Es war heraus. Sie hatte es gesagt. Die Last, die sie schon viel zu lange auf Ihren schmalen Schultern trug war von Ihr gewichen, trotzdem fühlte Teelana keinerlei Erleichterung. Sie hatte Ihr wohl größtes Geheimnis offenbart, und die unendliche Schuld, die sie auf sich geladen hatte anerkannt, wie bereits vor langer Zeit.
Es waren nicht die Geheimnisse von Grayskull, vor deren Offenlegung sie all die Jahre Angst gehabt hatte. Sicherlich stellte es eine Bürde dar, die Hüterin von Grayskull zu sein, doch konnte sie in der Weisheit der Ältesten Antworten auf Ihre Fragen finden. Anders sah es mit Ihren eigenen Geheimnissen und Ängsten aus, mit denen sie auf sich alleine gestellt war.
Es war ein Unterschied diese Wahrheit vor sich selbst, oder vor anderen zu offenbaren. Dieses öffentliche Geständnis und Schuldanerkenntnis war für sie wie eine Verurteilung wegen Ihrer Pflichtverletzung, und die drei Menschen vor Ihr würden Ihre Jury sein, und das Urteil über sie fällen.
Aus offenen Mündern starrten Duncan, Teela und Königin Marlena die Sorceress an, deren Blick noch immer auf die Spitzen Ihrer Stiefel gerichtet war. Teelana wagte nicht aufzusehen, zum Teil aus Scham, zum Teil aus Angst vor der Reaktion der hier Anwesenden.
„Ihr habt was getan?"
„Was sagt Ihr da?"
‚Teelana, das kann nicht Dein Ernst sein?'
„Ich... ich weiß nicht was in mich gefahren ist, aber ich... ich konnte nicht gegen meine Gefühle ankämpfen... nicht noch einmal", antwortete Teelana kleinlaut.
„Ihr könnt euch nicht vorstellen, was es bedeutet die Hüterin von Grayskull zu sein. Ein Leben voller Entbehrungen zu führen... in nie endender Einsamkeit, die einen zur Verzweiflung treibt, getrennt von den Menschen, die man liebt!" Verzweiflung mischte sich in Ihre Stimme, und die Hüterin von Grayskull sank langsam zu Boden.
„Und dann... dann kam er... er war... einfach nur da, gab mir ein Gefühl der... der Geborgenheit, das Wissen nicht mehr alleine zu sein. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich die Einsamkeit von inneren heraus zerstört hat. Niemals durfte ich meine Gefühle zeigen, musste die Menschen, die mir mehr bedeuteten als mein Leben fortschicken, aufgrund meiner Aufgabe, der Geheimnisse die ich bewahren musste. Und zum ersten Mal in meinem Leben gab es einen Menschen, dem es erlaubt war auf Castle Grayskull zu leben, der Kenntnis von seiner Macht und seinen Geheimnissen hatte... Ich musste Ihn nicht fortschicken, keine Geheimnisse vor Ihm verbergen. Ich... ich fühlte mich wie im Himmel... Es... es war perfekt... und es war falsch..."
Gebrochen kauerte Teelana an der Wand. Verschwunden war der Glanz der Zauberin, der Nimbus der Weisheit und Integrität, der sie umgeben hatte. Geblieben war eine gefallene Ikone, die sich Ihres Versagens nur allzu schmerzlich bewusst war...
Subternia
Unbeeindruckt von den Überresten des Kampfes zwischen den Völkern der Speleaner und Caligarier, der Bewohner jener Region Eternias schritten zwei Gestalten durch das einstiege Kampfgebiet, stiegen dabei immer tiefer in Richtung des Zentrums des Planeten hinab, ohne sich von irgendetwas oder irgendjemandem beeindrucken zu lassen.
Weder der beeindruckende Erfolg von Scorpia, die es geschafft hatte, die Einwohner jener Region komplett aus Ihrer Heimat zu vertreiben, noch eingestürzte oder verschüttete Höhlenzugänge vermochten Hordak und seine Hexenmeisterin Shadow Weaver an Ihrem vorankommen hindern.
Obwohl es für Hordak allen Grund gab seine Befehlshaberin für Ihre ausgezeichnete Arbeit zu loben, so trug er Ihr lediglich auf das Areal zu sichern und auf den Befehl zum Rückzug Ihrer Truppen nach Eternos zu warten.
