He-Man.de05.02.2012
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Future Imperfect - Teil 39

 
 
 
by ZeroCool
 
 
 
Ein unheilvolles magisches Wabern ging vom Kopfe des Widderstabs aus, an dem sich die dunkle Macht von Skeletor sammelte. Ansatzlos ließ der dunkle Wanderer die Waffe zu Boden fahren, schickte die angesammelte Macht der jungen Frau, die er einst als seine Schwester kannte, entgegen....

 

 


 

 

Evergreen Forrest

 

Die Triebwerke der Wind Raider und Battle Hawks bis an ihre Grenzen belastend flog die Kampfgruppe unter der Führung von König Randor auf den Rand des Evergreen Forrest, wo die Burg der Zeitlosen, Castle Grayskull einsam auf einem felsigen Plateau den Gezeiten trotzte.

 

Vor allem die Sorge um Ihre Freunde, und im Falle König Randor's um seine Familie trieb die kleine Gruppe voran, bis Ihr Ziel endlich in Sichtweite kam.

Eine nicht unvertraute Szenerie, die zerstörten Körper dutzender Horde-Trooper, war das erste was die Neuankömmlinge erblickten.

Erst auf den zweiten Blick erkannte Randor wie eine kleine Gruppe bestehend aus drei Personen, über die sich gerade öffnende Maulbrücke in Richtung des Evergreen Forrest rannte und innerhalb einer kleinen Felsmulde zum Stillstand kam.

 

„Bereit zur Landung", rief Randor seinen Begleitern entgegen.

„Sichert das Terrain! Wir wissen nicht, ob sich noch Feinde in der Umgebung befinden!"

 

Neben seinem Battle-Hawk sah Randor den Wind Raider mit Roboto, Moss Man und Kittrina und die Sky-Sleds von Mekaneck und Sy-Clone landen. Vor Ihnen landeten zwei weitere Battle-Hawks, die auf wie befohlen sofort in Verteidigungsstellung gingen. Die verbleibenden Flugmaschinen zogen in einiger Entfernung sicher Ihre Kreise und suchten die nähere Umgebung ab.

Sofort sprang Randor von seinem Gefährt, und lief schnellen Schrittes auf die Gruppe zu, die er anfangs gesehen hatte.

Er brauchte sich nicht umzusehen, um zu wissen, dass es Mekaneck und Kittrina waren, die Ihm folgten, bereit waren sich im Zweifelsfall zwischen Ihn und jedwede Gefahr, die Ihm drohen könnte zu werfen. Moss Man, Sy-Clone und Roboto hingegen suchten die Gegend nach potentiellen Gefahren ab. Vor allem die Fähigkeit von Moss Man mit den Pflanzen zu kommunizieren und die Fähigkeit Robotos die Gegend zu scannen erleichterten dies zunehmend.

 

„Marlena!"

In jenem Moment als er seine Ehefrau entdeckte gab es für Randor nichts und niemand anderen als sie. Mit zwei schnellen Schritten hatte er die Distanz zwischen ihnen überbrückt und schloss seine Königin in die Arme.

„Marlena, ich bin so froh, dass Dir nichts zugestoßen ist!"

Wortlos ließ sie es geschehen, ohne dabei seine Umarmung zu erwidern.

 

Erst als er seine Frau aus der Umarmung entließ wurde sich Randor des Grundes für Ihre fehlende Freude gewahr.

Mit Hilfe Ihres Vaters hatte Teela den Kopf einer jungen Frau mit langem blondem Haar auf Ihren Schoß gebettet und strich zärtlich über Ihren Kopf.

Randor stockte der Atem, als er an Adora dachte, aber dann erkannte er, nicht zuletzt an der Kleidung, dass es sich nicht um seine Tochter handelte.

„Wer... wer ist das? Und wo ist Adora?" fragte er in die Runde, wartete augenscheinlich auf eine Antwort von Marlena.

Unsicher wanderte der Blick von Marlena von Ihrem Ehemann zu Ihrer Tochter, die in Form von

She-Ra vor Ihr lag, hin zu Teela bis sie schließlich bei Duncan endete.

 

Deutlich konnte der Waffenmeister das Dilemma der Königin in Ihrem Blick sehen, doch kannte er selbst nur eine Antwort auf die Frage die Ihm Ihr Blick stellte. Sie musste das Geheimnis bewahren. Es gab keine Ausnahme von Müttern, Vätern oder besten Freundinnen oder Freunden. Das Geheimnis musste geschützt werden, ohne Ausnahme.

Langsam schüttelte er den Kopf, signalisierte Ihr damit seine Antwort, egal ob sie sie mögen würde, oder nicht.

