He-Man.de05.02.2012
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Future Imperfect - Teil 26

 

 

 

by ZeroCool

 

 

Evergreen Forrest

Rauschschwaden stiegen aus dem Evergreen Forrest auf, als sich der Flüchtlingskonvoi mit maximaler Geschwindigkeit entfernte. Auf dem Boden des Waldes brannten die Trümmer zweier Flugmaschinen. Beide trugen das Symbol der Horde, eine rote Fledermaus auf Ihren Außenhüllen. Die Insassen beider Batmechs hatten den Absturz nicht überlebt, doch dennoch war die Gefahr die von den metallenen Rittern ausging nicht gebannt.
Die Erde erzitterte als drei Bataillone Horde Trooper auf den Rand des Evergreen Forrest zustapften. Schwere Belagerungsmaschinerie folgte Ihnen. Wie einst schon Äonen vor dieser Zeit schritten Grizzlor, Leech und Mantenna, drei der Generäle des dunklen Kriegsherrn Hordak zwischen Ihrem Herrn und Gebieter und Ihren Truppen auf Castle Grayskull zu, um die Königreiche der Menschen ein für alle mal zu unterwerfen. Und diesmal würde ihm nichts und niemand im Wege stehen, dessen war sich Hordak sicher.

In Unkenntnis der Situation drehte der königliche Wind Raider ab, nahm wieder seinen ursprünglichen Kurs auf.

"Der Konvoi ist sicher Majestät", erklärte Roboto: "Es sind derzeit keine weiteren Truppen der Horde in Reichweite." "Wir hatten Glück, dass keine Verstärkungen in der Nähe waren Randor", meinte Man at Arms.

"Was hast Du nun vor? Nun, da die Flüchtlinge in Sicherheit sind?"

"Wir treffen uns wie geplant mit Mekaneck und Sy-Clone in Felis Quadi. Ich hoffe König Carnivus hatte genügend Zeit Vorkehrungen zu treffen um sein Volk zu schützen. Dieser Krieg hat gerade erst begonnen."
Duncan nickte zustimmend, und wandte sich an Roboto. Er setzte gerade zu einer Frage an, als er eine Stimme in seinem Kopf vernahm. ‚Man at Arms! Du musst augenblicklich nach Grayskull kommen!'

‚Sorceress! Was ist geschehen? Ist Adora etwas zugestoßen?'

‚Etwas schreckliches wird geschehen. Grayskull ist in größter Gefahr, und ich fürchte dieses Mal kann ich die Gefahr alleine nicht abwenden. Ich brauche Deine Hilfe!'

‚Aber was ist mit Randor, und den Streitkräften der Horde?'

‚König Randor muss nach Felis Quadi gehen. Jemand muss die Bewohner von Eternia gegen die Dunkelheit führen.'

‚Ich verstehe Teelana. Ich bin auf dem Weg.'

 

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"… Duncan?"

Unvermittelt sah Man at Arms in das verwunderte Gesicht von Randor, der Ihm offensichtlich gerade eine Frage gestellt hatte, die er während seines Gesprächs mit der Sorceress nicht mitbekommen hatte.

"Die Sorceress hat mich soeben kontaktiert. Sie möchte dass ich augenblicklich nach Grayskull komme."

"Weswegen? Wir brauchen Dich in der Schlacht gegen die Horde?" Ungläubig blickte Randor zu seinem Freund und Waffenmeister.

"Ich erkläre Dir alles wenn das hier vorüber ist Randor. Ich muss augenblicklich aufbrechen", wich Duncan der Frage aus. Was sollte er auch darauf antworten. Teelana hatte Ihm keine konkreten Informationen gegeben.

Skeptisch beäugte Randor seine Mitstreiter, ehe er eine Entscheidung traf: "Na schön. Wir fliegen nach Grayskull. Von dort aus versuchen wir alles Weitere zu planen."

