He-Man.de10.09.2010
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Future Imperfect - Teil 41

by ZeroCool

 

 „Wir werden hier warten Weaver... warten bis diese Narren in unsere Fallen tappen und wir Eternia im Handstreich erobern können! Die Rache ist mein...."


 

Castle Grayskull, ein Raum im westlichen Turm

 

Mit gemischten Gefühlen stand Adora Ihrem Vater gegenüber. Nur zu gerne hätte die Prinzessin von Eternia Ihr Geheimnis endlich mit Ihm geteilt, wie zuvor bereits gezwungenermaßen mit Ihrer Mutter, doch war die Situation in diesem Fall anders. Sie hatte eine Wahl... und Sie wusste wie diese Wahl auszusehen hatte. Es konnte keine Ausnahmen geben... nicht einmal Ihren eigenen Vater. Adora bedauerte in diesem Moment Ihre Mutter in das Geheimnis eingeweiht zu haben, auch Ihr die Last der Täuschung auferlegt zu haben, doch fühlte sie sich in Ihrer Gegenwart nun... freier als jemals zuvor.

Selbst für die Regentin von Eternia gab es noch dunkle Flecken in der Vergangenheit Ihrer Tochter - Dinge die Adora Ihr niemals, unter gar keinen Umstände erzählen würde - Vorkommnisse, die sie nur Adam anvertraut hatte... die sie niemandem jemals erzählen konnte, doch war es ein Anfang.

 

Sichtlich gedrängt hatte Adora versucht die Fragen von König Randor möglichst ohne Auslassungen der Wahrheit oder direkte Lügen zu beantworten. Einzig und allein den Bemühungen der Königin, die Ihr beigestanden und hin und wieder für Ihre Tochter eingesprungen war, wenn sie merkte, dass es Adora schwer fiel Ihrem Vater etwas vorzuenthalten, war es zu verdanken, dass Adora das Gespräch überstand. Deutlich merkte die Prinzessin wie wenig sie in der Lage war Ihr Geheimnis zu bewahren, hatte sie in den vergangenen 15 Jahren auch so gut wie keinen Gebrauch von Ihren schauspielerischen Fähigkeiten machen müssen. Deutlich erinnerte sie sich an die kreativen aber auch absurden und haarsträubenden Ausreden zurück, die Adam genutzt hatte, wann immer He-Man und She-Ra hatten eingreifen müssen. Alleine schon beim Gedanken an Ihren Bruder kehrte Ihre Melancholie zurück, doch die deutliche Stimme Ihres Vaters riss Sie schließlich aus Ihren Gedanken.

 

„Und Du versprichst mir, dass Du hier bleibst, wo Du in Sicherheit bist Adora?"

 

„Ja Vater, ich verspreche es", antwortete Adora wie automatisch, wissend dass es sich dabei um eine Lüge handelte. Eine Lüge, die sie nicht verhindern konnte.

 

„Gut... es stimmt mich zuversichtlich wenn ich Dich in Sicherheit weiß Adora. Hordak wird uns einen schweren Kampf liefern. Es ist gut wenn ich mich auf den Feind konzentrieren kann, und nicht in Sorge um Dich oder Deine Mutter sein muss", erklärte der König.

 

„Bei allem Respekt Randor, aber denkst Du wirklich ich würde Dich alleine in den Kampf ziehen lassen?" fragte Marlena entrüstet.

 

„Aber... aber Marlena... Ich dachte es wäre klar, dass Du bei Adora bleibst", meinte Randor überrascht. „Auf dem Schlachtfeld ist es nicht sicher! Es ist schlimm genug, dass Du heute bereits einmal gegen die Armeen der Horde antreten musstest."

 

„Ich werde an Deiner Seite stehen Randor! Ich könnte nicht zusehen, wie Du Dich für die Zukunft unseres Volkes aufopferst, während ich hier sitze und warte ob Du zurückkommst oder nicht!"

‚Und die Ungewissheit ertrage, was mit unserer Tochter geschieht, die an Deiner Seite kämpft, obwohl Du nichts davon weißt Randor.'

 

„Marlena... bitte! Sei doch vernünftig! Ich dachte es wäre schwer Adora zu überreden in Sicherheit zu warten, bis alles vorbei ist. Ich hätte diese starrköpfige Unvernunft eher von Ihr erwartet, als von Dir! Wie soll ich mich auf den Feind konzentrieren, wenn mich die ganze Zeit die Sorge um Dich plagt?"

 

„Denkst Du mir würde es besser gehen, wenn ich hier auf Dich warten muss? Ich würde sterben vor Sorge um Dich!" meinte Marlena aufgebracht und fügte: ‚um Dich und Adora', in Gedanken hinzu.

 

„Besser dieses Risiko, als die Möglichkeit, dass Du auf dem Schlachtfeld verwundet oder schlimmeres wirst", entgegnete Randor Ihr.

 

„Vater, Mutter... bitte... streitet nicht. Wir... wir haben nur noch so wenig Zeit zusammen, bevor die Schlacht beginnt."

