Die Ebene vor Eternos, Hauptstadt von Eternia
Breit gefächert standen die Truppen von Eternia den Streitkräften der Horde gegenüber. Noch immer waren die Spuren der ersten Schlacht deutlich zu sehen. Vor allem die Körper von zerstörten Horde Troopern und die Wrack-Teile von einstmals mächtiger Kriegsmaschinerie der Horde gaben Zeugnis über die Niederlage von Catra's Truppen vor wenigen Tagen. Doch dieses Mal war die Situation anders. Nicht die königlichen Wachen von Eternia standen vor den Toren der Hauptstadt des Reiches, sondern vielmehr eine große Anzahl von metallenen Horde Soldaten, die stoisch auf den Befehl zum Angriff warteten.
Auf der anderen Seite, ritten König Randor, Königin Marlena, Prinzessin Kittrina und She-Ra an der Spitze des Haupttrupps Ihrer Armee, der aus Soldaten der königlichen Wachen von Eternos, Kriegern der Quadianer und Kulataks, sowie Soldaten von mehreren Dutzend kleineren Provinzen der hellen Hemisphäre bestand, auf die feindliche Armee zu.
Hinter Ihnen folgten Mekaneck, Man-E-Faces, Ram-Man und Fisto, während Stratos zurück geblieben war, um die Krieger Avions anzuführen, die sich um die Luftwaffe der Horde kümmern würden.
Ceratus führte die linke Flanke, bestehend aus Kriegern seines eigenen Volkes der Caligarier ins Feld, während Lord Dactys die rechte Flanke, die vor allem aus speleanischen Kriegern bestand ins Feld führte.
„Wird dies jemals enden? Wie viel Leid und Elend mussten wir bereits ertragen... Wir vermeinten die Mächte des Bösen besiegt zu haben, und doch stehen wir Ihnen immer wieder aufs neue Gegenüber...Nie ist der Friede von Dauer. Welche Entbehrungen müssen wir noch auf uns nehmen?"
Bitterkeit schwang in der Stimme von Königin Marlena mit, als sie die Worte an Ihre Mitstreiter adressierte.
„Zweifelt nicht meine Königin", entgegnete She-Ra Ihrer Mutter. Es fühlte sich seltsam an, die eigene Mutter mit der sie wenige Stunden zuvor noch vertraut gewesen war und die Ihr Geheimnis inzwischen sogar kannte nun wieder wie eine Fremde ansprechen zu müssen, doch musste sie die Scharade vor den anderen aufrecht erhalten, ob es Ihr gefiel oder nicht.
„Ich werde Hordak besiegen und es wird wieder Friede auf Eternia herrschen", sagte sie voller Zuversicht.
„Ich zweifle nicht an unserem Sieg She-Ra... ich habe Angst um den Preis, den wir dafür bezahlen könnten. Hordak wird sich nicht einfach ergeben...viele Menschen werden sterben."
Die Augen der Königin waren nun direkt auf die blonde Heldin gerichtet, die darin deutlich die Ängste der Königin sehen konnte. Vor allem die Angst um Ihre Tochter. Die Angst das eigene Kind zu verlieren.
„Ich werde die Menschen von Eternia beschützen Hoheit", entgegnete She-Ra Ihrer Mutter selbstsicher und drückte dabei sanft die Hand der Königin.
„Es ist meine Bestimmung und ich werde mich Ihr stellen."
„Das wirst Du She-Ra... das wirst Du. Aber pass auf Dich auf. Die Menschen setzen Ihre Hoffnungen in Dich! Du bist Ihr Licht der Hoffnung, Ihre Anführerin. Zu Dir sehen Sie auf, und nur wenn Du lebst, kannst Du die Menschen zum Sieg führen."
„Ich werde Acht geben, das verspreche ich euch", meinte She-Ra mit fester Stimme.
‚Mach Dir keine Sorgen Mutter... ich habe nicht vor den Heldentod zu wählen... Adam ist da draußen... Er lebt ... und ich will Ihn wieder sehen.‘
„Und nun zu Hordak.... Ram-Man, Fisto und Sy-Clone... ich werde Eure Hilfe benötigen um zu Ihm zu gelangen", begann She-Ra.
