Der königliche Palast von Eternos
"Haben die Aufklärer etwas neues herausgefunden Duncan?", erkundigte Randor sich bei seinem engsten Vertrauten. "Nein, bislang nichts. Es ist erstaunlich ruhig auf Seiten der Horde, seitdem wir Ihnen mitgeteilt haben, dass wir Ihre Forderungen ausschlagen, und auf keinen Fall kapitulieren werden. Sie hätten bereits vor Stunden angreifen können, und doch verhalten Sie sich ruhig", konstatierte der Waffenmeister. Er erzählte Randor nichts wirklich Neues. Wie auch Duncan selbst, hatte Randor jede Minute in der Nähe der Offiziere, die mit den Aufklärern sprachen verbracht, und wusste bestens Bescheid über jeglichen Bewegungen des Feindes. Wenn es Bewegungen gegeben hätte. Seit Stunden hielten die feindlichen Einheiten Ihre Positionen und warteten.
"Worauf warten Sie Duncan? Was bezwecken Sie mit dieser Verzögerung? Wollen Sie uns mürbe machen, indem Sie den Angriff so lange wie möglich hinauszögern?" Nachdenklich glitt der Blick des Königs wieder zum Fenster. Am Horizont konnte er bereits sehen, wie die Sonne unterging. Bald würde das Licht des Mondes über Eternia wachen, und seine Bewohner.
"Vielleicht hast Du Recht Randor. Möglichweise wollen Sie uns wirklich mürbe machen. Oder Sie planen im Morgengrauen anzugreifen, wenn wir die aufgehende Sonne gegen uns haben. Doch auch wenn die Ungewissheit eine Qual ist, so hilft Sie uns in diesem Fall mehr, als jegliche militärische Stärke. Mit jeder Minute können wir mehr und mehr Bürger von Eternos in Sicherheit bringen. Je länger die Horde wartet, desto weniger Bürger werden durch Ihren Angriff gefährdet… Wir sollten dankbar sein, für jeden Augenblick, den Sie uns noch gewähren. Aus welchen Gründen auch immer." Hoffnungsvoll blickte Duncan in Richtung der Monitore auf der anderen Seite des Raumes, die aktuelle Bilder von der Evakuierung von Eternos lieferten. Mehr und mehr Bürger fanden Platz in den Fahrzeugen, oder konnten durch geheime Gänge aus der Stadt heraus gebracht werden, und dennoch waren es noch zu wenige. Die Evakuierung musste unter äußerster Vorsicht vorangehen, dessen waren sich alle Beteiligten bewusst. Duncan hatte lediglich einmal darauf hinweisen müssen. Sollte die feindliche Kommandantin die geheime Flucht der Bürger bemerken, so wäre niemand von Ihnen mehr sicher. Dieser Umstand war so klar, dass Ihn niemand zu nennen brauchte.
"Ja sicherlich Duncan… Je mehr Bürger evakuiert werden können, desto weniger Zeit müssen die Soldaten für eine sichere Rückzugsmöglichkeit kämpfen", bestätigte Randor den Gedankengang des Waffenmeisters.
"Wie reagieren die Männer darauf, dass Sie trotz der deutlichen Überlegenheit des Feindes in die Schlacht ziehen sollen, Duncan?" Eternias Man at Arms zog eine Augenbraue hoch, als er die Frage des Königs vernahm. "Nun… die Stimmung ist nicht unbedingt die beste Randor… Es hat sich herumgesprochen, dass Adora den Palast verlassen hat. Angesichts Ihres Sieges beim ersten Angriff der Horde werten viele das als schlechtes Zeichen. Manche werfen Ihr sogar vor, die Truppen in der Stunde des Schicksals im Stich zu lassen. Aber das sind nur vereinzelte Stimmen. Der größte Teil der Männer denkt es sei aussichtslos…"
"Ist es das nicht auch Duncan?", warf Randor ein.
