by ZeroCool
„Ich… ich weiß nicht ob ich das kann, Sorceress“, antwortete She-Ra der Hüterin von Grayskull.
Langsam sanken Ihre Arme, die das Schwert zum Angriff in Richtung von Hordak gehalten hatten zu Boden…
She-Ra zuckte zusammen, als sie eine Hand auf Ihrer rechten Schulter spürte, die ihren Arm sanft aber bestimmt wieder nach oben zog, und damit den Angriff auf Hordak weiter unterstützte.
„Du kannst es, kleine Schwester“, hörte sie eine kräftige Stimme zu Ihrer rechten Seite, die Ihr einen wohligen Schauer über den Rücken laufen ließ.
Bevor sie etwas erwidern konnte, war He-Man von Ihrer Seite gewichen. Das Schwert der Macht mit dem Falkenstab der Sorceress, dem Kampfstab von Zodak und dem Schwert des Schutzes überkreuzt, trotze er Hordak. Der Kampf mit den steinernen Golem’s war nicht spurlos an Ihm vorbei gegangen. Der ganze Körper des Helden war von Schnitten und sonstigen Blessuren übersäht und dennoch dachte er nicht im Mindesten daran sich aus dem Gefecht zurück zu ziehen. Hordak’s Golems waren geschlagen und jetzt galt es den Anführer der Horde selbst zu besiegen.
‚Nach allem was geschehen ist bist Du nun an meiner Seite… Adam… wie sehr sehnte ich diesen Moment herbei. Träume ich? Oder ist dies die Wirklichkeit? Es erscheint mir so unreal, zu vollkommen um der Wahrheit zu entsprechen, und doch will ich daran glauben, Dich wieder an meiner Seite zu wissen. Ich wähnte alles verloren, sah mich selbst verloren im Schicksal meiner Herkunft. Doch nun bist Du bei mir… Du gibst mir die Kraft dies zu überstehen, die Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben. Gemeinsam können wir siegen und ich werde alles dafür geben!’
„Es endet hier Hordak! Hier und jetzt“, rief He-Man dem dunklen Hexenmeister entgegen.
„Mit Eurer Niederlage He-Man! Und es gibt nichts, was Du dagegen tun kannst!“
„Niemals wird Eternia unter Deine Herrschaft fallen, Hordak! Nicht solange ich es verhindern kann!“
Ein kurzer Blick zurück, er streifte die Augen seiner Schwester. Kaum mehr als den Bruchteil eines Moments verblieb den Geschwistern den Blickkontakt aufrecht zu erhalten und doch fand He-Man nichts anderes als grenzenloses Vertrauen und Liebe in den Augen seiner kleinen Schwester.
„Bei der Macht von Grayskull!!“
Sowohl Teelana, wie auch Zodak blickten sich überrascht um, als das Schwert der Macht sich zu Ihren eigenen Waffen hinzugesellte. Speziell Zodak war mehr als nur verblüfft über diese Wendung.
Sekunden später hörten sie, wie der letzte Verteidiger von Eternia, jener Krieger, dessen Seele insbesondere der galaktische Vollstecker für ewig verloren geglaubt hatte, die Macht von Grayskull herauf beschwor, die Hordak schon einmal besiegt hatte.
Hoffnung – So konnte sie es am einfachsten beschreiben. Es war pure Hoffnung, die Ihr Denken ausfüllte in jenem Moment in dem sie fühlte wie sich neue Kraft auf der Seite des Lichts ansammelte und sich anschickte die Mächte der Finsternis zu besiegen. Teelana spürte wie der Webfaden des Schicksals die Geschicke dieser Welt in eine andere Richtung spann.
Viel zu viele Male war sie mit der Macht der Weisen in Berührung gekommen, seitdem sie die Hüterin der mystischen Kräfte, die sich hinter den Mauern von Grayskull verbargen geworden war, doch in jenem Moment konnte sie das erste Mal das wahre Ausmaß der Mächte, die sie vor falschem Zugriff bewahrte wirklich wahrnehmen…
„Ich habe die Kraft!“
Die Klinge des Schwerts der Macht erstrahlte als erste der vier Waffen in leuchtendem Glanz, von seiner Klinge aus breitete sich das Licht aus, erfüllte die ganze Ebene mit Licht.