„Du wirst jede Unterstützung bekommen, die Du benötigst She-Ra", entgegnete Sy-Clone der Amazone.
„Wird langsam auch Zeit dass wir den Blecheimern zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind", warf Ram-Man ein.
„Wir stehen an Deiner Seite She-Ra!", drang es aus der Kehle von Fisto.
„Duncan... ich möchte dass du an der Seite von She-Ra in die Schlacht ziehst. Bitte achte auf Sie. Ihr darf nichts geschehen", befahl Marlena dem Waffenmeister in flüsternder Tonlage, so dass nur Man at Arms selbst und Ihr Gemahl der Anweisung gewahr wurden.
Mit einem kurzen Nicken signalisierte er der Königin seine Zustimmung und orientierte sich zu seiner Anführerin, die gleichzeitig das Alter Ego eines seiner Schützlinge war.
„Du sorgst Dich sehr um Sie, nicht wahr Marlena?"
Die Königin zuckte bei der überraschenden Frage Ihres Ehegatten erschrocken zusammen.
„Wen meinst Du Randor?"
„Ich spreche von Adora...Sie ist ganz alleine auf Castle Grayskull zurückgeblieben. Nur die Sorceress ist bei Ihr. Ich hoffe sie wird mit den Erfahrungen, die sie durchleben musste fertig. Denkst Du es war ein Fehler nicht bei Ihr zu bleiben?"
„Oh...natürlich... Adora...Ich hoffe dass es Ihr gut geht und ich brenne darauf dass dies alles vorbei ist, damit ich sie wieder in meine Arme schließen kann."
Als sie die Worte aussprach und damit ein weiteres Mal die neu erkannte Wahrheit vor Ihrem Ehemann verbarg, wurde Marlena bewusst wie schwer es für Adora, aber auch für Adam gewesen sein musste, geliebten Menschen die Wahrheit vorzuenthalten oder sie zu belügen.
‚Ich wünschte ich hätte Euer beider Geheimnis früher erfahren Adam und Adora. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätte ich nur davon gewusst.‘
Unauffällig gesellte sich Duncan, der Waffenmeister zu der Gruppe von Soldaten und Verteidigern, die zusammen mit She-Ra an vorderster Front in die Schlacht ziehen würden.
„Lasst uns Horde-Trooper kurz und klein schlagen gehen!"
„Zeigen wir denen, mit wem sie sich eingelassen haben!"
„Wir warten nur auf Dein Zeichen She-Ra!"
Die blonde Kriegerin nickte Ihren Mitstreitern zustimmend zu, ehe sie sich auf Battle-Cat in Richtung der feindlichen Truppen in Bewegung setzte, um Hordak, Ihren Erz-Nemesis zu konfrontieren.
Sie schauderte bei dem Gedanken dem Herrn der Horde nun in Persona gegenüber zu stehen, war es doch letztlich er, der für die schmerzhaftesten Erfahrungen in Ihrem Leben verantwortlich war, auch wenn er dabei nicht persönlich dabei gewesen war.
„Es endet hier Hordak! Gib Eternos frei und zieh mit Deinen Truppen ab oder sieh den Konsequenzen ins Auge!" rief die blonde Amazone den Truppen der Horde, hinter denen sie den dunklen Kriegsherrn vermutete, entgegen.
Du dringst in unsere Welt ein... und wir weichen zurück... Du versklavst ganze Völker... und wir weichen zurück... Du lässt die Menschen die wir lieben höllische Qualen durchleiden um Deine Gier nach Hass und Tod zu befriedigen... und wir stehen machtlos daneben. Doch diesmal nicht!
Die Momente vergingen, wurden zu Sekunden, die zu Minuten wurden, doch nichts oder niemand hinter den Linien der Horde-Trooper reagierte auf She-Ras Aufforderung.
„Zeig Dich Hordak! Oder bist Du zu feige um mir gegenüber zu treten? Du kannst Dich nicht vor mir verstecken!"