"Wie können wir gegen einen Feind gewinnen, der nach einer Niederlage mit einer nur noch größeren Anzahl an Truppen erneut angreift? Wo sollen wir hin, wenn wir Eternos aufgeben?"
"Ich weiß es nicht, Randor…. Ich weiß es nicht", antwortete Duncan Ihm.
"Aber es wird niemanden geben, der sich darüber Gedanken machen kann, wenn wir jetzt aufgeben! Wir müssen uns dem Feind mit aller Entschlossenheit entgegen stellen. Vielleicht erkämpfen wir uns eine Chance, an die wir gar nicht mehr geglaubt haben. Noch ist nicht alles verloren." ‚Wenn Adora's Ersuchen erfolgreich ist, dann kann Sie alleine die Schlacht zu unserem Vorteil wenden. Sie muss es einfach schaffen. Für Eternia, für sich selbst, und vor allem für Teela. Es darf so nicht enden, und ich muss alles tun, wozu ich in der Lage bin, um Ihr die notwendige Zeit zu verschaffen.'
"Du wirkst nachdenklich, alter Freund", meinte Randor zu Duncan, nachdem diese einige Sekunden einfach die Wand angestarrt hatte.
"Was beschäftigt Dich Duncan? Sind es die Soldaten, oder der Ausgang der Schlacht? … Nein, warte! Bitte verzeih, dass ich nicht sofort daran gedacht habe, aber Du machst Dir Sorgen um Teela nicht wahr?" Randor wartete keine Antwort ab, als er fortfuhr: "Ich kann zwar nicht nachvollziehen, warum Adora und Marlena Sie mit sich genommen haben, aber glaub mir Duncan, Sie ist bei den beiden in guten Händen. Teela ist die engste Freundin von Adora, und für Marlena und mich ist Sie", ein Kloß bildete sich in Randor's Hals: "… ist Sie… ist Sie seit dem Tod von Adam mehr und mehr zu einem sehr wichtigen Teil der Familie geworden, Duncan. Teela ist die Person, die einer weiteren Tochter von Marlena und mir am nächsten kommt. Es hat Marlena, und auch… und auch mir viel Kraft gegeben, nach Adams' Tod, wenn Teela in unserer Gesellschaft war."
Überrascht blickte der Waffenmeister auf. Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, und Randor hatte Ihn dabei ertappt. Sogar woran er dachte war dem König bekannt. ‚Wir kennen uns einfach schon viel zu lange', dachte er sich, ehe er zu einer Antwort ansetzte. "In der Tat habe ich eben an Teela gedacht. Du kennst mich zu lange Randor", meinte er mit einem verschmitzten, aber mattem Grinsen.
"Mir war nicht klar, wie viel meine Tochter Euch bedeutet hat, doch sollte ich nicht verwundert sein. Immerhin ist Sie zusammen mit Adam aufgewachsen. Die beiden waren damals unzertrennlich." "Das ist richtig Duncan", antwortete Randor. "Vor allem für Marlena war es damals sehr wichtig, Teela um sich zu haben. Ich glaube nur durch die Anwesenheit von Teela konnte Sie den Verlust von Adora überwinden. Umso glücklicher war Sie, als Adora zu uns zurückkehrte, und sich so gut mit Teela verstand. Irgendwie waren beide immer Ihre Mädchen", meinte Randor mit einem abwesenden Ausdruck.
"Eure Hoheit! Wir konnten endlich eine Kommunikationsverbindung nach außen herstellen." Mit diesen Worten unterbrach einer der Soldaten das Gespräch zwischen Randor und Man at Arms…
Mount Imperium, Die Gegenwart
Schwer atmend kam Adora dem Krater immer näher. Nur wenige Meter trennten Sie von der Stelle an der Sie dereinst zu Boden gesunken war, und den Krater hinab gestarrt hatte. Obwohl Schnee und Winde jegliche Spur schon vor vielen Jahren verwischt hatten, kannte die Prinzessin den Ort nur zu gut. Es war als ob Sie jeden einzelnen Umriss, den Ihr Körper damals auf dem Schnee hinterlassen hatte, auch heute noch sehen konnte.