„Nein! Das kann nicht sein! Das .. Dass ist unmöglich!“
Panisch schrie Hordak auf. Innerhalb von Sekundenbruchteilen löste sich die dunkle Sphäre, die er mit all seiner Macht beschworen hatte in Luft auf und ein warmes freundliches Licht vertrieb die Dunkelheit, die von ihm ausging.
Erschrocken wich der Anführer der Horde zurück, als er spürte wie das Licht auf Ihn eindrang, die Macht, die er von Horde Prime, seiner Gottheit, erhalten hatte angriff. Hordak hatte das Gefühl innerlich verbrannt und zerrissen zugleich zu werden, merkte wie seine gott-gleiche Macht innerhalb von Sekundenbruchteilen zu nichts als den Fähigkeiten eines Taschenspielers zusammen zu schrumpfen drohte, doch noch gab er sich nicht geschlagen.
„Horde Prime, ser infinitum, ter quorum meam, etanem quel perkoram nem ti do ranem et um pquorem umbra!“
Kommandostand der Streitkräfte von Eternia
Randor musste sich nicht bis an die Position seines früheren Kommandostandes durchschlagen. Bereits viel früher entdeckte er seine Königin auf dem Schlachtfeld. Auf dem Rücken von Battle-Cat bahnte sie sich den Weg durch die Linien hin zur Front. Ihr dicht auf den Fersen war ein Trupp von Horde Soldaten, die von niemand anderem als Kommandantin Catra selbst angeführt wurden.
Er war zu weit von Battle-Cat und Marlena entfernt. Alleine hatte er keine Möglichkeit zu seiner Königin aufzuschließen. Alles was er tun konnte, war sich auf Mekaneck und vor allem Stratos zu verlassen und selbst Sorge dafür zu tragen, dass die Linien stand hielten.
Noch ehe er die kämpfenden erreichte, konnte er bereits Schwachstellen in den Linien der Truppen von Eternia erkennen.
„Lasst euch zurückfallen! Ihr müsst euch neu organisieren!“ rief er den Männern und Frauen zu, versuchte gleichzeitig die Truppführer zu finden, um diesen neue Anweisungen für die Reorganisation der Soldaten zu erteilen.
Neben Ihm brach ein Soldat zusammen, getroffen von einem Blasterschuss eines Horde Troopers.
Randor ließ sich fallen, verhinderte damit vom feindlichen Feuer getroffen zu werden.
Er versuchte zum Gegenangriff über zu gehen, doch bevor er den feindlichen Trooper erreichen konnte, eröffnete dieser erneut das Feuer auf Randor.
Mit Mühe konnte der König von Eternia dem erneuten Angriff ausweichen, war aber noch zu weit entfernt um den Angreifer ohne eine eigene Strahlenwaffe erledigen zu können.
Erneut wich er einer Feuersalve aus, fand sich nun aber einem weiteren Gegner gegenüber, dessen Waffe genau in seine Richtung deutete.
Randor konnte sehen, wie sich eine Entladung aus dem Lauf der Waffe löste, doch es war zu spät für Ihn.
Egal wie schnell seine Reflexe auch sein konnten, einer Entladung aus nächster Nähe würde er sich nicht entziehen können.
Bevor die Entladung den König von Eternia treffen konnte, wurde sie abgeblockt, entwich wirkungslos in den von Rauch verhangenen Himmel über dem Schlachtfeld.
Mit einer schnellen Kombination schlug Teela dem Angreifer erst die Waffe aus der Hand und erledigte den Horde Trooper mit einem wuchtigen Schlag Ihres Kobrastabs.
„Soldaten zu mir. Gebt dem König und mir Deckung“, rief sie einem kleinen Trupp von Kriegern zu, der so eben siegreich aus einem Nahkampf mit einem Dutzend feindlicher Soldaten hervor gegangen waren.
