He-Man.de05.02.2012
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Future Imperfect - Teil 44

 

 
 
 
by ZeroCool
 
 
 

 

Mit einer nie gezeigten Wildheit wirbelte She-Ra durch die die Linien der Horde. Längst hatte sie den Rücken des Kampftigers verlassen und hatte sich alleine in Richtung Ihres Ziels durchgeschlagen.

Das Schwert des Schutzes durchschnitt den Torso eines weiteren Troopers. Die Spitze eines Speeres prallte auf Höhe Ihres Bauchnabels an Ihrer Rüstung ab. Sofort ergriff sie den hölzernen Schaft der Waffe, riss den Soldaten dahinter zusammen mit seiner Waffe herum und schleuderte Ihn gegen einen seiner Artgenossen, dessen Waffe daraufhin einen weiteren Trooper zu den ewigen Jagdgründen schickte. Wie mechanisch übersprang die Walküre einen weiteren Angreifer, ließ dadurch die Ihr geltenden Energiestrahlen aus den Mündungen mehrerer Strahlenwaffen ins Leere gehen und trennte mit einem sauberen Rundtritt den Kopf des Troopers von dessen metallenem Körper ab.

Zwei Blasterschüsse durchschlugen Ihren roten Umhang von hinten, schlugen im rückwärtigen Bereich Ihrer Rüstung ein und ließen die Amazone für einen kurzen Moment Ihr Gleichgewicht verlieren.

Bevor She-Ra reagieren konnte, spürte Sie wie sie von etwas schwerem zu Boden gerissen wurde und Sekunden später drangen weitere Trooper auf Sie ein, versuchten Sie am Boden zu halten, versperrten Ihr sogar die Sicht in Richtung des Himmels. Sofort stießen die scharfen Spitzen mehrerer Speere in Ihre Richtung, prallten vorerst noch von Ihrer Rüstung ab.

‚So wird es nicht enden... Ich werde nicht aufgeben, und ich werde meine Rache bekommen!'

Mit einem gewaltigen Schrei auf den Lippen stieß She-Ra die sie haltenden Trooper von sich. In einer schnellen Bewegung war sie wieder auf den Beinen, blockte dabei mit Ihrem Schwert die Schüsse zweier Trooper ab und stürzte sich auf die verbliebenen Trooper, die Ihrer geballten Wut nichts entgegen zu setzen hatten. In einem Funkenregen hauchten die nächsten drei Trooper Ihre Existenz aus.

„Ist das alles, Hordak? Du kannst Dich nicht ewig vor mir verstecken!"

 

Noch bevor She-Ra Ihre Antwort bekam, sah sie wie sich gut drei Dutzend weitere Soldaten aus der dem Hauptfeld der Streitkräfte lösten und auf Sie zu steuerten.

Energiestrahlen durchschnitten die Luft, die von Rauch und metallischen Überresten in eine beinahe feste Wand verwandelt worden war, suchten die blonde Amazone aufzuhalten.

She-Ra hatte Mühe die mannigfaltigen Schüsse mit dem Schwert abzuwehren, doch noch schaffte sie es unbeschadet zu bleiben.

Sich nach rechts abrollend wich sie den Speeren aus, die sie nun zusätzlich zu den Energiestrahlen der Trooper als Ziel auserkoren hatten. Im aufstehen schlitzte das Schwert des Schutzes die Brustpanzer zweier Horde Soldaten auf, ließ diese ebenso wie viele andere zuvor zu einem Bündel aus Schaltkreisen und Metall verkommen.

Weitere Blasterschüsse abwehrend rannte sie auf die Gruppe an Troopers zu, die Ihr zusetzten.

Ein Faustschlag ließ den Helm eines sich nähernden Troopers zerbersten. Gleichzeitig riss sie Ihr Schwert wieder hoch, um sich vor einer erneuten Salve der feindlichen Waffen zu schützen, doch diesmal waren es zu viele Energiestrahlen... selbst für die Prinzessin der Macht.

Sie spürte die Hitze als mehrere Feuerstöße in der Frontpartie Ihrer Rüstung einschlugen, die sie vor schwereren Verletzungen schützte, doch selbst das durch die Magie von Grayskull verstärkte Metall konnte ihr nicht unendlichen Schutz gewähren.

Weitere Brandlöcher in Ihrem Umhang und ein Schmerzimpuls, der von einem Streifschuss, der sie an ihrem ungeschützten Oberschenkel getroffen hatte, machten ihr das mehr als nur deutlich.