"Nein Randor. Ihr müsst nach Felis Quadi fliegen. Trefft dort Mekaneck und Sy-Clone und versucht schlimmeres zu verhindern. Die Horde wird nicht rasten, nachdem Sie Eternos eingenommen haben. Sie werden erst ruhen wenn Sie alle freien Völker Eternias' unterjocht haben. Wir dürfen das nicht zulassen, unter gar keinen Umständen. Ich werde alleine nach Grayskull aufbrechen." Man at Arms erhob sich, und nahm eine kleine Scheibe von seinem Gürtel. Mit einem kurzen Druck auf den Auslöser warf er die Scheibe neben den Wind Raider. Innerhalb weniger Sekunden dehnte sich das Metall aus, bis es die Größe hatte einen einzelnen Menschen befördern zu können. "Roboto, übernimm bitte die Kontrollen, und bring den König heil an sein Ziel", waren seine letzten Worte, ehe er auf das Hover-Board wechselte, und augenblicklich auf Castle Grayskull zusteuerte.

Gedankenverloren starrte Randor Ihm nach: "Viel Glück mein Freund, viel Glück."

Während der Wind Ihm scharf ins Gesicht schlug dachte Duncan über das Gespräch mit der Sorceress nach.
‚Noch nie habe ich Sie so erlebt. Sie klang so seltsam. Fast als würde Sie etwas ängstigen? Egal worum es sich handelt, es muss ungeheuer wichtig sein, sonst hätte sie mich nicht zu sich gerufen. Nicht in diesen Zeiten. Wobei aber kann ich Ihr beistehen? Sie ist so viel mächtiger und weiser als viele andere auf Eternia. Und dennoch gibt es etwas, oder jemanden dem Sie sich nicht alleine gewachsen sieht.'
Gedankenverloren starrte Man at Arms auf die Baumwipfel des Evergreen Forrest, die unter Ihm blieben, während er so schnell die Maschine es Ihm erlaubte seinem Ziel entgegen flog.


Avion, Stadt über den Wolken

Rastlos tigerte Hawk durch den großen Konferenzraum von Avion. Tiefe Sorgenfalten zeigten sich auf Ihrem sonst so makellosen Gesicht, ließen Sie älter aussehen als Sie eigentlich war. "Sollen wir hier warten, bis Sie uns umstellt haben Stratos? Wir müssen die Horde angreifen, bevor Sie damit rechnen! Das ist unsere einzige Chance!"

"Nein Hawk! Wir müssen auf unsere Freunde und Verbündeten vertrauen. Die Horde hat das alles gut geplant", meine Stratos in beschwichtigendem Tonfall.
"Wenn wir Sie jetzt angreifen würden, würden wir nur in eine sorgfältig gestellt Falle tappen. Du hast nicht gesehen mit welcher Streitmacht wir es vor Eternos zu tun hatten…"

"Aber Ihr habt Sie besiegt Bruder, Ihr habt Sie besiegt", fiel Hawk Ihm ins Wort.

"Wir haben eine Schlacht gewonnen Hawk… nicht den Krieg. Die Horde ist zurück, und es wäre mehr als vermessen zu glauben man könnte einen solch alten Feind in einer einzigen Schlacht zurückschlagen", entgegnete der Herr von Avion seiner Schwester.
‚Wir waren in Eternos vermessen genug von einem grandiosen Sieg auszugehen… Wir hätten es besser wissen müssen', fügte er in Gedanken hinzu.
"Wir müssen besonnen handeln, für unser Volk, und für alle freien Völker Eternias' und ich schwöre bei meinem Leben, Avion wird nicht fallen!"

Während Sie dem Streitgespräch von Stratos und Hawk schweigend beigewohnt hatten, so wurden Man - E - Faces, Ram-Man und Fisto nun aktiv. Geschlossen traten Sie aus dem Hintergrund hervor. Entschlossenheit war auf Ihren Gesichtern zu erkennen, als Sie Stratos beipflichteten.
"Solange wir leben, werden wir nicht zulassen, dass die Horde auch nur einen Fuß nach Avion setzt", erschallte es gleichzeitig aus drei Kehlen, als ohne Vorwarnung die Türen des Konferenzraums aufschwangen.

 

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"Lord Stratos! Wir haben Nachricht von den Streitkräften der Horde erhalten!"
Völlig außer Atem stürzte ein junger Avionier in den Konferenzraum herein, versuchte Haltung anzunehmen, ehe er berichtete was Ihm aufgetragen worden war.
"Die Horde fordert unsere sofortige Kapitulation. Wenn wir uns kampflos ergeben, werden Sie uns verschonen. Ansonsten werden Sie Avion bis auf die Grundmauern herab verbrennen."

