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  • 19.06.2018, 15:09:08

Autor Thema: Warum ist die Toyline damals untergegangen?  (Gelesen 17722 mal)

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Offline archon

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #90 am: 24.10.2009, 03:24:25 »
Was letztlich verhunzt wurde, beim versuchten Reboot der Serie, war, denke ich, dass man versucht hat, He-Man nicht mit der Fangemeinde mitwachsen zu lassen, sondern durch das Verfrachten der beiden Protagonisten in ein anderes Setting ad hoc die wegbrechende Fangemeinde ziehen und die heranwachsende Turtles/GameBoy-Generation zu erschließen.

Ich kann mich noch sehr intensiv daran erinnern, wie wir mit zwölf Jungs Weltraum-He-Man im Wald gespielt haben. Allerdings hat da irgendwie niemand Darius oder Brakk spielen wollen, sondern wir haben Dimensionstore hinter jeder Ecke gefunden, durch die Man-at-Arms, BattleCat, Teela, Fisto undundund He-Man in die Zukunft folgten...

Hätte Mattel damals statt alles neu
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eben von vorn begonnen, dafür aber mit mehr Details, dann wären die Dinge wahrscheinlich anders gelaufen. Ich meine, ich kann nur von mir reden, aber als ich anfing, Karl May zu lesen statt Lustiges Taschenbuch (und He-Man-Comics), hätte sich eben das MotU-Universum
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nicht immer größer und unüberschaubarer auswachsen dürfen, sondern eben detailierter werden müssen. Eine Wüste wird nicht interessanter, indem man noch mehr Sand hineinkippt, sondern eben, indem man beginnt, das Spiel der Dünen zu betrachten.

Statt Stonedar und Rokkon, Rio-Blast (selten, aber unpassend) und der geschätzten aber überflüssigen Figuren zum Film
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hätte ich mir damals Marlena gewünscht. Oder eben Figuren, die bei uns Kids bereits angekommen waren (ich habe monatelang die Spielzeugläden terrorisiert und nach Lizzardman gefragt, auch, wenn ich ihn nicht leiden konnte)...
Statt unnötig in die Breite zu gehen hätte Tiefe geschaffen werden sollen.

Masters of the Universe, bzw. das "Ende" der klassischen Toyline hatte auf mich als Kind eine ähnliche Wirkung, wie Jahre später der Herr der Ringe-Zeichentrickfilm. Und ich hasse bis heute nichts mehr als Cliffhanger, auf die keine Fortsetzung folgt.
Was wäre Babylon 5 gewesen, wenn auf Staffel 3 Legende der Ranger gefolgt hätte. Oder Harry Potter, wenn Der Orden des Phönix das letzte Buch gewesen wäre, aber Beedle the Bard noch erschienen wäre... in höherer Literatur erlebte ich mein persönliches MotU-Debakel erneut, als mir klar wurde, dass Frank Herbert Den Wüstenplaneten zwar in seinem Kopf fertig geschrieben hat, aber eben nie auf seiner Schreibmaschine.
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Offline Perfuma25

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #91 am: 07.02.2010, 22:40:02 »
Ich kann nicht sagen ob dies einer der Gründe für den Abschied der Reihe war aber die Filmfiguren passten einfach optisch nicht zu den restlichen Figuren. Ausserdem finde ich das viele wichtige Figuren einfach weit zu spät erschienen sind, wie beispielsweise Sorceress, Randor und der Horde Trooper.
Klar waren Mattels Fehlentscheidungen schuld aber die Sache mit den Figuren sehen sicher viele andere Leute ebenso wie ich.

Offline Clawful79

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #92 am: 09.02.2010, 17:53:01 »
Also mit soo krassen Umsatzeinbußen hätte ich auch nicht gerechnet. Aber  Zahlen sprechen halt für sich. Un die neusten Figuren der alten Toyline (Randor Gwildor, Ninior..) waren einfach nicht so klasse. Da war Snake Face der letzte den ich richtig geil fand. Von NA hatte ich dann zwar noch Optikk, Karatti, He-Man, Skeletor (die Version mit "Echthaar") und Hydron.

Aber das war einfach nicht das gleiche wie die Originale.

Offline archon

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #93 am: 10.02.2010, 18:30:07 »
Skeletor mit Haaren?!?

Offline Zodac

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #94 am: 10.02.2010, 19:00:20 »
Skeletor mit Haaren?!?

Battle Blade Skeletor.

Offline marcri8

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #95 am: 18.02.2010, 15:13:30 »
Der Wandel der Zeit und die zunehmende Verbreitung von Heimcomputer & Spielkonsolen, die letztendlich den MASTERS den Garaus machten!

