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  • 19.08.2018, 14:34:27

Autor Thema: FanFic: Guardians of Eternia III  (Gelesen 1797 mal)

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Offline Guardian

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FanFic: Guardians of Eternia III
« am: 06.10.2004, 18:27:33 »
So!
Undf weil´s so viel Spaß macht, gleich noch ein zweites hinterher.

In diesem Fanfic unseres Rollenspiels "Guardians of Eternia" haben wir sowohl einen Heroic-, als auch einen Evil-Charakter eingeführt.

Viel Spaß!

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Duncan, der Waffenmeister von Eternia, stand in seiner Werkstatt und arbeitete an einer seltsam aussehenden Apparatur. Hinter ihm schwebte Orco, der Trollaner.
„Was ist das, was du da baust, Man-at-Arms? Eine neue Waffe gegen die Krieger des Bösen?“
„Richtig Orco..... eine neue Waffe.“, der Waffenmeister kniff die Augen zusammen und schraubte an dem Apparat herum.
„Was ist es denn?“, Orco lugte ihm über die Schulter.
„Das ist eine Dezibel-Bombe, Orco. Und es wäre schön, wenn du mich....“
„Was passiert, wenn man hier drauf drückt?“, eine blaue Hand griff an Man-at-Arm´s Gesicht vorbei und deutete auf einen grünen Knopf.
„Orco! Wenn du diesen Knopf drückst, gibt es eine Katastrophe! Also lass mich doch jetzt bitte kurz in Ruhe, ja?“, Duncan setzte einen großen Kopfhörer auf, der mit der Bombe verbunden war und begann an einigen kleinen Rädchen zu drehen.

Gelangweilt schwebte Orco in der Werkstatt auf und ab.
„Dezibel-Bombe? Pffff.....hört sich langweilig an....“
Der Trollaner schaute sich einige, wesentlich interessanter aussehende Maschinen an, bis er schließlich auf einen großen Kanister stieß, aus dem ein langes, biegsames Rohr hing.
„Was mag das denn wohl sein? Sieht aus wie ein Staubsauger...“, Orco tastete das Gerät ab und stieß auf einen kleinen gelben Hebel. „Mal sehen....“, flüsterte der Zauberer und legte ihn um.
Mit einem lauten Zischen wirbelte das Rohr herum, traf Orco, so dass dieser vor die Wand geschleudert wurde.
Ein dicker Wasserstrahl fuhr heraus und traf Man-at-Arms im Rücken. Der Waffenmeister stürzte vorne über auf die Maschine.

„Ohoh....“, Orco versuchte noch aus dem Fenster zu fliegen, da hatte ihn Duncans Hand schon am Kragen gepackt: „Verdammt noch mal, du mieser kleiner......“, Man-at-Arms atmete ein paar Mal kräftig ein und aus.
„Hau endlich ab!“, mit einem kräftigen Ruck warf er Orco aus dem Fenster nach draußen und schloß es hinter ihm.

Enttäuscht, aber auch zugleich erleichtert glitt Orco an Man-at-Arms Laborturm herunter und schwebte über den Hof.
Es war ein schöner, warmer Sommerabend und der Trollaner war guter Dinge, dass es, trotz der kleinen Auseinandersetzung mit dem Waffenmeister, doch noch ein vergnüglicher werden könnte.

Auf der Mauer am Nordtor von Eternis sah er He-Man, Teela und Rio Blast stehen. Sie blickten in die Ferne, in Richtung der untergehenden Sonne.

„Was macht ihr da? Beobachtet ihr Vögel?“, rief der Trollaner ihnen zu, während er zu ihnen flog.
Alle drei hatten elektronische Ferngläser vor den Augen und schauten angestrengt an den Horizont.