Nach schier endlosen Sekunden kam Bewegung in die Reihen der metallenen Soldaten. Hin zum Tor der Stadt bildete sich eine breite Gasse in deren Mitte niemand anderes als Hordak, Anführer und Kriegslord der wilden Horde auf die kleine Gruppe um She-Ra zu schritt.
„Große Worte She-Ra! Ja, in der Tat ich kenne Deinen Namen... Ebenso ist mir bekannt, dass Du meinen Truppen auf Etheria sehr viel Schaden zugefügt hast... aber dies ist nicht Etheria! Deine Truppen sind in der Unterzahl... Ihr könnte mich nicht besiegen... Weder Du noch Deine Soldaten sind stark genug um sich der Macht der Horde entgegen stellen zu können. Bist Du immer noch bereit Deinen Worten Taten folgen zu lassen?"
„Mehr als nur bereit Hordak", rief sie Ihrem Opponenten entgegen, während Sie das Schwert des Schutzes aus der Scheide auf Ihrem Rücken hervorzog und auf Hordak richtete.
„Lass mich Dir eines sagen: Es gab jemanden da draußen, all die Jahre, die es dauerte bis Du aus Deinem jämmerlichen Loch gekrochen bist... jemanden der durch die Dunkelheit wanderte... jemand Angsteinflößenden... jemanden der nicht aufhörte nach Dir zu suchen, bis er seine Rache bekommen würde... Mich!
Ich bin zurückgekehrt... nur für diesen einen Zweck! Dies wird unser erstes und letztes Aufeinandertreffen auf dem Schlachtfeld Hordak und ich werde meine Rache bekommen!"
Blanker Hass sprach aus She-Ra. Gefühle die dem innersten selbst der Prinzessin der Macht entsprangen und die Ideale die sie als Verteidigerin von Eternia und Bewahrerin der Macht von Grayskull bis auf die Grundfeste erschütterten, doch in jenem Moment hatten Wut, Angst, Verzweiflung und der Durst nach Rache die Oberhand gegen all Ihre Überzeugungen und Ideale errungen.
„Du magst Recht haben She-Ra. Dies wird unser erstes und zugleich letztes Zusammentreffen auf dem Schlachtfeld sein, aber Du wirst dieses Schlachtfeld bestenfalls als meine Sklavin verlassen! Horde Trooper, zum Angriff. Vernichtet Sie! Lasst keinen von Ihnen am Leben. Nur She-Ra gehört mir!"
Mit dem Befehl von Hordak strömten hunderte von metallenen Horde Soldaten aus den Toren der Stadt hinaus. Die Strahlenwaffen im Anschlag stapften die Trooper im Gleichschritt auf die Armee von Eternia zu. Doch noch blieben Hordak's Generäle zurück und hielten sich, wie auch der Anführer selbst, von der Schlacht fern.
„Es beginnt", meinte Marlena knapp angebunden zu Ihrem Ehegatten.
„Kampfpositionen! Bereitet euch auf den Kampf vor!" schrie Randor seinen Truppen entgegen.
Ein ungutes Gefühl bereitete sich in der Magengegend des Königs von Eternia aus. Er hatte das Gefühl, als hätte er etwas Wichtiges übersehen.
„Erstes Bataillon, vorbereiten für den Fernkampf. Feuer eröffnen sobald die Gegner in Sichtweite sind! Dritte und Vierte Kohorte, beobachtet den Luftraum und macht euch bereit Gegenmaßnahmen zu ergreifen!"
Hektisch führten die Soldaten die Befehle von Randor aus, bereiteten sich auf die ersten Gefechte der Schlacht vor. Die vordersten Soldaten zogen Ihre Strahlenwaffen hervor, legten auf die entgegen kommenden Trooper an, während der Rest sich auf einen Angriff der Batmechs vorbereitete.
„Marlena, bleib an meiner Seite."
„Ich bleibe bei Dir Randor."
Mit jeder verstreichenden Sekunde kamen die Truppen der Horde näher. Der Beginn der Schlacht stand unmittelbar bevor.
„Es geht los She-Ra! Sollten wir sie nicht angreifen, bevor sie auf unsere Truppen treffen", meinte Ram-Man, der inzwischen an der Seite der Amazone stand.
