Adora und Teela waren alleine im Gang zurückgeblieben. Beide tauschten einen kurzen Blick aus ehe Sie sich auf den Weg zur
Waffenkammer machten. Auf dem ganzen Weg schwiegen sich beide aus. Minuten später waren beide auf dem Weg zu den
Verteidigern, die auf einer Wiese außerhalb des Palastes Stellung bezogen hatten. Beide trugen schwere Kampfpanzer, die
Ihre Oberkörper, Schultern, Arme, und Beine bedeckten und vor Verletzungen und schweren Treffern von Energiewaffen schützen
sollten.
Adora war durch die Farbgebung Ihrer Kampfrüstung und deren Aussehen, die Rüstung war der Ihres Vaters nachempfunden,
deutlich als die Prinzessin Eternias zu erkennen, während Teela die übliche Ausrüstung des Captain der Wache trug.
Duncan sah Adora und seine Tochter an die Spitze der Truppen schreiten als sein Wind Raider vom Palast aufstieg. Er warf
einen letzten Blick auf die beiden und zu Randor, der Ihn vor dem Hangar verabschiedet und Ihm viel Glück gewünscht hatte
und hoffte seine Freunde und seine Familie nicht das letzte Mal gesehen zu haben. Er beschleunigte den Wind Raider und nahm
Kurs auf Grayskull.
An einem Fenster des Palastes standen Randor und Marlena und harrten ob der Dinge, die da kommen würden. In weiter Ferne erkannten beide die Streitkräfte des Feindes, die stetig näher kamen, auf der Wiese vor dem Palast die königliche Garde, die von den Masters und Ihrer Tochter angeführt wurde. Beide waren bereit zusammen mit den verbleibenden Wachen bis zum Tode zu kämpfen, doch hofften Sie, alleine wegen Ihrer Tochter, die an vorderster Front kämpfen würde, dass es niemals so weit kommen würde.
An der Seite von Adora schritt Teela an die Spitze der Truppen. Sie lächelte einige Soldaten, die Sie persönlich kannte an,
sprach Ihnen Mut zu, hoffte die Zweifel und Angst aus den Soldaten vertreiben zu können.
An der Spitze der Truppen angekommen trat Adora auf eine kleine Anhöhe und besprach Sich mit Teela, die Sie vor allen
versammelten als Ihre Stellvertreterin vorstellte, den Masters und den Offizieren der Garde. Sie erläuterte die Strategien
der Horde, mögliche Gegenmaßnahmen, teilte die Befehlshaber und die Masters auf die einzelnen Truppenverbände auf und gab
Ihnen Kampfanweisungen für den Fall, dass Sie oder Teela während des Kampfes keine Befehle erteilen konnten. Erst auf
Protest von Teela teilte Sie Mekaneck und Man-E-Faces in Ihre Truppe ein. Teela hatte darauf bestanden, dass wenigstens zwei
der Masters zusätzlich zu Ihr selbst zu Ihrem Schutz in Ihrer Truppe einzuteilen wären. Adora merkte, dass Teela in dieser
Frage unnachgiebig sein würde. Da Sie keine Möglichkeit sah Teela umzustimmen und eine Diskussion darüber vor den anderen
sicherlich nicht sinnvoll war, gab Sie nach und tat was Teela wollte.
Die Anwesenden waren beeindruckt von Adora's taktischem Wissen über den Gegner und Ihren Strategien gegen die verschiedenen
Angriffe die sie erwartete. Zuversicht breitete sich aus, und deutlich war zu erkennen, dass die Offiziere Adora nun mehr
als Ihre Anführerin akzeptierten als zuvor. Zwar war Teela für Sie immer noch Ihre direkte Vorgesetzte, doch Sie hatten
verstanden, dass die Prinzessin mehr als nur ein verwöhntes Mädchen war. In diesem Moment war Sie eine von Ihnen.
Teela war zudem erleichtert, dass Adora auf Ihre Forderung nach zusätzlichem Schutz für Sie eingegangen war. Mit Mekaneck
und Man-E-Faces an Ihrer Seite, wäre es einfacher für Adora's Schutz zu sorgen.
Der Wind wehte kalt in Duncans Gesicht, während er den Wind Raider so schnell es ging nach Grayskull flog. Mit seinen
Gedanken war er mehr bei seiner Tochter, oder Adora, als auf seinem Weg nach Grayskull. Er machte sich große Sorgen was den
bevorstehenden Kampf betraf.
Seit dem Tod von Adam und dem damit verbundenen Verschwinden von He-Man war Eternia nicht mehr mit einer derartigen Gefahr
konfrontiert. 'He-Man und She-Ra wurden zu Legenden. Die Sorceress und ich selbst haben dafür gesorgt, dass die Menschen die
Erinnerungen an Begegnungen mit Ihnen verloren. Nur Adora, die Sorceress und ich selbst haben unsere Erinnerungen an das was
geschehen war behalten. War es richtig so zu handeln? Durften wir die Erinnerungen derjenigen blockieren, die mit uns
zusammen für Eternia, für Grayskull gekämpft haben? Selbst für unsere treuesten Mitstreiter sind He-Man und She-Ra nur
Legenden aus einer fernen Vergangenheit. Vielleicht ist diese Legende das einzige was uns jetzt noch vor der bevorstehenden
Finsternis retten kann. Ich kann es nur hoffen.', Duncan hatte ein schlimmes Gefühl und je mehr er sich von Eternos
entfernte, desto schlechter wurde es.