‚Bevor ich Hordak erneut gegenüber stehe...'

„Lasst uns die wenige Zeit, die wir noch zusammen haben nutzen."

 

Mit einem stummen Nicken willigte Randor ein und auch Marlena signalisierte Ihrer Tochter mit einem müden, aber gutmütigen Lächeln Ihr Einverständnis.

Adora fand sich in einer Umarmung Ihrer beider Eltern vor, die sich von Ihrer Tochter unbemerkt weiterhin viel sagende Blicke zuwarfen. Instinktiv schmiegte Adora sich an Ihre Mutter, die sich mit beiden Armen umschloss, während Randor Ihr sanft über den Rücken strich.

‚Ich hoffe Ihr könnt mir verzeihen, dass ich euch so viel Kummer bereitet habe...'

 

 

Castle Grayskull, der Torbogen

 

Unsicher stand Teela Ihrem Vater gegenüber, wartete darauf, dass er etwas sagte. Doch der Waffenmeister stand Ihr schweigend gegenüber.

 

„Was erwartest Du von mir Vater?" stellte sie Ihm die Frage, auf die sie sich eine Antwort erhoffte.

 

„Ich weiß es nicht Teela", entgegnete Man at Arms Ihr wahrheitsgemäß.

 

„Wäre es Dir lieber, ich würde hinter den Mauern von Grayskull sitzen und warten was geschieht?"

 

Fast hätte Duncan die Frage mit „ja" beantwortet, aber er wusste, dass er Teela dadurch nur kränken würde, auch wenn sie seine Sorge sicherlich verstehen würde. So schwieg er erneut, und überließ Ihr das Reden.

 

„Ich bin die einzige, die diese Aufgabe erfüllen kann, Vater. Ich kenne Ihn seit unserer Kindheit... wir... wir waren die besten Freunde, fast wie Geschwister... bis... bis Adora in sein Leben trat..." sie unterbrach sich: ‚vielleicht auch bereits zuvor... Ich habe lange Zeit nicht gemerkt, wie sehr Adam sich seit dem Auftauchen von He-Man verändert hat. Erst heute begreife ich die Gründe dafür....Adam, wie habe ich Dir Unrecht getan... es tut mir leid...' fügte sie in Gedanken hinzu.

„Vater...Adora wird auf dem Schlachtfeld gebraucht, ebenso wie Du! Wer bleibt dann noch, um diese Aufgabe anzugehen? Nur die Königin und die Sorceress wissen von seinem Geheimnis. Willst Du eine von Ihnen zu Ihm schicken?"

 

„Marlena hat heute mehr als nur bewiesen, dass sie auf sich selbst aufpassen kann", entgegnete der Waffenmeister seiner Tochter.

„Aber sie musste nicht gegen Ihren tot geglaubten Sohn antreten. Du hast Recht Teela. Was die Sorceress betrifft.... Vielleicht ist es besser, wenn sie nicht so schnell wieder aufeinander treffen."

 

„Dann stimmst Du mir zu?"

 

„Ich kann nicht umhin, die Logik hinter dieser Entscheidung zu entdecken Teela, auch wenn sie mir nicht gefällt. Dennoch ist wohl die einzige Möglichkeit, die uns bleibt."

Duncan schloss seine Tochter in die Arme, drückte sie fest an sich.

„Versprich mir vorsichtig zu sein, Teela. Versprich es mir!"

 

„Ich verspreche es, Vater."

 

„Viel Glück, kleines. Ich hoffe wir stehen uns am Ende dieses Tages wohlbehalten und gesund gegenüber. Ich bete darum, dass Dir nichts geschieht."

 

„Wir sehen uns nach Ende des Kampfes Vater", meinte sie mit einem sanftmütigen Lächeln, ehe sie den nächstgelegenen Sky-Sled bestieg und sich auf den Weg zu Ihrem ersten Wegpunkt machte, dem Tal der Drachen...

 

Duncan sah Ihr wehmütig nach, als er Schritte aus dem Inneren des Schlosses hörte.

 

„Teela verlässt uns, obwohl sie verletzt ist?"

 

„Sie ist auf der Suche nach dem dunklen Wanderer, jenem Krieger, der Hordak aufgehalten hat, Mekaneck. Vielleicht kann er uns im Kampf gegen die Horde helfen oder sich zumindest nicht zu unseren Ungunsten einmischen", erklärte Duncan seinem Kameraden.

 

„Sagtest Du nicht dieser dunkle Wanderer hätte auch She-Ra angegriffen?" fragte Mekaneck nach.

„So wie ich es verstanden habe, ist uns diese Gestalt nicht unbedingt freundlich gesinnt. Was wenn Teela Ihn findet und in einen Kampf mit Ihm verwickelt wird?"

 

„Ich habe keine Ahnung Mekaneck. Ich hoffe nur dass es nicht soweit kommt."

 

„Wohin ist sie geflogen? Wir könnten Ihr folgen, um Ihr beizustehen, wenn es zu einem Kampf kommt", schlug der galaktische Kundschafter vor.