Wie in Trance ließ Sie sich in den kalten Schnee sinken, starrte in den inzwischen verschneiten Krater hinab, während sich Hilflosigkeit und Trauer in Ihr ausbreiteten.
Immer wieder erschienen die Bilder, die Sie am liebsten bis in die hintersten Winkel Ihres Seins verbannt hätte vor Ihrem Auge, ließen Adora unkontrolliert zittern. Einzig der Gedanke an die, die Sie liebte, der Gedanke Sie alleine in Grayskull zurückzulassen… ungeschützt… war es, der Sie die Bilder aus Ihrem Geist verscheuchen ließ.
Nach einigen Minuten, Ihr ohnehin wenig vor der Kälte schützender Rock war vollständig durchweicht, stand Adora langsam wieder auf.
Bedächtig schritt Sie den Krater ab, suchte nach dem schmalen Felsvorsprung, der Sie bereits vor fünfzehn Jahren hinab geführt hatte.
Endlich hatte Sie den schmalen Stein gefunden, der vor Ihren Augen lag, und Ihren Weg nach unten darstellen würde, als ein Energieblitz direkt vor Ihr in den eisigen, von Schnee bedeckten Boden einschlug, Ihr fast das Gleichgewicht raubte, und Sie aus Ihrer Lethargie riss. Mit einem lauten Knall zersprang das schmale Felsplateau unter Ihr in tausende kleine Steinchen, verhinderte, dass Adora in den Krater hinabsteigen konnte.
Erschrocken riss Adora Ihre Augen auf, versuchte das Gleichgewicht zu wahren, und herauszufinden was geschehen war.
Jeder Muskel Ihres Körpers schmerzte, als Sie Ihr Schwert aus der Scheide an Ihrem Rücken hervorzog.
Augenblicklich suchten Ihre Augen das Hochplateau ab.
"Wer seit Ihr, und wieso stellt Ihr euch in meinem Weg", rief Sie in die Richtung, aus der Einst Skeletor und Evil-Lyn aufgetaucht waren, unsicher ob Sie von dort eine Antwort erwarten konnte…
Tatsächlich erhielt Adora eine Antwort aus der Richtung, aus der Sie es am wenigsten erwartete: "Wer ich bin wollt Ihr wissen Prinzessin von Eternia? Warum ich mich in Euren Weg stelle? Dies ist nicht Euer Weg Prinzessin. Dies war nie euer Weg, und es wird nie Euer Weg werden. Entscheidet euch den Pfad einzuschlagen, der Euch nicht vorbestimmt war, und tragt die Konsequenzen, oder kehrt um, und lebt mit Eurer Entscheidung!"
Langsam war eine Gestalt an jener Stelle aufgetaucht, an der einst Skeletor stand, bevor der verhängnisvolle Kampf begonnen hatte. Eine Graue Kutte verbarg den Körper der Gestalt, welche auf einen Stab, dessen Kopf hinter einem Teil des Ärmels der Kutte verborgen war, gestützt auf die junge Prinzessin herabblickte.
"Ihr!?!", rief Adora dem Fremden überrascht entgegen.
Obwohl die Gestalt unter der Kutte auf den Stab gestützt war, und ebenso alt wie zerbrechlich wirkte, erkannte Adora, um wen es sich hierbei handelte. "Wie kommt Ihr hierher? Und warum wollt Ihr mich hindern, diesen Weg zu beschreiten?"
"Warum seid Ihr hierher gekommen Prinzessin von Eternia?", entgegnete die fremde Gestalt.
