He-Man.de07.02.2012

07. Dezember

7. Dezember

 

Weihnachts-Geschichte!

 

Am heutigen Tage gibt es für euch den ersten Teil unserer diesjährigen Weihnachts-Geschichte! Wir bedanken uns herzlich bei Thomas Tippner, der uns diese Geschichte geschrieben hat!

Viel Spaß damit wünscht;

Euer He-man.de-Team!


Zurück zum Glück - Teil 1

von Thomas Tippner

 

In den Weiten des Universums, dort, wo sich Kinderträume ballten, zu einem prächtigen Farbenspiel wurden und sich zu dem formten, was wir Erwachsenen Fantasie nennen, lag jener geheimnisvolle und schöne Ort, der Nordpol hieß. Ein kalter und ein unfreundlicher Ort, will man meinen, wenn man die dicken, weißlichen Schneewehen betrachtet, die gurgelnd und laut brüllend über die sich weit erstreckende Landschaft schießen...
Ein Platz, an dem man nicht leben wollte...
... wenn man kein Kind mehr war.
War man aber noch ein Kind - eines, das viele Bilder im Kopf hatte und dessen Herz schneller schlug, wenn es Überraschungen gab - so war dieses ein Heim der Fröhlichkeit und der Hoffnung auf neue, wilde Abenteuer.
Natürlich musste sich auch ein Kind erst an den kalten und zitternden, frierenden Anblick gewöhnen, den der Nordpol einem gewährte; aber stampfte man durch den aufgewirbelten Schnee, der einem kalt ins Gesicht blies, und schnürte man die Pudelmütze etwas enger und die Handschuhe etwas fester, so konnte man nach wenigen Schritten schon mehr hören als nur das immer wieder aufkommende Jaulen des Westwindes, der ein sehr unangenehmer und ein mürrischer Zeitgenosse war.
So meinte man dann, ein leises Singen zu hören, das in dem kindlichen, naiven Gegacker des Nordwindes mitschwang, der sich über Licht und fröhliche Stimmen immer so herrlich freute.
Steckte man die Nase heraus und hielt sie in den Südwind, so war man der Meinung, so etwas wie Lebkuchengeruch zu riechen und heißen Kakao einzuatmen, der nur darauf wartete, das man ihn schnappte, die Hände wärmte und dann mit einem langsamen, genießerischen Schluck trank und dabei die Augen schloss...
Das, was man aus dem Ostwind heraushörte, war... nun ja... wie soll man das sagen?
Es ist etwas schwer zu erklären...
Es war nicht wirklich ein Brummen oder ein Stampfen, vielmehr ein tiefes, im Bauch erklingendes Lachen, das sich anhörte, als würde jemand brummen, außerdem begleitete dieses Lachen etwas.
Was war es genau?
Auch dieses ist schwer zu erklären und eigentlich so gut wie unmöglich zu beschreiben, aber auch hier versucht man, sich anhand von bekannten Bildern Abhilfe zu schaffen; wobei Bilder auch wieder falsch waren.
Geräusche...
Wollen wir es doch lieber kurz und knackig ein Geräusch nennen, das einen an Pferdehufe erinnerte, die über Asphalt galoppierten, und doch völlig anders war, da dieses Geräusch von kleineren, zierlicheren Hufen stammte, die es gewohnt waren, auf dem Rücken des Windes dahin zu laufen...
Begleitet wurde dieses Laufen von einem hellen, silbrig klingenden Glockenklimpern, dass einem das Herz höher schlagen ließ und einen dazu brachte, an das zu denken, was man mit einer ruhigen und angenehmen Zeit gleichsetzte: Mehrere Generationen saßen zusammen an einem Tisch; jeder erzählte, wie er die Weihnachten der damaligen Zeit erlebte, und die Alten hatten natürlich sehr viel mehr zu erzählen als die Jungen.
Und doch glich die Geschichte des Opas der des Enkels; auch wenn es sich beim Opa um mehr Nüsse, kältere Winter und weniger Geschenke drehte; alles im allen waren es die Botschaften, die diese Geschichten in sich trugen - die Hoffnung auf schöne Tage, liebe Verwandte und das immer vorhandene Glück der offenen Herzen.
So etwas konnte man also im Ostwind hören?
Und was sah man im Licht der nur spärlich vorhandenen Sonne?
Eben...
Schnee...
Schnee, der sich auftürmte, der zu einer Wand geworden war und der neugierige Blicke davon abhielt, hinter die weiße Pracht des Nordpools zu blicken.
Denn wenn man genügend Fantasie hatte, konnte man das kleine, rote Haus erkennen, das dort wie verloren stand und doch so sein sollte, wie es war...
Etwas windschief - da der Westwind in seiner grummeligen Art immer besonders doll gegen das Dach blies - aber dennoch geschmückt mit kleinen Tannenzapfen, Mistelzweigen und hier und dort einem leckeren Lebkuchenherz. Und aus dem hohen, aus Backsteinen bestehenden Schornstein drang eine dicke, schwarze, nach Schokolade riechende Wolke hervor, die das Lachen von kleinen Elfen und Kobolden in sich trug.
Das war das Haus vom Weihnachtsmann...