 

Sie nickte verstehend.

Duncan konnte den Schmerz in Ihrem Blick sehen, doch er wusste dass Marlena sich der Verantwortung bewusst war. Sie würde She-Ra nicht verraten...

 

Abschätzend wanderte der Blick von Randor über die blonde Kriegerin. Er musste die Antwort, die er vielleicht niemals bekommen hätte, nicht abwarten und wusste wen er vor sich hatte.

„She-Ra", kam es überrascht, beinahe flüsternd über seine Lippen.

 

‚Nein Adora!' wollte Marlena Ihrem Ehegatten antworten. Die Worte lagen bereits auf Ihren Lippen. Ihre Gefühle fuhren Achterbahn mit Ihr, als sie daran dachte dass sie Randor die Wahrheit sagen musste, und es doch nicht durfte. Wie würde er reagieren, wenn er es herausfand? Stocksteif stand sie neben Ihm, unfähig auch nur eine Silbe über Ihre Lippen zu bringen.

 

„Was ist passiert?" fragte nun auch Mekaneck, der aus dem Hintergrund hervorgetreten war, als Randor den Namen von She-Ra genannt hatte.

 

Randor ergriff die Schultern von Duncan, rüttelte Ihn auf.

„Duncan! Was ist hier passiert? Wo kommt She-Ra auf einmal her? Ist sie verletzt? Was ist mit Adora?!? Wo ist sie?" Die Fragen schossen aus Randor nur so heraus, und obwohl er sich aufrichtig für das Schicksal von She-Ra interessierte, so war seine Sorge um seine Tochter die auffälligste Gefühlsregung.

 

„Randor... es...sie..." Der Hals des Waffenmeisters wurde schlagartig trocken. Wie oft hatte Duncan eine Ausrede für das Verschwinden von Adam und zuletzt Adora gehabt, doch diesmal... er wusste nicht welche Ausrede er diesmal verwenden konnte.

‚Sage dem König, dass Adora sicher innerhalb der Mauern von Grayskull ist Man at Arms', hörte er die Stimme der Sorceress in seinem Geist.

 

„Duncan!" fuhr Randor den Waffenmeister an.

 

„Randor... Verzeih. Ich bin nur besorgt um She-Ra. Ohne sie...", begann der Waffenmeister seine Ausrede.

 

„Ja doch Duncan. Auch ich bin besorgt um sie. Doch was ist mit meiner Tochter!"

 

„Sei unbesorgt Randor. Adora ist sicher innerhalb der Mauern von Grayskull. Sie hilft der Sorceress."

 

„Ihr müsst euch keine Sorgen machen Majestät. Wir würden niemals zulassen, dass sich Adora in Gefahr begibt", stimmte nun auch Teela in die Bekundungen Ihres Vaters mit ein. Ihr war nicht wohl bei dem Gedanken den König anzulügen, gerade was seine Tochter betraf, aber sie konnte keinem der Anwesenden in den Rücken fallen, in dem sie die Tarngeschichte aufdeckte.

Unweigerlich musste Teela daran denken, wie Ihrem Vater all die Jahre zumute gewesen sein musste, wenn er wieder eine neue Lüge ersann um das Geheimnis von Adam und Adora zu decken. Der aufkommende Ärger, dass sie nicht Teil des Geheimnisses war, verflog bei dem Gedanken welche Belastung dies für den Waffenmeister bedeutet haben musste.

 

„Schon gut Teela", antwortete Randor mit sichtlicher Erleichterung in seiner Stimme.

„Ich werde zu Ihr gehen, sobald ich einen Überblick über die Lage habe...Nun berichtet, was geschehen ist, und wie Ihr die Unterstützung von She-Ra erhalten konntet, und wie es Ihr geht..."

 

 

Subternia

 

Mit geradezu Beängstigender Genauigkeit hatte Hordak die wenigen Truppen, die Ihn und seine Hexenmeisterin Shadow Weaver in die tiefen von Subternia begleiteten durch die Höhlen und Korridore geführt, die zu einem Tempel weit unterhalb der Oberfläche des Planeten führten.

 

„Wir sind am Ziel angelangt!", erklärte Hordak und deutete auf einen weiten Abgrund, der sich vor Ihnen auftat. Auf der anderen Seite, fast außerhalb der Sichtweite befand eine Art kleiner Vulkan inmitten den tiefen des Planeten. Steile wände ragten nach oben, und lediglich ein schmales Plateau von dem aus eine Höhle ins innere des Berges führte, ragte über den Lava See, der den Abgrund ausfüllte, und jedweden Zugang zum Berg verhinderte.

„Shadow Weaver! Bring uns mit Deiner Magie zum Eingang des Tempels!"