 

„Nein Mekaneck... wir können Teela nicht folgen... und wir können Ihr bei dieser Aufgabe nicht helfen. Sie muss dies alleine schaffen... und ich bete dafür dass sie den dunklen Wanderer lange genug ablenken kann, damit wir uns ganz auf Hordak und seine Armeen konzentrieren können", antwortete der Waffenmeister.

‚Ich hoffe Du kannst jenen Teil des dunklen Wanderers erreichen, der Adam's Persönlichkeit in sich trägt Teela. Das ist Deine beste Chance...'

 

„Ich verstehe", entgegnete Mekaneck.

„Und was werden wir tun wenn sie nicht erfolgreich ist?"

 

„Darüber möchte ich am liebsten gar nicht erst nachdenken Mekaneck. Es wird hart genug gegen Hordak zu bestehen, selbst mit She-Ra an unserer Seite..."

 

„Denkst Du He-Man wird noch auftauchen?", erkundigte sich Sy-Clone, der die letzten Worte des Gesprächs der beiden mitgehört hatte, als er aus dem Schlund des Totenschädels heraus auf die Maulbrücke getreten war.

 

„Ich würde nicht auf Ihn setzen Sy-Clone, auch wenn wir seine Hilfe mehr als nur gebrauchen könnten", antwortete Man at Arms grimmig.

‚Und das nicht nur weil uns dann die Sorge nach dem dunklen Wanderer abgenommen wäre.'

 

„Vielleicht kann She-Ra Ihn ja kontaktieren und Ihn dazu bringen uns zu helfen", meinte Mekaneck.

 

„So gerne She-Ra und ich Ihn an unserer Seite sehen würden, aber augenblicklich kann er uns nicht unterstützen. Es ist bereits ein Wunder, dass She-Ra uns rechtzeitig erreicht hat, um uns im Kampf beizustehen. Es gab Momente in denen ich nicht mehr mit Ihrer Unterstützung gerechnet hatte", führte der Waffenmeister aus, ohne dabei die ganze Wahrheit zu offenbaren.

 

„Sieht so aus, als müssten wir wieder unser ganzes Schlachtenglück in die Waagschale werfen, wie in alten Zeiten", spöttelte der galaktische Kundschafter, sehr zu Verwunderung von Sy-Clone.

 

„Wie in alten Zeiten Mekaneck?"

 

„Er meint die Zeit der großen Unruhen, Sy-Clone", erläuterte Man at Arms den Ausspruch des Kundschafters.

„Unter dem Kommando von Captain Randor sind wir in unzählige Schlachten gezogen, zum Teil gegen zahlenmäßig weit überlegene Gegner, doch wir haben es überlebt."

 

„Ich verstehe", meinte Sy-Clone.

 

„Vielleicht ist es Zeit den alten Kampfgeist von damals erneut zu beschwören, mit alten und neuen Mitstreitern", schlug Mekaneck vor und bezog damit auch den ehemaligen Wächter von Anwat-Gar in die illustre Runde ein.

 

„Vielleicht ist es das Mekaneck... vielleicht ist es das", entgegnete Duncan Ihm...

 

 

Evergreen Forrest, 30 Minuten später

 

Die ganze Kraft des Sky-Sled abrufend, flog Teela dicht über den Baumwipfeln Ihrem Ziel entgegen.

Während des bisherigen Fluges hatte sie keinen Gedanken an das bevorstehende Treffen mit dem Alter Ego Ihres vielleicht langjährigsten Freundes verwendet, doch je näher sie Ihm kam, desto mehr kreisten Ihre Gedanken um Adam... und um sich selbst...

 

„Hoffentlich bist Du nicht nachtragend Adam... Ich...ich habe Dir Unrecht getan. All die Jahre warst Du es, der mich und alle anderen in Form von He-Man gerettet hat, was habe ich getan? Ich habe Dich verspottet und Dich wegen Deiner angeblichen Feigheit an den Pranger gestellt, dabei warst Du der mutigste von uns allen! Wie sehr muss jedes Wort von mir Deinem Herzen einen Stich nach dem anderen versetzt haben und doch konntest Du uns nicht sagen, dass wir Dir Unrecht getan haben. Warum nur Adam? Warum?'

 

Wut stieg in Teela empor. Wut auf sich selbst, auf Adam, der sie nicht in sein Geheimnis eingeweiht hatte...und auch auf Ihren Vater, der all dies gewusst hatte. Am größten jedoch war die Wut auf sich selbst, die mit der Gewissheit, wie sehr sie Ihrem Jugendfreund in der Vergangenheit Unrecht getan hatte, einherging. Die junge Frau musste alle Selbstbeherrschung aufwenden, die sie hatte um nicht wutentbrannt gegen die Kontrollen des Sky-Sleds zu schlagen. Sie würde sich besser fühlen, wenn sie sich derart abreagieren könnte, dessen war sich Teela sicher, aber das Risiko das Fahrzeug dadurch zu beschädigen und Ihre Aufgabe zu gefährden konnte sie nicht eingehen.