Offline MADA

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #96 am: 19.02.2010, 01:42:43 »
überflutung und das grosse angebot an änlichen produkten sowie die nicht weiterentwicklung

General Rattlor

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #97 am: 19.02.2010, 15:09:17 »
Nachdem ich den Thread hier gestern gelesen habe, habe ich mir erst mal Intensiv Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich erinnere mich noch sehr deutlich, dass damals hauptsächlich die Turtles MotU das Wasser abgegraben haben. Zuerst quollen die Regale über mit MotU, kurz darauf wich alles der neuen Turtles Line, die damals über den Cartoon und die Comics die Kinder schwer in ihren Bann zog. War ja auch witzig, modern und die Action war cool.

Ich denke aber auch, dass es einige Dinge gab, wodurch sich die Designer bei Mattel selbst das Bein gestellt haben.
Wie hätte damals MotU eigentlich noch weiter wachsen können? Die Story war eigentlich eine einfache um gut vs. böse. Alles war ausgelegt auf zwei Gruppen, die sich gegenseitig regelmäßig die Fressen polierten. Schon mit der Einführung der Horde, der Snake Men und den Felslingen wurde das Konzept schwerer überschaubar. Nicht falsch verstehen, ich mag die Horde und die Snake Men sogar noch viel mehr, aber als Kind fand ich es schwer verständlich warum da auf einmal so viele neue Gruppen auftauchten. Das ursprüngliche Konzept verschob sich immer mehr in Richtung Sci-Fi (was ich damals aber unheimlich geil fand) und gegen Ende der Line wurde alles mögliche ausprobiert, was eigentlich gar nicht mehr zusammen passte. Plötzlich gab es da die Figuren aus dem Film. Die fand ich zwar auch unheimlich gut, sie passten aber nicht mehr zum Rest der Line. Wenn ich mir anschaue, dass Mattel in den USA dann plötzlich mit Dinosauriern, Meteorbs, Großfiguren etc. experimentierte und die Story plötzlich in Preternia spielen sollte, dann verstehe ich vollkommen, dass die Kinder irgendwann vollends den Überblick verloren haben und keine klare Richtung mehr erkennen konnten.

Ein weiterer Fehler, den ich Mattel ankreide ist, dass die neuen Charaktere nie richtig vermarktet wurden. Und das merkt man heute noch in allen möglichen Fan Foren. Jeder hat das Gefühl Man-at-arms, Beast Man, Orko, Teela etc. intensiv zu kennen und ist mit deren Eigenschaften etc. vertraut. Aber wer ist Extendar? Wer sind Snake Face, Clamp Champ, Dragstor, Scare Glow? Diese Charaktere spielten nie eine wirkliche Rolle. Besonders der Cartoon trat auf der Stelle und drehte sich um die immer gleichen Personen. Die Minicomics und auch die Hörspiele bemühten sich zwar, diesen neuen Charakteren zumindest etwas Persönlichkeit einzuhauchen, doch trotzdem blieben sie irgendwie farblos und man konnte keine rechte Bindung zu ihnen aufbauen. Im Endeffekt waren es nur noch X-beliebige bunte Figuren, die einem als Charakter kaum etwas sagten.
« Letzte Änderung: 19.02.2010, 15:20:25 von General Rattlor »

Offline megatotskeletor

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #98 am: 19.02.2010, 16:23:13 »
Turtles kam meiner Erinnerung nach erst eindeutig nachMotu, die waren seiner Zeit, also so ´90/´91 eher ne starke Konkurrenz für die Real Ghostbusters Toys, die (meiner Meinung nach verdientermaßen) wie Blei in den Regalen lagen...naja, also zu Turtles Hochzeiten war Motu zumindest schon längst Geschichte, ehr NA mußte sich damit rumschlagen. Zu dem Untergang beigetragen dürften die Ninja Schildkröten höchstens in den USA, da die schon wesentlich früher auf dem Markt waren...Metallica haben in ihrem Master of puppets Album die Ninja Turtles gegrüßt, was auch immer das sollte^^..naja, und das war ´86!! ´87 war ja das totale finanzielle Fiasko in Bezug auf Motu.

Offline Sir Boromir

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #99 am: 21.02.2010, 00:26:04 »
ich hatte damals das interesse verloren, als die horde eingeführt wurde. ich fand es bescheuert noch einen bösen oberschurken vor der nase zu haben. es kamen nur noch langweilige figuren auf den markt und es wurde so langsam unübersichtlich. daher kenne ich die figuren der letzten waves auch nicht.