*

Prinz Adam, der Sohn von König Randor und Königin Malena, saß vor dem großen, aufragenden, grünen Tannenbaum, den einige der Hofdiener angefangen hatten zu schmücken. Seit einigen Jahren war es zur Tradition auf Eternia geworden, eben jene Tanne mit blinkenden Kugeln und schimmerndem Goldpapier zu schmücken. Nicht, dass Adam etwas gegen diese Tradition hatte, aber der doch immer etwas befremdliche Anblick faszinierte ihn und ließ ihn immer wieder zu seiner Mutter zurückkehren, um mit ihr über den Brauch des Weihnachtsfestes zu reden.
Marlena stammte von einem Planeten, der weit weg von Eternia lag. Der sich in den Weiten des Universums versteckt hatte und Adam sozusagen zu einem halben Erdling machte.
Er genoss noch kurz den Anblick der rot schimmernden Weihnachtskugel, die sich dicht vor seinem Gesicht baumelnd drehte und trat dann einen Schritt zurück, um zu Teela zu gehen, dem Captain der königlichen Wachen.
Die junge Frau mit den roten Haaren, die sie immer hochsteckte, schaute ihn missmutig an, und Adam versuchte es - wie immer - mit einem Lächeln, um den Unmut seiner besten Freundin zu vertreiben, die so etwas wie seine Schwester war, da sie gemeinsam aufgewachsen waren und das gleiche Alter hatten.
Obwohl Teela wie eine Schwester für Adam war, konnte er sich ihren Reizen kaum entziehen; er liebte es, in ihre runden, grünen Augen zu schauen, und er bekam nicht genug davon, wenn Teela vor ihm ging und ihre schlanken, langen Beine aussahen wie nie endende Säulen, die in Marmor geschlagen worden waren.
Nun verging ihm der Gedanke an die Reize der Weiblichkeit, als er in ihr rundes, schönes Gesicht schaute, in der eine gerade Nase und schmale Lippen dominierten.
„Was hast du?“ fragte er leise und stellte sich innerlich schon darauf ein, dass Teela ihn jeden Augenblick anzuschimpfen beginnen würde. 
„Was sollte ich schon haben?“ fauchte sie. „ Das Weihnachtsfest steht vor der Tür.“
„Äh... Und?“
„Ich will es nicht!“
„Bitte?“ Adam war verwirrt und blinzelte, als er in das ernste Gesicht seiner Beinahe-Schwester schaute.
„Du hast schon richtig gehört, Adam. Ich will das Weihnachtsfest nicht! Es gehört nicht hierher! Außerdem frage ich mich, was für einen Sinn es hat!“
„Es zeigt uns, wie sehr wir uns von dem Menschlichen distanzieren“, versuchte Adam eine lose Erklärung für die wütende Frage von Teela zu finden, die die Hand gehoben hatte und sie gegen die Stirn legte.
Ihre ansonsten roten Lippen waren mit einem Mal blass, und um die Nasenspitze herum war sie weiß wie eine Wand.
„Was ist nur los mit mir?“ fragte sie leise und taumelte.
Adam machte einen Schritt nach vorne, hielt sie sanft am Arm fest und führte sie dann zu einem Sessel, auf den sie sich setzten konnte. Es gefiel dem Prinzen von Eternia nicht, dass Teela so aggressiv und abweisend war und andererseits an eine Blume erinnerte, die zu wenig Wasser bekommen hatte.
Was sollte das?
Adam fragte leise: „Was für eine Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, Teela?“
Sie schaute ihn aus gläsernen Augen an: „ Ich weiß nicht. Irgendwie ist in mir plötzlich das Gefühl von Fröhlichkeit verschwunden!“
„Der fröhlichste Mensch warst du ja noch nie“, konnte Adam sich nicht verkneifen zu sagen und lächelte schmal, als er den grimmigen Blick von Teela erkannte.
„Aber Weihnachten habe ich immer sehr geschätzt. Und auch jetzt merke ich wieder, wie sehr ich dieses Fest liebe.“ Dann veränderten sich ihre Blicke, ihr Mund war mit einem Mal nur noch ein blutleerer Strich, und ihre schmalen Hände ballten sich zu Fäusten: „Blödsinn. Was rede ich denn hier? Weihnachten ist sinn- und nutzlos! Ach, man sollte es wieder abschaffen und sich auf das konzentrieren, was wichtig ist. Training zum Beispiel!“
Mit diesen Worten hatte sie sich erhoben und war an dem verdutzten Adam vorbei gegangen, der wie versteinert dastand und die flammende Rede seiner besten Freundin weder begreifen noch verstehen wollte.