‚Mein Aufgabe... ein Himmelfahrtskommando für das ich mich gemeldet habe. Vielleicht ist es die richtige Art und Weise die Schuld die ich an Adam auf mich geladen haben zu sühnen, wenn ich durch seine Hand sterben sollte...Besser ich als die Sorceress... die Sorceress, sie war bereits sich für uns alle zu opfern... Warum berührt mich Ihr Schicksal... war es wegen jenes Augenblickes in dem ich aufgewacht bin, und sie auf meiner Brust liegend vorfand? Warum weint mein Herz wenn ich an sie denke, an Ihre traurigen Augen, als sie gestand, dass sie He-Man geliebt hat? Und zugleich zerreist es mir das Herz wenn ich daran denke, dass es nicht wirklich He-Man, sondern eigentlich vielmehr Adam ist. Hätte ich doch nur früher gewusst, welches Geheimnis Du vor uns allen verborgen hast...'

 

Mehrere schnell aufeinander folgende Pfeiftöne aus Ihrem Kommunikator verrieten der Befehlshaberin der Wachen, dass die Truppen von Eternos vor Grayskull aufgebrochen waren, um sich mit den Verbänden aus den anderen Teilen des Planeten zu treffen um gemeinsam in die entscheidende Schlacht gegen Hordak zu ziehen.

Es war mehr als nur beeindruckend wie schnell die Völker von Eternia es geschafft hatten eine Streitmacht zusammen zu stellen. Nachdem die Kunde vom ersten Angriff auf Eternos durchgedrungen war und sich wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, waren die meisten Reiche in Alarmbereitschaft und hatten bereits begonnen eigene Truppen zu mobilisieren, als die Nachricht vom Sieg der eternischen Truppen letztlich durchgedrungen war.

Nun zogen sie gemeinsam mit den Soldaten von Eternos in den Kampf.

Einen Kampf, dessen Ausgang Teela nicht abschätzen konnte, an dem sie nicht direkt beteiligt war, obgleich sie wohl eine der wichtigsten Aufgaben ausführte.

 

‚Ich muss es schaffen... Adora, Vater, Sorceress... ich werde euch nicht im Stich lassen.'

 

 

Castle Grayskull

 

Nachdenklich beobachtete She-Ra wie die Truppen unter Führung Ihrer Eltern und Man at Arms Castle Grayskull verließen. Mit sorgenvoller Mine sah sie Ihrer Mutter nach, die sich gegen Ihren Vater durchgesetzt hatte und mit Ihm zusammen in die Schlacht zog.

Sie fröstelte leicht. Trotz der neuen Kleidung die Ihr die Sorceress als Adora zur Verfügung gestellt hatte und der neuen Rüstung, die sie als She-Ra trug, spürte sie noch immer die Kälte, die seit Ihrer Reise zum Mount Imperium zuerst wegen der nassen Kleidung und später durch die Beschwörung des dunklen Wanderers, die sie außer Gefecht gesetzt hatte, zu einem stetigen Begleiter Ihrer Reise geworden war.

‚Du willst stark sein, Mutter... für mich und dafür bin ich Dir sehr dankbar. Dennoch wird mein Herz schwerer wenn ich daran denke, was Dir zustoßen könnte. Meinetwegen nimmst Du all dies auf Dich. Nur weil Du mein Geheimnis kennst und mich nicht alleine gegen Hordak antreten lassen willst, bestehst Du darauf zu kämpfen. Bitte pass auf Dich auf...'

 

„Worüber denkst Du nach, She-Ra", hörte die Prinzessin die Stimme der Sorceress hinter sich.

 

„Es gibt so vieles Sorceress...", antwortete She-Ra Ihr abwesend. Der Zorn auf die Hüterin, den sie wegen des Schicksals Ihres Bruders verspürt hatte, war einer unterschwelligen Enttäuschung gewichen. Auch wenn She-Ra sich selbst nicht eingestehen wollte dass sie die Beweggründe der Sorceress verstehen würde, so war es so. Nachdenklich schob sie eine Strähne Ihres blonden Haares zurück, ehe sie zu einer Antwort ansetzte.

„Aktuell ist es die Sorge um meine Mutter, meinen Vater, doch genauso gut könnte es die Sorge um ganz Eternia sein..."

Die blonde Amazone atmete tief durch, stieß dabei einen tiefen Seufzer aus.

„Warum Sorceress... warum fühlt es sich so an als würde ich das Schicksal des ganzen Planeten auf meinen Schultern tragen?"

 

„Es ist Dein Schicksal Adora. Ebenso wie es das meine ist. Es ist der unabänderliche Lauf der Dinge."

 

„Ich habe nie nach diesem Schicksal gefragt, Sorceress... Als ich in Diensten der Horde stand war mein Leben einfacher. Ich habe Befehle befolgt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Konsequenzen konnten mir dabei stets egal sein. Es spielte keine Rolle was aufgrund meines Handelns geschah, solange ich den Auftrag ausgeführt hatte."

 

„Und Du sehnst Dich nach jenem Leben zurück Adora?"

