratos schon in Eternos, als er dort verletzt ankam von den lebenden Toten sprach.

Während He-Man noch überlegte spürte er mit einem mal, wie das Schiff anfing zu beben. Und ohne weitere Vorwarnung sah er noch Battle Cat an seinem Blickfeld vorbeirauschen, bevor er und Stratos vom Boden verschluckt wurden.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #293 am: 22.01.2012, 21:50:34 »
Ein Lichtstrahl fiel auf die Schlangenfrau. Wäre sie menschlicher Herkunft gewesen, es hätte Tri-Klops Vergnügen bereitet, sie anzusehen. Größe und Statur waren nahezu perfekt. Statt Haut um gaben goldbraune Schuppen Vipras Körper. Ihre Augen waren schmal und von einem unglaublich hellen blau, fast schienen sie durchsichtig. Wo sich bei einem Menschen die Nase befunden hätte, gab es nur zwei Schlitze. Am schlimmste waren jedoch die nadelspitzen, langen Fangzähne, die die Waffenmeisterin wie zufällig aufblitzen ließ. Der Knabe sollte wissen, wo er stand. Eine Schande, dass sie mit schwächlichem menschlichen Gewürm arbeiten sollte. Der Spion Skeletors wich zwei Schritte zurück. Einen endgültigen Schrecken versetzte sie dem Mann, als Vipra ohne die geringste Mühe zwei stattliche Eisenträger anhob. Erst jetzt wurde dem Dreiauge klar, um wie viel Körperkraft das Schlangenvolk verfügte. Eine normale Frau dieser Statur wäre unter der Last zusammengebrochen. Tri-Klops war ein trainierter Kämpfer und mit Sicherheit nicht schwächlich, aber selbst er hätte das Eisen ohne Hilfe nicht stemmen können.
Er versuchte, seine Angst zu verbergen. "Was sollen wir eigentlich bauen?", erkundigte er sich, bemüht lässig.
« Letzte Änderung: 26.01.2012, 12:56:18 von bluecat9 »

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #294 am: 22.01.2012, 22:02:07 »
"Ein Temperatur-Regler. Er wird dafür sorgen, dass auf ganz Eternia, egal ob Hochgebirge oder Mischwald tropische Temperaturen und eine angemessene Luftfeuchtigkeit herrscht.", gab Vipra Auskunft. "Ich habe bereits mit der Arbeit begonnen, aber die Reichweite ist zu klein. Er schafft es gerade, ein paar Meilen des Waldes aufzuheizen, dann ist er bereits überlastet." Der Ingenieur des Bösen glaubte, sich verhört zu haben. "Ihr lasst mich am Leben, damit ich eine überdimensionale Heizung baue? Wollt ihr mich demütigen, bevor ihr mich verspeist? Schmecke ich besser, wenn ich vorher frustriert war?" Die Schlangenfrau lächelte nachsichtig. "Nein. Die Hormone, die du bei Stress ausschüttest machen dein Fleisch zäh, deshalb sorgen wir für etwas Entspannung, bevor wir speisen." Wie unbeabsichtigt bleckte die Waffenmeisterin abermals die Fangzähne. "Da du auf absehbare Zeit einer von uns sein wirst, werde ich dir ein Geheimnis verraten. Es gibt nur drei Dinge, die unserem Volk gefährlich werden können: Ausgewachsene Drachen, Kälte und Zombies. Die Drachen haben gerade andere Probleme, Zombies hat man auf Eternia seit Jahrhunderten keine mehr gesehen und gegen die Kälte unternehmen wir jetzt etwas."

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #295 am: 25.01.2012, 15:57:54 »
Die Masters nutzten den Überraschungsmoment knallhart zu ihren Gunsten aus und die überrumpelten Anführer Catra und Leech befahlen nach kurzem Kampf den Rückzug.