 

„Ein Tempel großer Hordak?" erkundigte Scorpia sich.

 

„Ja Scorpia. Innerhalb dieses unterirdischen Vulkans befindet sich ein Tempel des Gottes des Hasses und der Zerstörung... Horde Prime!"

 

„Ich bin bereit uns an den Eingang des Tempels zu bringen, großer Hordak", mischte Shadow Weaver sich in das Gespräch Ihres Herrschers und seiner Kommandantin ein.

 

„Dann tu es Weaver! ... Scorpia, wenn Shadow Weaver und ich zurückkehren will ich einen Bericht über die Falle die Force Captain Catra gestellt hat. Ich dulde keine Fehler!"

 

„Ja Meister", antwortete Scorpia unterwürfig.

 

„Ja Herr."

Die Hexenmeisterin der Horde vollführte einige seltsam anmutende Bewegungen mit Ihren Armen, die sie selbst und Hordak in einen dunklen Nebel einhüllten, der sie schließlich schwerelos über den Lava See in Richtung des Plateaus am Fußende des Vulkans schweben ließ.

 

Lava Bläschen zerplatzen unter den Füßen der Hexenmeisterin und Ihres Anführers, während um sie herum Fontänen aus flüssigem Magma in die Höhe schossen, doch der Zauber von Shadow Weaver brachte beide sicher zu Ihrem Ziel.

Die Nebelschwaden verflüchtigten sich, als Hordak den Fuß auf das Plateau setzte.

 

Ohne zu zögern schritt der dunkle Kriegsherr durch den vor Ihm liegenden Torbogen in das innere des Feuerbergs, in dem sich der Tempel von Horde Prime befand.

Shadow Weaver folgte Ihm unauffällig...

 

Minuten später, die beiden Gestalten, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, waren einen langen Gang, der geradewegs in die Tiefe verlaufen war hinab geschritten, erreichten sie eine große Halle. Heiße Lava rann sowohl über die Seitenwände hinab, als auch unterhalb der Spalten zwischen den Bodenplatten, die bei jedem Schritt unheilvoll wankten, doch weder Hordak noch Shadow Weaver, die ohnehin über die Oberfläche schwebte ließen sich davon beeindrucken, oder gar aufhalten. Lediglich der Torbogen, durch den die beiden Kreaturen die Halle betreten hatten, sowie ein dunkles Tor, an deren anderem Ende zeugten nicht von der Hitze des Vulkans.

Als der dunkle Kriegsherr sich den schweren Eisentüren näherte, spürte er eine unnatürliche Kälte, die einen Gegensatz zur Hitze des Feuers bildete.

Shadow Weaver versuchte aus der Ferne mit Ihrer Macht die beiden Torhälften zu öffnen, doch gehorchten diese nicht Ihrem Befehl. Egal welche Macht die Hexenmeisterin der Horde aufwendete, die Tore bewegten sich keinen Millimeter.

„Bemühe Dich nicht Weaver... Du kannst dieses Tor nicht öffnen", erklärte Hordak, als er seine Handflächen auf das kalte Eisen legte, und dabei die Augen schloss.

Es dauerte einige Momente, doch dann drückte der Kriegsherr das Tor mit einem mächtigen Ruck auf.

Beide Torhälften fielen krachend nach hinten zurück, und gaben den Weg ins innerste des Berges frei.

 

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Inmitten des Raumes hing ein Bildnis einer dämonischen Fratze, dem Gesicht von Hordak nicht sehr unähnlich, und wartete darauf, dass die beiden Besucher vor sie traten.

Totenstille herrschte im Raum als Hordak seine Stimme erhob.

„Großer Horde Prime, mächtiger Gott des Chaos und Zerstörung, erhöre mein Rufen! Ich, Hordak, Anführer der wilden Horde erbitte mir Deine Kraft um all meine Feinde ein für alle mal zu unterwerfen!"

 

Zuerst geschah nichts, doch dann begannen die Wände der Halle zu vibrieren. Sekunden vergingen, und erst jetzt konnte Shadow Weaver eine Stimme in den Vibrationen hören. Gebannt versuchte sie die Worte zu verstehen, doch war es eine ihr gänzlich unbekannte Sprache.

Im Gegensatz zu Hordak, der jede einzelne Silbe zu verstehen schien, und sogar in jener Sprache antwortete. Noch bevor die Magierin sich weitere Gedanken darüber machen konnte, schoss ein Strahl aus dunkler Macht von solcher Intensität, dass sogar die Hexenmeisterin der Horde noch nie etwas ähnlich machtvolles gesehen hatte, aus der dämonischen Fratze auf Hordak zu, hüllte Ihn ein.