Als er vor Castle Grayskull landete wurde er bereits erwartet. Die Maulbrücke war unten und ermöglichte es Ihm das Schloss
zu betreten. Er nahm den üblichen Weg und bald darauf stand er im Thronsaal des Schlosses, welcher Ihm heute noch düsterer
als sonst erschien.
"Sei gegrüßt Man at Arms! Es ist viel Zeit vergangen, seit Deinem letzten Besuch.", vernahm er eine Stimme aus dem Düster.
Dann erst sah er Sie. Teelana, die Sorceress von Grayskull. Sie saß auf dem Thron, in der Mitte des Raumes und blickte auf
Ihn herab. Unwissentlich fragte er sich, warum er Sie erst jetzt bemerkt hatte. Sie musste schon seitdem er den Raum
betreten hatte, auf dem Thron gesessen sein.
"In der Tat, das ist es Sorceress. Ich habe euch lange Zeit nicht besucht, und auch jetzt ist der Grund meines Besuches kein
erfreulicher." - "Ich weiß", antwortete Sie schlicht. Duncan verhielt sich still. Er erwartete dass Sie Ihm Ihre Hilfe
anbot oder erzählte was Sie wusste und wie die Horde zu besiegen war, aber Sie tat nichts dergleichen. Schließlich brach
Duncan die Stille: "Dann wisst Ihr auch, dass sich Adora nicht mehr in She-Ra verwandeln kann?" - "Auch das ist mir bekannt
Man at Arms." Wieder erwartete er mehr von Ihr zu hören, als eine bloße Bestätigung, dass Sie bereits wusste, was er Ihr
sagen würde. Langsam wurde Duncan ungeduldig. " Sorceress! Wir brauchen Eure Hilfe! Ihr müsst Adora die Macht zurückgeben.
Nur wenn Sie sich in She-Ra verwandeln kann, haben wir eine Chance!" Die Sorceress holte tief Luft: "Was Du von mir
verlangst Man at Arms, ist unmöglich."
Ungläubig sah Duncan die Frau die Ihm gegenüber stand an: "Was hat das zu bedeuten? Ihr habt Ihr die Macht genommen, Ihr
müsst Sie Ihr wieder zurückgeben! Eternia braucht She-Ra jetzt mehr denn je zuvor!" - "Ich bin in keinster Weise dafür
verantwortlich, dass Adora sich nicht verwandeln kann Man at Arms." Erklärte Sie Ihm. "Aber wieso kann Sie sich dann nicht
mehr in She-Ra verwandeln Sorceress?" Duncan versuchte zu erfahren was passiert war: "Ich bin nicht dafür verantwortlich Man
at Arms. Adora selbst ist dafür verantwortlich und niemand sonst." - "Was bedeutet das? Wofür ist Adora verantwortlich?"
Duncan verstand nicht, was die Sorceress Ihm sagen wollte: "Es tut mir leid Man at Arms, aber ich kann der Prinzessin nicht
helfen."
"Könnt Ihr nicht, oder wollt Ihr nicht! Selbst wenn Ihr Adora's Kraft nicht genommen habt oder Sie zurückgeben könnt,
Sorceress, so müsst Ihr uns helfen! Wir brauchen die Macht von Grayskull, um zu überleben!" Fordernd blickte Duncan zur
Sorceress. "Ihr müsst uns helfen! Adora und Teela stehen in dieser Sekunde außerhalb von Eternos vor den Verteidigern und
warten auf den Beginn der Schlacht! Ohne Eure Hilfe sind Sie verloren!" Sie erwiderte seinen Blick und er konnte die
Traurigkeit in Ihren Augen erkennen: "Ich kann nicht! Auch wenn ich es noch so sehr wünschte! Eternia ist in großer Gefahr
Man at Arms. Doch Castle Grayskull ist in viel größerer Gefahr als die Hauptstadt des eternischen Reiches." Sie schien sich
zu winden, als wolle Sie Ihm nicht die ganze Wahrheit erzählen: "Meine Aufgabe ist es, Grayskull zu beschützen! Ich kann
Euch keine Hilfe bieten, ohne Grayskull der Gefahr auszusetzen, vom bösen überrannt zu werden."
"Ich kann nicht glauben, was Du da sagst Teelana!" Es war das erste Mal, seit langem dass Duncan die Zauberin von Grayskull
mit Ihrem Namen ansprach. "Du gibst uns alle, sogar Deine eigene Tochter dem Verderben preis! Wie kannst Du nur so kalt
sein, während wir alle um unsere Freiheit und unser Überleben kämpfen?" Duncan klang mehr als nur verbittert. "Du wirst uns
also nicht beistehen?" fragte er aufgebracht. "Nein, ich kann nicht", antwortete Sie Ihm mit leiser, sanfter Stimme. "Dann
lebe Wohl Teelana. Mögen wir uns eines Tages wieder sehen." Duncan deutete eine Verbeugung an, drehte sich anschließend von
Ihr weg und verließ Castle Grayskull so schnell wie möglich. So schnell er sich weggedreht hatte, konnte Duncan, die
unscheinbare kleine Träne, die sich Ihren Weg über die Wangen der Sorceress nach unten suchte nicht erkennen.
Noch bevor der Wind Raider vom Boden abgehoben hatte, konnte Duncan sehen, wie die Maulbrücke sich hinter Ihm schloss und jedwedem Lebewesen den Zugang zu Castle Grayskull verwehrte.
Fortsetzung folgt ...