Shadow Weaver konnte sehen, dass die Frau mit den Fähigkeiten eines Skorpions unglücklich über diese Entscheidung war, vor allem da Sie der Ansicht war, dass sie Ihren Gegner hätte auslöschen können, wenn Hordak nicht den Befehl zum Stillstand erteilt hätte. So waren die Krieger der Speleaner und Caligarier und mit Ihnen viele Zivilisten und Familien beider Völker entkommen. Niemand der Ihnen im Moment gefährlich werden konnte, aber selbst eine kleine Gruppe Widerständler konnte sich zu einer großen Gefahr für die Horde entwickeln, das hatte Scorpia neben anderen Mitgliedern der Horde auf Etheria auf nur allzu schmerzliche Art und Weise erfahren müssen.
Anfangs spottete der Name Große Rebellion jeder Beschreibung. Es waren nur vereinzelte Bauern, schlecht ausgebildet und ausgerüstet, und kaum Krieger unter Ihnen. Kaum jemand, der den Soldaten der Horde auch nur ansatzweise gefährlich werden konnte, und die wenigen die es konnten waren den Troopern und Soldaten zahlenmäßig so weit unterlegen, dass sie nichts ausrichten konnten.
Doch schlagartig hatte sich dies geändert. Mit dem von Prinz Adam initiierten Verrat von Force Captain Adora war bereits Castaspella, Königin des Reiches Mystacor und eine der stärksten Magierinnen von Etheria nebst vielen Menschen, die sich gegen die Horde aufgelehnt hatten, aus Ihrem grausamen Gefängnis auf Beast-Island , der Gefängnisinsel der Horde, befreit worden.
Noch bevor es Ihnen gelungen war die Verräterin Adora gefangen zu nehmen, hatte diese mit Ihrem Wissen über Truppenstärke und Stellungen maßgeblich zum Sieg der einstmals ungefährlichen und unbedeutenden Rebellen über die in Mystacor stationierten Horde-Truppen beigetragen.
Der Anfang vom Ende der Herrschaft über Etheria...
Es schien so, als wären die Bemühungen der Rebellen mit der Gefangennahme der nun nicht mehr unter der Kontrolle von Hordak und Shadow Weaver stehenden Prinzessin Adora zum Stillstand gekommen. Ein Stillstand den sie dringend gebraucht hätten, um genügend Truppen für eine erneute Besetzung von Mystacor zusammen zu ziehen, doch mit der Rettung der Prinzessin aus den tiefsten und abscheulichsten Kerkern der Fright Zone, hatte der Fremde, den sie unter dem Namen He-Man kennen lernen sollten, den Rebellen neue Hoffnung und neuen Antrieb gegeben.
In immer mehr Regionen lehnten sich die unterdrückten Bürger gegen Ihre Besatzer auf, verhinderten den Abzug von Truppen und Begünstigten damit die Verteidigung von Mystacor, das als erstes der einstigen Königreiche von Etheria seine Unabhängigkeit vom Regime der Horde proklamierte, und den Menschen von Etheria den Schutz vor der Horde anbot.
Nur wenige Wochen später war es Prinz Adam und Prinzessin Adora gelungen Glimmer, die Prinzessin von Brightmoon aus den Fängen von Hunga und Ihren Harpyien zu befreien, was der Rebellion die Unterstützung von Königin Angella, die bislang eine gezwungenermaßen treue Untergebene der Horde war, und Ihrem Königreich gebracht hatte.
Ein weiterer Schritt, der zum Ende der Herrschaft der Horde beigetragen hatte....
Doch die wohl entscheidende Schlacht hatten Sie in den eisigen Gefilden des Planeten ausgetragen. Unterstützt durch die Macht von Brightmoon und Mystacor und geführt von He-Man und einer blonden Amazone, deren Identität Scorpia bis heute noch nicht kannte, gelang es der Rebellion in einer Schlacht von wahrhaft epischen Ausmaßen die Horde auch hier zurückzuschlagen und Castle Chill, den Regierungssitz der Eislande einzunehmen, und deren rechtmäßiger Königin Frosta wieder auf Ihren Thron zu verhelfen...
