He-Man.de05.02.2012
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Future Imperfect - Teil 15

   

 

by ZeroCool

 

 

Mit einem lauten Krachen warf Adora den Kampfpanzer, den Sie während der Schlacht getragen hatte, in eine Ecke Ihres Zimmers. Missmutig nahm Sie die Schwertscheide von Ihrem Rücken, und warf diese mitsamt des sich darin befindlichen Schwertes achtlos neben Ihr breites Bett. Noch auf dem Weg in Ihr Badezimmer entledigte Sie sich Ihrer verdreckten, und von Blutspritzern bedeckten Kleidung, warf diese einfach auf den Boden des Raumes. Wenige Momente später stand Sie unter einem Strahl warmen Wassers, der Blut und Schmutz von Ihrem Makellosen Körper wusch, und Ihren beanspruchten Muskeln ein klein wenig Entspannung versprach. Warmes Wasser rann über ganzen Körper, und schließlich auch über Ihren Kopf, als Sie diesen unter den Wasserstrahl reckte, vermischte sich mit den Tränen, die Sie längst nicht mehr aufhalten konnte, als Ihr klar wurde was der Arzt wirklich über Teela's Verletzungen gesagt hatte. ‚Vielleicht wird Sie nie wieder vollständig genesen? Und ich bin schuld daran! Nur weil Teela mich, nur weil Sie die schwache Prinzessin Adora beschützen wollte, ist Sie nun verletzt. Ich hätte es verhindern müssen! Niemals hätte Sie neben mir in den Kampf ziehen dürfen. Ich wusste, dass Sie es auf mich abgesehen hatten, und ich habe sie trotzdem in Gefahr gebracht, durch meine Eigensinnigkeit. Vor allem wäre es nie so weit gekommen, hätte ich mich verwandeln können! Die Sorceress hatte Man at Arms gesagt, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, dass ich mich nicht mehr verwandeln kann! Meine Schuld…. Meine Schuld. Es ist wie damals. Ich trage die Schuld für das Unheil der Menschen die ich liebe. Erst Adam….. Adam, nun Teela. Wer ist der nächste, den ich ins Unheil treibe?' Minutenlang stand Adora regungslos unter dem Wasserstrahl, ließ Ihren Tränen freien lauf, bis sich die Erschöpfung des Kampfes in Ihr breit machte. Ihre Beine wurden langsam schwach, doch Sie nahm sich zusammen, stellte das Wasser ab, und trat bedächtig aus der Duschkabine. Adora fröstelte leicht, als Sie das angenehm warme Wasser abgestellt hatte, und nun auf dem vergleichsweise kalten Fliesenboden Ihres Badezimmers nach einem großen Badetuch griff.

 

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Kurz darauf verließ Adora, das Handtuch mit dem Sie sich abgetrocknet hatte um den Körper gewickelt den Nebenraum und ging in Ihr Wohn- und Schlafzimmer hinaus. Durch eine Unachtsamkeit stolperte die junge Prinzessin dabei über das vorhin achtlos zu Boden geworfene Schwert. Sie kam ins Straucheln, verlor Ihr Gleichgewicht, und versuchte Sich mit aller Ihr verbliebenen Konzentration zu fangen. Das Badetuch blieb an der offen stehenden Tür eines Ihrer Schränke hängen, und brachte Adora dazu sich im stolpern um sich selbst zu drehen, während sich das Handtuch von Ihrem Körper löste. Ein leichtes Schwindelgefühl breitete sich in Ihr aus. Mit letzter Kraft schaffte Sie es sich auf Ihr Bett fallen zu lassen, anstatt daneben, und blieb regungslos darauf liegen. Sie war zu erschöpft, um nochmals aufzustehen und sich ein Nachthemd zu greifen, oder sich unter der wärmenden Bettdecke zu verkriechen. Einzig und allein, den Tränen, die Ihre Augen verließen, schien Ihre Schwäche nichts anzuhaben. Ungehindert und unbeeinflusst traten mehr und mehr Tränen aus Ihnen aus, und verwandelten die Augen der Prinzessin in ein Meer von Tränen, welches schon bald auf die Laken Ihres Bettes übertrat. Verzweiflung erfasste die Prinzessin Eternias, die sich mehr und mehr in Ihre eigenen Vorwürfe stürzte. Weder spürte Sie die Kälte, noch das Streicheln des Windes, welche beide durch ein geöffnetes Fenster in Ihr Zimmer hereinkamen. Nur die Gedanken an die Verletzung von Teela und den Verlust Ihres Bruders, sowie Ihre Schuld daran, begleiteten die Prinzessin in einen unruhigen Schlaf.