„Schön wär´s....“, knurrte Rio Blast und reichte Orco das Fernglas, „Hier, guck mal.“
„Au weia! Ihr werdet euch noch eure Augen kaputt machen. Das ist ja vielleicht hell!“, Orco wendete sich ab.
„Ihr könnt doch nicht genau in die Sonne sehen!“
„Richtig, können wir nicht.“, Teela setzte das Fernglas ab, ihre Augen tränten. Auch He-Man wischte sich durch sein Gesicht.
„Deshalb haben wir Mekaneck gerufen. Unsere Ferngläser haben nicht genug Filterkraft, um direkt in die Sonne zu blicken. Aber seine Augen....“
He-Mans Worte wurden von Knattern des Road Rippers unterbrochen, als Mekaneck das Palasttor durchfuhr.

„Ich wurde gerufen?“, der Kundschafter der Masters fuhr seinen Hals auf die Zinnen und blickte die Freunde an.
„Ja, Mekaneck. Wir brauchen deine Hilfe. Unsere Sensoren haben eine Unregelmäßigkeit vor der Sonne ausgemacht. Es wirkt wie ein Sonnenfleck, aber mit unseren herkömmlichen Ferngläsern können wir nichts erkennen. Könntest du...?“
Teela deutete auf die untergehende Sonne.
Mekaneck blickte nach Norden. Ein leises Surren war zu hören, als er die Sonne heranzoomte und gleichzeitig den Lichtfilter seiner Augen erhöhte.
„Das ist kein Sonnenfleck...“, wieder war ein Surren zuhören.
„Kein Sonnenfleck? Aber was kann es dann sein? Es muss wärmer sein, als die Sonne selbst...“, He-Man blickte Mekaneck erstaunt an.
„Das ist... es bewegt sich... es kommt auf uns zu und zwar schnell!“, Mekaneck´s Stimme wurde lauter.
„Was soll der Scheiß? Was ist denn da los?“, Rio Blast nestelte schon ein seinem Halfter.
„Das ist ein Vogel! Und er kommt hierher!“, Mekaneck blickte die anderen an.
„Greift er uns an?“, Teela blickte hektisch zu den Wachen auf dem Turm.
„Er nähert sich mit etwa 300 Stundenkilometern! Das ist ein Angriff!“, kaum hatte Mekaneck ausgeredet, ertönten die Alarmsirenen. Teela war bereits auf dem Weg in den Hof.

„Mekaneck! Wie kann das ein Vogel sein? Oder überhaupt etwas lebendes? Laut den Sensoren müßte seine Körpertemperatur etwa das Doppelte der Sonne betragen....“, He-Man sprang in den Innenhof.
„Das ist kein Vogel....“, Buzz-Off war überraschend hinter den Freunden aufgetaucht. Der Alarm hatte ihn alarmiert.
„Wenn es wirklich das ist, was ich denke, dann haben wir es hier mit einem Lebewesen zu tun, was schon lange nicht mehr hier verweilen dürfte....“
„Buzz-Off! Das ist nicht die Zeit für Andeutungen! Was ist das?“, hektisch schwirrte Orco um den Adreeniden herum.
„Das ist der Feurige Eisvogel. Ein Wesen aus der Zeit als Eternia noch jung war, er ist mehr eine Waffe, als ein Lebewesen und wurde von den 7 Göttern am Ende der Goldenen Kriege in das ewige Eis eingekerkert, auf dass er Eternia nie wieder heimsuche.... irgend jemand muss ihn befreit haben.....“
„Skeletor..... nur er könnte den Wahnsinn besitzen und solch ein Wesen freilassen!“, He-Man packte das Zauberschwert und blickte zum Himmel. In der Ferne war ein Vogelschrei zu hören.

„Wo ist Man-at-Arms? Wo ist der Waffenmeister?“, Mekaneck blickte sich um. Alle Masters bezogen Stellung auf den Zinnen, nur Duncan war nirgends zu sehen.

