He-Man.de17.05.2012
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Future Imperfect - Teil 32

 

 

 

by ZeroCool

 

 

Es war als liefen die nächsten Sekunden im Zeitlupenformat ab:

"Adora!" Der verzweifelte Schrei von Königin Marlena durchbrach die relative Stille des Moments. Erschrocken war die Königin aufgesprungen, starrte geschockt auf den leblosen Körper Ihrer Tochter, der jeden Moment unterhalb Ihrer Sichtlinie im Abgrund verschwinden würde.

"Battle-Cat! Los! Schneller!" feuerte Teela den Kampftiger an, auf den Sie sich geschwungen hatte, als dieser an Ihr vorbei auf den bodenlosen Abgrund zusprintete.

Mächtige dunkle Magie bahnte sich Ihren Weg durch die Ebene. Angesichts des Schockzustands in dem sich die Königin von Eternia nun befand, war es ein leichtes für Shadow Weaver Ihre vormalige Konkurrentin diesmal mit Ihrer Macht zu erfassen. "Ihr werdet zahlen, für die Schmach, die Ihr mir bereitet habt, Majestät."

Die Routine aus vielen vergangenen Schlachten nutzend, sprang Duncan auf, feuerte einige Salven aus seiner Waffe auf die Hexenmeisterin der Horde ab, die wirkungslos an einer magischen Barriere der Hexe zerstoben, ehe er Marlena zu Boden riss, und Sie damit vor dem magischen Angriff Shadow Weaver's bewahrte.

Mit einem gewaltigen Sprung setzten Teela und Battle-Cat auf der Zugbrücke von Castle Grayskull auf. Im selben Moment wurde Hordak von einer Energieentladung zurückgeschleudert.

Mit dem Gesicht voran fiel der Anführer der Horde ins nasse Gras unterhalb der felsigen Ebene die den Übergang vom Evergreen Forrest hin zur Einöde in deren Mitte sich die Burg der Zeitlosen befand darstellte.

Heftig atmend rückte die Befehlshaberin der königlichen Wachen den leblos wirkenden Körper Ihrer Freundin und Prinzessin vor sich auf dem Sattel von Battle-Cat zurecht, achtete darauf, Adora nicht fallen zu lassen, als der Kampftiger sie erst einmal aus der direkten Gefahrenzone brachte.

Langsamen Schrittes trat der Fremde einige Schritte nach vorne, die Spitze seines Stabes, der die Form eines Widderkopfes aufwies weiterhin auf Hordak gerichtet.
Emotionslos verfolgte die Kreatur die Bemühungen von Teela und Battle-Cat, die schließlich zur Rettung der Prinzessin von Eternia führten, machte dabei aber keine Anstalten Sie aufzuhalten oder an der Rettung zu hindern. Stattdessen wandte die Gestalt sich dem Führer der Horde zu.
"Du weißt wer ich bin Hordak! Du hast mich neben anderen erschaffen, und jetzt wirst Du für Deine Dummheit und Deine Ignoranz bezahlen. Du hattest Deine Chance diesen Ort zu verlassen."
Erneut leuchteten die Augen des Fremden unter der Kutte auf, und jagten damit selbst Hordak einen kalten Schauer über den Rücken.

Nur langsam erhob sich der Herr der Horde aus dem nassen Gras unter seinen Händen. Es war mehr die Überraschung über den unerwarteten Widerstand, doch auch die Intensität der Magie die Ihn zurückgeschleudert hatte, die Ihn zurückhaltend reagieren ließen. Nicht ohne eine gewisse Genugtuung bemerkte Hordak, dass Adora auf dem Sattel des Tigers lag, der zuvor dutzende Trooper mit seinen Klauen zermalmt hatte. Eigentlich verspürte er kein Verlangen nach Adora's Tod, der Ihm nur als Mittel zum Zweck gedient hätte seinen neuesten Widersacher aus der Reserve zu locken. Vielmehr bereitete es dem dunkeln Kriegsherrn eine Art innerer Befriedigung sich dutzende und aberdutzende von neuen Foltern auszudenken, die Adora für den Rest Ihres Lebens durchleiden müsste, wenn Sie seiner Herrschaft unterstehen würde. Und Shadow Weaver würde dafür sorgen, dass Adora ein langes Leben bevor stand, dessen war sich Hordak sicher. Er würde seine Hexe nicht einmal darum bitten müssen, schließlich ging es um Adora, die Verräterin an der Horde. Shadow Weaver war eine derjenigen die diesen Verrat am meisten spüren mussten, dessen waren sich beide bewusst. Es würde der Hexe mehr als nur Genugtuung bereiten, sollte Sie die Möglichkeit bekommen Adora Ihren Verrat zu vergelten.