"Es sind meine Gründe, die mich hierher führen, nicht die Euren", antwortete Adora in selbstsicherem Tonfall. Längst war Sie sich nicht so sicher, wie Sie vorgab. ‚Warum bin ich hier? Und warum lasse ich mich auf eine Diskussion mit jemandem ein, den ich nicht einmal richtig kenne?'
"Gebt es zu, junge Prinzessin. Ihr kennt Eure eigenen Beweggründe nicht! Ihr würdet mir antworten, sofern Ihr wüsstet, warum Ihr wirklich hier seid!"
"Das ist nicht wahr! Ich weiß warum ich hier bin! Ich bin hier um die Menschen zu schützen, die ich liebe!"
"Ist das so, junge Prinzessin? Sind das Eure Gründe?"
Verwirrt blickte Adora zu der Gestalt hoch. Ihre Unsicherheit brach immer mehr nach außen durch, auch wenn Sie sich noch so sehr bemühte Sie zu verstecken. ‚Sind das meine Gründe? Habe ich den Gipfel des Mount Imperium erklommen, weil ich die Menschen, die ich liebe schützen wollte? Oder bin ich erneut davon gelaufen? Vor der Verantwortung? Vor mir selbst? Kann ich Ihnen jemals wieder in die Augen sehen? Der Sorceress, Teela, meiner Mutter? Was werden Sie von mir denken, wenn ich versage? So wie damals, als Adam mich gebraucht hätte? Ich habe hier bereits einmal versagt…'
"Lasst mich passieren… bitte", meinte Adora mit fast flehentlicher Stimme.
"Warum wollt Ihr euch in den Krater wagen kleine Prinzessin? Was erwartet Ihr zu finden?"
"Ich weiß es nicht", antwortete Adora leise, fast nur hauchend. "Aber dies ist der Ort, an dem ich meinen Bruder, den Menschen, den ich von allen am meisten geliebt habe, verloren habe. Sicherlich suche Ich nach Ihm… nach einer Möglichkeit, alles ungeschehen zu machen…. Vielleicht suche ich auch nur nach meinem eigenen Seelenheil? Nach Vergebung?... Wonach suche ich? Ich kann es euch nicht sagen, aber Ihr habt mich bereits vor Eternos gerettet… Bitte lasst mich passieren… Rettet mich noch einmal…" Beinahe kraftlos appellierte Adora an, den unbekannten, der Ihr den Weg versperrte.
"Niemals!", entgegnete die vermummte Gestalt Adora. Wie aus dem Nichts schleuderte die Gestalt einen weiteren Energieblitz auf die Prinzessin.
Geschickt wehrte die junge Frau den Energieblitz mit Ihrem Schwert ab. Mit lautem Krachen schlug die Entladung unweit neben Ihr in den eisigen Boden ein.
"Ihr werdet mich nicht aufhalten!", schrie Adora Ihm entgegen. "Ich bin so weit gekommen, ich werde mich von nichts und niemandem aufhalten lassen! Wenn Ihr mich am fortkommen hindern wollt, so müsst Ihr mich besiegen!" Entschlossenheit war in Adora's Stimme zurückgekehrt, als Sie das Schwert des Schutzes in Ihrer Hand fester ergriff. Adrenalin durchströmte Ihre Adern, seitdem Sie den Energieblitz des Fremden abgewehrt hatte, vertrieb Erschöpfung und Müdigkeit aus Ihrem Körper.
"Dann soll es so sein", entgegnete der Fremde. Die Gestalt erhob den Stab, auf den Sie sich gerade eben noch gestützt hatte, feuerte zwei mächtige Energieblitze auf die ungeschützte Prinzessin von Eternia ab, ehe Sie mit einem mächtigen Sprung direkt auf Ihre Gegnerin zusprang, den Stab bereit zum Angriff.