Mekanecks Suche wurde jäh beendet, als Rio Blast und Roboto auf den Zinnen das Feuer eröffneten. Dutzende leerer Patronenhülsen fielen klirrend auf den Hof.
Auf den Türmen begannen die Laserkanonen zu feuern.
Mekaneck fuhr seinen Hals abermals zu den Zinnen. Das Wesen war nur noch etwa 3 Meilen entfernt. Noch immer flog es gegen das Sonnenlicht, so dass man es nur als grellen Fleck erkennen konnte.
Doch Mekaneck sah mehr: Das Wesen glich tatsächlich einem Vogel. Einem großen Kranich....
Seine Flügelspannweite betrug mit Sicherheit 30 Meter, sein ganzer Leib war von weißglühendem Feuer umgeben, Funken sprühten aus seinen Krallen und seinen Augen, grelles Wabern drang aus seinem geöffneten Schnabel.
„Bei allen Göttern Eternias! Was für ein Untier!“, Mekaneck kniff die Augen zusammen.
Die Kugeln erreichten den Angreifer noch nicht einmal; sie verglühten wie kleine Sternschnuppen einige Meter vor seinem brennenden Federkleid. Und auch die Laser prallten scheinbar wirkungslos ab.

„Vorsicht!“, Fisto warf sich von den Zinnen in den Burghof.
Da hörte Orco Teelas Stimme: „O Gott! Man-at-Arms! Er ist noch im Turm!“

„Die Dezibel-Bombe! Er hört den Alarm nicht!“ Orco flog, so schnell er konnte zum Turm, als ihm plötzlich unsagbar heiß wurde. Mit einem Ruck drehte er sich und sah diese riesige Gestalt auf sich zu kommen... ein fliegendes Inferno, das Kurs auf den Turm hielt..... es war mehr als ein Vogel, mehr als ein Lebewesen, mehr als ein Waffe... dieses Wesen strömte eine urtümliche Kraft aus, die den kleinen Trollaner erstarren ließ.
An seinem geistigen Auge sah er große Schlachten in grauer Vorzeit vorüber ziehen. Er sah die leibhaftigen Götter und ihre elementaren Diener. Moss-Man war darunter. Und dieses Wesen hatte gegen sie gekämpft... dieses Wesen war ein Teil des Gottes, der sich damals erhoben hatte um gegen die anderen zu Felde zu ziehen.
Zerstörung.... das war die einzige Bestimmung dieses Wesens.
Orco spürte, wie sein Geist zerfloss, als dieses Wesen immer näher kam. Er verharrte und schloß die Augen.
Seine Gedanken drifteten zu den Sternen und darüber hinaus.... er wollte eins sein mit diesem Wesen... er spürte schon, wie seine Kleider zu glimmen begannen....
„ORCO!“, die Stimme raste heran, durchschlug seine Gedanken und holte ihn ins jetzt zurück.
Er wurde von einer unsichtbaren Faust gepackt und herumgewirbelt, neben ihm glitt der Feurige Eisvogel vorbei.
Er hatte ihn verfehlt.....

Gleichzeitig auf dem Hof:
Während dies geschah, standen die Masters of the Universe verzweifelt auf dem Burghof. Sie konnten dieses Monster nicht aufhalten. Sämtliche Waffen, die sie gegen ihn einsetzten, zeigten keine Wirkung.
Und es hielt geradewegs Kurs auf Orco und den Turm von Man-at-Arms...
Orco schien wie paralysiert. Er bewegte sich keinen Meter, als der Eisvogel mit hoher Geschwindigkeit auf ihn zugeflogen kam.
In letzter Sekunde schoß Sy-Clone einen starken Wind in seine Richtung, die den Trollaner einige Meter weit fortschleuderte, bevor der Eisvogel ihn hatte treffen und somit töten können.

Dann geschah es.....

Was sie dort sahen, ließ die Masters erstarren.
Der Eisvogel rammte den Turm, in dem sich Man-at-Arms befand.
Wie ein Komet stieß das feurige Wesen hinein, einen Schweif aus Rauch und Flammen hinter sich herziehend.
Krachend sprengte es das Gestein fort, rotglühende Felsbrocken schossen durch die Lüfte.