„Du hast Recht Ram-Man. Aber ich will Hordak! Er gehört mir alleine!"
She-Ra blickte kurz hinter sich, musterte die Gesichter Ihrer Gefährten, ehe Ihr Blick wieder zu den herannahenden Troopern und Hordak wanderte.
„Gentlemen, räumen wir die Straße frei!"
„Los Battle-Cat. Auf in die Schlacht! Auf in den Krieg! Auf zu Tod und Sieg!"
Mit lautem Brüllen stürzte sich der Kampftiger mitsamt seiner Reiterin auf die ersten Trooper und eröffnete damit die Schlacht. Hinter Ihnen folgten Ram-Man, Fisto, Sy-Clone und Man at Arms.
Funken sprühten als sich die Klauen von Battle-Cat und das Schwert des Schutzes Ihren Weg durch die Rüstung der metallenen Soldaten bahnten und den Feind um die ersten Einheiten dezimierte.
Um She-Ra herum fällten Ram-Man und Fisto mit Ihren Attacken das nächste Dutzend der feindlichen Krieger.
Sy-Clone wirbelte durch die Reihen und riss zahlreiche Trooper mit sich, während Man at Arms der Spur von Battle-Cat folgte und den Rücken der Prinzessin deckte.
Ehe die Schlacht richtig begonnen hatte, hatten die Verteidiger von Eternia eine Schneise in die Reihen der Horde Truppen geschlagen, die sie direkt zu Hordak führen würde.
„Feuer eröffnen", donnerte die Stimme von König Randor über die Ebene als die ersten Horde Trooper in Reichweite der Strahlenwaffen der Soldaten der königlichen Garde kamen.
Dutzende todbringende Strahlen waberten über die Ebene, fraßen sich durch die eisernen Panzer und verschmorten darunter liegende Schaltkreise. Trooper gingen zu Boden, blieben reglos und rauchend liegen, während neue Einheiten emotionslos über Ihre zerstörten Vorgänger schritten und sich selbst in Feuerstellung brachten.
„Das ist Wahnsinn... es sind viel zu viele! Das sind zehntausende von Troopers", schrie einer der Soldaten unweit von König Randor und Königin Marlena entfernt.
„Wie können wir gegen so viele diesen Soldaten bestehen? Sie werden uns einfach überrennen!"
Seine Bedenken blieben unerhört, als er von einem Energiestrahl getroffen zu Boden ging...
„Schilde! Wehrt den Gegenangriff ab!" rief Randor seinen Truppen erneut zu.
Doch für einige war dieser Befehl bereits zu spät. Der Aufschrei getroffener Soldaten ging im Lärm der immer wieder aufs Neue feuernden Strahlenwaffen auf beiden Seiten unter.
„Nahkampf-Einheiten zu mir", befahl Kittrina, die sich bislang im Hintergrund gehalten hatte.
„Wir müssen sie in den Nahkampf ziehen. Mit dem Schwert sind wir Ihnen überlegen."
„Seid vorsichtig Kittrina! Sie mögen nicht so geübt im Nahkampf sein, aber sie in einen solchen zu verwickeln wird keine einfache Aufgabe sein", antwortete Randor der Quadianischen Prinzessin.
„Mekaneck, wie ist die Situation? Gibt es eine Möglichkeit einen Trupp auf Nahkampf Distanz heranzuführen? Und was ist mit She-Ra und Man at Arms?"
Augenblicklich schnellte der Hals des galaktischen Kundschafters heraus, und Mekaneck verschaffte sich einen Überblick über das Kampfgeschehen.
„She-Ra schlägt sich einen Weg zu Hordak frei. Man at Arms ist direkt hinter Ihr und hält Ihr den Rücken frei", beschrieb Mekaneck die Situation.
„Wenn Ihr es schafft zu Ihr aufzuschließen habt Ihr gute Chancen Kittrina. Aber es ist ein gefährliches Unterfangen und das Risiko ist sehr hoch!"
„Dann wünscht mir Glück", entgegnete Ihm die Quadianerin.
