Hordak war verschwunden und seine Krieger mit Ihm. Duncan konnte kaum glauben, was geschehen war, und zugleich konnte er nicht durchatmen und sich über den errungenen Sieg freuen.
Marlena war an seiner Seite, als er sich aus der Deckung begab und erhobenen Hauptes auf jenen Fremden, der sie alle vor Hordak gerettet hatte, zuging. Jenen Fremden, den eine ungewöhnliche Aura umgab, der eine seltsame Ähnlichkeit mit dem größten Helden Eternias teilte. Und dennoch waren die Unterschiede zwischen dem Fremden und dem Krieger unverkennbar.
Der Fremde wirkte unbarmherziger, barbarischer, als He-Man je hätte sein können. Die langen blonden Haare wehten, nun da die Kutte, die sie zuvor verborgen hatte nicht mehr vorhanden war, wild in den Winden, verbargen zum Teil das eingefallene Gesicht, das im Licht des Gewitterblitzes wie das Gesicht von He-Man gewirkt hatte. Hätten die vielen Narben den muskulösen Oberkörper nicht überzogen, wäre dem Waffenmeister das Symbol von Grayskull, das seltsame knochig, beinahe schon mit der Haut verwachsen in der Mitte des Brustharnisches inne wohnte. Obwohl er nicht wusste worauf er sich einließ, schaffte Duncan es einen Blick auf die Augen des Fremden zu erhaschen, oder das was davon übrig war.
Der Waffenmeister erschauderte, als er die leeren Augenhöhlen erblickte, in denen er ein paar strahlend blaue Augen erwartet hätte. Doch da war nichts.
‚Wer oder was ist dieses Geschöpf? Er wirkt wie He-Man… doch die Unterschiede sind zu gravierend. Kann es sein, dass Adam…? Nein… das kann nicht sein. Teelana hätte mich informiert. Sie hätte zu mir gesprochen, wenn nur die geringste Chance bestanden hätte… Aber wer ist dies dann? Der Widderstab? Skeletor?'
"Du hast Hordak besiegt", begann der Waffenmeister, wartete einen Augenblick bevor er fortfuhr.
"Wir… wir sind Dir zu Dank verpflichtet." Wieder machte er eine Pause, diesmal wartete er auf eine Antwort seines Gegenübers. Die Sekunden zogen sich in die Länge, bis Marlena an seiner Seite hervor trat, und das Wort ergriff.
"Im Namen von ganz Eternia danke ich Euch für Euer eingreifen. Dieser Tag wäre …."
"Der Dank von Eternia interessiert mich nicht", antwortete die Gestalt, und schnitt Marlena dabei das Wort ab.
"Dennoch habt Ihr mehr für die Völker von Eternia, mehr für mich getan, als Ihr euch vorstellen könnt", versuchte Marlena das Gespräch fortzuführen. "Ohne euch würden wir alle", sie machte eine ausladende Geste: "Würden wir alle, meine geliebte Tochter eingeschlossen nicht mehr leben. Ihr habt Sie gerettet, habt uns alle gerettet."
Ihre Augen zeigten deutlich das Glücksgefühl der Königin als Sie Adora auf dem Rücken von Battle-Cat sah. Teela musste die Prinzessin zwar noch stützen, damit sie sich im Sattel halten konnte, doch Sie war am Leben. Das war alles was für Marlena zählte.
"Habe ich das?", fragte die Gestalt emotionslos. "Weder die Völker von Eternia, noch Ihr oder Eure Tochter sind mir Grund genug hier zu sein. Ich besiegte Hordak… nicht weil ich es wollte, oder weil ich jemanden retten wollte. Einzig weil er zwischen mir und meinem Ziel stand.", erklärte der dunkle Wanderer.
Langsam trottete Battle-Cat über die Reste der besiegten Horde-Trooper. Zeugen der Schlacht, die noch vor wenigen Minuten vor Grayskull stattgefunden hatte, bis der Tiger auf gleicher Höhe mit dem Waffenmeister und der Königin war. Sanft schwang sich Teela vom Sattel der Kampfkatze, überließ Ihrer Freundin damit den Platz auf dem Rücken Ihres gemeinsamen Kampfgefährten ganz alleine.