 

„Nein. Dieser Teil meines Lebens ist vorbei. Ich habe vieles getan, worauf ich nicht sehr stolz sein kann und ich habe für jede meiner Sünden mehr als nur gelitten... Ihr wisst wonach ich mich wirklich sehne.... Nach wem ich mich verzehre, mehr als ich es mit Worten beschreiben kann."

 

„Dein Bruder."

 

„Ja... Adam... Er fehlt mir so sehr. Er wüsste die Last zu schultern. Mit Ihm an meiner Seite würde ich jede Herausforderung annehmen ohne zu verzagen... Doch ohne Ihn... Ich fühle mich so verloren und gleichzeitig bin ich es, auf die es ankommt. Wenn ich falle, fällt Eternia mit mir."

 

„Du bist stark She-Ra. Auch wenn Du jetzt zweifeln magst bin ich zuversichtlich dass Du Hordak schlagen kannst."

 

„Ihr sagt dies als wäre es das leichteste auf der Welt, Sorceress..."

 

„Das ist es nicht. Aber unsere Willenskraft alleine steht zwischen der Freiheit und dem Verderben. Denk immer daran, She-Ra."

 

Schweigend beobachtete She-Ra wie die eternischen Truppen langsam am Horizont verschwanden, während Sie über die Worte der Zauberin nachdachte.

Sie war alleine zurückgeblieben und doch würde sie in kürze vorneweg in die Schlacht reiten. Sie war es, auf die es ankam, auf die sich alle verlassen würden. Sie war es, hinter der alle standen, zu Ihr auf blickten ... mit Hoffnung, mit Stolz aber auch mit Sorge. Von allen Blicken waren es die voller Sorge, die Blicke Ihrer Mutter, Man at Arms' und Teela, denjenigen unter den Verteidigern die um Ihr Geheimnis wussten, die sie am meisten berühren würden. Doch sie durfte sich den Luxus von Gefühlen nicht erlauben, wenn sie gegen Hordak bestehen wollte.

Die Worte des dunklen Wanderers hallten in Ihren Gedanken wieder.

‚Deine Sentimentalität ist Deine Schwäche.'

Sie durfte sich nicht von der Sorge anderer um Ihre Person ablenken lassen, dies wurde Ihr in jenem Moment schmerzlich klar.

 

„Ich werde nicht aufgeben, Sorceress... Niemals..."

Die Erinnerung an die Geschehnisse auf dem Mount Imperium kam vollständig zurück. Sie konnte jene Stimme hören, die Ihr zurief aufzugeben, aber auch jene die Ihr Mut machte, die Stimme von Adam, der sie aufforderte an sich selbst zu glauben und sie hatte Ihre Antwort gefunden.

 

„Du bist die Hoffnung She-Ra. Gib Acht auf Dich selbst, sonst wird Eternia in der Hoffnungslosigkeit versinken."

 

 „Ich glaube heute ist mir bewusst geworden, warum Ihr Adam und mich vor 15 Jahren zum Gipfel des Mount Imperium geschickt habt, und Adam wusste es bereits damals, nicht wahr Sorceress?"

Es war mehr eine Feststellung, denn eine Frage, dennoch wollte die Prinzessin der Macht die Antwort aus dem Mund der Zauberin hören, wollte letzte Zweifel vertrieben wissen.

 

„Ja, so ist es She-Ra. Prinz Adam hatte sich seinem Schicksal bereits gestellt, indem er seine Schwester, indem er Dich aus der Gefangenschaft der Horde befreit hat, bewies er Mut, Weisheit, Freundlichkeit und Stärke. So wie Du, als Du das Schwert der Macht aus dem eisigen Schlund des Mount Imperium befreit hast. Du hast Dir selbst bewiesen, welche Stärke Du innehast. Nutze sie in Deinem Kampf gegen Hordak und Du wirst siegreich sein. Möge die Macht der Weisen Dir beistehen She-Ra und Dich die Schlacht unbeschadet überstehen lassen."

 

„Es ist nicht wichtig was mit mir passiert, wenn Eternia nur vom Bösen befreit wird, und Friede herrscht", entgegnete She-Ra der Zauberin voller neu gewonnener Zuversicht.

 

„So sei es", antwortete die Hüterin. „Und nun eile Dich. Die anderen warten bereits auf Ihre Anführerin."

 

„Lebt wohl Sorceress. Mögen wir uns nach der Schlacht erneut wieder sehen", entgegnete She-Ra der Hüterin und verließ ohne sich umzusehen den Raum.

 

‚Göttin, ich bete zu Dir. Lass die Söhne und Töchter Eternias siegreich aus dem Konflikt hervorgehen und gib Ihnen die Zukunft, die Ihnen durch mein Versagen vielleicht verwehrt worden wäre.'

Wenige Minuten später vernahm Teelana das Brüllen eines mächtigen Tigers und sah She-Ra wenige Sekunden später auf dem Rücken von Battle-Cat über die lädierte Maulbrücke in Richtung des Evergreen Forrest reiten.