"Du wagst es mich anzugreifen? Niemand kann gegen mich bestehen, niemand!" brüllte Hordak seinem Kontrahenten entgegen. "Vor allem niemand, der nur dank meiner Macht noch am Leben ist", fügte er höhnisch hinzu, als er in den Widderstab blickte. Verschwunden war das Schaudern und zögen, als der Kriegsherr seinen Gegner erkannte. Stattdessen umspielte ein zufriedenes Grinsen seine Lippen.
"Shadow Weaver, beende Deine Spielchen! Stattdessen soll der Narr auf der anderen Seite des Abgrundes die ganze Macht der Horde zu spüren bekommen!"

"Ja großer Hordak", entgegnete Shadow Weaver Ihrem Herrn unterwürfig. Sofort stellte sie, wenn auch mit deutlichem Missmut, Ihre Bemühungen gegen Königin Marlena ein, und fokussierte stattdessen Ihr neues Ziel vor dem Schlund des Schädels von Castle Grayskull.

"Adora! Nein!... Lass mich los Duncan!", Verzweifelt stemmte Marlena sich gegen die Bemühungen des Waffenmeisters, versuche wie von Sinnen sich von Ihm loszureißen, doch der Griff von Man at Arms um Ihre Arme lockerte sich nicht, egal wie sehr die Königin versuchte sich loszueisen.
"Majestät, kommt zu Sinnen… Marlena! Es nützt nichts wenn Du auch noch sti …", rasch unterbrach Duncan sich selbst, bevor er aussprechen konnte, was seine und auch Marlenas schlimmste Befürchtung darstellte. ‚Hast Du sie rechtzeitig erreicht Teela?'
Nach schier endlosen Sekunden sank die Regentin von Eternos schließlich in den Armen von Duncan zusammen. Tränen rannen über Ihre Wangen, Ihre Augen blickten leblos in Richtung des Waffenmeisters, der in diesem Moment nicht wusste wie er reagieren sollte.
Das Brüllen von Battle-Cat befreite Ihn aus seiner Lethargie. Hoffnungsvoll blickte er an den Felsen vorbei, konnte Adora's blonde Mähne, die vor seiner Tochter im Wind flatterte auf dem Rücken von Battle-Cat erkennen.
"Sie lebt Marlena! Sie lebt! Teela und Battle-Cat haben Sie rechtzeitig erreicht."
Ohne zu zögern sah Marlena auf. Die Erleichterung stand in Ihrem Gesicht geschrieben, als Sie Duncan überglücklich um den Hals fiel.
"Oh Duncan… ich bin so froh… Wenn ich Adora auch noch verloren hätte… ich… weiß nicht… "
"Schon gut Marlena", meinte der Waffenmeister: "Ihr ist nichts geschehen, und das ist alles was zählt. Solange Adora am Leben ist besteht noch Hoffnung für uns und für ganz Eternia."
"Was meinst du damit Duncan?" Verwirrt über die letzten Worte des Waffenmeisters hakte die Königin nach, um zu erfahren wieso Ihr alter Freund und Weggefährte ausgerechnet Ihre Tochter, Ihr einziges Kind als letzte Hoffnung von Eternia bezeichnete. ‚Was verheimlichst Du vor mir Duncan?'
"Es… es ist…" Innerlich rang Man at Arms mit sich selbst seiner Königin, seiner Freundin in dieser schweren Stunde die Wahrheit über Ihre Tochter zu erzählen. ‚Ich habe einst geschworen dieses Geheimnis mit meinem Leben zu verteidigen, und es unter keinen Umständen zu verraten, doch ist dies nicht eine Situation in der dieser Schwur zur Bedeutungslosigkeit verfällt? Hat Marlena nicht ein Recht darauf es zu erfahren?' Innerhalb von Sekundenbruchteilen traf er seine Entscheidung.
"Es … es wird sich alles aufklären Marlena", antwortete er eher ausweichend auf Ihre Frage. Er konnte einfach nicht gegen sein Versprechen handeln, nicht solange die Sorceress Ihn nicht von seiner Verpflichtung entband.