Sowohl Marlena, als auch Duncan waren mehr als überrascht über die Antwort des Fremden. Auch Teela sog scharf die Luft ein, als sie die Worte vernahm.
"Und was… ist Euer Ziel?", fragte sie mit ehrlicher Neugierde.
"Ich kam hierher … um einzufordern, was rechtmäßig mir gehört! Dieses Schloss, mein Königreich, und die Macht von Grayskull! … Hordak ist ein seniler alter Narr, der mich nicht aufhalten konnte… Zum Ende hin ist der Triumph mein, und noch vor Ablauf des Tages werde ich der neue Herrscher über ganz Eternia sein, und niemand kann mich aufhalten!"
Entsetzen spiegelte sich auf den Gesichtern der Verteidiger wieder, als Sie die Worte des Fremden vernahmen.
Verschwunden war das Glücksgefühl, das Marlena verspürt hatte. Ernüchterung machte sich stattdessen in Ihr breit. ‚Sind wir Hordak nur entkommen, um nun vor einem weiteren Kampf zu stehen? Vor einem Krieger, der dem größten Helden in der Geschichte von Eternia sehr gleicht, und doch so anders ist, als He-Man es jemals war? Göttin, was haben wir getan, um vor solche eine Prüfung gestellt zu werden?'
"Das… das kann ich nicht glauben", meinte Duncan.
‚Teelana, was hat es mit diesem Fremden auf sich, der solche Ähnlichkeit mit He-Man aufweist? Wer ist dies wirklich? Ein Feind? Wenn es wirklich Skeletor ist, was ist dann mit Adam geschehen?' Ungläubig schüttelte der Waffenmeister den Kopf, schien nicht zu glauben was er gehört hatte
"Nein, Ihr könnt nicht… Ihr habt Hordak gehindert Grayskull einzunehmen", entgegnete Teela. Ihre Stimme brachte Ihr Entsetzen ebenso zum Ausdruck wie Ihr Gesicht. Auch sie konnte nicht glauben, was der Fremde gesagt hatte. Immerhin hatte er Hordak aufgehalten… Teela's Hoffnungen, der Fremde könnte tatsächlich He-Man sein zerplatzten wie eine Seifenblase.
‚Doch wer ist dies, wenn es nicht He-Man ist?'
Adora's Augen waren weit aufgerissen. All Ihre Aufmerksamkeit galt nur dem Neuankömmling. Sie schien die Geschehnisse um sich herum nicht mehr wahrzunehmen. Ihr Körper begann leicht zu zittern, doch Adora merkte dies gar nicht. Jede kleinste Bewegung des Fremden sog Sie in sich auf, als wäre es das letzte das Sie jemals zu Gesicht bekommen würde.
‚Adam… bist Du das? Diese Ähnlichkeit… Bist Du das? Was ist mit Dir geschehen, und wie ist es geschehen? Sprich mit mir, geliebter Bruder! Ich bin verantwortlich für alles was mit Dir geschehen ist, ich weiß dies… Jede verdammte Sekunde meiner Existenz werde ich an meine Schuld Dir gegenüber erinnert. Ich möchte schreien, doch mein Hals ist rau von all dem Schmerz den ich in die Welt geschrien habe. Ich möchte um Dich weinen, doch meine Augen sind trocken, von all den Tränen, die ich bereits um Dich vergossen habe. Ich möchte zu Dir laufen, doch meine Füße tragen mich nicht weiter. Zu groß ist Ihre Erschöpfung, denn Sie haben mich an den Rande des Abgrundes und wieder zurück getragen, auf meiner Suche nach Dir! Meine Hände möchten nach Dir greifen, doch Sie sind taub, denn zu oft habe ich versucht Dich zu ergreifen, doch immer warst Du mir so fern, so unerreichbar wie die Sterne am Firmament über Eternia. Ich spüre das schlagen meines Herzens, immer schneller, immer lauter, jedes Mal wenn ich Dich denke. Jeder Gedanke an Dich lässt mein Herz höher schlagen, und birgt das Risiko, dass es zerspringt, denn es ist gefüllt von Einsamkeit. Wie gerne würde ich Dich erreichen, doch Du bist fort… Ich kann nicht zu Dir gelangen geliebter Bruder.'