Gleichzeitig im Turm:

Man-at-Arms hatte die richtige Einstellung für die Dezibel-Bombe fast erreicht. Es war eine Gradwanderung zwischen den Tönen und der Lautstärke dieser. Laut genug sollte sie sein, um ein Erdbeben zu erzeugen, doch Duncan musste behutsam vorgehen. Eine kleine Bewegung zuviel, hätte die Apparatur überlastet und die Arbeit mehrerer Wochen somit zerstört..

Dann wurde er von den Beinen geholt. Er wußte nicht, was zuerst da war: Die sengende Hitze, das Schrillen der Alarmglocken, als ihm die Kopfhörer herabfielen, oder der Schmerz, als er mit der Schulter auf die Tischkante schlug. Benommen blieb er einige Lidschläge liegen, krachend löste sich ein brennender Balken von der Decke und schlug kurz neben seinem Kopf auf.
Man-at-Arms drehte sich herum und sprang auf. Von der Decke herab regneten Geröll und weitere Balken. Duncan eilte zum Fenster. Ein Sprung aus dem 5. Stock würde zwar schmerzhaft werden, aber ihm eine bessere Überlebenschance sichern, als der brennende Turm.

Er machte sich zum Sprung bereit, als ihn etwas in den Rücken traf. Er schrie vor Schmerz auf und ging in die Knie. Er tastete nach seinem Rücken und fühlte Blut. Ein scharfkantiger Stein hatte ihm, einem glühenden Geschoß gleich, den Rücken aufgeschlitzt. Keuchend versuchte Duncan wieder aufzustehen.

Gleichzeitig auf dem Hof:
Der Turm stand in hellen Flammen, Rauch und Asche wehten durch die flimmernde Luft, während der Eisvogel wieder am Horizont verschwand.
Von allen Seiten her rückte die Feuerwehr Eternias an, lange Schläuche wurden entrollt und Kommandos gebrüllt.
„He-Man! Mein Vater ist noch dort oben! Wir müssen ihm helfen!“, Tränen liefen über Teelas Wangen, als sie He-Man anblickte.
Dieser sah sich um.
Stratos, Buzz-Off und Sy-Clone flogen um den Turm herum, um eine Chance zu finden, in ihn hinein zu kommen. Doch dieses kosmische Feuer brannte so heiß, dass sie sich soweit davon entfernt halten mussten, dass es schon fast sinnlos war, zu suchen.
Neben He-Man standen Fisto, Mekaneck, Ram-Man und Man-E-Faces. In ihren Gesichtern lag die gleiche Hilflosigkeit. Sie waren die Masters of the Universe. Allesamt mächtige Krieger, doch wie sollten sie gegen dieses Feuer bestehen, was heißer brannte als die Hölle?
„Hey, He-Man! Wir könnten den alten Blechkübel da rein schicken!“, Rio Blast deutet auf Roboto, der stumm auf den Turm sah.
„Überlebenswahrscheinlichkeit im Inneren 24,98 Prozent. Stetig sinkend.“, erklang die blecherne Stimme des Roboters.
„Nein Rio, sieh doch: Die Flammen schmelzen selbst die Apparate im Inneren,“ He-Man deutet auf eine halb zerschmolzene Maschine, die beim Aufprall herausgeschleudert worden war, „nicht mal Roboto würde es bis zu Duncan schaffen.“

Im Turm:
Man-at-Arms versuchte sich hochzurappeln. Gurgelnd spuckte er eine große Blutlache aus und fiel zurück auf den Boden. Der Rauch zog brennend in seine Lungen und ließ seine Augen tränen.
Das ganze Labor war ein brennendes Inferno aus Feuer, Rauch und halbzerstörten Maschinen.
Er musste hier raus.... aber wie? Hustend fiel sein Kopf auf den heißen Boden.
„Wach bleiben...“, sagte er leise zu sich selber. Doch der Dampf benebelte seine Sinne...