Alleine stand Adora in der Dunkelheit. Erst nach einiger Zeit gewöhnten sich die Augen an die widrigen Lichtverhältnisse, und Sie konnte die Umgebung um sich herum erkennen. Alleine stand Sie inmitten einer großen Wiese. Vor Ihr ein kleiner See mit wundervollem klarem Wasser, hinter Ihr auf einer Anhöhe Castle Grayskull, welches in silbrigem Licht im Mondlicht erstrahlte. Verwirrt wo Sie sich befand, und mit Grayskull als Ihren einzigen Orientierungspunkt lief Adora langsam auf das Schloss zu. Das nasse Gras unter Ihren nackten Füßen kitzelte Sie leicht, und sie empfand es als angenehm, und konnte Ihren Schritt sogar noch ein wenig beschleunigen. Angenehm warme Winde umspielten Ihren Körper, und gaben Ihr ein Gefühl der Geborgenheit. In einiger Entfernung konnte Sie endlich ein anderes Lebenszeichen ausmachen. Sie beobachtete wie sich eine weitere Person langsam aus dem Gras erhob, und sich in der Gegend umsah. Als Sie näher kam, konnte Sie Teela erkennen, die sie freundlich lächelnd begrüßte, und Ihr von weitem bereits zuwinkte. Freudig erhöhte Adora Ihr Tempo, und lief immer schneller werdend auf Teela zu, die Ihrerseits ebenfalls auf Adora zu lief. Nur noch wenige Meter trennten die beiden jungen Frauen, als ein gewaltiger Lichtblitz die Erde vor Ihnen aufriss, und beide von den Beinen riss. Dunkle Gewitterwolken verfinsterten den Himmel, während Donner und Blitze urplötzlich Ihr Unwesen trieben. Mit Mühe schaffte Adora es, wieder aufzustehen. Sofort sah Sie sich nach Teela um. Adora schrie auf, als Sie Teela entdeckte, doch Ihre Stimme versagte, und kein Laut entwich Ihren Lippen. Regungslos und blutüberströmt lag die junge Frau inmitten eines gewaltigen Kraters.
So schnell Sie konnte rannte die Prinzessin Eternias zu Teela, ließ sich an Ihrer Seite nieder, und versuchte Ihre Freundin zu wecken. Doch es war ein anderes Bild, das sich Ihr nun bot. Regungslos, und doch makellos, lag Teela zu Ihren Füßen. Obwohl Sie keine Verletzungen feststellen konnte, reagierte die junge Frau auf keine Ihrer Bemühungen. Geschockt zog die junge Frau Ihre Hand zurück, als Sie versucht hatte den Puls zu fühlen. Ihr Gesicht nahm eine fahle Weiße Gesichtsfarbe an, und unwillkürlich wich Sie ein wenig von dem vor Ihr liegenden Körper zurück, als Sie aus weiter Ferne ein grausames Lachen vernahm. ‚Hordak', schoss es Ihr in den Sinn, nur Momente bevor Sie die Fratze des Warlords am Himmel sah. Ein heftiges Gewitter tobte um Sie herum, und Sie sah sich Ihrem schlimmsten Feind gegenüber. "Du wirst nie vor mir sicher sein Adora! Niemals! Ich werde Dir alles und jeden nehmen, der Dir wichtig ist! Hier mache ich den Anfang, und bei Grayskull werde ich es beenden!" Mit diesen Worten löste sich der Körper von Teela vor Ihr auf. "Du wirst bezahlen Adora! Du wirst leiden!" Regen setzte ein, und das Gewitter wurde nur noch intensiver. Dunkelheit breitete sich um Adora aus, raubte Ihr fast die Sicht. Nur noch ein fader Schatten des Glanzes von Grayskull war von Adora's Position aus zu sehen, und diente Ihr als Orientierungshilfe. Stampfen, wie das Geräusch von Stiefeln die auf den Boden auftraten mischte sich zum Donner des Gewitters. Adora konnte erkennen, wie sich die Truppen Hordak's auf Sie zu bewegten, und sie langsam aber sicher umzingelten. "Ich werde mich nie ergeben Hordak! Niemals!" schrie Sie ihm voller Hass entgegen, während Sie über Ihre Schulter nach Ihrem Schwert griff…. ‚Selbst wenn ich mich direkt vor Hordak in She-Ra verwandeln muss, ich werde nicht weichen.'
….griff Sie ins Leere. Das Schwert befand sich nicht in der Scheide auf Ihrem Rücken. Bei erneutem tasten nach dem Schwert, bemerkte Sie, dass sich nicht einmal dessen Scheide auf Ihrem Rücken befand. Verwirrt blickte Adora an sich herab, und stellte mit erschrecken fest, dass Sie nackt war. Panik breitete sich in Ihr aus. Ihr Schwert war weg. Sie stand Ihrem größten Feind nackt, und ohne eine Möglichkeit sich zu verteidigen gegenüber. Starr vor Angst blickte Sie auf die sich nähernden Truppen. In einem Blitz des Gewitters, und von einem höllischen Lachen Hordak's begleitet erblickte Sie die Spitze seiner Truppen. "Nein! Das ist unmöglich." Sie sank zu Boden, zitterte am ganzen Leib, und murmelte immer wieder unverständlich Worte vor sich hin. Ihre Augen weiterten sich vor Schreck, und sie blickte mit Angst in Ihren Augen auf die Anführerin von Hordak's Truppen: Teela.