"Ich tat, was getan werden musste… viele Jahre lang… Jetzt ist die Zeit gekommen, mir zu holen was mein ist!" rief der dunkle Wanderer den verdutzten Verteidigern entschlossen entgegen.
Es war Duncan, der königliche Waffenmeister, der seine Stimme als erster wieder fand.
"Das… das kann ich nicht zulassen. Wer auch immer Du bist… Du magst Hordak besiegt haben, und dennoch kann ich nicht zulassen, dass Du die Macht von Grayskull an Dich reißt!"
"Wer soll mich aufhalten, alter Mann? Mich, den Herrscher des Bösen…König von Grayskull ? Willst Du mich aufhalten? Schickst Du mir Deine eigene Tochter entgegen? Die Königin, oder die Prinzessin auf Ihrem Schoßtiger? Selbst wenn Ihr mich zusammen angreift… Ihr könnt mich nicht aufhalten!
"Das müssen Sie auch nicht!" ertönte eine Stimme aus dem Hintergrund.
"Ich werde Dich aufhalten, wie ich es hätte bereits vor langer Zeit tun sollen!"
Der dunkle Wanderer wirbelte herum, als er die Stimme hinter sich vernahm. Zuerst hörte er nur Schritte, die aus der Dunkelheit der Gänge von Grayskull, von woher er eben die Stimme gehört hatte, zu Ihm drangen, doch schließlich sah er die Silhouette einer Gestalt aus dem Schlund des Totenkopfs auf Ihn zuschreiten.
Grazile weiße Flügel waren hinter dem Rücken der Hüterin von Grayskull ausgebreitet, wirkten als natürlicher Kontrast zu den grünen Augen, die Ihn intensiv musterten. Den golden glänzenden Stab mit dem Kopf eines Falken zu Ihrer rechten, stand Sie als letztes Hindernis, als letzte Verteidigerin, wie es schon immer Ihre Aufgabe gewesen war, zwischen dem selbsternannten König von Grayskull und dem Eingang von Castle Grayskull.
"Ihr steht zwischen mir und der Macht der Weisen Sorceress!"
"Und ich werde nicht weichen!"
Stille herrschte, als die Blicke beider Kontrahenten sich trafen. Regungslos standen die Zauberin, und der Fremde sich gegenüber, taten nicht einmal die kleinste Bewegung, als würde dies eine Art stille Kommunikation, die über Ihren Blickkontakt zu laufen schien, dauerhaft zu stören…
Der Königliche Palast von Eternos
Keuchend saß Hordak auf dem Thron von Eternos. Shadow Weaver, die Hexemeisterin der Horde kniete zu seinen Füßen, ebenso wie Catra, die als Force Captain die Invasion von Eternia vorbereitet hatte.
Grizzlor, Leech und Mantenna waren am anderen Ende des Raums, in Stellung gegangen, und warteten auf neue Befehle Ihres Herrn. Seit der Niederlage vor Castle Grayskull hatte er kein Wort mehr gesprochen. Die Krieger hatten erfahren, dass Sie es der Magie von Shadow Weaver zu verdanken hatten, dass Sie nicht in den Händen der Feinde zurückgelassen worden waren.
Nach schier endlosen Minuten, die seine Untergebenen auf eine Reaktion gewartet hatten, erlaubte der Befehlshaber der Horde seinem Force Captain und der Hexenmeisterin sich zu erheben.
"Was wollt Ihr jetzt tun großer Hordak?" fragte Shadow Weaver mit Ihrer üblichen, kratzenden Stimme.
"Wir werden uns auf die entscheidende Schlacht vorbereiten Shadow Weaver …
Catra! Was hast Du mir zu berichten?"
"Derrr Palast und die ganze Stadt sind unserrr, oh mächtigerr Horrrdak. Wirrr haben die ganze Stadt unterr unserrerr Kontrrolle. Doch wirr konnten die Prrinzessin nicht finden…"
"Natürlich konntet Ihr sie nicht finden, ihr Narren", schrie Hordak wütend.
"Sie war es, die mich vor Schloss Grayskull herausgefordert hat, und obwohl ich sie besiegt hatte, hat mir diese Gestalt meinen Triumph über Sie streitig gemacht!"