Gestärkt durch den Sieg, und mit der Unterstützung der drei größten und mächtigsten Königreiche gelang es den Rebellen selbst nach dem Verschwinden von Prinz Adam und Prinzessin Adora und ohne die Unterstützung durch He-Man und jene Amazone langsam aber stetig an Boden und Unterstützung gegen die Horde zu gewinnen.
Die große Rebellion machte Ihrem Namen alle Ehre...
Damals wurde Scorpia bewusst, wie gefährlich jedweder Widerstand werden konnte. Natürlich wäre die Herrschaft der Horde über Etheria niemals in Frage gestellt worden, wären nicht Prinz Adam, dieser verfluchte He-Man und die blonde Amazone aufgetaucht. Ohne die Hilfe dieser drei Personen hätten es die Rebellen kaum geschafft solchen Einfluss zu erlangen, dennoch hatten sie in den folgenden Jahren ein Gleichgewicht der Kräfte erzwungen, das zu einer Neutralisierung der Angriffsbewegungen beider Seiten geführt hatte. Über Jahre hinweg war dieses Gleichgewicht von Bestand, bis erneut ein Fremder auf Etheria aufgetaucht war. Jener in eine schwarze Kutte gekleidete Fremde hatte das vormalige Gleichgewicht zu ungunsten der Horde zum Schwanken gebracht.
Seine Macht war es gewesen, die in den darauf folgenden Schlachten den entscheidenden Vorteil für die Rebellion gebracht hatte, der letztlich zur endgültigen Niederlage der Horde-Streitkräfte auf Etheria geführt hatte.
Noch heute war sich Befehlshaberin der Horde sicher, dass es niemals zu einer Rebellion gekommen wäre, wenn Sie die rechtzeitig gegen die Widerständler vorgegangen wären, und noch viel wichtiger, wie von Ihr vorgebracht die starrsinnigen Bewohner der Eis-Regionen mitsamt Ihrer Königin bis auf den letzten vernichtet hätten. Ebenso verhielt es sich mit der Königin von Mystacor und Ihren Untergebenen, die auf Anweisung von Shadow Weaver Ihr Dasein in den Gefängnis-Zellen von Beast-Island fristeten, bis Sie befreit wurden.
Nie hätte Scorpia geglaubt Hordak, der große Anführer der Horde könnte den selber Fehler begehen, doch auch er vernachlässigte den schwachen und geschlagenen Gegner, anstelle die Vernichtung dieser Völker mit Nachdruck voranzutreiben. Verdammt Sie hatten sich gegen die Horde gestellt und verdienten den Tod. Doch Hordak schien andere Sorgen zu haben...
Scorpia hatte Gerüchte gehört, wonach Hordak mit seinen Generälen, Grizzlor, Leech, Mantenna und einer kleinen Truppe von Belagerungsmaschinen und Troopern ausgezogen wäre um eine alte Rechnung zu begleichen, und nur in Begleitung seiner Generäle zurückgekehrt wäre. Die Gerüchte besagten, dass es tatsächlich einen Kampf gegeben hatte... und Hordak hatte verloren.
War er deswegen hier? Was sollte er sonst in den tiefen von Subternia suchen?
Scorpia nahm sich vor alles genauestens zu verfolgen. Es hatte Sie viel Mühe gekostet Ihren großen Herrn und Anführer aus seiner Verbannung zu befreien, und es sprach nicht unbedingt für Ihn, dass er bereits seine erste Schlacht gegen einen der Skorpionlady unbekannten Feind verloren hatte...
Dennoch würde Sie Hordak folgen. Keinesfalls wollte sie seinen geradezu legendären Zorn zu spüren bekommen, auch wenn die Zweifel über den Erfolg Ihres Unternehmens stetig in Ihr wuchsen.
Castle Grayskull, die steinige Ebene
Nur der Klang der aufeinander treffenden Waffen ertönte in der Ebene vor Castle Grayskull. Er hatte gesagt, was er sagen wollte und sie... sie hatte Ihm noch so vieles zu sagen, doch augenblicklich war She-Ra zu angestrengt die Angriffe Ihres Bruders abzuwehren, als daran zu denken, wie vieles sie Ihm noch sagen wollte... nein sagen musste.
‚Er muss einfach wissen wie sehr Ihn vermisse... wie sehr ich Ihn liebe! Oh Adam!'
Der kurze Moment der Unkonzentriertheit reichte aus. Den Bruchteil des Augenblickes der Unaufmerksamkeit seiner Schwester nutzend, rammte der dunkle Wanderer den Widderstab in den Boden, verursachte damit eine schwere Erschütterung, die die Prinzessin der Macht zurückschleuderte...