 

„Lebe wohl, tapfere Tochter von Grayskull", sprach Teelana leise und verdrückte eine einzelne Träne die sich Ihren Weg über Ihre Wangen bahnen wollte...

 

 

Feldlager der Streitkräfte von Eternia, zwei Stunden später

 

Von überall her trafen von Minute zu Minute mehr Krieger ein und verstärkten die Reihen der eternischen Krieger. Neben den Soldaten der königlichen Garde standen tapfere Männer und Frauen aus den westlichen und östlichen Provinzen von Eternos, die wiederum von den Überlebenden Kriegern der Völker Subternias, den Speleanern und Caligariern flankiert wurden.

Trotz der Warnungen aus Eternos hatten beide Völker mit deutlichen Verlusten zu kämpfen.

Doch das Wissen darum, dass sie Frauen und Kinder damit einen sicheren Rückzug ermöglicht hatten, wog für die stolzen Krieger beider Völker mehr, als die Trauer über den Verlust Ihrer Kameraden.

Zusammen mit den Bürgern von Eternos und Felis Quadi waren Ihre Familien inzwischen mit den Luftschiffen aus Eternos, ebenso wie mit Wägen und zu Fuß auf den Weg in die Mystic Mountains, genauer gesagt nach Avion, der Stadt der Vogelmenschen. Avion hatte bereits einem Angriff der Horde erfolgreich getrotzt, und stellte für die Bewohner Eternias die beste Chance dar, sollten Ihre Streitkräfte in dieser entscheidenden Schlacht unterliegen.

 

‚Wird es so enden? Unser Volk bringt sich in Sicherheit, doch wie lange werden sie in Avion sicher sein? Die bevorstehende Schlacht wird die Entscheidung bringen, zum Guten und oder zum Bösen.

Göttin, hätte ich Doch nur früher von Adora's Geheimnis erfahren. All die Jahre hat sie die Bürde der Verantwortung alleine getragen und ich konnte Ihr nicht helfen. All die Jahre... ich habe es nicht gemerkt! Ebenso wie ich bemerkt habe was in Adam vorging. Dass er... dass er He-Man war... ist... Mein Sohn was ist nur mit Dir geschehen? Was ist aus Dir geworden? Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass Du noch am Leben bist, und nun? Wie muss es für Dich all die Jahre gewesen sein? Für Dich und Deine Schwester? Oh Adora, ich hoffe Du kommst mir Dir selbst ins Reine. Ich habe Angst um Dich... Ich möchte nicht, dass Du mit uns in den Kampf ziehst und doch brauchen wir Dich, oder Dein Alter Ego heute mehr als jemals zuvor. Mehr als jemals zuvor... Du bist es, die den Menschen von Eternia Hoffnung geben kann... Du alleine. Adora... wenn dies alles überstanden ist, bin ich für Dich da, wie es meine Aufgabe gewesen wäre...'

 

In der Ferne konnten König Randor, Königin Marlena, Man at Arms, Lord Dactys, König Carnivus, Prinzessin Kittrina, Ceratus, Stratos und Buzz Off beobachten wie sich die Armeen der Kulataks mit denen der verbliebenen Fürstentümer der hellen Hemisphäre Eternias vereinigten und zu den Truppen im Feldlager aufschlossen.

Randor konnte auf den ersten Blick erkennen, dass bei weitem nicht alle Fürstentümer der Aufforderung sich der Horde entgegenzustellen gefolgt waren. Zu groß war die Angst bei den anderen. Die Angst vor Hordak, dessen Rückkehr nicht nur die Soldaten sondern auch viele der Fürstenfamilien selbst vor Angst lähmte, aber auch die Angst was mit Ihnen, Ihren Familien und Ihrem Zuhause geschehen würde, sollte diese Schlacht gegen die Mächte der Finsternis verloren gehen.

Es bedurfte keines Gespräches zwischen den versammelten Herrschern und Anführern. Alle wussten was auf dem Spiel stand, wenn sie nicht siegreich waren. Sie hatten die größte Armee in der Geschichte von Eternia hinter sich und doch war es nicht sicher ob Ihrer aller gesammelte militärische Stärke ausreichen würde, um die Horde zurückzuschlagen.

 

Unsicherheit stand in den Gesichtern der Soldaten. Unsicherheit und Angst. Randor konnte es Ihnen nicht verübeln.

 

„Die Soldaten haben Angst alter Freund", meinte Stratos zu Man at Arms, während der König von Eternos sich an die versammelten Krieger des Planeten wandte.

 

„Ich kann es Ihnen nicht verübeln", fügte Stratos hinzu.

 

„Nein Stratos... das kann ich auch nicht. Wir stehen vor der vielleicht größten Schlacht in der Geschichte dieses Planeten... Die Chancen stehen schlecht und die Situation ist trostlos...Ich kann verstehen, dass die Männer und Frauen Angst haben...Sie brauchen wieder Hoffnung, und wir werden Ihnen wieder Hoffnung geben", antwortete der Waffenmeister, bevor er sich auf die Worte von Randor konzentrierte.