Sich unter dem erneuten Feuer der Strahlenwaffen wegduckend, rollte sie sich ab. Ein weiterer Trooper fiel einem schnellen Fußfeger zum Opfer. Im Aufstehen stieß Sie das Schwert des Schutzes zwischen die metallenen Panzerplatten, die den Oberkörper der Horde-Soldaten abdeckten, zog das Schwert sofort wieder zurück und durchschlug in einer schnellen Rechtsdrehung drei weitere Trooper.

‚Ich darf mich hiervon nicht aufhalten lassen... Es ist Hordak, den ich besiegen muss!'

 

Nahezu einhundertfünfzig zerstörte Horde-Trooper und eine für She-Ra unvorstellbar lange Zeit später, hatte die Prinzessin von Eternia es geschafft sich Ihren Weg durch die Roboter-Armee zu schlagen. Die Überreste der robotischen Kriegsmaschinen säumten ihren Weg der Zerstörung, der bis zu Hordak selbst führte. Nur Grizzlor, Leech, Mantenna und Schadow Weaver selbst standen zwischen Ihr und dem Anführer der Horde.

 

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„Grizzlor! Leech! Mantenna! Haltet Sie auf! Ich will She-Ra am Boden sehen!", bellte Hordak seinen Untergebenen entgegen.

Augenblicklich stürzten die drei Generäle auf die blonde Amazone zu.

Noch bevor einer der drei neuen Angreifer Sie erreichen konnte, musste She-Ra bereits all ihr Können aufwenden, um den Strahlen, die aus Mantennas Augen schossen auszuweichen. Ihre Bemühungen waren aber nur kurzen Erfolgs, denn auch wenn sie es immer wieder schaffte den Angriffen des Monsters mit den Glubschaugen zu entgehen, so sah sie sich nun auch noch den Attacken von Grizzlor gegenüber. Die Kampfaxt der Horde-Kriegers prallte mit animalischer Kraft gegen das Schwert des Schutzes, das She-Ra im letzten Moment noch gegen die Klinge stemmen konnte.

‚Er ist verdammt stark. Ich darf mich nicht auf ein Kräftemessen mit Ihm einlassen solange die anderen noch hier sind.'

Die Spitze Ihres Stiefels in die Kniescheibe des Kriegsmeisters der Horde vergrabend nutzte She-Ra dessen durch die Schmerzreaktion leicht offene Deckung um Ihn mit einem starken Faustschlag in die Magengegend zurückzuschleudern.

Gerade noch rechtzeitig konnte sie sich den Saugknopfartigen Klauen von Leech entziehen und das Sumpfmonster mit einem Fußtritt von den Beinen zu holen.

Erneut brannten Energiestrahlen aus den Augen von Mantenna durch die Luft, suchten Ihr Ziel, aber auch diesmal konnte sich die Walküre den Angriffen des Insektenartigen Monsters entziehen und die Strahlen mit Ihrem Schwert abwehren.

Grizzlor stürmte erneut heran. Ein Wurfmesser sauste aus seiner Hand, den rechten Oberschenkel der Walküre als Ziel anvisiert, während der Horde General sich mit seiner Kriegsaxt von der anderen Seite auf She-Ra stürzte.

Den Dolch mit einer Hand auffangend nutzte die blonde Kriegern das Momentum von Grizzlor's Angriff gegen Ihn und beförderte Ihn mit einem geschickten Schulterwurf direkt in die Schussbahn von Mantenna, dessen nächster Angriff den Horde General völlig unvorbereitet traf.

 

Aus den Augenwinkeln konnte She-Ra erkennen, wie Leech zu einem neuen Angriff ansetzte. Sie wirbelte herum, bereit den Monsterkrieger abzuwehren, als sie von einem Energieblitz in den Rücken getroffen und direkt in die Arme von Leech geschleudert wurde.

 

Shadow Weaver, die dunkle Hexenmeisterin der Horde hatte -   im für She-Ra denkbar ungünstigsten Moment - in den Kampf eingegriffen und den Streitkräften der Horde dadurch einen vielleicht entscheidenden Vorteil eingebracht.

Leech verlor keine Zeit damit sich über die plötzliche Wendung des Kampfes zu freuen, sondern presste seine Klauen sofort gegen den Kopf der blonden Kriegerin und begann Ihre Kraft aufzusaugen, während Shadow Weaver sie immer noch im Focus Ihrer magischen Kräfte hatte und die Verteidigerin von Eternia immer wieder mit neuen magischen Angriffen beharkte.

 

Um sie herum drehte sich alles....

