He-Man.de07.02.2012
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Future Imperfect - Teil 50

 

by ZeroCool

 

Dankbar sah Marlena Stratos ein letztes Mal nach, bevor Sie sich wieder ins Kampfgeschehen warf. Das letzte was sie sehen konnte, war wie Orko an seiner Seite in Richtung des Auges der Schlacht flog...

 

 


 

Das Auge des Sturms - Zentrum der Schlacht

 

Es waren nicht die Worte, die er in den in den Himmel über Eternos gerufen hatte, nicht die Gewitterwolken, das Donnergrollen oder gar die Blitze, die das Schlachtfeld hell erleuchteten.

Es war die geistige Verbindung zwischen den beiden Kindern von Randor und Marlena, die seit Ihrem ersten zusammentreffen immer bestanden hatte - bis zu jenem verhängnisvollen Tag. Es war ein erhebendes Erlebnis für She-Ra. Ein Gefühl, der Wärme, Geborgenheit von unkompliziertem, vollkommenem Glück. Etwas wonach sie sich so lange gesehnt hatte, wofür sie bereit war zu sterben, wofür sie leben wollte! Noch bevor er die Worte vollständig ausgesprochen hatte, und lange bevor das imposante Schauspiel aus Donner und Blitzen seine wahre Gestalt offenbarte wusste sie, dass Ihr Bruder zurück war...

 

Die Tränen der Freude nicht unterdrückend, war Ihr Blick auf He-Man fixiert.

„He-Man... Du... ich..." She-Ra wusste nicht was sie sagen sollte.

 

Er blickte zu Ihr zurück. Ihre Blicke trafen sich.

„Ich bringe dies hier zu Ende."

 

„Aber...Du kannst Doch nicht... Ich werde Dich nicht noch einmal alleine lassen. Ich... ich habe Dich gerade erst wieder gefunden... ich könnte es nicht ertragen Dich noch einmal zu verlieren!"

 

Er vergewisserte sich, dass für den Moment keine Gefahr von Hordak drohte und wandte sich dann vollends seiner Schwester zu. Zärtlich streichelte er Ihre Wange, wischte damit die kleinen Tränen weg.

„Du bist nicht in der Verfassung zu kämpfen."

„Ich werde Dich nicht alleine gegen Hordak antreten lassen!", entgegnete She-Ra Ihm in trotzigem Tonfall. Sie wusste, dass es um Ihre Kräfte mehr als nur schlecht bestellt war. Sie war am Ende, und das wusste sie nur zu Gut.

Die vormals schützende Rüstung war nicht mehr als eine Ansammlung von metallenen Fragmenten, die notdürftig Ihre Blöße bedeckten und sich dabei tief in Ihre Haut schnitten. Ihr Körper war übersäht von Schnitten und Prellungen und auch das Schwert des Schutzes war so weit außerhalb Ihrer Reichweite, dass sie nicht einmal daran denken konnte die Waffe während des Kampfes wieder zu erlangen. Vermutlich lag es inzwischen inmitten von hunderten von bewegungslosen Körpern gefallener Horde Trooper begraben irgendwo auf dem Schlachtfeld. 

Dennoch gab das Wissen um die Rückkehr Ihres Bruders - so wie sie es sich nicht zu träumen erwagt hatte - neuen Mut. Trotz aller Widrigkeiten war sie nicht bereit sich einfach zurück zu ziehen.

„Ich habe Angst Dich noch einmal zu verlieren... bitte versteh das doch!"

 

„Es geht hier nicht um Dich oder mich, auch nicht um dieses Königreich oder ein anderes. Dies hier ist meine Bestimmung. Ragnarök - das Ende."

 

Er wandte sich ab, bereitete sich auf das Ende des Kampfes mit Hordak vor.

„Teela!"

 

„Ja?"

Sprachlos hatte die Befehlshaberin der königlichen Wachen mitverfolgt wie aus dem verwesten Kadaver, der kaum eine Spur von Leben aufwies der größte Held von Eternia, Ihr Freund aus Jugendtagen, wie Phönix aus der Asche erneut empor gestiegen war.

‚Er ist es... er ist wahrlich zurück', war der einzige Gedanke, den sie formulieren konnte, auch während sie das Wiedersehen zwischen den beiden Geschwistern verfolgte. Erst die Frage von He-Man riss sie aus Ihrer passiven Rolle.

 

„Verschwinde von hier und nimm She-Ra mit Dir!"

 

„In Ordnung He-Man... He-Man?!"

 

Er drehte sich zu Ihr um.

 

„Es tut gut dass Du wieder da bist!"

 

„Ja, das tut es..." ohne weiter darauf einzugehen wandte er sich schließlich Hordak zu.

 

„He-Man! Warte!"

 

Er reagierte nicht auf den Ruf seiner Schwester. She-Ra wollte Ihn aufhalten, kam aber nicht dazu, ihm ein weiteres Mal zuzurufen, da sie von Stratos, der direkt über sie hinweggeflogen kam abgelenkt wurde....

 

„Stratos... Gut dass Du hier bist", rief Teela.

