He-Man.de07.02.2012
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Future Imperfect - Teil 46

 

by ZeroCool
Sie schreckte zurück als sie erkannte, wie sie dabei war zu dem Monster zu werden, dass sie besiegen wollte, und doch war da dieses Bedürfnis nach Rache... Vergeltung!

Unsicherheit mischte sich hinzu. Was sollte Sie tun? Dem Drang nach Vergeltung nachgeben? Selbst zu dem Monster werden, dass Sie besiegen wollte? Und wenn Sie es tat, was würde dann aus Ihr werden? Rache war der Macht von Grayskull nicht würdig. War sie der Macht, die sie erhalten hatte würdig? Und doch musste Hordak aufgehalten werden und wer würde es tun, wenn nicht sie. Selbst wenn Sie dafür zu dem wurde, dass sie bekämpfte? War dies ein gerechter Preis für die Freiheit? War sie bereit den Preis, der Ihr abverlangt wurde, zu bezahlen? War sie bereit selbst zu einem Monster zu werden?

Hordak konnte sehen, dass die Heldin sich entschieden hatte...


   

Im nächsten Moment war das Schwert von seinem Hals verschwunden.

Modulok hatte sich, um die drohende Niederlage seines Herrn gegen She-Ra zu verhindern gegen den Körper der Walküre geworfen. Trotz seiner immensen Masse hatte er es nicht geschafft die blonde Kriegerin zurückzuwerfen, doch konnten seine vielen Gliedmassen die Prinzessin der Macht durchaus beschäftigen und Ihr immer wieder kleine Wunden in den durch die Rüstung nicht geschützten Stellen beibringen.

Egal wie viel Kraft sie aufwandte, mit seinen unkoordinierten Angriffen und seiner nicht zusammen hängenden Körperstruktur war Modulok ein unberechenbarer Gegner, den sie nicht mit Ihrer Willensstärke alleine besiegen konnte.

‚Ich muss Ihn loswerden... und zwar schnell...'

 

‚Benutze das Schwert, She-Ra!' hörte sie die Stimme der Sorceress in Ihrem Kopf.

 

‚Sorceress? Das Schwert meines Bruders? Wie?'

 

‚Vertraue auf Dich selbst She-Ra und Deine Liebe zu Deinem Bruder! Du hast bewiesen, dass Du über Stärke, Mut, Weisheit und Freundlichkeit verfügst - kanalisiere jene Macht durch das Schwert der Macht und Du kannst siegen!'

 

„Bei der Macht und für die Ehre von Grayskull!"

Ohne zu zögern richtete She-Ra das Schwert der Macht gen Himmel und rief die Worte, die so vieles verändert hatten.

 

Das Schwert strahlte eine freundliche Wärme aus, die alles in seiner Umgebung erfüllte.

Lediglich auf Modulok, Shadow Weaver und Hordak hatte es die Gegenteilige Wirkung.

Schreiend vor Schmerz entfernten sich die Gliedmaßen des dämonischen Wissenschaftlers von

She-Ra, und fügten sich wieder zu einer festen Struktur zusammen und zogen sich schnell aus dem Einflussbereich des Schwertes zurück.

 

Interessiert beobachtete Hordak wie seine Gegnerin sich Modulok entledigt hatte, der Ihm wertvolle Zeit verschafft hatte. Zwar war der Dämon kaum eine Bedrohung für die blonde Kriegerin, dennoch hatte die Verzögerung für Hordak ausgereicht, seinen Stab erneut in Besitz zu nehmen und sich zu regenerieren.

„Du kannst die Macht meines alten Rivalen Grayskull also auch nutzen She-Ra... Das wird meinen Triumph über Dich zusätzlich versüßen", meinte er mehr zu sich selbst, als zu seiner Kontrahentin.

 

„Hordak!" rief She-Ra Ihm entgegen.

Augenblicklich waren die beiden Gegner wieder in Ihren persönlichen Zweikampf verstrickt.

Den Stab erneut als Waffe gebrauchend feuerte der Anführer der Horde mehrere Angriffe dunkler Macht auf die Verteidigerin von Grayskull ab, die She-Ra mit dem Schwert der Macht parierte, ehe die beiden Waffen erneut aufeinander trafen.

Funken sprühten bei jedem Schlag, den die beiden austauschten.

Erneut schaffte She-Ra es, die Verteidigung von Hordak zu durchdringen und während das Schwert der Macht den Stab der Horde nach links wegdrückte, traf She-Ra's Faust mit einem wuchtigen Haken auf das Kinn von Hordak, der durch den Aufprall nach hinten wegkippte.

 

Sofort setzte She-Ra nach, wurde aber von einem Energieblitz aus nächster Nähe ebenfalls zurückgeworfen. Gleichzeitig mit Hordak kam Sie wieder auf die Beine, doch der dunkle Hexenmeister warf Ihr bereits neue Angriffe entgegen.

