Während im Palast die letzten Lichter ausgingen, rannte Adora durch die königlichen Gärten, aus dem Palast heraus, über Felder und Wiesen, bis Sie den Wald erreichte, und sich schließlich an einer Waldlichtung um einen kleinen See herum, außer Atem ins nasse Gras fallen ließ. Er regnete immer noch in Strömen. Adora war ohnehin schon bis auf die Haut durchnässt, so fiel Ihr das nasse Gras, in welchem Sie lag auch nicht besonders auf. Aufmerksam beobachtete Sie die Sterne, auf die Sie heute einen besonders guten Ausblick hatte. Einige zeitlang beobachtete Sie die Sterne, und erfreute sich an Ihrer Schönheit. Der Himmel über Eternia war klar wie eh und je, und so bot sich Ihr ein mehr als außergewöhnlicher Anblick. Nach einiger Zeit konnte Sie etwas bemerken, das auf Eternia aber schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu sehen war. Mehrere Asteroiden flogen so nahe am Planeten vorbei, dass Ihr Schweif sogar am Himmel sichtbar war. Die Asteroiden zogen einen langen Schweif hinter sich, der den nächtlichen Himmel über dem Evergreen Forrest in verschiedensten Farben erleuchtete. Adora gefiel das Schauspiel das sich Ihr bot, doch unweigerlich schweiften Ihre Gedanken von der Schönheit des Augenblickes ab, als Sie daran dachte, wie es wäre dieses Schauspiel zusammen mit Adam zu beobachten. Sicherlich hätte er sich heimlich mit Ihr aus dem Palast geschlichen, wenn Sie Ihn gefragt hätte. Sie hätte Ihn nicht groß überreden müssen, wie Sie es mit Teela, Ihrer Freundin oft musste. Er hatte nicht dieses starre Pflichtbewusstsein, welches Teela zwar auszeichnete, aber in mancherlei Hinsicht auch beeinträchtigte. Adam war anders. Mit Ihm konnte Adora einfach nur Spaß haben, sich zurücklehnen und die Seele baumeln lassen oder sich diversen anderen Beschäftigungen hingeben. Adam war einfach immer für Sie da gewesen.
Der Wunsch nach Ihrem Bruder war größer als andere. Umso schwerer wog die Last der Schuld.
Sie allein war Schuld am Tod Ihres Bruders. Dessen war sie sich ganz sicher. Auch wenn Teela Ihren Eltern gegenüber behauptete Sie alleine würde die Verantwortung tragen, so wusste Adora es besser. Weder die Beteuerungen Ihrer Eltern, noch die von Teela vermochten daran etwas zu ändern. Irgendwie tat Ihr Teela sehr leid, da Sie sich verantwortlich fühlte Ihre Aufgabe als Bodyguard des Prinzen nicht erfüllt zu haben. Dabei war es ganz alleine Ihre Schuld. Schon tausend Mal, hatte Sie sich vorgenommen mit Teela zu sprechen, Ihr die Wahrheit zu sagen, aber nie hatte sie letztendlich den Mut gefunden.
'Ach Adam, wärst Du doch nur bei mir.' Als Sie dies dachte, und den Blick wieder in Richtung Himmel richtete sah Sie einen Asteroiden wie eine Sternschnuppe ganz nah an Eternia vorbeiziehen. Noch während Sie darüber nachdachte wie viel Wahrheit und wie viel Legende in der Behauptung steckte, dass ein Wunsch, der geäußert wurde, während eine Sternschnuppe vorbeiflog wahr werden würde, erschütterte eine mächtige Explosion den ganzen Planeten. Noch bevor Adora reagieren konnte, fand Sie sich unter Ästen und Blättern wieder, die noch vor kurzem an einem Baum über Ihre gehangen hatten. Der Baumstamm lag direkt neben Ihrem Körper. Noch während Adora sich von Laub und Ästen befreite, dachte Sie darüber nach was eben passiert war. Sie sah sich um, und bemerkte die Auswirkungen einer massiven Erschütterung. Mehrere Bäume waren aus den Wurzeln gerissen worden, und einer hätte Sie beinahe erschlagen. Die Sternschnuppe, die Sie grade eben gesehen hatte, musste wohl den Kurs geändert haben, und irgendwo auf dem Planeten eingeschlagen sein. Am Horizont konnte Sie noch ein leichtes Glühen, welches von dem Einschlag stammte sehen.
Ohne lange nachzudenken stand Adora auf, und rannte in Richtung des Leuchtens am Horizont, um den Einschlag zu untersuchen.