"Woher stammt diese Information Soldat?" befragte Hawk den Neuankömmling.

"Der Horde Kommandant… Vultak war sein Name stellte die Forderungen. Er gab uns eine Stunde Zeit Ihm unsere Entscheidung zu übermitteln… Was sollen wir nur tun?"
Sowohl Hawk, als auch Stratos und seine Mitstreiter konnten deutlich die Verzweiflung auf dem Gesicht des jungen Kriegers erkennen.

"Dann soll er die Antwort erhalten", stellte Stratos fest: "Hawk, versammle unsere Krieger. In einer Stunde werden wir unserem Schicksal auf dem Schlachtfeld entgegentreten."

"Dieser Vultak wird sich wünschen, die Mystic Mountains niemals betreten zu haben", fügte Hawk hinzu, ehe sie den Konferenzraum verließ, und einen nachdenklichen Stratos zurückließ…


Castle Grayskull

Im faden Sonnenschein der letzten Abendstunden erreichte Duncan die Pforten von Grayskull.
Wie zu erwarten war die Maulbrücke geschlossen, als er auf dem schmalen Plateau landete und sein Hover-Board wieder an dem dafür vorgesehenen Platz an seinem Gürtel anbrachte. Langsam schritt er auf den bodenlosen Abgrund zu, wartete bis sich das Tor nach Grayskull für Ihn öffnen wurde, doch nichts geschah.
"Sorceress! Sorceress! Bitte gewährt mir Einlass", rief er mit voller Stimme. Bange Sekunden vergingen und nach wie vor geschah nichts.
‚Teelana! Bitte öffne das Tor. Teelana?

Mit lautem Knarren öffnete sich die Maulbrücke nach schier endlos scheinenden Sekunden für Duncan. Schnellen Schrittes überquerte der Waffenmeister den bodenlosen Abgrund, und begab sich durch die Korridore in Richtung des Thronsaals.

"Sorceress?" Unsicher blickte Duncan sich nach der Hüterin um. Der Thronsaal schien verlassen zu sein. Kaum mehr Licht drang hinein und die Sorceress war nicht zu sehen. Voller Sorge schritt er weiter in den Raum hinein bis er leise Stimmen hörte. Sekunden später konnte er eine Gestalt durch einen Torbogen im hinteren Bereich des Thronsaals sehen. Noch bevor er Sie erkennen konnte, hörte er die Stimme von Königin Marlena.
"Man at Arms… Gut dass Du hier bist…"

"Königin Marlena… Wie geht es Teela?" unterbrach Duncan die Regentin von Eternos.

"Ich bin wohlauf Vater", meinte Teela als Sie neben die Königin in das Sichtfeld des Waffenmeisters trat. Binnen Momenten war Man at Arms bei Teela, schloss Sie in seine Arme, und schien Sie einen Augenblick lang gar nicht mehr loslassen zu wollen.

"Ich bin so froh, dass Du wohlauf bist Teela… Ich habe mir große Sorgen um Dich gemacht!"

"Ich war nie in Gefahr Vater. Die Sorceress konnte meine Verletzungen heilen. Inzwischen fühle ich mich auch wieder besser."

"Es tut gut dies zu hören Teela", warf Marlena ein. Duncan nickte zustimmend, während er seine Tochter aus der Umarmung entließ. Obwohl seine Tochter wieder genesen war, zeigte sein Gesicht eine mehr als nur sorgenvolle Mine.

'Teelana! Antwortest Du mir deswegen nicht? War es zu anstrengend die Verletzungen von Teela zu heilen?' Sekunden vergingen, ehe der Waffenmeister sich nach der Hüterin von Grayskull erkundigte:
"Die Sorceress, wo ist jetzt? Ich muss Sie dringend sprechen!"

"Sie ist dort hinten, vor dem großen Spiegel", antwortete Marlena auf seine Frage, und blickte in Richtung der Zauberin.
"Vielleicht wäre es besser Sie noch einen Augenblick ruhen zu lassen Duncan", fügte die Königin hinzu:
"Ich weiß nicht was vorgefallen ist, doch ich denke Sie hatte eine Art von Vision… eine ziemlich beunruhigende wie mir scheint. Seit dieser Vision vermeinte ich zu bemerken, dass Sie sehr erschöpft ist… soweit ich das beurteilen kann."

