He-Man.de07.02.2012
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Future Imperfect - Teil 25

 

 

 

by ZeroCool

 

 

Eternos, Hauptstadt von Eternia

Schwere Schritte hallten durch die Straßen der Hauptstadt, als die Armeen der Horde die Tore der Stadt gestürmt hatten. Nun durchsuchten Sie jeden Winkel nach Flüchtlingen, oder Einwohnern der Stadt, doch bisher waren Sie nicht fündig geworden.
Mit jeder verstreichenden Sekunde wurde Ihre Zahl innerhalb der Stadtmauern größer, und es schien so als wären die mechanischen Soldaten nur zu diesem Zweck geschaffen worden. Um diese Stadt und Ihre Einwohner zu unterdrücken, und nach Ihnen jeden freien Menschen auf ganz Eternia.

Von einem knirschen begleitet schwang das schwere Tor zum Thronsaal von Eternos, dem Ort von dem aus König Randor mit seiner Gattin Königin Marlena das Königreich regierte auf. Doch nicht der König und die Königin betraten unter den bedeutsamen Blicken von Adeligen und Höflingen den Thronsaal. Vielmehr betrat der dunkle Kriegslord Hordak selbst, zusammen mit seiner Hohepriesterin Shadow Weaver das Zentrum des Königreiches.

"Der Thron Shadow Weaver…. MEIN THRON! Bei Eternos machten wir den Anfang, und erst wenn ganz Eternia sich mir unterworfen hat, wird es enden!"
 

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"Gewiss großer Hordak, gewiss. Ihr alleine werdet Herrscher über ganz Eternia sein", antwortete Ihm die in eine rote Robe mit dem Fledermaus Symbol gehüllte Hexe.

"Das größte und mächtigste Königreich Eternias liegt mir zu Füssen Shadow Weaver. Nichts kann mir meinen Triumph mehr streitig machen! Meine Feinde werden vor meiner Macht erzittern!" Ein fieses Lachen bahnte sich seinen Weg durch Hordak's Kehle und erschütterte ganz Eternos durch die Boshaftigkeit und Hoffnungslosigkeit, die es ausstrahlte.

"Aber Ihr dürft Eure Feinde nicht unterschätzen mächtiger Hordak!" versuchte Shadow Weaver Ihn zu bremsen.
"Es hat uns große Macht und Anstrengungen gekostet das Tor zwischen Eternia und Despondos aufzustoßen, mächtiger Herrscher! Wir müssen unsere Position auf Eternia festigen und eine neue Basis Eurer Macht schaffen, bevor wir den ganzen Planeten unterwerfen können!"

"Und Etherrria wirrrd folgen!" ertönte eine weitere Stimme vom Eingang des Thronsaals her.
"Die Rrrebellen werrden es berreuen sich jemals gegen die Horrrde aufgelehnt zu haben."
Mit schnellem Schritt betrat Force Captain Catra den Thronsaal. Ehrfürchtig kniete Sie vor Hordak nieder, der inzwischen auf dem Thron von Eternos Platz genommen hatte. Shadow Weaver stand zu seiner rechten, wagte es jedoch nicht auf dem Thron, den vormals Königin Marlena innehatte, platz zu nehmen, ohne von Hordak dazu aufgefordert worden zu sein. "Forrrce Captain Catra meldet sich wie befohlen zum Rapporrrt! Es ist mirrr eine Ehrrre euch perrsönlich kennen zu lerrrnen mächtigerrr Hordak."

"Steht auf Force Captain! Und berichtet mir!"
Mit zunehmendem Interesse musterte Hordak seine Untergebene. Lange Jahre hatte er seine Stadthalterin auf Etheria aus seinem Exil auf Despondos durch seine Magie kontaktiert, doch stand sie nun das erste Mal in Fleisch und Blut vor Ihm. Trotz der Niederlage gegen die Rebellion, die letztlich den Rückzug von Etheria zur Folge hatte war der dunkle Kriegsherr mehr als nur beeindruckt von seiner Stadthalterin gewesen…

"Alles verrlief nach Plan, oh Mächtigerr. Unsere Trrruppen haben die Hauptstadt eingenommen. Wir haben keinerrrrlei Verrrluste, doch sind die meisten Einwohner geflohen", begann Catra Ihren Bericht.