Überrascht von der spontanen Attacke parierte Adora beide Energieblitze. Sie hatte keine Zeit Luft zu holen, als Ihr Schwert gegen den Stab des Unbekannten traf. Schnell sprang Sie zurück, parierte zwei weitere Schläge mit dem Schwert des Schutzes, als Sie direkt auf den Kopf des Stabes blickte, der direkt in Ihre Richtung zeigte. Mächtige Hörner führten zum Kopf des Stabes, dem Kopf eines Widders…
"Faszinierend, nicht wahr?", meinte die fremde Gestalt zu Adora, während Ihre Augen bedrohlich unter der Kutte aufleuchteten.
‚Was ist das? Wie kann das sein?' Adora's Gedanken rasten. Lähmende Unsicherheit breitete sich in Ihr aus, und sie holte tief Luft, als Sie die Waffe sah, die Sie seit so vielen Jahren aus Ihren Gedanken zu verdrängen versuchte. Die kalte Luft schnitt durch Ihre Lungen, wie ein Dolch, der sich in das innerste Ihrer Gedanken bohrte. Panisch riss die Prinzessin, das Schwert hoch, versuchte den Kopf des Stabes von sich weg zu schlagen. In einem kurzen aufblitzen, löste sich eine weitere Welle todbringender Energie aus der Waffe. Zu spät kamen alle Versuche der Eternierin die Waffe abzuwehren. Ein kurzer Aufschrei verließ Adora's Lippen, ehe Sie reglos einige Meter von Ihrer vorherigen Position auf dem kalten, eisigen Boden des Hochplateaus liegen blieb. Angst erfasste Adora, als der Unbekannte sich in Bewegung setzte, Schritt für Schritt näher kam, bis Sie den Kopf des Widderstabs vor Ihren Augen sehen konnte. Mit jedem Schritt schlug Ihr Herz schneller. Adora riss die Augen auf, versuchte aufzustehen, dem unausweichlichen zu entkommen. Und plötzlich wurde alles schwarz vor Ihren Augen…
Castle Grayskull
Dunkelheit. Völlige Dunkelheit umgab Teela, als Sie wieder zu sich kam. Ein schweres Gewicht drückte auf Sie, verhinderte ein aufstehen Ihrerseits. Es dauerte einige Zeit bis sich Ihre Augen an die Dunkelheit, die Sie umgab gewöhnten, doch schließlich konnte Sie Umrisse dessen erkennen, was Sie umgab.
Teela lag auf einem großen Bett. Vier Pfosten ragten an den Seiten in die Höhe. An Ihrem Ende war ein riesiger Himmel angebracht, der nun erhaben über Ihr schwebte. Abgesehen von dem gewaltigen Bett erschien der Raum komplett leer zu sein. Weder konnte Teela eine Tür, noch Fenster entdecken, und auch keine sonstigen Einrichtungsgegenstände.
Ein weiteres Mal versuchte Sie sich aufzurichten, bemerkte dabei jedoch den Widerstand, der Ihr dies unmöglich machte.
Sie zwinkerte, versuchte Ihre Augen mehr an die Dunkelheit anzupassen, bis Sie schließlich entdeckte, dass es der Oberkörper eines Menschen war, der auf Ihr ruhte, und verhinderte, dass Sie aufstand, oder sich aufrichtete.
Weniger Sekunden später, Ihre Augen hatten sich inzwischen noch mehr an die Lichtverhältnisse gewöhnt, sah Sie die Umrisse der Person. Ihre Sinne erwachten langsam zu neuem Leben. Ein zarter weiblicher Duft vermischte sich mit dem rauchigen Geruch der Umgebung, und Teela spürte den sanften Körper einer Frau, der gegen Ihren Brustkorb drückte. Mit jedem Moment wurde sich Teela Ihrer Umgebung mehr und mehr bewusst, doch wuchs auch Ihre Verwirrung mehr und mehr an.
‚Wo… wo bin ich? Was ist passiert? Bin ich tot? ... Alles fühlt sich so falsch an.'