Sie hatte den Willen sich gegen dieses Gefühl zu wehren, aber Ihr Körper schien Ihr nicht zu gehorchen. She-Ra fühlte wie Ihre Kräfte nachließen und mit Ihnen auch der Wille etwas dagegen zu unternehmen. Taubheit breitete sich in Ihren Gliedmaßen aus, nur noch unterbrochen von brennendem Schmerz, den sie bei jedem Angriff von Shadow Weaver spürte.

Ein weiterer Schmerzimpuls durchfuhr den Körper der jungen Frau, ließ den festen Griff um das Schwert des Schutzes erlahmen. Die Klinge bohrte sich im selben Moment in den Boden als She-Ra zu Boden sank und Ihre Knie auf den festen Untergrund auftrafen.

‚Ich muss... dagegen ankämpfen... ich muss....'

 

Dunkelheit - Um Sie herum war grenzenlose Dunkelheit. She-Ra konnte Ihre eigene Hand vor Augen kaum erkennen - Schmerz - grenzenloser Schmerz, der jede Faser Ihres Körpers durchfuhr, Ihr langsam aber sich klar machte, dass es nicht Ihre eigene Hand war, die sie vor Ihren Augen sah.

Das intensive Gefühl des Schmerzes hatte all Ihre anderen Sinne taub gemacht. Jene Taubheit schien sich erst langsam zu mindern und in diesem Moment wurde Ihr klar, dass Ihre Hände rechts und links von Ihr an einem hölzernen Balken fixiert waren, ebenso wie Ihre Beine.

Die Haare hingen wirr in Ihr Gesicht und sie blutete aus mehreren Wunden. Von der einstmals schützenden Rüstung war nicht mehr viel übrig. Die wenigen Fragmente, die Ihren Körper nicht mehr wirksam schützten oder auch nur bedeckten wurden kaum mehr von sich selbst zusammen gehalten.

Scharfe Kanten der Rüstung hatten die zarte Haut der Heldin aufgeschnitten und sorgten nun - im Zusammenspiel mit anderen Verwundungen, die sie sich im Kampf zugezogen hatte,, dafür dass schmale Rinnsale roten Blutes sich Ihren Weg von den Schulterblättern über Ihre kaum mehr von der Rüstung bedeckten Brüste nach unten bahnten, wo sie zu Boden tropften, sich mit dem Blut der gefallenen vermischten...

 

Schwere Ketten, die um Ihre Handgelenke gewunden waren verhinderten dass sie sich von der kreuzartigen Konstruktion, an die sie gefesselt war lösen konnte.

Mit dem verschwinden der Hand vor Ihr schwand auch die Dunkelheit. Innerhalb von wenigen Sekunden erhellte sich die Umgebung und She-Ra fühlte wie das Licht Ihren tauben Gliedmaßen neue Kraft gab. Die Ketten zerbarsten unter der neu gewonnen Stärke, ließen She-Ra das Kreuz an dem sie festgebunden war verlassen. Anfangs musste sie Ihre Augen abschirmen um vom Licht der aufgehenden Sonne nicht geblendet zu werden, doch schließlich gewöhnten sich Ihre Augen an die neuen Lichtverhältnisse.

Als She-Ra die Augen wieder aufschlug konnte Sie Ihre Umgebung das erste Mal richtig erkennen.

Ihr Herz hörte auf zu schlagen...

Vor Ihr erstreckte sich ein blutiger Pfad hin zu den Toren des königlichen Palastes. Blutige Leichnahme der Soldaten von Eternia lagen zu beiden Seiten des Pfades bildeten einen eigenwilligen Saum des Weges, der immer wieder von gewaltigen Holzkonstruktionen unterbrochen wurde - Kreuze.

She-Ra schauderte als sie sah, für wen die Kreuze aufgestellt waren. Einen Mahnmal gleichend hingen die Masters, Mekaneck, Man - E - Faces, Ram-Man, Fisto, Sy-Clone und all die anderen am Rande des Weges...

Mit einem letzten Ruck riss She-Ra sich endgültig von den Ketten los, nahm den schmalen Pfad in Richtung des Königspalastes. Mit jedem Schritt den Sie ging sah sie mehr und mehr bekannte Gesichter Ihrer Freunde, die an den Kreuzen hingen -  Roboto, Moss-Man, Kittrina und schließlich Man at Arms... Sie wagte nicht weiterzugehen, aber irgendetwas trieb sie weiter an, bis schließlich die letzten der hölzernen Mahnmale sichtbar waren.

She-Ra fühlte, dass Ihr Hals wie zugeschnürt war. Heiße Tränen schossen Ihr in die Augen; Sie wollte schreien als Sie die Sorceress, Teela und Ihre Eltern, Randor und Marlena kraftlos und geschlagen an den letzten Kreuzen hängen sah, über Ihnen die diabolische Fratze von Hordak am Himmel über dem Palast. Mit einem stummen Schrei der Verzweiflung schrie Sie zur Göttin....