"Geflohen! Wohin?" Wütend schlug Hordak mit der Faust auf die Armlehne des Thrones. Eine kleine Delle markierte die Stelle an der seine Hand auf die Struktur getroffen war.

"Wirrr verrrfolgen einen Teil der Flüchtigen, großer Herrrrscher. Wirrr sind überzeugt, dass Sie uns zu den anderrren führren werrrden. Doch egal wohin Sie fliehen, es gibt keinen Ort an dem Sie sicherrr sind. Unsere Batmechs belagern die Stadt der Vogelmenschen. Die neu eingetroffenen Destrrukto Panzerrr sind auf dem Weg nach Felis Quadi und Scorpia's Offensive gegen die Vökerrr von Subternia läuft mehrr als nur erfolgrrreich an."

"Ausgezeichnet Catra", konstatierte Shadow Weaver von Ihrer seitlichen Position aus. "Doch was ist mit unserem wichtigsten Ziel? Wo ist Adora? Ich kann Ihre Präsenz nicht fühlen, und doch sollte Sie hier sein?"

"Wir haben Sie noch nicht gefunden Shadow Weaverrr, aberr wir unterrnehmen alles um Sie zu finden!"

"Das ist das mindeste was ich erwarte Catra", schnauzte Hordak.
"Ich will dass Ihr Sie findet, und Sie zu mir bringt! Lebend! Koste es was es wolle, aber bringt Sie zu mir! Und nun geh!"

"Ja mächtiger!" Ohne nochmals zu Hordak zu blicken verließ Catra so schnell wie möglich den Thronsaal.

"Adora… Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet! Der Tag der Abrechnung ist gekommen Shadow Weaver. Nichts kann mich jetzt noch aufhalten…
Grizzlor! Leech! Mantenna! Sammelt Eure Truppen! Nehmt schwere Belagerungsgeräte mit. Wir ziehen westwärts…zur Festung meines alten Feindes… König Grayskull. Die Rache wird mein sein!"

"Ihr geht ein Risiko ein, großer Herrscher", warf Shadow Weaver ein.
"Was erwartet Ihr euch von der Zerstörung einer alten Burg, die einst der Sitz eines Eurer Feinde war?
Vielleicht ist sein Stammsitz inzwischen bereit zu Staub zerfallen?"

"Vielleicht Weaver, vielleicht. Doch sollte seine Burg noch stehen, dann werden wir Sie zerschmettern! Stein für Stein. Planke für Planke, als Mahnung an alle was es bedeutet sich gegen die Horde zu stellen! Bleibe zurück Shadow Weaver, und finde Adora!"

"Wie Ihr wünscht Hordak", antwortete die Magierin.


Mount Imperium

"Orko! Ich glaube ich habe etwas gefunden!"
Ohne auf den kleinen Trollaner zu warten warf Adora einige weitere Steine zur Seite. Ihre Hände waren von der Kälte, die Sie mit jedem Stein, mit jedem Stück Eis und mit all dem schneebedeckten Geröll, dass Sie beiseite schaffte aufgequollen. Viel Gefühl war bereits aus den zarten, feingliedrigen Fingern der Prinzessin gewichen, doch all dies war für Adora nun nebensächlich, als Ihre Finger auf ein festes Objekt trafen, das zwischen einem großen Gesteinsbrocken und einer Schicht aus Eis eingeklemmt war. Noch konnte Sie nicht sehen, worum es sich handelte, doch dies würde sich bald ändern.

‚Adora! Adora! Du musst sofort zurück nach Grayskull kommen', vernahm die junge Frau die Stimme der Sorceress in Ihren Gedanken.

‚Ich bin vielleicht kurz davor zu finden wonach ich suchte Sorceress. Gebt mir noch ein wenig Zeit, und ich werde zurückkehren', antwortete Adora Ihr auf telepathischem Wege.