Währenddessen wachte Teela durch die Erschütterung in Ihrer Badewanne auf. Das Wasser war noch lauwarm, und so fröstelte die junge Frau mehr, als Sie das Wasser verließ. Rasch nahm Sie ein Handtuch an sich, und trocknete sich ab, und wenige Minuten später stand sie in frischen Kleidern auf dem Gang vor Ihrem Zimmer wo Ihr Vater gerade nach Prinzessin Adora suchte. Augenscheinlich hatte er bereits mehrmals an Ihrer Zimmertür geklopft als er Teela aus Ihrem Zimmer kommen sah, und Sie bat in Adora's Zimmer zu gehen, und nach Ihr zu sehen. "Geh bitte in Ihr Zimmer Teela, und sieh nach, ob Adora schon wieder zurück ist.
In Ordnung, ich gehe nachsehen", antwortete Teela Ihm wohl wissend, warum er Sie hineinschickte und nicht selbst einfach eintrat. Was wenn Adora gerade aus dem Badezimmer kommen würde? Wenn Sie jedoch hineinging, wäre das unverfänglicher. Als Sie das Licht einschaltete konnte Sie die Prinzessin nicht entdecken. Sie sah die anderen Räume durch, aber auch dort war kein Zeichen von Adora zu entdecken. Ohne sich weiter in den Räumen der Prinzessin umzusehen schaltete Sie das Licht wieder ab, und ging zurück auf den Gang zu Ihrem Vater.
"Sie ist nicht hier Vater. Ich bezweifle dass Sie schon zurück im Palast ist." Sorgenfalten traten deutlich auf Teela's Stirn hervor. Nachdenklich blickte Duncan zu seiner Tochter: "Du bist nicht die einzige die sich Sorgen macht Teela. Ich wollte den König und die Königin nicht beunruhigen, aber langsam beginne ich mir Sorgen zu machen. Diese Erschütterung lässt auf nichts Gutes schließen.
Sobald die Sonne aufgegangen ist, werde ich die Masters rufen, um die Ursache herauszufinden, und nach der Prinzessin zu suchen.
Und wenn es schon zu spät ist ? Wir wissen nicht was passiert ist, und wenn Adora in Gefahr ist? Sollten wir nicht gleich die Masters und die königliche Garde auf die Suche nach Ihr schicken?" Die Sorge um Ihre Freundin war nun deutlich in Teela's Stimmte zu hören. "Seitdem Skeletor verschwunden ist, gab es keine ernstzunehmende Bedrohung mehr für Eternia, Teela. Ich denke nicht, dass Sie in großer Gefahr ist, und wenn wir die Garde nach Ihr suchen lassen, erreichen wir gar nichts, außer Ihre Hoheiten und die Bevölkerung zu verunsichern. Du weißt dass so etwas nicht unbemerkt bleibt." Duncan war sich selbst längst nicht so sicher, wie er Teela erzählen wollte, doch versuchte er zuversichtlich zu wirken. "Ich verstehe Vater. Dennoch kann ich nicht so lange warten. Ich gehe Sie suchen. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn Sie meine Hilfe brauchen würde, und ich nicht an Ihrer Seite gewesen wäre." Sie spielte auf Adam an. Duncan verstand worauf seine Tochter hinaus wollte. Er wusste dass er Sie weder von etwas anderem überzeugen konnte, noch wollte er das wirklich. Dafür wuchsen seine Bedenken von Sekunde zu Sekunde mehr. "Ein Wind Raider steht außerhalb meiner Werkstatt für Dich bereit Teela. Ich werde gleich nach Sonnenaufgang die Masters kontaktieren, und eine gemeinsame Suche koordinieren, wenn ich bis dahin nichts von Dir gehört habe." Meinte er mit wachsender Besorgnis zu seiner Tochter. "Danke Vater. Ich werde Sie finden", versprach Sie Ihm, und lief dann zu dem für Sie bereitstehenden Wind Raider.
Teela", rief Duncan Ihr noch hinterher. Sie drehte sich zu Ihm um. "Sei vorsichtig!
Ich gebe mir Mühe", meinte Sie mit einem Lächeln, und verschwand dann um die Ecke. Wenige Minuten später hörte Eternias Man at Arms das Geräusch eines startenden Wind Raiders.
'Ich hoffe Du findest Sie bald Teela.'
Adora erreichte unterdessen die Einschlagsstelle. Aus der Ferne konnte Sie einen riesigen Krater entdecken, der unweit des Evergreen Forrest entstanden war. Noch immer war ein seltsames Glühen aus dem Krater zu sehen. Adora rannte an den Rand des Kraters, und erst als Sie kurz vor der Kante war, verlangsamte Sie Ihren Schritt, und spähte über den Rand. Was Sie sah ließ Ihr das Blut in den Adern gefrieren. In der Mitte des Kraters ragte ein Raumschiff in den Himmel, aus welchem eine Ihr nur zu wohl bekannte Kriegsmaschinerie strömte und eternischen Boden betrat.
'Das ist unmöglich! Wie kann das sein?'
Fortsetzung folgt ...