Offline SIX-PACK

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #100 am: 21.02.2010, 00:48:12 »
Also ich kann jeden verstehn, der der Meinung ist MotU hätte es zum Schluß an Tiefe gefehlt oder beseren Stories, oder das es mit Hordak und King Hiss verwirrend wurde... Aber mal ernsthaft: So denken wir heut. Wer von euch hat sich als Kind das selbe gedacht ????
Wenn ich mich richtig erinnere gabs bei mir damals einfach nur Böse und Gute. Hurrikan Hordak hatte bei mir nen Laserarm.. Skeletor trug den Umhang von Scareglow ... und los gings. Als Kind - und somit als einem Mitglied der Hauptzielgruppe - waren mir dir Gruppierungen und Hintergründe ziemlich egal.
Ich denke da MotU einfach die ersten Actionfiguren waren mit soviel Zubehör und Features wollte sie anfangs einfach jeder haben .. und mit dem lauf der zeit bildeten sich dann eben "splittergruppen" die zu den bunteren turtles, oder anderen Serien abgewandert sind.


Übrigens Hintergründe... weiß irgendwer ob Teil 2 und 3 von "the legend begins" dem letzten Mini-Comic (mit der einführung der power of grayskull toyline) irgendwo erschienen sind?? Die müssen ja schon fertig gezeichnet gewesen sein .. vll schlummern die immer noch bei Mattel in einer Schublade ... 

Offline Sir Boromir

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #101 am: 21.02.2010, 01:25:47 »
Also ich kann jeden verstehn, der der Meinung ist MotU hätte es zum Schluß an Tiefe gefehlt oder beseren Stories, oder das es mit Hordak und King Hiss verwirrend wurde... Aber mal ernsthaft: So denken wir heut. Wer von euch hat sich als Kind das selbe gedacht ????

ich habe so als kind gedacht. auch die ganzen varianten von he-man und skeletor fand ich richtig scheiße und das ist heute auch noch so.

Offline IHaveThePower

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #102 am: 21.02.2010, 15:59:33 »
ich habe so als kind gedacht.
^ich nicht. ich hab nur gedacht: ui, toll, Schlangenmenschen, haben will :lol:

aber wir haben hier mitunter auch User, die sich mit 8 Jahren schon mit Politik befasst haben, also von daher...

Offline sandtrooper-5

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #103 am: 21.02.2010, 20:35:54 »
ich habe als kind mit sehnsucht auf den realfilm gewartet und war dermaßen enttäuscht, das motu für mich nicht mehr interessant war. die charaktere der filme sahen nicht so aus wie die spielzeugfiguren und das fand ich damals grausam. in meiner vorstellung sah das alles anders aus, als es mir im film gezeigt wurde.
die anschließenden figuren taten ihren rest dazu, gwildor, blade und wie sie alle heißen.
ich meine der film hat zum ende der toyline beigteragen (ist auch nur meine persönliche meinung).

Offline Sanuk

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Re: Warum ist die Toyline damals untergegangen?
« Antwort #104 am: 21.02.2010, 22:40:44 »
Ich denke für uns Europäer, ist der Niedergang der Masters schwieriger nachzuvollziehen, weil die komplette Entwicklung zeitverzögert bei uns angekommen ist. Die Zusammenhänge sind/waren deshalb für uns weit undurchsichtiger. Viele Dinge habe ich auch erst jetzt als Erwachsener erfahren, die mir als Kind schleierhaft waren.

Ich wusste z.B. bis vor Kurzem nicht, dass die MotU Zeichentrickserie bereits 1984/85 eingestellt wurde. Warum war das so? Damals hatten die Masters doch Hochkonjunktur! Bisher dachte ich immer, dass He-Man und She-Ra paralell produziert wurden, was aber nicht der Fall war. Das erklärt natürlich schon eines der Hauptprobleme für den damaligen Abstieg, nämlich, dass viele neue Figuren überhaupt nicht im Cartoon vorkamen. Lediglich ein paar Figuren kamen noch bei She-Ra vor, aber ein Großteil der neueren Charaktere wurde nie in einem Cartoon gefeatured. Allein die Idee, mit She-Ra Mädchen als Zielgruppe anzusprechen, war doch völlig Banane und die Toyline der weiblichen Figuren im Barbie-Stil, war für die Tonne. Somit konnten wir Jungs zwar die Figuren der Horde sammeln, hatten aber nie irgendwelche Figuren von der guten Seite. Ein echter Fauxpas!