"Ihr habt recht Majestät", mischte sich Teela ein.
‚Als ich aufwachte spürte ich wie Ihr Kopf auf meiner Brust ruhte. Sie wirkte so… erschöpft? Wirkte Sie so? War es wirklich Erschöpfung?' Teela unterbrach Ihre Überlegungen, als ob Ihr die Schlussfolgerung, die Sie zog selbst erst klar werden musste:
"Göttin! Ich fürchte es hat Sie sehr mitgenommen mich zu heilen…" Sie schlug entsetzt eine Hand vor Ihren Mund, als Ihr die Bedeutung Ihrer Worte klar wurde.
"Aber warum sollte Sie dies dann tun? Eternia ist wichtiger als ich. Das Wohl von vielen wiegt schwerer als das wohl von wenigen, oder einzelnen."

Duncan spürte wie sein Hals trocken wurde. Er wusste nicht wie er Teela diese Frage beantworten sollte.
‚Wie wäre es mit der Wahrheit Duncan? Sie wäre beinahe gestorben ohne Ihre Mutter zu kennen… Teelana, wie soll ich mich verhalten?'
Er räusperte sich, versuchte seine Gedanken zu ordnen, Teela zu antworten, doch es gelang Ihm nicht.

"Jedes Leben ist wichtig Teela", sprach Königin Marlena schließlich.
Ihr war nicht verborgen geblieben wie der Waffenmeister nach den richtigen Worten suchte. Zu lange kannte Sie Duncan nun schon, um nicht zu merken wenn er verlegen war. Dies war eine dieser Situationen, die er verabscheute, für die er selten die richtigen Worte fand.

"Die Königin hat recht Teela", sprach Duncan schließlich:
"Zu sehen, wie Du hier vor mir stehst, nimmt eine Schwere Last von meinen Schultern, Teela. Die Hoffnung Dich wohlauf anzutreffen war es, was mir Hoffnung machte, wo alle Hoffnung verloren schien."

"Wie meinst Du das Vater? Was ist geschehen?"

Die Minen von Teela und Königin Marlena drückten tiefste Besorgnis aus, als Duncan ansetzte die Frage seiner Tochter zu beantworten.
"Eternos … ist gefallen."
Sichtlich geschockt wich Königin Marlena zurück. Fassungslos und nach Atem ringend blickte Sie zu Man at Arms, der die schlechte Kunde überbracht hatte.

"Wie… wie ist das nur möglich", wollte Teela, die ebenso geschockt wie die Königin war, wissen.
"Was ist mit dem König? Meinen Soldaten, oder den Einwohnern der Stadt geschehen? Vater sprich!"

Nur langsam kam Marlena wieder zu Atem, versuchte Ihre Fassung wieder zu erlangen. Die Erkenntnis Ihr Zuhause verloren zu haben, hatte Sie mitgenommen. Noch viel schlimmer war jedoch die Ungewissheit über das Schicksal Ihres Gatten und aller Einwohner von Eternos. Bange Sekunden vergingen für die Regentin, bis Duncan schließlich Ihre größten Sorgen zerstreute.

"Wir konnten die Stadt evakuieren, Teela. Die Menschen sind in Sicherheit… vorerst zumindest. König Randor ist auf dem Weg nach Felis Quadi. Wir hoffen…"

Noch ehe Duncan Teela die nächsten Schritte die sie geplant hatten erläutern konnte, schnitt die Stimme der Sorceress eiskalt, wie ein Schwert welches Stoff durchtrennte durch den Raum.
"Man at Arms! Ich muss Dich augenblicklich sprechen!"

Entschlossenheit war Ihrer Stimme zu entnehmen. Ihr Stand wirkte sicher, dennoch fühlte Teelana die Schwäche in Ihr, die Sie seit Teela's Erwachen zu verbergen suchte. Sie unterdrückte den Schmerz den Ihr jede Bewegung verursachte seitdem sie sich aufgerichtet hatte.
Anmutig schritt Sie auf den großen Spiegel, Ihr Auge und Tor zur Außenwelt zu, wartete darauf, dass der Waffenmeister von Eternia neben Sie trat.