Soldaten der königlichen Garde befanden sich ebenso unter Ihnen, wie Krieger aus Felis Quadi, aber auch Caligarier, die mit Ihrer immensen Kraft die zahlenmäßige Unterlegenheit Ihrer kleinen Gruppe mehr als ausgleichen konnten.
Ohne eine Bestätigung abzuwarten stürmte Teela los, wich geschickt den fortdauernden Attacken, die zuvor bereits dem König Schwierigkeiten bereitet hatten aus, bis sie auf Angriffsdistanz an den Horde Trooper heran gekommen war.
Funken stoben aus dem zerstörten Körper des metallischen Angreifers, doch Teela hatte weder die Zeit noch die Muße Ihr Werk zu bewundern.
Sich nur genügend Zeit nehmend, wieder ein wenig zu Atem zu kommen, lief sie sofort wieder zur Position von König Randor um Ihn bei der Organisation der Verteidigung zu unterstützen.
Randor atmete tief durch. Dieses Mal hatte er Glück gehabt.
Teela war genau im rechten Augenblick erschienen.
„Das war gutes Timing, Teela“, meinte er anerkennend zu seiner Befehlshaberin.
„Danke Hoheit“, antwortete Teela.
„Wie sieht es um unsere Truppen aus? Ich konnte mir auf dem Weg von der Frontlinie hier her keinen Überblick verschaffen. Die Schlacht verläuft an der Frontlinie zu chaotisch, um sie beurteilen zu können.“
„Wir werden von der Rückseite nahezu überrannt, Teela“, beantwortete Randor die Frage seiner Befehlshaberin.
„Wenn wir es nicht schaffen die Linien neu zu organisieren, dann werden wir es nicht schaffen.“
„Ich tue mein bestes um Euch zu unterstützen, Hoheit“, bemerkte die junge Kriegerin knapp, während sie sich bereits Gedanken über eine Strategie zur Abwehr machte.
„Sonst noch etwas das ich wissen sollte?“
„Ja – Marlena, meine Königin scheint in Schwierigkeiten zu sein, doch ich kann sie nicht erreichen.“
„Macht euch keine Sorgen, Hoheit. Mein Vater hat sich ebenfalls zurück fallen lassen. Er ist irgendwo inmitten des Kampfgeschehens. Ich bin mir sicher, er wird nicht zulassen, dass Ihr etwas geschieht.“
„Ich hoffe Du hast recht, Teela. Aber lass uns nun gemeinsam dafür Sorgen, dass unsere Linien gegen die Horde standhalten!“
So sehr er es auch versuchte, Randor konnte die Sorge um seine Frau nicht aus seinen Gedanken verbannen. Umso wichtiger war für Ihn, sich auf die Soldaten, die Ihm folgten verlassen konnte. Und auf Teela, das wusste er, konnte er sich mehr verlassen als auf jeden anderen.
Zuversicht erfüllte Ihn, ließ die Sorge zumindest ein wenig verblassen, wenn auch nicht verschwinden.
Man – E – Faces, Ram-Man und Sy-Clone sahen sich am Ende. Hart hatten sie gekämpft und doch kamen immer neue Feinde hinzu. Es schien ein nimmer endender Strom an gegnerischen Truppen zu sein und egal wie viele sie auch vernichteten, stets kamen neue nach.
„Verdammt, ich bekomme langsam Kopfschmerzen“, fluchte Ram-Man, doch Sy-Clone hörte Ihn nicht. Viel zu schnell wirbelte der Krieger aus Anwat-Gar durch die Reihen der Feinde, versuchte die Trooper zu dezimieren, wo es nur ging, doch waren es einfach zu viele.
„Wir brauchen Hilfe“, bemerkte Man-E-Faces in seiner Menschengestalt, ehe er in die Monstergestalt wechselte und einen lauten Kampfschrei ausstieß und sich erneut auf seine Feinde stürzte.