Schlagartig kamen Teela's Erinnerungen zurück. Sie erinnerte sich daran zusammen mit Adora auf dem Schlachtfeld vor Eternos gekämpft zu haben. Der Absturz Ihres Vaters… Die Erschöpfung. Der nie endende Ansturm neuer Feinde… Die seltsame Kommandantin der Horde ...Der Kampf Rücken an Rücken mit Adora… Der Moment als der Horde Roboter Adora als Ziel erfasst hatte… Schmerz… Adora.
"Oh mein Gott Adora!", entfuhr es Ihr.
Unruhe erfasste Teela. Sie musste unbedingt herausfinden was passiert war. Auf einmal konnte Sie eine leichte Bewegung in der Dunkelheit ausmachen. Der Druck auf Ihre Brust wurde geringer, erlaubte es Ihr sich aufzurichten.
Unvermittelt blickte Sie in besorgte Augen, die Sie genauestens musterten. Teela war gefesselt von der Intensität des Blicks. Sekundenlang starrte Sie einfach auf die beiden Augen, ohne einen Gedanken an etwas anderes zu verschwenden.
"Sor… Sorceress?", fragte Sie unsicher nach, als sich Ihre Augen langsam von denen Ihrer Beobachterin lösen konnten.
"Ja Teela, ich bin es", antwortete Teelana auf die Frage Ihrer Tochter: "Wie fühlst Du Dich?"
"Seltsam…ich… ich fühle mich seltsam Sorceress… Was ist passiert? Wo bin ich?"
"Du warst verletzt Teela. Prinzessin Adora brachte Dich nach Castle Grayskull. Ich habe versucht Deine Verletzungen so gut wie möglich zu heilen", erklärte die Sorceress.
"Adora?!?" Unvermittelt wurde Teela wieder an Ihre Freundin erinnert. Die Ungewissheit über Ihr Schicksal nagte an Ihr: "Was ist mit Ihr Sorceress? Ich muss sofort zu Ihr!"
"Prinzessin Adora wurde nicht verletzt, Teela. Dank Dir!"
"Ich muss sofort zu Ihr! Bitte Sorceress lasst mich zu Ihr! Ich muss…"
"Ich fürchte das ist nicht möglich Teela", unterbrach die Sorceress: "Du musst Dich von Deinen Verletzungen erholen, während Adora auf dem Weg ist Ihr selbst zu finden."
"Ich… ich verstehe nicht Sorceress… was bedeutet das? Was ist mit Adora geschehen, und wo ist Sie nun?" Verwirrt ob der geheimnisvollen Worte der Hüterin von Grayskull versuchte Teela langsam aufzustehen. Ein leichter Schwindel erfasste Sie, doch letztlich schaffte Sie es sich aus eigener Kraft aufzurichten. Wenngleich auch unsicher, so stand Sie auf eigenen Beinen vor dem großen Bett, und blickte mit erwartungsvollem Blick hinunter zur Sorceress, die noch immer am Rand des Bettes saß, und Teela aufmerksam musterte. "Am besten Du siehst selbst, was Du wissen möchtest Teela."
Bedächtig erhob sich Teelana. Eine flüchtige Handbewegung reichte aus, um eine Tür an der vormals leeren Wand des Raumes erscheinen zu lassen. "Bitte folge mir, und Du wirst erfahren, was Du zu wissen begehrst", erklärte die Sorceress, während Sie schmalen Schritten den Weg durch die dunklen Gänge von Castle Grayskull beschritt. Jeder Schritt war der Hüterin eine Qual, doch ließ Sie sich nichts anmerken. Auf keinen Fall durfte Teela, noch irgendjemand anderes merken, wie sehr Sie geschwächt war. Nach schier endlosen Momenten erreichten Sie den Thronsaal, und Teela konnte ein Licht aus einem der angrenzenden Räume erkennen, während die Dunkelheit eines grausigen Sturms außerhalb der schützenden Mauern zu sehen war…
Fortsetzung folgt ...