Sie unterdrückte ein leises Seufzen, als Sie bemerkte wie Teela und Königin Marlena ebenfalls zu Ihr aufschlossen.
"Eure Majestät, Teela. Dies betrifft nur Man at Arms und mich selbst. Ihr solltet euch ausruhen, und wieder zu Kräften kommen. Ich fühle einen anstrengenden Tag auf uns alle zukommen. Ihr solltet besser ausgeruht sein, wenn Ihr den morgigen Tag heil überstehen wollt!"

"Wir können Euch auch helfen Sorceress", meinte Teela.

"Weder Teela noch ich selbst besitzen Eure Kraft oder Weisheit…", erklärte Marlena.

"Oder meines Vaters Geschick oder Stärke….", fügte Teela an.

"Dennoch sind wir bereit unser bestes zu geben, um Eternia zu beschützen. Wir sind bereit an Eurer Seite für das Schicksal unserer Welt zu kämpfen", beendete Marlena den Satz. Es fühlte sich gut für Sie an wieder aktiv werden zu können. Zu tief saß der Schock über den Verlust von Eternos. Sie konnte jetzt nicht einfach passiv bleiben.

"Ich weiß Euer Angebot zu schätzen Hoheit. Obwohl ich hoffe, dass Ihr nie in solch eine Situation kommen werdet so solltet Ihr nun doch ruhen. Diese Welt ist im Wandel. Alles ist möglich und nicht einmal ich vermag Euch zu sagen was Euch die Zukunft bringen mag! Deshalb ist es wichtig für Euch, für ganz Eternia und auch für mich, dass Ihr morgen aufmerksam und ausgeruht seid! Unser aller Schicksal könnte davon abhängen! Bitte geht jetzt. Das Schloss selbst wird euch den Weg zu Euren Räumen weisen."
Das Grollen des Donners außerhalb von Grayskull verlieh der natürlichen Autorität in der Stimme der Sorceress zusätzliche Wirkung.

"Wie Ihr wünscht Sorceress", antwortete Marlena und nickte der Sorceress bestätigend zu, bevor Teela die Möglichkeit hatte zu antworten. Sanft fasste Sie Teela am Arm, bedeutete Ihr sich zu fügen. Als Herrscherin über Eternos konnte Sie Situationen in denen sie getroffene Entscheidungen hinterfragen konnte, von denen unterscheiden in denen sie sich den Gegebenheiten anpassen musste. Alleine der Tonfall der mystischen Hüterin von Grayskull ließ keinen Zweifel aufkommen, dass sie in dieser Frage keinen Widerspruch dulden würde.
Zudem fühlte Marlena tatsächlich die Last der Entscheidungen dieses Tages. Erinnerungen an den Moment in dem Adora in die Schlacht gezogen war, Teela die verletzt auf dem Schlachtfeld gelegen hatte, die Feierlichkeiten nach dem Sieg von Adora, der Absturz des Wind Raiders und schließlich die Ankunft in Grayskull, sowie die Erkenntnis über den Verlust Ihres Heims erfüllten Sie für einen Moment lang. Das erste Mal an diesem Tag fühlte Sie wie Müdigkeit sich in Ihr ausbreitete, sich anschickte die Königin mit Ihr fort zu nehmen.
Marlena zwinkerte kurz, versuchte die Erschöpfung wenigstens für einen Moment zu vertreiben, während Sie sich an die Kommandantin der Garde wandte, die noch immer unentschlossen neben Ihr stand:
"Teela! Wir sollten den Rat der Sorceress beherzigen und uns ausruhen."

"Hoheit… was wenn etwas vorfällt das unsere Aufmerksamkeit erfordert? Ich meine… ich… nein wir sollten hier bleiben und …"

"Es ist in Ordnung Teela", unterbrach Marlena die unsicheren Versuche einer Rechtfertigung: "Wir haben beide etwas Ruhe verdient. Ich bin mir sicher Dein Vater und die Sorceress rufen nach uns wenn es etwas gibt das unserer Aufmerksamkeit bedarf.