Auf dem Hof:
„Orco! Hast du es schon mit einem Zauber versucht?“, Ram-Man blickte hinunter auf den Trollaner, der noch immer ein wenig benommen war.
„Ja natürlich. Drei mal schon. Ich habe alles versucht. Diese Flammen widersetzen sich meiner Zauberkraft....“ gab Orco kleinlaut zu.
„Gräme dich nicht, mein Freund! Schon andere Magier sind an diesem Feuer gescheitert.“, die Masters blickten sich um, als Moss-Man hinter ihnen in einer geschmeidigen Bewegung aus dem Erdboden wuchs.
„Moss-Man! Ich habe dich gesehen! In meinem Traum! Du hast schon gegen dieses Wesen gekämpft?“, wandte sich Orco an den Herrn der Wälder.
„Oh ja, Orco! In den Goldenen Kriegen zogen die 7 Götter und ihre treuesten Diener gegen den Ausgestoßenen und seinen Sohn, den Feuervogel. Ich war einer dieser Diener....“
„Dann weißt du, wie man ihm beikommt?“, Teela klammerte sich an Moss-Mans Fell.
Doch dieser schwieg...
Und dieses Schweigen weckte eine dumpfe Panik in den Herzen der Masters.
„Eine meine Schwestern, Aquaria, opferte ihr Leben in den Goldenen Kriegen, um es meiner Schwester Frosta zu ermöglichen, diese Kreatur zumindest zu verbannen. Man kann sie nicht töten und ihr Feuer nicht löschen...“
„Was....?“, Teela war bleich, als sie rückwärts von Moss-Man zurückwich.

Im Turm:
Mühsam versuchte sich Duncan auf dem Bauch vorwärts zu ziehen. Doch es half nichts. Ein großer, brennender Balken versperrte ihm den Weg. Schweiß und Tränen liefen über sein Gesicht. Er konnte kaum mehr etwas erkennen.
Seine Bewegungen wurden langsamer...

Auf dem Hof:
„Wir... wir können nichts tun.“, der Hauptmann der Feuerwehr trat vor König Randor, der inzwischen eingetroffen war.
„Das Wasser erreicht noch nicht mal den Turm. Es verdampft vorher. Ich... ich weiß nicht, was wir noch tun sollen.“
Randor blickte zu He-Man, der seinen Blick mit einem Kopfschütteln beantwortete.

Gleichzeitig in Snake Mountain:
Skeletor blickte in die Kristallkugel vor ihm, die den brennenden Turm und die aufgebrachten Masters zeigte.
Der Herr des Bösen lachte schallend über seinen großen Erfolg.

In einer Nische seines Thronsaals standen Evil-Lyn und Tri-Klops, der Mann mit dem Radarauge.
„Ich habe Angst vor dem, was er da getan hat. Wenn selbst du ihm davon abgeraten hast, diesen Vogel aus dem ewigen Eis zu befreien...“
„Ja, in der Tat. Ich glaube kaum, dass er weiß, was er da getan hat.“ Evil-Lyns Gesicht war eine kalte Maske, als sie zu Skeletors Thron blickte.
„Er hat ja keine Ahnung, was er da entfesselt hat. Der Eisvogel lässt sich nicht unterjochen oder befehligen. Er steht so lange auf unserer Seite, wie er es will. Selbst Hordak hat es nicht gewagt, ihn aus seinem Gefängnis im hohen Norden zu befreien. Selbst der Führer der wilden Horde hat nur einmal einen kleinen Funken des Eisvogels erhaschen können und damit das ewige Feuer unter der Fright-Zone entfacht.“
„Wenn das mal gut geht.....“, Tri-Klops blickte ängstlich zu Skeletor.

Im Hof von Eternis:

Die Masters waren still. Jedem von ihnen schossen dutzende Pläne durch den Kopf, die sie jedoch alle gleich wieder verwerfen mussten.
Teela lag weinend in Fistos Armen, währen Stratos immer noch um den Turm kreiste.
Die anderen standen oder saßen und blickten auf den Turm, der einer großen Fackel glich.