"Wer war diese Gestalt, großer Hordak? Ihr saht so aus, als wäre er euch bekannt gewesen?"
Die Frage über jenen Widersacher, der es geschafft hatte Ihren Herrn und Meister zu besiegen, beschäftigte Shadow Weaver mehr als alles andere.
"Mag sein, Shadow Weaver, mag sein. Zuerst dachte ich, es würde sich um Keldor handeln, dem meine Macht einst das Leben rettete. Ich war es, der Ihn zu Skeletor machte, doch diese Gestalt hatte mehr Macht als dieser Thor Skeletor je haben könnte. Er ist zu mächtig, um dieser alte Knochenkopf zu sein, auch wenn ich die Ähnlichkeit immer noch als verdächtig empfinde."
"Aber wer ist es dann, der sich euch entgegenstellte?"
"Eine gute Frage Weaver. Ich spürte die Macht meines alten Rivalen König Grayskull noch immer als ich mich seiner alten Festung näherte… seine beeindruckende Macht hat die Jahrhunderte ebenso überdauert wie die meine. Doch Grayskull ist tot, und ich lebe! Nein, jener Krieger besitzt nicht die Macht meines alten Rivalen. Dennoch besitzt er große Kraft… Macht die der meinen ebenbürtig ist."
Hordak schwieg, schien zu überlegen wie er weiter vorgehen könnte.
"Catra! Wie ist der Stand unseres Feldzugs gegen die Völker von Subternia und Avion und Andreenos?"
"Merrow, nach dem letzten Berrricht von Scorpia, sind die Speleaner und die Caligarier auf dem Rrückzug. Unserre Verrluste dorrt halten sich in Grrrenzen. Die Destrrukkto Panzerr, die wirr nach Felis Quadi geschickt haben, sind aufgehalten worrden…"
"Waasss? Wie konnte das passieren Force Captain Catra?!?" schrie Hordak in totaler Entrüstung.
"Wenn wir den Berichten unserer Spione auf Eternia glauben schenken dürfen, die uns vor unserer Ankunft über die Situation auf Eternia unterrichtet haben, so dürften die Quadianer weder die Waffen noch die Erfahrung haben unseren Destructo Panzern Widerstand zu leisten Force Captain", fügte Shadow Weaver in Ihrer krächzenden Stimme hinzu.
"Das isst korrerket Shadow Weaverrr. Doch die Quadianer haben Unterstützung von den Soldaten derrr königlichen Garrrde von Eterrrrnosss erhalten."
"Das darf kein Grund sein, sich aufhalten zu lassen, Force Captain", bellte Hordak.
"Es isst auch kein Grrrund, oh Mächtigerrrr… Aber Drraaagstorrr konnte einige große Transssporter aufspüren… Transsporrter die auf die Beschrreibung der Flüchtlingsstrrransporrrterr passen, die unsere Späherrr uns gaben. Errr hat mich über Funk überr seine Entdeckung informierrt und ich habe Ihm befohlen den Angrrriff ausklingen zu lassen, und auf neue Befehle zu warrrten!"
Die Laune von Hordak besserte sich schlagartig.
"Ausgezeichnet Catra! Wie mir scheint war es kein Fehler Euch selbst nach dem Verlust unserer Stellung auf Etheria in der Position des Force Captain zu belassen."
"Danke, mächtigerrr Horrdak… Ihr schmeichelt mirrrr mit Eurrren Worten…"
"Nun fahrt fort mit Eurem Bericht", befahl der dunkle Kriegsherr.
"Ja, Meister.Was Avion betrrifft, so berrichtete Vultak, dass err die Stadt umstellt hat. Sie können unmöglich entkommen. Vultak hat nahezu ein drrittel der Horde-Luftstreitkräfte und zusätzlich eine komplette Legion Trooperr unter seinem Kommando. Selbst wenn Sie es schaffen sollten, sich gegen unserrre Luftstrreitkrräfte zu behaupten, dann werden unsere Bodentrruppen Sie verrnichten", beantwortete Catra die Frage gemäß Ihres derzeitigen Wissensstandes. Hordak merkte, dass seine Befehlshaberin über seine Niederlage verwundert zu sein schien, vielleicht sogar zweifelnd. Einen Umstand, den er zu seinen Gunsten ändern musste.
