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  • 26.09.2018, 00:04:19

Autor Thema: Gemeinsames Werk  (Gelesen 54309 mal)

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Offline Onkel Hordak

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #240 am: 30.10.2011, 00:00:12 »
Randor saß in einen bequemen dick gepolsterten Sessel. Seine Füße, die sich anfühlten als wäre er von einer langen Wanderung zurückgekehrt ruhten auf einer luxeriösen Fußbank. Der Raum wurde von einen gewaltigen Fenster, an dessen Seiten Vorhänge aus leichten Stoff angebracht waren, dominiert. In der Ferne waren schneebedeckte Berge zu sehen. Es war ein freundlicher Tag, die Sonne schien in das freundliche helle Zimmer hinein und ein kühler Sommerwind wehte.
Randor lehnte sich entspannt zurück und seufzte, dieser Raum fühlte sich warm und behaglich an.

Nach einen kurzen Augenblick öffnete Randor die Augen, zwischen ihm und den Fenster stand ein identischer Stuhl. In dem Stuhl saß eine Person, deren Gesicht Randor aufgrund der hereinscheinenden Sonne jedoch nicht erkennen konnte.

"König Randor, ich hoffe ihr genießt meine Gastfreundschaft."

Die Stimme war tief und klang durchaus freundlich.

"Ich denke wir könnten durchaus Freunde sein."

Dies brachte eine eine Saite des Mißtrauens in Randor zum klingen.

"Freunde?"

Die andere Person lachte.

"Aber natürlich ihr müsstet euch nur eintschließen die Dinge etwas mehr von meinem Standpunkt aus zu sehen."

Randor blinzelte gegen die Sonne an, doch das Gesicht seines Gegenübers blieb weiter unkenntlich.

"Die Dinge von eurem Standpunkt aus sehen?"

fragte Randor nach. Die Stimme und der freundliche Vortrag schienen nicht mit dem Inhalt der Worte zusammenpassen zu wollen.

"Ja, ich lasse euch zu eurem Volk zurückkehren und ihr regiert es in meinem Namen."

Randor versuchte ein weiteres mal die Person zu erkennen, er dachte über den Namen nach.....er war sicher ihn schon gehört zu haben.

"Hordak!"

platzte es dann aus Randor heraus. Nun beugte Hordak sich nach vorne und offenbarte sein furchterregendes Gesicht. Für einen Moment bedauerte es Hordak, dass Shadow Weaver nicht bei ihm war. Er war zwar mit weitem Abstand der mächtigste Offensivzauberer der Horde, aber Shadow Weaver war eine ungleich begabtere Illusionistin und konnte den Geist eines jeden Menschen völlig vernebeln.

"Es hat sich als sehr lohnend erwiesen, die von der Horde besetzten Gebiete durch einen Statthalter zu regieren, dem die jeweiligen unterworfenen Völker vertrauen."

erklärte Hordak freundlich, wählte jedoch klare Worte. Randor lächelte milde.

"Das wäre Verrat und ich sagte euch bereits, dass ich das nicht tun werde."

"Ihr seht das falsch, mit eurer Hilfe werde ich in der Lage sein das Leben vieler Eternia zu schonen, ihr würdet eurem Volk einen Dienst erweisen."

Randor hob trotzig das Kinn und seine Stimme war fest, als er sprach.

"Ich werde euch nicht helfen."

Hordak lehnte sich nach vorne und seine rotglühenden Augen verengten sich zu Schlitzen, es war als würde er direkt in Randors Seele blicken. Hordak erkannte, dass weitere warme und vernünftige Worte nichts bewirken würden. Dieser König Randor war einfach zu sturr und zu fest überzeugt von seinen nutzlosen  moralischen Werten.
Hordak stand auf.

"Doch das werdet ihr, ich verspreche es euch."

Bei diesen Worten verschwand das helle und freundliche Zimmer und wurde wieder zu der kleinen, fensterlosen schwarzen Zelle in der das Gespräch in Wirklichkeit stattgefunden hatte. Hordak drehte Randor den Rücken zu und stand vor der Tür, die er mit einem magischen Befehl öffnete.