Als Kind habe ich mir viele Fragen nicht gestellt, die sich mir heute aufdrängen, aber was mich damals schon gestört hat, das war das Fehlen vieler Figuren im Cartoon. Das Problem ist doch, dass MotU ausschließlich eine Toyline war, die über die Zeichentrickserie funktionierte, doch gerade diese Serie, hat sich nur auf eine Handvoll Charaktere konzentriert und den Großteil einfach ausgelassen. Stattdessen wurden zahlreiche Figuren eingeführt (bescheuerte Zwerge usw.), die keinerlei Bezug zur Toyline hatten. Lediglich in den deutschen Hörspielen, kamen viele dieser Figuren vor, aber die Hörspiele waren ein rein deutsches Phänomen und hatten auf die weltweite Vermarktung der Masters so gut wie keinen Einfluss. Es bleibt die große Frage, warum das so gelaufen ist und weshalb man die Serie bereits 1984 abgedreht hat, wo doch soviel Potential brach lag. War es die reine Gier seitens Mattel, mit She-Ra noch die Zielgruppe der Mädchen abzugreifen, die zum Exitus des Cartoons geführt hat?

Einen weiterer Sargnagel (und vermutlich den größten), sehe ich im Realfilm. Ich kann mich noch lebhaft an die Enttäuschung erinnern, die ich als Kind empfunden habe, als ich im Kino saß. Es war ein absolut niederschmetterndes Erlebnis! Zwar war Dolph ein verdammt guter He-Man, aber damit hat es sich dann auch schon mit den Pluspunkten des Films. Kein Eternia, kaum Fantasy, nur wenige MotU-Charaktere, dafür aber neu eingeführte, die bei mir auf absolute Antipathie gestoßen sind und Skeletor sah echt kacke aus! Für mich war der Film eine Vollkatastrophe! Hätte es zu MotU damals eine Trilogie gegeben, von der Güteklasse der Turtles-Filme, gefolgt von einer weiteren Serie, DANN hätte MotU eine völlig andere Ausgangsposition gehabt. So wie es gelaufen ist, haben sich Fehlentscheidungen an Fehlentscheidungen gereiht. Die letzte dürfte wohl die NA-Serie gewesen sein, die mich noch weniger an MotU erinnert hat, als der grottige Realfilm. Es war bitter, aber ich war ein treuer MotU-Fan, der auch diesen Weg noch mitgegangen ist, obwohl mir klar war, dass es sich hier um die letzten Atemzüge handelte. Einige Figuren haben mir sogar gefallen, wie z.B. Flush Head und Optikk, aber der Cartoon hatte absolut nichts mit MotU zu tun und ich mochte ihn nie. Mit dieser Einstellung war ich, aus offensichtlichen Gründen (nur für Mattel anscheinend nicht offensichtlich...) wohl nicht alleine und es musste zwangsläufig zum Ende führen.

Das hier vielfach angeführte Argument der Konkurrenz, halte ich für Quark. Die Turtles kamen erst viel später und füllten nur die Lücke, die MotU hinterlassen hatte. Die Turtles haben MotU nicht verdrängt, sie sind in dessen Fußstapfen getreten, nachdem Mattel diese Serie selbst zu Grunde gerichtet hatte. Serien wie Mask, waren keine ernstzunehmende Konkurrenz. Ich kann mich noch gut erinnern, dass in den 80ern jeder Junge kistenweise Masters hatte. Bestenfalls flogen irgendwo das rote und das schwarze Auto von Mask in der Ecke rum, aber das war's dann auch. Zudem taugte der Cartoon nix. Nene, Mattel hat das selbst verschuldet und mit schlechtem Marketing die goldene Kuh geschlachtet. Das ist schon ne Leistung! Es ist auch fraglich, ob es MotU je soweit geschafft hätte, wenn Filmation der Serie nicht Leben eingehaucht hätte. Mattel war davon eher der Nutznießer.

Die Qualität und Zahl der Figuren, war meines Erachtens nach, auch nicht ausschlaggebend. Figuren wie Stonedar und Extendar fand ich z.B. cool. Ich war als Kind oft mit meinen Eltern in Italien im Urlaub und besaß deshalb auch die Orbs und Figuren wie Mosquitor, die hier nicht erhältlich waren und ich habe sie alle geliebt. Klar sehe ich gerade die Orbs als Erwachsener mittlerweile mit anderen Augen, aber hey, wir waren damals Kinder und die verwandelbaren Eier hatten zu dieser Zeit tatsächlich ihren Reiz. Ich halte es deshalb für äußerst unwahrscheinlich, dass Veröffentlichungen wie die Orbs für den Untergang von MotU verantwortlich sein sollen.