‚Ich fürchte das ist nicht möglich junge Prinzessin. Grayskull ist in allergrößter Gefahr. Du musst sofort zurückkehren. Deine Anwesenheit ist elementar Adora! Wenn Dir mein Wort je etwas bedeutet hat, dann bitte vertrau mir jetzt, und mache Dich augenblicklich auf den Weg zurück!'

‚Ich vertraue Euch Sorceress, und werde so schnell wie möglich zurückkehren.'

‚Danke, und viel Glück auf Deinem Weg Adora!'

Adora hatte eine Dringlichkeit, die Sie noch nie zuvor in der Stimme der Sorceress vernommen hatte bemerkt. Ebenso wie eine Emotion, die die Hüterin Ihr unbewusst während Ihrer Konversation übermittelt hatte: Angst.
‚Wovor sollte die Sorceress Angst haben? Hat Sie Angst um mich? Um sich selbst? Um Grayskull und Eternia? Warum habt Ihr mir nicht gesagt was euch bewegt Sorceress? Warum nur?'

"Wir müssen sofort nach Grayskull aufbrechen Orko! Die Sorceress hat unsere sofortige Rückkehr erbeten", meinte Sie zu dem kleinen Trollaner, der immer noch den Krater absuchte.
"Und was ist mit dem Objekt, das Du meintest gefunden zu haben Adora? Hast Du es ausgegraben?" erkundigte sich Orko.

"Nein, es ist zu sehr von Schnee und Eis begraben, um daran heranzukommen", entgegnete Adora Ihm in sichtlich frustriertem Tonfall. "Wir müssen es hier lassen. Was auch immer es sein mag, und welche Aufschlüsse es uns über…" sie schluckte kurz, und verdrückte dabei weitere Tränen: " egal welche Aufschlüsse es uns über Adams' Schicksal geben kann, außer… Orko! Kannst Du die Eisplatten darüber vielleicht mit Deiner Magie bewegen? Wenn weniger Gewicht darauf lasten würde, könnte ich es vielleicht herausziehen."

"Ich werde es versuchen Adora! Verlass Dich auf mich. Schließlich bin ich Orko der große. Der mächtigste Zauberer von ganz Trolla!"

"Dann versuch es Orko! Aber beeile Dich wir haben nicht viel Zeit. Die Sorceress klang überaus dringlich."

"In Ordnung Adora! Ich beeile mich."

Skeptisch beäugte Adora den kleinen Trollaner, als dieser anfing Ihr unverständliche Worte auszusprechen. Zuerst geschah nichts, doch nach einiger Zeit bewegten sich Eis und Stein. Kurzentschlossen glitten Adora's Finger durch den schmalen Spalt, berührten kalten Stahl.

Geschockt zuckte die junge Frau zusammen, als Ihre nahezu gefühllosen Finger das Metall berührten. Ein Laut, zwischen Schmerz und Überraschung kam über Ihre Lippen, durchbrach die relative Stille des Hochplateaus.
"Adora?" Sorgevoll sah Orko nach seiner Begleiterin. Deutlich war dem Trollaner anzumerken, wie Ihm unwohl wurde. Es kostete Ihn viel Kraft die Magie zu wirken, auch wenn er es sich nicht eingestehen wollte, so war diese Aufgabe hier auf Eternia nicht so einfach zu meistern wie in seiner Heimatwelt. Umso mehr sorgte er sich darum nicht genügend Kraft zu haben, bis Adora das Objekt herausgezogen haben würde.

Einen Moment lang starrte die Prinzessin von Eternia einfach nur auf die Stelle an der Ihre Hand unter das Eis glitt. Erst die Frage von Orko löste Sie aus Ihrer Erstarrung. "Alles in Ordnung Orko… ich war nur… überrascht…"
Erneut umschlossen feingliedrige Finger den kalten Stahl, doch diesmal war Adora darauf vorbereitet was passieren würde…

In dem Moment als sich die Finger der Prinzessin schlossen erwachte das Objekt erneut zum Leben. Etwas wie die Essenz des Lebens an sich pulsierte darin, strahlte eine wohlige Wärme aus, die sich augenblicklich auf die Trägerin auszubreiten begann.
Faszination und Ehrfurcht waren in diesem Moment die einzigen Gefühle, die eine Rolle spielten. Erinnerungsfragmente vermischten sich mit Gefühlen der Verzweiflung aber auch der Freude, als die Welt um Adora herum verblasste…