Ohne Vorwarnung schoss eine Flammensäulde zwischen den dreien aus dem Himmel. Der Schrei von Man-E-Faces hatte Granamyr, den ältesten und stärksten aller Drachen persönlich alarmiert
„Jetzt sehe ich schon Feuer auf dem Schlachtfeld“, murmelte Ram-Man.
„Ich glaube ich werde verrückt.“
„Auf keinen Fall“, warf Ihm Kittrina entgegen, während Ihr Schwert den Körper eines Horde Troopers, der in Ram-Mans Rücken gelauert hatte, durchbohrte.
„Das sind ein paar Freunde von He-Man! Sie werden uns helfen.“
„He-Man? Was ist mit He-Man“, erkundigte sich Ram-Man.
„Er ist zurück“, antwortete Kittrina.“
„Wo… wo ist er?“
„Hordak“, presste die Prinzessin aus Felis Quadi mühsam zwischen zwei weiteren Hieben und einem zerstörten Trooper mehr hervor.
„Er konfrontiert Hordak.“
„Wurde aber auch verdammt noch mal Zeit, dass der Kerl auftaucht. Dachte schon, wir hätten den ganzen Spaß alleine“, kommentierte Ram-Man die freudige Nachricht und stürzte sich auf den nächsten Gegner…
Die Schwertspitze von Königin Marlena stach gegen den Kehlkopf von Catra. Ein schmales Rinnsal Blut lief über die Klinge des Schwertes und tropfte in Richtung der ebenso blutroten Uniform von Catra.
„Wass wollt Ihr von mirrr?“ fragte die Horde Kommandantin mit bebender Stimme.
„Befehle Deinen Truppen sich zurück zu ziehen“, ertönte die Stimme von Man at Arms, dem Waffenmeister hinter Ihrem Rücken.
Seine geladene Waffe deutete direkt auf Ihren Rücken und würde ein mehr als hässliches Loch im Rücken Ihrer Uniform verursachen, sollte sie Anstalten machen sich gegen Ihre Gefangennahme zu wehren, dessen war Catra sich sicher.
Die Verletzung Ihres Unterschenkels, die ebenfalls durch die Waffe des Waffenmeisters verursacht worden war, diente Ihr als lehrreiches Beispiel.
„Horrdak würde mich dafürrr töten“, entgegnete sie ihm schippisch.
„Wer sagt Dir, dass wir nicht das gleiche mit Dir tun?“, versuchte Marlena die gegnerische Kommandantin unter Druck zu setzen.
„Aberrr Ihr werdet mich nur töten…. Horrrdakk wird schlimmerrres tun, als mich nur zu töten. Eure Tochter weiß nur zu gut, wozu Horrdak fähig ist“. Meinte sie lachend.
„Du elendes Weib!“
Voller Rage wollte Marlena das Schwert vorantreiben um Catra vollends zum Schweigen zu bringen, wurde jedoch von Duncan zurück gehalten.
Die Augen weit vor Schreck griff Catra an Ihren Hals, spürte wie frisches Blut aus der leicht vergrößerten Wunde strömte…
„Ruf die Truppen zurück Catra und wir versprechen Dir Schutz vor Hordak! Du wirst Dich für Deine Taten verantworten müssen, aber Du wirst leben“, versuchte der Waffenmeister sie zu überzeugen.
„Ich… ich kann das nicht tun…“
„Es ist nicht so, dass Du eine große Wahl hättest… Wenn Du Adora etwas angetan haben solltest, dann ist deine Bereitschaft den Rückzug zu befehlen alles was Dich vor einem sehr schmerzhaften Tod retten wird…“spie Marlena Ihr entgegen.
„Und es ist nicht Hordak, vor dem Du in diesem Fall Angst haben solltest!“
„Also… gut…“, willigte Catra ein und verlangte nach einem Kommunikator.
„An alle Horde Einheiten! Hier spricht Force Captain Catra! Ich befehle euch den sofortigen Rückzug! Alle Kampfhandlungen sind augenblicklich einzustellen! Wir ziehen uns aus dem Kampf zurück!“