Nur Roboto hörte das Gespräch, das neben ihm zwischen dem Hauptmann der Feuerwehr und einem seiner Männer geführt wurde:
„Wir müssen in den Turm! Uns bleibt keine andere Wahl!“
„Wer immer in dieses Inferno geht, stirbt, Lucaios!“
„Aber es ist ein Master dort oben!“
„Verstehe doch! Egal, wen oder wieviele ich dort hineinschicke, niemand wird den 5. Stock erreichen. Das Feuer ist heißer, als alles, gegen was wir bisher gekämpft haben!“
„Aber...wir... die Masters beschützen uns vor den Horden des Bösen. Sie riskieren so oft ihr Leben für uns. Sind wir es ihnen nicht schuldig?“
Mit diesen Worten drehte sich der junge Feuerwehrmann um und stürmte in Richtung des Turmes.
„Lucaios! Halt!“, doch Lucaios hörte es nicht mehr.

Er rannte an den Masters vorbei, auf die Tür zu, aus der orangene Flammen schlugen.
Man-E-Faces stellte sich ihm in den Weg: „Warte, Junge! Das ist Selbstmord!“
Doch Lucaios rempelte den Giganten mit den drei Gesichtern zur Seite und sprang mit einem lauten Aufschrei in das Feuer.
„Die Götter mögen bei ihm sein.“, murmelte Moss-Man
Im Inneren des Turmes:
Lucaios spürte, wie die Flammen an seiner Kleidung leckten. Hier rund da bildeten sich erste Glutstellen, die seinen Schutzanzug fraßen.
Er taumelte weiter die Treppen herauf, stützte sich, von den Dämpfen benommen, an der Wand ab und zog die Hand sofort wieder schreiend zurück. Das glühende Gestein hatte ihm die gesamte Handinnenfläche verbrannt.
Aus den Augenwinkeln sah er, dass hier und da sogar weiße Flammen brannten.
Er lief weiter. Diese Hitze! Schweiß lief ihm in die Augen.
Er bemerkte einen stechenden Schmerz auf seinem Kopf, als seine Haare Feuer fingen.
Doch während er lief, begann der Schmerz langsam nachzulassen. Wie in einem Traum bewegte er sich vorwärts. Die Dämpfe gelangte tief in seine Lunge. Er wußte nicht, was er eigentlich hier wollte. Er würde diesen Turm nie wieder lebendig verlassen können.
Man-E-Faces hatte recht gehabt: Es war Selbstmord, was er hier tat.

Im Duncans Labor:
Stumm lag Man-at-Arms da. Der Schmerz in seinem Rücken und die giftigen Rauchschwaden machten jede Bewegung unmöglich. Vor seinem geistigen Auge zogen Szenen aus vergangenen Tagen dahin...
Dann plötzlich! Eine schnelle Bewegung! Irgend etwas griff nach ihm. Er schrie laut auf, als der Schmerz, vom Rücken her kommend, in sein Hirn fuhr.
Irgendein Mann schleppte und zog ihn in Richtung des Fensters. Er trug die Reste eines Ganzkörper-Anzuges. Seine Haut war an vielen Stellen verbrannt....

Dann wurde er gehoben. Er fühlte plötzlich keinen Boden mehr. Dann stürzte er. Gierig sogen seine Lungen die frische Luft ein. Dann landete er weich. Doch er sah nicht mehr, wie der brennende Balken, der von der Decke stürzte, seinen Retter unter sich begrub....

Auf dem Hof:

„Er hat ihn aus dem Fenster geworfen!“, Fisto schaute staunend zu, als Moss-Man blitzschnell ein weiches Moos-Polster formte, auf dem Man-at-Arms landete.
Sofort begann sich das nasse Moos über Duncans Körper zu legen, um ihn zu kühlen. Kleine Ranken bohrten sich in seine Haut und begannen sie zu heilen.
„Er lebt!“, He-Man seufzte erleichtert.
„Doch er ist auch der einzige.“, Sy-Clone blickte zu dem Turm hinüber, von dem sie sich entfernten.
Dann brach dieser donnernd in sich zusammen.