 

„Es ist mir immer eine Freude Teela", entgegnete Stratos Ihr nonchalant.

„Der König hat mich gesandt, die aktuelle Lage auszukundschaften - Mekaneck meinte Ihr hättet Hilfe erh...." Er unterbrach sich selbst, als er sich der Gestalt die sich schützend vor She-Ra und Teela aufgebaut hatte gewahr wurde.

„Das... das ist unmöglich... Ist...ist... das..."

 

„Er ist es", antworteten Ihm She-Ra und Teela gleichzeitig.

„He-Man ist zurückgekehrt!"

 

„Das ist die beste Neuigkeit, die ich seit dem Ausbruch dieses verfluchten Krieges gehört habe! Mekaneck lag richtig! Ich muss König Randor und Königin Marlena so schnell wie möglich benachrichtigen! He-Man ist zurück! Das ändert alles! "

 

„Je schneller sie davon erfahren, desto besser Stratos", meinte Teela zu Ihm.

„Die Soldaten brauchen neuen Mut, und welche Nachricht könnte Ihnen diesen Mut mehr geben als die Rückkehr von He-Man?"

 

„Ich werde mich beeilen Teela, doch bevor ich aufbreche, erlaube mir eine Frage: Wie steht es um She-Ra", fragte Stratos nach, ohne die Umgebung aus den Augen zu lassen. Gerade in der Luft war er für manche ein willkommenes Ziel und durfte keinesfalls leichtsinnig werden.

 

„Ich bin in Ordnung Stratos", meldete sich She-Ra zu Wort, erntete dafür aber nur einen skeptischen Blick des Herrschers von Avion.

 

„Die Anordnung von Königin Marlena Dich aus dem Kampfgeschehen rauszuholen falls Du angeschlagen bist war eindeutig She-Ra und bei allem gebührendes Respekt, aber Du sahst zu Beginn dieser Schlacht wesentlich weniger mitgenommen aus, als jetzt."

 

„Es ist ehrenhaft sich um mein Wohlergehen zu sorgen, aber wir haben andere Probleme Stratos. Bitte bestelle der Königin Ihre Sorge wäre unnötig. Ich bin noch längst nicht geschlagen, außerdem ist Teela an meiner Seite", versuchte She-Ra zu beschwichtigen.

 

„Du kannst kaum auf eigenen Beinen stehen She-Ra, geschweige denn kämpfen", mischte sich Teela empört ein.„Kannst Du sie mitnehmen, Stratos?"

 

„Ich weigere mich zu gehen..."

 

„Sieht so aus als wärst Du überstimmt She-Ra", meinte Stratos.

 

„Aber vielleicht ist es nicht nötig She-Ra mit zu nehmen Stratos ..."

 

Bevor Stratos oder Teela protestieren konnten, war Orko schon vor der Prinzessin der Macht erschienen. Mit einer schnellen Bewegung zog er ein glitzerndes Objekt aus seinem Hut hervor und warf es She-Ra zu: Das Schwert des Schutzes.

„Ich habe es unter einigen Dutzend Horde Troopers gefunden. Ich glaube es wird Dir nützlich sein, She-Ra."

 

„Das wird es Orko! Sogar mehr als das", antwortete Ihm die Prinzessin der Macht, als Ihre Finger sich um den Griff des Schwertes schlossen und sie Ihre Verbindung mit der Macht von Grayskull erneut fühlen konnte.

 

Entschlossen streckte sie das Schwert in den Himmel, wie Ihr Bruder es wenige Minuten zuvor getan hatte.

„Für die Ehre von Grayskull!"

 

 

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Von der Intensität des Lichtes zurückgedrängt fanden sich Hordak und Shadow Weaver in einer defensiven Position wieder.

Hatte es noch so ausgesehen als würde Hordak als klarer Sieger aus dem Konflikt mit She-Ra und dem dunklen Wanderer, dem die Essenz von Keldor, dem der dunkle Anführer der Horde einst das Leben geschenkt hatte, inne wohnte, so fand er sich nun in einer gänzlich anderen Situation wieder.

 

Der dunkle Wanderer war verschwunden, stattdessen sah er sich jemandem gegenüber, den er nicht mehr anzutreffen vermutetet hatte.

 

„Grayskull!"

 

„Der Name ist He-Man, Hordak!"

 

„He-Man... ja natürlich. So stehen wir uns letztlich persönlich gegenüber..."

 

„Ihr solltet vorsichtig sein, großer Hordak", flüsterte Shadow Weaver Ihm aus dem Hintergrund zu.

„Er allein ist für den Aufstieg der Rebellion auf Etheria verantwortlich. Er hat uns schon immer großen Ärger bereitet!"

 

„In der Tat Weaver... Gib Modulok den Befehl alle Verstärkungen einzusetzen, die wir haben. Wir werden die Eternier hier und jetzt wie Ungeziefer zerquetschen. Um He-Man werde ich mich persönlich kümmern."

 

„Bist Du hier um Reden zu schwingen, oder um zu kämpfen Hordak", entgegnete He-Man dem Anführer der Horde.