*

Orko war ein Trollaner!
Ein Geschöpf, das sich durch die pure Kraft seiner Gedanken von einem Ort zum anderem beamen konnte, ohne dabei eine Sekunde Zeit zu verlieren. Der kleine, in ein rotes Mäntelchen gekleidete Trollaner seufzte, als er den wohligen Geruch von Lebkuchenherzen und den Duft von langsam fertig gebackenen Keksen roch.
Wie immer zu Weihnachten, wenn der Winter Einzug hielt in das Land, machte sich die Königin daran, für den Hofstaat zu backen und sich um die zu kümmern, an die sie das ganze Jahr viel zu selten denken konnte.
„Oh, wie das alles riecht und duftet. Herrlich!“ säuselte Orko, der begeistert mit seinen blauen, spitz zulaufenden Ohren wackelte und es nicht erwarten konnte, einen der leckeren Kekse mit Streuseln zu begießen oder in Marmelade zu tauchen.
„Das Backen war auf der Erde eine meiner größten Leidenschaften, Orko“, erklärte Malena und schaute in den Ofen hinein, in dem die gold-braunen Kekse darauf warteten, vom Backblech genommen zu werden.
„Die Erde“, murmelte Orko und schaute aus dem Fenster, hinter dem sich die ersten, dicken, weißen Flocken des kommenden Schnees versammelt hatten und träge zur Erde fielen. Es fiel dem kleinen Magier nicht schwer, sich andere Welten vorzustellen oder sich in die Situation zu versetzen, in der die Königin in diesem Augenblick steckte.
Ihm ging es nicht anders... und jetzt, wo er die leichte Melancholie aus der Stimme der Königin hörte, war auch sein Herz mit einem Mal schwer und von einer Prise Heimweh erfüllt, die ihn leise seufzen ließ.
Vor einigen Jahren hatte Orko den Weg von Trolla nach Eternia unfreiwillig genommen und war dann lange nicht mehr auf seiner Heimatwelt gewesen; nun aber, wo er durch die goldene Pyramide zwischen Eternia und Trolla wechseln konnte, war sein Verlangen danach, die Heimat wieder zu sehen, nicht mehr so groß.
Jetzt aber wollte er seine Familie wieder sehen...
„Ja, die Erde“, murmelte Malena und seufzte leise, so, als ob sie nicht wollte, dass Orko hörte, dass es ihr schwer ums Herz geworden war.
Obwohl Orko eher ein Kasper war, hatte er in vielen Augenblicken ein offenes Ohr für die Probleme seiner Freunde und Kampfgefährten; so schwebte er in diesem Augenblick auf Malena zu und legte ihr die Hand auf die Schulter.
„Es wird jedes Jahr schwerer“, erklärte die Königin leise. „Ich möchte unbedingt wieder zurück, um meine Verwandten noch einem Mal zu sehen!“
„Aber Euer Leben ist doch hier, auf Eternia!“
„Und meine Vergangenheit auf der Erde!“
Orko schaute zu der Königin und sah das erste Mal in ihren braunen Augen einen feuchten Schimmer von Traurigkeit...
Wollte sie wirklich zurück in die Heimat?
Weg von Eternia?
Orkos Herz schlug mit einem Mal schneller, und dann schlug es kaum noch.
Kälte umspielte es.
Die ansonsten fröhlich schimmernden Augen des Trollaners funkelten mit einem Mal böse und berechnend; hatte er eben noch Verständnis für die Königin gehabt, so fand er diesen Gedanken jetzt albern und verrückt.
Weihnachten?
Wofür brauchte man diesen Blödsinn?
Orkos Hand rutschte von der Schulter der Königin und seine ansonsten vor Fröhlichkeit piepsende Stimme klang mit einem Mal wie ein eisernes Stück Metall, das aus großen Höhen zu Boden fiel: „Ihr solltet Euch nicht so anstellen, Königin... Die Heimat ist da, wo man lebt, und Weihnachten sollte man ganz schnell wieder vergessen, da es nichts weiter bringt als melancholische Momente!“
Mit diesen Worten verschwand der Trollaner aus der Küche und ließ eine völlig verwunderte und zutiefst getroffene Königin zurück…

