Es gibt nur wenige Schurkenfiguren, die eine Bekanntheit über einen gewissen Fankreis hinaus erreicht haben, nach denen sich Bands benannt haben, über die es eigene Shows auf YouTube und ähnlichen Videoplattformen gibt und die man problemlos als „universally badass“ bezeichnen kann.
He-Man Fans haben das große Glück, dass der Erzschurke der Masters of the Universe in genau diese nicht sehr üppig besetzte Kategorie fällt: Skeletor.
Das erscheint vielleicht umso erstaunlicher, als der Herr der dunklen Mächte mehr widersprüchliche Hintergrundgeschichten und Inkarnationen durchlebt hat als viele andere Figuren.
Er begann als ein herrschsüchtiger Vertreter eines ganzen Volkes von skelettköpfigen Wesen, der die Macht Grayskulls mittels der beiden Hälften des Zauberschwerts erlangen und damit sein ganzes Volk nach Eternia holen wollte. Dann wurde er im Filmation Cartoon zu einem Dämon aus einer fremden Dimension, dessen einziges Streben die Macht über Eternia und das ganze Universum war. In Deutschland war er in den Hörspielen auch das gesammelte Böse einer längst vergangenen Ära, das in einem Körper durch die Zeit geschickt worden war. Gerüchteweise war er später der Bruder Randors, der möglicherweise bereits in Preternia sein Unwesen getrieben haben soll und dessen Schicksal ein großes Geheimnis war. In jüngster Zeit, also der Kontinuität des 200X Cartoons schließlich war er definitiv Keldor, bevor er durch seine eigene Säure und Hordaks Hilfe zu Skeletor wurde, und gemäß den offiziellen Plänen Mattels sollte er sich als ein Halbbruder Randors entpuppen.
So vielfältig wie seine Herkunftsgeschichten sind auch seine Fähigkeiten. Neben dem Schwert beherrscht er auch den Kampf mit seinem Widderstab, der außer in den deutschen Hörspielen seine konstanteste Waffe im Kampf gegen das Gute ist. Seine weiteren Fähigkeiten variieren je nach Medium und Zeit: Er kann sich und andere teleportieren, Energiestrahlen und Schlafgas aus seinen Händen abfeuern, schweben, Hypnosestrahlen aus seinen Augenhöhlen einsetzen, Raumportale öffnen, Kreaturen beschwören, verschiedene komplizierte Maschinen und Geräte bauen, tote Materie zum Leben erwecken und sich dienstbar machen, selbst Diamanten mit bloßer Hand zu Staub zerquetschen, sein Erscheinungsbild verändern und sich so tarnen, holographische Doubles von sich erstellen, Schutzschirme aus purer Energie erzeugen und manches mehr.
Möglicherweise ist es ja gerade diese Vielfalt und Vielseitigkeit, die dem Herrn des Bösen eine so große Bekanntheit und so viele Fans beschert hat. Zu Zeiten des Filmation Cartoons erreichten die Produzenten viele Fanbriefe, in denen Fans darum baten, Skeletor auch mal gewinnen zu lassen; natürlich war das nicht möglich, aber es zeigt seine große Popularität. Entsprechend viele Figurenvarianten gibt es vom Herrn der Unterwelt auch inzwischen: neben dem Original sind u.a. Figuren wie Dragon Blaster, Ice Armor, Disk of Doom, Snake Crush, Laser Light, Spin Blade, Fire Armor, Terror Claws, Samurai, Battle Sound, Battle Armor und Battle Blade Skeletor erschienen.
Eine weitere Besonderheit, die Skeletor von vielen anderen Schurken abgrenzt: In keinem Medium und keiner offiziellen Version ist der Herr des Bösen jemals gestorben. Er entkam in seinen Snake Mountain, wurde in einem Shuttle ins Weltall geschossen und stürzte in Grayskull in die Tiefe (um jedoch wieder aus einer Art See aufzutauchen), doch bei jedem dieser Ausgänge war Skeletor quicklebendig, böse und immer noch im Besitz seiner finsteren Macht. Natürlich hängt dies auch mit der Kindgerechtheit der Serie ab, die selbst in der vergleichsweise düsteren Inkarnation der jüngeren Jahre noch gegeben war. Es mag auch dies ein Grund dafür sein, dass Skeletor so viele Fans gewinnen konnte: Er richtete letztlich nie echten Schaden an und war dadurch eine Figur, die Kinder ohne Abstriche klasse finden konnten, insbesondere angesichts seiner vielfältigen Fähigkeiten und Zauberkräfte.
Und heute? In der Classics Serie ist Skeletor nun definitiv der Halbbruder Randors, der angesichts seiner verheerenden Verletzungen nach einem Kampf mit Randor von Hordak mit einem Wesen aus einer anderen Dimension verschmolzen wurde, wodurch er von Keldor zu Skeletor wurde. Ob dieser jüngste Versuch, alle Hintergrundgeschichten Skeletors unter einen Hut zu bringen von Erfolg gekrönt sein wird, also von den Fans angenommen wird, oder sich doch nur als eine weitere Geschichte neben vielen anderen einreiht, bleibt abzuwarten.
Was bleibt also als kleinster gemeinsamer Nenner und Quintessenz übrig?
Skeletor ist böse, er ist stark, er ist mächtig, er hat einen Totenkopf, einen Widderstab, blaue Haut und ein geniales diabolisches Lachen. Was braucht man mehr?
Fluchen Marke Skeletor:
(einfach Substantive und Adjektive kombinieren und fluchen wie der Herr des Bösen selbst! Natürlich im Original!)
Substantive: amazon, bat ears, boob, bungler, dolt, dummy, excuse for a villain, flesh-face, fool, fur-face, halfwit, hunk of fur, idiot, imbecile, moron, muscle-boy, nincompoop, oaf, pest, rock-head, rust-bucket, tin-hat, weasel
Adjektive: annoying, brainless, break-bone, buffoon, bumbling, clumsy, fur-faced, furry, goody-goody, interfering, meddlesome, meddling, muscle-bound, overgrown, oversized, pathetic, stupid, witless, worthless, wretched