Mit Mühe parierte sie die ersten Energieblitze, doch als Hordak wieder auf beiden Beinen stand konnte er seine Attacken verstärken. Immer mehr und immer stärkere Attacken drangen auf She-Ra ein, zwangen die Heldin in eine defensive Position.

Zuerst konnte sie die Angriffe noch abwehren, doch mit zunehmender Zeit zollte die Anstrengung Ihren Tribut. Der erste Energieblitz traf sie nur leicht in der Seite, ließ ein kleines Stück der ohnehin schon schwer belasteten Rüstung einfach verdampfen und fügte der Heldin damit eine kleine aber kaum bemerkbare Brandwunde zu.

Die nächsten Energieblitze, die sie nicht abwehren konnten, trafen Sie jedoch direkt in der Magengegend, lädierten auch dort die Panzerung und warfen die Prinzessin der Macht aus der Bahn.

 

Mit einem Schmerzensschrei auf den Lippen musste sie Ihren Griff um das Schwert lockern, als eine Entladung in Ihren ungeschützten Oberarm einschlug und Ihr beinahe die Sinne raubte. Den nächsten Angriff noch abwehrend wurde das Schwert in die Luft gerissen, Ihre zweite Hand mit Ihm und sie stand den nächsten Attacken ungeschützt gegenüber.

Ohne das Schwert der Macht zwischen Ihr und Hordak wurde Sie von der dunklen Kraft des Hexenmeisters erfasst.

Die einstmals silbern glänzende Rüstung zerbarst unter der Macht des Einschlags, während die Amazone mit der Wucht des Aufpralls zurückgeschleudert wurde und unsanft auf dem Boden aufschlug.

 

„Du hast nicht den Hauch einer Chance gegen die Macht eines Gottes, She-Ra!"

 

„Mag sein... Aber Du bist kein Gott, Hordak", brachte She-Ra zwischen zwei Atemzügen hervor.

Die Schmerzen, die der Aufprall verursacht hatte, so weit wie irgend möglich ignorierend rappelte die Heldin sich wieder auf.

Die langen blonden Haare hingen wirr über die Stirn von She-Ra, verdeckten teilweise die lange Schnittwunde, die gefährlich nah an Ihr Auge heran reichte, glücklicherweise aber nur leicht blutete.

Die einstmals schützende Rüstung hing nur noch in noch kleinen metallenen Fetzen, die sich tief in die Haut der Prinzessin geschnitten hatte, an Ihrem von Prellungen, Schnitt- und Schürfwunden übersätem und von Blut bedecktem Oberkörper.

Das Schwert der Macht in festen Händen haltend, wandte sie sich Hordak erneut zu, der sie amüsiert beobachtete.

   

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„Du bist besiegt, Heldin von Eternia. Ich bin es, der siegreich aus unserem Konflikt hervorgeht."

 

„Niemals Hordak! Es ist erst zu Ende wenn es vorbei ist", entgegnete sie Ihm voller Verachtung.

 

„Aber das ist es bereits She-Ra! Du willst dies nur nicht wahr haben. Du bist besiegt; Deine Freunde kämpfen einen aussichtlosen Kampf. Es ist nur eine Frage von Minuten bis meine Truppen die Oberhand erringen und sie die Sinnlosigkeit Ihrer Gegenwehr erkennen! Aber vielleicht solltest Du mir helfen, Ihnen die Zeit zu ersparen, indem Du vor mir, Deinem neuen Herrn und Meister auf die Knie gehst und mich um Gnade bittest!"

 

„Ehe sterbe ich, als das zu tun, Hordak!"

 

„Wenn das Dein Wunsch ist She-Ra... Aber nein. Ich werde Dich nicht einfach töten. Du solltest Zeugin meines Triumphes werden... und nun... Knie nieder vor Deinem Gott!"

Noch ehe die Worte seinen Mund verlassen hatten, schleuderte er Ihr einen gewaltigen Energieblitz entgegen.

 

Die Augen der Prinzessin weiteten sich, als sie die ungeheute Macht, die hinter der erneuten Attacke Hordak's steckte, erkannte. Sie wusste, dass Ihre Möglichkeiten begrenzt waren. In Sekundenschnelle hatte sie erfasst, dass Ihre einzige Chance war sich gegen den Angriff zu stellen und auf Ihre eigene Kraft und die Macht von Grayskull zu vertrauen. Alle anderen Möglichkeiten waren aufgrund der Stärke des Angriffs keine Option.

Das Schwert der Macht mit beiden Händen umklammernd, wartete sie darauf dass der Energieblitz sie erfasste und sie brauchte nicht lange zu warten. Nur Momente später traf die Entladung aus dunkler Energie auf die Klinge...

 

 

Mit zittrigen Beinen stand She-Ra inmitten eines kleinen Kraters, den der Einschlag hinterlassen hatte. Ihre Finger konnten das Schwert der Macht nicht mehr halten. In einem leichten scheppern fiel die Waffe zu Boden, blieb an Fußspitzen der Stiefel der Heldin liegen.