Noch während Duncan und Marlena die Freude über das Überleben von Adora teilten, brach der Kampf zwischen Hordak, Shadow Weaver und Ihrem neuen Kontrahenten in voller Stärke aus.
Mächtige Zauber jagten zwischen den beiden Parteien hin und her, zerstoben an eilig aufgebauten Kraftfeldern, oder wurden mit anderer Magie gekontert. Feuer- und Eiszauber, Energieblitze und Beschwörungen waberten vor den Toren Grayskull's, bescherten der Fassade des Schlosses eine seltsam irrlichternde Beleuchtung, in deren Schatten Battle-Cat sich seinen Weg durch die verblieben Horde-Trooper bahnte. Mit dem erneuten aufflammen des Konfliktes waren auch die metallenen Soldaten wieder aktiv geworden, und sahen in der Kampfkatze und dem Captain der Wachen Ihr erstes Ziel.
Ihr Schwert im Anschlag wehrte Teela einen weiteren Trooper ab, der an den scharfen Klauen von Battle-Cat vorbei gelangt war, während Sie sich bemühte Adora nicht zu verlieren. Die ständigen Richtungswechsel, die der Kater dabei vollziehen musste machten Ihre Aufgabe nicht leichter, doch es war der einzige Weg dem Waffenfeuer der verbliebenen Soldaten der Horde zu entgehen.
"Weiter Battle-Cat, weiter… es sind nicht mehr viele übrig. Wenn wir Sie alle besiegen können wir Adora in Sicherheit bringen", rief Teela Ihrem treuen Gefährten zu.

Ein lauter Einschlag riss Teela für einen kurzen Moment aus Ihrer Konzentration. Mehrere Geschosse waren in die Mauern von Grayskull eingeschlagen und hatten Ihren Einschlag lautstark mitgeteilt. Unbeeindruckt blickte der Fremde zu Hordak.
"Ist das alles Hordak… Zwei mächtige Magier, und Ihr wart bisher nicht in der Lage mich zu besiegen?"

"Bislang habe ich nur Deine Kraft getestet alter Freund… Du bist mächtig geworden… Doch Deine Macht ist nichts im Verglich zu mir! Am Ende wirst Du ebenso unterliegen wie unzählige vor Dir, und unzählige die noch folgen werden!"
"Endlich wieder ein Sieg der es wert ist gefeiert zu werden", meinte er zu Shadow Weaver.
"Beschäftige Ihn Weaver….ich werde diesen Kampf endgültig beenden!"

Der augenblicklich folgende Angriff von Shadow Weaver war Hordak Bestätigung genug. Er trat einige Schritte zurück, kreuzte die Arme über der Brust, und begann einige Worte in einer Sprache, die so alt war, dass nur wenige Leute auf Eternia die Bedeutung jener Worte kennen konnten, zu sprechen.

Augenblicklich setzten mächtige Winde ein, wehten um den Anführer der Horde, ließen Ihn einige Zentimeter über dem Boden schweben, wurden immer stärker. Dunkle Wolken zogen auf, verdrängten die sanfte Morgensonne und tauchten Castle Grayskull in einen schwarzen Schatten. Mit dem Ende der Beschwörung begannen die Worte Hordak's immer lauter zu werden.
Donner übertönte die letzten Worte von Hordak und Blitze durchzuckten den Himmel.
Eine kleine dunkle Kugel, an deren Ränder dunkle Magie waberte war in den Händen des dunklen Herrschers erschienen.
"Dies ist Dein Ende, und der Beginn meines endgültigen Triumphes", schrie Hordak in den tosenden Donner.
"Die Macht von Grayskull wird mir gehören, und dann bin mächtiger als ein Gott!"

Siegesgewiss schleuderte Hordak die Sphäre auf den letzten verbliebenen Feind, der noch zwischen Ihm und der Macht von Grayskull stand.
Mehrere Energiestöße aus dem Widderstab trafen auf die Kugel aus schwarzer Energie, die mit jedem Millimeter an Umfang zunahm, traten jedoch alle auf der anderen Seite wieder aus, ohne jegliche Wirkung auf die Sphäre gehabt zu haben, und zerstoben wirkungslos an Shadow Weaver's Schutzschild.
In einer letzten Aktion versuchte der Fremde ein eigenes Schutzschild zu errichten, doch bevor er damit Erfolg haben sollte hüllte die schwarze Magie Ihn komplett ein, und begann sich langsam zusammen zu ziehen. Ein Effekt der anhalten würde bis die Sphäre auf die Größe einer Murmel zusammengeschrumpft wäre, oder gar noch kleiner.
"Der Sieg ist mein Shadow Weaver", meinte Hordak keuchend. Das wirken der Beschwörung hatte Ihn sichtlich Kraft gekostet. "Niemand kann der Sphäre des Vergessens entgehen. Niemand."