 

„Soldaten von Eternia", begann Randor seine Ansprache.

„Trotz unseres Sieges vor Eternos stehen wir den Streitkräften der Horde erneut gegenüber. Einem Feind, den wir bereits besiegt glaubten und dessen Fähigkeit mit einer solchen Kraft zurückzuschlagen viele von euch vielleicht ängstigen mag. Es gibt sogar bereits Gerüchte über die Rückkehr von Hordak aus seiner Verbannung!"

 

Ein aufgeregtes Raunen ging durch die Menge, doch Randor konnte die Soldaten mit einer Handbewegung besänftigen.

 

„Wie gesagt, es gibt bereits Gerüchte über die Rückkehr von Hordak... Diese Gerüchte entsprechen der Wahrheit!"

 

Blankes Entsetzen zeigte sich auf den Gesichtern der Männer und Frauen aus vielen Teilen des Planeten. Kaum jemand wagte es ein Wort zu sprechen, so konnte Randor begleitet von ungläubigen Blicken mit seinen Ausführungen fortfahren.

 

„Viele von euch mögen den Namen Hordak in alten Legenden gehört haben, und Ihr habt sicherlich recht wenn Ihr annehmt, dass die Wahrheit hinter den Legenden weitaus schlimmer als die alten Erzählungen ist, doch seid euch gewiss, dass wir Ihn besiegen können! Wenn ich in Eure Gesichter sehe erkenne ich wenige, die zur Zeit der großen Unruhen an meiner Seite gekämpft haben, aber ich sehe viele Söhne und Töchter mutiger Männer und Frauen, die bereit sind für Ihre Freiheit zu kämpfen, wie bereits Ihre Mütter und Väter vor Ihnen!

Gemeinsam, als ein vereintes Eternia können wir Hordak und seine Truppen besiegen. Gemeinsam sind wir die Hoffnung und gemeinsam werden wir siegreich sein!"

 

Wie bereits seine Tochter vor der letzten Schlacht, erhob Randor sein Schwert in den Himmel und rief den Soldaten: „Für die Freiheit! Für Eternia!" entgegen.

 

Vereinzelte Rufe schallten dem König entgegen, doch die Stimmung war längst nicht so hoffnungsvoll wie Randor es sich erwünscht hatte. Zu tief saß der Schock, den die Ankündigung über die Rückkehr von Hordak hinterlassen hatte, doch Randor war sich sicher, dass es besser war die Soldaten jetzt über den Feind aufzuklären, als sie im Kampf gegen den Feind durch die Tatsache demoralisieren zu lassen. Dennoch hatte er sich eine andere Reaktion vorgestellt.

 

„Bei allem Respekt Euer Majestät, aber wie wollt Ihr dieses Wunder vollbringen", fragte Kittrina den König von Eternos, nachdem dieser seine Ansprache beendet hatte.

 

„In der Tat eine berechtigte Frage", mischte sich Ceratus, der Anführer der Caligarier ein.

„Ich beginne selbst an unserer Chance auf den Sieg zu zweifeln. Die Horde hat unser Heim im Handstreich eingenommen, ohne dass wir uns gegen sie zur Wehr setzen konnten. Wie wollt Ihr Ihnen unter freiem Himmel beikommen?"

 

„Und Ihr vergesst immer noch Hordak", fügte Lord Dactys hinzu: „Wenn nur die Hälfte von dem was in den Geschichtsbüchern über Ihn steht der Wahrheit entspricht... Ich möchte lieber gar nicht daran denken was seine Rückkehr für Eternia bedeutet."

 

„Zweifelt nicht", antwortete Königin Marlena vor Ihrem Gatten.

„Noch ist aller Hoffnung nicht umsonst. Sie wird rechtzeitig erscheinen, und mit Ihr wird die Hoffnung der Streitkräfte auf den Sieg wiederkehren."

 

 „Sie? Verzeiht meine Königin, aber wen meint Ihr?" fragte Kittrina verwundert nach. Nach allem was Sie innerhalb der Mauern von Grayskull über die Rückkehr von She-Ra gehört hatte, bezweifelte die Prinzessin von Felis Quadi, dass die Amazone Ihnen im Kampf zur Seite stehen würde und auch sonst konnte sie an niemanden denken, der die Situation zu Ihren Gunsten beeinflussen könnte.

 

„Die Königin meint mich", ertönte eine starke weibliche Stimme aus dem Hintergrund.

Die Anwesenden drehten sich in jene Richtung um und ein Raunen ging durch die Reihen der Soldaten, als Kittrina als erste ehrfürchtig den Namen „She-Ra" in den Mund nahm.

 

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Auf einer leichten Hügelkuppe, vom ganzen Feldlager aus gut sichtbar stand ein grüner Tiger mit rotem Sattel auf dessen Rücken eine blonde Amazone saß, und Ihr Wort erhob Ein roter Umhang fiel über Ihre Schultern herab, verbarg die silberne Rüstung, die perfekt um Ihren Oberkörper geschwungen war und Ihre Formen besonders betonte.