Erneut stand Adora alleine inmitten in der Dunkelheit. Sie konnte nicht einmal Ihre eigene Hand vor Ihren Augen erkennen. Sie war alleine, das wusste Sie ganz genau. Und diesmal hatte Sie das Gefühl dies alles schon einmal durchlebt zu haben. Nach einiger Zeit gewöhnten sich Ihre Augen an die Dunkelheit. Trotzdem konnte Sie nichts erkennen. Sie befand sich in absoluter Finsternis. Vorsichtig tastete Sie sich weiter, bemerkte dass Boden unter Ihren Füssen war, auch wenn Sie diesen nicht sehen konnte. Bereits nach wenigen Minuten kam es Ihr so vor, als würde Sie bereits stundenlang herumirren ohne einen Ausweg zu finden. Erschöpft sank Sie zu Boden.
Ein starkes Gefühl der Einsamkeit und der Erschöpfung waren alles was Sie auch diesmal fühlte. Wieder einmal. Dieses Gefühl, die Situation, alles war so bekannt, und dennoch fremd.
Sie schreckte auf, als Sie plötzlich eine Berührung an Ihrer Hand spürte. Sie sah hoch, und konnte eine Gestalt erkennen, die neben Ihr stand.
"Adam", hauchte Sie hervor. Ihre Stimme versagte Ihr beinahe den Dienst. Behutsam griff Sie nach der dargebotenen Hand. Sie hatte Angst, die Hand würde einfach wieder verschwinden wenn Sie versuchen würde sie zu ergreifen. In der Tat schien die Hand zu verblassen, je näher Adora Ihr kam, und je weiter sich Ihrer beider Finger voneinander entfernten, desto deutlicher konnte Sie die andere Hand erkennen.
"Ist es unser Schicksal einander niemals erreichen zu können?" schrie Sie in die Dunkelheit. Tränen bahnten sich Ihren Weg Ihre Wangen hinab, tropften zu Boden, wo Sie scheinbar unbeeindruckt zerplatzten.
"Ich lasse nicht zu, dass es so endet! Ich lasse es nicht zu!"
Eine weitere unscheinbare kleine Träne traf in diesem Moment auf, doch zerplatzte Sie nicht. Stattdessen strahlte die kleine Träne ein helles, freundliches Licht aus, das die Dunkelheit durchbrach. Hoffnungsvoll stürzte Adora auf die verblassende Hand zu, fest entschlossen Sie diesmal zu ergreifen. Zehn Finger umschlossen einander, als Sie zu fassen bekam was Sie nie für möglich gehalten hatte.
"Nie mehr lasse ich Dich los! Niemals."

Die Dunkelheit um Adora herum verblasste, und Sie fand Sich wieder auf dem Gipfel des Mount Imperium. Vor Ihr schwebte Orko, dem Sie die Erschöpfung nun deutlich anmerken konnte.
"Du musst Dich jetzt beeilen Adora! Lange kann ich den Zauber nicht mehr wirken."

"Das musst Du nicht tapferer kleiner Freund", entgegnete Sie Ihm mit stoischer Mine. Entschlossen riss Sie an dem Objekt, versuchte es dem eisigen Schlund des Berges zu entreißen. Nur langsam bewegte sich das Metall durch das Eis, das sich nach Kräften sträubte, als wäre es seine Aufgabe als ewiger Wächter dafür zu sorgen, dass kein sterblicher jemals erhielt, was die Prinzessin von Eternia zu Tage bringen würde.
Doch letztlich unterlag die eisige Kälte des ewigen Wächters der feurigen Entschlossenheit einer einzelnen Frau. Mit einem letzten kraftvollen Ruck entriss die Thronfolgerin von Eternia dem Berg seinen Schatz, und hielt diesen mit triumphierendem Lächeln in den Himmel von Eternia.

"Das Schwert der Macht…"
 

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Fortsetzung folgt ...

 

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