Teela's Schwert schnitt durch den letzten verbliebenen Horde-Trooper, beendete dessen Existenz damit und verschaffte der Kriegerin einige Momente in denen sie sich die Thronfolgerin von Eternia kümmern konnte, die bewusstlos vor Ihr auf dem Sattel von Battle-Cat lag.
Gleichzeitig hatte Sie damit die Belagerungswaffen der Horde, die Castle Grayskull mehr als nur gefährlich werden konnten, außer Gefecht gesetzt. Ohne Trooper, die die Waffen bedienten stellten diese keine Gefahr mehr für die wenigen Verteidiger dar.
Behutsam tätschelte Teela die Wangen Ihrer Freundin, versuchte Sie dadurch zu wecken. Tatsächlich hatte Sie damit Erfolg, denn Adora schlug nach wenigen Versuchen die Augen auf. Hustend und nach Luft schnappend kam Sie wieder zu sich, versuchte um sich zu schlagen, bis Sie das Gesicht von Teela erkannte, die sich teils über Sie gebeugt hatte.
"Was… was ist geschehen … Ist Grayskull gefallen? " brachte die Prinzessin schließlich mühevoll hervor. Ihrer Freundin aufhelfend zuckte Teela ratlos mit den Schultern:
"Ich weiß nicht Adora…. Ich weiß es… nicht… sieh selbst", antwortete Teela und half Adora dabei vor Ihr einen sicheren Sitz im Sattel des Kampftigers zu erlangen.

Adora widmete dem Konflikt zwischen Hordak und seinem Widersacher genau in dem Moment als der Fremde die Sphäre dunkler Macht durchbrach. Blitze durchzuckten die Ebene und langsam zeigten sich erste Risse an der Oberfläche, die sich schnell über die gesamte Fläche ausbreiteten.

"Es sieht so aus, als hätte Hordak noch nicht gewonnen", kommentierte Teela das Geschehen.
"Du hast recht… vielleicht besteht noch Hoffnung", erwiderte Adora, die die Unsicherheit des Zweifels dabei nicht aus Ihrer Stimme verbannen konnte.

Hordak war sprachlos… Noch nie hatte es ein Lebewesen geschafft dieser Magie zu widerstehen. Doch dieser Gegner hatte die Sphäre durchbrochen, und schickte sich an die Beschwörung ganz und gar zu durchbrechen. Unterhalb der dunklen Oberfläche war bereits wieder die Statur der Kreatur zu sehen, und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich die Sphäre vollends auflösen würde.

Erneut leuchteten beide Augen unter der Kutte auf, und Hordak fragte sich unweigerlich wer sich wirklich unter der Kapuze und dem Umhang befand.
"Wer bist Du wirklich?" rief er seinem Kontrahenten entgegen, während Shadow Weaver zeitgleich mit Ihm selbst einen weiteren Angriff startete.

In einem Meer aus Blitzen vergingen die Angriffe der Hexe und Ihres Meisters an der Sphäre, die lautlos implodierte. Flammen dunklen Feuers brannten um den Implosionsradius herum und neue Winde zogen auf, ließen die Kutte des Fremden aufflattern, als die Sphäre in einer Druckwelle aus Schwarzer Energie in sich selbst verging, und die Kutte mit sich riss.
Zum ersten Mal seit langer Zeit stand der dunkle Wanderer seinen Kontrahenten ohne die schützende Robe, die seinen Körper vor den Blicken anderer verbarg gegenüber…

Noch bevor Ihn jemand erkennen konnte schnellte die Kreatur wie ein Blitz nach vorne, und ehe der Anführer der Horde sich versehen konnte, lag er ein zweites Mal an diesem Tag bäuchlings im nassen Gras vor Castle Grayskull.

Hordak richtete seinen Blick nach oben, und was er sah ließ ein tiefes Gefühl der Verunsicherung in Ihm entstehen.