Wenig später:
„Schwaches Lebenszeichen.“, Roboto deutet auf eine Stelle in den Trümmern und He-Man hob den großen Stein an.
„Oh ihr Götter!“, Teela wandte sich mit geschlossenen Augen ab.
Unter den Steinen war Lucaios begraben. Oder eher das, was von ihm übrig geblieben war. Hätte Roboto nicht schwache Lebenszeichen bemerkt, so hätte wohl niemand geglaubt, dass er noch leben könnte.
Seine Haut war eine einzige schwarz-rote Wunde, unter der verbrannten Haut auf dem Kopf schimmerte der Schädel hindurch. Seine Augen waren seltsam weiß, eine eitrige Flüssigkeit trat aus ihnen hervor, seine Ohren waren bis auf den Gehörgang herunter verbrannt....

Auf der Krankenstation von Eternis, wenige Tage später:
Man-at-Arms konnte wieder gehen. Auf Krücken gestützt zwar, aber immerhin war es abzusehen, dass er wieder genesen würde.
„Wie geht es dem jungen Mann, der mich gerettet hat?“, fragte er He-Man, der vor einem verschlossenen Raum saß.
„Er ist dort drin. Die Maschinen halten ihn am Leben. Seine Haut ist komplett verbrannt. Seine Augen und Ohren irreparabel zerstört. Und seine Lunge hat solchen Schaden genommen, dass er wohl nie wieder alleine atmen kann. Die Ärzte geben ihm noch höchstens eine Woche...“
Duncan blickte zu Boden: „So ein junges Leben, um einen alten Mann wie mich zu retten....“

Auf der Krankenstation von Eternis, einige Stunden später:
„Was reden die beiden da?“, Teela blickte zum Ende des Korridors, wo Man-at-Arms und ein Arzt standen und sich gestenreich unterhielten.
„Man-at-Arms sagte, er sähe noch eine Chance, den jungen Mann zu retten. Immerhin hat er ihm sein Leben zu verdanken.“, Fisto legte seine mächtige Hand auf Teelas Schulter.

Dann nickte Man-at-Arms zustimmend. Er sprach etwas in seinen Com-Link und wenig später trafen Roboto und Mekaneck auf der Krankenstation ein. Beide trugen große, verschlossene Kisten.
„Alle Götter! Was hat er vor?“, doch Teela bekam keine Antwort.

Später:
Teela ging unruhig vor dem Zimmer auf und ab.
He-Man, Fisto und Stratos saßen neben ihr und schwiegen.

Schon seit acht Stunden waren Duncan, Roboto und Mekaneck in dem Zimmer beschäftigt. Man hatte das Surren von Maschinen, Hämmern, schrilles Kreischen, wie von einem Bohrer und zwischendurch sogar einen lauten Schmerzensschrei gehört.
Teela verdrängte die Bilder, in denen sie sich vorstellte, was da gerade in dem Raum geschah, aus ihren Gedanken.

Dann, endlich, öffnete sich die Tür und Roboto und Mekaneck traten heraus.

„Und? Was gibt es neues?“, fragte Stratos.
„Operation erfolgreich.“, sagte Roboto monoton.
Mekaneck lächelte zufrieden; er war nass geschwitzt.

Dann trat Man-at-Arms aus dem Zimmer. Teela erhaschte einen Blick ins Innere und sah eine schnelle Bewegung von einer andere Person im Raum.
Duncan war über und über mit Blut besudelt: „Es ist geschafft.“, er lächelte.