Teela hielt traurig die Reste ihres Kampfstabes in Händen. Er war beim direkten Kampf gegen Catra von der Katzenfrau zerstört worden. Es war ein Geschenk ihres Vaters gewesen, nachdem sie zum Captain ernannt worden war. Es war ein einfacher Stab ohne irgendwelche Verzierungen oder sonstigen Extras gewesen, was für ein Geschenk des Waffenmeisters ziemlich ungewöhnlich war. Duncan hatte es damals damit begründet, dass der Stab als Symbol für Teela’s innere Stärke stehen sollte, auf welche sie sich verlassen sollte und nicht auf technische Spielereien, die einem das Leben vielleicht zum Schein erleichterten, im Endeffekt aber den Blick vom Wesentlichen ablenkten. Teela hatte den Stab immer wie ihren Augapfel gehütet, stand er doch für alles, was sie bisher erreicht hatte und für den einzigen Menschen, dem sie noch hundertprozentig vertraute. Gerade nach der Trennung von Adam hatte ihr der einfache Stab Trost gespendet.
„Dafür wirst du zahlen, Katzenweib.“ knurrte sie ärgerlich vor sich hin.
„Tut mir Leid um euren Kampfstab, Teela. Ich war dabei, wie euer Vater ihn fertigte. Doch glaubt mir, er wird sehr froh darüber sein, dass er zerstört worden ist und nicht euer Leben.“
Clamp Champ’s Worte konnten Teela nur unmerklich aufheitern, doch sie musste sich wieder auf das Wesentliche Konzentrieren, schließlich war sie der Captain, sie hatte die Verantwortung. Sie warf die Überreste weg und antwortete kühl: „Keine Sorge Clamp Champ, Vater wird mir einen neuen, verbesserten Stab anfertigen können.“
Und lauter: „Masters, alle versammeln zur Lagebesprechung.“

Während sich die Übrigen auf der Lichtung zur Besprechung versammelten, sah Clamp Champ Teela mit einem Stirnrunzeln von hinten an, bevor er sich ebenfalls zu den anderen gesellte.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #296 am: 26.01.2012, 17:02:28 »
„Also gut, die Lage ist ernst.“ begann Teela ihre Ansprache.
„Wir stecken hier im Nirgendwo fest und haben jetzt auch noch die Königin verloren. Desweiteren müssen wir König Randor und meinen Vater davon abhalten, alleine Snake Mountain zu infiltrieren, was wahrscheinlich schon längst geschehen ist. Das Auftauchen der wilden Horde macht es nicht besser.“
„Was schlägst du vor, Captain?“ fragte Mekanek leicht verzweifelt.
„Wir werden uns wohl oder übel aufteilen müssen. Ich werde den Spuren des Attack Track folgen und versuchen, Königin Marlena ausfindig zu machen. Ihr werdet unter der Leitung von Clamp Champ den Weg nach Snake Mountain fortsetzen, König Randor und meinen Vater aufspüren, gegebenenfalls befreien, das Drachenamulett sicher stellen und dann alle wohlbehalten nach Eternos zurückkehren.“
„Wer wird euch begleiten?“ fragte Clamp Champ.
„Ich werde alleine gehen. Gegen Trap Jaw oder Kronis werde ich schon alleine bestehen. Mein Schwert ist ja noch heile.“
„Das kann ich nicht zulassen.“ erwiderte Clamp Champ.
„Wer weiß, welche Gefahren euch begegnen werden. Wir wissen nicht, wo die Horde ihre Truppen versteckt hält und ob sie noch weitere Angriffe planen.“
„Ich kann schon auf mich alleine aufpassen. Deine Sorge ist völlig überflüssig. Ich bin ja nicht umsonst Captain. Hast du verstanden.“ antwortete Teela mit einem leicht drohendem Unterton.
„Aber...“ versuchte es der Ausbilder noch einmal, kam jedoch nicht weiter, Fisto jedoch kam ihm zu hilfe: „...sollte die Königin verletzt sein, wäre ein zweites Paar Hände sicher hilfreich.“
Teela überlegte, dass war ein Argument, gegen das sie nichts sagen konnte. Sie durfte ihren persönlichen Wunsch nach Profilierung vor den anderen nicht über das Wohlergehen der Königin stellen.
„Also gut, ich werde einen mitnehmen.“ gab sie schließlich nach.
„Nehmt mich mit, diesen Trap Jaw werde ich es zeigen.“ empfahl sich Fisto.
„Nein, ich werde Rio Blast mitnehmen.“ antwortete Teela.
„Er kann mir Feuerschutz geben. Deine Eisenfaust wird in den engen Gängen von Snake Mountain mehr gebraucht. Die ein oder andere Wand solltet ihr mit deiner Hilfe und in Kombination mit Ram Man bei einer eventuellen Flucht schneller klein kriegen.“
Fisto wollte zwar noch einmal protestieren, doch beließ er es bei einem ärgerlichen Knurren, als ihm Teela’s Mine unmissverständlich klar machte, dass ihre Entscheidung unumstößlich war.