"Und geht es so nicht, geht es eben anders."

sagte Hordak bevor er die Zelle verließ. Auf den Gang erwarteten ihn drei Mitglieder aus seinem Zirkel der dunklen Magier.

"Ihr könnt beginnen, ich erwarte eure Erfolgsmeldung."

Die Augen unter den Kutten der Zauberer leuchteten zur Bestätigung auf und die Magier schwebten wortlos an Hordak vorbei in die Zelle. Die Tür schloß sich wie von Geisterhand. Als Hordak den Gang entlang schritt, waren die Gewölbe von Randors Schreien erfüllt.
« Letzte Änderung: 30.10.2011, 00:07:59 von Onkel Hordak »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #241 am: 31.10.2011, 10:13:50 »
Hordak waren die Schmerzensschreie auf seinem Weg zurück zu seinem Thron nur ein schwacher Thron. So ein Schwächling sollte der Herrscher über das Zentrum des Universums sein? Ein gewöhnlicher Mensch? Wie konnte das sein? Pah, es muß noch einen anderen geben. Der konnte doch nicht der Vater derer sein, die ihn laut der alten Prophezeiung stürzen sollten. Krieger, aus dem edelsten Geschlecht Eternia's, in deren Adern das Blut zweier Welten fließt, so wurde es ihm vorhergesagt. Doch dieser König hier war ein Witz. Stur und Stolz, ja, aber mächtig? Niemals. Hordak hätte ihn mit einem Wimpernschlag vernichten können. Doch wollte er erst sicher gehen, daß Randor nicht doch noch nützliche Informationen für ihn bereit hielt, außerdem wollte er ihn für sein respektloses Verhalten ihm gegenüber maßregeln, bevor er ihm die Gnade eines Todes gewährte. Hatte er Keldor damals doch völlig umsonst beauftragt, die Königskinder zu rauben. Auch wenn dieser unfähige Bastard nur den halben Auftrag ausfgeführt hatte und sich Adora als sehr fähig erwiesen hatte, so war er doch enttäuscht, daß er die Prophezeiung noch nicht endgültig hat ausschließen können. Auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, daß ihn etwas oder jemand aufhalten könnte, aber er hatte schon genug Zeit durch seine Verbannung, welche er auf den Umstand, zu nachlässig gewesen zu sein, führte, etwas, was er nicht wiederholen würde, verschwendet.
Als er wieder im Thronsaal angekommen war wurde Hordak plötzlich von der hektischen Stimme Mantenna's, welche aus den Lautsprechern kam, aus seinen Gedanken gerissen.
"Mantenna an Hordak, bitte kommen, wir haben ein riesiges Problem! Mantenna an Hordak, bitte kommen!"...