„ Er lebt?“, Fistos Stimme wirkte ungläubig.
„Ja, er lebt. Es war eine schwierige Operation. Ich habe große Teile von seinem Körper durch Elektronik ersetzen müssen. Seine Augen habe ich durch zwei Kameras ersetzt, die eine zusätzliche Wärmesuchfunktion haben. Auch sein Gehör ist wieder hergestellt.....“
„Bitte Vater! Wir wollen ihn sehen. Ich muss deinem Retter danken.“, Teela öffnete die Tür und ging hinein.

Vor ihr stand, im Licht der Mittagssonne, die durch die Fenster schien, eine große Gestalt, mit einem massigen, ausladenden Schädel.
„Ich grüße dich, Teela!“, ertönte eine Stimme, die zwar durch den Helm auf seinem Kopf blechern klang, aber nichts desto trotz menschlich war.
„Ich....ich....“, Teela wußte eigentlich gar nicht, was sie sagen wollte.
„Wie du siehst, habe ich ihm einen Helm gebaut. Er filtert die Luft, die er atmet.
Und der Rüssel ist ein Hochdruck-Wasserwerfer....“, Duncan betrat den Raum.

Lucaios reichte ihm die Hand. Duncan ergriff sie und klopfte ihm auf die Schulter.

„Er heißt ab jetzt Snout Spout....“

Offline Trap-Jaw191

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« Antwort #1 am: 06.10.2004, 21:20:08 »
s meine Komentare zum ersten und zweiten Teil: SEHR GUT, WEITERSCHREIBEN!

Offline Guardian

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« Antwort #2 am: 07.10.2004, 15:37:22 »
Jajajajaja!

Muss heute nacht wieder arbeiten.... :D

Freut mich, dass es dir gefällt!

Offline Trap-Jaw191

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« Antwort #3 am: 07.10.2004, 22:04:06 »
wir wol-len weiterlesn
wir wollen weiterlesn
wir wolln wir wolln
wir wollen weiterlesn!

Schreib das die Tasten dampfen ( :) :top: ),
dann gibts ein :bier: für dich :)

Offline Guardian

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« Antwort #4 am: 08.10.2004, 08:00:29 »
Oh, danke!
Aber das hatte ich schon..... :D

Ich muss leider immer warten, bis ich mal wieder eine Idee habe. So 7 Seiten schreiben sich ja auch nicht von alleine.

Aber sobald ich wieder was ausgebrütet habe, stell ich´s rein!

Offline Trap-Jaw191

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« Antwort #5 am: 08.10.2004, 15:34:58 »
Auuusgezeichnet, smithers :)

PrinceofPower

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« Antwort #6 am: 10.10.2004, 14:33:20 »
Ich fand's auch genial, aber bitte, bitte: Orko schreibt man doch mit "K", nicht mit "C"...  :keks:



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Offline Trap-Jaw191

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« Antwort #7 am: 10.10.2004, 14:44:34 »
Ach Gott :)

Ob man Orko nun mit K oder mit C schreibt is doch jacke wie hose...gibt auch leute die schreiben "Zodak" so: "Zodack" oder "Zodac" oder oder oder...

Ach ja: Wir wol-len weiter lesn...

PrinceofPower

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« Antwort #8 am: 10.10.2004, 14:47:03 »
Zitat von: "Trap-Jaw191"
Ach Gott :)

Ob man Orko nun mit K oder mit C schreibt is doch jacke wie hose...gibt auch leute die schreiben "Zodak" so: "Zodack" oder "Zodac" oder oder oder...

Ach ja: Wir wol-len weiter lesn...


Bei Zodak gibt es auch die Schreibweise "Zodac", das kam durch die neue Namensgebung der 200x Toys. Trotzdem, man schreibt ja auch nicht Hi-Män oder Män-Ät-Arms oder Tiela, das wäre ja auch nicht Jacke wie Hose... es tut halt nur in den Augen ein wenig weh.


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Offline Guardian

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« Antwort #9 am: 11.10.2004, 14:44:41 »
Werde mich in Zukunft daran halten  :D