Neugierig verfolgte Teela den Kampf, doch als sich die Kutte des Fremden in Luft auflöste fiel Ihre Kinnlade sprichwörtlich zu Boden…
Die Augen von Adora weiteten sich, als Sie erkannte um wen es sich bei dem Fremden handelte. Das Blut in Ihren Adern schien zu gefrieren, als sie sich instinktiv an Teela anschmiegte, die hinter Ihr auf dem Sattel von Battle-Cat saß.

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"Das ist nicht möglich…", entkam es Duncan, und auch Marlena kniete sprachlos neben Ihm, wusste nicht wie Sie diese Enthüllung deuten sollte. Es war unmöglich was Sie hier sahen, und doch schien es real zu sein…
Zuerst in den Rauchschwaden die die Implosion aufgewirbelt hatte kaum wahrnehmbar, doch schließlich immer klarer erkennbar manifestierte sich die Statur einer Person, die längst vergangen zu sein schien vor den Augen der Verteidiger Eternias und Ihres größten Nemesis zugleich.

"He-Man!?!"

"Ich verstehe das nicht. Wie kann das sein?", flüsterte Teela der sich an sie anschmiegenden Adora mit deutlich erkennbarer Verwirrung zu.

"Adam? Mein geliebter Bruder", entkam Adora's Lippen schwächlich, selbst für Teela, die am nächsten an Ihr war, nicht mehr wahrnehmbar. Die Gedanken der Prinzessin begannen sich rasend schnell zu drehen. Bilder aus glücklicheren Tagen kamen aus jedem Winkel Ihres Gedächtnisses zu Tage, zeigten der jungen Prinzessin Ihre erste Begegnung mit Ihrem Zwilling, Ihre erste gemeinsame Verwandlung, Tage und Nächte, die beide gemeinsam verbracht hatten. Mannigfaltige Erinnerungen an Ereignisse, die das Leid des Schmerzes verblassen hatte lassen, waren wieder da… und mit Ihnen die Sehnsucht. Jene Sehnsucht, für deren Erfüllung Adora bereit war alles zu geben, Ihr Leben, das aller anderen Menschen auf Eternia, nach der Sie sich mit jeder Faser Ihrer Existenz sehnte, wie nichts anderes.
Die Eindrücke die Sie überfluteten waren in diesem Moment zu viel für sie. Stillschweigend schüttelte Adora den Kopf, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen.

Als die Rauchschwaden sich lichteten starrten die Königin von Eternia, Ihre Tochter, ebenso wie der Waffenmeister und seine Tochter mit ungläubigem Blick auf eine gar grotesk aussehende Gestalt, die sich Ihnen am Rande des steinernen Stegs von Castle Grayskull offenbarte…

"Grayskull?" Überrascht rief Hordak den Namen seines tot geglaubten Feindes.
‚Das kann nicht sein', war der erste Gedanke, den der dunkle Kriegsherr hatte, denn schließlich war er es gewesen, der für den Tod von König Grayskull verantwortlich war… Er konnte damals unmöglich überlebt haben… und selbst dann müsste er bereits vor vielen hundert Jahren gestorben sein. Keinem Menschen, keinem Lebewesen überhaupt war ein solch langes Leben vergönnt, dessen war sich Hordak sicher. Nicht einmal er selbst hatte das Geheimnis ewigen Lebens erringen können, und einzig der Umstand seiner Verbannung nach Despondos, einem Ort an dem er nicht sterben konnte, und verdammt sein würde auf ewig in der Verbannung zu leben, hatte dafür gesorgt, dass der Anführer der Horde dieses Geheimnis bisher nie angetastet hatte.
"Ich dachte Du wärst tot Grayskull? Wie hast Du die Jahrhunderte überdauert?"
Erst jetzt musterte er die Gestalt, die Ihm offenbar wurde mit durchdringendem Blick.
"Aber wie ich sehe, hast Du das vielleicht gar nicht…"