 

„Dich zu schlagen wird mir ein Vergnügen bereiten", rief der dunkle Hexenmeister dem Verteidiger von Eternia entgegen und eröffnete den Kampf mit einer starken magischen Attacke, während Shadow Weaver die Anweisungen an Modulok weiter gab.

 

Ohne große Mühen wich He-Man den Angriffen aus und rannte dabei auf Hordak zu.

Das Schwert der Macht fest umschlossen bewegte er sich geschickt zwischen den Attacken hindurch und brachte sich in Schlagdistanz zu seinem Gegner.

Das Schwert der Macht und der Stab von Hordak trafen erneut aufeinander, setzten gewaltige Kräfte frei, die einen normalen Menschen vielleicht einfach in Stücke gerissen hätten, aber beide Kontrahenten setzten Ihren Kampf unbehindert fort.

 

 

Luftraum über dem Plateau vor Eternos

 

Verfolgt von zwei Batmechs der Horde durchflog Stratos den Luftraum über der Schlacht. Immer wieder musste er dem Feuer der Verfolger ausweichen, ohne eine Möglichkeit nennenswerte Gegenwehr zu leisten.

Er tauchte unter einer weiteren Salve der gegnerischen Waffe weg, als das Waffenfeuer stoppte und er die Verfolger in einer Explosion vergehen sah.

Zusammen mit zwei weiteren Kriegern flog Buzz Off an den Resten der beiden Batmechs vorbei.

 

„Das war im rechten Moment, alter Freund", rief Stratos dem Andreniden zu.

 

„War mir ein Vergnügen", entgegnete Buzz Off.

 

„Vielleicht können wir das hier doch gewinnen Buzz Off. He-Man ist zurückgekehrt!"

 

„Kein Witz?", fragte Buzz Off.

 

„Nein... Ich habe Ihn mit eigenen Augen gesehen", antwortete Stratos.

 

„Das reicht mir aus. Vielleicht können wir diesen Krieg doch noch durch einen Sieg beenden!"

Sie nickten einander kurz zu, dann flogen Sie in separate Richtungen davon. Buzz Off direkt in den Kampf und Stratos in Richtung von König Randor, um Ihm zu berichten.

 

„Stratos!"

 

„Gute Neuigkeiten, Randor! Es ist He-Man! Er ist zurück."

 

„He-Man... ist zurück? ...Stratos! Was ist mit She-Ra?" fragte die Königin.

 

Marlena wusste nicht wie Ihr geschah als sie die Nachricht von He-Man's Rückkehr - von der Rückkehr Ihres Sohnes gehört hatte. Einerseits war sie überglücklich, andererseits überwogen die Bedenken was mit Ihm geschehen wäre. Ob er wirklich zurück wäre, oder ob es erneut nur ein Schein falscher Hoffnung war, der Ihr aber vor allem Adora wieder einen mehr als nur schmerzhaften Stich in Ihrem Herzen hinterlassen würde.

‚Adora... wenn ich nur wüsste ob es Dir gut geht?'

 

„Sie ist wohlauf meine Königin", antwortete Stratos Ihr wahrheitsgemäß.

„Mir scheint dieser Krieg ist für sie noch lange nicht zu Ende und sie hat die Kraft dies auch bis zum Ende durchzustehen. Sorgt euch nicht meine Königin."

 

„Stratos! Wir müssen versuchen die Rückkehr von He-Man nutzen! Jeder der kämpft soll wissen, dass er zurück ist und auf unserer Seite für die Freiheit von Eternia einsteht", rief Randor Ihm zu.

 

„Das sollte kein Problem darstellen. Die Menschen reden bereits darüber. Während ich wieder zu euch geflogen bin hat sich die Neuigkeit schneller verbreitet als ich fliegen konnte", antwortete Stratos.

 

„Ich denke wir haben trotzdem ein Problem", mischte Mekaneck sich ein.

 

„Was ist los Mekaneck. Was hast Du gesehen?"

 

„Weitere Verstärkungen für die Horde! Keine Ahnung woher sie kommen, aber es sind verdammt viele. Sie greifen von beiden Seiten an und ich habe keine Ahnung ob wir sie abwehren können!"

 

„Verdammt! Haben wir noch irgendwo Reserven? Truppen, die wir zur Unterstützung an die Flanken beordern können?"

 

„Ich fürchte nicht, Randor. All unsere Verbände sind in Kämpfe mit der Horde verwickelt. Wir haben keine freien Kapazitäten."

 

„Dann müssen wir uns darum kümmern. Mekaneck, Stratos, folgt mir. Wir können nicht zulassen, dass die Horde uns dort einfach überläuft! Marlena... bitte bleib hier und versuch die Stellung zu halten, während wir versuchen das schlimmste abzuwenden."

 

„Randor! Nein... das ist viel zu gefährlich!"

 

„Du hast Recht meine Liebe, aber es ist das was wir tun müssen. Wir haben keine Alternativen."

 

„Sei vorsichtig!"

 

„Das werde ich sein." Er strich zärtlich über Ihre Wange, ehe er sich an der Seite von Mekaneck und Stratos auf an die neu eröffnete Frontlinie machte.

 

  

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