Überrascht sog She-Ra Luft ein, als rücklings fiel. Mit diesem Trick hatte Sie nicht gerechnet. Eine Attacke, die He-Man nie eingesetzt hatte.
‚Bestimmt der Einfluss von Skeletor.'
Rein instinktiv streckte Sie Ihre Arme in Richtung Ihres Kopfes aus, versuchte den Untergrund unter Ihr zu erreichen, um sich daran abzustützen, und auf Ihren Beinen zu landen. Ihre Fingerspitzen berührten den felsigen Grund, doch mit dem Schwert in der Hand bekam sie nicht genug Halt, um das Kunststück fertig zu bringen.
Ihre Finger gaben den Griff des Schwertes frei, trachteten nach besserem Halt, und Momente später kamen die schweren neuen Stiefel von She-Ra unbeschadet auf dem Grund auf.
Das Schwert des Schutzes schützend vor Ihr, schnellte die Prinzessin der Macht hoch, und Ihrem Gegner entgegen, nur um vor Schmerz aufzuschreien als Sie mitten in der Bewegung geradewegs zurück gerissen wurde.
Es war als hätte sie mitten in der Bewegung etwas eisig Kaltes an den Schultern gepackt.
Das Schwert des Schutzes wurde immer schwerer in Ihrer Hand, und She-Ra fühlte, wie die Kälte begann nach Ihr zu greifen, nach Ihrem innersten selbst.
Erschrocken blickte Sie zu He-Man auf, und sah dass dies, was immer es auch sein mochte, seinen Ursprung anscheinend im Widderstab Ihres Bruders hatte. Die Augen der Waffe glühten in grünlichem Glanz auf, und sonderten einen eigenartigen Nebel in Ihre Richtung ab.
In den Augen Ihres Bruders hingegen, oder vielmehr dem was von seinen Augen übrig war, konnte She-Ra gar nichts erkennen. Nicht die kleinste Regung vermochte sie in Ihnen zu sehen.
Sie hörte wie das Schwert des Schutzes auf dem Untergrund auftraf.
Noch immer konnte sie sich nicht bewegen, und die Kälte schien immer mehr nach Ihr zu greifen, und mit jedem Moment fiel es Ihr schwerer dagegen anzukämpfen. Sie merkte wie Ihre Arme kraftlos an Ihrer Seite hingen und was Ihre Beine betraf, so war sie sich nicht sicher ob sie aus eigener Kraft auf Ihnen stand, oder aufgrund der Magie, die sie hielt.
„Was hast Du jetzt vor?" fragte Sie Ihren Gegner, und versuchte dabei so selbstsicher wie möglich zu klingen, obwohl sie wusste dass dies augenblicklich ein schweres Unterfangen war.
„Unser Kampf ist beendet, Schwesterherz", antwortete He-Man Ihr so emotionslos wie eh und je.
„Du hast verloren, und ich werde die Ultimative Macht in Besitz nehmen!"
„Nein, das ist er nicht! Ich gebe nicht auf!"
„Oh, aber das ist er doch... außer Du kannst Dich aus... meiner Beschwörung befreien, kleine Schwester. Aber mach Dir keine Hoffnungen. Du wirst Dich nicht daraus befreien können."
„Das wird sich zeigen!"
Mit all Ihrer Kraft versuchte She-Ra sich aus der eisigen Umklammerung zu befreien, stemmte sich gegen die Sie umklammernde Kälte. All Ihre verbliebene Leidenschaft und Kraft aufwendend versuchte sie sich aus dem eisigen Griff der Beschwörung heraus zu winden, doch je mehr sie sich anstrengte, desto schneller breitete sich die Kälte aus und ließ sie erschaudern.
„Widerstand ist zwecklos kleine Schwester. Er vergrößert nur Deinen Schmerz", stellte He-Man kalt fest.
She-Ra merkte dass sie keine Chance hatte die Beschwörung mit Ihrer Kraft zu durchbrechen. Die Magie war zu stark für Sie. Je mehr sie sich bemühte, desto schneller schwanden Ihre Kräfte.
‚Das Schwert! Vielleicht wenn ich das Schwert erreiche?'