„König Randor. Ich werde versuchen mich She-Ra anzuschließen und die Horde mit einem Teil der Truppen aus der Nähe anzugreifen."
„Passt auf euch auf Kittrina. Und viel Glück", warf Randor Ihr zwischen zwei Atemzügen zu.
„Verstanden", antwortete die Prinzessin von Felis Quadi.
Mit katzenhaften Bewegungen und kurzen Sprüngen bewegte sie sich durch die Soldaten und schloss langsam aber sicher zu She-Ra und Ihren Begleitern auf, die noch immer eine Schneise in die gegnerischen Truppen schlugen.
Völlig überraschend für die Horde Trooper griffen die Anhänger von Kittrina sie mit Schwertern und Lanzen an, trennten metallische Gliedmaßen von den Körpern ab, oder durchbohrten die Körperpanzerungen mit Ihren Klingen.
Als der Überraschungseffekt abklang, tauschten auch die Truppen der Horde die Fernkampfwaffen gegen Schwerter und Schilde ein und setzten den Angreifern entgegen.
Mühsam duckte Kittrina sich unter einem Schwerthieb weg, konterte Ihrerseits mit einem Ausfall und trieb Ihre Klinge in den Torso Ihres Gegenübers. Funken sprühten und verkündeten das Ende jenes Angreifers, doch die Katzenlady hatte sich bereits dem nächsten feindlichen Soldaten zugewandt.
Leichtfüßig wich sie einem Angriff aus, brachte sich für einen erneuten Gegenangriff in Stellung und schlug mit Ihrer Waffe auf das Schild des Gegners ein. Sie musste nicht lange warten, bis sich eine Lücke in der Verteidigung des Gegners öffnete, die sie mit routinierter Kaltblütigkeit ausnutzte und die Existenz des Troopers in einem weiteren Meer aus Funken beendete.
Eternos, der Kommandostand von Hordak
„Welch unerwartete Gegnerin", meinte Shadow Weaver mit einem Blick auf She-Ra.
„Wie wahr Weaver. Eine Gegnerin, die mir meinen Sieg nur versüßen wird, während sie selbst den bitteren Geschmack der Niederlage kosten muss. Modulok, wie ist der Status unserer Truppen?"
„Die Truppen, die wir ausgesandt haben werden zu schnell dezimiert, großer Hordak. Wenn die Schlacht weiterhin diesen Verlauf nimmt, könnten Eure Bemühungen verzögert werden. Ich würde euch vorschlagen, die Falle zuschnappen zu lassen, und Force Captain Catra den Einsatzbefehl zu erteilen."
„Vielleicht keine schlechte Idee Modulok. Öffne einen Kanal zu Catra! Sie soll die Falle zuschnappen lassen!"
„Ja Meister", antwortete Modulok.
„Was ist mit unseren Verstärkungen? Wir haben noch immer unsere Luftflotte und viele Destrukto-Panzer auf unserer Seite."
„Schickt sie aus. Wir werden diese Narren nicht nur besiegen, wir werden Sie vernichtend schlagen und jeden Widerstand brechen und beginnen werden wir mit She-Ra!"
Die Ebene vor Eternos
„Batmechs! Randor sie greifen aus der Luft an", schrie Marlena um den Kampflärm zu übertönen, während Sie mit Ihrer Waffe auf einen weiteren Angreifer zielte und den Abzug auslöste.
„Stratos, Buzz-Off... Sie setzen Ihre Luftflotte ein. Seid Ihr bereit?" sprach Randor in seinen Kommunikator.
Randor brauchte keine Antwort abzuwarten. Noch ehe die Batmechs der Horde zum Angriff ansetzen konnten, waren die Truppen aus Avion und Andreenos zur Stelle.
Waffenfeuer erhitzte die Luft über dem Schlachtfeld als die beiden Armeen das Feuer aufeinander eröffneten. Mehrere Dutzend Batmechs stürzten brennend zu Boden, bohrten sich zwischen den kämpfenden in den Boden des Schlachtfeldes, nahmen dabei Trooper wie auch eternische Soldaten in einer Kakophonie aus Flammen mit in den Tod,
Feuerstöße aus unterschiedlichsten Waffen waberten hin und her und dezimierten beide Truppen von Minute zu Minute.