 

... und schlug die Augen wieder auf.

‚Das lasse ich nicht zu!' ... „Das lasse ich nicht zu!"

Mit letztem Willen versuchte die Prinzessin der Macht all Ihre verbliebene Kraft zu sammeln, sie in einen Angriff zu legen um sich aus der Umklammerung von Leech und der Macht von Shadow Weaver zu befreien...

 

Triebwerkssurren erfüllte die Umgebung und Laserstrahlen durchschnitten die Luft, schlugen in eine eilig errichtete Barriere ein und sorgten schließlich dafür dass Shadow Weaver den Angriff auf She-Ra abbrechen musste und sich einem neuen Feind zuwandte. Sekunden später hatte die Hexe das angreifende Fahrzeug mit Ihrer Magie schwer beschädigt. Der Sky-Sled stürzte unkontrollierbar zu Boden und in eine kleine Gruppe kämpfender Krieger, die er mit sich in einen Feuerball hineinriss.

Die Pilotin der Maschine jedoch, konnte sich vor diesem Schicksal retten und stand der dunklen Magierin der Horde nun gegenüber.

Den Kobrastab mit beiden Händen fest umklammert, beäugte Teela die Hexe, versuchte Ihre nächste Aktion vorherzusehen. Erinnerungen an Ihre Kämpfe gegen Evil-Lyn waren unvermeidlich. Zu oft hatte Teela sich in der Vergangenheit in einer ähnlichen Situation befunden und doch war nun alles anders.

Wieder stand sie einer mächtigen Hexenmeisterin gegenüber und wie auch gegen Evil-Lyn hatte Sie es wieder geschafft die magischen Angriffe von einem Ihrer Freunde abzulenken und den Feind stattdessen selbst zu konfrontieren.

‚Wenn ich die Hexe lange genug aufhalten kann ist Adora in Sicherheit. Ich darf nicht versagen... Adam... Ich habe versprochen Deine Schwester zu beschützen und ich werde mein Versprechen halten.'

 

Obwohl Sie all Ihre verbliebene Kraft aufwendete schaffte She-Ra es nicht sich aus der Umklammerung von Leech zu befreien. In einem letzter verzweifelten Versuch holte Sie aus und visierte die Gegend zwischen den Beinen des Monsters an, und schlug zu.

Mit einem lauten Schmerzensschrei löste Leech seine Klauen vom Kopf der blonden Amazone, sprang vor Schmerz schreiend von einem Bein auf das andere.

 

She-Ra fiel kraftlos nach vorne, musste sich mit beiden Armen abstützen um nicht bäuchlings zu Boden zu gehen. Obwohl sie sich aus der Umklammerung von Leech befreit hatte, war Sie augenblicklich zu geschwächt um weiter am Kampf teilnehmen zu können. Dennoch war Ihr nicht entgangen dass sie nicht mehr das Ziel der Angriffe Shadow Weaver's war. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Sorge zugleich sah Sie wie Teela die Hexenmeisterin der Horde konfrontierte.

‚Teela.. Du warst es, die mich gerettet hat... Ohne Dich wäre ich nun in wirklichen Schwierigkeiten. Ich bin froh dass Du an meiner Seite bist - Ich hoffe nur Du kannst Shadow Weaver trotzen.'

 

Lange hatte She-Ra jedoch nicht Zeit sich über diese neue Entwicklung Gedanken zu machen. Mantenna hatte die Überraschung einen eigenen Mitstreiter vorübergehend niedergestreckt zu haben verwunden und war auf dem Weg zu Ihr. Gleichzeitig hatte Leech den größten Schmerz weggesteckt und schickte sich an sein Werk zu vollenden.

Schatten des Zweifels waren auf dem Gesicht der Prinzessin zu erkennen. Zweifel ob sie wirklich siegen konnten. Hass und Wut auf Hordak und seine Untergebenen. Zweifel über die eigene Stärke...

Dann kippte Leech einfach um und auch Mantenna wurde von einer Rauchwolke und einer Explosion aufgehalten.

Eine Gestalt schritt aus der Rauchwolke heraus, trat über den Körper des bewusstlosen Leech in dessen Rücken eine große Wunde klaffte. She-Ra zwinkerte um zu erkennen, wer Ihr zu Hilfe geeilt war, doch der Rauch verhinderte zunächst dass sie die Silhouette einer Person zuordnen konnte...

 

weiter