*

Adam hatte nicht lange gebraucht, um sich von dem Schock zu erholen, den er erlitten hatte, als er mit Teela sprach und von ihr zu hören bekam, was sie von Weihnachten hielt.
Es war nicht nur Teela, die sich verändert hatte.
Auch andere Freunde verhielten sich seltsam...
Ram-Man, der Mauer brechende Freund und Gigant mit dem Stahlkopf, murmelte etwas davon: „Man sollte seine Gedanken aufs Zerstören richten, nicht auf Schneemänner!“ und stieß Adam beiseite, als dieser auf ihn zukam.
Was war mit den Freunden geschehen?
Selbst Mekaneck, der galaktische Kundschafter, stand vor dem geschmückten Weihnachtsbaum, betrachtete ihn und ließ die Tannenspitze einfach fallen, die er in Händen gehalten hatte, um die Spitze des Weihnachtsbaumes damit zu schmücken.
Er zuckte nur mit den Schultern, als Adam fragte: „Was soll denn das?“
Es interessierte Mekaneck nicht mehr.
Er schritt davon und sah nicht mehr, wie Adam den Weihnachtsstern aufhob und zu dem bis unter die Decke reichenden Tannenbaum schaute, der mit einem Mal seinen Glanz und seine Schönheit verloren hatte.
Und als dann Man-at-Arms zu ihm kam, einen kritischen Blick auf den Tannenbaum gerichtet, meinte der Prinz endgültig einen Schlag in den Bauch bekommen zu haben; denn von dem Waffenmeister hatte er - wie immer - eine diplomatische und weise Antwort erwartete.
Nun aber maulte er: „Du solltest deine Kindereien vergessen und dich lieber in He-Man verwandeln, um gegen Skeletor zu kämpfen, anstatt dich mit Engeln, Schlitten und Rentieren zu befassen!“
Dann war auch Man-at-Arms verschwunden.
Adam war alleine und hörte die Stimme in seinem Kopf, die immer dann auftauchte, wenn Gefahr drohte und Eternia wieder kurz davor stand, in den Abgrund der Finsternis gerissen zu werden.
„Der fliegende Freund ist bedroht und scheint zu stürzen. Nur die, die an ihn glauben, können ihn retten. Vergiss nicht, ihn dorthin zu bringen, von wo er kommt, und lasse nicht das zurück, was aus dem Herzen der Erde geboren worden ist! Sei wachsam, wenn die Kälte dich umschließt und der Hauch des Bösen dich streift! Lass die neue Hoffnung nicht untergehen!“
Damit brachen die telepathischen Gedanken ab.
Und Adam wusste, die Zauberin von Grayskull hatte sich gemeldet, um ihn zu warnen...
... nur... wovor?