"Gut… sehr gut. Die meisten Bewohner dieser Stadt mögen uns entkommen sein, aber es wird auf ganz Eternia keinen Ort mehr geben, an dem Sie sich vor uns verstecken können, BWAHAHA!"
"Ja, Meisterr Hordak! Eternia wird zu Eurren Füßen liegen", stimmte Catra ein.
"Dennoch besteht Gefahr von diesem Fremden, oh Mächtiger", warnte Shadow Weaver.
"Wir dürfen seine Macht nicht unterschätzen!"
"In der Tat Shadow Weaver… In der Tat. Der Fremde ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr, und dennoch … er wird erzittern vor der Macht der Horde!"
"Wie wollt Ihr gegen Ihn vorgehen?" fragte die Hexe neugierig nach.
"Wir werden uns erneut in der Schlacht gegenüber stehen Weaver…"
"Aber… aber wie wollt Ihr diesmal erfolgreich sein, wo euch bisher der Sieg versagt blieb?"
"Hast Du schon von der dunklen Gottheit des Hasses und der Zerstörung gehört Shadow Weaver?"
"Nein, oh großer Hordak!"
"Einst… in geraumer Vorzeit, noch vor der Zeit die wir heute kennen… griffen die Schlangenmenschen nach der Macht auf Eternia. Sie wurden vorangetrieben, durch die Macht des Schlangengottes… Serpention.
Die Schlangenmenschen eroberten große Teile Eternias…. Bis Sie auf König Grayskull trafen. Er war es, der die erste Schlacht gegen die Schlangenmenschen gewann und sein Königreich vor Ihrem Zugriff schützte. Doch trotz seiner immensen Kraft, konnte er die Armeen der Schlangenmenschen nicht besiegen…die Horde war es… die die Schlangenmenschen in die Schranken wies, und sie besiegte…Um die Macht von Serpention zu brechen jedoch, bedurfte es… einer weit größeren Macht…der Macht der dunklen Gottheit des Hasses und der Zerstörung… Horde Prime!
Es gab einen Tempel, in den tiefsten Tiefen von Subternia, jenseits des Hoheitsgebiets der Speleaner und Caligarier…nun… dieser Tempel existiert noch immer. Der Schlüssel zur Macht von Horde Prime, und zum Sieg über jenen Fremden! Diesmal wird es keinen König Grayskull geben, der mir im Weg stehen wird. Eternia wird fallen, und Etheria und alle anderen bewohnten Planeten werden folgen! Es gibt nichts und niemanden, der sich mir noch in den Weg stellen kann, BWAHAHA!"
"Ein genialerr Plan, grroßerr Meisterrr, kommentierte Catra die Ausführungen von Hordak.
"Deshalb habt Ihr Scorpia damit betraut, nach Subternia vorzudringen, anstelle die Völker auf der Oberfläche anzugreifen", murmelte sie verstehend.
"Subternia war stets ein schwieriges Terrain. Wir mussten die Speleaner und Caligarier sobald wie möglich angreifen. Wären sie gewarnt gewesen, und hätten sich vorbereiten könne, wäre der Angriff ungleich schwieriger gewesen, und hätte wesentlich mehr Truppen erfordert. Truppen, die wir erst produzieren müssen…
Mantenna! Such nach Modulok. Ich will wissen, wann er mit der Produktion der neuen Horde Trooper beginnen kann!"
"Ja Meister", antwortete Mantenna und verschwand augenblicklich aus dem Thronsaal.
"Wann soll ich mit unserren Trruppen ausrrücken, um gegen die geflohenen Soldaten derr königlichen Garrde und die verrbliebenen Völker Eternias vorrzugehen?
"Du wirst in zwei Stunden aufbrechen Catra. Jedoch nur mit einer Legion Troopers. Zwei weitere Divisionen werden Dir einige Stunden später folgen, und den Eindruck erwecken wir wären uns unseres Sieges zu sicher, und würden die Stadt nur unzureichend bewachen. Wir werden eine Falle für König Randor und seine verbliebenen Verbündeten stellen, die sie erst bemerken werden, wenn Sie nicht mehr aus Ihr entkommen können. Ihr müsst sicher gehen, dass niemand der es wagt uns anzugreifen das Schlachtfeld lebend verlassen kann, habt Ihr mich verstanden Force Captain Catra?!?"