Teela marschierte an der Spitze der Horde-Truppen auf Adora zu. Sie trug die Uniform eines Force Captain der Horde, eine Uniform, die Adora noch sehr gut kannte. Doch was das schlimmste war, Sie trug Adora's Schwert!
"Teela, nein…. Warum? ... warum?" brachte Adora verängstigt heraus, als Ihre Freundin mit erhobenem Schwert vor Ihr stand, bereit Sie zu töten.
"Du hast mich im Stich gelassen Adora! Es ist Deine Schuld, dass ich sterben musste. Jetzt musst Du die Konsequenzen tragen!" schrie Teela Ihr mit hasserfüllter Stimme entgegen.
"Aber das stimmt doch gar nicht Teela! Ich wollte Dich beschützen!" Entgegnete Sie Ihr: "Ich wollte euch alle doch nur beschützen", fügte Adora mit tränenerstickter Stimme hinzu.
"So wie Deinen Bruder, Adora? So wie Adam! Adam den Du auf dem Gewissen hast? Er starb deinetwegen! Du bist Schuld an seinem Tod. Ebenso wie Du mich einfach sterben lassen hast!"
"Bitte Teela… vergib mir", flehte Sie weinerlich, als Sie eine leise Stimme in Ihrem Kopf vernahm.
‚Flieh Prinzessin Adora, fliehe! Deine Zeit ist noch nicht gekommen!'

"Stirb" schrie Teela Ihrer einstmaligen Freundin voller Hass und Abneigung entgegen, als Sie herumwirbelte, und das Schwert des Schutzes auf Adora niederfahren ließ.
Ein Teil von Adora's blonden Haaren wehte im Wind zu Boden, und Teela drehte sich um, um Ihr Werk zufrieden betrachten zu können.