 

„Solch unglaubliche Macht!", rief Hordak aus, während die Welt um Ihn herum in Dunkelheit versank....

 

 

Castle Grayskull, ein Raum im westlichen Turm

 

„Kyah!" mit einem spitzen Schrei auf den Lippen schreckte She-Ra hoch. Heftig nach Atem ringend versuchte sie zu erkennen wo sie sich befand.

 

Durch den Schrei auf das Aufwachen der Heldin aufmerksam gemacht eilte Teela sofort an Ihre Seite.

„She-Ra ...." Teela ergriff die junge Frau bei den Schultern, als sie nicht auf Ihre Stimme reagierte.

„She-Ra... ich meine Adora... beruhige Dich. Es ist alles in Ordnung."

Ein seltsames Gefühl beschlich Teela, als Sie die Verteidigerin von Eternia an den Schultern gepackt, und auf sie eingeredet hatte, doch wenigstens hatte sie damit Erfolg.

 

Aus großen Augen blickte She-Ra auf Ihre Freundin, die auf der Kante des Bettes auf dem sie lag kniete.

‚He-Man! Nein!.... Ein Bett? Teela? Wo... wo bin ich?'

„Teela....", begann Sie unsicher.

 

„Schön dass Du Deine Sprache wieder gefunden hast, Adora", antwortete Teela mit einem freundschaftlichen Lächeln auf den Lippen.

 

„Du... du weißt wer ich bin?", fragte She-Ra sichtlich erstaunt. Die Umgebung um sie herum begann sich zu drehen, wie auch Ihre Gedanken, die fieberhaft nach der Erklärung suchten, warum Teela Ihr Geheimnis kannte. Sie versuchte Ihren Körper aufrecht zu halten, sank aber dennoch geschwächt zurück, bis sie die Hände von Teela spürte, die sie stützten und Ihr in eine halb aufrechte Sitzposition zurück halfen.

 

„Nun...ja. Ich... habe gesehen, wie Du Dich ... äh... verwandelt hast", entgegnete Teela Ihr verlegen. ‚Bedeutet dass, das Adora verschwindet wenn sie sich in She-Ra verwandelt, oder kann sie sich nur nicht mehr daran erinnern?'

„Du... du bist doch... ich meine wenn Du Dich verwandelst, was passiert dann mit Dir, ich meine Adora?"

 

„Was mit mir passiert, wenn ich... wenn ich mich verwandle?" She-Ra wiederholte die Worte langsam, blickte dabei ungläubig zu Teela. ‚Wie kann sie davon erfahren haben?'

Nur einem Moment später, wurde Ihr klar wie Teela zu Ihrem Wissen kam. Schlagartig kamen die fehlenden Erinnerungen zurück.

She-Ra zuckte zusammen. Sie begann zu zittern, als sie sich an den Kampf gegen Hordak erinnerte. Der Schmerz, den sie verspürte, als er sie gegen das Kraftfeld, das Castle Grayskull vor Ihm schützen sollte, presste kehrte zurück. Mit Ihm die Erinnerungen an Ihre Gefangenschaft in jüngeren Jahren, aus der Adam sie gerettet hatte....'Adam! Nein... bitte... das darf nicht wahr sein.... Warum nur Adam?'

Instinktiv klammerte die Prinzessin der Macht sich an Teela, die schweigend am Rande des Bettes kniete, vergrub Ihr Gesicht zwischen den Brüsten der Befehlshaberin der Wachen. Glitzernde Tränen rannen über ihre Wangen, begleitet von einem leisen schluchzen.

 

Überrascht vom plötzlichen Gefühlsausbruch Ihrer Freundin, oder besser dem Alter Ego Ihrer Freundin ließ Teela die Umklammerung zu. Regungslos ließ sie zu, dass die blonde Kriegerin Ihren Kopf zwischen Ihren Brüsten in Ihrer Kleidung vergrub, unsicher was das zu bedeuten hatte.

‚Ob es wegen mir ist? Ist Ihr unangenehm, dass ich um Ihr Geheimnis weiß? Oder liegt an ...jenem Fremden... an Adam?'

Erst jetzt bemerkte Teela das leise Schluchzen, das von She-Ra ausging.

‚Egal warum... ich bin für Dich da Adora... so wie es auch für Adam hätte sein müssen... Ich lasse Dich nicht alleine, das verspreche ich!'

Ihre beiden Arme vorsichtig um den zitternden Oberkörper von She-Ra legend baute Teela die Umarmung von Ihrer Seite aus auf. Zärtlich strich Sie über den Kopf von der Prinzessin, versuchte Ihr Trost zu spenden...

 

 

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