"Völlig grrroßerr Horrdak! Ich werde tun wie Ihrr befohlen habt!"
"Gut, Force Captain. Mantenna, Grizzlor und Leech werden Euch unterstützen, während Shadow Weaver mich in die tiefen von Subternia begleiten wird! Und nun geht mir aus den Augen und bereitet euch auf Eure Aufgabe vor!"
Catra deutete eine Verbeugung an, und entschwand dem Thronsaal. Grizzlor und Leech folgten Ihr unauffällig. Noch immer hatte Hordak sie keines Blickes gewürdigt, und beide konnten nur zu gut deuten wann es das Beste wäre aus dem Einflussbereich Ihres Anführers zu verschwinden. Zurück blieben lediglich Hordak und die Hexenmeisterin, die ehrfurchtsvoll an seiner Seite wartete, bis er Ihr sagen würde, was Ihn noch beschäftigte. Warum er seine Untergebenen fortgeschickt hatte, aber nicht Sie, doch Hordak machte keine Anstalten Ihr dies mitzuteilen.
"Woran denkt Ihr, großer Hordak", durchbrach Sie schließlich die Stille.
"Adora!"
Shadow Weaver nickte verstehend, antwortete jedoch nicht.
"Sie war mein größter Triumph… Eine Nachkommin aus der Linie der Könige…"
"Wir hätten Sie beinahe gebrochen", begann Shadow Weaver. "Wenn Ihr Bruder, Prinz Adam und dieser Verfluchte He-Man nicht gewesen wären… Etheria würde noch immer uns gehören, hätten…"
"Schweig Weaver! Ich will Deine pathetischen Rechtfertigungen nicht hören. Weder Deine Beteuerungen noch meine Macht können die Vergangenheit ändern… Adora hat uns verraten, und selbst Deine "Bemühungen" sie zu brechen und erneut gefügig zu machen erwiesen sich als nutzlos."
"Daran ist nur dieser verdammte He-Man schuld, mächtiger Hordak! Er war es, der Adora…"
"Schweig!" Mit aller Kraft schlug Hordak gegen den Thron von König Randor, auf dem er Platz genommen hatte. Feine Risse zogen sich von dem Punkt an dem Hordak's Hand aufgetroffen war, über die gesamte Struktur bis nach unten.
"Ich habe genug gehört Shadow Weaver! Schuld ist irrelevant! Was ich will, ist meine Rache. Rache an König Grayskull und all jenen aus seiner Blutlinie, für meine Verbannung nach Despondos. Rache an Skeletor, falls er noch am Leben sein sollte, für seinen Verrat. Rache an diesem Fremden, für die Dreistigkeit sich mir entgegenzustellen! Und vor allem, will ich Rache an Adora! Sie muss leiden! Ich will dass Sie jede einzelne Sekunde Ihres miserablen Lebens bedauert jemals auch nur einen Gedanken an einen Widerstand gegen die Horde verschwendet zu haben. Sie soll schreien vor Agonie, bis Ihre Stimme versagt! Zittern vor Angst, wenn sie nur einen Schatten an der Wand sieht und verzweifeln ob des Schicksals der Menschen, die Sie lieb gewonnen hat! Jeden Tag aufs Neue soll sie mit ansehen müssen wie töricht es war sich gegen die Horde aufzulehnen. Sie soll leiden, bis ans Ende Ihrer Tage, und ich werde persönlich dafür sorgen, dass sich dieses Ende bis in alle Ewigkeit hinauszögern wird!"
Der schiere Wahnsinn stand in Hordak's Augen geschrieben, als er begann höhnisch loszulachen und Shadow Weaver begann das erste Mal seit sie in Diensten der Horde stand zu zweifeln. Wen hatte sie aus der Verbannung in der Dimension Despondos befreit? Hordak, den Anführer der wilden Horde, oder den leibhaftigen Teufel, höchstpersönlich? Vielleicht auch beide zusammen in einer Person?"
Unauffällig entfernte sie sich aus dem Thronsaal von Eternos. Hordak blieb alleine mit seinen Rachegelüsten zurück…