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #242 am: 01.11.2011, 15:31:04 »
"Eine Schwester? Ich hatte nie eine Schwester, was hat diese Frau damit gemeint und dieses Schwert sieht genau aus wie meines, nur mit einem Edelstein verziert. Und nun, alter Kater, wie solls weiter gehen?" Battle Cat sah seinem Herrn bei der Frage an und deutete mit einem Kopfschütteln an, daß auch er ratlos war. "Anstelle von Antworten erhalten wir immer nur neue Fragen und Geheimnisse, wie? Und die Zeit wird knapp, wir müssen uns für eine Richtung entscheiden. Sagt dir dein Instinkt zufällig, in welche Richtung wir müssen?"
Der mächtige Kampftiger sah seinem Herrn in die Augen, dann fing er an, den Kopf oben haltend im Kreis zu gehen, so als ob er alle Richtungen beschnuppern würde um eine Fährte zu wittern. Dann ließ er ein mächtiges Brüllen seinem zähnebewehrten Maul entfahren, welches durch Mark und Bein ging und die Vögel hochschrecken ließ, welche laut kreischend davon flogen. Ein weiteres Brüllen folgte und nach einem Dritten schien er zu horchen, als ob die kreischenden Vögel ihm eine Nachricht zukommen ließen. Nach einer Weile wurde es weider still und Battle Cat schien sich für eine Richtung entschieden zu haben.
He-Man schmunzelte. "Interessant, lern ich noch was Neues über dich. Also dann, los gehts, alter Kater."
Und mit diesen Worten schwang sich der Stärkste der Starken in den Sattel und sie machten sich auf, ihre Suche nach der Sorceress fortzusetzen.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #243 am: 02.11.2011, 12:46:56 »
Während sich He-Man von Battle Cat führen ließ, grübelte er weiter über die mysteriösen Worte der grünen Fremden nach.
Eine Schwester, meinte sie vielleicht Teela? Es konnte doch nur Teela sein. Als Kinder waren sie quasi wie Geschwister zusammen aufgewachsen. Zusammen waren sie durch Dick und Dünn gegangen, jeder stand dem anderen bei, wenn mal wieder einer ihrer Streiche aufgeflogen war. Doch irgendwann hatte sich ihr Verhältnis zueinander verändert. Sie bekam Brüste und ihn schienen diese aus irgendeinem Grund zu interessieren. He-Man musste schmunzeln, als er an das Gespräch zurückdachte, was sein Vater damals versuchte mit ihm zu führen. In Hofessachen und Vorträge über Disziplin und Polotik war Randor immer in seinem Element gewesen, aber wenn es um Aufklärung seines Sohnes ging, nunja, es war nicht seine Stärke gewesen, auch wenn er es dann irgendwie doch hinbekommen hatte. Arme Teela, dachte He-Man, sie hatte nur Duncan gehabt, für den es bestimmt noch schwieriger war, seiner Tochter gewisse Dinge zu erklären. Seit diesem Zeitpunkt waren er und Teela anders miteinander umgegangen. Sie konnten irgendwie nicht mit ihren Gefühlen füreinander umgehen. Sie wussten nicht, ob sie weiter Freunde waren oder ob da sowas wie Liebe im Spiel war. Irgendwie gingen sie miteinander und am Abend des Schulabschlußballes hatten sie sich davon gemacht und im Mondschein hatte er alles auf eine Karte gesetzt und sie geküsst. Sie hatte seinen Kuß sofort erwiedert. Dies war der perfekte Moment gewesen und für ihn war klar, daß sie zusammengehörten. Teela schien seine Gefühle zu erwiedern, doch ab dem folgenden Tag begann die Zeit auf der königlichen Akademie.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #244 am: 02.11.2011, 13:05:15 »
Teela begann die Ausbildung zum Beitritt der königlichen Wache und er wurde auf seine Zukunft als König vorbereitet. Ihr anfängliches Glück trübte sich mit der Zeit und der immer größeren Belastungen durch ihre Ausbildung. Als Teela dann auch noch in den gemeinsamen Kampftrainingseinheiten anfing, ihn vorzuführen, bekam sein Stolz einen gehörigen Knacks. Ich war noch nicht soweit, dachte er, als er an den Streit dachte, der dazu geführt hatte, daß sie sich schließlich trennten. Er hatte zwar später noch versucht, sich mit Teela auszusöhnen um einen Neuanfang zu wagen, doch auf mehr als Freundschaft ließ sich nicht ein. Als dann auch noch He-Man dazu kam und er die Rolle des faulen Prinzen spielen musste, war das natürlich weiteres Gift, bestärkte es doch den Eindruck Teela's, daß er ein selbstsüchtiger, fauler Egomane war. Vielleicht sollte ich ihr mein Geheimnis verraten, aber dann will sie vielleicht, daß ich für immer He-Man bleibe, aber ich bin Adam. Und wenn ich mich jetzt zurückverwandle, kann ich nicht mehr He-Man werden. Grayskull hatte nur Kraft für eine Verwandlung aus dem Schloß mitnehmen können. Doch als Adam bin ich Eternia keine große Hilfe. Vielleicht hat Teela recht und Adam ist wirklich zu nichts nütze. Wie soll ich mich denn beweisen, wenn ich ständig He-Man mit mir rumschleppe? Er versaut mir mein ganzes Leben.
So vor sich hingrübelnd merkte er gar nicht, daß Battle Cat langsamer wurde und erst, als der grüne Tiger stehen blieb, sah er, wohin sein treuer Freund ihn getragen hatte.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #245 am: 02.11.2011, 13:46:57 »
Adam konnte nicht ahnen, dass Teela ähnliche Gedanken verfolgten. Sie betrachtete verstohlen Marlena, die routiniert Befehle gab. Wieso schaffte Randors Frau es, all ihre Rollen so auszufüllen? Sie wirkte zwar streng, aber keineswegs männlich, ja sie strahlte trotz ihrer Position als Anführerin eine gewisse Anmut aus.
"Männer haben es besser", dachte Teela bei sich. "Sie haben ihren Weg zu gehen, von der Jugend bis ins hohe Alter und niemand fordert von ihnen, verschiedenen Mustern zu entsprechen."