Adora spürte wie das Schwert Ihre Haare durchschnitt, doch Sie hatte keine Zeit darauf zu achten. Sie stieß sich vom Boden ab, und begann zu laufen. So schnell Sie konnte rannte Sie auf das einzige Ziel zu, dass Sie in der Dunkelheit des Sturmes noch erkennen konnte. Castle Grayskull.
Ein hasserfüllter Schrei ließ Sie kurz zusammenzucken, und zugleich erkennen, dass Teela Sie nicht so einfach davonkommen lassen würde, und Sie versuchte noch schneller zu laufen.
Stürmische Regenschauer peitschten gegen Ihren ungeschützten Körper, redeten auf Sie ein, Ihr Tempo zu verlangsamen oder gar ganz zum Stillstand zu kommen, doch konnte Sie bereits spüren, wie Teela Ihr auf den Fersen war. Sie musste Grayskull erreichen um jeden Preis, nur dort war Sie sicher. Mit letzter Kraft schleppte Sie sich die Anhöhe herauf, und erkannte dort das Schloss in einem Regelrechten Feuerwerk aus Blitzen. Doch was Sie dort sah hatte nicht mehr viel mit der strahlenden Feste, die Sie vorhin gesehen hatte gemein. Das silbrig schimmernde Schloss war nunmehr einem verwittertem ungastlich wirkendem Ort gewichen, der ebenso ablehnend auf Sie wirkte wie Ihre einstiege Freundin die Ihr nun nach dem Leben trachtete. Zu allem Überfluss war die Zugbrücke geschlossen. Adora saß in der Falle. Vor Ihr war der bodenlose Abgrund, der das Schloss umgab, hinter Ihr stürmte Teela heran, die Sie zweifellos töten würde.
Erschöpft, und desillusioniert sank Sie zu Boden, schloss Ihre Augen und wartete auf das sichere Ende, das nicht lange auf sich warten lassen würde. In der Tat vernahm Sie Schritte vor sich, und hörte das singende Geräusch als das Schwert des Schutzes den Wind zerschnitt und sich auf Ihren Hals zu bewegte. Mit einem Geräusch als ob Metall auf Metall treffen würde stoppte das Singen des Schwertes, und Adora sah auf. 

  

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 Von Teela war nichts mehr zu sehen, dafür stand eine unbekannte Gestalt, die mit einer dunkelgrauen Kutte bekleidet war vor Ihr. Das Schwert des Schutzes lag hinter dieser Gestalt auf dem Boden des schmalen Felsvorsprungs, der den Weg zur Zugbrücke von Grayskull bedeutete. Verängstigt blickte Adora zu der Gestallt auf. Sie zitterte am ganzen Körper, und Ihre Erschöpfung verhinderte jeglichen Versuch das Schwert ergreifen zu wollen.
In einiger Entfernung konnte Sie die Truppen der Horde auf das Schloss vorrücken sehen. Sie war in einer Falle. Sie kam nicht in das Schloss, und Sie konnte nicht mehr fliehen. Der einzige Weg, der Ihr noch frei blieb, war der in den Bodenlosen Abgrund.
Sie sah wieder zu der Gestalt unter der Kutte hoch, und diese öffnete nur Ihre Arme. Adora fühlte dass es Ihre einzige Möglichkeit war. Unter Einsatz Ihrer letzten Kraftreserven stand Sie auf, und fiel der unbekannten Gestalt in die Arme. Zwei starke Arme umschlossen den erschöpften und geschundenen Körper der Prinzessin, und gaben Ihr ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Alles andere um Sie herum verfiel in die Bedeutungslosigkeit, und es war als ob alle Last von Ihren zarten Schultern genommen worden wäre. Ein entspanntes Seufzen entkam Ihren Lippen. Adora bemerkte die Veränderung um Sie herum kaum, ebenso wenig wie die Kälte, und Härte die diese Gestalt nach außen ausstrahlte. Selbst als ein schallendes, bösartig klingendes Lachen, noch lauter und eindringlicher als das von Hordak selbst, auf ganz Eternia ertönte, und die Welt um Sie herum im Chaos versank, verspürte Sie nur das Gefühl Ihr Schicksal in den Armen dieses Wesens zu erfüllen.
Mit einem Lächeln auf den Lippen, sah Sie hoch zu der Kapuze des Unbekannten Wesens, und entdeckte ein glühendes Paar Augen, welches Sie unter selbiger zu beobachten schien. Verspielt erhob Sie Ihre Hände, und schob die Kapuze zurück, um eine Blick auf das Gesicht dieser Gestalt werfen zu können, und…

Fortsetzung folgt ...

 

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