Mit angsterfülltem Blick sah She-Ra auf Ihre Hände. Kraftlos und ebenso zittrig wie Ihre Beine erschienen Ihr die Gliedmaßen, unfähig die Waffe und damit den Kampf gegen Hordak wieder aufnehmen zu können. Der Befehl das Schwert der Macht erneut zu ergreifen formte sich in Ihren Gedanken, aber es kam nicht dazu...

 

Hordak hob interessiert eine Augenbraue, als She-Ra es erneut geschafft hatte einen seiner stärksten Angriffe zu parieren. Trotz der neu erworbenen Macht lieferte diese sterbliche Ihm, einem fleischgewordenem Gott, einen erstaunlich harten Kampf.

‚Vielleicht lasse ich Ihr dafür die Gnade des Todes zukommen, wenn ich mit Ihr fertig bin!'

 

Noch bevor die blonde Kriegerin das Schwert Ihres Bruders erneut aufnehmen konnte, wurde sie von einem Energieblitz erfasst.

Von Schmerzen erfüllt schrie sie auf. Das Blut in Ihren Adern schien zu gefrieren und gleichzeitig schien Ihre Haut von innen heraus zu verbrennen. Die letzten Reste Ihrer Rüstung schnitten sich weiter in Ihre Haut hinein, verstärkten Blutungen und ohnehin schon bestehende Verbrennungen und fügten Ihr zusätzliche Pein zu.

Sie wusste nicht, ob sie jemals schon solcher Pein ausgesetzt war. Selbst der Schmerz, den sie in Gestalt von Adora in der Gefangenschaft der Horde ertragen musste, kam Ihr im Vergleich zu Hordak's Angriff wie ein kleines, unbedeutendes Unwohlsein vor, obwohl sie wusste, dass die Erinnerung die Empfindung hatte verblassen lassen.

‚Ich darf nicht aufgeben! Ich werde nicht aufgeben! Für Dich Mutter, für Vater, für Teela, Duncan, und alle anderen Menschen, die auf mich vertrauen. Ich werde euch nicht enttäuschen!'

All Ihre Entschlossenheit zusammen nehmend, richtete She-Ra sich wieder auf. Keinesfalls wollte Sie Hordak den Triumph gönnen, Sie auf den Knien vor Ihm kriechend zu sehen.

 

„Du leistest mir also immer noch Widerstand She-Ra? Wie töricht von Dir... wie heldenhaft", meinte Hordak nicht ohne einen gewissen Ausdruck von Spott in seiner Stimme.

„Unterwirf Dich mir, knie nieder vor mir, und Dein Leiden wird ein Ende haben!"

 

„Solange ich atmen kann, werde ich mich Dir entgegen stellen! Vielleicht werde ich meine Rache nicht mehr bekommen, aber ich kann verhindern, dass Du die Menschen, die mir etwas bedeuten in die Sklaverei führst."

 

„Dann ertrage den Zorn der Horde, Heldin!"

Ansatzlos schleuderte Hordak der blonden Kriegerin eine Vielzahl von neuen magischen Angriffen entgegen.

Die Schmerzensschreie von She-Ra hallten durch die ganze Ebene, waren für den Anführer der Horde eine seltsame Art Musik, die vom Chor der sich entladenden Waffen, die im Hintergrund stetig weiter feuerten, begleitet wurde.

 

„Ist es das Wert She-Ra? Ich kann Dein Leiden beenden! Du musst nur Deinen Widerstand aufgeben, und vor mir auf Die Knie fallen."

 

She-Ra schüttelte nur den Kopf. Sie konnte nicht auf den Spott von Hordak antworten. Jede Faser Ihres Körpers sehnte sich nach einem Ende der Qual, das so einfach schien. Sie musste sich nur fallen lassen, nur Ihren Widerstand aufgeben und doch fiel Ihr nichts schwerer als das.

 

„Du zögerst das unvermeidliche nur länger hinaus She-Ra. Du kannst mir nicht länger widerstehen!"

 

Ein dunkler Schatten legte sich über sie und She-Ra hatte das Gefühl das dies Ihr Ende sein könnte, als Sie die Stimme von Teela vernahm.

 

„Halte Durch She-Ra! Wir kommen zu Dir!"

Wie durch einen Schleier hörte sie die Stimmen von Teela, Kittrina und Man at Arms, die Ihr zuriefen, versuchten Ihr Mut zuzusprechen und sie auf die bald kommende Hilfe hinwiesen.

 

Der Schatten verschwand, und Sie sah wie sich ein weiterer Energieblitz aus Hordak's Hand auf sie zu bewegte. Sie biss die Zähne zusammen, versuchte sich auf den erneuten Schmerzimpuls vorzubereiten, den sie fühlen würde ...

 

 

 

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