Teela musste unwillkürlich an ein Erlebnis aus ihrer frühen Kindheit denken. Duncan hatte ihr eine hübsche Puppe mit langen blonden Haaren geschenkt und einen Puppenherd. Adam hatte ein Steckenpferd und ein Holzschwert erhalten. Sowohl der Prinz als auch Arms Adoptivtochter waren höchst unzufrieden mit ihren Geschenken gewesen.  Die Kinder hatten für sich bald eine passende Lösung gefunden.

Ein paar Stunden später rührte Adam am Puppenherd in einem Topf voll Wasser und spielte "Meisterkoch" während Teela mit dem Holzschwert auf imaginäre Dämonen losging. Marlena hatte damals darüber gelacht, Randor und Duncan dagegen waren wenig begeistert gewesen. Ihr Nachwuchs verhielt sich einfach nicht rollengerecht!
« Letzte Änderung: 03.11.2011, 12:21:22 von bluecat9 »

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #246 am: 03.11.2011, 12:27:02 »
Die Puppe lag unbeachtet in einer Ecke. Das Mädchen hatte sich nicht mal die Mühe gemacht, sie aufzuheben.

Teela hatte, wie viele Kinder, die ihre Herkunft  nicht kannten, lebhafte Phantasien über ihre Mutter entwickelt. Sie war eine schöne und stolze Kriegerin und eines Tages würde sie sie zu sich holen. Lange hatte Duncans Adoptivtochter selbst an dieses Märchen geglaubt, doch mit zunehmendem Alter verblassten diese Träumereien. Marlena hatte die Mutterrolle übernommen, ebenso einige Kindermädchen am Hof. Die Regentin schenkte ihr immer wieder Schmuck und Kleidung die eindeutig für ein Mädchen bestimmt waren, fast so, als hätte sie selbst einmal eine Tochter gehabt, der sie es nicht mehr geben konnte.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #247 am: 04.11.2011, 13:16:19 »
"Was ist denn?" bellte Hordak schlechtgelaunt in den Kommunikator. "Es ist Horde Prime, oh mächtiger Hordak. Er wird schneller hier eintreffen, als ursprünglich vom Computer berechnet. Was soll ich tun?" lautete Mantenna's hecktische Antwort. "WAS! Wie kann das sein?" Hordak's Faust sauste auf die Aramturen und hinterließ nur noch Schrott. "Das ist zu früh, ich brauche noch mehr Truppen. Wann wird er eintreffen? Und bitte jetzt den genauen Zeitpunkt!" "In zwei Stunden, oh mächtiger Hord..." "Zwei Stunden!?!" Hordak's Laune sank in den Minusbereich. Mantenna wurde immer kleiner hinter seinem Mikrofon und wusste nicht, ob er froh sein sollte, nicht in Hordak's unmittelbarer Gegenwart zu sein oder ängstlich darüber, Horde Prime's Ankunft zu erleben.
"Also gut, hör mir genau zu: Du schickst alle verfügbaren Truppen sofort hierher nach Eternia und stellst danach für all unsere Anlagen den Selbstzerstörungsmechanismus so ein, daß er bei der Ankunft der Schlachtschiffe hochgeht. Der alte Bastard soll nichts als verbrannte Erde auf diesem unützen Planeten vorfinden. Das Portal wird ebenfalls zerstört, nicht das er uns hierher folgt. HAST DU MICH VERSTANDEN!?!" "Jawohl, mächtiger Hordak, zu Befehl."