Die Schlacht verlief gut für die Truppen von Eternia. Seit beginn der Kampfhandlungen waren mehr Soldaten der Horde gefallen als Randor und Marlena zu hoffen gewagt hatten. Der Vormarsch der eigenen Truppen war langsam aber stetig.
‚Wir können sie schlagen! Wenn She-Ra sich um Hordak kümmern kann, haben wir mehr als nur eine echte Siegchance.' Mit neuem Kampfesmut stürzte Randor sich selbst ins Kampfgeschehen, erteilte taktische Anweisungen während er immer wieder spärlich durch die eigenen Reihen durchgedrungene Feinde von Marlena fern hielt, bis seine Königin die Möglichkeit hatte, sie mit Ihrem Blaster auszuschalten...
Es war Mekaneck, der die Truppen von Catra zuerst entdeckte. Sein langer, mechanischer Hals erlaubte es ihm, das Schlachtfeld zu überblicken und den Soldaten taktische Befehle zu geben. Der Umstand, dass die Horde ihnen eine Falle gestellt hatte und ihnen nun in den Rücken fiel, stellte den galaktischen Kundschafter vor eine schwere Entscheidung. Würde er Truppen von der Front abziehen, würde er diese erheblich schwächen. Tat er es nicht, würden sie von Catra und ihren Soldaten von Hinten überrollt. Eine solche Entscheidung übertrat seine Befugnisse und so wandte er sich direkt an König Randor und erklärte diesem die Situation.
„Wir lassen einen Großteil der Soldaten an der Front.", befahl der König. „Die Krieger des rechten Flügels sollen sich zurückziehen und uns den Rücken freihalten. Die Masters sollen sie dabei unterstützen."
„Wie ihr befehlt." Mekaneck gab den Befehl augenblicklich weiter und so kam es, dass Catra's Truppen rasch auf entsprechende Gegenwehr stießen. Schwerter krachten gegen das blanke Metall der Trooperrüstungen, Laserfeuer gegen Schilde, und über alledem tobte ein nicht minder erbarmungslos geführter Kampf in der Luft. Die Kämpfer aus Avion und Adreenos versuchten die gepanzerten Batmechs gegeneinander auszuspielen, indem sie ihre Beweglichkeit ausnutzen und die schnellen, aber schwerfälligen Maschinen durch gekonnte Flugmanöver so austricksten, dass sie aufeinander prallten.
Catra, die das Geschehen in der Luft weitgehend ignorierte, hatte momentan ganz andere Sorgen. Der Vormarsch ihrer Truppen war von einem Kontingent, das sich aus normalen Soldaten und einem Großteil der Masters zusammensetzte, gestoppt worden. Erst fluchte sie innerlich, dann rief sie den Troopern ein paar Befehle zu und entschied sich selbst in den Kampf mit einzugreifen. Sie zog ihre Maske tief ins Gesicht und verwandelte sich innerhalb von Sekunden in eine gefährliche Raubkatze, welche die gegnerischen Soldaten zwischen ihren Klauen zerriss.
Man -E- Faces stieß derweil einen gewaltigen Schlachtruf aus, als er die Gesichtszüge eines Monsters annahm und seine Kräfte so vervielfachte. Dutzende von Troopern fielen Seiner entfesselten Wut zum Opfer, doch die grauen Ritter der Wilden Horde schienen einfach nicht weniger zu werden. Die Situation schien ausweglos.
„Durchhalten." Es war die Stimme von Fisto, die neben Man -E- Faces erklang. Der Kämpfer mit der eisernen Faust hatte gerade einem Trooper den Schädel zertrümmert. „Wir wissen alle, um was es hier geht. Also gib nicht auf."
Die Worte Fistos hatten ihre Wirkung nicht verfehlt und in Man -E- Faces entflammte neuer Siegeswille.
„Ich werde nicht aufgeben.", schrie der Mann mit den vielen Gesichtern. „Meinetwegen können sie noch Hunderte von diesen Blechbüchsen auf uns hetzen. Ich ramme sie eigenhändig in Grund und Boden."