„Wie kann mein Schmerz noch größer werden, geliebter Bruder? Ich wähnte Dich tot, für immer verloren, und es hat mein Herz zerbrochen, daran zu denken dich nie mehr wieder zu sehen. Nie mehr Deine strahlend blauen Augen, Dein aufmunterndes Lächeln, Deine zärtlichen Hände...."
„Schweig!"
Mit ungewohnten Emotionen in seiner Stimme donnerte er Ihr die Worte entgegen, ließ die Prinzessin der Macht erschrocken zusammen zucken.
„Ich will Deine Lügen nicht hören!"
„Es sind keine Lügen. Was kann ich tun, damit Du meinen Worten glauben schenkst?"
„Nichts. Du hattest Deine Chance, und Du hast mich verraten, She-Ra. Glaube nicht, ich wäre dumm genug diesen Fehler ein zweites Mal zu begehen."
„Nein, natürlich nicht", antwortete sie kleinlaut.
Langsam realisierte sie, dass sie verloren hatte. Nicht nur den Kampf um die Macht von Grayskull, sondern auch um Ihren Bruder.
‚Wenn die Seele von Adam im Körper dieses Wesens steckt, so habe ich sie verloren.'
Einzelne Tränen suchten sich aus zunächst leicht geröteten Augen langsam Ihren Weg über Ihre Wangen. Noch immer suchten Ihre Finger vergebens nach dem Griff Ihres Schwertes, der nach wie vor klar außerhalb Ihrer Reichweite war.
„Dann ist dies also das Ende unseres Konfliktes She-Ra", erklärte der dunkle Wanderer. Die Emotionslosigkeit war gänzlich aus seiner Stimme verschwunden, und die Thronfolgerin von Eternia vermeinte in den Worten mehr die Persönlichkeit von Skeletor, und eine Reflektion über seinen jahrelangen Kampf gegen He-Man zu erkennen, doch noch ehe sie sich darauf einstellen konnte, zuckte die Gestalt zusammen und die Inkarnation von Skeletor verschwand...
„Noch irgendwelche letzten Worte kleine Schwester bevor ich Dein Schicksal besiegle?"
„Nur diese: Ich liebe Dich Adam! Ich liebe Dich mehr als Du Dir vorstellen kannst, und egal was heute auch geschehen mag. Es wird nichts an meiner Liebe zu Dir ändern. Du warst es, der meinem Leben einen Sinn gab. Etwas, wofür es sich zu Leben lohnte. Wenn dies mein Schicksal sein sollte, so begegne ich Ihm ohne Verzweiflung. Nur mit Trauer, dass ich es ohne Dich bestreiten muss, mein geliebter Bruder."
Mit tränenerstickter Stimme sprach She-Ra die letzten Worte, blickte aus tränenverhangenen Augen in das Gesicht des dunklen Wanderers, jenes Wesens, das einst Ihr Bruder gewesen war. Jenes Wesen, das Sie ohne mit der Wimper zu zucken töten würde, und danach ganz Eternia in die Dunkelheit stürzen würde.
‚Ich habe versagt... ich habe versagt... es ist meine Schuld... meine Schuld...'
Der Blick des dunklen Wanderers ruhte ganz und gar auf seiner Kontrahentin. Selbst bei Ihren letzten Worten hatte er Sie nicht aus den Augen gelassen, und jede Regung genauestens beobachtet. Die leichte Bewegung Ihrer Brüste bei jedem Atemzug, die immer schneller aufeinander folgten, und Ihm Ihre innere Nervosität verrieten, ebenso wie die kleinen Tränen, die aus Ihren geröteten Augen zu Boden rannen und Ihre zittrige Stimme, die vor unterdrückten und aufgestauten Emotionen nur so zu beben schien.
Er zögerte. Für den Moment eines Augenblickes sah er die junge Frau vor Ihm mit anderen Augen. Für jenen Moment war sie das wundervollste Wesen, das er jemals gesehen hatte. Die Prinzessin des Lichts und der Hoffnung...Der Moment ging vorüber.
Ein unheilvolles magisches Wabern ging vom Kopfe des Widderstabs aus, an dem sich die dunkle Macht von Skeletor sammelte. Ansatzlos ließ der dunkle Wanderer die Waffe zu Boden fahren, schickte die angesammelte Macht der jungen Frau, die er einst als seine Schwester kannte, entgegen....