Offline Cirenaj

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #248 am: 04.11.2011, 23:08:13 »
Das Volk von Eternos war unterdessen auf dem Weg zum geheimen Unterschlupf. Es war lange her, das sie es aufsuchen mußten und nur die ältesten konnten sich erinnern, wie es das letzte mal war, als sie ihre Häuser verlassen mußten und den langen und beschwerlichen weg durch die Wälder bestreiten mußten.

Doch sie waren nicht allein. Die Soldaten des Königs, sowie einige der Masters sorgten für das wohl der Bürger und halfen ihnen soweit sie konnten, wenn ein Karren im Dreck stecken blieb oder einer der älteren nicht mehr weiter laufen konnte. Meißt war es Roboto, der den einen oderer anderen erschöpften Bürger auf seine Arme nahm, um ihn einige Kilometer weit mitzunehmen.

Ein Mann der Königlichen Garde setzte sich besonders ein. Es war Lieutenant Spector, der dem König schon immer ein treuer Soldat war. Trotzdem war er nicht bei jedem im Volk beliebt, denn er war doch ein wenig eigen, aber der König hatte stets großes vertauen zu ihm.

Schon als Kind wünschte er sich, ein Mitglied der Königlichen Wachen zu sein, was er auch geschafft hatte. Doch sein streben nach mehr hatte nie aufgehört. Er sah wie die Menschen zu Clamp Champ, Man E Faces oder sogar Roboto aufschauten. Ja, sie waren Mitglieder der Masters of the Universe und genau das war es, was er auch wollte. Heldentaten begehen und einer derer sein, die gegen Skeletor und seinen Schergen Auge in Auge gegenüber standen. Aber seine Zeit würde kommen, das wußte er ganz genau.

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #249 am: 07.11.2011, 12:12:11 »
"Stellt ihn oben auf, daß jeder ihn von weitem sehen kann." befahl Marzo seinen untoten Soldaten. "Was zum Teufel ist hier nur passiert?" murmelte er zu sich selbst. Sie standen mitten auf dem Schloßplatz und er betrachtete das, was von Eternos noch übrig geblieben war. So hatte er sich die Eroberung nicht vorgestellt. Er wollte eine stolze Stadt erobern in einer wahren Schlacht den grandiosen Sieg erringen, aber so? Niemand war zu sehen, daß stolze Eternos ein Trümmerhaufen, von seinem ehemaligen Feind Randor, an dem er Rache für seine Schmach nehmen wollte, fehlte jede Spur. "Was hat dein verdammter Sohn nur angerichtet?" rief er Miro entgegen, der auf dem zerstörten Hauptturm an seinem Kreuz aufgestellt worden war. Miro stöhnte nur, immernoch geschwächt von seinem Martyrium in der Höllendimension. Die Sonne brannte auf seiner Haut und ihr helles Licht schmerzte in seinen Augen. Noch immer konnte er nichts von dem erkennen, was um ihn herum passierte.

Während Marzo noch überlegte, welche Schritte er als nächstes unternehmen wollte, schleiften zwei seiner Soldaten einen jungen Mann auf den Schloßplatz. "Was bringt ihr mir denn da?" fragte Marzo und nachdem er die Gedanken seiner Untergebenen gelesen hatte, wusste er, daß es sich um einen Wächter der königlichen Leibgarde handelte, der versucht hatte, sich zu verstecken.
"Was ist hier passiert? Wo sind die anderen? Sprich, wenn du einen gnädigen Tod erhalten möchtest."
"Niemals!" bekam Marzo als trotzige Antwort. "Nun gut, ich werde meine Zeit nicht mit dir verschwenden." Und ohne weitere Vorwarnung tötete Marzo den Wächter und las seine Gedanken, nachdem er ihn als Zombie wieder hatte auferstehen lassen.
"Interessant. Interessant." hörte man ihn murmeln, während er anfing, seine Armee um sich zu versammeln.