*


Das Miauen, das Adam entgegen wehte, ließ ihn grinsen und Worte wählen, die er oft schon zu Cringer gesprochen hatte, nachdem er seinen Freund und Kampfgefährten aufgesucht hatte, um mit diesem gemeinsam in die Schlacht zu ziehen.
„Mein Freund, wir beide werden wieder gebraucht. Die ruhigen Tage sind vorbei! Sieh, das Zauberschwert!“
Der muskulöse und breitschultrige grüne Kampftiger war in diesem Augenblick nichts anderes als eine verängstige, kleine Schmusekatze in Gestalt eines Tigers. Eine Tarnung, die Adam mehr als einmal als nützlich erschienen war und die Identität von Battle Cat und He-Man schützte.
„Bitte, Adam“, quakte Cringer, der grüne, große Tiger, der einer der besten Freunde des Prinzen war, „lass mich. Ich will nicht kämpfen!“
„Du musst, mein Freund, die neue Hoffnung braucht unsere Hilfe!“
„Adam, bitte, hör mir zu!“
Adam ignorierte Cringer und spürte die Spannung in sich, als er das Zauberschwert der Decke entgegen streckte und mit lauter Stimme rief: „Bei der Macht von Grayskull!“
Blitze zuckten aus der Klinge hervor, umspielten den Prinzen, der einen kleinen, festen Ruck spürte, der ihn davon zu tragen schien. Der Burg der Zeitlosen entgegen, dorthin, wo die Kräfte Grayskulls wirkten und Adam zu dem Mann machten, der es verstand, die Gefahr zu besiegen, die entstand, wenn Skeletor, der Herr des Bösen, wieder einem Mal versuchte, die Macht über den Planeten an sich zu reißen.
Mit einem donnernden Laut überbrückte die Zugbrücke den unendlich tief reichenden Graben, der Grayskull umspannte, und ließ Adam auf dieser sicheren Halt finden.
Die Kraft, die anfing, in ihm zu schwellen, durch seinen Körper wanderte, seine Muskeln wachsen ließ, seinen Verstand schärfte und seinen Mut ins Unermessliche steigerte, machte ihn zu He-Man, dem stärksten Mann des Universums.
Krachend schlugen die Blitze um ihn herum ein.
Hüllten seinen Körper in ein gleißendes Licht, und als das kurze Zucken der blendenden Blitze nachgelassen hatte, nahm Adam das Schwert herunter, packte die Spitze der Waffe und zog sie an die Brust heran.
„Ich habe die Zauberkraft!“
Er grinste, als er Cringer sah, der sich ängstlich zusammen kauerte, den magischen Sprung mitgemacht hatte, der Adam nach Grayskull brachte.
Die Spitze des Schwertes richtete sich auf den Tiger, der den Kopf senkte, aus flehenden Augen zu He-Man blickte und wusste, dass dieser keine Gnade kennen würde.
Die Magie, die sich im Inneren des Schwertes befand, sammelte sich. Sie zuckten seinen Arm entlang und fokussierte sich in der Spitze der Waffe. Dort blitze es kurz auf, bevor ein donnernder Lichtreflex auf Cringer zuschoss, ihn ebenfalls umhüllte und in einen brüllenden Kampftiger verwandelte, der jede Gefahr mit He-Man durchstand.
Der lederne, bequeme Sattel, der den Körper Battle Cats umschloss, entstand aus dem Nichts, und die Panzerung des Kopfes ließ den Kater bedrohlich aussehen. Die spitz zulaufenden Dornen, die den Nacken entlang liefen und ebenfalls aus Leder bestanden, hatten dem Kater mehr als einmal das Leben gerettet. Energiestöße und Waffenhiebe waren wirkungslos an ihnen abgeprallt.
Battle Cat schrie, als die Magie He-Man und ihn zurück brachte in das Zimmer, welches dieser als Prinz bewohnte. Den Kopf in den Nacken gelegt, das Maul mit den weißen, blitzenden Reißzähnen weit aufgerissen, schrie Battle Cat seine Kampfeslust heraus.
„Welche Hoffnung willst du retten, He-Man?“ schrie er und funkelte den Stärksten der Starken an.
„Die, die uns einst von der Erde zugespielt worden ist!“
„Du sprichst von deiner Mutter“, brüllte Battle Cat, kratzte mit den Tatzen über den Boden und hörte sich dann an, was die Zauberin von Grayskull He-Man erzählt hatte.
„Das sind wieder Rätsel!“ brüllte Battle Cat missmutig: „Ich hasse Rätsel!“
„Es ist nicht sonderlich schwer... Die neue Hoffnung ist Weihnachten, da es die Menschen wieder etwas fröhlicher in die Zukunft schauen lässt. Und das, was ich nicht zurücklassen soll, was im Herzen der Erde geboren worden ist, ist meine Mutter!“
„Du könntest Recht haben“, fauchte Battle Cat.
„Ich habe Recht, da bin ich mir sicher“, flüsterte He-Man und trat auf den Flur. „Nur weiß ich mit dem Anfang des Rätsels noch nichts anzufangen. Aber das wird meine Mutter mir schon beantworten können. Komm...“

Ende des 1.Teils

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