 

„Männer und Frauen von Eternia! Ich bin She-Ra und ich bin zurückgekehrt!"

She-Ra hielt einen Moment inne und beobachtete zufrieden wie Ihre Worte auf die versammelten Streitkräfte des Planeten wirkten.

„Ich bin zurückgekehrt, um mich euch gemeinsam für die Freiheit Einzustehen!"

 

Schlagartig änderte sich die Stimmung im Feldlager der Streitkräfte von Eternia. Angst und Zweifel schlugen um in Hoffnung und Zuversicht. Einige der älteren, die sich an frühere Zeiten zurückerinnern konnten, begannen von She-Ra und vor allem auch von He-Man, dessen Rückkehr manche ebenfalls erhofften zu erzählen.

 

Mit Wohlwollen bemerkte She-Ra die Veränderung, die alleine Ihre Anwesenheit ausgelöst hatte, spürte aber auch die Erwartung, die die Soldaten an sie stellten.

Langsam sprach sie auf dem Weg hierher wohl überlegte Worte aus.

„Ihr seht mich als Eure Heldin an... hofft, dass He-Man und ich die Schlacht für euch gewinnen, doch lasst euch gesagt sein: Unsere ... nein meine Zeit...das Zeitalter der Helden ist vorbei!"

 

„She-Ra, was soll das bedeuten", wollte Mekaneck seine Mitstreiterin aus früheren Tagen bereits fragen, wurde aber von Königin Marlena zurückgehalten.

„Sie weiß was sie tut, Mekaneck", meinte Marlena zum galaktischen Kundschafter und stellte Ihn damit ruhig.

 

She-Ra versuchte mit ruhiger Stimme weiter zu sprechen, doch musste sie selbst feststellen, dass es Ihr nicht gelang die Trauer aus Ihrer Stimme zu verbannen.

„So sehr ich es mir auch wünschen würde, aber He-Man wird nicht an meiner Seite", sie berichtigte sich: „nicht an unserer Seite in die Schlacht ziehen."

 

Einige der Stimmen, die vorhin aufgekommen waren verstummten wieder, andere fragten lautstark nach He-Man, doch She-Ra ließ sich nicht aus dem Konzept bringen.

 

„Weder He-Man noch ich waren oder sind bessere Menschen. Wir haben für unsere Überzeugungen gelebt und gelitten... und das tue ich noch! Aber es liegt an Euch, den Menschen von Eternia, ob Hordak und seine Vasallen alles in Dunkelheit stürzen werden, oder ob sich Eternia erfolgreich gegen seine Bösartigkeit wehren kann. Nicht ich, sondern Ihr, Ihr alle zusammen seid die wahren Helden dieses Planeten, wart es schon immer.

Wenn wir später zusammen in die Schlacht ziehen, so seht mich als Symbol Eurer Entschlossenheit, für Eure Freiheit zu kämpfen an! Gemeinsam, können und werden wir siegen! Für die Freiheit! Für Eternia!"

 

„Für die Freiheit! Für Eternia!" ertönte es aus den Kehlen der Verteidiger, die She-Ra begeistert zuriefen.

 

„She-Ra!"

„She-Ra."

Stratos, Buzz Off, Ram-Man und Fisto erreichten She-Ra als erste und begrüßten die blonde Kriegerin überschwänglich. Die anderen Mitglieder der heroischen Krieger folgten dem Beispiel und umringten die lange vermisste Freundin in freudiger Stimmung.

 

„She-Ra, Du bist zurück."

„Mit Dir zusammen werden wir Die Horde-Bastarde ein für alle mal von hier vertreiben!"

„Ich bin froh Dich zu sehen, She-Ra."

„Was ist mit He-man?"

„Wurde aber auch Zeit dass Du aufkreuzt, junges Ding."

„Zusammen werden wir diese Blechbüchsen zum Altmetall bringen, stimmts She-Ra?"

 

Freudig ließ She-Ra das ‚Wiedersehen' über sich ergehen. Lediglich die Frage nach He-Man schien sie zu belasten, während sie die anderen Fragen und Kommentare gewohnt sicher und teils scherzhaft beantwortete.

„He-Man wird nicht kommen. Es.. tut mir leid, aber mehr kann ich euch dazu nicht sagen", antwortete sie kurz angebunden und machte mit Ihrer Gestik deutlich, dass sie keine weiteren Fragen dazu hören wollte.

 

„Meine Freunde... lasst uns aufbrechen. Zögern wir das unvermeidliche nicht länger hinaus!"

 

Als hätten die Truppen nur auf diesen Befehl gewartet setzten sich die Verbände in Bewegung.

Speleaner, Caligarier, Kulataks, Menschen und viele andere Völker Eternias setzten sich nebeneinander in Bewegung, marschierten unter einem gemeinsamen Banner und unter Führung von König Randor, Königin Marlena und Prinzessin Adora, die in der Gestalt von She-Ra zusammen mit den Verteidigern von Eternia an der Spitze der Armee vorausritt, Ihrem vielleicht letzten Kampf entgegen...

 

weiter