Offline bluecat9

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #250 am: 07.11.2011, 13:48:27 »
Teelana zuckte plötzlich zusammen und schien einer inneren Stimme zu lauschen.
Sie begann, ein Selbstgespräch zu führen: "Wo bist du? Warum hast du Eternia verlassen? Anworte mir doch..."
Moss Man nahm seinen Schützling besorgt bei Seite. "Mit wem unterhälst du dich? Hier ist doch niemand! War es heute vielleicht doch ein bisschen zu viel für dich?"

"Duncan ist in Gefahr", murmelte die junge Frau wie in Trance.
"Welcher Duncan? Dein Mann?", forschte der Walddämon.
"Warte. Vielleicht kann ich etwas Klarheit verschaffen," bemerkte Veena. Die durchsichtige Frauengestalt legte vorsichtig die Hand auf Teelanas Stirn und murmelte etwas. Plötzlich erschienen ein paar Bilder am Fluss vor ihnen. Ein Heim für Soldaten, die psychische Schäden während ihrer Kämpfe erlitten hatte. Ein schwangere junge Frau, die geduldig mit einen lethargisch wirkendem Kämpfer vor einem Schachspiel saß und ihn offenbar immer wieder zum Mitspielen aufforderte. Etwas später zeigten die Bilder, dass sie und der fremde Soldat sich unterhielten, zwischen beiden herrschte Vertrautheit, aber es gab kein Zeichen von Liebe. Kein Kuss, kein Halten der Hände, nicht einmal intensive Blicke. So gingen Geschwister miteinander um, aber kein jung verheiratetes Paar. Mehr Bilder kamen nicht. Die ehemalige Zauberin sank erschöpft zu Boden.
"Soviel ist sicher,"bemerkte Veena leise. "Ihr Mann ist dieser Duncan nicht. Aber es besteht eine Verbindung zwischen den beiden. Wir müssen ihn finden."

Offline AngelofDeath

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #251 am: 07.11.2011, 15:06:20 »
Skeletor zitterte schon fast vor Freude, noch nie hatte er solch eine große Macht in sich gespürt. Der Widderstab seines Gegenübers fiel scheppernd zu Boden. "Was für eine Wohltat, solch eine Macht und alles was ich dafür tun muss, ist ein paar zum Tode verurteilte am Leben zu lassen!"
Keldor schaute Skeletor ungläubig an. "Wieso meinst du das wir zum Tode verurteilt sind?" Skeletor lachte finster und seine Augen glühten blutrot auf. "Wenn ihr hier auf diesem PLaneten bleibt, habt ihr eine geringe Chnace zu überleben. Doch denke ich das ihr versuchen werdet von hier zu fliehen. Solltet ihr dann meinen Weg kreuzen, werde ich ich töten. Denn auch wenn ich durch dich jetzt mächtiger denn je bin, werde ich nicht dulden, dass irgendwer versucht meine Pläne zu durchkreuzen."

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #252 am: 10.11.2011, 12:35:23 »
Marlena saß neben Rio Blast auf der Rückbank des Attack Track's, mit welchem sie sich auf den Weg nach Snake Mountain gemacht hatten. Immer, wenn sie Rio sah, mußte sie an ihre alte Heimat, die Erde, denken. Hätte der Kämpfer doch glatt aus einem Westernfilm stammen können, welche sie als Kind so geliebt hatte.
"Sagt Rio," begann die Königin das Gespräch, "wo kommt ihr eigentlich her? Ich habe noch nie etwas über eure Herkunft erfahren."
Der Angesprochene zuckte zusammen, überrascht von der plötzlichen Ansprache der Königin und anscheinend unangenehm berührt von der Frage.
"Wie meint ihr das, eure Hoheit? Warum wollt ihr das wissen?"
"Na, ich möchte gern mehr über meine Freunde und Verbündeten erfahren. Ich weiß nur, daß ihr eines Tages mit He-Man aus der Wüste der Zeit zu uns kamt. Ihr erinnert mich so an meine Heimat, besonders euer Chilli, welches es auch als Gericht bei uns auf der Erde gab. Natürlich war keines so gut, wie eures."
"Ich erinnere euch an eure Heimat?" Rio schien verblüfft, doch konnte Marlena nicht genau sagen, ob es echt war oder ob er Zeit schinden wollte, um ihr auszuweichen.
"Bei uns gab es die so genannten Cowboys und ihr seit ihnen von Art uns Aussehen sehr ähnlich, nur in einer modernen Version, sozusagen. Sagt, ihr seit nicht zufällig auch von der Erde und durch sonderbare Umstände hierher gelangt, wie es bei mir der Fall war."