Als die 200x-Serie erschien, war ich Feuer und Flamme. Der Cartoon war spitze und hatte endlich Fehler der Vergangenheit korrigiert. Die ersten Folgen waren animationstechnisch nicht ganz so gelungen (der Grauschleier bei Schatten war übel...) und sahen stark nach Computer aus, was wohl wieder viele alte Fans abgeschreckt hat, aber die Stories, die Hintergrundgeschichten und die Integration bisher vernachlässigter Charaktere, liesen mein Fan-Herz höher schlagen. Ich hab vor lauter Nostalgie sogar die Toyline dazu gekauft, obwohl mir die nur bedingt gefiel. Die He-Man Figur sah echt daneben aus und die Figuren waren alle viel zu dünn und zu zerbrechlich. Für Kinderzimmer sicherlich ungeeignet und für die Vitrine eigentlich nicht hübsch genug. Einen weitereren wichtigen Grund, weshalb das alte Konzept die heutige Generation nicht anspricht, hat Hojo äußerst treffend geschildert, deshalb will ich das nochmal zitieren:

Zitat
Durch meinen Laden hier komme ich ja mit allerlei Altersklassen in Kontakt.
...und es ist schon was dran ... alle die Anfang der 80iger oder kurz davor geboren sind können viel mehr mit Actionfiguren anfangen als alles danach.
Damit möchte ich aber nicht sagen das die aktuelle Generation kein Interesse an sowas hat... die aktuelle Generation geht nur anders an die Sache ran.
Oft beobachtet ... Actionfiguren werden eher gekauft und geschätzt wenn sie keine Actionfeatures haben ... also wenns eher in Richtung Statuen geht.
Die 200xer Stactions hier werden von fast jedem erkannt und gut aufgenommen... die Classics werden von den meisten belächelt...
Grund dafür ist das die Classics halt beweglich sind... Zubehör haben usw. ..also halt richtige Actionfiguren sind... aber das ist für viele wieder Kinderkram..weils Spielzeug ist.
Sie kaufen lieber Statuen und Co. weil ... keine Actionfigur im eigentlichen Sinne...weil ja unbeweglich und fertig... daher kein Spielzeug und daher kein Kinderkram.

So ist das z.b. auch bei Halo ... ne Actionfigur voller Zubehör und Gelenke wird nicht beachtet...die Statue daneben schon ...
Im Grunde sind die aktuellen Generationen genau so wild auf das Zeugs wie wir damals... nur ist halt dieses ewige "Spielzeug ist was für Kinder" Gelaber viel extremer als damals.

Aber das ist bei fast allem so... ich muss mich hier teilweise mit Kindern rumschlagen ...in deren Alter habe ich im Garten mit Skeletor und Co. gespielt... und heute stehen sie vor meinem Laden und machen sich über alles und jeden lustig.

Zu den genannten Problemen, kamen dann noch die Überproduktion, lausige Vehikel und zuviele unnötige Repaints hinzu. Ein Realfilm blieb weiter aus. Es kam so, wie es kommen musste. Manche Probleme sind auch einfach hausgemacht. Die MotUC, hätten es mit dem richtigen Marketing weiter bringen können, als die 200xer wobei da wieder das von Hojo erwähnte Generationenproblem besteht.

Das Einzige, was die Masters jetzt nochmal aus der Versenkung holen könnte, das wäre der sagenumwobenen Realfilm, sofern dieser jemals realisiert wird und qualitativ ist. Wenn der Film nicht kommt, bleibt MotU ein Nischenprodukt für alternde Fans wie uns und ich würde nicht darauf wetten wollen, dass der Film tatsächlich noch kommt. Momentan glaube ich nicht daran.


Ich kaufe übrigens alle MotUC und schenke sie meinem dreijährigen Sohn. Sammler würden Panikattacken bekommen, wenn sie sehen könnten, wie die Figuren hier durch die Gegend fliegen, aber meinen Sohn damit spielen zu sehen, das macht mich weitaus glücklicher, als wenn die Dinger in der Vitrine stehen würden. Er ist von MotU auch total begeistert und ich erkenne in seinen Augen die gleiche Faszination, die ich selbst damals verspürte. Gerade während ich diese Zeilen schreibe, spielt er wieder mit seinen Masters. Seine Begeisterung sagt mir, dass das Konzept prinzipiell noch funktionieren würde, aber es ist der Zeitgeist, der die Kids davon abhält, mit sowas noch zu spielen. Spätestens wenn die anderen Kinder meinem Sohn verklickern werden, dass Action-Figuren uncool sind, wird es wohl vorbei sein. Es ist halt eine andere Generation und manchmal gibt mir das auch schwer zu denken, aber das ist ein anderes Thema.
« Letzte Änderung: 22.02.2010, 00:40:38 von Sanuk »