"Ich verspreche es Teela", versicherte Duncan Ihr.
Er bekam ein zustimmendes Nicken von Teela, die den Raum zusammen mit der Königin verließ.
Mit sehnsuchtsvollem Blick wartete der Waffenmeister bis beide den Raum verlassen hatten. Zu gerne hätte er mehr Zeit mit seiner Tochter verbracht. Zu frisch waren die Erinnerungen an Ihre heldenhafte Tat, die sie in höchste Lebensgefahr gebracht hatte. Erinnerungen an seine eigenen Ohnmächtigkeit Ihr zu helfen. Sorge, Enttäuschung, Ärger über sich selbst und die Horde vermischten sich zu einer Kakophonie an Empfindungen, die Ihm jedweden klaren Gedanken entrissen. Erst die Stimme von Teelana brachte Ihn ins hier und jetzt zurück.

"… die Horde Armee ist nicht das einzige Problem das wir haben Man at Arms. Diese Vision von der Königin Marlena zuvor sprach… Ich sah große Zerstörung über Eternia kommen. Krieg, Hunger, Pestilenz und Zerstörung werden Eternia heimsuchen, und der Beginn von alledem ist hier! Hier in Grayskull wird das Verderbnis beginnen, wenn wir es nicht stoppen können." Mit jedem Wort das Sie sprach verlor die Stimme von Teelana an Kraft und Ausdrucksstärke. Wort für Wort wurde Ihre Erschöpfung deutlicher, egal wie sehr Sie sich bemühte dies zu verbergen.

Vertrauensvoll schritt Duncan auf die Hüterin von Grayskull zu. Die immer deutlicher zu Tage tretende Erschöpfung der Zauberin war Ihm nicht verborgen geblieben. Sorgenfalten breiteten sich auf seinem Gesicht aus, obwohl er nicht verstand was Teelana meinte, so war der Eindruck den sie hinterließ bereits alleine ein Grund zu höchsten Besorgnis. Noch nie zuvor hatte Duncan die Sorceress in solch angeschlagener Verfassung erlebt.

"Ich verstehe nicht ganz Teelana… Was hat das zu bedeuten? Die Horde Armee ist eine große militärische Stärke, doch kann sie die Mauern von Grayskull niemals durchbrechen. Ich denke nicht dass Du Dich deswegen Sorgen solltest!"

"Die Horde Armee ist es nicht die mir Sorgen bereitet Duncan", entgegnete Sie Ihm mit schwacher Stimme. "Es ist die Person die hinter der Armee steht."

"Hordak!" Duncan hatte den Namen des dunklen Kriegsherrn fast nur geflüstert, dennoch war es laut genug um jeden der den Namen gehört hätte einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Seit Äonen hatte Hordak keinen Fuß mehr auf eternischen Boden gesetzt. Viele Ereignisse aus dieser fernen Vergangenheit waren niemals überliefert worden und dennoch war es der Name dieses Kriegsherrn der blankes Entsetzen auf den Gesichtern der Unschuldigen auslöste. Dem eternischen Waffenmeister jagte jener Name zumindest einen Schauer über den Rücken. Innerlich verkrampfte er, realisierend welchen Anlass die Besorgnis der Sorceress hatte.

"In der Tat Duncan… Hordak ist zurück!"

Ungläubig schüttelte Man at Arms den Kopf. Er konnte kaum glauben was die Sorceress Ihm eben erzählt hatte, dennoch musste es so sein. Es war zugleich die einzig logische Erklärung für den überraschenden Nachschub den diese Catra erhielt… ‚Wieso sonst sollte Sie Armee in eine Schlacht führen, deren Verlauf so unkalkulierbar war?' Schlagartig wurde Duncan klar, was der eigentlich Zweck des ersten Angriffs war.
"Es war ein Ablenkungsmanöver! Es war nur ein Ablenkungsmanöver um Hordak zu befreien", stellte er ungläubig fest.
"Ist es das was Du meintest Teelana? Hordak ist zurück… und er wird hierher kommen?"

"Das ist was ich in meiner Vision sah Duncan, doch…"

Teelana hielt kurz inne, Duncan vermeinte zu bemerken wie sie tief Luft holte, ehe Sie fortfuhr.
"Duncan…. Vor vielen Jahren habe ich… einen schrecklichen Fehler begangen… und nun… nun fürchte ich dass ich durch diesen Fehler verantwortlich bin … für das Ende der Welt wie wir Sie kennen…"
Wiederum hielt die Hüterin von Grayskull kurz inne: "In meiner Vision… sah ich das Ende aller Dinge Duncan, … und ich bin schuld daran!" …

Fortsetzung folgt ...

 

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