…inmitten der Szenerie, von der Kutte, die vorher seine Erscheinung verbarg befreit, stand die seltsam anmutende Gestalt dem Anführer der Horde und den wenigen Verteidigern von Grayskull gegenüber. Blonde Haare wehten im Wind. Inmitten eines Gewitterblitzes offenbarte sich im Licht die rechte Gesichtshälfte eines Mannes. Seine Haut schien leicht eingefallen zu sein. Wo das Licht des Blitzes kein Aufhellen erwirkte, brachte inmitten der im Schatten liegenden linken Gesichtshälfte ein knochiges, unmenschliches Wesen hervor. Aus der linken knochigen und der rechten, gerade noch von Haut bedeckten Augenhöhle leuchteten ein paar Rote Augen auf, karikierten den Anblick des Fremden. Narben bahnten sich ihre Wege über den muskulösen Oberkörper in den sich eine knochige Brustpanzerrung eingebrannt hatte, welche ein vertrautes aber zugleich befremdliches Aussehen verriet. Als die Wirkung des Blitzes nachließ, war nur noch ein seltsam eingefallenes Gesicht zu erblicken, dass kaum von Fleisch bedeckt schien.
Den Widderstab mit seiner Hand umklammernd strahlte der dunkle Wanderer eine Aura der Macht aus, die sogar Hordak einzuschüchtern schien.

"Es ist an der Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen Hordak! Deine Zeit auf Eternia war schon vor Jahrhunderten abgelaufen… nun liegt es an mir, dies endgültig zu beenden!"

"Niemals Grayskull! Auch Du kannst meine Rache nicht aufhalten!" entgegnete der Anführer der Horde seinem Kontrahenten, auch wenn er sich dessen nicht so sicher zu sein schien, wie er sich nach außen hin darzustellen versuchte.
Unvermittelt entfesselte er einen mächtigen Zauber, feuerte einen mächtigen Energiestrahl aus seinen Handflächen auf seinen Gegner ab.

Krachend traf der Energiestahl auf sein Gegenstück, das aus dem Widderstab entstammte, der nun auf Hordak deutete. Sekunden lang waberten beide Energiestrahlen gegeneinander, boten ein mehr als nur imposantes Spektakel, bis es den Anschein erweckte als würden die Kräfte von einem der beiden Kontrahenten langsam schwinden.
Ohne Vorwarnung unterbrach dessen Magie, ließ die magischen Kräfte des anderen ungehindert durchdringen. Ein Schrei löste sich aus der Kehle von Hordak, als die Macht des Widderstabes auf seine ungeschützte Brust auftraf. Seine Magie war nicht stark genug gewesen, um Ihn zu schützen.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht versuchte er sich wieder aufzurichten, spuckte dabei Blut, und schaffte es nur mit höchster Anstrengung sich zu erheben. Jegliche Zuversicht und Sicherheit war einem entsetzten Blick gewichen, als er bemerkte, dass sich feine Linien seines Blutes an seiner Rüstung herab liefen, in deren Mitte ein großes Loch klaffte. Das Metall der Rüstung war zum Teil mit seinem Oberkörper verschmolzen, bereitete Ihm bei jedem Atemzug aufs neue Schmerzen, hatte jedoch auch schlimmeres verhindert. Dennoch war er nicht mehr in der Verfassung weiter zu kämpfen. Ein Umstand dessen sich Hordak sehr schnell bewusst wurde, als er husten musste, und ein weiteres Mal Blut spuckte.
"Wie mir scheint… hast Du diese Schlacht gewonnen Grayskull….Aber dies ist noch nicht zu Ende! Egal wo Du Dich verstecken magst, ich werde Dich finden, und dann gnade Dir Gott… meine Rache wird furchtbar sein!"

"Ich warte darauf Hordak! Hier… jetzt und wann immer Du zu einem neuen Kampf bereit bist!"

"Shadow Weaver! Bring uns zurück zum Palast von Eternia… Dieser Kampf ist vorbei…für jetzt", rief Hordak seiner Hexenmeisterin zu. Die Hexe nickte Ihrem Herren kurz zu, und im nächsten Moment waren Sie selbst, Hordak, sowie die bewusstlosen Grizzlor, Leech und Mantenna in einer Wolke aus Rauch vom Schlachtfeld verschwunden. Wie gerne hätte Sie mit Ihrer Macht noch Königin Marlena, oder die Verräterin Adora vom Schlachtfeld vor Castle Grayskull mitgenommen, doch so sehr Schadow Weaver dies auch bedauerte, dafür reichte Ihre Kraft nicht mehr aus. Zu sehr hatte Sie sich gegen die Königin von Eternia und auch den seltsamen Fremden verausgabt, als das sie noch die Kraft gehabt hätte zwei Ihrer ärgsten Feinde, gegen deren Willen mit sich zu bringen. Doch Sie würde noch Gelegenheit für Ihre Rache bekommen, Hordak hatte angekündigt dass dieser Krieg für Ihn noch nicht vorbei war…

Fortsetzung folgt...

 

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