Rio sah sie mit ausdrucksloser Miene an und schien zu überlegen, was er antworten sollte, als plätzlich von draussen Schüsse zu hören waren und Clamp Champ schrie: "Wir werden angegriffen, in Verteidigungsposition, schützt die Königin!"
« Letzte Änderung: 15.11.2011, 09:42:10 von Motuwahn »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #253 am: 11.11.2011, 12:33:19 »
Whiplash krallte sich, so gut es ging, in den Schuppen des Drachen fest. Er hing am Schwanz, nachdem ihn sein Reittier abgeschüttelt hatte. Er verfluchte seinen Greifreflex jetzt noch, wäre eine Landung auf dem harten Steinboden Snake Mountain's doch allemal besser gewesen, als seine jetzige Lage. Sie waren in schwindelerregender Höhe, aus welcher er einen Absturz nie und nimmer überlebt hätte. Er drückte sich ganz fest an den Drachenkörper, um so wenig von dem eisigen Wind, wie möglich, abzubekommen, welcher ihm aufgrund der enormen Geschwindigkeit, mit der der Drache durch die Luft flog, entgegen wehte.
'Was hat sich Daria nur dabei gedacht, ein Drachenei nach Snake Mountain zu bringen? Das das kein gutes Ende nehmen konnte, hätte ihr doch klar sein müssen. Und ich muß es wieder ausbaden. Typisch.' fluchte der Monsterkämpfer in Gedanken.
Während er noch weiter mit seinem Schicksal haderte, merkte er, wie sein Reittier die Geschwindigkeit verringerte und auch die Luft um ihm herum wurde wärmer, ja richtig heiß und stickig. Als sie die Flughöhe verringerten und durch die Wolkendecke brachen, weiteten sich Whiplash's Augen, als er sah, worauf sie zuflogen.
Eine riesige Kraterlandschaft, überall Vulkane und Lavaseen, ähnlich dem Gebiet um Snake Mountain herum, nur noch viel heißer. Sie steuerten auf ein riesiges Felsplateu zu, auf welchem sich zu Whiplash's Entsetzen eine riesige Anzahl schwarzer Drachen befand, welche alles andere als freundlich aussahen.
« Letzte Änderung: 14.11.2011, 10:49:52 von Motuwahn »

Offline Motuwahn

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Re: Gemeinsames Werk
« Antwort #254 am: 15.11.2011, 10:09:01 »
Die Masters gingen um den Attack Track herum in Verteidigungsstellung. Sie bildeten einen Kreis um das Gefährt, um die Schüsse abzuwehren. Rio Blast und Teela, welche den Transporter bis zum Angriff gesteuert hatte, waren ebenfalls herausgesprungen. Von überall aus dem Dickicht kamen die Schüsse und die Verteidiger Eternia's hatten sichtlich Mühe, diese zu parieren. Rio schoß wahllos mit allem was er hatte ins Dickicht und hin und wieder hörte man Explosionen, wenn er etwas getroffen hatte. Doch schien es dem Feind überhaupt nichts auszumachen.
Marlena, die sich zusammen mit Kronis noch im Attack Track befand, überlegte fieberhaft, wie sie ihre Freunde unterstützen konnte. "Kronis, hast du eine Ahnung, wer hinter dem Angriff stecken könnte?" fragte sie ihren Begleiter. "Es tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Es scheinen aber nicht Skeletor's Leute zu sein, dafür sind es zu viele und sie benutzen andere Laserwaffen."
'Pack zu! Jetzt ist die Gelegenheit. Töte die Königin und Skeletor... und ich werde dich reich belohnen.' "Nein! Arghh! Nicht!" Kronis hielt sich die Ohren zu und schüttelte seinen Kopf, was Marlena zurückschrecken ließ. "Kronis? Alles in Ordnung?"