Rio hatte den neuen Plan mit seiner typisch ruhigen Art zur Kenntnis genommen und als Teela ihn ansah, nickte er kurz und machte sich dann zusammen mit ihr auf, die Königin zu suchen, während die übrigen Masters ihren ursprünglichen Weg wieder aufnahmen, jetzt noch vorsichtiger, einen weiteren Angriff der Horde erwartend.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #297 am: 27.01.2012, 12:36:20 »
Einige Kilometer von den Masters entfernt war der Attack Track durch einen Baum zum stehen gekommen.
Im Gras lag der leblose Körper der Königin, welcher wohl beim Aufprall aus dem Gefährt herausgeschleudert worden war.
Etwas weiter abseits kauerte Kronis und schien mit irgendwem zu sprechen, obwohl weit und breit keine weitere Person anwesend war.
„Lass mich in Ruhe!“ konnte man hören oder „Ich will das nicht.“
Dann mit veränderter, dunklerer Stimme: „Aber ich werde dich belohnen.“

Eine Weile ging dieses seltsame Selbstgespräch weiter, bis Trap Jaw irgendwann einen lauten Schrei von sich gab.

Danach wurde es ruhig, er stand auf und näherte sich mit rot glühenden Augen dem Körper Marlena’s.

Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #298 am: 28.01.2012, 01:32:25 »
Hungar, die Harpyie, hatte Man-at-Arms und Micah genau im falschen Moment überrascht. Jedoch wäre Duncan nicht der Waffenmeister von Eternos, wenn er nichts von seinem Handwerk verstehen würde. In Sekunden schnelle drehte er sich zu Hungar um und schoß ein Netz auf die überraschte Harpyie ab. Jetzt, wo er seine Fesseln los war, war dies natürlich kein Problem für ihn. Hunga allerdings,hatte keine Chance um zu reagieren. Seit sie Micah nach Eternia verschleppt hatte, mußte sie sich nur vor wenigen Kreaturen in acht nehmen und auch nur dann, wenn sie ihre Höhle verließ.Sie war langsam und unvorsichtig geworden und nun hatte sie in Man-at-Arms ihren Meister gefunden.
Sie wandt sich hin und her und belegte den Waffenschmied mit allerlei Flüchen, doch ein entkommen gab es nicht für sie. "Du kannst fluchen solange du willst, du Scheusal. Nun bist du es, die in der Falle sitzt.", höhnte Micah, der nun endlich von seinen Fesseln befreit wurde. "Mit dem Tode müßtest du für deine Schandtaten bestraft werden. Aber zu meinem Verdruß, bist du die Einzige, die mich zu meiner Familie nach Eteria zurück bringen kann." Hungar horchte auf. Der König von Bright Moon dachte doch tatsächlich, das sie das Portal nach Eteria für ihn finden könnte. Doch, warum die Wahrheit sagen, wenn die Lüge einem das Leben verlängern könnte. "Habt Gnade mit mir, mächtiger Micah von Bright Moon.", winselte Hungar. "Ich werde all eure Wünsche erfüllen und euch zum Portal in eure Heimatwelt geleiten. Danach könnt ihr über mich verfügen wie ihr beliebt." Aber in ihrem Hirn hatte sie schon ihren Fluchtplan ausgeklügelt.

Offline Natira

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #299 am: 28.01.2012, 15:38:10 »
Tri-Klops hatte ihr ruhig und ohne eine Regung in der Miene zugehört. Doch in seinem Kopf arbeitete es bereits. Etwas, was Vipra gesagt hatte, hatte sich in einem Moment der Hoffnungslosigkeit in seinem Kopf verselbständigt. Manchmal war es nicht gut, zu vertrauensselig zu sein!

'Ich muß es geschickt anfangen!' überlegte er. 'Soso, Kälte wird euch also gefährlich - es sollte doch keine Schwierigkeit darstellen, den Temperaturregler so zu bauen, daß man euch mit einem Schlag ausrotten kann!' Er biß die Zähne aufeinander, aber nur kurz - er durfte keine unerwünschte Aufmerksamkeit erregen.

Vipra aber deutete die Regung für ihn günstig als frustrierte Resignation und ließ sich ein kurzes reptilianhaftes Lächeln vernehmen. "Ich sehe, du hast verstanden! Schön! Jetzt stell' dich unter Beweis - wenn dir dein Leben lieb ist!"

'Das werde ich!' dachte er grimmig und fügte sich sofort. Wenn er jetzt geschickt handelte, würde er das Schicksal ausnutzen und in seine Richtung lenken können. Er mußte nur aufpassen, daß niemand ihm zu früh auf die Schliche kam…
« Letzte Änderung: 28.01.2012, 15:40:29 von Natira »